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1) Was ist Soziologie? Was ist der Unterschied der - Twoday.net

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1) Was ist Soziologie?
Was ist der Unterschied der Wahrnehmung der Gesellschaft zwischen
einer Soziologin / einem Soziologen und einem alltäglichen Menschen?
Ein alltäglicher Mensch hat bereits bestimmte Vorstellungen über die
Ursache gewisser Probleme. Diese stehen dann eher im Zusammenhang
mit der Erfahrung des urteilenden Menschen und nicht mit denen, der
Personen, die direkt betroffen sind.
Im Gegensatz dazu versucht ein/e Soziologe/in die Ursachen eines
Problems – mit Hilfe verschiedener Methoden und anhand verschiedener
Verhaltensmustern, Regelmäßigkeiten und Ereignissen – zu erkennen und
diese bis an die Wurzeln zu erforschen, zu analysieren und systematisch
nachvollziehbar zu erklären, ohne dabei subjektive Werte einfliesen zu
lassen.
Wie wird Gesellschaft definiert und inwiefern ist sie in Zeit und Raum
gebunden?
Als Gesellschaft bezeichnet man Systeme (Einheiten und ihre
Zusammenhänge) menschlichen Zusammenlebens.
Man kann diese in verschiedene Regionen unterteilen: Global, Supranational, National, Überregional, Regional, Lokal.
Sie kann nach verschiedenen Aspekten unterteilt werden:
demografisch: Alter, Geschlecht, Familienstand, Nationalität...
oder
soziale Ungleichheit: Kaste, Stand, soziale Klasse, soziale Schicht, soziales
Milieu, soziale Lage, Lebensstil.
Nennen Sie vier Begriffe des demografischen Aufbaus einer Gesellschaft
und definieren sie diese knapp.
-
Alter, unterschiedliche Lebensweisen
Geschlecht, Benachteiligung & Bevorzugung der 2 Geschlechter im Beruf
Familienstand – Beispiel für soziale Kontakte
Nationalität – Ausgrenzungen etc...
Welches Problem für die Raumplanung/Architektur hat die Abgrenzung der
Soziologie durch Durkheim ergeben („Soziales“ soll nur durch „Soziales“
erklärbar sein)?
Alle menschlichen Aktivitäten / Handlungen und deren Ergebnisse werden
ausschließlich in Bezug auf die menschliche Gesellschaft gesehen
Es gibt Bemühungen, den „sozialen Faktor“ innerhalb der Gesellschaft
isoliert zu betrachten und andere Dinge, Natur, gebauten Raum
wegzulassen. ->d.h. gebauter Raum wird nicht als soziales Einflußfeld
gesehen und hat daher keine soziale Bedeutung.
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
1
2) Gesellschaft
Was ist Gesellschaft aus soziologischer Perspektive?
Aus soziologischer Sicht besteht die Gesellschaft aus
Zusammenhängenden sich gegenseitig beeinflussenden Faktoren auf
unterschiedlichen Ebenen (Mikro-, Meso-, Makro-, Meta-Ebene).
Daraus ergeben sich verschiedene Theorien: makrosoziologische Theorie,
deren Pol die Gesellschaft ist und die mikrosoziologische Theorien, in
denen das Individuum ausschlaggebend ist.
Auch die Soziologie ist Teil dieser Gesellschaft mit der speziellen Aufgabe
der Erforschung des gesellschaftlichen Zusammenhangs.
Nennen Sie zwei Positionen zum Verhältnis von Individuum und
Gesellschaft. Beschreiben Sie diese und erläutern Sie ihre eigene
Sichtweise auf die Frage!
Gesellschaft: Systemtheorie: Makro-Ebene (geht von den Organisationen
des Systems aus), Gesellschaft als Organismus, Makrofunktionalistische
Systemtheorie, Konflikttheorie, (Marxismus, Sozialdarwinismus);
Individuum: Handlungstheorie: Mikro-Ebene (geht vom Individuum aus),
Psychologischer Evolutionismus, Psychologische Soziologie,
Handlungstheorie, Verhaltenstheorie;
Sichtweise:
Was sind die Kennzeichen eines „modernen Individuums“? Auf welchem
historischen Weltbild basieren diese Vorstellungen? Geben Sie Argumente.
In welchen sozialen Bezügen stehen Individuen? Welches sind die
„Schnittstellen“ zwischen Individuum und Gesellschaft?
Wechselseitige Abhängigkeit einzelner Menschen, sozialer Gruppen und
Schichten.
Neubestimmung des Verhältnisses von Mensch und Gesellschaft durch
Figuration (interdependete Verflechtungszusammenhänge)
Struktur des sozialen Raumes
Der Habitus eines Menschen ist nicht, sein persönlicher, individueller
Ausdruck im Handeln, sonder bringt das zum Vorschein, was ihn zum
gesellschaftlichen Wesen macht: Seine zugehörigkeit zu einer bestimmten
Rasse oder Gruppe.
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
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3) Systemtheorie
Nennen Sie Merkmale der Systemtheorie von Talcott Parsons.
- Erklärt Handeln aus jeweiligem Systemzusammenhang
- Ordnungsgefüge aus Systemstrukturen und Sstemfunktionen
- Gesellschaft besteht aus verschiedenen Systemen
- Jedes soziale System muss 4 Funktionen erfüllen (AGIL-Schema):
Anpassung (adaption), Zielerreichung (goal attainment), Integration
(integration) und Strukturerhaltung (latent stucture);
4) Methoden empirischer Sozialforschung
Wozu verwendet einE SozialwissenschaftlerIn Methoden der empirischen
Sozialforschung? Geben Sie ein Beispiel!
Systematische Information über die Gesellschaft gewinnnen.
Sekundäranalysen: a) amtliche Statistiken b) Forschungsergebnisse c)
Literatur
Primäranalysen: a) Beobachtungen b) Befragungen c) Mental Map
Systematische Erarbeitung des sozialen Hintergrunds soll erforscht
werden. Gesellschaftliche Strukturen, Einstellungen, Verhaltensweisen,
Erwartungen an Gebäude, öffentlichen Raum, Bereitschaft zur
Partizipation.
Handlungsmöglichkeiten für NutzerInnen wird systematisch durch
Architektur beeinflusst (kann etwas ermöglichen oder etwas verhindern).
Architektur kann gesellschaftlich verantwortlich nur vorgenommen
werden, wenn es ausreichene und systematische Informationen über die
jeweiligen Nutzergruppen sowie die Auswirkungen der Architektur auf die
Stadt und ihre Bevölkerung gibt.
Skizzieren Sie die Unterschiede der Zielsetzungen und der Annahmen von
quallitativen Methoden der empirischen Sozialforschung und quantitativen
Verfahren.
Quantitative Methoden: Representativität, Hypothesen und Theorien legen
das Forschungsprogramm vorher schon fest (Vorstrukturierung) ->
danach bestätigend oder falsifizierend, Hypothesentestend.
Qualitative Methoden: Vielfalt sozialer Phänomene, Entdeckend Sinn
verstehend, Beschreibend Phänomenologisch, eindringen in die
Perspektive der Beforschten.
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
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Nennen Sie Beispiele von qualitativen und quantitativen Methoden und
erläutern Sie diese.
- Interview
Erhebung der subjektiven Sichteweise sozialer Gruppen/Institutionen,
Vergleichbarkeit über mehrere Fälle
- Beobachtungsverfahren
Verdeckte vs. Offene Beobachtung, Nicht teilnehmende vs. teilnehemende
Beobachtung, Beobachtung künstlicher vs. natülicher Situationen,
Selbsbeobachtung vs. Fremdbeobachtung.
-Feldforschung
Untersuchungen der Gebräuche, sozialer Praktiken und
Lebensanschauungen mittels der gleichen geduldigen
Beobachtungsverfahren wie in der Ethnologie, Arbeiten über Obdachlose,
Sozialforschung erfolgt durch Teilnahme an den alltäglichen
Leenszusammenhängen der Beforschten.
- Inhaltsanalyse
Quellenkunde; Material muss auf seine Entstheungsbedingungen hin
untersucht werden. Das Material kann nie vorbehaltslos analysiert werden.
Qualitative Inhaltsanalyse ist immer ein Verstehensprozeß von
vielschichtigen Sinnstrukturen im Material.
Nennen Sie die wissenschafstheoretischen Gemeinsamkeiten von
qualitativen Methoden in der Sozialforschung.
- Verstehen als Erkenntnisprinzip
Sicht eines Subjekts und/oder Ablauf sozialer Situation und/oder die auf
soziale Situationen zutreffenden kulturellen und sozialen Regeln
- Konstruktion von Wirklichkeit als Grundlage
Wirklichkeit wird von Individue oder Instanzen konstruiert.
- Fallrekonstruktion als Ansatzpunkt der Analyse (spezifischer sozialer
Kontext)
Ansetzen am Einzellfall, Typologie, verallgemeinernde Aussage.
- Text als empirisches Material
Direkte und indirekte Texte (Protokolle und Transkriptionen)
Hermeneutik, Phänomenologie, Kritische Theorie
Kritik an der quantitativen Sozialforschung
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Welche Arten der Beobachtung kenne Sie? Welche Vor- und Nachteile
haben die unterschiedlichen Verfahren?
Experiment, verdeckte vs. offene Beobachtung, Interview, Fragebogen,
Tests...
5) Sozialisation
Was ist Sozialisation, welche Phasen und Instanzen der Sozialisation
kennen Sie? Wie schätzen Sie die Bedeutung dieser Phasen für das
Individuum ein?
Sozialisation ist für fast jeden Menschen der „heimatliche Hafen“, von dem
aus seine lebenslange Reise durch die Gesellschaft antritt. Was ihm an
diesem Ausgangspunkt widerfährt, behält prägende Kraft für alle Phasen
seiner Reise.
Sozialisationsinstanzen sind soziale Gebilde in denen sozialisation
stattfindet: Familie (primäre sozialisation in der Herkunftsfamilie), PeerGroups, Kindergarten (Schule, Universität, Ausbildung), Beruf, Familie
(sekundäre sozialisation eigene Familie)
Sozialisationsphasen:
- Säugling (Kleinstkind, ->Großeltern, Eltern, Tagesmutter)
- Kleinkind (Volkschulkind, ->kindergartenl, peers, Nachbarn)
- Schulkind (andere Verhandlungsstrategien als Familie,->Kontakt zu
peers)
- Jugend (Selbsfindung, eigenständige Jugendkultur, Diskrepanz zwischen
körperliche/seelischer Reife und finanzieller Abhängigkeit, ->peer-groups)
- Erwachsensein (wirtschaftliche selbsständigkeit, ->Freunde, PartnerIn)
- Alter
Wie hat sich Sozialisation und die Sichtweisen auf Sozialisation in den
letzten Jahrzehnten (in der modernen Familie) geändert. Was zeichnet die
moderne Familie aus?
Der Familientypus „moderne Familie“ besteht im Grunde nur mehr aus
dem Ehepaar und dessen Kindern und ist ein Schrumpfungsergebnis der
grossen Familien (Großeltern, Tanten...). Diesen Typus nennt man auch
konjugale Kernfamilie.
Im Wensentlichen hat es eine Aktzentverlagerung von den Pflichten und
Verantwortungen der Familie zu den Rechten und Befriedigungen
gegeben. d.h. Die Familien kommt für die persönliche Erfüllung und
Befriedigung aller ihrer Mitglieder auf. Daraus entwickelt sich das
Privatleben (die Privathsphäre), die von den großen öffentlichen
Insitutionen (Staat, Wirtschaft) total abgesondert ist. Die Familie ist die
wichtigste Institution der Privatsphäre. Diese insitutionale Absonderung ist
für unsere Gesellschaft besonders charakteristisch.
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Skizzieren Sie die Unterschiede zwischen der vorindustriellen, der
bürgerlichen und der modernen Familie.
6) Normen, Werte, Rollen, soziale Kontrolle (wichtig: PDF)
Was sind Werte, was sind Normen? Wie entstehen gesellschaftliche
Normen?
Normen sind Regeln, die für alle Meschen gelten, die in eine Situtation
betimmten Typs geraten. Es sind also mehr oder weniger verbindliche,
allgemein geltende Vorschriften für menschliches Handeln in einer
spezifischen Situation.
Sie legen fest, was in bestimmten sozialen Situationen geboten oder
verboten ist (z.B. „Tischregeln“ oder „Begrüßungsregeln“).
Normen werden in der Sozialisationsphase gelernt und weitergegeben. Um
die Einhaltung der Normen zu sichern, hat die Gesellschaft
Sanktionsmechanismen (positive und negative Sanktionen).
Werte sind individuelle gruppenspezifische Interpretationen des
gesellschaftlichen Normenkontexts, welche die Motivationsstruktur,
Handlungsziele und Handlungen beeinflussen.
Beispiele:
- Feministinnen
- soziale Milieus
- Randgruppen
- Ethnien
Was bedeutet soziale Kontrolle? Beschreiben die Phänomene der sozialen
Kontrolle im öffentlichen Raum?
Sozialer Schließungsprozeß einer breiten Bürgerlichkeit gegen alles
Fremde wirkt identitätsstiftend, funktioniert üner Konstruktion von
Feindbildern (erhöht das Wir-Gefühl).
Durchsetzten von Normen für konforme Verhaltensstandarts, im Sinne von
Ordentlichkeit und Sauberkeit. = Mechanismen, die die Einhaltung der
Normen in einem sozialen System garantieren sollen.
Architektur als Mittel sozialer Kontrolle – durch Möblierung, Städtebau,
Oscar Newman – defensible space (besondere Anordnung von Wohnbau
und Komplexen, die die Bewohner anregen soll, die shpären der Kontrolle
von der Wohnugstür bis an die Strasse zu verlegen.)
Köln: Aufenthaltspolitik, „unsichtbarmachen von Armut“
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
6
Worin unterscheiden sich der strukturfunktionalistische und
interaktionistische Ansatz bezogen auf den Begriff der sozialen Rolle?
Strukturfunktionalistischer Ansatz: Rollenvorschriften werden durch
negative Sanktionen abgestützt. Soziale Rolle = ein aus speziellen Normen
bestehendes Bündel von Verhaltenerwartungen, die von einer
Bezugsgruppe an Inhaber bestimmer sozialer Positionen herangetragen
werden.
Rollen werden in der Sozialisation erlernt.
-Pluralität von Rollen ist möglich
-regelmäßiges und vorraussehbares Verhalten
Interaktionistische Rollentheorie: soziale Rolle ist situationsübergreifende,
in relevanten Situationen aktualisierte erlernte Verhaltensfigur, die
bekannt und anerkannt ist; Verhaltensfigur ist die Gesamtheit aller
zusammengehöriger Verhaltensformen.
-das aushandeln einer gemeinsamen Situation ist wichtig für die
Rollendefinition
Worin unterscheiden sich soziale Normen von sozialen Werten? Geben Sie
Beispiele
Während Normen allgemein gültige Verhaltensvorschriften sind, die jeder
Mensch in der Sozialisationsphase lernt, sind Werte gruppenspezifische
Interpretationen aus dem Normenkontext.
Bsp.
- Feministinnen
- soziale Milieus
- Randgruppen
- Ethnien
Was sind soziale Gruppen? Was sind soziale Rollen? Beschreiben Sie die
Rollen von ArchitektInnen mit Hilfe von Begriffen wie etwa „IntraRollenkonflikte“, „Inter-Rollenkonflikte“, etc.
Soziale Gruppen bestehen aus Personen mit gleichen
Interessensvertretungen. Sie haben gruppenspezifische eigene, meist nur
innerhalb der Gruppe gültige Normen und Werte.
Soziale Rollen sind ein aus speziellen Normen bestehendes Bündel von
Verhaltenerwartungen, die von einer Bezugsgruppe an Inhaber bestimmer
sozialer Positionen herangetragen werden.
Rollen werden in der Sozialisation erlernt.
Bsp:
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
7
Interrollenkonflikt: Konflikt zwischen zwei Rollen, d.h. zwischen zwei
erwartenden Verhaltensweisen. Ich bin Architekt und Bauherr zugleich,
möchte meinen Entwurf gerne verwirklichen, kann aber aus finanziellen
Gründen nicht.
Intrarollenkonflikt: Ich als Architekt stehe auf der Baustelle mit endlich
fertiggestellten Plänen meiner Mitarbeiter, die dafür mehrer Tage und
Nächte durcharbeiten mussten. Die Bauherrin hat sich die Situation noch
einmal überlegt und möchte trotzdem gerne den alten Vorrschlag gebaut
haben. Wie soll ich das meinen Mitarbeitern beibringen, oder der
Bauherrin den neuen alternativen nicht zum Konzept passenden Vorschlag
einreden?
Es ist ein Konflikt in der jemand gerät, an dessen verschiedene
Erwartungen gestellt werden.
Unterschied zwischen bürgerlichen und modernen Familien:
BÜRGERLICH:
-erstmals passiert eine Trennung zwischen Wohnen und Arbeiten
-Die Familie/der Haushalt wird zur Komplämentärwelt der Arbeitswelt
-privatisierung und intimisierung, die Erziehung der Kinder wird zur
zentralen Aufgabe.
- In der Nachkriegszeit wurde die bürgerliche Kleinfamilie zur
dominierenden Lebensform.
MODERN:
-Kinder nehmen gleichberechtigt an der Kommunikation der Erwachsenen
teil.
-neue familiäre Strukturen durch die Trennung der Eltern
-Krise der Familie:
Kinder erhöhen das Armutsrisiko
Frauen übernehmen den großteil der unbezahlten Arbeit
7) Wohnen
Beschreiben Sie die Veränderungen von Wohnen und Haushaltsformen
vom Ganzen Haus zum bürgerlichen Wohnen?
Das Ganze Haus vereint unter einem Dach häufig in denselben Räumen
Arbeit, Erholung, Schlaf, Essen, Beten, Gesinde, Kinder, Mann und Frau.
Die materiellen und symbolischen Arrangements der modernen Wohnens
separieren dagegen Funktionen und Personen in spezialisierten Räumen
für: Essenzubereitung, Essen, Sich-Lieben, Schlafen, Sich-Waschen, SichEntleeren, miteinander Sprechen, Eltern, Kinder, Sohn und Tochter, Mann
und Frau.
Das Ganze Haus war eine Arbeits- und Wohngemeinschaft.
Neben Unterschieden zwischen Stadt und Land, vorindustrieller und
industrie-kapitalistischer Produktionsweise prägen Schicht- und
Klassenzugehörigkeit die Wohnweisen.
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Die Zweigenerationen-Kernfamilie löst sich von Verwandten und NichtVerwandten ab. Die berufliche Arbeit wird außerhäuslich in Geschäft,
Betrieb oder Verwaltung organisiert. Nicht unmittelbar produktive
Zeitanteile werden am Ende des Tages konzentriert (So ensteht die
„Freizeit“). Bestimmte Erignisse wie Tod, schwere Krankheit und große
Feste sind fast gänzlich in spezialisierte Orte und Einrichtungen
ausgelagert worden. Andere Verhaltensweisen werden in die Wohnung
zurückgedrängt (Unterhaltung auf Straßen nicht mehr möglich zu laut,
Spielen...). Körperlichkeit und Emotionalität wird aus der Öffentlichkeit
weitgehend ausgesondert.
Schließlich und parallel zur Emotionalisierung und Intimisierung der
Familie werden entferntere Verwandte aus der Wohnung ausgegrenzt.
Zurück bleiben als die soziale Einheit des modernen Wohnens Eltern mit
ihren Kindern.
Die gegen Lohn entrichteten Arbeitsleistungen werden allmählich räumlich
und zeitlich von Wohnen getrennt und betrieblich in der Manufaktur
organisiert. Um dieses herum entstehen Arbeiterdörfer, in denen zum
ersten Mal die moderne, von beruflichen organisierte Arbeit getrennte
Wohnform sichtbar wird. Später konzetrieren sich Arbeitsplätze und
Wonhplätze in den großen Städten. Erst damit beginnt sicht der Typus des
Konsumentenhaushalts massenhaft durchzusetzen. Sie ist ohne der Verund Entsorgung der technischen Infrastruktur, Dienstleistungen etc. gar
nicht mehr zu denken.
Was kennzeichnet das „moderne“ Wohnen? Welche Abgrenzungen und
Nähen von bürgerlichem und modernem Wohnen sehen Sie?
Das moderne Wohnen ist gekennzeichnet durch die allmähliche
Ausgrenzung entfernter Verwandter und die räumliche Trennung von
Arbeit und Wohnen. Die Familie schrumpft auf Eltern und Kinder.
Arbeitszeiten sind gesetzlich geregelt, Kinder werden in dieser Zeit von
Institutionen beschäftigt (Kindergarten, Schule..). Somit ergibt sich auch
eine zeitliche Trennung zwischen Arbeit und Wohnen (sg. Freizeit).
Es gibt Privatsphäre für Kinder, Eltern, Haushaltsarbeit etc. in eigenen
Räumen.
In der bürgerlichen Wohnform gibt es zwar auch Privatheit, durch die
Ausgrenzung der Öffentlichkeit, jedoch waren die Zimmer nicht durch
Dielen und Flure getrennt, sondern jedes war ein Durchgangszimmer.
Beschreiben Sie vier Mermale des Idealtypus des modernen Wohnens.
- Funktional gilt die Wohnung als Ort der Nicht-Arbeit.
(Wohnen wird als arbeitsfrei, Leben der Freizeit und Ort des Konsums
gesehen – Trennung von Wohnen und beruflicher Arbeit)
- Sozial gilt die Wohnung als Ort der Familie.
(Mann, Frau und deren Kinder - Zweigenerationenfamilie)
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9
- Sozialpsychologisch gilt die Wohnung als Ort der Privatheit und Intimität.
(Aktivitäten die mit Scham- und Peinlichkeitsempfindungen verknüpft sind
werden zurückgenommen – Privatheit und Öffentlichkeit)
- Ökonomisch gilt die Wohnung als Ware.
(staatlicher Regulierung von Elite entworfen, von Industrie produziert,
Kauf oder Miete erworben)
Charakterisieren Sie die Wohnform des Ganzen Hauses.
Das Ganze Haus vereint unter einem Dach häufig in denselben Räumen
Arbeit, Erholung, Schlaf, Essen, Beten, Gesinde, Kinder, Mann und Frau.
Es ist Arbeits- und Wohngemeinschaft zugleich.
Ein ländlicher, aber auch mancher städtischer Großhaushalt umfaßte im
Mittelalter 10 bis 20, bisweilen sogar 50 oder mehr Personen, Verwandte,
Nicht-Verwandte, Eigentümer und abhängige Arbeitskräfte.
Es gibt drei Typen (Ulla Terlinden): Sie unterscheiden sich nach der Art
der Produktion (Landwirtschaft, Handwerk, Industrie) und nach dem
Verhältnis von Produktion für den Eigengebrauch und die Produktion für
einen Markt.
8) Macht, Herrschaft
Beschreiben Sie vier Theorien der Macht
Macht ist ein Verhältnis, in dem das vom Machthaber erwünschte Handeln
des Machtunterworfenen gerade nicht durch dessen eigene Zustimmung
zum Inhalt des Befehls, sondern durch Drohung, Täuschung, Nötigung,
Zwang, Abhängigkeit, Bestechung, Erpressung, Manipulation, etc...
PSYCHOLOGISCHE THEORIE:
Macht ist ein allgemeiner Trieb des Menschen. Die Mittel der Macht werden
zum Erhalt der Macht eingesetzt. Andere haben den Drang der Macht zu
gehorchen.
SUBSTANTIELLE MACHTTHEOIE:
In Organisationstheorien und der Theorie internationaler Beziehungen
werden insbesondere das politische Machtmittel und politische Ressourcen
betrachtet. (der Staat als Eigentümer legitimer Machtausübung)
OPERATIONALE MACHTTHEORIE
Es geht darum die Machttheorien zu analysieren.
-Machtbeziehungen durch Drohungen gekennzichnet (Zwangsbeziehungen
und Einflussbeziehungen ohne Drohungen)
- Autoritätsbeziehungen
MACHT als AUSTAUSCHRELATION
- Macht in soz. Beziehungen
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10
Definieren und unterscheiden Sie die Begriffe Organisation und Institution.
ORGANISATION
Von bestimmten Personen gegründet zur effizienten Erreichung der Ziele
Struktur
INSTITUTION
Element einer gesellschaftl. Organisation. Sie dienen der Erhaltung des
Systems -> 3 Elemente: Ordnung, Zuordnung von Machtpostionen,
Repräsesntation von Ideologien des soz. Systems.
9) Raum
Warum gehen eine Reihe von Sozialwissenschaftlern davon aus, dass es
keinen „objektiven“ Raum gibt, sondern Orte die Konstruktionen von
Menschen und Institutionen sind?
Der Raum als soziale Konstruktion:
Das Wissen über einen Gegenstand ist nicht objektiv - es wird
kontextabhängig konstruiert – das Handeln orientiert sich nicht an
objektiven Sachverhalten sonder an Wahrnehmungen und Bewertungen.
Wir erleben der Raum nicht in einzelnen, spezifizierbaren Eigenschaften
(von Formen, Farben, Größenverhältnissen, etc.), sondern in einem
Ausdrucksgehalt, seinen Anmutungsqualitäten, seiner Atmosphäre (als
feierlicher Kirchenraum,belebte Straße, heitere Landschaft, gemütliches
Zimmer).
Warum hängt das, was wir im Raum sehen, stark von unseren sozialen
Strukturen ab? Welches sind hierfür die relevanten Strukturierungen?
Geben Sie bitte Beispiele an?
Soziale Ungleichheiten, etc... und vgl. OBEN
Aus welchen vier Dimensionen besteht der soziale Raum? Beschreiben Sie
bitte zwei der vier detaillierter.
Der gelebte Raum ist entgegen dem homogenen, kontinuierlichen, sich in
alle Richtungen gleich erstreckenden (isotropen) Raum der euklidischen
Geometrie inhomogen, dikontinuierlich und anisotrop. Auf das jeweilige
Subjekt bezogen und duch den dem Stand- und Blickpunkt des Subjekts
entsprechenden Horizont begrenzt ist der gelebte Raum vor allem durch
seine qualitativ unterschiedlichen Stellen oder Punkte und Richtungen
charakterisierbar.
Dimension
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11
Welche soziale Funktion hat territoriales Verhalten? Finden sie hierfür
Beispiele.
Territorien sind Gebiete in denen sich Tiere dauerhaft oder für einen
bestimmten Zeitraum aufhalten. Innerhalb dieses Gebietes werden die
Futtersuche, Fortpflanzung und Aufzucht der Nachkommenschaft
vollzogen.
Zum Schutz des Territoriums sind bestimmte territoriale Verhaltensweisen
zu beobachten, Markierung des Territoriums auf verschiedenste Weisen,
Verteidigung der Grenzen gegen Eindringlinge.
Beim Menschen reflfektiert territoriales Verhalten den Wunsch bestimmte
Gebiete zu besitzen und zu verteidigen. Es muss zwischen Territorien von
Individuen, Gruppenterritorien und territorialen Kompetenzen, die viele
Menschen beinhalten können, sowie zwischen stationären und
beweglichen Territorien. Dazu gehört eine psychologische Identifikation
mit dem Territorium, das durch Bezeichnen, oder Aufstellen von
Gegenständen oder durch eine Haltung von Besitznahme symbolisiert
wird.
Aufgrund welcher Faktoren bestimmt sich ein Aktionsraum? Welche
Gelegenheiten sind für die Form des Aktionsraum bedeutsam?
Es geht hier um einen verhaltensmäßige Deskription von Umwelt. Tolman
z.b. erklärt das in dem er zwischen discriminanda, manipulanda und
utilitanda unsterscheidet.
{discriminanda – sind jene Merkmale, anhand deren wir gelernt haben,
Dinge in unserer Umwelt zu unterscheiden.
manipulanda – sind diejenigen Eigenschaften von Dingen, die sie für uns
handbar (verwendbar) machen.
Untilitanda – sind schließlich jene manipulanda und discriminanda, die als
Mittel zum Zweck zu weiteren manipulanda und discriminanda führen.}
Dienlichkeit, Brauchbarkeit, Tauglichkeit, Werthaftigkeit beschreiben
Umweltgegebenheiten für die jeweiligen Handlungsintentionen eines
Subjekts. Es sind Eigenschaften, die Aufforderungscharakter haben ->
positiv (eine Handlung zu tätigen) wie negativ (eine Handlung nicht
durchzuführen).
Eine Landschaft „lockt“ zum Spazierengehen, ein schwieriger Gipfel „reizt“
bewältigt zu werden.
10) Handlungs- und Verhaltenstheorie
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
12
Was ist der Unterschied zwischen Handeln und sich Verhalten? Nennen Sie
die Sichtweise des symbolischen Interaktionismus und des kritischen
Rationalismus auf dieses Verhalten.
...umfasst alle äußeren und inneren Aktivitäten eines Menschen bei der
Auseinandersetzung mit den materiellen und sozialen Lebensbedingungen.
Man unterscheidet das beobachtbare Verhalten, wie z.B. Bewegungen,
Aggressionen, Mimik, Sprechen, und das in der Person vorhandene,
verdeckte Verhalten, wie z.B. Angst, Begierden, Hungergefühle, Denken,
Vorstellungen.
Durch welchen Blickwinkel unterscheiden sich System- und
Handlungstheorien?
SYSTEMTHEORIE:
Makrosoziologie betrachtet Strukturen (Organisationen, Institutionen,
Normen)
Bestand der Gesellschaft, ihre Organisationen und Funktionen
Universeller theoretischer Denkrahmen für soziologische Forschung
Funktionsprinzipien der Welt
Jede Handlung lässt sich in Bezug auf den Stellenwert/Beitrag im System
analysieren.
HANDLUNGSTHEORIE:
Mikrosoziologie von Individuen her
Soziale Gebilde und Strukturen haben Existenz nur durch soziales Handeln
der Subjekte
Soziale Veränderungen entstehen durch typische Veränderungen im
Handeln von Einzelsubjekten.
Handlungstheorie geht vom Handeln einzelner Individuen aus, stellt fest,
das soziale Gebilde und Strukturen ihre Existenz nur dadurch haben, das
Menschliche Subjekte sie durch ihr Handeln reproduzieren.
Systemtheorie geht davon aus wie sich ein System aus sich heraus
reproduziert. Es steht der Bestand der Gesellschaft, ihre Organisationen
und Funktionen im Mittelpunkt.
11) Stadt- und Regionalsoziologie
Welches sind die vier wichtigsten Themen der Siedlungssoziologie?
Beschreiben sie zwei davon genauer.
Siedlungssoziologie oder Stadt + Regionalsoziologie: Beschäftigt sich mit
den Zusammenhängen zwischen Bodenbeschaffenheit, Dauer der
Sesshaftigkeit, Art der Siedlung und der sozio-ökonomischen Organisation
der Gesellschaft oder Kultur der Siedelnden beschäftigt.
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
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13
Siedlungssoziologie als Sozialökologie: Siedlungssoziologie will den
Gegenstand von Soziologie, also die soziale Organisation, vom Raumbezug
her neu aufrollen. Ihr Gegenstand ist die sozial-räumliche Organisation
von Gesellschaften.
Vergemeinschaftung (freiwillige Organisation in sozialen Bezügen) und
Vergesellschaftung (gliederung in Organisationen und Institutionen) im
Raum.
Worin unterscheidet sich „Stadt“ vom „Land“? Benennen sie die für sie
wichtigsten vier Faktoren.
STADT:
Siedlungsdichte ist hoch,
Nutzungsarten: Büro, Verwaltung, Bildung, Kultur
Infrastruktur: Zentralörtlich, spezifisch
Wirtschaftsstruktur: sekundärer, tertiärer Sektor (Industrie,
Dienstleistungen)
Demographische Struktur: jung, kleine Haushalte, kinderlos, multiethnisch.
Kommunikationsstruktur: oberflächlich, indirekt
LAND: Siedlungsdichte = niedrig
Nutzungsart: Wohnen, erholen, Landwirtschaft, Tourismus
Infrastruktur: peripher
Wirtschaftsstruktur: primärer Sektor
Demographische Struktur: alt, große Familien, viele Kinder
(Demographisch = Beschreibung, Darstellung von Struktur und Bewegung
der Bevölkerung aufgrund der Bevölkerungsstatistik)
Louis Wirth beschreibt „Stadt“ über die Faktoren „Größe“, „Dichte“ und
„Heterogenität“. Beschreiben sie seine Auffassung näher und begründen
sie diese.
Er verband die unpersönliche Natur des städtischen Lebens mit der
Ausbreitung sozialer Probleme, überschätzte aber die Gefahren. Harvey
Choldin (1978) kam zu dem Schluss das Bevölkerungsdichte nicht die
primäre Ursache von Kriminalität und Jugenddelinquenz ist, (Delinquent =
Übeltäter, Verbrecher) sondern eher sozial strukturelle Faktoren wie
Zusammensetzung der Bevölkerung oder Verteilung von Reichtum.
Beschreiben sie die Theorie der Stadtentwicklung der „Chicago School“
(Sozialökologie)
In den 1920er Jahren nahmen in den USA Soziologen Anleihen bei
ökologischen Theorien und wandten sie auf die Untersuchung von Städten
an. Robert Park und Ernest Burgess (1925) entwickelten an der
Universität von Chicago den stadtökonomischen Ansatz. Sie untersuchten,
wie die Nutzungsstruktur des städtischen Raumes aus der Interaktion von
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
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14
verschiedenen Gruppen von Menschen und der physischen und
geografischen Umwelt entsteht.
Das Modell städtischer Raumnutzung nach Burgess: Menschen
konkurrieren in Städten um Raum, wenn deren Bevölkerung wächst. Diese
Konkurrenz produziert sechs konzentrische Entwicklungs und
erschliessungszonen mit je unterschiedlichen Funktionen: Zentrum =
Geschäftsbereich. Rundherum erschließt sich eine Zone mit hoher
Fluktuation der Bewohner („zone in transition“), hohe Kriminalität... rund
um diese herum gibt es Wohngebiete mit unterschiedlichen
Bewohnerschichten (Arbeiter, Mittelstand, obere Klasse.)
12) Soziale Ungleichheit
Nennen sie vier theoretische Begriffe der sozialen Ungleichheit und
beschreiben sie diese knapp.
Kaste, soziale Schicht, soziales Milieu, soziale Klasse...
Warum kommt es zu schichten und klassen... etc.. = erklärung?
Nennen sie die unterschiedliche Sichtweise auf soziale Ungleichheit von
Karl Marx und Max Weber. Worin unterscheiden sich diese, was ist gleich?
Gegenstand der Betrachtung ist bei beiden das kapitalistische
Wirtschaftssystem. Dieses führt zu sozialer Ungerechtigkeit durch
Produktionsmittelbesitz aufgrund bestehender Produktionsverhältnisse
(Marx) bzw. auf Grund von Besitz und Einkommen. (Weber) Die
Klasseneinteilung der Gesellschaft erfolgt bei Marx in eine Bourgeoisie und
ein Proletariat und bei Weber in eine Besitz und eine Erwerbsklasse. Dauer
der Strukturen sozialer Ungerechtigkeit: Antagonistisch (widersteitend,
gegensätzlich), dauerhaft. Überwindbar durch proletarische Revolution.
Weber: gestuft, überwindbar durch soziale auf- bzw. abstiege.
Weitere Merkmale sozialer Ungerechtigkeit: Gibt’s beim Marx keine, beim
Herrn Weber sind’s die Stände und Parteien.
Klassen, Stände, Parteien, Lebensführungsstil (Max Weber 1864- 1920)
Im Gegensatz zu Marx (Konflikt- / Klassentheorie) geht Max Weber von
einer Handlungstheorie aus. Neben dem ökonomischen Hintergrund
interessierte er sich auch für den sozialen und politischen Hintergrund
gesellschaftlicher Strukturierung:
• Ökonomische Lage (Klasse),
• Soziale Gemeinschaft (Stände)
• Politische Vergesellschaftung (Parteien, Macht-Kategorie)
Klasse: Besitz/Leistung. Beide führen über den Markt zu materiellen
Lebenschancen
soziale Klasse:
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
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Cluster aus eng beieinanderliegenden Besitz-und Erwerbsklassen,
zwischen denen ein sozialer Aufstieg innerhalb einer Generation möglich
ist.
Stände: Gemeinsamkeit im Denken und Handeln ( Schichtkonzept)
Lebensführungsstände, ( Lebensstilkonzept) Erziehungsstände,
Berufs- und Abstammungsstände
Parteien: Möglichkeit, Entscheidungsprozesse zu beeinflussen (Macht)
Beschreiben sie den Schichtungs-Ansatz. Warum wird er heute nicht mehr
verwendet?
Einteilung der Bevölkerung in Schichten.
Gesellschaftliche Zuordnung durch:
Stellung im Beruf
Bildungsniveau
Erwerbseinkommen
Beruf
Soziale Mobilität ist durch eigene Leistung möglich
-Schichtungsmodell nach Geiger 1932
Unterteilung in 3 Klassenlagen (Kapitalistische- mittlere- proletarische
Lage) anhand der Stellung zu Produktionsmitteln.
-Schichtmodell der Nachkriegszeit in den 50er und 60er Jahren in Ameriga
Stellung im Beruf
Qualifikation
Erwerbseinkommen
Beruf
Kritik: Ausschluss von allen nicht Erwerbstätigen (Bildung, Beruf,
Einkommen)
Kritik am Schichtungsmodell:
1. Überbewertung der „meritokratischen Triade“ (Herrschaft der Verdienten".
Meritokratie ist kein wissenschaftlicher Begriff; er meint, daß die Besten an der Spitze
Gesellschaft stehen sollten. Leider weiß man nicht, wer nach welchen Maßstäben
der
bestimmen soll, wer "die Verdienten" sind drei zusammengehörige Dinge) [Bildung
(B), Berufliche Position (BP), Einkommen (E)]; das schließt alle NichtErwerbstätigen aus.
2. Es treten zunehmend sog. „Statusinkonsistenzen“ auf, also
Kombinationen wie E++ und B – (oder umgekehrt).
3. Die Merkmale verlieren an Erklärungskraft, es treten zu-nehmend
„neue Merkmale“ in Erscheinung „Neue“ Soziale Ungleichheit.
Gender – Frauen – Männer
Merkmale verlieren an Bedeutungskraft, es treten ständig neue Merkmale
auf.
-Neue soziale Ungerechtigkeit
Geschlechterspezifische Ungleichheiten
Regionale Disparitäten
Benachteiligung von Minederheiten und Randgruppen
diese Antworten wurden uns zur Verfügung gestellt und nicht korrigiert! es empfiehlt
sich Teile des einen oder anderen Kapitels des READERS des Instituts zu lesen...
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Ungleiche Verteilung von Wohlfahrtsteilhabe und zugang zu öffentlichen
Gütern
-Neue Dimensionen sozialer Ungleichheit:
Arbeitsbedingungen – Freizeitbedingungen
Wohn und Umweltbedingungen
Soziale Sicherheit
Sicherheit des Arbeitsplatzes
Alterssicherheit
-neue Zuweisungsmerkmale
Geschlecht, Religion, Alter, Familienverhältnis, Geburtszeitraum,
Nationalität.
Nennen sie die 3 Ebenen „neuer“ sozialer Ungleichheit bei Stefan Hradil
und beschreiben sie eine davon näher.
Beschreiben sie das Milieu-Konzept von Stefan Hradil. Inwieweit sind die
Mikro-Milieus für Stadtsoziologie relevant ?
13) Segregation
Definieren sie „residentielle Segregation“. In welcher Weise ist diese für
die Stadtplanung relevant?
In der postindustriellen, postfordistischen Stadt nehmen die
Einkommensunterschiede zu, die Sozialstruktur polarisiert sich. Wenn sich
der Staat aus der Wohnungsversorgung zurückzieht und sie stärker den
Marktmechanismen überlässt, führt dies langfristig zu räumlicher
Segregation. Weitere Ursachen: Eine kumulative Überlagerung von
Problemen bzw. Benachteiligung in verschiedenen Bereichen
(Arbeitsmarkt, Bildungssystem, kulturelle bzw. ethnische Stigmatisierung
(mit Wundmalen (Christi) gezeichnet), Wohnungsversorgung) führt zu
einer gesellschaftlichen Marginalisierung (an den Rand gedrängt), die
durch die räumliche Konzentration von Personen oder Haushalten
dauerhaft wird.
Die radikale Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen wird (?) in
europäischen Städten durch sozialstaatliche Sicherungssysteme und den
staatlichen Einfluss auf die Wohnungsversorgung verhindert.
Von wem stammt der „race relation circle“? Beschreiben sie den „race
relation circle“ in seinen Stufen. Warum ist er heute Fragwürdig ?
Eine hohe Konzentration von Menschen mit Migrations-Hintergrund ist in
jeder europäischen Stadt zu finden. Dieses wird oft als planerisches
Problem betrachtet. Teilen sie diese Auffassung ?
Da Ausländer nur wenige politische Rechte haben sind sie in der
Stadtpolitik kaum Repräsentiert. Sie können sich daher auf
demokratischen Weg nicht wehren. Eine wichtige Möglichkeit sich
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gegenseitig zu unterstützen ist das Zusammenleben in bestimmten
Vierteln. Ausländer werden in besseren Quartieren nicht als Nachbarn
geduldet, leben aber auch (zumindest in der ersten
Zuwanderergeneration) gerne in der Nähe ihrer Landsleute. (Schutz gegen
alltägliche Diskriminierung, ethnische Inseln können auf Dauer auch die
Integration in die Kultur des Aufnahmelandes behindern) Planerisches
Problem, wenn es zu räumlicher Segregation führt (?) siehe oben.
Mit welchen Mitteln können sie die Konzentration einkommensschwacher
Menschen in einer Stadt beeinflussen?
Die radikale Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen wird (?) in
europäischen Städten durch sozialstaatliche Sicherungssysteme und den
staatlichen Einfluss auf die Wohnungsversorgung verhindert.
Beschreiben sie „Gentrification“ als Sonderfall der residenziellen
Segregation.
„Gentrification“ abgeleitet von „Gentry“ (vornehme Bürgerschaft).
Beschreibt den Austausch (Verdrängung) der eingesessenen Bevölkerung
durch eine sozial höhere Schicht in innerstädtischen Altbaugebieten in
Zusammenhang baulicher Aufwertung.
14) Sozialer Wandel
Was wird innerhalb der Soziologie unter „Sozialem Wandel“ verstanden?
...ist die allgemeine Bezeichnung für die in einem historischen
Zeitabschnitt erfolgte Veränderung der:
- sozialen Struktur
- sozialen Organisationen
- sozialen Prozessen
- soziale Beziehungen/Funktionen
- Normen- und Wertestrukturen
- Einstellungen und Verhaltensweisen
Beschreiben Sie die Ursachen des Sozialen Wandels.
Die Ursachen, die dem sozialen Wandel zugrunde gelegt werden,
unterscheiden sich in Abhängigkeit der jeweiligen theoretischen Sicht:
- antagonistische Widersprüche, Krisen (kritische Theorie),
- (natürliche) Evolution (Struktur-Funktionalismus/Systemtheorie)
- Wegfall von Barrieren (Individualisierung),
- Konflikt (Konflikttheorie),
- gesellschaftliche und organisatorische Innovationen, Wertewandel
(teleologische Entwicklungstheorie, Innovationstheorie),
- technologischer Fortschritt (Modernisierungstheorie).
Man geht in der Regel davon aus, dass Sozialer Wandel nicht
(nur) eine Ursache hat, sondern sehr viele verschiedene (je nach
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dem, welcher Aspekt betont werden soll). D.h. man spricht von
komplexen oder heterogenen Formen des sozialen Wandels.
Interessant ist die Analyse des Nebeneinanders unterschiedlicher
Formen und Prozesse des (komplexen) sozialen Wandels sowie
deren Überlagerungen und Erscheinungsformen.
Beschreiben Sie die Ambivalenzen eines raschen sozialen Wandels.
ambivalenz=doppeldeutigkeit (bsp:haßliebe)
Nennen Sie drei Theorien des Sozialen Wandels und beschreiben Sie eine
davon ausführlicher.
- Systemtheorien (Gleichgewicht, Harmonie)
- teleologischen Entwicklungstheorien (unumkehrbar)
- Kritischen Theorien (Widerspruch, Revolution)
Systemtheorie:
- Gesellschaft ist stabiles Handlungssystem mit gemeinsamer
Wertestruktur (->Gleichgewicht)
- Organische Regelung erfolgt durch spezialisierte Teilsysteme mit eigenen
Aufgaben und Steuerungsleistungen
- Die Umwelt „bedroht“ diese Systeme, d.h. bringt sie aus dem
Gleichgewicht.
- Ziel der Gesellschaft ist ein statisches Gleichgewicht; sozialer Wandel ist
notwendig, aber gefährdend.
Was bedeutet der Begriff der „Postmoderne“? Beschreiben Sie den
gegenwärtigen sozialen Wandel mit Hilfe des Begrifs der „Postmoderne“.
postmoderne = nach moderne -> behandelt die moderne als
abgeschlossene Epoche. verwendet moderne formensprache und viele
andere -> keine einheitlichkeit -> freie manchmal willkürliche
formensprache... schnelle veränderungen,..
Wie ist der Zusammenhang zwischen postmoderner Architektur und
Postmoderne als Theorie des sozialen Wandels? Geben Sie Beispiele aus
der Architektur.
entwicklung geht stark voran, arch. geht verstärkt auf andere (nicht nur
formale) qualitäten ein, zb soziologische., neue technologien, neue formen
?es zusammenlebens werden von der neuen arch. geprägt (geleitet?)
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Warum bekommt der spezifische Ort in der Postmoderne wieder ein Ort
der Identifikation (im Gegensatz zur „cyber spac“ – These)?
Diskutieren Sie kritisch folgende Thesen: Durch die Gloablisierung und
neue Technologie
A) verliereb lokale Orte an Bedeutungen; Grenzen werden aufgehoben
und Raumstrukturen werden außer Kraft gesetzt
B)Lokale Identität gewinnt neue Bedeutung, es entstehen neue
Raumdiferenzen.
Geben Sie vier Merkmale der foristischen Moderne.
-
Massenproduktion
Massenkonsum
sozialstaatliche Interventionen
kulturelle Tradition einer nivellierten Mittelstandsgesellschaft.
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