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Ich bin, was ich konsumiere -

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Ich bin, was ich konsumiere und habe es zu verantworten
Thomas Mohrs / PH DL / 11.03.2014
Was heißt überhaupt „Identität“?
• Ableitung aus dem lat. idem „derselbe“, „der gleiche“
• Beim Menschen die spezifische Eigentümlichkeit seines Wesens,
die sie/ihn von anderen unterscheidet bzw.
• … die Summe aller Merkmale, die sie/ihn als Individuum / Person
eindeutig identifizierbar machen.
personale Identität / Ich-Identität
Was heißt überhaupt „Identität“?
• Mensch ist natürliches Sozialwesen.
• Ich-Identität kann sich nur in sozialer Gemeinschaft
entwickeln.
Familie, Freundeskreis, Schulklasse, Vereine / Verbände /
Partei, studentisches Netzwerk, Kolleg/innen, „Nation“ …
Menschsein ist definiert über vielfältige kollektive Identitäten oder
WIR-Identitäten
„Lernen“ aus Sicht der Gehirnforschung
• Das kindliche Gehirn muss und will unendlich viel lernen.
angeborene Neugierde und Entdeckerfreude!
Gehirne sind natürliche „Lernmaschinen“!
• Das Gehirn bildet (immens viele!) Synapsenverschaltungen aus und
verfestigt sie nach Bedarf physiologisch als neuronale Muster
( Myelinisierung).
• Muster gewährleisten v. a. funktionale Passung in das jeweilige
systemische (lebensweltliche, kulturelle) Umfeld.
( „Ich kenne mich aus“, Regeln, Orientierung, Sicherheit)
Über-Blicke als fundamentale Basis für
Identität
Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit.
„Lernen“ aus Sicht der Gehirnforschung
Häufig verwendete, wiederholte Muster (Regelmäßigkeit)
werden im kindlichen Gehirn sehr früh ausgebildet / festgelegt!
Zum Teil bevor das Gehirn den ersten bewussten Gedanken denkt!
Es ist schwierig (bis unmöglich), derartige Grund-Muster
zu einem späteren Zeitpunkt noch zu verändern.
Manfred Spitzer
Wir konditionieren unsere Kinder bereits im
Elternhaus, in Kindergarten und (Volks-) Schule auf
ihre Identität als Konsument/innen!!
Was hat das nun mit Konsum / Konsumverhalten zu tun?
Beispiel Ernährung: Essen und Ich-Identität:
„Der Mensch ist, was er ißt.“
Ludwig Feuerbach
Was wir uns einverleiben,
werden wir !
Carlo Petrini
Morgan Spurlock
„Wenn ich Schinken esse, oder Käse oder gutes Brot,
verwandelt es sich automatisch in Carlo Petrini.“
„Der Mensch ist, was er ißt.“
Alles hängt mit allem zusammen.
Essen und kulturelle / kollektive Identität
• Zuschreibungen / Klischees / Vorurteile
• Zugehörigkeit / sozio-kulturelle Identifikation
(Bsp. Jugendesskultur)
• soziale Normativität
Konsumismus selbst ist Ausdruck
einer Lebensweise, Haltung, Habitus
Konsumismus ist Spiegel gesellschaftlicher
Grundhaltung,
Wertorientierung,
„Zeitgeist“
Konsumismus
ist Konstrukt
!!
Konsum = Identität = Verantwortung
Verantwortung gegenüber sich selbst
eigene Gesundheit (Ernährung, Kleidung, Drogen …)
personale Würde (mündiges Subjekt oder „Systemtrottel“?)
Verantwortung gegenüber unseren Kindern
Brundtland-Bericht / Nachhaltigkeits-Kerngedanke
Verantwortung gegenüber sozialem Umfeld und
Infrastruktur
z. B. regionale Qualitätsprodukte kaufen (NFF, Waldviertler …)
Müll- und Emissionsvermeidung
Konsum = Identität = Verantwortung
Gesamtgesellschaftliche (staatsbürgerliche) Verantwortung
Beitrag zur Bewahrung eines leistungsfähigen Gesundheitssystems
Ak ve Beiträge zu einer nachhal gen Entwicklung (Heizung,
Wärmedämmung, Öffis …)
Konsum = Identität = Verantwortung
Globale (weltbürgerliche) Verantwortung
Konsum = Identität = Verantwortung
Mit jedem Einkauf entscheiden wir als
Konsumentinnen und Konsumenten mit über den
Zustand der Welt, in der wir leben (wollen).
Konsum ist keine (reine) Privatsache.
Mit jedem Konsumakt dokumentieren wir unsere
konsumentenethische Verantwortung !!
– oder unsere Gleichgültigkeit und Ignoranz ...
Und bewusster Konsum bedeutet
gesteigerten Genuss !
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !!
Prof. Dr. Thomas Mohrs
thomas.mohrs@ph-ooe.at
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Kategorie
Seele and Geist
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