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Aus EIB wird KNX – was steckt dahinter – Potentiale und - Voltimum

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Aus EIB wird KNX – was steckt dahinter – Potentiale und Stolperfallen !
KNX – Der erste weltweite, lizenzfreie und Herstellerunabhängige Standard für Heim- und
Gebäudeautomatisierung, der die Kriterien der EN 50090 und des weltweiten Standards ISO/IEC 14543
erfüllt.
Aus EIB-Partner werden KNX - Partner.
Doch was ist KNX ? Ein "Neuer Stern" am Himmel der
Gebäudesystemtechnik. Nicht ganz, aber was hat es damit auf sich ?
Bedingt durch die rasante Entwicklung der Technik in den letzten Jahren,
stiegen die Anforderungen an die Gebäudeleittechnik. Um den
Anforderungen gerecht zu werden, fand ein Zusammenschluss zwischen
EIB, Batibus (Frankreich) und EHS (Niederlande) statt, um somit ein
einheitliches europäisches System zu standardisieren. Aus dieser
Konvergenz heraus entstand der KNX, mit der KONNEX Association in
Brüssel als Dachorganisation.
René Rieck
KNX-LonWorks-Systemintegrator
Konnex Association hat folgende Zielsetzungen:
•
•
•
die Definition eines neuen offenen Standards ‚KNX' für intelligente Heim- und
Gebäudeanwendungen
das Etablieren des KNX Warenzeichens als ein Zeichen für Qualität und Interoperabilität zwischen
unterschiedlichen Herstellern
das Etablieren von KNX als europäischen Standard.
Die Konnex Association wird so lange wie notwendig ebenfalls Unterstützung für die ehemaligen Systeme
Batibus, EIB und EHS anbieten, einschließlich Zertifikation gemäß den drei vorherigen Standards. Da EIB
rückwärts kompatibel zu KNX ist, können die meisten Geräte mit Doppellogo (KNX und EIB) versehen
werden.
Was ist unter anderem neu, aus Sicht des EIB ?
1. Übertragungsmedium
a. TP (Twisted Pair) - TP0 - Batibus, TP1 - EIB
b. PL (Powerline) - PL110 - EIB, PL132 - EHS
c. RF ( Radio Frequency) - neu
d. IP ( KNX over IP) - neu
2. Inbetriebnahme - Modus
a. Easy Mode (E-Mode) = Konfiguration ohne Software und PC z.B Kodierschalter
b. Automatik Mode (A-Mode) = automatische Konfiguration bei stecken des Gerätes
c. System Mode (S-Mode) = Konfiguration mit ETS
Diese Art der Konfiguration ist bestimmt für EIB/KNX zertifizierte Planer und Installateure und vor allem für
Großanlagen.
Die Änderungen in der Standardisierung lassen aus
dem lahmen "Licht - Einschalt - Bus" ein
Gebäudeleittechniksystem entstehen, mit dem selbst
komplexe Aufgaben gelöst werden können. LAN,
WLAN, Infrarot, Multimediaanwendungen,
Liegenschaftsvernetzung bis hin zum FacilityManagement sind für EIB/KNX kein Problem mehr.
Positive Auswirkungen die uns EIB-lern sehr viel
Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen.
Änderungen im Sprachgebrauch jedoch, sind nicht so leicht zu übernehmen. Viele Jahre, viele Marketing Euros und nicht zuletzt das große Engagement, der vielen EIB - Partner, die, an vorderster Front, den
Bauherren, Planern und Architekten die Vorteile des Systems verkaufen, haben dazu beigetragen, das der
EIB seit einiger Zeit einem ständig wachsendem Publikum bekannt ist. "EIB" ist mittlerweile fester Bestandteil
vieler Kundenanfragen geworden und steht als Synonym für intelligente Gebäudesystemtechnik.
Aus diesem Grund sollte nicht so sehr darauf gedrungen werden sofort und jetzt aus EIB KNX werden zu
lassen. Der Doppelbegriff EIB/KNX ist über die nächsten Jahre sicher die beste Lösung, er vereint Kontinuität
und Bewährtes mit Neuem.
KNX also kein neues System, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung von bewährten Systemen zum
Allrounder der Gebäudetechnik.
Aufbauend auf dem KNX - Standard bietet selbstverständlich auch die "neue" ETS dem Inbetriebnehmer
viele neue Features die das Handling des KNX/EIB wesentlich vereinfachen und den Anforderungen des
Marktes gerecht werden. So werden mittlerweile das Arbeiten mit mehreren Datenbanken unterstützt.
Schnittstellen gibt es neben RS232 jetzt auch serienmässig USB und auch die neuen Standards haben
Einzug gehalten. So kann jetzt über das EIBlib/IP-Protokoll auch über das LAN-Netz Verbindung zum Bus
aufgenommen werden. Und was im LAN funktioniert ist natürlich auch im WAN keine Hexerei. D.h.
Fernwartung und -diagnose können ohne grossen Aufwand bequem von jedem Ort mit Internetanbindung
ausgeführt werden.
Diese angeführten Erweiterungen des KNX-Standards führen also zu einer weiteren Verschmelzung der
Gebäudetechnik mit anderen Welten. (z.B.IP-Welt) Damit wächst natürlich das Potential und die
Einsatzmöglichkeiten werden nahezu unendlich, jedoch wachsen auch die Anforderungen an den Fachmann. Aus
dem EIB-Installateur kristallisiert sich der "Systemintegrator" als eigenständiges Berufsbild heraus. Es geht hierbei
nicht mehr um die "freiprogrammierbare Elektroinstallation", bei der man die Möglichkeit habe erst bei der
Inbetriebnahme festzulegen welcher Lichtschalter, welches Lichtband schaltet oder von welchem Ort, welche
Jalousie bedient wird. Es geht vielmehr um die funktional- und energieoptimierte Vernetzung der Gewerke. Dieser
Gesamtheitliche Ansatz bei Planung und Inbetriebnahme einer KNX-Anlage erfordert vom Systemintegrator
Kenntnis in Bustechnik, Netzwerktechnik, Gebäudetechnik, Regelungstechnik nicht zuletzt auch ein stückweit in
Bauphysik. Viele Elektroinstallateure arbeiten bereits mit KNX/EIB und sind sicher auch fit bei der Inbetriebnahme
von solchen Anlagen. Warum funktionieren dann aber so viele Anlagen nicht "richtig" oder nur teilweise wie der
Kunde es wollte, oder warum bleibt z.B. vom geplanten Energieeinsparpotential nur noch 0,3% übrig ?
1. Benutzerverhalten
1. Fehlendes Pflichtenheft (Kundenanforderung)
2. Falsche oder fehlende Einweisung des Kunden - Bedienerfehler
- bei automatisierten Prozessen müssen bestimmte Parameter
eingehalten werden (Abläufe)
2. Planungs- und Inbetriebnahmefehler
1. Fehlendes Pflichtenheft (Kundenanforderung)
2. Unkenntnis über eingesetzte Geräte (Technikschulungen beim Hersteller)
3. Unkenntnis über die physikalischen Zusammenhänge in einen Gebäude
- Bsp. Unterschied Steuern - Regeln, was ist ein Regelkreis ?
Etwas Schulungsaufwand gehört dazu, den die Komplexität der Anlagen ist extrem gestiegen und wird weiter
steigen. Jedoch keine Angst vor der Technik, mit KNX/EIB ist uns ein Instrument an die Hand gegeben worden,
mit dem wir funktional die Antwort, auf die wachsenden Anforderungen unserer Kunden an "intelligente Gebäude",
geben können.
Die Anfragen nach Energieeinsparmöglichkeiten, nach Sicherheit und Komfort nehmen zu. Auch dank Internet
kommen Kunden schon mit konkreten Vorstellungen und Fragen nach Bussystemen zum Elektrotechniker.
Wir sollten diese Chance des Marktes nicht verstreichen lassen und uns der Herausforderung stellen.
Werden Sie Systemintegrator, und reihen Sie sich ein in die Riege der erfolgreichen Elektrotechniker, die ihren
Kunden mit fachlich kompententer Beratung bei der Lösung ihrer gebäudetechnischen Probleme zur Seite stehen.
Quellenhinweis: René Rieck - KNX-LonWorks-Systemintegrator
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