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App­Berechtigungen und was sie bedeuten
Nico Heister  vor 11 Monaten
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Jedes Mal, wenn Ihr eine App aus dem Google Play Store installieren wollt, wird Euch eine Liste mit
Berechtigungen angezeigt. Leider ist nicht immer sofort ersichtlich, was sich Anwendungen damit
genau erlauben. Ein aktuelles Beispiel ist "HiDrive" für Stratos Cloud­Dienst: Mit dem neuesten
Update verlangt die App Zugriff auf Euren Telefonstatus und Eure ID. Warum das so ist,
verschweigt Strato bisher leider. Das verunsichert und verärgert viele Benutzer, die deshalb auf
das Update verzichten. Bei uns findet Ihr eine Übersicht über die wichtigsten Berechtigungen samt
Beispielen, die in solchen Fällen als Orientierungshilfe dienen kann.
Die App­Berechtigungen seht Ihr nicht nur vor der Installation neuer Apps, sondern Ihr könnt sie
auch nachträglich einsehen. Das geht unter Einstellungen ­> Apps ­> (Name der App) ­>
Berechtigungen.
Telefonnummern direkt anrufen
Mit dieser Berechtigung können Apps Telefonnummern wählen, ohne dass Ihr etwas davon
mitbekommt. Apps wie Skype oder Google Talk benötigen die Berechtigung, damit Ihr Telefonate
tätigen könnt. Bösartige Apps können die Berechtigung dazu missbrauchen, um heimlich
kostenpflichtige Nummern anzurufen, ohne dass Ihr etwas davon mitbekommt. Wenn eine
Anwendung, die eigentlich nichts mit Telefonieren zu tun hat, dies einfordert, Finger weg!
Kurznachrichten senden
Damit bekommen Apps die Möglichkeit, SMS zu senden. Das geschieht entweder nur mit Eurem
Zutun, oder aber heimlich. Auch hier ist Vorsicht geboten, da bösartige Apps ohne Euer Wissen
Abos per SMS abschließen und hohe Kosten entstehen können.
USB­Speicherinhalte ändern oder löschen
Wenn eine App diese Berechtigung erhält, dann hat sie Zugriff auf Euren kompletten Speicher,
kann Daten auslesen, bearbeiten und löschen. Die meisten Apps benötigen die Berechtigung, um
App­eigene Einstellungen speichern zu können, aber trotzdem sollte man bei dieser Berechtigung
sehr vorsichtig sein. In Verbindung mit Internet­Zugriff könnte eine App beispielsweise heimlich
Eure privaten Fotos im Internet hochladen.
Achtung: Bis Android 1.5 wird diese Berechtigung jeder App automatisch erteilt, sodass Ihr
besonders aufpassen müsst, sofern Ihr noch ein Smartphone mit einer alten Android­Version in
Betrieb habt.
Kontakte lesen, Meine Kontakte ändern
Diese Berechtigungen sprechen eigentlich für sich selbst: Damit darf eine App auf Eure Kontakte
zugreifen. SMS­Apps, soziale Netzwerke und Adressbücher benötigen diese Infos, aber bei
anderen Apps sind sie in der Regel unnötig. Da es sich bei Euren Kontakten um sehr sensible
Daten handelt, ist hier äußerste Vorsicht geboten!
Lesezeichen für Webseiten und das Webprotokoll lesen
Damit haben Apps Zugriff auf die Liste der von Euch besuchten Webseiten. Alternative Browser,
Backup­Tools und eventuell einige soziale Apps benötigen diese Berechtigungen. Wenn sie
beispielsweise ein Spiel einfordert, sollten die Alarmglocken schrillen, denn die App könnte Euer
Nutzerverhalten ausspionieren wollen.
Vor der Installation könnt Ihr die Berechtigungen im Google Play Store sehen
Vertrauliche Protokolldaten lesen
Diese Berechtigung ist sehr wichtig! Damit erlaubt Ihr einer App, die Protokolldaten von anderen
Apps zu lesen. In den Protokolldaten stehen mitunter sehr sensible Informationen und
normalerweise benötigt keine App diese Berechtigung. Es gibt aber auch einige Ausnahmen: Die
Twitter­App Plume benötigt die Berechtigung, um ausführliche Fehlerberichte an den Entwickler zu
übermitteln. Aber gerade bei unbekannten Apps solltet Ihr besonders stark aufpassen!
Telefonstatus lesen und identifizieren
Bei dieser Berechtigung handelt es sich um ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist es völlig
normal, dass eine App auslesen darf, ob Ihr gerade telefoniert oder einen Anruf erhaltet, um die
App­Aktivität zu unterbrechen. Andererseits bekommt die App dadurch auch Zugriff auf zwei
individuelle Geräte­Nummern: IMEI und IMSI. Viele App­Entwickler nutzen diese Nummern, um
ihre Apps gegen Piraterie zu schützen, aber theoretisch könnten sie damit auch Euer Telefon und
damit Euch orten und verfolgen.
Auch hier gilt: Bis Android 1.5 wurde die Berechtigung standardmäßig automatisch erlaubt.
Genauer (GPS­) Standort
Dadurch erfährt eine App, wo Ihr Euch momentan aufhaltet. Das ist wichtig für Navi­ oder
ortsbasierte Apps, könnte aber auch für Werbung missbraucht werden.
Ungefährer (Netzwerkbasierter) Standort
Siehe oben: Nahezu identische Funktionsweise, aber weniger genau als die Ortung über GPS.
Bluetooth­Verbindungen herstellen
Apps zum drahtlosen Übertragen benötigen diese Berechtigung, damit Ihr Dateien via Bluetooth
austauschen kann. Üblicherweise ist diese Benachrichtigung relativ harmlos.
Uneingeschränkter Internetzugriff
Bei dieser Berechtigung müsst Ihr besonders vorsichtig sein! Wie der Name schon suggeriert erhält
eine App dadurch vollen Zugriff zum Internet. Daten können so ohne Euer Wissen hochgeladen
und verarbeitet werden. Viele Apps benötigen die Berechtigung, um überhaupt zu funktionieren,
aber genauso viele Apps benötigen sie eben nicht. Gerade in Verbindung mit anderen
Berechtigungen kann eine App so ganz schnell großen Schaden anrichten. Ihr solltet vor der
Installation also genau abwägen, ob eine App wirklich diese Berechtigung benötigt.
Netzwerkstatus/WLAN­Status anzeigen
Damit weiß eine App, in was für einem Netzwerk Ihr unterwegs seid (WLAN, 3G...). Relativ
harmlose Berechtigung.
Bekannte Konten suchen
Hiermit kann eine App herausfinden, welche Benutzerkonten Ihr habt und womit sie verbunden
sind. Dadurch ist eine App in der Lage, mit verschiedenen Diensten zusammenzuarbeiten und sich
mit ihnen zu verbinden. Zugriff auf Eure Passwörter erhält eine solche App allerdings nicht.
Kontoliste verwalten
Apps können mit dieser Berechtigung neue Konten hinzufügen, entfernen oder deren Passwörter
löschen. Bestes Beispiel ist die Facebook­App, da Sie in den Einstellungen ein neues Konto für
Facebook hinzufügt, mit dem Ihr euch in dem sozialen Netzwerk anmelden könnt. Doch aufgepasst
bei auf den ersten Blick harmlos wirkenden Apps wie Spiele oder Rezeptesammlungen. Wenn eine
solche Anwendung Eure Kontoliste verwalten möchte, solltet Ihr misstrauisch werden. Denn
theoretisch besteht die Möglichkeit, dass eine bösartige App Euer Google­Konto vom Gerät
löschen kann.
Als Kontoauthentifizierer fungieren
Mit dieser Berechtigung kann eine App auf Eure Benutzerkonten zugreifen. Das klingt im ersten
Moment zwar abschreckend, aber es bedeutet auch, dass durch diese Berechtigung Eure
Passwörter geschützt werden, da eine solche App keinen direkten Zugriff darauf hat. Vorsicht ist
aber auch hier die Mutter der Porzellankiste!
Auch in der Webversion des Google Play Store werden die Berechtigungen aufgelistet
Google Mail: Konten auf dem Gerät verwenden, hinzufügen oder entfernen
Damit hat eine App Vollzugriff auf Euer E­Mail­Postfach bei Google. Abgesehen von der Gmail­App
solltet Ihr eigentlich keiner anderen App Zugriff auf Eure sensiblen Daten geben. Eure E­Mails sind
Privatsache und sollten nicht so schnell von anderen Apps eingesehen und bearbeitet werden.
Install Packages (Apps installieren)
Damit kann eine App andere Apps installieren. Das ist wichtig für alternative Market­Anbieter wie
das AndroidPIT App Center oder den App­Shop von Amazon.
Standby­Modus deaktivieren
Videoplayer und andere Apps benötigen die Rechte, um zu verhindern, dass sich der Bildschirm
Eures Smartphones/Tablets ausschaltet.
Synchronisierungseinstellungen lesen
Dadurch erfährt eine App, ob Ihr die Hintergrundsynchronisation (z.B. bei Google Mail oder
Facebook) aktiviert habt oder nicht.
Hintergrundprozesse beenden
Ihr erlaubt damit einer App, andere Apps zu beenden. Dabei kann es zu Datenverlust kommen.
Viele Task­Manager benötigen die Berechtigung, um zu funktionieren.
Vibrationsalarm steuern
So gut wie harmlos: Die meisten Apps nutzen diese Berechtigungen, um eingehende Nachrichten
durch einen Vibrationsalarm zu signalisieren.
Bilder und Videos aufnehmen
Alternative Kamera­Apps benötigen diese Berechtigung, um Fotos schießen zu dürfen. Theoretisch
könnte eine bösartige App heimlich Fotos machen und dann über das Internet verteilen, aber in
der Praxis dürfte das geschossene Material so gut wie unbrauchbar sein.
Fazit
Vor dem Download einer App solltet Ihr Euch die Berechtigungen immer genau durchlesen und
abwägen, ob die App wirklich Berechtigung xy benötigt. Im Zweifelsfall lieber die Finger von der
App lassen und die Bewertungen im Google Play Store durchlesen und/oder im Internet nach
weiteren Informationen suchen. Es gibt zwar auch Anwendungen, mit denen man anderen Apps im
Nachhinein Berechtigungen entziehen kann, aber ich bin der Meinung, dass man dann lieber gleich
die ursprüngliche Appp links liegen lassen sollte. Bei der riesigen Auswahl im Google Play Store
gibt es ohnehin meist genügend vertrauenswürdige Alternativen.
(Fotos: Nico Heister/AndroidPIT, Teaser­Foto: angieconscious/pixelio.de)
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