close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Die große Jahresumfrage von COMPUTERWOCHE und IDC zeigt

EinbettenHerunterladen
Nr. 9 vom 27. Februar 2012
Deutschland 5,10 € / Österreich 5,30 € / Schweiz 9,80 sfr
www.computerwoche.de
IT-KOMPASS 2012
Die große Jahresumfrage von
COMPUTERWOCHE und IDC zeigt,
was Anwender bewegt.
IT-Arbeitsmarkt 2012:
Gewinner und Verlierer
Hochprofessionelle IT-Angriffe nehmen zu, ebenso aber der Leichtsinn,
der durch den Trend Bring your
own Device gefördert wird.
Seite 34
Berater, Entwickler, SAP-Experten,
IT-Architekten und Projektprofis
werden gesucht – vorausgesetzt, sie
bleiben auf dem Teppich.
Seite 42
IDG Business Media GmbH, Zenit Pressevertrieb GmbH, Postfach 810580, 70522 Stuttgart
Einfallstore ins
Unternehmensnetz
Titel
In dieser Ausgabe
IT-Kompass
2012
IT-Strategien
Facelifting für die IT
Nr. 9 vom 27. Februar 2012
Die große IT-Studie 2012
Trends & Analysen
Sorgen bei HP
6
Mit einem schwachen Geschäftergebnis
startet Hewlett-Packard ins neue Jahr.
Nicht nur das PC-Geschäft schwächelt, auch
bei Highend-Servern lahmt der Umsatz.
Datenschutz-Zugeständnisse
14
Unterstützt von IDC, hat die computerwoche zum dritten Mal die wichtigsten
Themen aus Anwendersicht erhoben.
Es brennt am Frontend
Bestandsaufnahme IT-Sicherheit 34
18
Mobile Devices bereiten Kummer.
Advanced Persistent Threads (APTs) werden immer noch unterschätzt, sagen Security-Experten. Was können neue Störprogramme anrichten, und wie setzt man sich
dagegen zur Wehr?
8
Job & Karriere
Trends im Arbeitsmarkt
Cloud in Zellen
10
HP hat eine ganze Palette von Standardprodukten in sogenannte cCells verpackt,
um Cloud-Szenarien zu ermöglichen.
Der Berglöwe ist los
32
Wie die IT für Anwender, Endkunden und
das Business attraktiver werden kann, vermittelten die „Hamburger IT-Strategietage“.
Unter den Besuchern waren viele CIOs.
Apple & Co. geben auf Druck der Staatsanwälte großzügige Selbstverpflichtungen ab.
Die Zeche zahlen die Programmierer.
12
Erster Blick auf Apples neues OS X 10.8.
42
Entwickler, Berater, Architekten und Projekt-Manager gehören zu den begehrten
IT-Profis – wenn sie nicht zu teuer sind.
Produkte & Praxis
Der ideale CIO
Kleine Helfer
Headhunter erzählen, IT-Manager welchen
Typs heute begehrt sind.
22
47
Quelloffene Videoschnitt-Software mit
Profi-Features; Mindmaps schnell und einfach erstellen mit Bubbl.us; Net Status – IPBereiche mit dem iPhone scannen.
Achtung, dieses Heft ist
Kooaba-aktiviert
BI der nächsten Generation
24
Der Big-Data-Trend lässt Unternehmen hoffen, von ihren ungehobenen Datenschätzen
zu profitieren. Doch der Weg dorthin ist
weit und beschwerlich.
Unterschätztes Sicherheitsririko 28
Viele Firmen öffnen ihre Systeme beim
Software-Update unbeabsichtigt für Schadsoftware. Dagegen gibt es Rezepte.
So geht‘s: Kooaba Shortcut App laden,
Seite fotografieren, PDFs posten und
mailen.
www.kooaba.com/shortcut
Produkte der Woche
30
HP mit All-in-one-Workstation, DMS-Neuigkeiten und vieles mehr.
Highlights der Woche
SSD-Mythen auf dem Prüfstand
Schnell, sparsam und robust: So werben
Hersteller für SSDs. Doch was steckt
wirklich hinter den Versprechen?
www.computerwoche.de/2505349
Acta-FAQ: Was Sie wissen müssen
Die Acta-Pläne der EU polarisieren:
Rechteinhaber machen Druck, die Netzgemeinde probt den Aufstand.
www.computerwoche.de/2505357
Exklusiv für Sie:
Das CIO-Mini-Abo
Jetzt testen und Insiderwissen sichern!
10 Years
ce
Die IT-Strategien für Manager
pünktlich auf Ihrem Schreibtisch
Sparen Sie satte 30%
gegenüber dem Einzelpreis von 10,80 Euro
ct i
➡
➡
ca
CIO auch
für Ihr iPad
2 Ausgaben inklusive Prämie
Abonnieren Sie 2 CIO-Ausgaben und
freuen Sie sich über ein tolles Dankeschön
e
AD
JETZT
NEU!
➡
ra
Titelfoto: dicogm/shutterstock
3
Inhalt
9/12
de
CIO erscheint im Verlag IDG Business Media GmbH, Lyonel-Feininger-Str. 26, 80807 München, Registergericht München, HRB 99187, Geschäftsführer: York von Heimburg.
Die Kundenbetreuung erfolgt durch den CIO Kundenservice, ZENIT Pressevertrieb GmbH, Postfach 810580, 70522 Stuttgart, Geschäftsführer: Joachim John, Tel.: 0180 5 72 7252-276*,
E-Mail: shop@cio.de (*aus dem dt. Festnetz nur 0,14 Euro pro Minute, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro pro Minute)
of
since 2001
P
st
L ead
Be
ersh ip &
A
Alles
rund um die Abo-Pakete
IIhrer CIO inden Sie unter:
www.cio.de/aboshop
w
C-010-125
4
Trends & Analysen
Was die anderen sagen
9/12
CW-Kolumne
Undankbare Rolle
Seiten-Spiegel
„Im vergangenen November hatte ,The
Daily’ die Existenz einer iPad-Variante der
Microsoft Office Suite aufgedeckt. Jetzt
verlautet aus unseren Quellen, dass die
App in Kürze zur Prüfung an Apple übergeben wird. Ein kurzer Blick auf einen lauffähigen Prototypen der Software zeigte eine
Reihe neuer Dinge. Das User Interface entspricht dem der OneNote-App, deutet
aber eine Nähe zur Metro-Oberfläche an,
die Windows Phone und das kommende
Windows-8-System ziert. Word-, Excel- und
Powerpoint-Dateien können lokal und online erstellt und editiert werden.“
„Thedaily.com“
„Die zurückhaltende
Nutzung von
E-Government
kostet Wirtschaft und
Staat Milliarden.“
Bitkom-Präsident Dieter Kempf
„Bis zu 200.000 ans Internet angeschlossene Systeme könnten von Hackern übernommen werden, die sich Zugang über Symantecs Software für den Fernzugriff, ,pcAnywhere‘, verschaffen könnten. Dazu gehören
auch bis zu 5000 PCs, die mit Kassensystemen verbunden sind und unter anderem
Kreditkartendaten von Kunden sammeln,
sagte heute ein Forscher (von Rapid7). Seine Enthüllung kommt gerade vier Wochen,
nachdem Symantec seinen pcAnywhereKunden eröffnen musste, ihr Programm außer Betrieb zu nehmen, weil Hacker sich
den Sourcecode der Software verschafft
hatten.“
„Computerworld”
„Asustek will ein Mobilgerät herausbringen, das sich ‚Padfone‘ nennt. Es ist das,
was der Name suggeriert: eine Kombination von Smartphone und Tablet. Im Kern
besteht die Idee darin, ein Standard-Android-Smartphone auf der Rückseite des
Tablets in ein dafür vorgesehenes Fach
einzuklinken.“
„Business Week“
K
ennen Sie das? Sie als IT-Verantworlicher treffen den Kollegen aus der
Fachabteilung morgens im Fahrstuhl. Weil
Smalltalk über das Wetter zu langweilig
und es für firmenstrategische Planungen
noch zu früh ist, zeigt er Ihnen lieber sein
brandneues Android-Smartphone und referiert begeistert darüber, wie er damit
die Abrechnung der gestrigen Dienstreise
bereits vor dem Verlassen des Hauses erledigt hat. Sie lassen sich natürlich nichts
anmerken und machen gute Miene zum
bösen Spiel. In Ihrem Kopf schwirren derweil Begriffe wie „Policy“, „Compliance“
und „Datenklau“ umher.
Eines ist sicher: Je verteilter und vielfältiger die Gerätelandschaften in Unternehmen werden, desto schwieriger ist es,
die Kontrolle zu behalten. Wer weiß schon
noch, wie viele private Smartphones, Tablet-PCs, Note-, Net- und Ultrabooks neben all den Festrechnern in den verschiedenen Abteilungen, Außenstellen und
Home-Office-Arbeitsplätzen für dienstliche
Zwecke benutzt werden? Aber können Sie
es sich leisten, alle Mitarbeiter zu verpflichten, jedes neue Gerät, das möglicherweise Firmendaten speichern oder auch
nur aufrufen könnte, zunächst in der ITAbteilung zur Inventarisierung vorbeizubringen? Wie attraktiv ist ein Unterneh-
men für aufstrebende High Potentials
noch, das Sicherheitsbedenken über das
„Prinzip der individuellen Freiheit“ stellt?
Für IT-Entscheider wird es zu einer Herausforderung, die Balance zwischen dem
notwendigen Mindestmaß an Sicherheit,
gesetzlichen Vorschriften und einer offenen Firmenkultur zu halten. Gerade in
diesem Punkt ist eine enge Zusammenarbeit mit der Unternehmensspitze wichtig.
Der Manager, der den Kollegen eitel sein
neues Gadget vor die Nase hält und Sicherheitsfragen kurzerhand auf die ITAbteilung abwälzt, ist alles andere als
hilfreich. IT-Verantwortliche, die dem einen Riegel vorschieben, werden immer die
Buhmänner sein – für das Management
und für die Mitarbeiter. Kommt es zum
Sicherheits-GAU, sind sie es erst recht.
Lesen Sie ab Seite 34,
was Bring your own
Device wirklich bedeutet.
Simon Hülsbömer
Redakteur CW
COMPUTERWOCHE auf dem iPad
Nach dem aktuellen Update auf Version 4 erstrahlt die
COMPUTERWOCHE-Kiosk-App in neuem Glanz.
N
icht nur optisch wurde die App verschönert, auch in Sachen Features gibt
es Neues zu entdecken. So
haben wir eine von
vielen Lesern gewünschte Druckfunktion integriert: Mit ihr
lassen sich die iPadAusgaben der computerwoche problemlos
über AirPrint-fähige
Druck-Setups zu Papier
bringen. Push-Benachrichtigungen werden unsere iPad-Leser – ihre
Zustimmung vorausge-
setzt – über neu eingestellte Ausgaben
informieren. So erfahren Sie sofort, wenn
die aktuellste computerwoche
am Kiosk verfügbar ist.
Viele kleine Verbesserungen
„unter der Haube“ steigern
darüber hinaus die Stabilität
und Nutzungsqualität der
App. Wir hoffen, dass Ihnen
diese Neuerungen gefallen,
und freuen uns über Ihr
Feedback!
Wenn Sie uns Anregungen
geben möchten, mailen
Sie einfach an mobile@
idgbusiness.de!
6
Trends & Analysen
9/12
Hewlett-Packard muss
sich neu aufstellen
Cloud Computing, Security und Daten-Management – das sind die
Geschäftsfelder, auf denen Hewlett-Packard angreifen will. Doch zunächst
einmal gilt es, ein schwaches Geschäftsquartal zu verdauen.
Von Heinrich Vaske*
W
ährend Apple von Rekordergebnis zu Rekordergebnis eilt, tut
sich Hewlett-Packard derzeit
schwer. Im ersten Geschäftsquartal, dass am 31. Januar
2012 zu Ende ging, schmolzen
die Einnahmen gegenüber dem
Vorjahr um sieben Prozent auf
30 Milliarden Dollar zusammen.
Der Nettogewinn belief sich auf
1,5 Milliarden Dollar, im Jahr
zuvor waren es noch 2,6 Milliarden Dollar gewesen. Für das
laufende Quartal hat der Konzern seine Geschäftserwartungen nach unten korrigiert.
HP im ersten Quartal 2012
Schwache Verkäufe von Business-Critical-Servern ziehen die Bilanz
der Sparte Server, Speichersysteme und Netzquipment herunter.
-15 %
10,45
8,63
IT-Services
+1 %
8,53
6,26
6,73
Drucker
5,02
Server, Speicher,
Netzequipment
Software
Kostensenkung geplant
Die neue Unternehmenschefin
Meg Whitman kündigte an, mit
einer Reihe nicht näher ausgeführter Maßnahmen der Kostensenkung und PerformanceVerbesserung in die Erfolgsspur
zurückkehren zu wollen. Obwohl sie noch keinen detaillierten Schlachtplan vorlegte,
wurde doch deutlich, dass HP
Wachstumsfelder wie Cloud
Computing, IT-Sicherheit und
Werkzeuge für das Daten-Management ausbauen möchte.
„Es war ein schwieriges
Quartal, jeder Geschäftsbereich
hatte mit Herausforderungen zu
kämpfen”, sagte Whitman vor
der Presse. Die neue Chefin ist
dafür verantwortlich, dass eine
umstrittene Entscheidung ihresVorgängers Léo Apotheker, die
Ausgliederung der PC-Sparte in
eine eigenständige Gesellschaft,
wieder zurückgenommen wurde. Der Umsatz der PC-Unit fiel
8,87
PCs und
Notebooks
Financial Services
-7 %
-10 %
5,60
0,95
0,73
0,95
0,83
1. Quartal 2012
Umsatz insgesamt: 30,04
Vorjahr: 32,30
Veränderung: -7 %
+30 %
+15 %
Angaben in Milliarden Dollar; Quelle: HP
im abgelaufenen Quartal um 15
Prozent. Während die Erlöse mit
Anzeige
150
years.
www.kaba.de
Business-Kunden im PC-Segment um sieben Prozent zurückgingen, brach das PC-Geschäft mit Privatkunden um 25
Prozent ein.
Bitter auch die Bilanz der Sparte Enterprise Servers, Storage
and Networking, wo der Umsatz
um zehn Prozent zusammenschmolz. Besonders unerfreulich fiel aus HP-Sicht der Absatz
von Business Critical Systems
aus, der um 27 Prozent einknickte. Auch Standard-Server
und Speichersysteme verkauften sich mit Rückgängen von elf
beziehungsweise sechs Prozent
schlechter als im Vorjahresquartal. Lediglich die NetworkingSparte erreichte etwa ihr Vorjahresergebnis.
HP leidet wie die meisten PCHersteller im PC- und teilweise
auch im Server-Segment unter
einem akuten Mangel an Festplatten. Im vergangenen Jahr
hatten heftige Überschwemmungen die Produktionsstätten
in Thailand, wo das Gros der
weltweit verbauten Harddisks
hergestellt wird, schwer beschädigt, was zu erheblichen
Engpässen in der Versorgung
führte.
Offensichtlich leidet HP aber
auch darunter, dass immer
mehr PC-Nutzer das Lager
wechseln und Apple-Geräte
kaufen. Allein mit dem Verkauf
von Mac-Rechnern hatte Apple
im letzten Quartal ein Einnahmenplus von 26 Prozent erzielt.
Softwaregeschäft wächst
Auch im gewinnträchtigen Drucker-Business gingen HPs Einnahmen um sieben Prozent
zurück. Besser lief es im Servicebereich, wo ein Plus von
einem Prozent erreicht wurde.
Die Softwareverkäufe stiegen
sogar um 30 Prozent auf 946
Millionen Dollar, wobei sich die
Ergebnisse der für 10,3 Milliarden Dollar gekauften Softwareschmiede Autonomy bereits
positiv niederschlugen.
Whitman machte den Investoren klar, dass die Rückkehr zu
stabilem Wachstum nicht so
schnell vonstatten gehen werde.
Sie sprach von einer Übergangsphase von zwei bis fünf
Jahren, im Laufe derer aber
schon Fortschritte spürbar sein
würden. Ab 2013 will HP wieder
wachsen.
o
*Heinrich Vaske
hvaske@
computerwoche.de
8
News
9/12
Android steht bei Anwendern und Cyber-Gangstern hoch im Kurs
Unter den Smartphone-Betriebssystemen hat sich
Android den höchsten Marktanteil gesichert.
Die Offenheit hat Nachteile: Fast die Hälfte aller digitalen
Schädlinge fanden die Juniper-Analysten auf Android-Geräten.
0,2
1,5
5,2
Symbian
Blackberry
Microsoft
46,7
46,9
16,6
Google
Android
RIM
%
%
41,0
28,7
Apple
Java ME
11,5
Symbian
Quelle: Juniper Mobile Threats Report
Ein Zuwachs von 3325 Prozent? Während Marketing-Abteilungen
angesichts solcher Zahlen für gewöhnlich jubeln, dürften bei Google
eher die Alarmglocken läuten. Das Plus markiert nämlich einen
traurigen Rekord: den Anstieg von Malware auf der Android-Plattform innerhalb der letzten sieben Monate. Fanden die Kammerjäger vom Mobile Threat Center des Netzwerkherstellers Juniper
im Juni noch 400 Exemplare eines digitalen Schädlings bei Android,
so waren es im Dezember schon 13.302. Bei den Cyber-Gangstern
löst Android damit Symbian in der Beliebtheitsskala ab. Neben
0,7
Windows Mobile
Spyware stehen mittlerweile vor allem Schädlinge hoch im Kurs,
die den Ganoven ein illegales Zusatzeinkommen auf Kosten des
Anwenders bescheren.
Apple-Jünger haben trotz dieser Zahlen keinen Grund zur
Schadenfreude, warnt der MTC-Report. Ihre Plattform stehe nur
deswegen so gut da – das MTC fand bloß einen einzigen Schädling –, weil Apple keine Daten veröffentliche und keinen Zugriff
auf APIs zu Analysezwecken erlaube. Aufgrund der fehlenden
Transparenz sei eine korrekte Untersuchung nicht möglich. (hi)
US-Staatsanwältin sorgt für mehr Datenschutz bei Apps
A
uf Druck der kalifornischen
Generalstaatsanwältin Kamala Harris willigten Apple,
Google, Microsoft, RIM, HewlettPackard sowie Amazon nach
siebenmonatigen
Verhandlungen in eine Selbstverpflichtung zu mehr Datenschutz bei
Apps ein. Allerdings fällt den
großen Konzernen die Abgabe
dieser Verpflichtung relativ
leicht, denn das Risiko einer
Strafe wälzen sie auf die AppEntwickler ab.
Vereinfacht ausgedrückt sieht
die Vereinbarung vor, dass User
künftig genau darüber aufgeklärt werden, welche Daten
eine App sammelt und was mit
ihnen geschieht.
Hierzu wollen die Betreiber
der App-Markets künftig ihre
Entwickler verpflichten und
entsprechend kontrollieren. Damit liegt der Schwarze Peter in
Sachen Schutz der Privatsphäre
bei den Entwicklern. Während
die Plattformbetreiber bei jeder
verkauften App mitkassieren,
tragen die Programmierer nun
allein das Risiko, bei Verstößen
belangt zu werden.
Machen sie falsche Angaben
zu Datenschutz- und Verarbeitungsregeln, können sie aufgrund der kalifornischen Ge-
Generalstaatsanwältin Harris
erzwingt Schutz der Privatsphäre.
setze gegen unfairen Wettbewerb oder irreführende Werbung verurteilt werden. Die
Gesetze sehen hier pro App
Strafen in Höhe von bis zu
500.000 Dollar vor.
Obwohl es sich hier nur um
eine kalifornische Absprache
und regionale Gesetze handelt,
dürften nach Meinung von amerikanischen Medien alle AppEntwickler davon betroffen
sein. Schließlich hätten die AppMarket-Betreiber in der Regel
ihren Firmensitz in Kalifornien,
so dass das dortige Recht auch
für auswärtige App-Entwickler
gelte. Auch Generalstaatsanwältin Harris spricht in einer Pressemittteilung von einer „globalen Vereinbarung“.
Fast gleichzeitig kündigte USPräsident Barack Obama einen
Vorstoß in Sachen digitale Privatsphäre an.
(hi)
Foto: oag.ca.gov
Apple und Co. geben Selbstverpflichtung ab. Die Dummen sind die App-Entwickler.
Document
Kategorie
Internet
Seitenansichten
19
Dateigröße
1 797 KB
Tags
1/--Seiten
melden