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Die internationale Finanzkrise III – Was droht dem Euro und dem

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Die internationale Finanzkrise III –
Was droht dem Euro und dem Steuerzahler?
Prof.
f Dr. Niels Olaf
O f Angermüller
ü
21.06.2011
Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller
FB Wirtschaftswissenschaften, HS Harz
www.generationenhochschule.de
21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Gli d
Gliederung
• Einleitung
g
• Entwicklungen im internationalen Finanzgefüge
• Entwicklungen in Deutschland
• Der Euro: Entstehung und Entwicklung
• Ist eine gemeinsame Währung zwingend?
• Krise des Euro oder Schuldenkrise von EU-Mitgliedern?
• Risiken und Nebenwirkungen für den Steuerzahler
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Einleitung: Letzter Ausblick
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Einleitung: Letzter Ausblick
• Bankensektor wird einige Jahre für Erholung benötigen
• Erhebliche Staatsverschuldung:
– Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Staates als
langfristiges Problem
– langfristig Steuererhöhungen und / oder
Ausgabensenkungen
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Einleitung
• Seit der so genannten Griechenland Rettung im Jahr 2010
fortwährende Diskussionen hstl. der Stabilität des Euros
• Ursache: Sehr hohe Verschuldung einiger EU-Länder, die
gleichzeitig Mitglied der Eurozone sind – so genannte PIIGS im
Fokus:
• Portugal
• Italien
• Irland
• Griechenland
• Spanien
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Einleitung
• Problem im Falle Griechenland, Irland, Portugal:
g der Finanzmärkte führte für diese Länder zu
• Die Bewertung
massiv steigenden Zinsen bei der Aufnahme (neuer) Staatsverschuldung bzw. der Umschuldung bisheriger
• Dies ist eine an Finanzmärkten vollkommen normale
Entwicklung
• Würden Sie griechische Staatsanleihen kaufen, wenn diese
die selbe Verzinsung bieten wie deutsche Staatsanleihen?
• An Finanzmärkten wird für erhöhte Risiken ein Zuschlag,
eine so genannte Risikoprämie gefordert
• Diese belasten (hoch verschuldete) Staaten erneut
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Einleitung
• Im Normalfall führt eine derartige Situation zu folgenden
möglichen Konsequenzen:
• Schuldenschnitt. Es wird geschätzt, dass im Falle
Griechenlands ca. 40% bis 50% der Forderungen ausfallen
würden
• Abwertung der betreffenden Währung: Standard
Mechanismus bei flexiblen Wechselkursen
Wechselkursen. Schonender für
Realwirtschaft, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Aber:
durch Euro-Mitgliedschaft nicht möglich.
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Entwicklungen im internationalen Finanzsystem
• Ausgangspunkt der internationalen Finanzkrise:
Preisblasen auf den Immobilienmärkten einiger Länder,
insbesondere den USA
USA, Spanien oder Irland
• Kredite, die zur Finanzierung dieser Immobilien vergeben
worden waren
waren, waren verbrieft worden
• Die daraus entstandenen Wertpapiere waren weltweit gehandelt
worden
• Als die Blasen platzten, trafen die Kreditausfälle daher nicht nur
Banken in den USA
USA, sondern weltweit
• Um Bankenpleiten zu vermeiden, wurden staatliche Garantien in
bisher beispiellosem Umfang ausgesprochen
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Entwicklungen im internationalen Finanzsystem
• Da Bankenpleiten volkswirtschaftlich sehr gefährlich sind, war
dies zwar weitestgehend ohne Alternative, aber führt zu
Fehlanreizen bzw.
bzw festigt diese
• Im Falle Irlands führte letztlich die Bankenrettung dazu, dass in
der Folge der Staat gerettet werden musste
• Darüber hinaus wurden Konjunkturprogramme in vielen Ländern
(auch in Deutschland) aufgelegt
aufgelegt, deren finanzielle Folgen noch
spätere Generationen belasten werden
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Entwicklungen im internationalen Finanzsystem
• International:
• Finanzkrise noch nicht überwunden
• Schuldenkrise droht
• National:
• Originäre Finanzkrise überwunden
• Risiko einer Schuldenkrise bleibt bestehen
• Konjunkturpakete
• Demographie
• Euro Rettungspakete
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Entwicklungen in Deutschland
• Die deutsche Wirtschaft hat sich binnen 2 Jahren erholt
• Wachstum im 1. Quartal auf Jahresbasis: 5,2% ((2010: 3,6%))
• Anziehende Weltkonjunktur
• Nachholeffekte
• Wettbewerbsposition verbessert
• Arbeitsmarkt während der Krise erstaunlich stabil
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Entwicklungen in Deutschland
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Entwicklungen in Deutschland
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Entwicklungen in Deutschland
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Entwicklungen in Deutschland
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Der Euro: Entstehung und Entwicklung
• Der Euro ist/war mehr ein politisches als ein ökonomisches
Projekt
• Rechtliche Basis: Maastricht Vertrag (1992)
• Ansatz:
• Vorgabe ökonomischer Kriterien zum Beitritt zur Währungsunion („Konvergenzkriterien“)
• Vorgabe eines konkreten Zeitplanes
• Dieser Ansatz erzeugte Konfliktpotenzial: Was war wichtiger?
Konvergenz oder Zeitplan?
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Der Euro: Entstehung und Entwicklung
• Warum überhaupt Konvergenz?
g
bzw. nicht optimalen
p
Währungsgebieten
g g
• In nicht homogenen
sind Probleme vorprogrammiert
• Insbesondere sind Spannungen hstl. der Wettbewerbsfähigkeit der Teilnehmer denkbar, da der Wechselkurs als
Anpassungsgröße ausfällt
• Unterschiedliche Konjunkturzyklen als weiteres Problem –
wie soll die Zentralbank reagieren?
• Hohe Verschuldung von Mitgliedern kann Druck auf andere
bewirken (Transferunion) bzw. auch die Unabhängigkeit der
Zentralbank beeinträchtigen
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Der Euro: Entstehung und Entwicklung
• Konvergenzkriterien
j g der drei
• Inflationsrate max. 1,5%-Punkte über derjenigen
preisstabilsten Länder
• Langfr. Zinsen max. 2%-Punkte über derjenigen der drei
preisstabilsten Länder
• Wechselkurse mind 2. Jahre stabil
• Öffentliche Haushalte
Max 3% Neuverschuldung bezogen auf das
• Max.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Max 60% Gesamtverschuldung bezogen auf das
• Max.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Der Euro: Entstehung und Entwicklung
• Einführung des Euros gem. Zeitplan 1999 (Bargeld 2001)
g
eher bedeutungslos
g
• Konvergenzkriterien
• Griechenland folgte 2001 (Schuldenstand 104,4%)
• Dänemark,
Dänemark Großbritannien und Schweden lehnen den Euro ab
• Der Euro entwickelte sich nach seiner Einführung zunächst
schwach Danach kam es jedoch zu einer spürbaren Aufwertung
schwach.
des Euros, der zu einer zentralen internationalen Währung
geworden ist
• Weitere Beitritte zur Eurozone: Slowenien (2007), Malta und
Zypern (2008), Slowakei (2009), Estland (2011)
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Der Euro: Entstehung und Entwicklung
• Eine Krise des Euro als Währung ist auf Grundlage seiner
bisherigen Geschichte und Wechselkursentwicklung nicht
erkennbar
• Destabilisierend wirken sich die Eingriffe in die Unabhängigkeit
der Europäischen Zentralbank seit der „Griechenland-Rettung
Griechenland Rettung“
aus
• Inflation: EZB: Inflation bis 2% akzeptabel
akzeptabel, derzeit jedoch 2
2,7%
7%
bei sehr niedrigem Leitzins
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Ist eine gemeinsame Währung zwingend?
• Eine gemeinsame Währung in Europa ist nicht zwingend –
hierfür gibt es jahrzehntelange Belege
• Die NAFTA als große Freihandelszone (USA, Kanada, Mexiko)
hat ebenso keine einheitliche Währung
• Die Länder, die nicht den Euro eingeführt haben, zeigen keine
dadurch bedingte schlechtere wirtschaftliche Entwicklung
• Profitiert Deutschland – wie oft behauptet – am meisten vom
Euro?
• Der Handel mit Ländern außerhalb der Eurozone hat in den
letzten zehn Jahren stärker zugenommen als mit denen
innerhalb
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Ist eine gemeinsame Währung zwingend?
• Auch hat Deutschland keine stabilere Währung bekommen
als es die D-Mark war, aber
• einen erheblichen komparativen Wettbewerbsvorteil
eingebüßt
• auch Geldschöpfungsgewinne eingebüßt
• Was würde bei einem (theoretischen) Austritt passieren?
• Politische Verwerfungen
• Probleme bei Banken und Versicherern
• Aufwertung und Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit
– aber: aktuell wird mit dem Risiko Abwertung argumentiert
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Krise des Euro
oder Schuldenkrise von EU-Ländern?
• Es liegt keine Währungskrise vor. Anzeichen wären
g
• massiven Wechselkursschwankungen
• sehr hohen Inflationsraten
• Es hat sich jedoch gezeigt
gezeigt, dass sich die laxe Auslegung der
Konvergenzkriterien in gewissen Ländern rächt. Dies war anzunehmen und davor wurde auch eindringlich gewarnt, u.a. gab es
Manifeste von Professoren gegen den Euro
• Zentrales Problem: Entscheidung zwischen
• Transferunion
Staatsbankrotts“ einzelner Länder
• Akzeptanz des „Staatsbankrotts
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Krise des Euro
oder Schuldenkrise von EU-Ländern?
• Die Frage des weiteren Vorgehens muss politisch bzw. demokratisch beantwortet werden
• Herausforderung: Es ist abzuwägen, ob Hilfsmaßnahmen
wirklich zielführend sind und die Empfänger auch mittel- bis
langfristig stabilisieren oder die eigentliche Lösung des Problems
herauszögern / die Probleme weiterhin vergrößern
• Es kann eine politische / demokratische Antwort sein
sein, dass Hilfen
gewünscht sind – dies sollte dann aber auch so dargestellt werden
• Problem: es wurden bereits so hohe finanzielle Zugeständnisse
gemacht, dass bei deren Realisation hohe Verluste auf
Deutschland zukämen
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Krise des Euro
oder Schuldenkrise von EU-Ländern?
• Aber soll/kann man deshalb immer größere Summen
garantieren?
• Ist dies z.B. mit der „Schuldenbremse“ vereinbar?
• Welche Anreize bewirkt dies in den hoch verschuldeten
Ländern?
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Art 104 des EU Vertrages von 1992
• (1) Üb
Überziehungsi h
oder
d andere
d
K
Kreditfazilitäten
ditf ilität b
beii d
der EZB
EZB… fü
für
Organe oder Einrichtungen der Gemeinschaft, Zentralregierungen,…
g
, sind ebenso verboten wie der unmittelbare Erwerb von
Schuldtiteln von diesen durch die EZB oder die nationalen
Zentralbanken
• b (1) Die Gemeinschaft haftet nicht für die Verbindlichkeiten der
Zentralregierungen Ein Mitgliedstaat haftet nicht für die
Zentralregierungen…
Verbindlichkeiten der Zentralregierungen… eines anderen
Mitgliedstaats und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein
• c (1) Die Mitgliedstaaten vermeiden übermäßige öffentliche
Defizite
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Krise des Euro
oder Schuldenkrise von EU-Ländern?
• Griechenland
g
((und auch davor)) die
• hat seit Beitritt in die Währungsunion
Konvergenzkriterien durchgängig nicht erfüllt
• hat eine Staatsverschuldung von fast 150% des BIP
• Dies bedeutet konkret: Bei nur 5% Zinsen müsste
Griechenland 7,5% des BIP nur für Zinsen aufbringen, bei
10% wären es 15, bei 15% Zinsen wären es 22,5% des BIP!
• Dies erscheint unrealistisch
• Griechische Neuverschuldung 2010: 10,5% (reduziert von
15,4%)
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Krise des Euro
oder Schuldenkrise von EU-Ländern?
• Lösungsmöglichkeiten
g - dauerhafte Vergrößerung
g
g des
• Weitere Unterstützung
Problems. Am Ende zahlt auch der deutsche Steuerzahler,
somit unerwünschte Umverteilung
• Umschuldung (teilweiser Zahlungsausfall): Kurzfristige
Probleme im Finanzsektor und Verluste für deutschen
Steuerzahler
• Inflation: gilt als unerwünscht. Nur im gesamten
Währungsgebiet möglich.
möglich Nachteilig für andere Länder
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Risiken und Nebenwirkungen für den
Steuerzahler
• Die bisherigen Hilfen bzw. Garantien im Überblick
• Griechenland
• Irland
• Portugal
• Euro-Stabilisierungsfonds
• 750 Milliarden Euro Volume
• Deutsche Beteiligung: 190 Mrd. Euro
(zum Vergleich: Deutsches BIP: ca. 2.200 Mrd. Euro)
• 21,7 Mrd. direkte Auszahlung
• 168,3 Mrd. Euro an Garantien
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Risiken und Nebenwirkungen für den
Steuerzahler
• 190 Mrd. Euro bedeuten bei ca. 80 Mio Einwohnern in
Deutschland: 2.375 Euro pro Einwohner
• Zum Vergleich: Das jährliche Haushaltsvolumen SachsenAnhalts beträgt ca. 10 Mrd. Euro
• Es erscheint eher wahrscheinlich, dass die Garantien in
Anspruch genommen werden (müssen)
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Risiken und Nebenwirkungen für den
Steuerzahler
• Griechenland-Hilfe
p
2010: 110 Mrd Euro
• 1. Hilfspaket
• 2. Hilfspaket in Diskussion
• Ankauf griechischer Staatslanleihen durch die EZB entgegen
den eigenen Statuten (mittlerweile geschätzt 50 Mrd. Euro)
(Deutscher Anteil an der EZB: 27%)
• Aktuell
• Internationaler Währungsfonds verweigert wegen
mangelnden Fortschritten Auszahlung weiterer Hilfen an
Griechenland – Finanzierung für nächste 12 Monate nicht
sichergestellt
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Risiken und Nebenwirkungen für den
Steuerzahler
• Problem: „Quasi-Nachschussverpflichtung“ (U.a. Warnung
des wissenschaftlichen Dienstes der Bundesregierung)
• Gefahr des Gesichtsverlustes bei Schuldenschnitt
• Subventionierte Kreditzinsen
• Nord LB schreibt bereits griechische Forderungen ab und
hält Schuldenschnitt für wahrscheinlich. Außenstände ggü.
Griechischen Gläubigern: 719 Mio. Euro, ggü. Staat 273 Mio
Euro
• Damit Kosten für Steuerzahler in Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt (Beteiligung S-A: 8,25%, Sparkassenbeteiligungsverband S-A:
S A: 7
7,53%)
53%)
Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Risiken und Nebenwirkungen für den
Steuerzahler
• Weiteres Hilfspaket vstl. nötig: Aktuelles Paket unterstellt,
dass Refinanzierung ab 2012 wieder über Kapitalmarkt
möglich 2013 / 2014: geschätzter Refi
möglich.
Refi-Bedarf
Bedarf über 100 Mrd
Mrd.
Euro
• Irland: Hilfspaket in Höhe von 85 Mrd
Mrd. Euro
• Portugal: Hilfspaket in Höhe von 78 Mrd. Euro
• Wenn man den eingeschlagenen Weg weiter verfolgt, bleibt es
bei einer „Fass ohne Boden“ Debatte mit immer ungewisserem
Ausgang da der Kern des Problems nicht gelöst wird
Ausgang,
Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller
FB Wirtschaftswissenschaften, HS Harz
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
Fazit
• Euro eher politisches als ökonomisches Projekt
g
in der Vergangenheit
g g
eher bedeutungslos
g
• Konvergenzkriterien
• PIIGS als Problem. Desaster war absehbar
• Schuldenkrise einzelner Staaten
Staaten, keine Währungskrise
• Der Euro war in den vergangenen 10 Jahren recht stabil
• Risiko einer Dauerhaften Transferunion. Fraglich ist, ob dies
wirklich gewollt ist und ob z.B. Deutschland sich dies leisten kann
• Eine Transferunion würde für Deutschland sehr teuer
• Nichts ist ökonomisch alternativlos
Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller
FB Wirtschaftswissenschaften, HS Harz
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21. Juni 2011 | Die internationale Finanzkrise III
H li h Dank
Herzlichen
D k fü
für Ihre
Ih Aufmerksamkeit
A f
k
k it
Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller
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Seele and Geist
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