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Programm HERBST - WINTER
2014 / 2015
Ausgewählte
Angebote aus Kirchengemeinden
und Kirchenbezirkim
Evangelisches
Bildungswerk
Kirchenbezirk Tuttlingen
September 2014
Mittwoch, 17. September 2014, 15.00 Uhr
Kath. Gemeindehaus St. Josef, Gutenbergstraße 4, Tuttlingen
ALTERSREISE - WIE WIR ALTERN WOLLEN
Wie wollen wir alt sein?
Und vor allem: Wie können wir würdig altern?
Nicht weggesperrt in Altensilos, sondern gemeinsam mit anderen, mitten in der Geselschaft?
Dass das möglich ist und wie das geht zeigt Scherf, der sich dafür »vor Ort« begeben hat,
Heime besucht, mit alten Menschen mitgelebt hat.
Entstanden ist Henning Scherfs persönliches Buch zur Lage der »alten Alten«.
Minuten-Pflege und Finanzprobleme müssen nicht sein.
Scherf gibt konkrete und positive Antworten:
Altsein ist eine Herausforderung. Aber sie ist zu bewältigen?
Veranstalter:
Kath. Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Volkshochschule, Horizonte, Seniorenarbeit der Stadt Tuttlingen, Fachstelle für Pflege und Senioren und Stiefels Buchladen
Kontakt: Ursula Berner, Kath. Erwachsenenbildung, Tel: 07461 - 965 980 20
Referent:
Dr. Henning Scherf,
Bremen;
ehem. Bildungs- und
Justizsenator,
1995 bis 2005 Bürgermeister
von Bremen
Keine Anmeldung
erforderlich
Teilnehmendenbeitrag: 7 €
Freitag, 19. September 2014, 19.30 Uhr
Gotthilf-Weber-Saal, Muslenzentrum, Kronenstraße 9, VS-Schwenningen
SEHNSUCHT NACH WÄRME - IN KALTEN ZEITEN
Zur Lebenssituation von LSBT-Jugendlichen in Deutschland
Die vielen unvertraute Abkürzung: LSBT meint die Gruppe der Lesben, Homosexuellen,
bisexuellen und Personen mit einer Transidentität. Viel Aufregung – Petitionen und Leserbriefe - hat dieser Themenbereich in den letzten Monaten ausgelöst, und gleichzeitig: kaum
jemand weiß genau, wie es diesen Menschen beim Erwachsenwerden geht. Der Weg der
Bewusstwerdung einer homo- oder bisexuellen Orientierung oder einer Transidentität ist
schwer. Hierbei spielen die Einstellungen gegenüber der Gruppe der LSBT in der Bevölkerung eine große Rolle, weil sie großen Einfluss auf das Selbstbewusstsein und die Sicherheit
dieser Jugendlichen haben. Gerade wenn ablehnende und entwertende Haltungen bei den
unsicheren Jugendlichen verinnerlicht werden kann das Ursache für Depressionen, Suchtverhalten und problematischen Lebenswegen führen. Homophobie (und Transphobie) belasten
die Jugendlichen enorm und verhindern den Aufbau eines stabilen Selbstgefühls. Daher ist
es wichtig, dass neben Eltern vor allem auch Pädagoginnen und Pädagogen in Schule und
Jugendarbeit mit LSBT vertraut sind und alle Heranwachsenden unterstützen und vor Diskriminierung schützen.
Veranstalter: Evang. Erwachsenbildung Schwenningen
Kontakt: Doris Arenas; doris.arenas@elkw.de; Tel: 07720 - 301321
Referent:
Prof. Dr. S. Timmermanns,
Frankfurt;
Vertretungsprofessor Frankfurt University of Applied
Sciences für das Thema
Diversität in der Sozialen Arbeit mit den Schwerpinkten
Sexualpädagogik/sexuelle
Bildung und Diversity Management. Zuvor hat er bei
Pro Familia und der AIDS-Hilfe gearbeitet. Ehrenamtlich
im Vorstand der Gesellschaft
für Sexualpädagogik.
Keine Anmeldung
erforderlich
Teilnehmendenbeitrag: 6 €
Samstag, 27. September 2014, 14.00 - 17.00 Uhr
Gotthilf-Weber-Saal, Muslenzentrum, Kronenstraße 9, VS-Schwenningen
MIT FREMDEN MENSCHEN INS GESPRÄCH KOMMEN Kommunikation im öffentlichen Raum
Was hindert uns eigentlich immer wieder, in Kontakt mit einem fremden Menschen zu kommen. Sei es durch eine freundliche Bemerkung, ein kleines Gespräch oder auch nur einen
Augenblick im wahrsten Sinne des Wortes.
Gelegenheiten gibt es ja genug: Beim Einkaufen oder im Café, während einer Bahnfahrt, im
Wartezimmer, auf der Straße oder am Arbeitsplatz. Man schaut weg oder auf sein Smartphone, blickt fest in eine Zeitschrift und versinkt in Schweigen.
-
Warum und wie soll ich mich öffnen für fremde Menschen?
-
Was hindert mich daran?
-
Was kann mir eine solche kurze Begegnung bringen?
-Risiken und Nebenwirkungen?
Das Miteinander, Füreinander und Beieinander ist eines der Herzstücke des Menschseins.
Wenn wir es üben und pflegen tragen wir ein klein wenig zur Überwindung der modernen
Anonymisierung bei. Und machen uns und andern Freude.
Wir nähern uns dem Thema in spielerischer Weise an, angeleitet und begleitet von Uwe Spille, Clown und Schauspieler, Journalist, Essayist und Meditationslehrer. Er beschäftigt sich seit
mehr als 30 Jahren praktisch und theoretisch mit dem spannenden Thema „Menschsein“.
Referent:
Uwe Spille,
Villingen-Schwennigen
Anmeldung bis 18.09.2014
Die Anmeldung ist gültig
nach Überweisung des Teilnehmerbeitrags auf Konto:
DE95694500650001301209
SOLADES1VSS
Stichwort: EB-Spille
Teilnehmendenbeitrag: 20 €
Schüler / Azubi: 10 €
Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Schwenningen
Kontakt: Doris Arenas; doris.arenas@elkw.de; Tel: 07720 - 301321
OKTOBER 2014
Donnerstag, 09. Oktober 2014, 20.00 Uhr
Gemeindesaal, Versöhnungskirche, Eichhörnchenweg 3, Tuttlingen
DER ERSTE WELTKRIEG - URSACHEN - ERFAHRUNGEN - DEUTUNGEN
Der Vortrag von Dr. Rainer Schmidt-Vogt setzt sich zum Ziel, die Ursachen des Kriegsausbruchs von 1914 darzulegen. Dabei werden sowohl die außenpolitische Großwetterlage
wie auch die akuten Konflikt- und Krisenzonen erörtert. Auf die innere Stimmungslage der
damaligen Gesellschaft soll ein Streiflicht fallen. Ein gezieltes Augenmerk wird dann auf das
Attentat von Sarajewo gerichtet. Denn die Reaktionen der Großmächte auf diesen Mord
werden die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George Kennan) auslösen.
Veranstalter: Horizonte in Kooperation mit der Kath. Erwachsenenbildung Tuttlingen
Kontakt: Pfr. Dr. Hans Martin Dober, Tel. 07461 - 3272
Referent:
Dr. Rainer Schmidt-Vogt,
OstR i.R.,
Donaueschingen
Keine Anmeldung
erforderlich
Teilnehmendenbeitrag: 4 €
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20.00 Uhr
Gemeindesaal, Versöhnungskirche, Eichhörnchenweg 3, Tuttlingen
GEDENKEN AN DIE EUTHANASIE-MORDE DER NAZIS
“Die Erinnerung bewahren: vor 75 Jahren begannen die Krankenmordaktionen im NS Staat“
die Referenten dieses Abends haben aus persönlicher und beruflicher Betroffenheit sich seit
vielen Jahren mit den schrecklichen Maßnahmen, die im Oktober 1939 geplant und eingeleitet wurden und denen über 100.000 seelisch kranke Mitbürger zum Opfer fielen, beschäftigt.
Sie werden den ideologischen Hintergrund, den Ablauf der Aktion und die mörderischen
Folgen im Überblick wie an exemplarischen Einzelschicksalen darstellen, Täter und Opfer
benennen, aber auch über Widerstände, insbesondere aus kirchlichen Kreisen berichten.
Abschliessend soll auf den Umgang mit dieser historischen Last, die weiter bestehende
Tendenz zur Ausgrenzung psychisch Kranker angesprochen und Konsequenzen angemahnt
werden.
Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Horizonte
Kontakt: Pfr. Dr. Hans Martin Dober, Tel: 07461 - 3272
Referenten:
Pfarrer Hans Ulrich Dapp,
Tübingen;
Dr. med. Albrecht Dapp,
Spaichingen;
Dr. med. Frieder Böhme,
Tuttlingen
Keine Anmeldung
erforderlich
Teilnehmendenbeitrag: 4 €
November 2014
Donnerstag, 06. November 2014, 20.00 Uhr
Festsaal der Gymnasien, Bismarckstraße 2, Rottweil
ANDERS ALS DU GLAUBST
Theaterstück über Juden, Christen, Muslime und den Riss durch die Welt
Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag.
Das ist die eine Seite. Andererseits: Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der
Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen die Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung
der Welt in arm und reich.
Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und
ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen
Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies? Natürlich
streiten sie, wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe.
Und so machen sie sich auf. Eine abenteuerliche Reise führt sie zu den irdischen, menschengemachten Orten der Hölle. Denn wie steht es im Koran? „Allah verändert nicht den Zustand der
Menschen, bis sie selbst ihren eigenen Zustand verändern!“
Mit einfachsten Mitteln, viel Fantasie und großer Spiellaune nimmt die Berliner Compagnie
den Zuschauer mit durch alle Höhen und Tiefen einer abenteuerlichen Reise.
Kontakt: Ev. Erwachsenenbildung Rottweil, Tel: 0741 - 209 667 34, Fax: 0741 - 175 000 320
Berliner Compagnie
Anmeldung nicht
erforderlich
Eintrittspreise:
Vorverkauf: 10 €
ermäßigt: 6 €
(Der Buchladen Irmgard
Kolb, keb Kreis Rottweil)
Abendkasse: 12 €
ermäßigt:
8€
Samstag, 15. November 2014, 10.00 - 16.00 Uhr
Paulusgemeindehaus, Reutestraße 43, VS-Schwenningen
GELINGENDE PATCHWORK-FAMILIE
Referenten:
Kathrin Scheuble-Rudolph,
Dipl. Sozialpädagogin;
Dr. Bruno Arm,
Allen Patchwork-Familien ist gemeinsam: Eine Trennung und eine Hoffnung. Wir haben uns ge- Dipl. Psychologe
trennt – und ich habe daraus gelernt, bleibe optimistisch, liebenswert und kann neu gestalten.
Die Erfahrung der Fachleute: Oft braucht diese Vision Unterstützung, sie gut leben zu können.
Denn unsere Gesellschaft hat noch keine Leitbilder und überlieferte Erfahrungen, was alles zu Anmeldung: bis 24.10.2014
beachten ist.
Die Anmeldung ist gültig,
An diesem Tag soll viel Raum für Ihre persönlichen Anliegen und Fragen sein. Gleichzeitig
wenn die Teilnahmegebühr
fließen die Erfahrungen und das Wissen der Referenten mit ein, sodass ein guter Austausch
überwiesen ist an:
möglich sein wird.
Es begleiten Sie Kathrin Scheuble-Rudolph (Dipl. Sozialpädagogin) und Dr. Bruno Arm (Dipl.
Psychologe), beide erfahren als Familientherapeut/in sowie vertraut mit der Gestaltung von
DE95694500650001301209
Trennungen, sie als „Anwältin des Kindes“ im Scheidungsverfahren (gem. §158 FamFG) und er SOLADES1VSS
als Mediator (BAFM).
Stichwort: Patchwork
Die Teilnahme von beiden Elternteilen bzw. Elternteil und neuer Partnerin / neuem Partner ist
erwünscht. Bei Bedarf wird eine Kinderbetreuung organisiert.
Teilnehmendenbeitrag:
60 € pro Paar
Veranstalter: Evang. Erwachsenenbildung Schwenningen
Seminar für Eltern bzw. die Partnerin/den Partner, die eine neue Familie planen oder seit
einiger Zeit so leben
Kontakt: Doris Arenas; doris.arenas@elkw.de; Tel: 07720 - 301321
IV. ROTTWEILER REIHE RELIGIONEN
„GUTER GOTT - SCHLECHTE WELT?“
Die Frage nach Gott angesichts des Leid in der Welt
Die Theodizee Frage – die Frage nach Gottes Gerechtigkeit – steht im Mittelpunkt der
diesjährigen Rottweiler Reihe Religionen. Aus der Perspektive des Judentums, des Christentums, des Islam, des Hinduismus und des Buddhismus wird die Frage nach Gott angesichts
des Leides in der Welt aufgenommen. Zu diesen Vorträgen, den anschließenden Diskussionen und interreligiösen Begegnungen laden wir Sie herzlich ein.
Donnerstag, 13. November 2014, 20.00 Uhr; Ev. Gemeindehaus, Johanniterstraße 30, Rottweil
EXISTENZ ZWISCHEN ZWEIFEL UND ZUVERSICHT
Vortrag und Gespräch
„Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib
schuf er sie“ (1. Mose 1, 27) Und er sprach zu Moscheh:„Ich werde sein der Ich bin.“ (2. Mose
3, 14). Und der Schöpfer gab dem Menschen, was er bedurfte. Doch „Da ward feist Jeschurun
und schlug aus; - du wurdest feist, stark, beleibt; da verließ es den Gott, der es geschaffen und
erniedrigte den Felsen seines Heils.“ (5. Mose, 32, 15)
Ob als Volk, das in ägyptischer Knechtschaft (und auch danach) existenziell bedroht ist, und errettet wird, ob als Einzelner: Die Geschichte, die uns die Tora berichtet, ist stets eine Geschichte
von Höhen und Tiefen. Zuversicht und Zweifel scheinen gleichsam zur Natur menschlicher
Existenz zu gehören.
Referentin:
Barbara Traub,
Psych. Psychotherapeutin
Keine Anmeldung
erforderlich
Eintritt frei, Spenden erbeten
Donnerstag, 20. November 2014, 20.00 Uhr; Ev. Gemeindehaus, Johanniterstraße 30, Rottweil
GLÜCK UND LEID ALS GÖTTLICHE PRÜFUNG – Zur koranischen Heilslehre
Immer wieder hinterfragt der Mensch die Güte Gottes angesichts des unverschuldeten Leids.
Nur selten berücksichtigt er dabei aber auch das Phänomen des unverdienten Glücks, welches
im Grunde die andere Seite der Medaille darstellt.
Um die koranische Antwort auf die Frage nach der Theodizee („Gerechtigkeit Gottes“) verstehen zu können, gilt es zunächst einzusehen, dass die Dialektik unserer Existenz, welche von
Glück und Leid, Leben und Tod, Armut und Wohlstand, Gebrechen und Gesundheit geprägt ist,
ursächlich mit dem göttlichen Willen verbunden ist und aus koranischer Sicht nicht als Defekt
innerhalb der Schöpfung verstanden wird. Die Menschen haben zwar unterschiedlich gute
Ausgangssituationen im Leben und tragen verschieden große Lasten.
Die Ungerechtigkeit, die daraus resultieren kann, ist jedoch auf das Handeln der Menschen
und ihr mangelndes soziales Bewusstsein zurückzuführen. Der Koran illustriert an mehreren
Beispielen, wie vermeintliches Glück oder Leid durch göttliche Fügung in das Gegenteil
verkehrt werden kann.
Referent:
Prof. Dr. Omar Hamdan,
Zentrum für islamische
Theologie der Uni Tübingen,
Lehrstuhl für Koranwissenschaften
Keine Anmeldung
erforderlich
Eintritt frei, Spenden erbeten
Montag, 24. November 2014, 20.00 Uhr, Körnerstraße 23, Rottweil
LEID - SELBSTERZEUGT?
Das Problem des Leides in der Welt in Hinduismus und Buddhismus
Das Problem der Theodizee lässt viele Religionen des Hinduismus und alle Schulen des Buddhismus den Glauben an einen persönlichen Gott verlieren. Das Leid in dieser Welt kann nicht
begriffen werden im Verweis auf einen unendlich guten, barmherzigen Gott, denn wie könnte
ein solche dies zulassen? Es muss also eine andere Deutung gefunden werden. In der indischen
Geisteswelt findet sich vor allem der Gedanke der Selbstverantwortung der Lebewesen, die
aufgrund ihrer eigenen Taten und Haltungen sich selbst Leid erzeugen in fortlaufender Folge
von Wiedergeburten. Daher muss dieses Selbst vom Leid befreit werden (Hinduismus) oder es
muss erkannt werden, dass ein solches Selbst, das Leid erzeugt auch für sich selbst, nicht gibt
(Buddhismus). Damit ist der im Theodizee-Problem erscheinende Widerspruch zwischen einem
unendlich guten Gott und dem Leid der Welt aufgehoben.
Referent:
Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde,
Religionswissenschaftler,
Universität Freiburg
Keine Anmeldung
erforderlich
Eintritt frei, Spenden erbeten
Freitag, 28. November 2014, 20.00 Uhr; Ev. Gemeindehaus, Johanniterstraße 30, Rottweil
GUTER GOTT - SCHLECHTE WELT?
Überlegungen aus der Sicht des Christentums
„Aber ich, wär ich allmächtig, sehen Sie, wenn ich so wäre, ich könnte das Leiden nicht ertragen, ich würde retten, retten“.
Das Zitat aus Büchners „Lenz“ schmerzt. Warum rettet Gott nicht? Lange wurde im Christentum diese Frage mit der auf Augustinus zurückgehenden Erbsündenlehre abgetan. Die Sünde
der Stammeltern habe die menschliche Natur insgesamt verderbt und alle nachgeborenen
Menschen mit einer moralisch anrechenbaren Schuld befleckt. Das Leid ist von Gott verhängte
Strafe. Das dabei vermittelte Gottesbild ist kalt und von erdrückender Qual. Aber ist nicht die
zentrale Botschaft des NT, dass Gott freigebende Liebe und Güte ist? So sehr, dass die Lebenshingabe des Gekreuzigten Bild dieses Gottes ist? Die Macht der Liebe zwingt nicht, sondern
gibt frei. Was heißt das für den Schöpfer, die Schöpfung und das Leid in ihr? Nötigt uns nicht
auch die naturwissenschaftliche Einsicht in die Evolution des Kosmos und des Lebens, Gott
neu zu denken: nicht als weltüberlegene kalte Allmacht, sondern als vorantreibende Liebe in
einer noch unfertigen Welt, einer Schöpfung, die in Geburtswehen liegt?
Veranstalter der Rottweiler Reihe Religionen:
Evang. Kirchengemeinde Rottweil und keb Kath. Erwachsenenbildung Kreis Rottweil e.V.
Kontakt:
Evang. Erwachsenenbildung, Pfarrerin Esther Kuhn-Luz, Ruhe-Christi-Straße 21, 78628 Rottweil,
Tel 0741 - 209 667 34; Fax 0741 - 75 003 20; pfarramt-west@ev-kirche-rottweil.de
Kontakt und nähere Infos:
Evangelisches Bildungswerk im Kirchenbezirk Tuttlingen
Ansprechpartnerin: Pfarrerin Philine Blum
Tel: 0 74 61/1 409 979
erwachsenenbildung@kirchenbezirk-tuttlingen.de
www.kirchenbezirk-tuttlingen.de
Referent:
Dr. Wolfgang Wieland,
Theologe
Keine Anmeldung
erforderlich
Eintritt frei, Spenden erbeten
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Seele and Geist
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