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INHALT
Aus der Redaktion
3
Herr der Zeit (Klaus Wagn)
12
Es ist doch egal, welchen Tag ich halte, Hauptsache ein Tag pro Woche
(Walter Neumann)
16
Die Datierung der Offenbarungs-Schriften des Johannes
17
Christus kommt bald - Kapitel 4: Die Gemeinde der Endzeit
(Ellen G. White)
23
Moral und Werte (Nora Bach)
32
Tradition: Solange wir aufrichtig sind, sind wir sicher
34
Auf den Herrn bauen (Ellen G. White)
38
Das Reich Gottes – wie es begann (Von R. Prabahar)
40
Gottes Wort ist die Wahrheit (Pastor Wolfgang Wegert)
43
"Ihr seid Götter" - Hat Jesus gelästert?
46
NEU bei JTV Media Ministries
50
Turbulente Tage liegen hinter uns. Begonnen hat es noch in der Nacht von Donnerstag auf
Freitag. Den (letzten) Denkanstoß versenden – das ist sich gerade noch ausgegangen. Dann
wurde es mir erst bewusst...
Zwar wurde ein Temperatursturz vorhergesagt, aber von einem Sturmtief war nicht die Rede.
Donnerstag wurden in Westösterreich noch 28o plus gemessen und auch hier – am „anderen
Ende von Österreich“ hatte es ungewöhnliche 21 o. Der Temperatursturz hatte es in sich. Von
28o auf 4o und darunter, „begleitet“ von Schneefall im Westen und Starkregen hier im Osten,
der die ganze Nacht andauerte. Nicht eingeladen und daher auch nicht vorhergesagt war das
Sturmtief, wobei „Sturm“ noch eine Untertreibung ist. Mit 240 km/h tobte der Orkan durch
Österreich. Hier im Osten hatte er „nur mehr“
140 km/h – mit allen Begleiterscheinungen. An
Schlaf war da nicht mehr zu denken. Ich bangte
um unser großes Einfahrtstor, gegen das der Orkan unaufhörlich antobte. Vom Regen, der
„waagrecht“ daher kam ganz zu schweigen.
Doch Jesus hielt schützend seine Hand über uns,
sodass keine Schäden zu verzeichnen waren –
im Gegensatz bei der Nachbarschaft. Das Wochenende war dann ausgefüllt, den Innenhof zu
säubern und die Äste, Dachziegel, Regenrinnen.. , zu entfernen. Im Land Salzburg und Oberösterreich waren die Feuerwehren im Katastropheneinsatz aufgrund von Überflutungen und
Murenabgängen. Auch die Tauernautobahn musste gesperrt werden. Und unsere Termine kamen „ins Schleudern“.
Für diese Ausgabe unseres Denkanstoßes sah ich schon schwarz und ich staune wieder einmal.
Wie habe ich das geschafft?
Wie bereits angekündigt sind die (Kurz)predigten von Martin Baron nun komplett. Die fehlenden 55 Predigten aus 2013 sind nun online.
Die Seminare wurden mit einer Vortragsreihe von Dr. Herrman Kesten erweitert:
31 Vorträge (Audio) zum Thema Biblische Grundlagen
Auch schon vor einiger Zeit angekündigt:
NEUe Seite
Artikelserie DER LAUTE RUF
Die erste Engelsbotschaft - 8 Beiträge
Die zweite Engelsbotschaft -2 Beiträge
Vorbereitung zur dritten Engelsbotschaft - 5 Beiträge
Die dritte Engelsbotschaft - 7 Beiträge
Die letzte Warnung - 1 Betrag
u.v.a. mehr.
Diese Kurzfassung gibt mir Gelegenheit, auf erfreulichere Meldungen näher einzugehen:
Adventistische, selbstunterhaltende Institutionen, Unternehmen und
Missionsgruppen e.V. (ASI)
Gestern begann in Bogenhofen die diesjährige ASI-Tagung. Für alle, die leider nicht mit dabei
sein können, bietet ASI einen Livestream an. Der Link kann auf der ASI-Webseite
www.asideutschland.de
abgerufen werden. Zu folgenden Terminen wird eine Übertragung der Vorträge angeboten:
Do 19:45 h
Fr 9:15 h
Fr 11:10 h
Fr 14:45 h
Fr 19:45 h
Sa 10:15 h
Sa 15:40 h
Sa 19:15 h
Vortrag – Chris Berger: Den Silberstreifen Gottes am Horizont sehen
Workshop I – Jesse Zwiker: Unternehmens-Evangelisation – der wahre Zweck von
Business
Workshop II – Christopher Kramp: „Ihr seid lange genug an diesem Berg
gewesen“
Workshop III – Jesse Zwiker: Das Werk abschließen – die wahre Philosophie der
Mission
Vortrag – Christopher Kramp: „Bis in das Herz des Himmels“
Predigt – Gerhard Padderatz: Leben als Mission
Erfahrungsstunde / Projekte – Verschiedene Ministrys
Vortrag – Jesse Zwiker: Business und der Spätregen – die biblische Verbindung
*****
„365 x Bild und Bibel“
zeigt jeden Tag ein Kunstwerk
Die Internet-Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft startete
am 31. Oktober
Stuttgart, 20. Oktober 2014. Täglich neue Kunstwerke mit
Bibelimpulsen präsentiert die Deutsche Bibelgesellschaft ab dem Reformationstag, 31. Oktober, auf ihrem Portal www.die-bibel.de. Zu sehen sind innerhalb eines Jahres 365 Bilder der europäischen Kunstgeschichte von der Gotik bis zur gegenständlichen Moderne des 20. Jahrhunderts. Anlass für die Aktion bietet das Themenjahr 2015 „Bild und
Bibel“ in der Reformationsdekade der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD). Gemeinden, regionale Bibelgesellschaften, kirchliche und kulturelle Einrichtungen können außerdem „365 x Bild und
Bibel“ mit einem sogenannten Widget auf ihrer eigenen Website einbinden.
Unter den präsentierten Werken befinden sich Bilder berühmter
Künstler wie Meister Bertram, Lukas Cranach, Pieter Bruegel, Caravaggio, Rembrandt, Giambattista Tiepolo, William Turner, Anselm Feuerbach und Max Liebermann. Auf der Internetseite kann dann der zum jeweiligen Bild gehörige Bibeltext in der Übersetzung Martin Luthers gelesen oder auch gehört werden. Ein Bildimpuls führt in das Kunstwerk ein. Für Smartphones gibt es eine eigene Darstellung der Inhalte.
In Europa sind in den vergangenen Jahrhunderten unzählige Werke mit biblischen Motiven
entstanden. „Evangelische und katholische Maler entdeckten immer wieder den Reichtum,
den die Geschichten des Alten und Neuen Testaments in sich bergen“, erläutern die Initiato-
ren des Projekts, Dr. Alexander Fischer, Stefan Wittig und Ruprecht Veigel. Aber ganz gleich
aus welcher Epoche: Immer sei es faszinierend zu sehen, wie die Künstler die Texte der Bibel
umgesetzt haben. Erzählungen wurden in zeitgenössische Landschaften versetzt, eine Geste,
eine Person, ein Geschehen wurde in überraschender Weise fokussiert, ein anderes Mal eine
Kernaussage der Bibel eigenwillig interpretiert oder eine besondere Stimmung treffend
vermittelt.
„Die Bildbetrachtung kann neue überraschende Perspektiven auf den Text eröffnen“, sagen
die Initiatoren. „So werden die Gemälde zu einer Inspirationsquelle bei der Begegnung mit
der Bibel. Die Leser erhalten die Möglichkeit, vom Bild her den Text neu zu verstehen. Und
vielleicht eröffnet dieses Verständnis auch einen neuen Impuls für das eigene Leben.“
Weitere Informationen unter www.die-bibel.de/bildundbibel
RTM
Bild: Das Bild zeigt ein Gemälde aus dem Jahre 1898 von Eugène Burnand:
„Die Jünger Petrus und Johannes laufen am Ostermorgen zum Grab“. (Abdruckrechte?)
Aus der Bildeinführung von Walter Martin Rehahn: „Wie in einer Momentaufnahme hat der Schweizer
Maler Eugène Burnand den Wettlauf der Jünger zum Grab festgehalten. Ihre Gesichter und die Sprache
ihrer Hände drücken höchste innere Anspannung und Erregung aus. Im Kontrast dazu liegt die karge
Hintergrundlandschaft noch im Dämmer. Aber der Himmel leuchtet schon im Morgenlicht und die nach
links ansteigenden Linien verstärken die Erwartung eines ungewöhnlichen Geschehens.“
Mehr Informationen
www.dbg.de
www.die-bibel.de
www.bibelonline.de
Sie finden „Das Bild des Tages„ mit dem dazu gehörenden Bibeltext auch auf unserer
Seite in der rechten Spalte. Dazu nur das Bild anklicken.
*****
Die Wiederkunft Jesu – Online-Kurs
Das Internationale Bibelstudien-Institut arbeitet in diesen Tagen mit Hochdruck an einem
neuen Multi-Media Kurs mit dem Titel „Immanuel – den Himmel berühren“. Der sieben
Einheiten umfassende Kurs wird sich mit dem zweiten Kommen Christi auseinandersetzen
und versucht, die Frage zu beantworten, welche Bedeutung dieses zukünftige Ereignis für das
alltäglich Leben hat. Obwohl es auch Hefte für den Postweg geben wird, wurde der Kurs be sonders für das Internet konzipiert und setzt auf Videos und Animationen, um seine Botschaft
zu vermitteln. In Zusammenarbeit mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wird
„Immanuel – den Himmel berühren“ auch für Kleingruppen, Bibelkreise oder Hausgemeinden
zur Verfügung gestellt werden. Bei Interesse können sie schon jetzt eine Gruppe
registrieren.
Der Starttermin ist März 2015.
Dem Bibelkurs geht ein besonderer Gottesdienst mit dem gleichnamigen Titel voraus. Am
22. November um 10:30 Uhr dürfen sich die Zuschauer auf einen Gottesdienst besonderer
Art freuen.
*****
Es gibt aber auch weniger Erfreuliches. Als wir den folgende Brief erhielten, blieb mir die
Luft weg. Zwar kannte ich die Zustände, die hier geschildert werden, aber auf unsere Frage,
ob wir ihn zitieren dürfen, wurde dies sogar begrüßt. Ursprünglich war er an den Mitbruder
(der sich Pastor nennt) adressiert. Der Verfasser hielt es aber für besser, ihn als offenen Brief
zu widmen. Dieser Meinung sind wir auch. Daher: Die geschilderten Handlungen sind nicht
erfunden und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht zufällig. Kommt Ihnen das bekannt
vor? Ergänzend sei noch erwähnt: Hier handelt es sich nicht um eine adventistische Gemeinde. Diese katastrophalen Zustände findet man quer durch alle Religionsgemeinschaften.
Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende und Gottes Segen
Herbert Wendl
Webmaster
****
Der heutige Zustand in den
meisten Gemeinden!
„Unsere Hirten sind ohne Verstand – sie dienen nicht mehr dem Herrn. Kein Wun der, dass ihnen nichts mehr gelingt und ihre ganze Herde verstreut ist.“
Ist das nicht auch mitunter ein Grund, weshalb die Gemeindemitglieder von einer Gemeinde
zur anderen gehen, um die Wahrheit zu suchen, die sie nicht finden?
Darum spricht der HERR über die Männer von Anatot, die dir nach
dem Leben trachten und sprechen: Weissage nicht im Namen des
HERRN, wenn du nicht von unsern Händen sterben willst!
Jeremia 11.21
„Ihr alle, vom einfachen Volk bis zu den Mächtigen, wollt nur eines. Gewinn um
jeden Preis!“
Ist es nicht auch heute so. Die Gemeindemitglieder müssen alles für ihre Pastoren und Leiter
tun, sie selber aber kümmern keinen Finger.
„Auch die Priester und Propheten betrügen euch, weil sie eure tiefen Wunden nur
schnell verbinden. „Es ist nur halb so schlimm, es wird alles wieder gut!“
Ist das nicht auch heute in den meisten Gemeinden so, vergeben und vergessen, egal was du
tust, es ist doch gar nicht so schlimm?
„Nein nichts wird gut!
Schämen müssen sie sich über ihre abscheulichen Taten, aber sie kennen keine Scham
mehr, sie werden nicht einmal rot! Doch wenn die Zeit gekommen ist, werden sie
stürzen; wenn ich sie strafe, werden sie sterben. Darauf gebe ich der Herr mein Wort.“
Darum will ich ihre Frauen den Fremden geben und ihre Äcker denen, durch die sie verjagt werden. Denn sie gieren alle, Klein und
Groß, nach unrechtem Gewinn; Priester und Propheten gehen mit
Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem
sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede. Sie werden
mit Schande dastehen, weil sie solche Gräuel getrieben haben;
aber sie wollen sich nicht schämen und wissen nichts von Scham.
Darum sollen sie fallen unter den Fallenden, und wenn ich sie
heimsuchen werde, sollen sie stürzen, spricht der HERR
Jeremia 8.10-12
„Nach außen geben sie sich freundlich, aber insgeheim stellt einer dem anderen Fallen.
Und das sollte ich ungestraft lassen, ich, der Herr? Muss ich ein solches Volk nicht
zur Rechenschaft ziehen?“
Ist das nicht auch heute in vielen Gemeinden der Fall?
Ihre falschen Zungen sind tödliche Pfeile; mit dem Munde reden
sie freundlich zu ihrem Nächsten, aber im Herzen lauern sie ihm
auf. Sollte ich das nicht heimsuchen an ihnen, spricht der HERR,
und sollte ich mich nicht rächen an einem Volk wie diesem?
Jeremia 9.7-8
„Aber Herr“, erwiderte ich, „die Propheten reden ihnen ein: „Ihr werdet keinen Krieg
und keine Hungersnot erleben. Der Herr wird unserem Land bleibenden Frieden
geben.“
Wird das nicht auch heute gepredigt?
„Was diese Propheten in meinen Namen verkün digen,
ist nichts als Lüge! Ich habe sie weder beauftragt noch gesandt, kein Wort habe ich mit
ihnen geredet!“
Doch der Herr sprach zu mir:
Verkündigen das nicht auch die heutigen Propheten die unterwegs sind?
„Erlogene Visionen geben sie euch weiter, trügerische Wahrsagerei und ihre eigenen
Wunschgedanken“
Da sprach ich: Ach, Herr HERR! Siehe, die Propheten sagen ihnen:
Ihr werdet das Schwert nicht sehen und keine Hungersnot bei
euch haben, sondern ich will euch beständigen Frieden geben an
diesem Ort. Aber der HERR sprach zu mir: Diese Propheten weissagen Lüge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch
falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens
Trug. Jeremia 14.13-14
„Hört, was ich, der allmächtige Gott sage: Achtet nicht auf die Weissagungen dieser
Propheten! Sie machen euch falsche Hoffnungen und verkünden euch Visionen, die aus
ihrem eigenen Herzen kommen, aber nicht mein Wort sind.
Denen, die nichts mehr von mir wissen wollen, verkünden sie in meinem Namen: Es
wird euch weiterhin gutgehen. – Und zu allen, die so stur weiterleben wie bisher, sagen
sie: Kein Unheil wird euch treffen!“
Ist das nicht auch in den meisten Gemeinden heute der Fall?
„Keiner dieser Propheten kennt meine geheimen Gedanken, keiner hat mein Wort
gehört oder meine Pläne durchschaut. Keiner weiß, was ich gesagt habe.“
So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch; denn sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des
HERRN. Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird
euch wohlgehen -, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen
wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen. Aber
wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen
und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?
Jeremia 23.16-18
„Die Priester und Propheten klagten Jeremia vor den führenden Männern und allen
Versammelten an: „Dieser Mann verdient den Tod! Er hat unsere Stadt ein böses
Ende angekündigt, ihr habt es ja selbst gehört!“
Werden heute nicht auch die unliebsamen Gemeindemitglieder, die die Kirche vor ihren Missständen warnen, ausgeschlossen und schlechtgemacht und bloßgestellt?“
Und die Priester und Propheten sprachen vor den Oberen und allem Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt gegen diese Stadt, wie ihr mit eigenen Ohren gehört habt.
Jeremia 26.11
„Bis heute hat keiner von euch seine Schuld zugegeben, keiner weist mir Ehr furcht und
lebt nach meinem Gesetz, nach den Geboten, die ich euch und euren Vorfahren gegeben
habe.“
Ist das nicht auch heute der Fall in den meisten Gemeinden? Die sagen, Jesus hat den Preis
bezahlt, wir sind Gewohnheitssünder, das ist normal.
Sie haben sich bis auf diesen Tag nicht gedemütigt, fürchten sich
auch nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und in den
Rechtsordnungen, die ich euch und euren Vätern gegeben habe.
Jeremia 44.10
„Der Herr spricht: Mein Volk ist töricht und verbohrt, sie wollen mich nicht kennen.
Sie sind wie unverständige und dumme Kinder. Böses zu tun, daran haben sie sich
gewöhnt.“
Den nächsten zu verleumden, schlechtzureden. Die Kirchenmitglieder zu manipulieren, dass
sie nach ihrer Nase tanzen schön brav das Geld zahlen und auszunutzen, in dem sie sagen, sie
tun alles für den Herrn, so dass sie selber nichts tun müssen), aber wie man Gutes tut, das
wissen sie nicht mehr!
Aber mein Volk ist toll und glaubt mir nicht. Töricht sind sie und
achten's nicht; weise sind sie genug, Übles zu tun, aber recht tun
wollen sie nicht lernen. Jeremia 4.22
„Mit euren Lügenmärchen quält ihr aufrichtige Menschen, denen ich Kummer
ersparen wollte. Die Gottlosen aber ermutigt ihr und verhindert damit, dass sie ihre
üblen Machenschaften aufgeben und ihr Leben retten.“
Geht es heute in den meisten Gemeinden nicht genauso zu, dass die Wahrheit der Bibel unterdrückt wird und die Gemeindemitglieder die nicht nach der Wahrheit der Bibel wandeln, dadurch noch ermutigt werden, ihren alten verkehrten Lebensstiel weiterhin zu leben?
Aber mein Volk ist toll und glaubt mir nicht. Töricht sind sie und
achten's nicht; weise sind sie genug, Übles zu tun, aber recht tun
wollen sie nicht lernen. Hesekiel 14.22
Und wie gefällt Gott das Verhalten in den meisten
Gemeinden heute?
„Doch wenn ihr seine Warnungen in den Wind schlagt, werde ich heimlich über euren
Hochmut weinen; dann kann ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten, weil Gottes
Volk, seine Herde, in die Gefangenschaft getrieben wird.“
Wollt ihr das aber nicht hören, so muss ich heimlich weinen über
solchen Hochmut; meine Augen müssen von Tränen überfließen,
weil des HERRN Herde gefangen weggeführt wird. Jeremia 13.17
„Verheimliche ihnen deine Trauer nicht! Sag ihnen: „Ich weine hemmungslos, meine
Tränen fließen Tag und Nacht. Denn mein Volk ist schwer verwundet, zerschlagen
liegt es am Boden“
Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not!
Jeremia 17.17
„Ich bin es müde, Erbarmen mit dir zu haben.“
Du hast mich verlassen, spricht der HERR, und bist von mir abgefallen; darum habe ich meine Hand gegen dich ausgestreckt, um
dich zu verderben; ich bin des Erbarmens müde. Jeremia 15.6
„Denn du hast seinen Zorn herausgefordert, weil du getan hast, was er verabscheut.“
Denn der HERR Zebaoth, der dich gepflanzt hat, hat dir Unheil angedroht um der Bosheit willen des Hauses Israel und des Hauses
Juda, die sie getrieben haben, um mich zu erzürnen mit ihren Räucheropfern, die sie dem Baal darbrachten. Jeremia 11.17
Und die letztendliche Konsequenz?
„Wer für den Tod bestimmt ist, wird sterben, wer für die Gefangenschaft bestimmt ist,
wird in die Gefangenschaft ziehen, und wer im Krieg umkommen soll, wird im Krieg
umkommen.“
Darum spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will
mein Angesicht wider euch richten zum Unheil, und ganz Juda soll
ausgerottet werden. Jeremia 44.11
Lesen wir das nicht auch in der Offenbarung über den Antichristen, der über die ganze Welt
kommen soll?
„Ich, der Herr, sage: Ich lasse Schlangen auf euch los, giftige Ottern, die ihr nicht
beschwören könnt, und sie werden euch beißen!“
Eine Antwort, weshalb heute viele Menschen an Malaria sterben und Giftschlangen.
Denn siehe, ich will Schlangen und Nattern unter euch senden, die
nicht zu beschwören sind; die sollen euch stechen, spricht der
HERR. Jeremia 8.17
„Und wenn du dich dann fragst: „Warum trifft mich dieses Unheil?“, dann sollst du
wissen: Wegen deiner unzähligen Sünden reißt man dir jetzt dein Kleid hoch und verge waltigt dich.“
Und wenn du in deinem Herzen sagen wirst: »Warum begegnet
mir das?« -: Um der Menge deiner Sünden willen wird dir dein Gewand aufgehoben und wird dir Schande angetan. Jeremia 13.22
Der Herr sprach zu mir. „Selbst wenn Mose und Samuel jetzt vor mir stünden und um Gnade
flehten, würde ich sie nicht erhören. Ich habe kein Herz mehr für dieses Volk! Vertreib sie aus
meiner Nähe, fort mit ihnen! Und wenn sie dich fragen:
„Wohin sollen wir gehen?“, dann antworte: So spricht der Herr: „Wer für die Pest
bestimmt ist, der sterbe an der Pest! Wer für das Schwert bestimmt ist, der sterbe durchs
Schwert! Wer für den Hunger bestimmt ist, der sterbe an Hunger, und wer für die
Gefangenschaft bestimmt ist, der ziehe in die Gefangenschaft!“
Lesen wir dieselben Strafen nicht auch in der Offenbarung vom Johannes in Kapitel 6).
Und der HERR sprach zu mir: Und wenn auch Mose und Samuel
vor mir stünden, so habe ich doch kein Herz für dies Volk. Treibe
sie weg von mir, und lass sie weggehen! Und wenn sie zu dir
sagen: Wo sollen wir hin?, dann antworte ihnen: So spricht der
HERR: Wen der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft,
den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen die
Gefangenschaft trifft, den treffe sie! Jeremia 15.1-2
Herr der Zeit
Gott lebt nicht in der Zeit
© Klaus Wagn 2004-2007
http://www.klaus-wagn.de
Wir Menschen sind gefangen in der Gegenwart – Gott nicht.
Unser ganzes Denken, Wahrnehmen und Tun ist auf den kurzen, vergänglichen Zeitpunkt eines Augenblicks beschränkt, der schon einen Augenblick später zu unveränderlicher, für immer unzugänglicher Vergangenheit zerronnen ist. Auch die uns noch unbekannte, scheinbar
noch nicht festgelegte Zukunft ist uns versperrt, wir müssen warten, bis sie, Augenblick für
Augenblick, flüchtige Wirklichkeit wird.
Der eine kurze Moment einer falschen Entscheidung am Steuer eines Wagens, die zu einem
tödlichen Unfall führt, kann nie wieder zurückgeholt werden, selbst wenn seither nur eine
Sekunde vergangen ist.
Alles ist der Zeit unterworfen, nichts bleibt sich gleich, einzig und allein Gott verändert
sich nicht. Er ist der einzige, „bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel“ (Jakobus 1,17).
Nur er ist nicht in der Gegenwart gefangen. Nur er lebt nicht Augenblick für Augenblick, wie
wir, sondern er ist zu allen Zeiten zugleich. Er ist in diesem Augenblick, aber zugleich auch zu
allen anderen Zeiten in der Vergangenheit und in der Zukunft. Er steht über der Zeit, er ist
außerhalb der Zeit – auf seiner Ebene vergeht keine Zeit.
Deshalb kann Jesus von sich sagen: „Ehe Abraham ward, bin ich“ (Johannes 8, 58) – bin
ich, nicht war ich. Das weist ihn als den allmächtigen Gott aus.
Er ist jetzt. Er war nicht in der Vergangenheit, sondern er ist gleichzeitig auch in der Vergangenheit. Er wird nicht auch in der Zukunft sein, sondern er ist gleichzeitig auch in der Zukunft. „Ich bin, der ich (in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) bin“, stellt sich Gott dem
Mose vor (2. Mose 3,14). Einzig und allein Gott ist zu allen Zeiten unveränderlich der, der er
ist. Denn nur wer, wie er, nicht der Zeit unterworfen ist, sondern ihr Herr, kann auf ewig un veränderlich identisch mit sich selbst sein.
Nur wer sich niemals ändert, kann alle Zeiten umspannen. Nur wer alle Zeiten umspannt
und nicht nur einen Augenblick, kann der allmächtige Gott sein.
Weil Gott sich nicht ändert und zu allen Zeiten zugleich und daher gleich ist, „sind für ihn
schon alle Zeiten um“. Der Anfang der Weltgeschichte ist für Gott gleichzeitig mit ihrem
Ende und allem, was dazwischen ist. Für Gott gibt es keine Entwicklung, – weder vom alten
Testament ins Neue, noch überhaupt. Gott muss sich nicht entwickeln, er ist vollkommen.
Deshalb liegt für ihn auch alles das, was aus unserer Sicht erst noch geschehen wird, schon
fest: Ungeachtet dessen, ob die Zeit für irgendjemand überhaupt schon angefangen hat oder
nicht, liegt sie aus Gottes Sicht gewissermaßen schon immer fix und fertig vor ihm auf dem
Tisch, wie die Rolle eines fertigen Films vor seinem Regisseur.
Wer nicht der Zeit unterworfen ist, der ist allmächtig, und wer allmächtig ist, der ist nicht
der Zeit unterworfen.
Nur einer kann allmächtig sein, und das ist der Herr der Zeit.
„Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist
und der da war und der da kommt, der Allmächtige“ (Offenbarung 1,8; 22,13).
Weil Gott in seiner Person alle Zeiten umspannt, ist er nicht nur am Anfang und am Ende, sondern er ist selbst unwandelbar zugleich Anfang und Ende, und alles dazwischen auch. Anfang
und Ende sind von ihm nicht getrennt, als stammten sie von jemand anderem als von ihm: Er
ist in seiner Person alles, was ist. Er allein ist der Schöpfer von allem, außer ihm hatte kein
anderer je die Chance, etwas aus sich heraus zu tun. – Alles ist in, durch und für Jesus (Kolosser 1,16).
Was in Zukunft auch kommen mag – der Herr ist immer schon da!
Auf dem Niveau unserer zeitlichen, materiellen Welt scheinen wir unser Denken und Tun frei
bestimmen zu können. Aber auf dem Niveau Gottes ist bereits alles entschieden und alles getan
– nicht von uns und nicht von den Naturgesetzen, sondern von Gott: „Gott ist es, der in
euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen“.
(Philipper 2,13)
Weil auf dem Niveau Gottes alles, was aus unserer Sicht zeitlich getrennt und nacheinander
zu sein scheint, seine ewige, unveränderliche Gegenwart ist, wird es z.B. nicht so sein, dass
die Erinnerung an Golgatha im Himmel nach hunderttausend Jahren allmählich verblasst, und
die Schulkinder dort das Leiden Christi im Geschichtsunterricht pauken müssen: Auf Gottes
Niveau ist Golgatha nie vorbei: „So liebt Gott die Welt (nicht hat geliebt) , dass er seinen
Sohn, den Einziggezeugten, gibt (nicht gab), auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht umkomme, sondern äonisches Leben habe.“ (Johannes 3, 16, Konkordante Wiedergabe)
Nicht nur alles Geschehene ist für Gott gleichzeitig und daher ewig, sondern auch alles Geschehen. Gott lebt. Gott liebt. Deshalb kann Salomo sagen: „Alles, was Gott tut, geschieht in
Ewigkeit“ (Prediger 3, 14-15).
Golgatha ist das unvergängliche, gegenwärtige Wesen Gottes. Gott ist Liebe. Er wäre nie das
Risiko eingegangen, dass die Welt oder auch nur ein einziges Geschöpf verloren gehen könnte. Es gibt kein Unheil im Universum, das aus Gottes Sicht nicht schon immer heil war.
Auf dem Niveau Gottes, in der Ewigkeit, gibt es nichts Böses – Gott ist Licht, in ihm ist keine Finsternis (1. Johannes 1,5). Gott allein ist gut (Matthäus 19,17). Das Böse ist an die Zeit
gebunden, also nur vorübergehend. Jesus hat es besiegt (Kolosser 2,15). An seinem Ende
wird Gott alle Tränen abwischen (Offenbarung 21,4).
Gott hat alle Taten, die von einem Geschöpf je getan worden sind oder noch getan werden, in
Ewigkeit schon getan – unabhängig davon, ob es vielleicht meint, etwas in der Zeit aus eige ner Machtvollkommenheit zu tun oder getan zu haben.
Denn Gott hat sich in Jesus auf Golgatha mit allen Taten aller Zeiten und aller Geschöpfe identifiziert und sie sich so zu Eigen gemacht.
Gottes Kinder wissen das, denn sie sagen: „Wir sind Gottes Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Epheser 2, 6-10). Jesus konnte nur tun, was er den Vater tun sah (Johannes 5,19).
Gott sitzt nicht im Himmel und wartet, gefangen im gleichen Jetzt wie wir, was in der weiten Welt so alles passiert, damit er darauf reagieren kann.
Gott regiert. Er reagiert nicht.
Er bangt nicht, was die Biotechniker als nächstes noch alles klonen könnten, sondern in ihm
ist unabänderlich festgelegt, was er wann und durch wen klonen lässt. Ihn kann nicht überraschen, was den gottlosen Theologen jeden Tag an dummen Dreistigkeiten einfällt, denn nie-
mand anderer als er selbst hat die Logik bestimmt, nach der sie ihre bösen Taten hervorbringen müssen (Römer 1,28, Jakobus 1,14).
Für den Herrn der Zeit gibt es nur einen einzigen Willen im Universum, und das ist sein eige ner.
Er muss nicht warten auf das, was kommt, sondern er und nur er allein hat schon alles kom men lassen, was kommt – weil er der ist, der kommt. Für ihn ist alles schon am Ziel, weil er
das Ziel ist.
Für Gott waren alle Ziele schon erreicht, bevor er der Welt Grund gelegt hat. Bevor er das
erste Geschöpf erschaffen hat, waren alle Zeiten schon vollendet. Gott hat nie jemand die
Möglichkeit gelassen, dass er ihm das Konzept verderben könnte. Weder Satan noch sonst jemandem. „Denn von ihm – Jesus – und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge“ (Römer 11,36).
Niemand kann Gott ins Handwerk pfuschen. Wer immer auch die Welt verändern will – er
kommt auf jeden Fall zu spät.
Weil Gott der Herr der Zeit ist, ist ein großer Teil seines Wortes Prophetie. Nur „der, der da
war und er da ist und der da kommt“, kann wissen, was kommt. Wer Anfang und Ende ist,
der und nur der allein weiß auch, was am Ende ist. Keine Religion, kein anderer Gott kann da
mithalten. Ein Drittel der Bibel ist Prophetie, ein Drittel der Bibel besteht aus Auszügen aus
Gottes schon immer abgeschlossenem „Buch“ (Psalm 139,16)
Weil für unseren Gott alles schon da ist und für uns noch nicht, wechselt die Bibel manchmal zwischen seiner Perspektive und unserer:
„Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus.“
(Epheser 2, 6-10) – Gottes Perspektive.
„Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern!“ (Philipper 2, 12b-13) – unsere Perspektive.
„Gepriesen sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der uns mit jedem
geistlichen Segen gesegnet hat in den himmlischen Regionen durch Christus“ (Epheser
1,3) – Gottes Perspektive.
„So ermahne ich euch nun, dass ihr würdig wandelt der Berufung, zu welcher ihr berufen worden seid“ (Epheser 4,1) – unsere Perspektive.
Nicht David hat Uriahs Leben bestimmt, sondern Gott. Deshalb bekennt David vor Gott:
„Gegen dich allein habe ich gesündigt!“ (Psalm 51,4).
Ebenso wenig bringt Gott jemanden dadurch in Gefahr, dass er ihn sein eigenes Schicksal
selbst bestimmen lässt (Psalm 139, 16). Unser Leben ist immer Chefsache.
Gott ist souverän, er bestimmt alles allein, bis ins letzte Detail – und das ist der einzige
Grund, dass wir gut schlafen können! Ohne Gott fällt nirgendwo im Universum auch nur ein
Blatt vom Baum. Allerdings lässt er uns, die Unwürdigsten, an seinem Willen teilhaben.
Nicht weil er uns oder irgendjemand sonst gebraucht hätte, sein Werk zu vollenden – es ist ja
schon immer vollendet – sondern allein aus Güte. Er lässt uns in seinem Namen beten um etwas, das er uns schon gegeben hat – „glaubt, dass ihr es schon erhalten habt, und es wird
euch werden“ (Markus 11,24).
Gott hat bestimmt, dass das, was er ewig und unveränderlich ist, in der Zeit von seinen Geschöpfen nacheinander erlebt und gestaltet wird, er hat zu diesem Zweck – aus unserer Sicht
„am Anfang“ der Zeit – die „Fülle der Zeiten“ (Epheser 1,10) geschaffen, die auch ein zeitliches Ende haben wird (1. Petrus 4,7).
In Richtung der Zeit ist alles den Naturgesetzen unterworfen und ohne Sinn. Das Leben eines Menschen erscheint nur vom Zufall bestimmt. Aber was in Zeitrichtung wie Zufall aussieht, ist von Gott, außerhalb der Zeit und gegen die Zeit, festgelegt: „Im Gewandbausch
schüttelt man das Los, aber all seine Entscheidung kommt vom HERRN (Sprüche 16,33).
Die Brüder Josephs haben Josephs Lebensweg vom Anfang her bestimmt. Sie haben es böse
gemeint. Aber Gott hat es gut gemeint und Josefs Leben vom Ende her bestimmt – nach der
Logik des Geistes, die der Logik der Zeit entgegengesetzt ist: Josef musste von seinen Brüdern verkauft werden, um Ministerpräsident von Ägypten zu werden. Ministerpräsident von
Ägypten werden musste er, um seine Brüder zu retten. Seine Brüder mussten von ihm gerettet werden, um das Volk Gottes zu werden, denn das Volk Gottes muss als Braut mit dem
Lamm Gottes vermählt werden. Und diese Vermählung muss dazu dienen, dass Gott am Ende
der Zeiten – wie schon immer – alles in allem ist (1. Korinther 15,28).
Gott ist nicht Ursachen unterworfen, sondern die Ursachen sind Gott unterworfen.
Ein Merkmal aller von Menschen geschaffenen heidnischen Götter dagegen ist, dass sie kausal sind. Sie funktionieren nach dem Prinzip Ursache-Wirkung. Sie lassen sich durch Opfergaben und gute Werke kaufen – unser Gott nicht!
Niemand kann dem einzig wahren Gott etwas geben, denn ihm gehört sowieso schon alles (Psalm 50) – einschließlich unser Wille, ihm etwas geben zu wollen oder nicht.
Gott allein ist der Schöpfer, er allein ist frei.
„Ich bin der HERR, und sonst ist keiner, der ich das Licht mache und die Finsternis schaffe; der ich Frieden gebe und Unglück schaffe. Ich, der HERR, tue solches alles“.
(Jesaja 45,6-7)
Er bestimmt vor Grundlegung der Welt, dass die einen „heilig und tadellos sind vor ihm in
der Liebe“ (Epheser 1,4), und er bestimmt die anderen zu etwas anderem.Auch wenn viele
Ausleger aus falscher Frömmigkeit darüber ein Feigenblatt legen möchten.
Wie auch geschrieben steht: «Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.»“– „So liegt
es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Gott erbarmt
sich, wessen er will, und er verstockt, wen er will. Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er
dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen? – Nun ja, lieber Mensch, wer bist denn du,
dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu seinem Bildner: Warum hast du
mich so gemacht? Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse ein Gefäß
zur Ehre und ein anderes zur Unehre zu machen?“ (Römer 9, 13; 16; 18-21).
Jesus antwortet auf die Frage, wer Schuld hat am Leiden des Blinden, den er heilt: „Weder
dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern auf dass die Werke Gottes an ihm geoffenbart würden (Johannes 9,3). Wir leben nicht, um uns selbst zu verwirklichen (Römer 14,8) –
was wäre das für ein Elend – sondern zur Ehre Gottes (1. Korinther 6,20).
Es ist doch egal, welchen Tag ich halte,
Hauptsache ein Tag pro Woche.
Stellen Sie sich vor, Sie haben sich einen Termin vereinbart. Und dann überlegen Sie sich:
Es ist doch eigentlich egal, wann ich hingehe,
ich gehe erst 2 Tage später. Wird das Treffen
zustande kommen? Wohl kaum. Es ist eine Beleidigung dem Gesprächspartner gegenüber,
wenn ich den Termin nicht einhalte.
Und bei Gott? Er hat klar und deutlich gesagt
am 7. Tag der Woche, und nicht an irgend einem Tag. Nicht auf den Freitag und nicht auf
den Sonntag hat Gott seinen besonderen Segen
gelegt, sondern auf den Samstag.
Es ist ganz klar eine Frage meines Gottesbildes. Ist Gott mein Herr, ist sein Wort für mich bindend? Oder möchte ich der Herr sein und bestimmen, wann und was Gott zusteht. Letztlich
ist Gott ein liebender Gott, der nur das Beste für mich möchte. Darum ist es leicht, sich sei nem Wort unterzuordnen. Denn ich möchte ihn auch lieben, und meine Liebe durch meinen
Gehorsam ihm zeigen.
Die Bibel ist ja durch die Erkenntnisse der
heutigen Wissenschaft längst widerlegt!
Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Viele Namen von Personen, Orten und ganzen Völkern,
die in der Bibel erwähnt werden, wurden in der
Vergangenheit angezweifelt, weil es keine anderen historischen Berichte gab, wo sie vorkommen. Durch die zahlreichen Ausgrabungen der
Archäologen hat sich gezeigt, dass dieses Vorurteil falsch ist. In den 1970er Jahren wurde z. B.
die syrische Stadt Ebla (Tell Mardich) ausgegraben. Dabei fand man eine ganze Bibliothek von
Tontafeln (ca. 20.000), die aus der Zeit um etwa 2.300 v. Chr. stammen. Allein diese Entde ckung konnte viele Aussagen der Bibel bestätigen.
Sollte sich damit bestätigen, was Jesus Christus vor 2.000 Jahren vorausgesagt hat, nämlich
dass die Steine "schreien" werden? (Likas 19, 40.)
geschrieben von: Walter Neumann
Die Datierung der
OffenbarungsSchriften des Johannes
Immer wieder erhalte ich Anfragen, in denen
man als einziges Gegenargument gegen die frühe Entrückungstheorie das Datum der Vollendung der Schrift „Offenbarung“ durch Johannes
entgegen hält. Deshalb habe ich da ein wenig recherchiert und die Ausarbeitung von Dr. Th.
Schirrmacher entdeckt, die ich hier auszugsweise veröffentliche. Wenngleich ich der Meinung
bin, dass uns biblische Fakten mehr interessieren sollten, als die Frage: Kann das historisch
überhaupt sein? Meine Aufgabe als Christ ist es
die Bibel zu einem Thema zu untersuchen. Wenn
dann die historischen Nachweise auch noch passen ist das hervorragend; wenn aber nicht, darf
das meinen Glauben an die biblische Darlegung noch lange nicht erschüttern.
Mich interessiert es von daher gar nicht so sehr, ob Dr. Schirrmacher Recht hat mit seiner
Frühdatierung. Aber es mag sein, dass es einigen anderen hilft zumindest in Erwägung zu ziehen, dass historische „Beweise“ nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen und es oft unterschiedliche Ansichten und Beweisführungen gibt.
Viele Dinge, die für uns heute wichtig sind, um biblische Ereignisse beweisen zu können, wa ren für die damalige Welt ganz und gar nicht wichtig und so wurden sie auch nicht aufgeschrieben. Wir wissen von daher sehr wenig über das 1.Jahrhundert. Wer sollte z.B. eine Ent rückung von Juden erlebt und schriftlich fixiert haben? Entweder sie waren selbst die Entrückten oder sie wurden durch die Römer liquidiert mit genau den gleichen Folgen – sie waren nicht in der Lage es aufzuschreiben. Die wenigen, die zurück blieben und weiterhin Versammlungen abhielten, können ja gar nicht wissen, ob ihre Brüder entrückt oder in den
Kriegswirren, in der großen Drangsal umgekommen waren. Sollten die Römer etwas davon
mitbekommen haben, da sich Erdbeben oder sonstige Himmelsereignisse eingestellt hätten,
dann wäre es auch diesen sicher nicht so viel Wert gewesen, es historisch festzuhalten. Was
interessierten diese die Juden …. oder Umweltkatastrophen? Das einzige, was die im Sinn hatten, war ihr Sieg, ihre Macht und ihre Weltherrschaft.
Wenn die Offenbarung, wie viele annehmen, erst in den letzten Jahren vor der Jahrhundertwende geschrieben wurde, dann würde das freilich nicht zu einer Erfüllung in den Jahren zwi schen 60 und 70 n. Chr. passen. Es würde noch nicht einmal zu den Warnungen der Send schreiben an die Gemeinden in Kleinasien passen, denn die betrafen ganz sicher das 1.Jhd.
und zwar vor der Versuchung (große Drangsal), also vor dem Gericht über Jerusalem 70
n.Chr. Sie ergingen ganz konkret an die damaligen Urgemeinden. Es wäre doch unsinnig sol che Dinge erst nach den Ereignissen zu schreiben, da es sich doch um Prophetie handelt. Außerdem steht in Offbg.11 der Tempel noch und der wurde 70 zerstört!
Auch die Beschreibung des Malzeichens, welches ja drei Bedeutungen hat, die Zahl des Tieres, die die Zahl eines Menschen ist: 666 oder die Zahl seines Namens oder das Malzeichen,
wären zeitlich unangebracht. Off.13:17-18 Bei der Zahl eines Menschen geht man heute davon aus, dass diese sich erstmals auf Nero bezogen habe; die Zahlensymbolik seines Namens
ergibt nämlich 666. Und Nero starb kurz vor der Einnahme Jerusalems. Wenn die Prophetie
diesen Nero betraf müsste sie schon früher, eben vor seinem Auftreten geschrieben worden
sein. Falls aber Johannes diese Vision erst gegen Ende von Domitians Herrschaft gesehen ha -
ben sollte, wäre das im Jahr 95/96 n.Chr. gewesen und die Malzeichen-Prophetie auf Nero hin
wäre ein Rückblick gewesen – das kann nicht sein. In anderen Schriften wird erwähnt,
Johannes sei ein Gefangener von Nero gewesen und von diesem auf die Insel Patmos verbannt
worden. Das würde bedeuten, dass Johannes die Offenbarung noch vor dem Tod Neros geschrieben haben müsste, denn die Gefangenen eines Kaisers wurden bei seinem Tod freigelassen. Nero starb im Jahre 68.
Auch über den Tod des Johannes gibt es zu unterschiedliche Aussagen, sodass uns die geschichtlichen „Beweise“ eigentlich nicht recht helfen, zur Erlangung der Wahrheit zu kommen. Wenn wir aber die Bibel sprechen lassen, dann müssen wir feststellen, dass die Offenbarung vor der Drangsal 66 geschrieben worden sein muss, denn sonst hätte der Herr seine Gemeinden in Kleinasien nicht mit den folgenden abschließenden Worten ermahnen brauchen:
„Versiegele nicht die Weissagung dieses Buches! Denn die Zeit ist nahe. …Wer unrecht tut, tue noch Unrecht… und der Heilige heilige sich noch! Siehe ich komme
bald…!“ Off.22:10-12
Für unsere Zeit ist diese Weissagung sicher nicht, denn dann wäre sie erstens wegen der dazwischen liegenden Jahrtausende versiegelt worden und zweitens hätte Jaschua nicht gesagt:
Ich komme bald! – Zweitausend Jahre später ist nicht bald, ebenso wenig wie „die Zeit ist
nahe!“
*****
Auszug aus der PDF Dr.Thomas Schirrmacher
C. Vier Gründe für eine Frühdatierung der Offenbarung
1. Grund: Der sechste König ist Nero (Offb 17,9-10)
In Offb 17,9-10 heißt es: „Hier ist der Verstand [nötig], der Weisheit hat: Die sieben Köpfe
sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Und es sind sieben Könige: die fünf [ersten] sind
gefallen, der eine ist, der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er eine
kurze Zeit bleiben.“ (REÜ) Offb 22 Wilhelm Bousset. Die Offenbarung Johannis. Kritischexegetischer Kommentar über das 17,9-10 gehört zur Erklärung der vorangegangenen Vision,
denn der Engel erklärt vorher: „Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das
sie trägt und die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat“ (Offb 17,8, REÜ). Zur Erklärung erläutert der Engel, dass die sieben Köpfe eine doppelte Bedeutung haben: Sie sind sieben Berge (oder Hügel) und sieben Könige. dass Rom die Stadt auf den sieben Bergen war, war in rö mischer Zeit sprichwörtlich und eine Redewendung, die sich bei vielen römischen Autoren findet. Berühmt ist die Münze aus der Zeit Kaiser Vespasians, in der Rom als Frau Roma, die auf
sieben Hügeln sitzt, dargestellt wird. Es dürfte deswegen zweifellos feststehen, dass die Offenbarung hier von Rom spricht und jeder zeitgenössische Leser dies wusste. Darin sind sich
die Vertreter der Früh- und der Spätdatierung einig. Einig sind sie sich auch, dass zur Zeit der
Abfassung der Offenbarung römische Kaiser regierten. Nur wenige Ausleger gehen davon
aus, dass mit den sieben Königen, die zu den sieben Bergen gehören, nicht die römischen Kaiser gemeint sind, sondern aufeinanderfolgende Königreiche der Weltgeschichte – was sie vertreten müssen, um von Johannes bis in unsere heutige Zeit zu gelangen
Wenn aber Offb 17,10 tatsächlich über die römischen Kaiser spricht und der Engel in der Offenbarung damit erwähnt, welcher römische Kaiser gerade regiert – nämlich der sechste –,
stellt sich die Frage, mit welchem Herrscher zu beginnen ist und ob ihre Zahl feststeht. Man
hat nämlich die Spätdatierung zu stützen versucht, indem man die Zählung mit Augustus,
nicht mit Cäsar begann und die drei nur kurz regierenden Kaiser zwischen Nero und Vespasi an (Galba, Otho und Vitellius) überging, sodass Domitian der sechste, gerade regierende römische Kaiser ist.
Dagegen ist jedoch einzuwenden, dass Juden (z. B. Flavius Josephus, 4. Buch Esra), Römer (z.
B. Tacitus, Sueton, Dio Cassius) und Christen (z. B. Barnabasbrief, ca. 100 n. Chr.) die römische Kaiserliste fast ausnahmslos mit Julius Cäsar begannen, der bereits die Titel ‚Kaiser‘
(‚Cäsar‘) und ‚Imperator‘ trug, und in der Zählung die drei Kurzzeifkaiser immer mitrechneten. Demnach ist folgende Kaiserliste zugrunde zu legen:
Die ersten zehn römischen Kaiser
1. Julius Cäsar (49-44 v. Chr.)
2. Augustus (31 v. Chr. - 14. n. Chr.)
3. Tiberius (14-37 n. Chr.)
4. Gaius [= Caligula] (37-41 n. Chr.)
5. Claudius (41-54 n. Chr.)
6. Nero (54-68 n. Chr.)
7. Galba (68-69 n. Chr.)
8. Otho (69 n. Chr.)
9. Vitellius (69 n. Chr.)
10. Vespasian (69-79 n. Chr.)
Nach Offb 17,10 waren fünf Kaiser bereits „gefallen“, der sechste „ist“, weswegen also Nero
gerade regiert, und der nächste kommt in Kürze und wird nur kurz bleiben, womit Galba gemeint ist, der von Juni 68 bis Januar 69 regierte. (Wäre Domitian der sechste, gerade regierende Kaiser, wäre unklar, welcher nur kurz regierende Kaiser gemeint sein soll.)
2. Grund: Nero ist „666“ und „das Tier“ (Offb 13,18)
Wie schon Offb 17,9 Verstand und Weisheit für ein Rätsel, so auch Offb 13,18: „Hier ist die
Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl;
und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig“ (REÜ). Alle Ausleger sind sich einig, dass
dem Rätsel zugrunde liegt, dass hebräische und griechische Buchstaben zugleich als Zahlzeichen Verwendung fanden, sodass man den Zahlenwert eines Namens errechnen konnte. Solche Zahlen- /Namenrätsel sind uns auch sonst aus der damaligen Zeit überliefert. Mussten die
Leser des 1. Jahrhunderts dann nicht annehmen, dass sie mit dieser Methode den Namen eines lebenden „Menschen“ identifizieren konnten? Aus den ungezählten Vorschlägen seit der
Zeit der Kirchenväter ragt nur ein Vorschlag hervor, der sich dauerhafter Beliebtheit erfreut
und heute in den Kommentaren am verbreitetsten ist, nämlich dass es sich um die griechische
Bezeichnung für ‚Kaiser Nero‘ in hebräischen Buchstaben geschrieben (‚Nrwn Qsr‘) handelt,
eine Schreibweise wie sie im jüdischen Talmud und in rabbinischen Schriften üblich war.
Dafür, dass diese Auslegung richtig ist, spricht auch die Textvariante „sechshundertsechszehn“ (616), die sich in etlichen griechischen Manuskripten der Offenbarung findet und die
sich nicht als Abschreibfehler erklären lässt. Nur die Vertreter der Sicht, dass sich 666 auf
Nero bezieht, haben überhaupt eine Erklärung für die sicher nicht ursprüngliche Zahl 616 geben können. Wenn man nämlich nicht die griechische Schreibweise für ‚Kaiser Nero‘ auf Hebräisch schreibt, was 666 ergibt, sondern die lateinische Schreibweise für ‚Kaiser Nero‘ auf
Hebräisch schreibt, ergibt das Fehlen eines Buchstabens den geringeren Zahlenwert von 616.
Da Nero als erster Kaiser Christen als Christen verfolgte und von solcher Grausamkeit, Bestialität und Perversität war, dass selbst die Gewalt, Blutvergießen und Unzucht gewohnten Römer erschauerten, lag es für die ersten Christen nahe, zuallererst an Nero zu denken.
Bezeichnenderweise sind uns über Nero als einzigem römischem Kaiser mehrere Zahlenrätsel
überliefert, so eines durch den römischen Schriftsteller Sueton, das Nero als Mörder seiner
Mutter aufweist (Nero 39,2) und eines in den Sibyllinischen Oraklen (5,28-31), sodass John A.
T. Robinson sogar davon ausgeht, dass Offb 13,18 „die christliche Version eines bekannten
Spieles war“ dass Nero zudem auch in nichtchristlichen Quellen als das „Tier“ (wohl besser
„Bestie“) bezeichnet wird, ist ebenso unumstritten, wie, dass seine Bestialität in christlichen
wie nichtchristlichen Quellen sprichwörtlich war und die Brutalität und Perversität aller anderen römischen Kaiser in den Schatten gestellt haben soll. Nero tötete Vater, Mutter, Bruder,
Tante und Ehefrau, letztere zusammen mit dem Baby in ihrem Bauch, als er sie zu schwanger
zu Tode trampelte. Er hatte sexuelle Verhältnisse mit Verwandten, Frauen und Männern, liebte Vergewaltigungen und Marter aller Art und kastrierte einen Jungen, den er dann heiratete
und zum Mädchen zu machen versuchte. Sueton berichtet in diesem Zusammenhang auch,
dass Nero in Fellen wilder Tiere verkleidet Frauen, Männer und Tiere vergewaltigte. Wahrhaft
– eine Bestie!
3. Grund: Der Tempel steht noch und Jerusalem ist noch nicht zerstört
In Offb 11,1-2 heißt es: „Und es wurde mir ein Rohr, gleich einem Stab, gegeben und gesagt:
Steh auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die, welche darin anbeten! Und den
Hof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus und miss ihn nicht! Denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate“ (REÜ). Dieser Text setzt voraus, dass der Tempel in Jerusalem noch nicht zerstört ist. Kann man sich
eine solche Aussage denken, wenn der Tempel in Jerusalem tatsächlich bereits zerstört wurde
– ein Ereignis, dass dann nirgends in der Offenbarung auch nur andeutungsweise erwähnt
würde, obwohl es das zentrale Ereignis im Verhältnis von Römern, Juden und Christen war?
Mit „die heilige Stadt“ kann nur Jerusalem und nicht Rom gemeint sein. Dafür spricht auch
Offb 11,8 wenige Verse später, wo es von den beiden Zeugen heißt: „Und ihr Leichnam [wird]
auf der Straße der großen Stadt [liegen], die, geistlich gesprochen, Sodom und Ägypten heißt,
wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde“ (REÜ). Nur in einer Stadt wurde ihr Herr gekreuzigt,
nämlich in Jerusalem. Von Rom kann hier unmöglich die Rede sein.
4. Grund: Unter Domitian fand keine groß angelegte Christenverfolgung statt, dafür aber unter Nero
dass die Offenbarung zur Zeit einer beginnenden und zunehmenden Christenverfolgung staatlicherseits geschrieben wurde, ist unumstritten. Aber wer war ihr Urheber? Nero oder Domitian?
Zugunsten der Spätdatierung der Offenbarung wird of angeführt, dass die Christenverfolgung
unter Nero auf Rom beschränkt blieb und eine Christenverfolgung in solch großem Maßstab
erst unter Domitian denkbar sei.
Dagegen ist einzuwenden:
1. Nero hat als Kaiser Christen als Christen verfolgt, während dies von Domitian nicht gesagt
werden kann.
2. Es ist unbestritten, dass die neronische Christenverfolgung von unglaublicher Grausamkeit
war, enorm viele Opfer forderte und vielen Führern der Christenheit, allen voran Petrus und
Paulus, das Leben kostete, also die gesamte Christenheit und nicht nur die Gemeinde in Rom
betroffen war. Im übrigen mehren sich die Hinweise, dass die neronische Christenverfolgung
über Rom hinausgriff, beziehungsweise Christen aus dem ganzen Römischen Reich zur Verurteilung nach Rom geholt wurden. Solche Hinweise gibt es für die Zeit des
Domitian überhaupt nicht.
3. Die Christenverfolgung unter Nero und ihre unbeschreibliche Grausamkeit – auch für römische Maßstäbe – ist durch viele Berichte klar belegt, und zwar nicht nur in christlichen Berichten, sondern auch in den klassischen Lebensbeschreibungen der römischen Kaiser, etwa
bei Sueton und Tacitus.
4. Die Christenverfolgung unter Nero währte mehrere Jahre (vom Brand Roms am 19.7.64 bis
zum Selbstmord Neros am 9.6.68 n. Chr.), während für eine Christenverfolgung unter Domitian nur sehr späte36 oder gar keine37 Belege existieren, schon gar keine nichtchristlichen,
und diese Verfolgung, wenn überhaupt, nur von sehr kurzer Dauer war. Deswegen verzichtet
George E. Ladd, einer der führenden evangelikalen Vertreter der Spätdatierung der Offenbarung, ganz auf das Argument einer Christenverfolgung unter Domitian, da „es keinen Beweis
dafür gibt, dass im letzten Jahrzehnt des ersten Jahrhunderts eine offene und systematische
Verfolgung der Kirche stattfand“.
Man hat darüber hinaus gegen die Frühdatierung der Offenbarung eingewandt, zur Neros
habe es noch keinen Kaiserkult gegeben und es gebe keinen Beleg dafür, dass Nero jemals
Menschen vor die Wahl gestellt habe, ihn oder die römischen Götter anzubeten oder zu sterben.
Dem ist zunächst einmal entgegenzuhalten, dass dies genauso für Domitian gilt. Den älteste
historischen Beleg für die Aufforderung zu opfern oder zu sterben finden wir erst einige Zeit
nach Domitian für den Kaiser Trajan im 2. Jh. n. Chr. in einem berühmten Brief von Plinius.
Außerdem ist einzuwenden, dass bereits Julius Cäsar rund hundert Jahre vor Neros Tod göttlich verehrt wurde und seine Staute im Tempel des Romulus in Rom aufgestellt wurde. Für
Kaiser Augustus wurden bereits Tempel im ganzen Römischen Reich gebaut, auch wenn die
Anbetung des Augustus zu Lebzeiten nur außerhalb der Stadt Rom gestattet war – was sich
nach seinem Tod aber schlagartig änderte.
Der Senat von Rom ließ bereits 55 n. Chr., also ein Jahr nach der Thronbesteigung 54 n. Chr.,
eine überlebensgroße Statue Neros in derselben Größe wie Mars im Marstempel aufstellen.
Im ganzen Römischen Reich wurden Inschriften gefunden, die die göttliche Verehrung Neros
belegen.
Übrigens ist auch belegt, dass der Mythos, dass Nero nach seinem Tod wiederkehren werde
(‚Nero Redivivus‘), der in der kritischen Offenbarungsauslegung eine so große Rolle spielt, bereits seit der Frühzeit Neros in Umlauf gebracht.
5. Grund: Die Offenbarung kündigt nahe bevorstehende Ereignisse an,
die sich nach Nero erfüllen konnten, nach Domitian aber nicht
Gleich die Einleitung der Offenbarung (Offb 1,1-3) macht unmissverständlich deutlich, dass
sich die Offenbarung im wesentlichen auf die unmittelbar bevorstehende Zeit bezieht, es also
um Dinge geht, die den „sieben Gemeinden“ (Offb 1,4; Offb 2-3) unmittelbar bevorstanden
und sie persönlich betraf. Die „Offenbarung Jesu Christi“ „gab“ Gott, um seinen Dienern zu offenbaren „Was bald geschehen muss“, heißt es gleich im ersten Vers. Kurz darauf heißt es,
dass das Lesen der Offenbarung wichtig und segensreich ist, weil „die Zeit nahe“ ist (Offb
1,3).
Die ersten drei Kapitel der Offenbarung betonen immer wieder, dass den Adressaten, den sieben Gemeinden, etwa in Kürze bevorsteht
Die Fertigstellung des Neuen Testamentes vor 70 n. Chr. Die Sicht, dass große oder alle Teile
des Neuen Testamentes vor 70 n. Chr. abgefasst wurden, die eng mit der Sicht, dass die Offenbarung des Johannes vor 70 n. Chr. geschrieben wurde, zusammenhängt, hat durch zwei
Entwicklungen in neuerer Zeit Auftrieb erhalten.
Zum einen veröffentlichte der durch sein Programm der Situationsethik und sein liberales
Buch ‚Honest to God‘ bekannt gewordene englische Bischof und Neutestamentler John A. T.
Robinson (1919-1983) 1976 sein Buch Redating the New Testament, in dem er davon ausging,
dass das gesamte Neue Testament sehr früh zu datieren sei und vor 70 n. Chr. alle Teile ein schließlich der Offenbarung des Johannes abgefasst waren. Das Werk veränderte die Diskussion im historisch-kritischen Bereich nachhaltig, weil hier ein als liberal ausgelegt. John A. T.
Robinson. Redating the New Testament. SCM Press: London, 1976 Thomas Schirrmacher:
Frühdatierung der Offenbarung 17 der Theologe sehr ‚konservative‘ Thesen aufstellte, die
weit über die von bibeltreuen Theologen vertretenen Positionen hinausgingen. Das Buch fand
sogar in die deutschsprachige universitäre Diskussion Eingang41 und wurde daraufhin nach
zehn Jahren auch auf Deutsch, und zwar als katholischevangelikale Gemeinschaftsproduktion,
veröffentlicht.
In seinem Buch geht Robinson auch davon aus, dass die Offenbarung vor 70 n. Chr. abgefasst
wurde und verweist darauf, dass F. Hort, J. B. Lightfoot und B. F. Westcott in ihren Kommenta ren davon ausgingen, dass die Offenbarung unter Nero verfasst wurde, was in der kritischen
Exegese leider völlig in Vergessenheit geraten sei. Bis heute gingen viele Klassizisten wie B.
W. Henderson, G. Edmundson, A. D. Momigliano, A. Weigall, A. N. Sherwin-White oder auch
der Jurist K. A. Eckhardt – meist in ihren Veröffentlichungen über Nero – davon aus, dass sich
die Offenbarung auf Nero beziehe, der als ‚das Tier‘ und als ‚666‘ bezeichnet werde. So geht
Henderson davon aus, dass es unter Domitian keine allgemeine Verfolgung gab, weswegen
sich die Apokalypse auf die neronische Verfolgung bezieht und ‚666‘ Nero bezeichnet, wobei
vor allem zu berücksichtigen ist, dass die Lesart 616 sich aus der lateinischen Form desselben
Titels und Namens Neros ergibt, wie ‚666‘ aus der hebräischen Form, während keine andere
Auslegung die Zahl ‚616‘ erklären kann. Robinson verweist auch auf die Parallelen zwischen
2Petr, Jud und Offb, die alle auf das neronische Pogrom 65 n. Chr. zu beziehen50 seien.
Wenn Robinson die Abfassung der Offenbarung vor die Zeit des Untergangs von Jerusalem
legt, scheint er sich in Gemeinschaft mit solchen evangelikalen Theologen zu befinden, die in
der Offenbarung keine Prophetie in die ferne Zukunft sahen, sondern die mit alttestamentlicher Sprache geschriebene Ankündigung des nahen Untergangs Jerusalems (vgl. zur Stadt:
Offb 11,8; zur Zeitbestimmung „in Kürze“: Offb 1,3; 22,10 u. a.). Gerade das letzte Beispiel
macht allerdings auch die Unterschiede zwischen Robinsons liberaler Argumentation und bibeltreuem Denken deutlich. Robinson sieht in Nero im Anschluss an die Kirchenväter den mit
der Zahl 666 verschlüsselten Menschen der Gesetzlosigkeit. Zugleich lehnt er jedoch jede
echte Prophetie ab. Vor 70 n.Chr. Können prophetische Texte (z. B. die Offenbarung oder die
Endzeitreden Jesu) nur geschrieben worden sein, wenn sie so allgemein gehalten sind, dass
keine konkreten Ereignisse angesprochen werden52. Bibeltreue Exegeten argumentieren genau anders herum: gerade weil diese prophetischen Texte Ereignisse vor und um 70 n. Chr.
prophezeien, müssen sie vorher geschrieben sein. In seinem posthum veröffentlichten Werk
zum Johannesevangelium baut Robinson seine in seiner Einleitung zum Neuen Testament vorgestellte Position zu Johannes aus. Er greift die Redaktionsgeschichte an, die sich selbst dann
Quellen schafft, wenn sie, wovon Robinson im Falle von Johannes ausgeht, gar nicht vorhanden sind. Robinson hält das Johannesevangelium für einen authentischen Augenzeugenbericht. Auch wenn manche gewagte historische Hypothese hinterfragt werden muss, so etwa
das angeblich nur 2 Jahre dauernde öffentliche Wirken Jesu, und Robinson viel stärker auf
klassische Argumente aus dem evangelikalen Bereich zurückgreift, als er zugibt, steht das
Werk in nichts der Einleitung zum Neuen,
Verfasser unbekannt
Ellen G. White
Christus kommt bald
Achtung!
Die DVD-Ausgabe dieses Buches darf weder als Datei noch als Druckerzeugnis
kopiert und verbreitet werden.
(V. 201104)
Titel der amerikanischen Originalausgabe: Last Day Events
© 1991 by Pacific Press Publishing Association
Übersetzung: Manfred Böttcher, Ursula Kaija, Ursula Weigert
Redaktionelle Bearbeitung: Elí Diez, Gerhard Rempel
Einbandgestaltung: Studio A Design, Hamburg
Titelbild: Image-Bank
© Advent-Verlag GmbH, Grindelberg 13-17, D-20144 Hamburg
Gesamtherstellung: Grindeldruck GmbH, D-20144 Hamburg
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Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des
Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikrover filmungen und die Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle Rechte vorbehalten — Printed in Germany 1994
Verlagsarchiv-Nr. 1558 294 — ISBN 3-8150-1251-1
Kapitel 4
Die Gemeinde der Endzeit
Ein gehorsames Volk
Gott hat eine Gemeinde auf Erden, die das missachtete Gesetz wieder aufrichtet und der Welt
das Lamm Gottes zeigt, das die Sünden der Welt hinweg nimmt ... Es gibt nur eine Gemeinde
auf der Welt,1 die gegenwärtig in den Riss getreten ist und die Hecke wieder verzäunt und die
alten verwüsteten Plätze wieder aufbaut ...
Mögen sich alle hüten, das Volk anzugreifen, auf das die Beschreibung vom Volk der Übrigen
zutrifft, nämlich das Gottes Gebote hält und den Glauben an Jesus hat ... Gott hat ein be stimmtes Volk, eine Gemeinde auf Erden, die keiner anderen gleicht, die allen überlegen ist
mit ihren Möglichkeiten, die Wahrheit zu lehren und das Gesetz Gottes zu verteidigen ... Mein
Bruder, wenn du lehrst, dass die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Babylon
ist, dann hast du Unrecht. — TM, 50.58.59 (1893)
Ein Schutz vor Täuschung
Während das Ende naht und die Aufgabe wächst, der Welt die letzte Warnungsbotschaft zu
verkündigen, wird es immer wichtiger für jene, die die gegenwärtige Wahrheit annehmen, ein
klares Verständnis für das Wesen und den Einfluss der Zeugnisse zu haben, die Gott in seiner
Vorsehung mit dem Werk der dritten Engelsbotschaft von Anbeginn an verbunden hat.
5T, 654 (1889)
Menschen mögen noch so viel Ränke schmieden, und der Feind wird versuchen, Menschen
von der Wahrheit wegzubringen, aber alle, die glauben, dass der Herr durch Schwester White
gesprochen und ihr eine Botschaft gegeben hat, werden sicher sein vor den vielen Täuschungen der letzten Tagen. — 3SM, 83.84 (1906)
Es werden Leute auftreten, die behaupten, sie hätten göttliche Eingebungen. Wenn Gott eindeutige Beweise dafür gibt, dass ihre Visionen von ihm gewirkt sind, dann solltet ihr auf sie
hören.
Glaubt ihnen aber nicht aus irgendwelchen anderen Gründen. Die Gefahr der Irreführung
wird in der Zukunft überall wachsen. — FG 2, 73 (1905)
Der „Markstein“ der biblischen Lehre
Im Lauf des Jahres 1844 geschahen gewaltige Ereignisse, eröffnete sich vor unseren erstaunten Augen doch die Reinigung des Heiligtums, die im Himmel stattfand; dies stand in engem
Zusammenhang mit Gottes Volk auf dieser Erde. Ebenso gab es die erste und zweite Engels botschaft und die dritte, die das Banner mit der Inschrift entrollte: „Die Gebote Gottes und
den Glauben an Jesus“.
Ein Markstein unter dieser Botschaft war der Tempel Gottes, wie er von seinem wahrheitsliebenden Volk im Himmel gesehen wurde, und die Bundeslade, die das Gesetz Gottes enthielt.
Das Licht des Sabbats im vierten Gebot ergoß seine kräftigen Strahlen auf den Pfad der Gesetzesübertreter. Ein alter Markstein biblischer Lehre besteht darin, dass die Gottlosen keine
Unsterblichkeit haben. Mir fällt nichts mehr ein, was noch zu den alten Marksteinen zu zählen
wäre. — CW, 30.31 (1889)
Ein einzigartiger Auftrag
Der Herr hat uns zu Hütern seines Gesetzes gemacht; er hat uns heilige und ewige Wahrheit
anvertraut, die an andere durch deutliche Warnungen, Tadel und Ermutigungen weitergegeben werden soll. — 5T, 381 (1885)
Siebenten-Tags-Adventisten sind von Gott als ein besonderes Volk auserwählt worden, abgesondert von der Welt. Mit dem gewaltigen Spaltkeil der Wahrheit hat er sie aus dem Steinbruch der Welt herausgebrochen und in Gemeinschaft mit ihm gebracht. Er hat sie zu seinen
Beauftragten gemacht und hat sie dazu berufen, Botschafter für ihn in dem letzten Werk der
Erlösung zu sein.
Der größte Reichtum der Wahrheit, der jemals Sterblichen anvertraut wurde, eindringliche
und ernste Warnungen, die den Menschen jemals von Gott geschickt wurden, sind ihnen anvertraut worden, um sie an die Welt weiterzugeben. — 7T, 138 (1902)
In einem ganz bestimmten Sinn sind Siebenten-Tags-Adventisten der Welt als Wächter und
Lichtträger gegeben. Ihnen ist die letzte Warnung für eine untergehende Welt anvertraut worden. Auf sie scheint das herrliche Licht vom Wort Gottes. Ihnen ist eine Aufgabe von größter
Wichtigkeit übertragen worden — die erste, zweite und dritte Engelsbotschaft zu verkündigen. Kein anderes Werk ist von solch großer Bedeutung. Sie dürfen sich deshalb von nichts
anderem ihre Aufmerksamkeit rauben lassen. — 9T, 19 (1909)
Organisation — warum?
Als wir zahlenmäßig immer mehr wurden, war es offensichtlich, dass wir ohne eine gewisse
Form der Organisation bald chaotische Zustände haben würden und das Werk nicht erfolgreich fortführen könnten. Um das Predigtamt unterstützen zu können, um das Werk in neuen
Gebieten zu fördern, um sowohl die Gemeinden wie auch das Predigtamt vor unwürdigen
Gliedern zu schützen, um Gemeindeeigentum zu halten und die Wahrheit in gedruckter Form
publizieren zu können und aus vielen anderen Gründen war eine Organisation
unumgänglich ...
Durch den Heiligen Geist wurden wir unterwiesen, dass Ordnung und Zucht in der Gemeinde
sein muss — dass Organisation unbedingt wichtig war. Im gesamten Universum sind Ordnung
und eine gewisse Systematik erkennbar. Ordnung ist das Gesetz des Himmels, und es sollte
das Gesetz von Gottes Volk auf Erden sein. — TM, 26 (1902)
Organisation — wie lange?
Wenn die Gemeinden nicht so organisiert sind, dass alles geordnet nach festen Regeln abläuft,
dann haben sie für die Zukunft nichts zu hoffen. — 1T, 270 (1862)
Wie würde Satan triumphieren, wenn es ihm gelänge, Einfluss in diesem Volk zu gewinnen
und das Werk gerade zu der Zeit durcheinanderzubringen, da straffe Organisation von entscheidender Bedeutung ist und sich darin als mächtig erweist, dass sie Scheinerweckungen
keinen Eingang gewährt und Forderungen zurückweist, die nicht vom Wort Gottes bestätigt
sind!
Wir wollen die Reihen festigen, damit es keinen Zusammenbruch des Systems von Organisation und Ordnung gibt, das in weiser und sorgfältiger Arbeit aufgebaut wurde. Keinen Raum
darf man aufrührerischen Elementen geben, die das Werk zu dieser Zeit unter ihre Kontrolle
bringen möchten.
Einige haben die Idee verbreitet, dass mit dem Näherrücken des Endes jedes Kind Gottes un abhängig von einer religiösen Organisation handeln wird. Aber ich bin vom Herrn belehrt
worden, dass es in diesem Werk keinen Platz dafür gibt, dass jeder einzelne unabhängig han delt.2 — 9T, 257.258 (1909)
Anstatt zu meinen, wir brauchten weniger Ordnung und Übereinstimmung bei der Arbeit, sollten wir gerade jetzt, da wir uns der letzten Krise nähern, mehr denn je darauf achten, dass
wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren. — 3SM, 26 (1892)
Mit Autorität ausgestattet
Gott hat seine Gemeinde mit besonderer Autorität und Macht ausgestattet, für deren Missachtung es keinerlei Rechtfertigung gibt. Wer es tut, verachtet damit die Stimme Gottes.
3T, 417 (1875)
Gott hat seiner Gemeinde die höchste Macht unter dem Himmel verliehen. Es ist die Stimme
Gottes in seinem vereinten Volk in der Gesamtheit der Gemeinde, die es zu respektieren gilt.
— 3T, 451 (1875)
Blind und schwach
Ich wurde in allem, was ich in Minneapolis gesagt hatte, bestätigt: dass nämlich eine Erneuerung durch die Gemeinden gehen müsse. Ein Werk der Erneuerung ist notwendig, denn geistliche Schwäche und Blindheit kennzeichneten die Menschen, die mit großem Licht und wertvollen Gelegenheiten und Vorzügen gesegnet waren. Mit der Absicht der Erneuerung waren
sie aus den großen Kirchen gekommen, aber jetzt spielen sie eine ähnliche Rolle wie die Kir chen selber.
Wir hofften, dass es nicht noch einmal notwendig sein würde, herauszugehen. 3 Während wir
uns bemühen werden, die „Einheit des Geistes“ im Band des Friedens zu wahren, werden wir
weder schriftlich noch mündlich davon ablassen, gegen Fanatismus und Frömmelei zu protestieren. — EGW ‘88, 356.357 (1889)
Christus sagt von denen, die sich ihrer Erkenntnis rühmen und doch nicht darin wandeln:
„Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als
euch. Und du, Kapernaum [Siebenten-Tags-Adventisten, die ein großes Licht erhalten haben],
die du in den Himmel erhoben bist [was deine Vorzüge betrifft], du wirst bis in die Hölle hinuntergestoßen werden. Denn wenn in Sodom die Taten geschehen wären, die in dir geschehen
sind, es stünde noch heutigen Tages.“ — RH 1.8.1893.4
Die Gemeinde ist im Zustand von Laodizea. Gott ist nicht in ihrer Mitte gegenwärtig.
1NL, 99 (1898)
Machtmissbrauch
Die Generalkonferenz selbst wird allmählich durch falsche Ansichten und Grundsätze verdorben ... Einige haben die ungerechterweise übervorteilt, von denen sie meinten, dass sie ihnen
unterstehen. Sie waren fest entschlossen, die Betreffenden zur Annahme ihrer Forderungen
zu zwingen; sie wollten das Regiment über sie führen oder aber sie zugrunde richten ...
Die anmaßende Macht, die sich mittlerweile entfaltet hat, als ob bestimmte Stellungen Menschen zu Göttern machen würden, macht mir angst und sollte uns alle alarmieren. Dieser
Machtmissbrauch ist ein Fluch, wo immer und durch wen immer er ausgeübt wird.
TM, 359-361 (1895)
Alles in allem sind zu viele gewichtige Verantwortungen einigen wenigen Männern anvertraut.
Manche davon machen Gott nicht zu ihrem Ratgeber. Was wissen sie davon, wo in der Außenmission der Schuh drückt und was dort erforderlich ist? Wie können sie über Fragen entschei den, die man an sie heranträgt? Selbst ohne Verzögerung müssten die Fragesteller in den
Missionsgebieten monatelang auf eine Antwort warten. — TM, 321 (1896)
Die in fernen Ländern arbeiten, tun nicht das, was nach ihrem eigenen Urteilsvermögen richtig ist, ohne zuerst in Battle Creek um Erlaubnis nachzusuchen. Ehe sie etwas unternehmen,
warten sie auf ein Ja oder Nein von dort. — SpT-A(9) 32 (1896)
Es ist nicht weise, einen einzigen Mann als Präsidenten der Generalkonferenz auszuwählen.
Das Werk der Generalkonferenz hat sich ausgeweitet, und einige Dinge sind unnötig kompliziert worden. Ein Mangel an Urteilskraft hat sich gezeigt. Das Feld sollte geteilt werden, oder
ein anderer Plan sollte ausgearbeitet werden, um die gegenwärtigen Verhältnisse zu ändern. 5
TM, 342 (1896)
Nicht mehr Stimme Gottes
Die Stimme von Battle Creek, die als Autorität betrachtet wurde, Rat zu geben, wie das Werk
geführt werden sollte, ist nicht länger die Stimme Gottes. — 17MR, 185 (1896)
Es ist schon einige Jahre her, dass ich die Generalkonferenz als die Stimme Gottes angesehen
habe. — 17MR, 216 (1898)
dass diese Männer an einem heiligen Platz stünden, um die Stimme Gottes für sein Volk zu
sein — das glaubten wir von der Generalkonferenz einmal, aber das ist nun vorbei.
GCB 3.4.1901, S. 25
Eine neue Gemeinschaft?
Du suchst Dir Abschnitte aus den „Zeugnissen“ heraus, die vom Ende der Gnadenzeit und von
der Sichtung unter Gottes Volk sprechen. Und Du behauptest, aus diesem Volk werde ein reineres, heiligeres Volk hervorgehen. Du tust dem Feind damit einen Gefallen ... Würden viele
Deine Ansichten übernehmen und entsprechend handeln und reden, dann würde es zu einer
so gewaltigen Welle von Fanatismus kommen, wie es sie kaum jemals unter Siebenten-TagsAdventisten gegeben hat. Das ist genau das, was Satan möchte. — FG 1, 189.190 (1890)
Gott hat Dich nicht beauftragt, die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten als Babylon
zu bezeichnen und die Gläubigen aufzufordern, sich von ihr zu trennen. Deine Argumente sind
nicht stichhaltig, zumal mir der Herr ganz eindeutig das Gegenteil von dem gezeigt hat, was
Du behauptest ...
Ich weiß, dass der Herr seine Gemeinde liebt, deshalb dürfen in ihr keine Spaltungen hervorgerufen werden. Wer auf solche Zwiespalt säenden Botschaften hört oder sie verbreitet, läuft
in die Irre, bringt andere auf den gleichen verderblichen Weg und steht schließlich vor dem
Nichts. — FG 2, 64.69.70 (1893)
Ich sage euch, meine Brüder, der Herr hat einen organisierten Leib, durch den er wirken
will ...
Wenn jemand sich vom Leib des Volkes Gottes, das seine Gebote hält, abwendet, wenn er an fängt, die Gemeinde mit seinen menschlichen Maßstäben zu messen und ein Urteil gegen sie
auszusprechen, dann dürft ihr wissen, dass Gott ihn nicht führt. Er ist auf dem Holzweg.
3SM, 17.18 (1893)
Gott bringt alles in Ordnung
Solange Gott an der Spitze steht, wird dies Werk erfolgreich sein. Wenn in der Leitung unserer Gemeinschaft Dinge nicht so laufen, wie es richtig wäre, bin ich dennoch unbesorgt, weil
Gott die Dinge zurechtrücken wird. Wir können darauf vertrauen, dass der Herr das Schiff
seiner Gemeinde sicher in den Hafen steuern wird. — FG 2, 400.401 (1892)
Hat Gott keine lebendige Gemeinde? Er hat eine Gemeinde, aber es ist die kämpfende Gemeinde, nicht die siegreiche Gemeinde. Wir bedauern, dass es unzulängliche Glieder gibt,
dass Unkraut unter dem Weizen wächst ...
Obwohl es Böses in der Gemeinde gibt und bis ans Ende der Welt geben wird, soll die Gemeinde in diesen letzten Tagen das Licht der Welt sein, die verdorben und durch die Sünde demoralisiert ist. Die Gemeinde, schwach und unvollkommen wie sie ist, hat Tadel, Warnung und
Rat nötig; und doch ist sie das einzige Ziel auf Erden, dem Christus höchste Aufmerksamkeit
schenkt. — TM, 45.49 (1893)
Satan und seine Mächte werden niemals triumphieren. Die Botschaft des dritten Engels wird
den Sieg erlangen. So wie der Fürst über das Heer des Herrn die Mauern von Jericho niederriss, so wird das Volk Gottes, das seine Gebote hält, triumphieren, und alle gegnerischen Elemente werden besiegt werden. — TM, 410 (1898)
Verantwortung teilen
Was wir jetzt haben wollen, ist eine Reorganisation. Wir möchten beim Fundament anfangen
und auf ein anderes Prinzip aufbauen ... Hier sind Männer, die an der Spitze unserer verschiedenen Institutionen, unserer schulischen Einrichtungen und der Vereinigungen in verschiedenen Orten und Staaten stehen. Sie alle sollen als Repräsentanten dastehen und sich zu Wort
melden, wenn es darum geht, Pläne zu legen. Es soll mehr als einen, zwei oder drei Männer
geben, um über das ganze weite Feld nachzudenken. Das Werk ist groß, und es gibt keinen
einzigen Menschen, der alleine planen kann, was getan werden muss ...
Nun möchte ich sagen, dass Gott keine autoritäre Macht in unsere Reihen gestellt hat, um
diesen oder jenen Zweig des Werkes zu kontrollieren. Das Werk ist sehr eingeschränkt worden durch die Versuche, in jeder Richtung Kontrolle auszuüben ... Eine Erneuerung, eine Reorganisation ist erforderlich. Kraft und Stärke muss in die Ausschüsse gebracht werden, die
notwendig sind.6 — GCB 3.4.1901, S.25,26
Neue Vereinigungen sollten gegründet werden. Es war nach Gottes Ordnung, dass der Verband in Australasien gegründet wurde ... Es ist nicht erforderlich, über Tausende von Meilen
hinweg in Battle Creek um Rat zu bitten und dann wochenlang auf Antwort zu warten. Wer an
Ort und Stelle ist, soll entscheiden, was getan werden soll. — GCB 5.4.1901, S.69,70
1901 — die Generalkonferenz reagiert
Wer, glaubt ihr wohl, ist unter uns, seit diese Konferenz begonnen hat? Wer hat die unangenehmen Begleiterscheinungen, die gewöhnlich bei solch einer Zusammenkunft auftreten,
ferngehalten? Wer ist in den Gängen dieses Bethauses auf und ab gegangen? Der Gott des
Himmels und seine Engel. Und sie kamen nicht hierher, um euch in Stücke zu reißen, sondern
um euch eine rechte, friedfertige Einstellung zu schenken. Sie sind unter uns gewesen, um
die Werke Gottes zu wirken, um die Mächte der Finsternis zurückzuhalten, damit das Werk,
das nach Gottes Bestimmung getan werden soll, nicht behindert wird. Die Engel Gottes haben
unter uns gewirkt ...
Ich war niemals mehr erstaunt in meinem Leben als darüber, wie sich die Dinge bei dieser Zu sammenkunft gewendet haben. Das ist nicht unser Verdienst. Gott hat es zustande gebracht.
Ich habe diesbezüglich eine Unterweisung erhalten, aber erst als das Ergebnis dieser Versammlung feststand, konnte ich sie verstehen. Gottes Engel sind in dieser Versammlung auf
und ab gegangen. Ich möchte, dass jeder von euch immer daran denkt. Außerdem erinnere
ich euch an die Aussage Gottes, dass er die Wunden seines Volkes heilen wird.
GCB 25.4.1901, S.463,464
Während der Generalkonferenz hat der Herr mächtig für sein Volk gekämpft. Jedesmal, wenn
ich an dieses Treffen denke, werde ich mit Ernst und Dankbarkeit erfüllt. Wir haben das einzigartige Wirken Gottes erfahren. Wir preisen seinen heiligen Namen, denn er hat seinem
Volk Befreiung gebracht. — RH 26.11.1901
Es war notwendig, Verbände zu organisieren, damit die Generalkonferenz nicht über die einzelnen Vereinigungen diktatorisch herrschen kann. Die Vollmacht, die der Generalkonferenz
verliehen ist, soll sich nicht auf einen, auf zwei oder sechs Männer konzentrieren; es soll
einen Ausschuss von Männern in den einzelnen Divisionen geben .7 — Ms26, 3.4.1903
Wiederhergestelltes Vertrauen in die Organisation
Wir wollen und können die von Gott errichteten Stützpfeiler unseres Glaubens nicht einfach
durch andere ersetzen. Und dem Verlangen nach einer neuen Organisation nachzugeben,
würde auf die Abkehr von der Wahrheit hinauslaufen. — FG 2, 400 (1905)
Gott hat mich beauftragt, den Adventgläubigen in aller Welt zu beteuern, dass wir für ihn ein
wertvoller Schatz sind. Er hat seine Gemeinde auf Erden dazu ausersehen, bis zum Ende der
Zeit in Übereinstimmung mit seinem Geist und seinen Weisungen zu bleiben.
FG 2, 408 (1908)
Es gab Zeiten, als eine kleine Gruppe von Männern, denen die ganze Verwaltung des Werkes
anvertraut war, im Namen der Generalkonferenz danach trachtete, unkluge Pläne zur Eingrenzung des Werkes Gottes auszuführen; damals sagte ich, dass ich die Stimme der Generalkonferenz, die durch diese wenigen Männer repräsentiert wurde, nicht länger als die Stimme
Gottes betrachten kann. Das heißt aber nicht, dass die Entscheidungen einer Generalkonferenz, die sich aus einer Versammlung rechtmäßig berufener, repräsentativer Männer aus allen
Teilen des Feldes zusammensetzt, nicht respektiert werden sollte.
Gott hat angeordnet, dass die Vertreter seiner Gemeinde aus allen Teilen der Erde Vollmacht
haben sollen, wenn sie auf einer Generalkonferenz versammelt sind. Manche stehen allerdings in der Gefahr, folgenden Irrtum zu begehen: sie könnten der Meinung und dem Urteil
eines einzigen Mannes oder einer kleinen Gruppe von Männern das ganze Maß an Autorität
und Einfluss zubilligen, das Gott in seiner Gemeinde dem Urteil und der Stimme der zur Generalkonferenz versammelten Delegierten verliehen hat, um für das Gedeihen und den Fortschritt seines Werkes zu planen. — 9T, 260.261 (1909)
Gott hat seine Gemeinde mit besonderer Autorität und Vollmacht ausgerüstet, die zu mißachten und geringzuschätzen niemand berechtigt ist. Wer das tut, verachtet die Stimme Gottes.
— WA, 162 (1911)
Es macht mir Mut, und ich empfinde es als Segen, sehen zu dürfen, dass der Gott Israels sein
Volk weiterhin führt und dass er bei ihm sein wird bis zum Ende hin. 8 — 2SM, 406 (1913)
Eine Erklärung von W. C. White
Ich sagte ihr [Mrs. Lida Scott], wie Mutter die Erfahrung der Gemeinde der Übrigen einschätzte und dass sie ausdrücklich erklärte, Gott würde es niemals zulassen, dass diese Glaubensgemeinschaft so völlig abfallen würde, dass daraus eine andere Gemeinde hervorginge.
— W. C. White an E. E. Andross, 23.5.1915, White Estate Korrespondenzsammlung
„So hätte es sein können“
Einmal saß ich gegen Mittag da und schrieb auf, was auf der letzten Generalkonferenz [1901]
hätte erreicht werden können, wenn befolgt hätten. Die großes Licht hatten, sind nicht in diesem Licht gewandelt. Die Versammlungen waren zu Ende, und der Durchbruch war nicht geschehen. Männer demütigten sich nicht vor dem Herrn, wie sie es hätten tun sollen, und der
Heilige Geist wurdenicht ausgegossen. Als ich so weit geschrieben hatte, verlor ich das Bewusstsein, und mir schien, als erlebte ich die Vorgänge in Battle Creek.
Wir waren im großen Saal des Tabernakels versammelt. Ein Gebet wurde gesprochen, ein
Lied gesungen, dann kam noch ein Gebet. Es war ein tiefernstes Flehen zu Gott. Die Versammlung stand ganz klar unter der Gegenwart des Heiligen Geistes … Keiner schien zu stolz
zu sein, um aus vollem Herzen ein Bekenntnis abzulegen, und die einflussreichen Männer gingen hier mit gutem Beispiel voran, obwohl sie vorher nicht den Mut gehabt hatten, ihre Sün den zu bekennen.
Es herrschte eine große Freude, wie man sie nie zuvor in diesem Gebetshaus erlebt hatte.
Dann kam ich wieder zum Bewusstsein und eine ganze Zeitlang konnte ich mich nicht erinnern, wo ich war. Mein Schreibzeug hatte ich immer noch in der Hand. Dann hörte ich die
Worte: „So hätte es sein können. Der Herr wartete darauf, all dies für sein Volk zu tun. Der
ganze Himmel wartete darauf, sich seinem Volk gnädig zu zeigen.“ Ich musste daran denken,
wo wir hätten sein können, wenn auf der letzten Generalkonferenz gründliche Arbeit geleistet
worden wäre. — 8T, 104-106 (5.1.1903)
Tief beeindruckt war ich von Szenen, die ich neulich während der Nacht sah. Eine große Bewegung — ein Werk der Erweckung — schien an vielen Orten stattzufinden. Unsere Leute fanden sich einmütig zusammen und antworteten so auf Gottes Ruf.9 — TM, 515 (1913)
Gott hat noch Geduld
Die Gemeinde hat versagt, traurig versagt; sie hat die Erwartungen ihres Erlösers nicht erfüllt, und doch zieht sich der Herr nicht von seinem Volk zurück. Er trägt es immer noch in
Geduld, nicht weil er irgend etwas Gutes an ihm finden würde, sondern damit sein Name
nicht vor den Feinden der Wahrheit und Gerechtigkeit können, Gottes Volk vernichtet zu haben.
Lange hat er die Glieder seines Volkes mit ihrer Widerspenstigkeit getragen, ihrem Unglauben und törichten Verhalten. Mit Geduld und Mitleid hat er sie zurechtgewiesen. Wenn sie seine Weisung befolgen, wird er ihr verkehrtes Streben hinweg nehmen, sie mit einer ewigen Er lösung erretten und sie zu bleibenden Zeichen der Macht seiner Gnade machen.
ST, 13.11.1901
Wir sollten nicht vergessen, dass es für Christus in dieser Welt nichts Wichtigeres gibt als die
Gemeinde, wie fehlerhaft und unvollkommen sie auch sein mag. Er wendet ihr seine ganze
Fürsorge zu und stärkt sie immer wieder durch seinen Geist. — FG 2, 407 (1902)
Gott braucht treue Diener
Der Herr Jesus wird immer ein auserwähltes Volk haben, das ihm dienen soll. Als das jüdische
Volk Christus zurückwies, den Fürsten des Lebens, nahm er von ihnen das Reich Gottes und
gab es den Heiden. Gott wird in jedem Zweig seines Werkes weiterhin nach diesem Grundsatz
arbeiten.
Wenn sich eine Gemeinde dem Wort des Herrn gegenüber als untreu erweist, kann der Herr
nicht länger mit ihr arbeiten — was immer ihre Stellung auch sein mag, wie hoch und heilig
ihre Berufung auch sein mag. Andere werden dann dafür auserwählt, wichtige Verantwortung
zu übernehmen. Aber wenn diese wiederum nicht ihr Leben von allem falschen Handeln reinigen, wenn sie nicht reine und heilige Grundsätze in ihren Reihen aufstellen, dann wird der
Herr sie schrecklich heimsuchen und demütigen, und wenn sie nicht Buße tun, wird er sie von
ihrer Stellung wegnehmen und der Verachtung preisgeben. — 14MR 102 (1903)
Nach dem verliehenen Licht beurteilt
Auf der göttlichen Waage soll die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten gewogen werden. Sie wird nach den Vorteilen und Vorzügen beurteilt, die sie gehabt hat. Wenn ihre geistliche Erfahrung nicht den Vorzügen entspricht, die Christus ihr zu einem unermesslichen Preis
hat zukommen lassen, wenn die Segnungen, die ihr zuflossen, sie nicht dazu befähigt haben,
das ihr aufgetragene Werk auszuführen, dann wird über sie das Urteil gesprochen werden:
„Zu leicht befunden“. Nach dem verliehenen Licht, den gegebenen Möglichkeiten, wird sie beurteilt werden ...
Die Zerstörung hochgeschätzter Einrichtungen, einst für den Dienst am Menschen gegründet,10 ist eine ernste Mahnung: „So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße
und tue die ersten Werke!“ (Offenbarung 2,5) …
Wenn die Gemeinde, die zur Zeit von ihrem eigenen Rückfall durchsäuert wird, nicht Buße tut
und sich bekehrt, wird sie die Frucht ihres Tuns bis zum Abscheu essen müssen. Wenn sie
dem Bösen widersteht und sich für das Gute entscheidet, wenn sie Gott in aller Demut sucht
und ihrer hohen Berufung in Christus nachstrebt, wenn sie auf dem Grund ewiger Wahrheit
steht und im Glauben sich nach den Zielen streckt, die schon für sie bereitgehalten werden,
dann wird sie geheilt werden. Sie wird in ihrer gottgegebenen Einfachheit und Reinheit erscheinen, fern von irdischen Verstrickungen, und zeigen, dass die Wahrheit sie wirklich frei
gemacht hat. Dann werden ihre Glieder tatsächlich die Auserwählten Gottes, seine Vertreter
sein. — 8T, 247-251 (21.4.1903)
Israels Geschichte — eine Warnung
In diesen letzten Tagen wird Gottes Volk genau den gleichen Gefahren ausgesetzt sein wie damals das Volk Israel. Wer nicht die Warnungen Gottes annimmt, wird in die gleichen gefährlichen Situationen geraten und wird durch seinen Unglauben nicht in die Ruhe eingehen. Das
alte Israel erlebte Katastrophen, weil die Herzen der Menschen nicht geheiligt waren und ihr
Wille nicht Gott unterstellt. dass sie schließlich als Nation verworfen wurden, war das Ergebnis ihres eigenen Unglaubens; sie hatten auf sich selbst vertraut, waren verstockt, verblendet
und hartherzig. „Seht zu ..., dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott ... Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die
Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten.“ (Hebräer 3,12.14) — Brief 30, 1895
Eine vollkommene Gemeinde?
Die kämpfende Gemeinde ist nicht die siegreiche Gemeinde, und die Erde ist nicht der Himmel. Die Gemeinde besteht aus irrenden, unvollkommenen Männern und Frauen, die zunächst
in werden — für dieses und für das ewige Leben. — ST 4.1.1883
Manche Menschen meinen, wenn sie sich der Gemeinde anschließen, würden alle ihre Erwartungen in Erfüllung gehen und sie hätten es nur mit reinen und vollkommenen Mitmenschen
zu tun. Sie sind Eiferer im Glauben, und wenn sie bei Gemeindegliedern Fehler sehen, sagen
sie: „Wir haben die Welt verlassen, um nichts zu tun zu haben mit schlechten Charakteren,
aber hier gibt es auch Böses“; und wie die Knechte im Gleichnis fragen sie: „Wo kommt das
Unkraut her?“ Aber wir brauchen nicht enttäuscht zu sein, denn der Herr hat uns nicht zu der
Annahme ermächtigt, dass die Gemeinde vollkommen ist; wir können es noch so eifrig versuchen, es wird uns nicht gelingen, die kämpfende Gemeinde so rein zu machen wie die triumphierende Gemeinde. — TM, 47 (1893)
Treu und christusähnlich: die triumphierende Gemeinde
Das Werk wird bald zum Abschluss kommen. Die Glieder der kämpfenden Gemeinde, die sich
als treu erwiesen haben, werden die triumphierende Gemeinde bilden. — Ev, 707 (1892)
Das Leben Christi war geprägt von der Liebe Gottes, und es war sein großer Wunsch, diese
Liebe anderen in reichlichem Maße zukommen zu lassen. Er war voller Mitgefühl für andere
Menschen, und sein ganzes Wesen strahlte Güte, Bescheidenheit, Wahrheit und Liebe aus. Jedes Glied seiner kämpfenden Gemeinde ist bestrebt, die gleichen Eigenschaften aufzuweisen,
wenn es in die triumphierende Gemeinde eingehen will. — FE, 179 (1891)
1 Das Buch der Offenbarung rückt zwei Gruppen von Gottes Volk in den Blickpunkt: die sichtbaren Übrigen (12,17) und „mein Volk“ in Babylon (18,4). Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der ersten Gruppe,
auf die zweite wird im Kapitel 14, „Der laute Ruf“, eingegangen.
2 Aus dem Manuskript, das vor den Delegierten bei der Sitzung der Generalkonferenz am 30. Mai 1909
in Washington D.C. vorgelesen wurde.
3 Dies ist die einzige bekannte Äußerung aus der Feder von Ellen White, die darauf hinweist, dass sie
das Vertrauen in die Organisation der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten verloren haben
könnte. Der Zweifel, den sie hier äußerte, wurde in den ihr verbleibenden 26 Jahren ihres Lebens nicht
wiederholt.
4 (Nach Matthäus 11,22.23.) Die Kommentare in eckigen Klammern sind von Ellen White.
5 Die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten wurde 1863 mit 3500 Gliedern organisiert; sie hatte
ein halbes Dutzend örtliche Vereinigungen, ungefähr dreißig Mitarbeiter im Predigtamt und einen Gene ralkonferenzausschuss mit drei Mitgliedern. Der Präsident der Generalkonferenz war ohne weiteres in
der Lage, die Führung und Beratung auszuüben, wie sie eine so kleine Organisation erforderte. Er konn te persönlich jedes wichtige Treffen besuchen und darüber hinaus allem, was mit dem Verlagswesen zu sammenhing, seine persönliche Aufmerksamkeit widmen. Bis 1896 hatte das Werk der Gemeinschaft jedoch in den Vereinigten Staaten stark expandiert und sich nach Europa, Australien und Afrika ausge dehnt. Einem einzigen Mann war es nicht länger möglich, einem solch weitverbreiteten Werk angemes sene Leitung und Führung zukommen zu lassen. Ellen White drängte auf eine Teilung des Feldes, damit
unsere Gemeindeglieder auf der ganzen Welt nicht nur von einem einzigen Mann Rat und Unterstützung
erwarteten. Dem wurde entsprochen, indem man Verbände und Divisionen gründete.
6 Aus Ellen Whites Eröffnungsansprache bei der Sitzung der Generalkonferenz in Battle Creek am
2.4.1901
7 Für weitere Informationen hinsichtlich der organisatorischen Veränderungen anlässlich der Generalkonferenz von 1901 siehe „Seventh-day-Adventist Encyclopedia“ (Band 10 der „Commentary Reference
Series“), rev. Ausgabe, S. 1050— 1053.
8 Aus Ellen Whites letzter Botschaft an die Siebenten-Tags-Adventisten anlässlich der Sitzung der Gene ralkonferenz. Diese mutmachenden Worte wurden den Teilnehmern der Sitzung vom Präsidenten der
Generalkonferenz, A. G. Daniells, am 27. Mai 1913 vorgelesen.
9 Aus Ellen Whites erster Botschaft an die Sitzung der Generalkonferenz von 1913.
10 Das Krankenhaus in Battle Creek, die größte und bekannteste adventistische Einrichtung auf der
ganzen Welt, brannte am 18. Februar 1902 bis auf die Grundmauern nieder. Kurz danach, am 30. Dezember 1902, wurde auch das Verlagshaus „Review and Herald“ ebenfalls durch Feuer zerstört.
Moral und Werte
Nora Bach
Dass Moral und Werte in unserer Gesellschaft immer mehr vernachlässigt werden, ist schon
lange kein Geheimnis mehr. Dass dies aber auch auf solche zutrifft, die sich als Christen bezeichnen, ist dagegen ein sehr viel ernsteres Thema! Immer wieder begegne ich Menschen,
die von sich sagen, dass sie an Jesus Christus glauben. Sie erklären, dass Jesus ihr Retter sei.
Doch mit ihrem Lebenswandel geben sie zu erkennen, dass sie sich nur nach ihren eigenen
Vergnügungen richten und dass Gottes Vergebung für sie ein Freifahrtschein zum Sündigen
darstellt.
Für solche Menschen ist der Glaube an Jesus Christus eine rein theoretische Sache, völlig unabhängig von dem, wie sie ihr Leben gestalten. Sie vertrauen auf ihre Gemeindezugehörigkeit, auf ihre Stellung innerhalb der christlichen Gemeinschaft oder darauf, dass sie sich haben taufen lassen und sie glauben, dass diese Dinge ihnen ganz sicher die Tür zum Himmel
öffnen würden. Es ist erstaunlich, dass solch eine Lebensweise unter Christen so verbreitet
ist, wo uns die Bibel doch ganz deutlich etwas anderes predigt.
Wenn ich die Bibel lese, dann begegnet mir ein Gott, der vollkommen heilig und gerecht ist.
Und diese Heiligkeit und Gerechtigkeit, die Gottes Wesen entspringt, muss auch diejenigen
kennzeichnen, die sich seine Kinder nennen (vgl. 1. Petrus 1:16ff.). Gott kann und wird niemals mit weniger zufrieden sein. Aus diesem Grund hat Er auch seinen Sohn Jesus Christus
gesandt, damit dieser an unserer Stelle ein Leben in Gerechtigkeit lebt, das wir von uns aus
nicht hätten führen können, und Er hat an unserer Stelle die Strafe für unsere Ungerechtigkeit getragen, damit wir, die wir Ihm vertrauen, von Gottes gerechtem Zorn befreit sind. Doch
Gott tat noch mehr als das. Er schenkte allen wahren Gläubigen seinen Heiligen Geist, um sie
zu einem Leben zu befähigen, durch das Gott geehrt wird.
Um seinem Volk sein heiliges Wesen zu offenbaren, hat Gott ihm im Alten Testament das Gesetz und die Zehn Gebote gegeben. Damit sollten dem Volk zum einen Gottes Vollkommenheit
und Seine Forderungen vor Augen
Stehen, und zum anderen sollte es seine eigene Unvollkommenheit erkennen, durch die ihm
die Gemeinschaft mit Gott eigentlich unerreichbar war. In seiner Bergpredigt greift Jesus diese Gebote auf, um den Menschen
wieder neu bewusst zu machen, dass es Gott nicht um äußere Handlungen, sondern um das
Innerste, das Herz des Menschen geht. Jesus macht deutlich, dass Ehebruch schon durch den
Wunsch im Herzen beginnt und bereits dort ein Mord geschieht, wo ein Mensch seinen
Nächsten hasst. Gottes Gebote stellen für alle Menschen einen verbindlichen Maßstab dar,
während das übrige Gesetz speziell an das Bundesvolk Israel gerichtet war.
Dieses Gesetz betraf sowohl das gesamte Volk als auch den Einzelnen. Es beinhaltete Vorschriften für das Familien- und Eheleben sowie für den Handel, Speisevorschriften und vieles
mehr. Der Zweck dieses Gesetzes war, dass Israel sich als Gottes auserwähltes Volk in all sei nem Handeln der Gegenwart und Leitung Gottes bewusst war und sich Ihm in allen Dingen
unterordnete. Was für das Volk Gottes damals galt, gilt in gleicher Weise auch uns heutigen
Kindern Gottes.
Im 14. Kapitel des Römerbriefes gibt uns Paulus drei Kriterien, an denen wir unsere Handlun gen messen können:
1) Nützt oder schadet es mir?
2) Nützt es oder schadet es meinen Glaubensgeschwistern?
3) Dient es zur Verherrlichung Gottes?
Diese drei Kriterien sind eine sehr gute Hilfe für unser Leben – ganz besonders dann, wenn
wir in bestimmten Fällen unsicher sind. In zwei weiteren Briefen fordert Paulus uns auf:
»Ob ihr esst oder trinkt oder was auch immer ihr tut, das tut zur Ehre Gottes«
(1. Korinther 10:31),
und:
»Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut im Namen des Herrn Jesus«
(Kolosser 3:17).
Wie sehr würde sich unser Leben ändern, wenn wir uns bloß nach diesen beiden Prinzipien
richten würden. Jede Handlung, jedes Wort, das aus unserem Mund kommt, alles würde dazu
dienen, dass wir Jesus Christus ehren!
Es ist sehr leicht, diese Prinzipien als unerreichbares Ideal abzutun. Richtig ist, dass wir sie
niemals aus eigener Kraft erreichen können; doch wenn Christus uns die Kraft dazu gibt – und
weshalb sollte Er das nicht tun? – dann wird das Unmögliche möglich!
Während wir über diese Wahrheiten nachdenken, sollte uns immer mehr bewusst werden, wie
wichtig das Studieren der Bibel ist, um eins zu werden mit Gottes Wort und seinen Verheißungen. Es muss auf uns wirken, damit es unser Reden, Denken und Handeln bestimmt! Auf diese
Weise werden wir immer wieder ins Staunen geraten über Gott und seine Wege und es wird
auch dazu führen, dass der Heilige Geist uns durch Gottes Wort die Kraft zu einem Leben
schenkt, das Gott gefällt.
Wenn Jesus Christus in unserem Leben, mit all seinen Bedürfnissen, Wünschen und Gedanken, im Mittelpunkt steht, wird Gott uns zu einem sichtbaren Zeugnis seiner Macht für die
Menschen in unserer Umgebung machen. Was wird wohl geschehen, wenn die Menschen, die
dich kennen, sich dein Leben zum Vorbild machen? Werden sie ein Leben führen, an dem Gott
Freude hat? Wenn wir uns diese Frage stellen, kann die Antwort darauf uns helfen, zu erken nen, worauf unser Leben ausgerichtet ist.
Dasselbe Anliegen schien auch der Psalmist auf dem Herzen zu haben, als er schrieb:
»Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige«
(Psalm 119:11).
Bitten wir Gott um die Gnade, Sein Wort in unseren Herzen zu bewahren – sowohl sein geschriebenes Wort als auch sein Mensch gewordenes: Jesus Christus – damit wir nicht gegen
Ihn sündigen.
Tradition: Solange wir aufrichtig
sind, sind wir sicher
Wahrheit:
Aufrichtigkeit genügt
nicht
Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade
erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes. Spr 14,12 Elb.
Unwissenheit ist keine Entschuldigung für Irrtum oder Sünde, wenn man jede Gelegenheit
hat, Gottes Willen zu erkennen. Ein Wanderer kommt an eine Gabelung mit einem Wegweiser.
Lässt er ihn außer acht und schlägt den Weg ein, der ihm der rechte zu sein scheint, so wird
er sich, mag er noch so aufrichtig sein, doch höchstwahrscheinlich auf dem verkehrten Weg
befinden. GC 597,598 (GK 598)
Vergessen wir nicht, dass der reiche Jüngling, Nikodemus, die törichten Jungfrauen,
der Mann ohne Hochzeitskleid und die Lauwarmen alle ehrlich waren und glaubten,
sie seien gerecht.
Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach Erkenntnis. Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Röm 10,1.2 Elb.
Um die Gerechtigkeit Christi haben zu können, müssen wir täglich durch den Einfluss des
Heiligen Geistes verwandelt werden, ein Teilhaber der göttlichen Natur sein. Es ist das Werk
des Heiligen Geistes, den Geschmack zu verfeinern, das Herz zu heiligen, den ganzen Men schen zu veredeln. 1SM 374 (ABl 395)
Viele, die vorgeben, Christus nachzufolgen, haben keine echte Religion. Sie offenbaren nicht die Frucht wahrer Bekehrung in ihrem Leben. Sie werden von denselben Gewohnheiten beherrscht, demselben Geist des Nörgelns und der Selbstsucht, die sie beherrschten,
bevor sie Christus annahmen. Niemand kann die Stadt Gottes betreten, der nicht über
eine Erkenntnis wahrer Bekehrung verfügt. In der wahren Bekehrung wird der Mensch
von neuem geboren. Ein neuer Geist ergreift Besitz™ vom Seelentempel. Ein neues Leben beginnt. Christus wird im Charakter offenbart. RH, 30.07.1901
„Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen,
siehe, es ist alles neu geworden!" (2.Kor 5,17; Lut 1912)
Was im Charakter anstößig war, wird aus der Seele gereinigt durch die Liebe Jesu. Alle Selbstsucht wird ausgestoßen, aller Neid, alle Verleumdung ausgerottet und eine radikale Verwandlung im Herzen bewirkt. RH, 22.07.1890
Wir sollten wissen, was wir tun müssen, um gerettet zu werden ... Wir müssen die Bedingungen erfüllen, die in Gottes Wort aufgezeichnet sind, oder in unseren Sünden ster ben. Nur wenn wir wissen, welche moralischen Veränderungen durch die Gnade Christi in unseren Charakteren geschehen müssen, können wir für die himmlischen Wohnungen tauglich
gemacht werden. 5T 535 (Z5 563,564)
Niemand lasse sich auf die für das natürliche Herz so angenehme Täuschung ein, dass Gott
Ehrlichkeit annehmen werde, ganz gleich welcher Art der Glaube sein mag und wie unvollkommen das Leben. Gott fordert vollkommenen Gehorsam von seinem Kind. Um die Forderungen des Gesetzes zu erfüllen, muss unser Glaube die Gerechtigkeit Christi ergreifen und sie
als unsere Gerechtigkeit annehmen. Durch die Vereinigung mit Christus, durch die Annahme
seiner Gerechtigkeit durch den Glauben können wir befähigt werden, die Werke Gottes zu
tun, Mitarbeiter Christi zu sein. ISM 374 (Abl 394,395)
Paulus war gewissenhaft, als er die frühen Christen verfolgte, aber sein gewissenhafter Eifer
heiligte seine Handlungen nicht und brachte ihm Gottes Gunst nicht ein. Er glaubte, Gott zu
dienen. Aber „wer auf sein Herz vertraut, der ist ein Tor". (Spr 28,26 Elb.) Wir müssen unser
Gewissen am Wort Gottes prüfen. RH, 10.02.1891
Eva glaubte Satans Worten wirklich, aber dieser Glaube bewahrte sie nicht vor der Strafe der
Sünde. Den Worten Gottes schenkte sie keinen Glauben und kam dadurch zu Fall. Im Gericht
werden Menschen nicht deshalb verdammt werden, weil sie eine Lüge für glaubwürdig hielten, sondern weil sie der Wahrheit keinen Glauben schenkten und die Gelegenheit
versäumten, zu erfahren, was Wahrheit ist. PP 55 (PP 32)
"Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis“. Hos 4,6 Wenn doch Menschen das Wort
Gottes nur mit ernstem Gebet studieren würden, um es zu verstehen, würden sie nicht in
Finsternis belassen und falsche Lehren annehmen. Aber weil sie die Wahrheit verwerfen, fallen sie der Täuschung zum Opfer. GC 524 (GK 527)
Wer Gelegenheit hat, die Wahrheit zu hören, sich jedoch keine Mühe gibt, sie zu hören oder
zu verstehen, in der Meinung, er sei nicht verantwortlich, solange er sie nicht höre, wird vor
Gott ebenso schuldig gesprochen, als hätte er die Wahrheit gehört und verworfen. Es wird
keine Entschuldigung für jene geben, die sich entscheiden, im Irrtum zu wandeln, wenn sie
verstehen könnten, was Wahrheit ist. In seinen Leiden und seinem Tod hat Jesus für alle unwissentlichen Sünden gesühnt. Für willentliche Blindheit aber sind keine Vorkehrungen getroffen. 5BC 1145 (BK 332)
Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde;
nun aber können sie nichts vorwenden, um ihre Sünde zu entschuldigen. Joh 15,22
Jesus steht vor der Lade und legt seine letzte Fürsprache für alle ein, für die noch Gnadenzeit
ist, und für solche, die unwissentlich das Gesetz Gottes übertreten haben. Diese Versöhnung geschieht sowohl für die gerechten Toten als auch für die lebenden Gerechten. Sie
schließt alle ein, die im Vertrauen auf Christus starben, die aber, da sie das Licht über Gottes
Gebote nicht empfangen hatten, unwissentlich sündigten, indem sie ihre Vorschriften übertraten. Nachdem Jesus die Tür zum Allerheiligsten geöffnet hatte, wurde das Licht über den Sabbat erkannt und das Volk Gottes wurde geprüft, wie die Kinder Israel vor Alters, um zu sehen,
ob sie das Gesetz Gottes halten würden. EW 254 (EG 246)
Der Engel sagte: „Wenn Licht kommt und dieses Licht wird verworfen und abgelehnt, folgt die
Verurteilung und das Missfallen Gottes; bevor aber das Licht kommt, gibt es keine Sünde, weil
kein Licht vorhanden ist, das sie ablehnen könnten." IT 116
Menschen werden nicht für Erkenntnis gerichtet werden, die sie nie gehabt haben. Jene aber,
die den Sonntag halten und deren Aufmerksamkeit auf diesen Irrtum gelenkt wurde, die ihre
Augen aber nicht öffnen wollen, um die Wunder am Gesetz zu sehen (s. Ps I 19,18), werden
nach den Licht gerichtet, das ihnen schien. 5BC I 145 (BK 333)
Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde. Jak 4,17
Niemand, der das vierte Gebot missachtet, nachdem er über die Ansprüche des Sabbats unterrichtet worden ist, kann als schuldlos gelten vor Gott. 4T 247 (Schl 454)
Tradition: Heiligung bedeutet, andauernd zu versuchen, unsere Sünden zu überwinden
Wahrheit: Heiligung bedeutet, frei von Sünde zu leben
'Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als
eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben´. Kor 6,22.23 Schlachter
Was ist Heiligung? Sich ganz und rückhaltlos Gott hingeben - . Seele, Körper und Geist; gerecht handeln; Barmherzigkeit lieben und demütig wandeln mit Gott; den Willen Gottes kennen und tun, ohne Rücksicht auf sich selbst und eigenes Interesse; in himmlischen Bahnen
denken, rein sein, selbstlos, heil ig und fleckenlos. OHC 212
Jetzt aber, von der Sünde frei gemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure
Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben. Rom 6,22 Rev. Elb.
Heiligung ist ein Zustand der Heiligkeit, außen und innen: Heilig und rückhaltlos dem
Herrn gehören, nicht formal, sondern wirklich. Jede Unreinheit der Gedanken, jede lustvolle
Leidenschaft trennt die Seele von Gott; denn Jesus kann niemals sein Kleid der Gerechtigkeit
einem Sünder anziehen, um dessen Verderbtheit zu verstecken. OHC 214
Biblische Heiligung ist unbedingter Gehorsam gegenüber den Forderungen Gottes. Christus starb nicht, um irgendjemanden in der Verderbnis der Sünde zu retten. Er kam, um „sein
Volk von ihren Sünden zu erretten" (Mt 1,21 Elb.), damit „die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird" (Röm 8,4 Rev. Elb.) in seinen Nachfolgern. ST, 10.02.1888
Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam
geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr Ubergeben worden seid. Frei gemacht
aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.
Rom 6,17.18 Rev. Elb.
Wahre Heiligung ist nicht mehr und nicht weniger als Gott zu lieben von ganzem Herzen, in
seinen Geboten und Anweisungen untadelig zu wandeln. Heiligung ist kein Gefühl, sondern ein Prinzip vom Himmel, das alle Leidenschaften und Wünsche unter die Steuerung von Gottes Geist bringt. Dieses Werk wird durch unseren Herrn und Heiland getan.
FW 87
Das christliche Leben ist ein Leben täglicher Übergabe, ein Leben des Gehorsams und beständigen Überwindens. 4BC 1154 (BK 203)
Heiligung ist nicht das Werk eines Augenblicks, einer Stunde oder eines Tages, sondern der
ganzen Lebenszeit. Sie wird nicht erlangt durch einen Höhenflug der Gefühle, sondern ist die
Folge eines ständigen Absterbens der Sünde gegenüber und eines beständigen Lebens
für Christus. Vergehen können nicht in Ordnung gebracht noch Umgestaltungen im Charakter bewirkt werden durch schwache, gelegentliche Bemühungen. Nur durch lange, beharrliche Anstrengung, äußerste Disziplin und harten Kampf werden wir überwinden Wir wissen an
einem Tag nicht, wie schwer der Kampf am nächsten sein wird. Solange Satan regiert, werden
wir unser Ich bändigen und Sünden, die uns fortwährend bedrängen, überwinden. Solange
unser Leben währt, wird es keinen Haltepunkt geben, kein Ziel, das wir erreichen und sagen
könnten: Ich habe das Endziel erreicht! Heiligung ist die Folge lebenslangen Gehorsams.
AA 560,561 (WA 558)
Das Befolgen aller Gebote Gottes ist das einzig wahre Zeichen der Heiligung. Ungehorsam ist das Zeichen der Untreue und des Abfalls. 7BC 908 (BK 446)
"Als Kinder des Gehorsams, passt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer
Unwissenheit herrschten, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid
auch ihr im ganzen Wandel heilig. I.Petr 1,14.15
Wahre Heiligkeit bedeutet, ganz in Gottes Dienst zu stehen. Von dieser Beschaffenheit ist
das wahre christliche Leben. Christus bittet um eine völlige Hingabe und einen ungeteilten
Dienst. Er verlangt das Herz, den Verstand, die Seele, die Kraft. Das Ich soll nicht gehegt werden. Wer sich selbst lebt, ist kein Christ. COL 48,49 (CGI 26)
Das Ich muss gebändigt und im Zaum gehalten werden. 2T 163
So lange wir leben, werden wir durch unsere ererbten und gehegten Charakterzüge
und Schwächen versucht werden, durch unsere Appetite und Leidenschaften, durch
die Umstände und durch den Teufel. Aber jeden Tag können wir siegen durch Christi
Kraft.
Durch den Erlösungsplan hat Gott einen Weg bereitet, um jeden sündhaften Charakterzug zu
unterwerfen und jeder Versuchung zu widerstehen, wie stark sie auch sein mag. 1SM 82 (ABl
86)
Christus hat gesagt: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen
Thron." (Offb 3,21) Überwindest du oder wirst du überwunden durch deine eigenen Lüste, Appetite und Leidenschaften? 5T 511 (Z5 539)
Wenn wir überwinden wollen, besteht die einzige Hoffnung für uns darin, unseren Willen mit
Gottes Willen zu vereinen und in Zusammenarbeit mit ihm zu wirken, Stunde um Stunde und
Tag um Tag ... Der Kampf, den wir führen müssen, ist der „gute Kampf des Glaubens" (l.Tim
6,12). „Worum ich mich auch bemühe", sagt der Apostel Paulus, „und kämpfend ringe gemäß
seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft" (Kol 1,29 Rev. Elb.). MB 143,144 (BL 118)
In diesem Kampf gibt es kein Ausruhen; die Bemühung muss beständig und ausdauernd sein.
8T 313 (Z8 312)
Vom Kreuz bis zur Krone muss ernsthafte Arbeit geleistet werden. Es gilt mit innen angelegter' Sünde zu ringen und gegen äußeres Unrecht zu kämpfen. RH, 29.11.1887
Jeden Tag muss er sich Gott aufs Neue weihen und mit dem Bösen kämpfen. Alte Gewohnheiten und ererbte Neigungen zum Bösen werden um die Herrschaft streiten. Stets soll er vor
diesen auf der Hut sein und sich bemühen, in der Kraft Christi zu siegen.
AA 477 (WA 472)
Niemand ist ein lebendiger Christ, wenn er nicht eine tägliche Erfahrung in den Dingen Gottes hat und täglich Selbstverleugnung übt, indem er das Kreuz freudig trägt und Christus
nachfolgt. Jeder lebendige Christ wird täglich Fortschritte machen im göttlichen Leben.
2T 505
Die Tugenden des Geistes werden in deinem Charakter reifen. Dein Glaube wird zunehmen,
deine Überzeugungen sich vertiefen, deine Liebe vollkommen gemacht werden. Immer mehr
wirst du das Ebenbild Christi widerspiegeln in allem, was rein, edel und lieblich ist. SD 32
Wie ein goldener Faden möge ein lebendiger Glaube die Erfüllung auch der unscheinbarsten
Pflichten durchziehen. Dann trägt jede Alltagsarbeit zum christlichen Wachstum bei. Du wirst
ständig auf Jesus schauen. Die Liebe zu ihm wird allen deinen Unternehmungen Lebenskraft
verleihen ... Das ist wahre Heiligung; denn Heiligung besteht in der fröhlichen Erfüllung der
täglichen Pflichten, im völligen Befolgen von Gottes Willen. COL 360 (CGI 258)
E
s gibt für uns ein höheres Niveau zu
erreichen. Wir machen nicht den Fortschritt,
den wir machen sollten oder könnten. Wie
kommt es, dass wir das Talent, das Gott uns
gegeben hat, in unseren weltlichen Angelegenheiten einsetzen, nicht aber im Dienst für
ihn? Sollten wir nicht größeres Interesse an
ewigen Dingen haben als an den Dingen, die
nur unsere zeitweiligen Bedürfnisse betreffen? Immer wieder hören wir den Wunsch,
dass Ehemänner und Familienangehörige zur
Wahrheit finden mögen. Das ist richtig so, das
sollte ein bedeutender Wunsch sein. Doch erfüllen wir unsere ganze Pflicht? Gehen wir so
voran, wie wir es sollten? Kommen wir nicht
viel zu kurz darin, unserer Pflicht im Rahmen
des voranschreitenden Werkes zu tun? Sei
kein Zwerg in geistlicher Hinsicht. Wir mögen
Babys und beobachten sie gern in ihrer niedlichen Art. Aber bei einem Kind von zwei JahCarolyn Stuyvesant, die Autorin des Titelthemas dieser Ausgabe, wirkte ren würden wir die gleiche Art unpassend finden. Genauso muss auch ein Christ wachsen.
auf mehreren Kontinenten als alleinstehende Frau für Gott.
Lass dich nicht deformieren, sondern
nach dem Vorbild Christi formen. Vertraue einfach darauf, dass du in Christus verankert bist.
Die [Glaubens-] Schwestern, die allein sind, sollen ein solides Leben führen. Vermeidet
Leichtsinnigkeit und seid immer wachsam.
Die reichen Segnungen des Himmels liegen bereit, um auf uns ausgeschüttet zu werden. Seid
nicht selbstsüchtig. Zu viele beschränken ihren Glauben nur auf eines: sich selbst und ihre Familie. Sie bemühen sich nicht darum, Anderen zu helfen und ihnen zum Segen zu werden. In
diesem Fall kann Gott sie nicht segnen. Gott segnet uns, wenn wir von unserem Ego frei wer den und über unsere eigenen Bedürfnisse hinweg auf die Nöte anderer Menschen sehen. Gott
will, dass wir von uns und unseren Bedürfnissen weggelenkt werden. Wir ernten, was wir
säen. Wenn wir Selbstsucht säen, werden wir Selbstsucht ernten, das heißt: Sie wird uns im mer fester anhaften. Lasst uns unserem Ego absagen und von den Gnadenerweisen und Segnungen Gottes reden.
Alle Glaubensschwestern sollen spüren, dass sie sich – wenn sie keinen Ehemann haben – auf
den sie sich stützen können, umso fester auf Gott stützen. Jede unserer Glaubensschwestern
kann eine lebendige Missionarin sein und Licht in jede Versammlung bringen. Merkt man an
unserem Tun, dass wir aus der Dunkelheit zu wunderbarem Licht berufen wurden? Oder bekommt man eher den Eindruck, dass wir eine schwere Last mit uns herumschleppen? Alles,
was wir sagen, und auch unsere Gebete müssen vom Licht zeugen, dann wird das Licht her einströmen. Wenn die Frauen in der Gemeinde nur zeigen würden, dass Gott durch Frauen
wirken kann. Es war Maria, die als Erste den auferstandenen Jesus verkündigte …
Wer schwerere Konflikte erlebt, für den ist reicherer Segen vorhanden, denn Christus ist eine
Hilfe in großen Nöten. Aber wir müssen frei von aller Selbstsucht werden; wir müssen das
Lamm Gottes kennen, das der Welt Sünde trägt. So werden wir wachsen und immer mehr wie
Jesus werden, bis uns die Krone der Unsterblichkeit aufgesetzt wird. ■
August 2012
http://www.cfcindia.com/deutsch/articles/das_reich_gottes-wie_es_begann_r_prabahar.pdf
Das Reich Gottes
– wie es begann
Von R. Prabahar
Das Evangelium Gottes wurde vom Herrn Jesus Christus als das Reich Gottes verkündigt.
Aber es war Johannes der Täufer, der als Erster dieses Reich verkündete. Jesus legte dann
durch Seinen Tod und Seine Auferstehung das Fundament dafür und etablierte das Reich Gottes schließlich am Pfingsttag durch den Heiligen Geist (Mk 1,1.14).
Das Reich Gottes ist himmlisch, nicht irdisch. Es besteht aus Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17). Christen, die Bürger dieses himmlischen Reiches sind, sollten diese himmlischen Eigenschaften besitzen. Leider erfreut sich die Mehrheit der Gläubigen
nicht des privilegierten Lebens des Reiches Gottes. Stattdessen leben sie ein minderwertiges
Leben, das sich von dem irdisch gesinnter Menschen, die ein Teil des Reiches der Finsternis
sind, kaum unterscheidet. Der Grund dafür ist, dass die meisten Gläubigen das erste Prinzip
des Reiches Gottes von den ersten beiden, die dieses Reich verkündigt haben – Johannes dem
Täufer und Jesus – nicht gelernt haben.
Wenn etwas nicht in Gott seinen Ursprung hat, kann es niemals vollkommen werden. Gott tut
alles von Anfang an perfekt. Nur das, was in Vollkommenheit beginnt, kann in Vollkommenheit
enden. Diejenigen, die Johannes den Täufer nicht annahmen, konnten auch Jesus nicht annehmen (Mk 11,29-33). Menschen, die nicht aufrichtig Buße tun, können nicht zum echten Glauben kommen; und Glaube ohne Buße ist eine bedeutungslose Illusion. Die ersten Apostel waren Nachfolger von Johannes dem Täufer und von Jesus. Genau wie Kinder über das irdische
Leben von ihren Eltern lernen, lernten jene Apostel über das Leben von Gottes Reich von ih ren geistlichen Eltern – von Johannes dem Täufer und Jesus.
Johannes der Täufer kam und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden (Mk
1,4). Diese Botschaft war wie ein Baby, das im Schoß seiner Mutter gezeugt wurde. Dieses
„Baby“ wurde durch Jesus „geboren“. Diejenigen, die auf die Botschaft des Johannes reagierten, waren bereit, in Gottes Reich hineingeboren zu werden. Als sie an den Herrn Jesus glaubten, wurden sie vom Geist geboren und wurden so Kinder der himmlischen Familie.
Die Gemeinschaft, der sich Johannes der Täufer und unser Herr Jesus miteinander erfreuten,
ist unser Vorbild für alles in diesem Reich-Gottes-Leben. Wir müssen von ihnen lernen.
Betrachte die Einstellung von Johannes dem Täufer, den Gott gebrauchte, „um den Weg des
Herrn zu bereiten“ (Mk 1,2-3). Er hatte eine solche demütige Einstellung über sich selbst,
dass er sich weigerte, ein Prophet genannt zu werden. Er sagte, dass er bloß eine „Stimme in
der Wüste“ war. Seine Einstellung war: „Ich bin nur gekommen, um einen spezifischen Zweck
Gottes zu erfüllen. Daher ist es nicht wichtig, wer ich bin. Ich bin vor Gott bloß ein Niemand.“
Kein Wunder, dass Jesus erklärte, dass er mehr als ein Prophet war (Mt 11,9).
Jeder, der sich seiner Gabe oder seiner Berufung übermäßig bewusst ist und sie geltend
macht, kann von Gott nicht gebraucht werden, um Sein Reich zu bauen. Stolze und arrogante
Menschen, die ihren Namen, ihre Gabe und ihren Dienst in den Vordergrund stellen wollen,
werden nicht für immer im Reich Gottes bleiben, obwohl ihnen Gott erlauben mag, eine Zeitlang ihr eigenes Reich auf Erden zu bauen.
Jesus hat nicht gezögert, von Johannes dem Täufer die Taufe zu empfangen, weil Er sich der
tiefen Demut von Johannes bewusst war. Er erklärte öffentlich, dass die Taufe des Johannes
vom Himmel war (Mt 3,15; Mk 11,13). Hätte Jesus die Taufe durch Johannes nicht akzeptiert,
wäre Er anderen nicht als der Sohn Gottes offenbart worden, der mit dem Heiligen Geist tauft
(Joh 1,32-33). Und wenn Johannes der Täufer sich in einer falschen Demut geweigert hätte,
Jesus zu taufen, hätte er Jesus nicht als den Täufer im Heiligen Geist kennengelernt. Er wäre
dann gestorben, ohne Gottes Zweck erfüllt zu haben. Aber beide, Johannes und Jesus, waren
demütig genug, um einander wertzuschätzen. Sie ordneten sich einander in Demut unter und
bereiteten auf diese Weise den Weg für die Errichtung von Gottes Reich auf Erden.
Wo Gott auch heute noch eine solche Demut und Unterordnung sieht, sei es bei einem Ehemann und bei einer Ehefrau oder bei zwei Ältesten einer Gemeinde, wird man erneut die
Stimme vom Himmel hören können: „Dies sind meine geliebten Kinder, an denen ich Wohlgefallen habe.“ Das sind die Menschen, die Gott gebraucht, um heute Sein Reich zu bauen.
Leider sind wir nicht so demütig wie Johannes der Täufer und Jesus es waren. Das ist der
Grund, warum es in vielen Kirchen so viel Reibung, Zwietracht, Zank und einen Mangel an
Frieden gibt, der in vielen Splittergruppen endet. Johannes der Täufer und Jesus waren nur
eine kurze Zeit zusammen. Aber sie hatten während dieser Zeit eine solch vollkommene Gemeinschaft miteinander. Auf diese Weise legten sie das Fundament für die Kirche, die später
von den Aposteln gegründet wurde.
Betrachte nun, wie der Stärkere (Jesus Christus) mit dem Schwächeren (Johannes dem Täufer) umging, als Johannes‘ Glaube erschüttert wurde. Als Johannes im Gefängnis war, sandte
er seine Jünger mit der Frage zu Jesus: „Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf
einen anderen warten?“ (Lk 7,20). Als Jesus wahrnahm, dass das Volk Johannes hier für seinen Unglauben verachten könnte, erhöhte Er Johannes in ihren Augen, in dem Er sagte: „Was
seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das vom Wind bewegt wird? ... Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, keiner größer ist als Johannes“ (Joh 7,24-28). Er fuhr dann mit den Worten fort: „Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es
an sich“ (Mt 11,12). Mit anderen Worten sagte Jesus, dass das Himmelreich mit Johannes dem
Täufer begann.
Wenn wir wie Johannes mit Demut beginnen, werden wir auch gut enden – so wie es unser
Herr Jesus tat. Die Botschaft der Buße und der Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott
kam durch Johannes, der im Geiste Elias kam (Mt 11,14). Die Botschaft des Glaubens und der
Vollkommenheit kam durch Jesus Christus. Diejenigen, die sich weigerten, an Johannes zu
glauben, glaubten auch nicht an Jesus. Aber „Gewalttätige“ (jene, die radikal Buße tun und
glauben), werden auch heute noch das Reich Gottes mit Gewalt an sich reißen (Mt 11,12).
Als der Ruhm des Stärkeren (von Jesus) sich auszubreiten begann, demütigte sich der Schwächere (Johannes) rasch und zollte dem Größeren mit den Worten, „Er muss wachsen, ich aber
muss abnehmen“, Anerkennung (Joh 3,30).
Und der Stärkere lehnte es ebenfalls in Demut ab, sich selber auf Johannes‘ Kosten zu profilieren: „Jesus bemerkte, dass die Pharisäer die Zahl der Taufen, die Er und Johannes durchführten, genau zählten … Sie hatten den Punktestand bekanntgegeben, dass Jesus bei der Anzahl
der Taufen vorne lag, wodurch sie ihn und Johannes in den Augen des Volkes zu Rivalen
machten. Daher verließ Jesus Judäa und kehrte nach Galiläa zurück“ (Joh 4,1-3; The
Message; frei übersetzt).
Das Reich Gottes hatte in der demütigen Einstellung von Johannes und Jesus zueinander
einen solch vollkommenen Anfang. Es setzt sich heute fort und wird ewig währen. In der
Ewigkeit werden wir verstehen, dass es demütige Heilige waren, die das Reich Gottes gebaut
haben. Gottes wahre Familie im Himmel und auf Erden besteht nur aus solchen Menschen
(Eph 3,15).
Diejenigen, die versagt haben, dieses himmlische Leben des Reiches Gottes von ihren zwei
Gründern zu lernen, werden, wo immer sie hingehen, nur Verwirrung und Chaos stiften – sei
es in ihrer Familie oder in der Kirche –, weil das irdische Leben eifersüchtig und selbstsüchtig
ist. „Denn wo Eifersucht und selbstsüchtiger Ehrgeiz herrschen, führt das in die Zerstörung
und bewirkt alle möglichen schlechten Taten“ (Jak 3,16; Neues Leben). Eifersucht wird auch
zu Streit und Widerspruch führen – wie wir in Apostelgeschichte 13,45 sehen.
Um heute in der Kirche das Reich Gottes zu bauen brauchen wir Brüder und Schwestern, die
bereit sind, von Johannes dem Täufer und von Jesus Demut zu lernen.
Möge Gott in unserer Mitte Propheten wie Johannes den Täufer erwecken, die den Geist Elias
haben, die die Herzen von Gottes Volk einander zuwenden und dadurch Frieden wiederherstellen und Gemeinschaft bauen (Mal 3,23-24). Amen.
Originalartikel: God’s Kingdom – How it Began
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Der schmale Weg Nr. 3 / 4 / 2009
http://christlicher-gemeinde-dienst.de/webdisk/Der-schmale-Weg/DSW_309.pdf
Gottes Wort ist die Wahrheit
Von Pastor Wolfgang Wegert, Hamburg
Wolfgang Wegert ist Pastor des Gemeinde und Missionswerks Arche e.V. in Hamburg, das
im Dezember 2008 aus dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden ausgetreten ist. Damit
endete auch gleichzeitig die Gastmitgliedschaft in der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft
Christlicher Kirchen (ACK). Wir freuen uns über diesen mutigen Schritt und veröffentlichen daher gerne das klare Zeugnis von Pastor Wegert bezüglich der Irrtumslosigkeit der
Heiligen Schrift. Wir danken auch Bruder Ralf Helsper, dem ehemaligen 2. Vorsitzenden
der ARF, der uns den Kontakt zur Arche und diesen Artikel vermittelt hat.
Fehler in der Bibel?
Immer häufiger wird auch von freikirchlichen Lehrern betont, dass die Bibel Fehler enthalte,
weil sie ja von Menschen niedergeschrieben sei. Das verunsichert viele Gotteskinder. Aber
noch mehr Verwirrung entsteht dadurch, dass dieselben Lehrer die „fehlerhafte“ Bibel trotzdem noch als „Gottes Wort“ bezeichnen. Aber wie passt das zusammen? Gottes Wort, das irrt?
Das, was Gott spricht, was aus Seinem Munde kommt, hat Mängel?
Dann hätte Er selbst ja Mängel. Will man aber so weit nicht gehen, dann muss man sich ent scheiden: Entweder ist die Bibel Gottes Wort, dann sage man bitte nicht, sie habe Fehler.
Wenn sie aber Fehler hat, dann sage man nicht, dass sie Gottes Wort sei. Wer das dennoch tut,
gleicht einem, der seinen Kuchen aufessen will, ohne ihn zu verzehren. Wenn die Bibel tat sächlich aufgrund von menschlichem Sauerteig Irrtümer enthalten sollte, wäre doch ihr gan-
zer Teig verdorben. Sie wäre verunreinigt und sollte dann auch nicht mehr „Heilige Schrift“
genannt werden. Um diese Konsequenz bitte ich alle, die von Fehlern in der Bibel sprechen.
Die Bibel – ein einziges Wunder
Aber warum folgen manche Christen dennoch solcher Widersinnigkeit? Weil sie sich nicht vorstellen können, dass Gott trotz der Unzulänglichkeit von Menschen eine grundtextlich fehlerlose Bibel schaffen kann. Sie meinen, das wäre nur gegangen, wenn die Verfasser der Bibel
als Roboter funktioniert hätten. Aber ist Gott nicht allmächtig? Kann Er nicht Menschen wörtlich inspirieren, auch wenn sie frei und entsprechend ihrer persönlichen Eigenart schreiben?
Ja, das kann Er! Deshalb ist die Bibel auch ein einziges Wunder. Gott hat sie weder vom Himmel geworfen, noch mit Hilfe menschlicher Schreibautomaten angefertigt, sondern Er nahm
unvollkommene Menschen und brachte trotz deren Schwachheit ein vollkommenes Werk hervor. Gerade das ist doch Seine Art, sich zu verherrlichen – gepriesen sei Sein Name! Manche
liebäugeln auch deshalb mit der Idee von der Fehlerhaftigkeit der Bibel, weil sie sich fürchten, als „Fundamentalisten“ stigmatisiert zu werden. Das hat zu dem merkwürdigen Einfall
geführt, dass man zwar an Jesus Christus glauben soll, aber nicht uneingeschränkt an Gottes
Wort. Aber an welchen Christus soll ich denn glauben, wenn nicht an den, der in der Schrift
offenbart ist? Und wenn die nun irrt, woher weiß ich, ob ich auch an den richtigen Christus
glaube? Wir sehen, wo solche Spitzfindigkeiten hinführen. Wer aufruft, an Jesus zu glauben,
Sein Wort aber zu zerpflücken, der hat schon die Axt an die Wurzel des Baumes gelegt.
Ein leidenschaftliches Bekenntnis
Deshalb möchte ich aus meinem Herzen sprechen und Euch ein leidenschaftliches Bekenntnis
ablegen. Für mich ist die Bibel von A bis Z Gottes Wort, und mit unserem Herrn bin ich fest
davon überzeugt, dass auch der kleinste Buchstabe und jedes Tüpfelchen gültig ist (Matthäus
5,18). Auch wenn ich nicht alles in der Bibel verstehe und manches mit menschlicher Logik
nicht in Einklang zu bringen ist, ist sie dennoch Gottes irrtumsloses Wort. Ich bin ein zu elen der und zu sündiger Mensch, als dass ich meinen Verstand über Gott stellen und Sein Wort
bekritteln wollte, nur weil es meiner Vernunft zu hoch ist.
Gott bewahre meine Seele vor solch einer Vermessenheit. Ich halte es lieber mit Martin Lu ther, der gesagt hat: „Die Schrift, wenn auch von Menschen geschrieben, ist nicht von Men schen und auch nicht aus Menschen, sondern sie ist von Gott!“
Ich hoffe, dass ich mit diesem Wort aus meinem Herzen niemand verärgere. Und doch muss
ich meinem Gewissen folgen. Auch ich stehe hier und kann nicht anders, als mich zur Heiligen
Schrift als irrtumsloses Wort Gottes zu bekennen. Nur auf dieser Grundlage ist das Evangeli um Kraft Gottes zur Errettung.
Darum verkündigen wir die Bibel als Gottes ewig gültiges und makelloses Wort – als göttliche
Autorität und unfehlbaren Maßstab für unser Leben. Dafür mussten wir schon viele Schläge
einstecken und wurden auch als Fundamentalisten beschimpft. Aber sollen wir uns deshalb
des Evangeliums schämen? Sollen wir deshalb mit den Wölfen heulen und die Irrtumslosigkeit
der Heiligen Schrift verleugnen? Nein, niemals! Denn vor uns mussten die Heiligen Gottes
wegen desselben Anstoßes noch ganz andere Leiden hinnehmen – bis hin zum Scheiterhaufen.
Lasst Euch nicht verunsichern
Ich möchte auch Euch bitten, lasst Euch nicht durch mancherlei halbliberales Gerede irremachen. Lasst Euch nicht das sichere Fundament Eures Glaubens zerreden. Denn „das Zeugnis
des Herrn ist zuverlässig und macht die Einfältigen weise“ (Psalm 19,7). Darum hat unser
Meister felsenfest versichert: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden
nicht vergehen“ (Matthäus 24,35). Gerade auch, wenn Ihr in Sturm und Not seid, braucht Ihr
den festen Anker der Heiligen Schrift. Gerade dann darf Euer Herz rufen: „Das ist mein Trost
in meinem Elend, dass dein Wort mich erquickt“ (Psalm 119,7). Deshalb stimmt mit ein in das
wunderbare Loblied von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf: „HERR, DEIN WORT, DIE
EDLE GABE, DIESEN SCHATZ ERHALTE MIR; DENN ICH ZIEH’ ES ALLER HABE UND DEM
GRÖßTEN REICHTUM FÜR. WENN DEIN WORT NICHT MEHR SOLL GELTEN, WORAUF
SOLL DER GLAUBE RUH’N? MIR IST’S NICHT UM TAUSEND WELTEN, ABER UM DEIN
WORT ZU TUN.“ Ja, wir wollen uns gegenseitig Mut machen, uneingeschränkt dem „Wort der
Wahrheit“ treu zu bleiben. Danke, dass auch Ihr uns in diesem Kampf Mut macht. Denn wir
haben es nicht mit Fleisch und Blut zu tun, sondern mit einem Angriff aus der Finsternis.
Helft uns, in einer Zeit zunehmender geistlicher Dunkelheit, das Licht des Evangeliums
unerschrocken hochzuhalten, dass es über alle Grenzen hinaus weithin leuchte.
Quelle: Taube, Okt. 2009; mit freundl. Genehmigung
Gotteslästerliche „Volxbibel“
Von Ulrich Fritschle, Ennigerloh
Seit es sie gibt, - die Bibel, - Gottes Wort, versucht Satan sie zu vernichten, immer fort. Man
hat sie verboten, verbrannt und zerschossen und die Werkzeuge Satans haben das fürstlich
genossen. Doch der Vernichtungsfeldzug hat bis heute keinen Erfolg gebracht, so hat sich
Satan etwas anderes ausgedacht. Nein, den Menschen die Bibel zu entwenden, das wird sie
nur noch mehr befremden. Das Wort, kraftvoll und zweischneidig wie ein Schwert, muss unwirksam werden, das wäre einen Anschlag wert. Es muss seine Kraft und Heiligkeit verlieren. Es muss Spaß machen, den Ohren gut tun und amüsieren. Das ist Satans neue Taktik,
und ach wie fein, er findet auch Menschen, die fallen darauf rein. Sie haben nun fleißig die
neue „Volxbibel“ geschrieben. Das ist es, was sie begeistert, was sie lieben. Diese Bibel
braucht man nun nicht mehr verbieten oder verbrennen, denn mit diesem „Wort“ wird man
so oder so ins Verderben rennen.
Unglaubliches vom Verfasser der gotteslästerlichen „Volxbibel“
Es gibt offensichtlich im „christlichen“ Bereich nichts mehr, das es nicht gibt. So meldete die
Nachrichtenagentur Idea (Idea-Spektrum Nr. 37/2009, S. 27), dass der Verfasser der gotteslästerlichen „Volxbibel“, Martin Dreyer, ein Gebet im Internet versteigert habe. Wörtlich: „Auf
der Auktionsbörse Ebay bot er an, für den Höchstbietenden sieben Monate lang mindestens
einmal wöchentlich zu beten. Die Aktion endete mit einem Höchstgebot von 232 Euro.“ Ähnlich hatte es im Mittelalter Tetzel gemacht, als er im Auftrag der Römisch- Katholischen Kir che gegen Geldzahlung Befreiung von „Fegfeuer“-Strafen versprach. Gott sei Dank trat Martin Luther gegen diesen Ablass auf. Wer tritt heute gegen die Verfälscher von Gottes Wort und
Gebet auf?!?
Leider empfehlen inzwischen auch evangelikale Zeitschriften, die früher einmal einen klaren
biblischen Kurs fuhren, die gotteslästerliche „Volxbibel“. In den Blättern des Loh-Eggers- Imperiums aus dem Bundes-Verlag ist dies nichts Ungewöhnliches. Nun aber fand sich leider
auch im badischen Erweckungsblatt „Hoffen und Handeln“ (Nr. 9/2009, S. 11) eine halbseitige
Empfehlung dieses Machwerks. Unter der Überschrift „Umstritten und doch hilfreich“ heißt
es: „Obwohl die Sprache für Kirchenleute ungewohnt ist, tut die umstrittene ´ Volxbibel` seit
einigen Jahren einen wichtigen Zubringerdienst in Bevölkerungsschichten, die unsere traditionellen Gottesdienste nicht mehr erreichen … Viele Jugendliche sind angesprochen und finden
zum Glauben …“. Der Autor dieses Artikels, Martin Kugele, ist zu fragen: Zu welchem Glauben finden sie? Denn der „Jesus“ der Gossensprache ist niemals mit dem heiliigen und sündlosen Sohn Gottes identisch!
Lothar Gassmann
Nr. 1 Januar-Februar 2012
In einem früheren Beitrag dieser Artikelreihe sahen wir, wie die Juden Jesus der Gotteslästerung beschuldigt haben, weil er behauptete, der Sohn Gottes zu sein: „Du bist ein Mensch
und machst dich selbst zu Gott“ (Johannes 10,33).
Seine Antwort ist faszinierend: „Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes
geschah – und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden –, wie sagt ihr dann zu dem, den
der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott –, weil ich sage: Ich bin Got tes Sohn?“ (Johannes 10,34-36).
Mit anderen Worten: Christus fragte seine Landsleute, warum sie sich aufregten, dass er sich
selbst lediglich als Sohn Gottes bezeichnete, da die Heilige Schrift Menschen klar Götter
nennt.
Sind Menschen aber tatsächlich Götter? Was hat er gemeint?
In Psalm 82, Vers 6, aus dem Jesus zitierte, sagte Gott zu Menschen: „Ich habe gesagt: Ihr
seid Götter und Kinder des Höchsten“ („Neues Leben“-Übersetzung). Das hebräische Wort,
das hier mit „Götter“ übersetzt wird, ist elohim, was buchstäblich „Götter“ oder „Mächtige“
bedeutet – auch wenn es in der Bibel in der überwiegenden Mehrheit der Fälle mit „Gott“ (der
wahre Gott) wiedergegeben wird. Der Grund dafür ist, dass das Wort elohim, obwohl es einen
Plural anzeigt, oft in der Einzahl verwendet wird.
Manche haben argumentiert, dass das Wort in diesem Kontext mit „Richter“ übersetzt werden
sollte. Aber die ursprünglichen Manuskripte des Neuen Testaments übersetzen Christi Zitat in
Johannes 10 mit dem griechischen Wort theoi – „Götter“. Es ist in der Tat offensichtlich, dass
Jesus „Götter“ gemeint haben muss. Wenn er nur „Richter“ gemeint hätte, wäre seine Logik
nicht folgerichtig gewesen. Es hätte dann gelautet: „Wenn die Schrift die Menschen Richter
nennt, warum seid ihr dann darüber aufgebracht, dass ich behaupte, der Sohn Gottes zu
sein?“ Das ergibt keinen Sinn. Nur wenn das Wort mit „Götter“ übersetzt wird – und auch so
verstanden wird –, ist Christi Logik folgerichtig.
Ist es aber legitim, Menschen als Götter zu bezeichnen, wie Jesus es tat?
Ein Familienverhältnis angedeutet
Das Schlüsselwort in Psalm 82 ist Kinder. Es ist wichtig zu verstehen, dass Gott eine Familie
ist. Es gibt einen Gott (die Gottfamilie). Diese Familie besteht aber aus mehr als nur einem
göttlichen Wesen.
Wie in unseren Publikationen wiederholt erklärt wird, bestand die Gottfamilie von Anfang an
aus zwei göttlichen Wesen – Gott, und Gott, das Wort (Johannes 1,1-3). Das „Wort ward
Fleisch“ als der Sohn Gottes, Jesus Christus (Vers 14). Nach seinem Tod wurde er wieder zu
einer geistlichen göttlichen Existenz als „der Erstgeborene von den Toten“ (Kolosser 1,18)
und der „Erstgeborene unter vielen Brüdern“ (Römer 8,29) auferweckt. Christus erfuhr daher
in der Auferstehung eine geistliche Geburt als der Erste von vielen „Brüdern“ oder Kindern,
die danach folgen sollten.
Von Anfang an war es Gottes Absicht, seiner Familie viele Kinder hinzuzufügen. In 1. Mose 1
sagte Gott: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“ (Vers 26; alle Hervorhebungen durch uns). Wie sollen wir es verstehen, dass Gott den Menschen nach seinem
Ebenbild und seiner Ähnlichkeit schuf? In 1. Mose 5, Vers 3 lesen wir, dass der erste Mensch
Adam einen Sohn zeugte, den er Set nannte. Er war „ihm gleich und nach seinem Bilde“. Gott
will sich also im Grunde durch die Menschheit fortpflanzen.
Paulus sagte den Athenern: „Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir, wie auch
einige eurer Dichter gesagt haben: Denn wir sind auch sein Geschlecht“ (Apostelgeschichte
17,28).
Psalm 82 lässt sich viel leichter in diesem Kontext verstehen. In Vers 6 wird das Wort „Götter“
den „Kindern des Höchsten“ gleichgesetzt. Das ist sehr stimmig. Wenn ein Wesen Nachwuchs
gebärt, dann ist der Nachwuchs von der gleichen Art. Der Nachwuchs von Katzen sind Katzen. Der Nachwuchs von Hunden sind Hunde. Der Nachwuchs von Menschen sind Menschen.
Der Nachwuchs von Gott sind „Götter“.
Aber wir müssen hier vorsichtig sein. Menschen sind nicht buchstäblich Götter – auf jeden
Fall nicht zu dieser Zeit. Tatsächlich sind die Menschen ursprünglich noch nicht Gottes geistliche Kinder, obwohl Gott sie nach seinem Bild erschaffen hat.
Gott ist ewiger Geist. Menschen sind sterbliches Fleisch, haben aber einen geistlichen Bestandteil – den menschlichen Geist, der uns unsere Verstandeskraft ermöglicht. So können wir
verstehen, was Gott wirklich in Psalm 82 gesagt hat.
Die Menschen, die Gott hier als elohim angesprochen hat, nahmen als Richter die Stelle Gottes ein (Vers 1). Gott weist sie aber für ihre ungerechten Urteile und ihr Unverständnis zurecht (Verse 2-5). In Vers 6 jedoch, dem Vers, den Jesus zitiert hat, bestätigt Gott, dass sie in
der Tat elohim sind. Vers 7: „Ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde
gehen.“
Sie waren also, als physische Menschen, die dem Tod ausgeliefert waren, nur elohim in einem
begrenzten Sinn – in dem Sinn, dass sie nach dem Bild Gottes bzw. ihm ähnlich geschaffen
wurden. Damit hatten sie das Potenzial, letztendlich das gleiche Wesen zu werden, das Gott,
der Vater, und Christus heute sind.
Gott, der „das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre“ (Römer 4,17; Elberfelder Bibel), sieht
seinen Vorsatz mit den Menschen so, als wäre er bereits verwirklicht. Gott hat die Absicht,
uns auf die gleiche Ebene von göttlicher Geistexistenz zu erhöhen, die er innehat!
Wohin führt die Entwicklung?
Unsere Bestimmung erfolgt in einem Prozess der geistlichen Fortpflanzung, in dem Gott uns
als seine Kinder zeugt. Es beginnt damit, dass sein Geist sich mit unserem menschlichen Geist
vereint: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind“ (Römer
8,16). Durch diese geheimnisvolle Vereinigung erhalten wir „Anteil an der göttlichen Natur“
(2. Petrus 1,4).
Deshalb ist ein vom heiligen Geist gezeugter Christ ein Kind Gottes, ein wirkliches Mitglied
von elohim, der Familie Gottes – aber noch nicht im endgültigen Sinne. Denn es findet noch
ein Entwicklungsprozess statt, den wir in diesem Leben durchlaufen müssen. Am Ende dieses
Lebens, zur Zeit der Auferstehung bei der Rückkehr Christi, werden wahre Christen in göttliche Geistwesen verwandelt werden und wie der Vater und Christus sein.
Der Apostel Johannes schrieb: „Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch
nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3,2). Wir werden
die Herrlichkeit des Vaters und Christi empfangen (Römer 5,2; 1. Petrus 5,10; 1. Thessalonicher 2,14; Kolosser 1,27).
Als Miterben Christi werden wir die Herrschaft über alle Dinge erhalten, das gesamte unermessliche Universum eingeschlossen – eine Herrschaft, wie Christus sie innehaben wird (Römer 8,17; Hebräer 2,5-9; Offenbarung 21,7). Die Herrschaft über alle Dinge auszuüben erfordert die Allmacht unseres Schöpfers.
Wie sieht es mit unserem Verstand aus? Als Menschen könnten wir die einzelnen Sterne nie
zählen. Gott aber hat in einer beiläufigen Bemerkung gesagt, dass er alle Sterne beim Namen
kennt (Psalm 147,4). Erstaunlicherweise sagt Paulus: „Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann
aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden
bin [von Gott]“ (1. Korinther 13,12; Einheitsübersetzung). Das zeigt, dass wir Zugang zur Allwissenheit Gottes haben werden. Und warum nicht? Schließlich wird uns dann der heilige
Geist, der Verstand Gottes, uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Wir werden in der Tat, wie Jesus, zuletzt „von der ganzen Fülle Gottes erfüllt“ werden (Epheser 3,19; vgl. Kolosser 1,19; 2,9). Wie kann jemand mit der vollen Fülle Gottes erfüllt sein und
irgendetwas weniger sein als Gott? Deshalb werden wir, bei unserer letztendlichen Verwandlung, göttlich werden – obwohl der Vater und Christus auf alle Ewigkeit größer sein werden,
als wir es sind.
Die Lehre der Vergöttlichung
Diese wunderbare Wahrheit ist für diejenigen, die nur die Sicht des abgewandelten Christentums unserer Zeit gehört haben, schockierend. Solche Menschen wären überrascht zu erfahren, dass viele der frühen „Kirchenväter“, die in den ersten Jahrhunderten nach dem Tod der
Apostel Jesu gelebt haben, diese unglaubliche Wahrheit zumindest teilweise verstanden haben.
Sehen wir uns zum Beispiel Paragraph 460 des gegenwärtigen Catechism of the Catholic
Church (1995) an, wobei die Fußnoten in Klammern angegeben sind:
„Das Wort wurde Fleisch, damit wir ,Anteil an der göttlichen Natur‘ (2. Petrus 1,4) haben sollten: ,Das Wort wurde deshalb ein Mensch und der Sohn Gottes wurde zum Menschensohn, damit der Mensch, nachdem er in Gemeinschaft mit dem Wort eingetreten ist und damit die
göttliche Sohnschaft erhalten hat, zu einem Sohn Gottes werden würde‘ [St. Irenaeus, Adv.
Haeres. 3, 19, 1: PG 7/1, 939]. ,Denn der Sohn Gottes wurde Mensch, damit wir Gott werden
können‘ [St. Athanasius, De inc., 54, 3: PG 25, 192B]. ,Der eingeborene Sohn Gottes, der woll te, dass wir an seiner Göttlichkeit Anteil haben, nahm unsere Wesensart an, damit er, zu einem Menschen gemacht, Menschen zu Göttern machen konnte‘ [St. Thomas Aquinas, Opusc.
57:1-4]“ (Seite 128-129).
Es gibt auch die erstaunliche Deutung des frühen katholischen Theologen Tertullian, der um
200 n. Chr. Folgendes schrieb:
„Es wäre unmöglich, einen anderen Gott einzuführen, da es keinem anderen Wesen gestattet
ist, irgendetwas von Gott innezuhaben. Da sagen Sie dann, dass wir angesichts dessen selbst
nichts von Gott besitzen können. Aber in Wirklichkeit tun wir es und werden es auch weiterhin tun. Wir erhalten das allerdings von ihm und nicht von uns selbst. Wir werden sogar Götter sein, wenn wir es wert sein werden, zu denen zu gehören, von denen er gesagt hat ,Ich
habe gesagt: Ihr seid Götter‘ und ,Gott steht in der Versammlung der Götter‘. Dies kommt
aber von seiner Gnade, nicht von irgendeiner Eigenschaft in uns. Denn nur er allein kann Götter schaffen“ (Ante-Nicene Fathers, Band 3, Seite. 480, zitiert in „Deifi cation of Man“ David
Bercot, Herausgeber, A Dictionary of Early Christian Beliefs, 1998, Seite 200).
Natürlich ist das Christentum keine polytheistische Religion. Es gibt nur einen Gott. Der Begriff Götter dient in Wahrheit dazu, mehrere Gottwesen zu unterscheiden, die den einen Gott
ausmachen – den einen Gott, was die Gottfamilie bedeutet. Wie bereits erwähnt, gibt es zur-
zeit zwei vollkommene Mitglieder dieser göttlichen Familie – zwei eigenständige Wesen –
Gott, den Vater, und Gott, den Sohn, Jesus Christus. So unglaublich dies erscheinen mag, wird
diese Familie später mehr Angehörige haben!
In der Tat gibt es bereits viele, die angehende Mitglieder dieser Familie sind. Durch den heiligen Geist, der in ihnen wohnt, haben sie einen kleinen Anteil des Göttlichen erhalten. Sie be finden sich in einem Prozess der Vollendung, jedoch sind sie noch nicht wahrhaft göttlich.
Aber eines Tages werden sie es sein, wenn sie bis zum Ende ihres Lebens treu bleiben. Die gesamte Menschheit – alle, die dazu bereit sind – wird letztendlich die Gelegenheit bekommen,
den gleichen Prozess zu erleben.
„Ich werde euch annehmen und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter
sein, spricht der Herr, der Allmächtige“ (2. Korinther 6,17-18). Gott meint, was er sagt. Gott
wird sich nicht für immer vormachen, dass wir seine Kinder sind, wenn wir es nicht wirklich
sind. Nein, es ist die Absicht des Vaters, uns zu seinen Kindern zu machen bzw. uns in Wesen
zu verwandeln, die Jesus Christus gleich sind (1. Johannes 3,2).
Wenn gerettete Menschen wahrhaft als echte Kinder Gottes – als Angehörige der Gottfamilie –
auf die Gottebene erhöht worden sind, werden sie niemals die Vorrangstellung des Vaters
oder Christi als Oberhäupter der Familie in Frage stellen. Sie werden Jesus immer untertan
sein, und Jesus selbst wird dem Vater untertan sein (siehe 1. Korinther 15,24-28). Deren Stellung an der Spitze der Familie wird durch die Erweiterung dieser Familie um Milliarden von
göttlichen Kindern niemals in Frage gestellt oder bedroht werden.
Das ist die Bestimmung, die Gott für die gesamte Menschheit vorgesehen hat! Wir wurden zu
einem Ehrfurcht gebietenden Zweck geschaffen. In die Zukunft blickend, wies Jesus auf die
Erfüllung dieser Bestimmung hin, indem er Psalm 92 zitierte: „Ich habe gesagt: Ihr seid
Götter.“
GN
NEU bei JTV Media Ministries
Die Entrückung - Gottes Licht in der Trübsal der Endzeit
„…denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des
Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in
Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und
so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“ 1. Thessalonicher 4: 16, 17
28:06
MARTIN BARON
Warum Gehorsam wichtig ist
Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um im Glaubensleben zu wachsen, ist unser Gehorsam. Der Stimme des Heiligen Geistes und seinem sanften Drängen gegenüber gehorsam zu
sein, ist deshalb von größter Bedeutung. Die Heilung des Blindgeborenen durch Jesus beim
Laubhüttenfest in Jerusalem, belegt das auf eindrückliche Weise.
4:25
55 Ausgesuchte Predigten aus 2013
NORBERT LINK
13.10.2014 - Zukünftige Kriege in der Bibel - 1:03:00
Laubhüttenfest 2014 Templin
23.10.2014 - Das Schwert des Geistes
Paulus ermahnt uns, als Teil der Waffenrüstung Gottes das „Schwert des Geistes“ zu nehmen,
„welches ist das Wort Gottes“. Kein physisches Schwert ist gemeint, und wenn wir das geistige Schwert nehmen, müssen wir wissen, was Gottes Wort ist, wie uns Gottes Geist motiviert,
und warum wir Gottes Wort reden und befolgen müssen. Nur so können wir Satan und seine
Diener besiegen.
1:11:40
27.10.2014 - Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist
Die Sünde wider oder gegen den Heiligen Geist ist die unvergebbare Sünde, die nicht bereut
und vergeben wird. Der Sünder lehnt sich gegen den Heiligen Geist auf und weigert sich, zu
bereuen und sich zu ändern. Wie kann man erkennen, ob man in Gefahr ist, die unvergebbare
Sünde zu begehen? Die Bibel gibt uns viele wesentliche Hinweise.
1:01.55
HANS-PETER ROYER
Was ist Anbetung - Teil 1 - 36:12
Was ist Anbetung - Teil 2 - 38:42
NEU Dr.med. Hermann Kesten
Biblische Grundlagen
31 Vorträge
NEUe Seite
DER LAUTE RUF
Die erste Engelsbotschaft - 8 Beiträge
Die zweite Engelsbotschaft -2 Beiträge
Vorbereitung zur dritten Engelsbotschaft - 5 Beiträge
Die dritte Engelsbotschaft - 7 Beiträge
Die letzte Warnung - 1 Betrag
25-10-2014 - Gregor Kopa - Was Menschen am Ende ihres Lebens bereut haben – 37:33
2. Timotheus 3,7
...die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der
Wahrheit kommen können.
Halloween im Vatikan Der okkulte Tag der Toten
„Allerheiligen ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird…Der Bezug von
Halloween zum Totenreich ergibt sich aus dem Fest Allerheiligen und dem darauf folgenden
Gedächtnis Allerseelen, an dem die Katholiken ihrer Verstorbenen gedenken. Die Entstehungsgeschichte des Festtags Allerheiligen selbst geht auf die bereits 609 erfolgte Weihung
des römischen Pantheons, einem ehemals „allen [römischen] Göttern“ gewidmeten bedeutenden heidnischen Tempel, durch die heidenchristlich geprägte römische Kirche zurück.“ Wikipedia
5. Mose 18: 10, 11, Psalm 115: 17, 18, Prediger 9: 5 „Es soll niemand unter dir gefunden
werden…der sich an die Toten wendet. Die Toten rühmen den Herrn nicht, keiner, der
zum Schweigen hinabfährt. Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen;
aber die Toten wissen gar nichts, und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zu teil; denn man denkt nicht mehr an sie.“
25:56
Chlorhuhn im Politikertes
Das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA ist höchst umstritten. Zum Symbol dafür wurde das Chlorhuhn. Doch wie berechtigt sind die Zweifel? Die
hessenschau serviert dem grünen EU-Abgeordneten Martin Häusling und Europaministerin
Lucia Puttrich (CDU) ein Chlorhuhn.
4:58
Lebensmittel clever einkaufen - Der Eigenmarken-Check
Eigenmarken machen den Markenprodukten echte Konkurrenz und stehen
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Lidl, wer No-Name kauft, kann einiges sparen. Aber es geht auch ohne Discounter. Die Supermärkte bieten gleichfalls Lebensmittel zu Schnäppchenpreisen. Die Sendung nimmt auch deren Eigenmarken genauer unter die Lupe, denn sie sollen den Gang zum Discounter ersetzen.
Welche Eigenmarke lohnt es sich zu kaufen, wer hat die besten Produkte? Wie gut sind die
Bio- und Regional-Eigenmarken? Das klärt die Sendung zusammen mit Experten.
44:23
So schützen sie sich gegen Erkältung
Die kalte Jahreszeit kommt und damit die Angst vor Erkältungen. In Drogerien und Apotheken wimmelt es von Produkten, mit denen man angeblich präventiv sein Immunsystem so stärken kann, dass man gar nicht erst krank wird. Können Zusatzprodukte präventiv tatsächlich helfen oder ist das reine Geldmacherei? Unser Experte, Dr. Philip Sänger,
aus Frankfurt, erklärt, welche Maßnahmen etwas bringen.
4:03
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