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217 wurde eine möglichst hohe Konzentration der Lösung, was

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Niklitschek,
Das Problem der Oscillarien-Bewegung. I.
217
wurde eine möglichst hohe Konzentration der Lösung, was nach
längstens 10 bis 12 Minuten währender Reibarbeit erreicht war.
Hierauf wurde etwa noch ebenso lange mit einem am Ende rund­
geschmolzenen Glasstabe nachgerieben.
Die so hergestellte Lösung hätte natürlich, in voller K o n ­
zentration angewendet, eine viel zu starke Intensität besessen, da
schon Schichtdicken von 15 bis 20 (i völlig undurchsichtig sind.
Doch wurde diese an sich nicht brauchbare höhere Konzentration
der Lösung deswegen angestrebt, weil dann die Dispersion aller
Teilchen viel feiner wurde. Wurde nämlich zu kurz gerieben, so
stellte es sich dann unter dem Mikroskop heraus, daß die Lösung
aus fast klarem Wasser bestand, in dem die lediglich erzielten
groben Splitter herumschwammen.
Ein Absetzenlassen empfiehlt sich immer. Man läßt einfach
die angeriebene Tusche in der Reibschale, möglichst vor dem Ver­
dunsten des Wassers geschützt und gegen Staubeinfall durch ein
übergelegtes Glasstück gesichert, etwa 2 Stunden bis einen Tag
lang stehen. Dann nimmt man vorsichtig, um nicht wieder den
Bodensatz aufzurühren, von der Oberfläche der Flüssigkeit mit
Hilfe einer Platinöse usw. eine entsprechende Menge ab.
Soll
die Tusche zwecks Abbremsung der B r o w n sehen Molekular­
bewegung mit Gummi arabicum versetzt werden, so ist es am
besten, sich gesondert eine Lösung von etwa 10 cem Wasser und
0,5 bis 1 g Gummi anzusetzen und in dieser Lösung die Tusche
dann anzureiben.
Die zweckmäßige, eine bequeme Beobachtung erlaubende
Konzentration der Tusche erzielt man am besten auf dem Objekt­
träger selbst. Um die zu untersuchenden Fäden nicht zu schädigen,
müssen sie ja stets mit etwas anhaftendem Wasser den Kulturen
entnommen werden. Diesem wird nun mit Hilfe der Platinöse,
eines Glasstabes usw., ein wenig von der angeriebenen Tusche
zugesetzt und leicht verrührt. Nach Auflagerung des Deckglases
sieht man sogleich, o b man ein richtiges Maß getroffen hat. Nach
Absaugen der überschüssigen Flüssigkeit an den Rändern des
Präparates ergibt sich eine bestimmte Dichte der Suspension,
die durch die Dicke der Flüssigkeitsschicht und die Konzentration
der Suspension gegeben ist. Ein kurzer Blick durchs Mikroskop
verrät sofort, o b eine hinreichende und entsprechende Dichte
des Präparates erreicht wurde. Durch Auftragen von Tusche­
lösung oder Wasser am Rande des Deckglases und darauffolgendes
Durchsaugen ist man leicht imstande, den Dichtegrad auch noch
nachträglich zu regulieren. Sämtliche im folgenden beschriebene
Phänomene sieht man schon an verhältnismäßig recht hellen
Suspensionen. Freilich werden manche Erscheinungen in stärker
konzentrierten Suspensionen unvergleichlich deutlicher.
Für gewisse Beobachtungen empfiehlt es sich, Präparate mit
sehr dicker Flüssigkeitsschicht herzustellen, was man auf be­
kannte Weise durch Miteinschluß von Deckglassplittern leicht
erreicht. Es empfiehlt sich jedoch, nur an einer Seite unter das
Deckglas einen Splitter zu legen, so daß man eine keilförmig ver-
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Gesundheitswesen
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