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Die gesunde Unternehmenskultur: was Führung mit Gesundheit zu

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Die gesunde Unternehmenskultur:
was Führung mit Gesundheit zu tun hat
Dr. Matthias Lauterbach
17. Februar 2012
1
© Dr. Matthias Lauterbach
Wodurch ist eine Führungskultur geprägt, die eine
Gesunderhaltung aller Beteiligten optimal rahmt?
Wie ist sie zu entwickeln?
Wie prägen Haltung und Verhalten
der Führungskräfte diese Kultur?
2
© Dr. Matthias Lauterbach
Definition: Unternehmenskultur
Gesamtheit
gemeinsamer Grundannahmen, Werte, Normen
und Einstellungen,
die Entscheidungen, Handlungen und
Verhaltenweisen der Organisationsmitglieder
prägen.
3
© Dr. Matthias Lauterbach
„Viele Maßnahmen
meines Arbeitgebers
helfen mir wirksam,
dass ich meine
wichtigen Aufgaben
nicht aus dem Auge
verliere.“
4
© Dr. Matthias Lauterbach
„Weiche“ Faktoren wirken gesundheitsentscheidend
• Illmarinen, Arbeitsfähigkeit 2010, S.245 – Basis 11jährige Studie – :
“Gutes Führungsverhalten und gute Arbeit von Vorgesetzten ist der
einzige hoch signifikante Faktor, für den eine Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit zwischen dem 51. und 62. Lebensjahr nachgewiesen
wurde.”
• Unbefriedigende Anerkennung und Wertschätzung am Arbeitsplatz erhöht Risiko
der Arbeitsfähigkeitsverschlechterung auf das 2,4fache, in Gegenrichtung
3,6fach erhöhte Chance zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit.
• Laut einer Studie der British Heart Foundation ist Arbeitsstress bei einem Drittel aller
Betroffenen die Ursache für Herzinfarkt.
• Je stärker eine Situation selbst über eigenen Freiraum kontrolliert werden kann, desto
weniger ängstigt und stresst sie.
5
© Dr. Matthias Lauterbach
„Engagement–Index“ 2003
•
Nur 12% der deutschen Mitarbeiter sind wirklich engagiert für ihr
Unternehmen (USA 30%)
•
18% der Mitarbeiter haben bereits innerlich gekündigt
•
Arbeitnehmer wollen Spitzenleistungen erbringen und haben
grundsätzlich ein äußerst positives Verhältnis zur Arbeit.
•
Gute Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern
sie verlassen ihren direkten Vorgesetzten.
•
Die im Unternehmen installierten
Personalstrategien führen häufig eher
dazu, das Potential des Humankapitals
zu vernichten als es zu fördern.
Quelle: Studie von Gallup, der DGQ und Mainzer
Marktforscher Forum GmbH
6
© Dr. Matthias Lauterbach
Aus Mitarbeitersicht umfasst Gesundheitsschutz wesentlich den persönlichen Freiraum
und die Transparenz der Firmenziele
R2 = .24
Klarheit, Transparenz,
subj. Arbeitsplatzsicherheit
.39
.11
.49
R2 = .14
Zufriedenheit mit .38
Arbeitszeitregelung
Vorgesetzter
.69
R2 = .62
Schutz der
Gesundheit
R2 = .48 .32
Selbstbestimmtes Handeln,
Verantwortung
.31
Quelle: Dr. Netta, Bertelsmann AG, 2007
7
© Dr. Matthias Lauterbach
Partnerschaftliche Führung
Die Zahlen in den Balkendiagrammen
beziehen sich auf den Anteil positiver
Antworten auf die Frage „Schutz durch
Ihre Firma vor arbeitsbedingten Beeinträchtigungen Ihrer Gesundheit“.
Hoch
vs.
+69%
Niedrig
Arbeitsbelastung
Zufriedenheit mit
Partnerschaftlicher Führung
Zur Stärke des Einflusses Partnerschaftlicher Führung auf den empfundenen
Gesundheitsschutz
* Personen, die angeben, permanent
mengenmäßig überlastet zu sein.
** Personen, die angeben, mit ihrer
Arbeitsbelastung zufrieden zu sein.
Quelle: Dr. Netta, Bertelsmann AG, 2007
+19%
Niedrig*
Hoch**
Zufriedenheit mit
Arbeitsbelastung
8
© Dr. Matthias Lauterbach
Je höher die Identifikation, desto höher das Betriebsergebnis in 163 größeren
Bertelsmann Firmen
Partnerschaftsindex**
Hoch
Hoch
Umsatzrendite
Gruppe A
Gruppe A:
Top 25%
Mittel
Mittel
Gruppe B
untere
25%
Niedrig
Gruppe B
Niedrig
Niedrig
Mittel
Hoch
Identifikationsindex*
* Anteil positiver Antw orten auf die Fragen „Zufriedenheit mit
persönlicher Arbeit insgesamt“ und „Ich w ürde w ieder in meine
Firma gehen“.
** Anteil positiver Antw orten auf 25 Fragen zur Umsetzung
der Bertelsmann-Essentials.
Quelle: Dr. Netta, Bertelsmann AG, 2007
9
© Dr. Matthias Lauterbach
Der Dreiklang
von Führung, Gesundheit und wirtschaftlichem Erfolg
Führungsstil
Arbeitsprozesse
Wirtschaftlicher Erfolg
Gesundheit, Fitness,
Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter
10
© Dr. Matthias Lauterbach
Führungskultur und Gesundheit
Entwicklung des persönlichen Gesundheitsverhaltens
Bewegung Ernährung
Entspannung,
salutogene Kompetenz
Stressprotektion
Lebensbalancen
gesundheitsorientierte Führungskonzepte
Salutogener / gesundheitsorientierter Führungsstil
Salutogene / gesundheitsorientierte Arbeitsprozesse
Vorbildfunktion der
Führungskräfte
betriebliches Gesundheitsmanagement
Prinzipien von
Gesundheitsmanagement
Module des Gesundheitsmanagements
Führungsaufgaben im
Gesundheitsmanagement
11
© Dr. Matthias Lauterbach
Verzahnung von individueller und betrieblicher Entwicklung
Entwicklung der persönlichen Gesundheitskonzepte
der Führungskräfte
Verankerung der
Gesundheitsorientierung
in Zielen, Strategien,
Maßnahmen des
Unternehmens
gesundheitsorientierter
Führungsstil
Handlungsebene
12
© Dr. Matthias Lauterbach
Individuelle Verantwortung und unternehmerische Spielräume
Individuum
Unternehmen
Verantwortung für
die Gesunderhaltung ist prinzipiell
beim einzelnen Menschen
Verantwortung für
Rahmenbedingungen,
die Gesundheit und Motivation
der Mitarbeitenden erhalten
„Bringeschuld“ Leistungsvermögen
und persönliche Motivation
Interesse an einer optimalen
Gesunderhaltung, Leistungsfähigkeit und
Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden
13
© Dr. Matthias Lauterbach
Was ist Gesundheit?
14
© Dr. Matthias Lauterbach
Gesundheit als Gleichgewicht und Stimmigkeit
Gesund ist ein Mensch, der...... allein oder mit Hilfe anderer
Gleichgewichte
findet, entwickelt und aufrechterhält,
die ihm ein sinnvolles Dasein und die Erreichung von Lebenszielen
ermöglichen,
so, dass er sagen kann:
mein Leben dazu gehört auch meine Krankheit, mein Sterben.
nach Fritz Hartmann, 1993
15
© Dr. Matthias Lauterbach
Gesundheit ist kein Zustand,
sondern ein vernetzter
Veränderungsprozess,
der lebenslang bewusst gestaltet wird.
Stärke
Großzügigkeit
ungarisch:
Egészség
üdvös
= Ganzheit
heilsam, üdv.. entspricht grüßen, verbinden
Kurdisch:
Xosa
= Stärke, Lebendigkeit
16
© Dr. Matthias Lauterbach
Systemische Gesundheit
körperliche
Gesundheit
Bewegung, Ernährung
Regeneration,
Umgang mit Risiken .....
psychische
Gesundheit
wertschätzendes
Denken, Fühlen, Handeln;
Entspannungstechniken,
Balancen
soziale
Gesundheit
Beziehungen: Familie, Freunde,
Beruf (Team, Vorgesetzte),
soziales Engagement .....
spirituelle
Gesundheit
Beantwortung der
Sinnfrage des Seins
und Tuns, Lebensziele,
Gesundheitsziele .........
17
© Dr. Matthias Lauterbach
Das Umfeld von Leistungsfähigkeit
Gesundheit
Biorhythmik
Spannung/
Entspannung
Psychophysische
Fitness
Leistungsfähigkeit
Stimmigkeit
Motivation
Lifebalance
Institutionelle
Ressourcen
Technik, Ökonomie...
Fähigkeiten
Fertigkeiten
Wissen
Qualifizierungen
Soziale
Unterstützung
Teamleistung
18
© Dr. Matthias Lauterbach
Entwicklung eines fundierten
Gesundheitsverständnisses
Kulturprägung im
gelebten Alltag
Haltungen,
Werte,
Ausrichtungen
Wellness
Fitness
Faltenfreiheit
Elastizität
Salutogenese,
Achtsamkeit,
Sinnhaftigkeit,
Verbundenheit
19
© Dr. Matthias Lauterbach
Gesundheit als
Stimmigkeit:
„das ist mein Leben“
in Bewegung bleiben
Bewegung des Körpers und der Seele
in Bewegung kommen
Unachtsamkeit im
Umgang mit der eigenen Gesundheit,
Lebensenergie und Lebensfreude
20
© Dr. Matthias Lauterbach
„Der innere Coach“
Gewahrsein, Achtsamkeit als Schlüsselkompetenz
21
© Dr. Matthias Lauterbach
Achtsamkeit (Gewahrsein)
meint die von Bewusstheit umspülte Aufmerksamkeit
Gewahrsein bedeutet, ganz in der Gegenwart, im Augenblick zu sein
und sich seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen bewusst zu sein:
die reine Wahrnehmung der Fülle, die sich in dem Augenblick bündelt,
ohne sie zu beurteilen, einfach nur als Zeuge in sich ruhend.
22
© Dr. Matthias Lauterbach
Gewahrsein (Achtsamkeit) als Schlüsselkompetenz
 auf dem Weg zu mehr Konsistenz und Stimmigkeit und damit
zu mehr innerer Kraft, Lebensenergie und Ausrichtung,
zu Kreativität und Spontaneität
 auf dem Weg zur Wiederherstellung von Selbstregulationen
Bewegung (wieviel, wann, was....?)
Ernährung (wieviel, wann, was....?)
Entspannung (was passt wann...?)
Stressbewältigung (Balancen..z.B. von Anstrengung vs. Muße)
23
© Dr. Matthias Lauterbach
Wenn die Sonne des Gewahrseins scheint,
ist das Wesen der Gedanken und Gefühle verwandelt.
Es ist eins mit dem beobachtenden Geist,
aber sie bleiben verschieden,
so, wie das Grün der Blätter und der Sonnenschein.
(Tich Nhat Hanh)
24
© Dr. Matthias Lauterbach
Gewahrsein, Achtsamkeit als Schlüsselkompetenz
Sinnhaftigkeit (wozu?)
Lebensbalancen
„Verkörperung“,
Spüren,
„der Leib, der wir sind“
Meditation,
Stille
Stimmigkeit, Kohärenz
Bewegung von Körper und Seele
Zugänge zur
Schlüsselkompetenz
Ästhetik
Humor
Spontaneität, Kreativität
Mentales Training
25
© Dr. Matthias Lauterbach
Der Körper, den wir haben
 er wird geölt, trainiert, behandelt, repariert.....
 er ist elastisch, flexibel, ewig jung, leistungsstark......
Der Leib, der wir sind
 die Wahrnehmung des Leibes, der wir sind,
ist Grundlage des sich- selbst- bewusst- Seins
 wir erleben uns als ganze Person („kerngesund“)
 wir nehmen den Leib wahr als Medium zur Bestimmung
unseres „stimmigen“ Weges
 er ist das Medium für Ausstrahlung, Energie, Flow- Erleben
Graf Dürckheim
26
© Dr. Matthias Lauterbach
27
© Dr. Matthias Lauterbach
Was ist das Ergebnis von dem, was wir tun?
Wie bringen wir das Ergebnis zustande, wie gestalten und handeln?
Aus welcher
Quelle speist sich, was wir und wie wir es tun?
28
© Dr. Matthias Lauterbach
Sinn als konfigurierte Information im Kontext erfahrbare Leiblichkeit, Wahrnehmung, Handlung
Gesundheit als
sinnstiftender
Prozess
Gesundheit:
.....dass ich sagen kann: das ist mein Leben,
dazu gehören auch meine Krankheit
und mein Sterben
nach Fritz Hartmann
Wozu gesund bleiben?
Was ist jenseits von Gesundheit?
Der Wille zum Sinn
als survival value
nach Victor Frankl
Sinn in den Geschichten der
Interaktion des Menschen mit Gott und der Welt
29
© Dr. Matthias Lauterbach
Wozu?
Sinn von Sein und Tun,
Werte, Normen.
Der Wille zum Sinn als „survival value“
Woher?
Wohin?
Gewordensein, Biografie
Lebenskontext
Geburt
(Frankl)
Lebensentwurf, Visionen,
Ziele
Wie?
Wege, Entscheidungen,
Prioritäten,
Zeit, Geschwindigkeit
Tod
30
© Dr. Matthias Lauterbach
31
© Dr. Matthias Lauterbach
Wie bleiben Menschen gesund? Das Modell der Salutogenese
(A. Antonovsky)
Verstehbarkeit
Machbarkeit
Sinnhaftigkeit
Empfinden von Stimmigkeit
Gesundheit
32
© Dr. Matthias Lauterbach
Das Erleben von Stimmigkeit („Kohärenz“
A. Antonovsky
)
Verstehbarkeit
Verstehe ich was passiert? Verstehe ich die Zusammenhänge?
Machbarkeit
Habe ich Möglichkeiten, die Herausforderungen zu bewältigen?
Sinnhaftigkeit
Wozu lohnt es?
Wofür macht es Sinn/ ist es bedeutsam,
mich zu engagieren?
Wozu will ich gesund bleiben?
Wozu will ich Bewegung bleiben?
33
© Dr. Matthias Lauterbach
Die neurobiologischen Grundlagen
Die heutige Hirnforschung zeigt, welchen zentralen Stellenwert die
Koppelung von Verstand, Gefühl und Körper für das intelligentes Handeln hat.
Kognition/ Intelligenz finden in ständiger
Wechselwirkung mit dem Zustand
des Körpers statt (Körperausdruck, -haltung,
-spannung, Gefühle...).
Umweltzustände wirken auf Kognition
und Körper ein.
34
© Dr. Matthias Lauterbach
Stress ist ein normaler Bestandteil unseres Lebens
35
© Dr. Matthias Lauterbach
„es ist eigentlich das meiste bekannt, es ist fast alles gesagt“
Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Motivation hängen stark von Faktoren ab, wie
Führungsverhalten, Unternehmenskultur und Sinnhaftigkeit der Aufgaben.
Die wichtigsten Merkmale eines gesundheitsorientierten Führungsstils sind
bekannt: z.B. Wertschätzung, Fairness, Berechenbarkeit, Transparenz.
Die Merkmale eines gesundheitsorientierten Führungsstils sind identisch mit den
Merkmalen eines Führungsstils, der die Motivation der MA fördert.
Die Eckpunkte gesundheitsorientierter Arbeitsprozesse sind auch bzgl. der
psychosozialen Gesundheit beschrieben:
z.B. Transparenz, Sinnhaftigkeit, Vollständigkeit, Kontrollierbarkeit,
soziale Unterstützung, Verfügbarkeit von Ressourcen.
Die „Zutaten“ für den Erhalt der persönlichen Gesundheit sind bekannt:
Bewegung, Ernährung, Entspannung/ Erholung, Lebensbalancen,
sinnstiftende Lebensausrichtung.
36
© Dr. Matthias Lauterbach
37
© Dr. Matthias Lauterbach
Führungskultur und Gesundheit
Wissen über Gesundheit
 Stress/ Stressbewältigung
 Entspannung
 Bewegung
 Ernährung
 Lebensbalancen
 ...........
Umsetzungen/ operative Ebene
 Führungsverhalten
 Arbeitsprozesse
 Teamarbeit
 Kultur
 .........
Nachhaltigkeit
 Ziele
 Struktur
 Zeitschienen
 Meilensteine
 ......
tragende Haltungen und Werte
 Wertschätzung, Fairness
 Verbundenheit mit den Menschen, Liebe
Dankbarkeit
 Demut
 Vertrauen
 Achtsamkeit, Gewahrsein
 Leichtigkeit/ Humor
38
© Dr. Matthias Lauterbach
Empfehlungen des Netzwerkes „Enterprise für Health“, 2003
1. Verstärkt die Aufmerksamkeit auf eine weit verbreitete
Entwicklung richten: die Intensivierung der Arbeit
2. Die psychosoziale Gesundheit ist die Achillesferse von
wissens- und erfahrungsbasierten Organisationen.
3. Es braucht den Aufbau und die Weiterentwicklung einer
werteorientierten Führung, die neben Wirtschaftlichkeit,
auf Vertrauen und Fairness als Grundpfeiler für
Unternehmensgesundheit setzt und die
gesundheitsförderliche Arbeit gestaltet und erhält.
4. Das „gesunde Unternehmen“ geht über die
Gesundheitsförderung individuellen Verhaltens hinaus.
Es verbindet Arbeitsgestaltung, Führen, Lernen,
Innovation und Gesundheit.
39
© Dr. Matthias Lauterbach
Kernbotschaften
Die Erhaltung von Gesundheit ist das „missing link“, das - neben der Orientierung
an den Aufgaben und den wirtschaftlichen Ergebnissen des Unternehmens-
die vielfältigen Aktivitäten eines Unternehmens verbinden kann.
Gesunderhaltung ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Summe der Aktivitäten
eines Unternehmens, ebenso wie für die einzelnen Aktivitäten selbst.
Gesunderhaltung ist keine einzelne oder einmalige Initiative, sondern sie prägt
die Kultur eines Unternehmens.
Gesundheit als ein Prozess findet überall und jederzeit statt.
Gesundheit ist kein Anspruch, sondern eine lebenslange individuelle und
kollektive Aufgabe.
40
© Dr. Matthias Lauterbach
Gesunderhaltung als verbindendes Element im Unternehmen
Ge
Individuelle Gesunderhaltung
Mitarbeiterführung, Instrumente
(Bewegung, Ernährung, Entspannung,
Stressbewältigung, Lebensbalancen.....)
su
(MVG, Ziele, fördern, Einsatz...)
Führungsstil, Führungsverhalten
Haltung der Achtsamkeit
nd
(Wertschätzung, Berechenbarkeit, Fairness....)
(individuell und gemeinschaftsbezogen)
Leitbild, Ethik, Werteorientierung
(Menschenbild, Wert der Gesunderhaltung...)
Beziehungs- und Kommunikationskultur
erh
(Wertschätzung, Lob/ Kritik, Fairness,
Konfliktlösung, Management von Dissens....)
alt
Motivation
Umgang mit Druck und Belastungsspitzen
(Machbarkeit, Erholung, Balancen.... )
Umgang mit gesundheitlichen Risiken
und gesundheitlichen Einschränkungen
Gesundheitsförderung
(spezifische Maßnahmen)
(Sinnhaftigkeit, Bedeutsamkeit...)
un
Gestaltung von Veränderung
g
(Prozesssicherheit, Ziele, Struktur...)
Gestaltung von Arbeitsprozessen
(Vollständigkeit, Transparenz, Kontrolle,
Gestaltungsmöglichkeiten.....)
41
© Dr. Matthias Lauterbach
Merkmale gesundheitsförderlicher Arbeit (Kohärenzmodell)
Persönliche Voraussetzungen
Personale Ressourcen
Selbstvertrauen
Selbstsicherheit
Verstehen der Welt
Kohärenz/
Stimmigkeit
Verstehbarkeit
Vorhersehbarkeit
Durchschaubarkeit
Fachkompetenz
Arbeitstechniken
Soziale Kompetenz
Handhabbarkeit
Machbarkeit
Individ. Sinngebung
Zielorientierung
Partizipation
Sinnhaftigkeit
Bedeutsamkeit
Organisatorische Bedingungen
Situative Ressourcen
Planung
Information
Kommunikation
Arbeitsmittel
Qualifikation
Organisation/ Prozesse
Reserven
Unternehmerische
Sinnzusammenhänge,
Verbindung betriebl.
und individ. Ziele
42
© Dr. Matthias Lauterbach
am Beispiel:
Burnout- Prophylaxe (Maslach, Leiter)
Ertragbare Arbeitsbelastung
(= Machbarkeit, „Managebility“
der Salutogenese)
Gefühle von Entscheidungsfreiheit und
Kontrolle zulassen
(= Balance von Herausforderung und
Gestaltungsspielraum, R.A. Karasek)
Anerkennung und Belohnung,
Fairness, Respekt und Gerechtigkeit
(= Vertrauen, Verstehbarkeit,
Vorhersagbarkeit der Salutogenese)
Gemeinschaftssinn
(= soziale Unterstützung als wichtige
Säule der Stressbewältigung)
sinnvolle und wertvolle Arbeit
(= Bedeutsamkeit, Sinnhaftigkeit,
„Meaningfulnes“ der Salutogenese)
43
© Dr. Matthias Lauterbach
Modell nach R. Karasek
Arbeit und sozio-emotionale Belastung
Lernen,
Anreiz
hoch
wenig
Anspannung
aktiv
Entscheidungsspielraum /
Kontrolle
passiv
starke
Anspannung
gering
gering
hoch
Herausforderungen
hohe
Risiken für
Energie und
Gesundheit
44
© Dr. Matthias Lauterbach
Gratifikationskrise (effort-reward imbalance)
Modell nach J. Siegrist
-
Anforderungen
Aufgaben
Pflichten
Druck
effort
- Entlohnung
- Würdigung, Wertschätzung
- Sicherheit, Karriere
en
m
h
e
N
und
Geben
reward
Motivation
- Erkennen von Sinn
- „Identifikation“
- Commitment
Motivation
- Erkennen von Sinn
- „Identifikation“
- Commitment
Ungleichgewicht wird aufrechterhalten bei
- Fehlen von Alternativen
- strategischem Verhalten
- übersteigerter Verausgabungsbereitschaft
(over-commitment)
45
© Dr. Matthias Lauterbach
Kriterien für Arbeitssituationen, die die Gesundheit fördern
Arbeitsaufgaben wirken dann eher
gesundheitsförderlich und motivierend,
wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
Vollständigkeit
autonome
Handlungsund Entscheidungsspielräume
nach Ulich
Möglichkeit zur
sozialen Interaktion
Aufgabenvielfalt
Möglichkeiten für Lernen
und Entwicklung
Sinnhaftigkeit und
Bedeutung der Aufgabe
46
© Dr. Matthias Lauterbach
Wie entsteht aus individueller
Gesundheitsorientierung eine
achtsamkeitsbasierte und werteorientierte
Führungskultur?
Wie emergiert eine
gesundheitsorientierte Führungskultur?
47
© Dr. Matthias Lauterbach
persönliche Gesunderhaltung,
Achtsamkeit,
Stressbewältigung .......
>
Werte, Haltungen,
Lebensentwürfe
Sinnhaftigkeit
>
Gesundheitsorientierung
des Führungsverhaltens
Einsatz bewährter
Führungsinstrumente
Erhalt von Leistungsfähigkeit
und Motivation der Mitarbeitenden
Entwicklung der Führungskultur
48
© Dr. Matthias Lauterbach
Führungsverhalten und Gesundheit
Haltung und Vorbildverhalten
• achtsamkeitsbasierte, werteorientierte Haltung
• Vorbild in Bezug auf gesundheitsorientiertes Verhalten
Wertschätzende Kommunikation
• Anerkennung von Zugehörigkeit und
Leistung
• Kritik mit Wertschätzung der Person
• Balance von Forderung und Förderung
Beachtung der 3 „salutogenen“ Faktoren
• Verstehbarkeit
• Handhabbarkeit / Umsetzbarkeit
• Sinnhaftigkeit
in Bezug auf die Gestaltung der Arbeitsprozesse
49
© Dr. Matthias Lauterbach
Führungsverhalten und Gesundheit
Überprüfung des Führungsverhaltens anhand des Ansatzes der
Salutogenese
Habe ich dafür gesorgt, dass meine Mitarbeiter
durchschauen / sich erklären können, was hier passiert?
Habe ich dafür gesorgt, dass meine Mitarbeiter über die notwendigen
Ressourcen verfügen oder sich verschaffen können, um die
Herausforderungen zu bewältigen?
Habe ich dafür gesorgt, dass meine Mitarbeiter wissen und überzeugt
sein
können, dass sich das Engagement lohnt und was der Sinn der
Herausforderung ist?
50
© Dr. Matthias Lauterbach
Führungsverhalten und Gesundheit
Überprüfung des gesundheitsorientierten Führungsverhaltens
anhand weiterer Fragen:
Sorge ich für ausreichend Klarheit der geltenden Ziele, Werte, Regeln?
Bin ich in einer wertschätzenden Beziehung mit meinen Mitarbeitern?
Bin ich für meine Mitarbeiter berechenbar?
Sind Mitarbeiter entsprechend ihren Ressourcen/ Fähigkeiten eingesetzt?
Halte ich die Balance von Forderung und Förderung?
51
© Dr. Matthias Lauterbach
Mission, Ausrichtung, Vision, Leitbild
Ziele, Teilziele
Strategien, Stoßrichtungen
Instrumente
Maßnahmen
Handlungsebene
52
52
© Dr. Matthias Lauterbach
Unternehmen XY
Mission, Ausrichtung,
Vision, Leitbild
Ziele, Teilziele
Strategien,
Stoßrichtungen
Handlungsebene
Das Unternehmen XY setzt höchste Maßstäbe
bei der Pflege der Human Ressources und bei der
Partizipation aller Beteiligten.
Ein weit verbreitetes und hohes Maß an Zufriedenheit,
Leistungsbereitschaft, Fitness und Leistungsfähigkeit
ist bei der Gestaltung von Wandel erreicht.
Die salutogenen Aktivitäten des Unternehmens
sind koordiniert. Alle Aktivitäten der Organisations-,
Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie der
Gesundheitsförderung sind einbezogen.
Instrumente
Die Verkoppelung der Strukturen von Betriebsärztlichem
Dienst, BGM sowie PE und OE ist durch gemeinsame
Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse verlässlich organisiert.
Maßnahmen
- Gesundheitsmodul in der Führungskräfteentwicklung
- „das gesunde Jahr 200X“: gemeinsame Aktion von PE und
Betriebsärztlichem Dienst
- Pilot: Neustrukturierung Abteilung A
mit integrierter Gesundheitsorientierung
- ...........
53
53
© Dr. Matthias Lauterbach
Modell der Selbstorganisation
Makroebene
(Team/ Organisation)
Randbedingungen
Interaktion, Kommunikation,
Regeln, Strukturen
ökonomische, kulturelle,
politische...
Attraktoren
“Versklavung"
Kontrollparameter
relevante, energetisierende
Informationen,
Verhaltensweisen,
Haltungen
Selbstorganisation
Mikroebene
(z.B. Personen)
individuelles Lernen
Wahrnehmung, Vorannahmen, Handlung
54
© Dr. Matthias Lauterbach
„Lachen ist die beste Medizin“
„Lachen ist gesund“
55
© Dr. Matthias Lauterbach
Jeden Tag treffen wir
neu die Entscheidung
über unsere Gesundheit,
indem wir unsere Nahrung
auswählen, Stress zulassen
oder vermeiden,
für genügend Bewegung
und Ruhe sorgen
und darauf achten,
wie wir denken.
56
© Dr. Matthias Lauterbach
Vielen Dank
57
© Dr. Matthias Lauterbach
58
© Dr. Matthias Lauterbach
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