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Alles, was Ihre Hand braucht Nun sind Sie dran...

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Nun sind Sie dran...
OPED – damit Sie beweglich bleiben
OPED ist spezialisiert auf Medizintechnik, die Verletzte schneller wieder auf
die Beine kommen lässt. Wir versorgen Patienten mit einer ganzen Palette von
orthopädischen Rehabilitationsprodukten. Alle Orthesen werden in Deutschland
gefertigt und sind wieder verwendbar. Mit großem Erfindungsgeist arbeitet
OPED dafür, dass Sie Ihre Patienten mit funktionellen Behandlungskonzepten
optimal versorgen können.
Weitere Infos:
Deutschland/international:
OPED GmbH
Medizinpark 1
83626 Valley/Oberlaindern
Fon +49 (0) 80 24/60 81 82-10
Fax +49 (0) 80 24/60 81 82-99
mail@oped.de
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Schweiz:
OPED AG
Hinterbergstrasse 26
6330 Cham
Fon +41 (0) 41/748 53 35
Fax +41 (0) 41/748 53 40
contact@oped.ch
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35˘35 3535ttt4
UK:
OPED UK Ltd
Unit 2 Glenmore Business Centre
Waller Road
Hopton Industrial Estate
Devizes
SN10 2EQ
United Kingdom
Phone +44 (0)1380 722177
Fax
+44 (0)1380 721960
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www.vacohand.com
Alles, was Ihre
Hand braucht
Beugesehnenverletzungen
www.vacohand.com
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C3
Liebe Patientin, lieber Patient,
dieses Heimübungsprogramm mit Informationen
zu Ihrer Verletzung wird Sie auf dem Weg der
Rehabilitation begleiten.
Aus Sicht der Handchirurgie und Physiotherapie sollen
Sie als Patient gewisse Kenntnisse über die anatomischen und biomechanischen Gegebenheiten der
Beugesehnen durch dieses Heft bekommen, um zu
begreifen, wie wichtig Ihre Mitarbeit bei der Nachbehandlung ist.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rehabilitation.
Ihr OPED-Team
Die primäre Versorgung von
Beugesehnenverletzungen an der Hand
Die Beugesehnen spielen für die Greiffunktion der Hand
eine zentrale Rolle. Ihre Verletzung kann zu erheblichen
Einschränkungen bis zum vollständigen Funktionsverlust führen.
Daher stellt die operative Versorgung von frischen
Beugesehnenverletzungen im Rahmen der Handchirurgie nicht nur hohe Anforderungen an die Operationstechnik, sondern auch in ebenso großem Ausmaß
an die Nachbehandlung, um die Wiederherstellung der
Funktion der Hand zu gewährleisten.
Anatomie
Die Beugesehnen der Hand übertragen die Kraft auf
das Handgelenk und die Finger. Bei den Beugesehnen
unterscheidet man zwischen oberflächlichen und tiefen
Sehnen. Von den Fingergrundgelenken bis knapp über
die Endgelenke hinaus verlaufen die Beugesehnen jedes
Fingers in einer derben Hülle, der Sehnenscheide, die
abschnittsweise durch sogenannte Ring- und Kreuzbänder verstärkt wird. Die Sehnenscheiden führen
die Sehnen dicht an Knochen und Gelenken entlang
(Prinzip des Bowdenzuges).
Hier ist die Sehnenheilung besonders kritisch: einerseits neigen die Sehnen zu Verwachsungen mit den
oben geschilderten Sehnenscheiden, zum anderen
heilen die Sehnen langsam und sind wenig belastbar.
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DIP
tiefe Beugesehne
M.flexor digitorum profundus
C1
A2
A1
PIP
Sehnenscheide
Tiefe Beugesehne
(M.flexor digitorum
profundus)
oberflächliche Sehne
M.flexor digitorum superficialis
Sehnenplatte die den
Karpaltunnel überzieht
(Retinaculum flexorum)
MCP
Oberflächlichle
Beugesehne
(M. flexor digitorum
superficialis)
Karpaltunnel
DIP = Endgelenk
(Endgelenk/distales Interphalangealgelenk)
PIP = Mittelgelenk
(Mittelgelenk/proximales Interphalangealgelenk)
MCP = Gelenk zwischen Mittelhandknochen und
der Fingerknöchel (Grundgelenk/Metarcarpophalangealgelenk)
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C2
A3
A 1-5 = Ringbänder
C 1-3 = Kreuzbänder
Die Ring-, und Kreuzbänder dienen
den oberflächlichen und tiefen Beugesehnen als Führungstunnel und
fixieren diese an den Fingerknochen.
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Zone 1
Zone 2
Zone 3
Zone 4
Zone 5
• Hier ist nur die tiefe Beugesehne
betroffen.
(M. flexor digitorum profundus)
•
• Verläuft mittig in der Handinnen fläche im Bereich der Mittelhand
knochen.
• Diese Zone entspricht dem
Karpalkanal und enthält neun
Flexorensehnen
(siehe Zone 1 und 2) zusammen
mit dem N. medianus.
•
Hier ist die oberflächliche und/
oder tiefe Beugesehne betroffen.
(M. flexor digitorum profundus
und superficialis)
• Die Heilung in dieser Zone ist
nicht so kritisch, wie in Zone 2.
Diese Zone reicht vom Rand
des Karpaltunnels bis zum
Muskel-Sehnen-Übergang im
Bereich der Unterarmmitte.
Aufgrund der unterschiedlichen
Anatomie und Ausheilungsprognose
wird die Hand in 7 Zonen
(Klassifikationen) eingeteilt.
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6
Zone 6
Zone 7
• Hier ist die lange Daumen beugesehne (M.flexor policis
longus) betroffen.
• Hier ist die lange Daumenbeuge sehne (M.flexor policis longus)
betroffen. Die hier liegenden
Muskeln für die Steuerung des
Daumens sind (meist) mitbetroffen.
Nachbehandlung
Heilungsdauer
Verletzungen der Beugesehnen neigen dazu, im
Rahmen der Heilung mit dem umgebenden Gewebe
zu verwachsen, was zu Bewegungseinschränkungen
führt. Dies kann durch eine frühzeitig einsetzende
Bewegungstherapie verhindert bzw. verringert werden.
Andererseits muss die Sehnennaht vor einer zu starken
Belastung geschützt werden, um zu verhindern, dass
sie reißt.
Sechs Wochen nach der Naht ist eine vorsichtige aktive
Teilbelastung der Sehnennaht möglich. Die fast volle
Belastbarkeit wird erst nach 12 Wochen erreicht. Den
genauen Behandlungszeitraum wird ihr Hand-, Ergooder Physiotherapeut mit Ihnen besprechen.
Achtung:
Durch zu frühe Belastung – vor allem beim
kompletten festen Faustschluss – besteht die große
Gefahr des Risses oder Ausrisses der Sehnennaht.
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Das Wirkungsprinzip der VACOhand Flex
Die Bewegung der Sehne wird dadurch erreicht, dass
der Patient die Finger selbst aktiv streckt. Lässt der
Patient die Streckung nach, werden die Finger ohne
Zutun des Patienten durch ein spezielles Zugsystem
gebeugt, welches an den Fingernägeln befestigt ist.
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Dadurch entsteht an den Beugesehnen kein Zug. Der
Patient wird dazu mit einer speziellen Schiene versorgt,
die das Handgelenk und die Fingergrundgelenke in
Beugestellung hält und an der die Zügelung und ihre
Führung befestigt sind.
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Übung geeignet
Folgende Übung können Sie zur Reduktion
der Schwellung zu Hause durchführen:
Nicht geeignet
Ziel
Reduktion der
Schwellung
Strecken und Beugen der Arme
(ödemreduzierend) mit Zügelung
der Finger
· Beide Arme in Richtung der Zimmerdecke
strecken, dabei darauf achten, dass die
Handinnenfläche nach vorne zeigt (Pro nationsstellung) und die Finger gestreckt
sind.
· Arme wieder nach unten führen und die
Finger durch die Zügelung wieder beugen
lassen.
Maßnahme
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Heimübungsprogramm nach
Beugesehnenverletzungen
(nach ca. 6 Wochen)
Das Schlimmste ist überstanden:
Die Verletzung ist gut verheilt und Sie dürfen endlich
wieder ohne Orthese den Alltag bestreiten.
Hier erhalten Sie Übungen, die Sie zusammen mit Ihrem
Hand-, Ergo-, oder Physiotherapeuten in der Praxis
erarbeiten und dann Zuhause regelmäßig durchführen.
Die Nachbehandlung von Beugesehnenverletzungen
erfordert eine sorgfältige ergo- und handtherapeutische
Anleitung und Ihre disziplinierte Mitarbeit als Patienten.
Durch Ihr motiviertes und selbständiges Üben können
Sie die Heilung aktiv unterstützen.
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Erfolgsaussichten
Im Idealfall kann eine freie Sehnenfunktion ohne
Bewegungseinschränkung erreicht werden.
• Art und Ort der Verletzung
• Begleitverletzungen
• Mitarbeit des Patienten bei der Nachbehandlung
Viel Erfolg beim Trainieren!
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Übung geeignet
Übung geeignet
Nicht geeignet
Nicht geeignet
Ziel
Ziel dieser Übungen ist die
· Vermeidung bzw. Verhinderung einer
Schwellung (Ödem) an der operierten
Hand.
Alle Übungen sollen 5x täglich durchgeführt
werden, mit jeweils 15 Wiederholungen
Finger spreizen und zusammenführen (ödemreduzierend)
· Ellenbogen am Tisch aufstellen
· Finger spreizen und wieder zusammenführen
Ziel
Reduktion der
Schwellung
· Erhöhung der Beweglichkeit
· Verhindern von Verklebungen
(Adhäsionen) im Operationsgebiet
Maßnahme
Maßnahme
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Übung geeignet
Übung geeignet
Nicht geeignet
Nicht geeignet
Ziel
Reduktion der
Schwellung
Beugen und Strecken der *MCP –
Gelenke (ödemreduzierend)
· *Gelenke zwischen Mittelhandknochen
und der Fingerknöchel (Grundgelenk)
· Betroffene Hand mit der nicht betroffenen
Hand innen (palmar) stabilisieren.
· Jetzt in den MCP-Gelenken vollständig
beugen und strecken
Maßnahme
(Manikürfaust) Beugen und
strecken in den *PIPs
(Verbesserung der Beweglichkeit)
· *PIPs = zweites Fingergelenk
(Mittelgelenk/proximales Interphalangeal-
gelenk)
· Mit der nicht betroffenen Hand die
betroffene rückseitig an den Grund gliedern, Handrücken und an der Hand innenseite unter den MCPs fixieren
· Beugen aller Finger mit den zweiten
Fingergelenken (PIPs) möglichst bis zur
Manikürfaust, anschließend alle Finger
in den PIPs so weit wie möglich strecken
Ziel
Verbesserung der
Beweglichkeit
Maßnahme
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Übung geeignet
Übung geeignet
Nicht geeignet
Nicht geeignet
Ziel
Verbesserung der
Beweglichkeit
PIP Gelenke (Verbesserung
der Beweglichkeit)
· Grundgelenk des betroffenen Fingers
proximal des PIP-Gelenks in den Fingern
der anderen Hand stabilisieren bzw.
fixieren.
· Finger im PIP-Gelenk möglichst
vollständig beugen und strecken.
DIP-Gelenke (Verbesserung
der Beweglichkeit)
· *DIP = erstes Fingergelenk
(Endgelenk/distales Interphlangealgelenk)
Ziel
· Mittelknochen des betroffenen Fingers
oberhalb des DIP-Gelenks mit den Fingern
der anderen Hand stabilisieren, be ziehungsweise fixieren.
Verbesserung der
Beweglichkeit
· Fingerendglied im DIP-Gelenk möglichst
vollständig beugen und strecken
Maßnahme
Maßnahme
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Übung geeignet
Übung geeignet
Nicht geeignet
Nicht geeignet
Ziel
Bewegung der Finger
Verbesserung der
Fingerbeweglichkeit
Die Finger nacheinander zum Daumen
führen, dabei sollten Sie immer einen
ge­schlossenen Kreis bilden. Zu Beginn
langsam durchführen und dann die
Geschwindigkeit langsam steigern.
Maßnahme
Therapieknete
Die Therapieknete ist ein Hilfsmittel, um
die Beweglichkeit von Fingern und Händen
zu verbessern und motorische Fähigkeiten
zu schulen. Daher wird die Therapie-Knete
auch nach Verletzungen und Operationen
eingesetzt. Ein schneller Erfolg stellt sich
bei regelmäßigem Üben ein. Die Muskulatur
wird gekräftigt, die Beweglichkeit der
Gelenke und die Koordinationsfähigkeit
der Finger und Hände insgesamt verbessert.
Je größer die Funktionseinschränkung ist,
desto weicher sollte die Knetmasse sein.
Die für Sie geeigneten Übungen und deren
Wiederholung stimmen Sie bitte mit Ihrem
Therapeuten ab.
Ziel
Beweglichkeits- und
Kraftverbesserung
Maßnahme
Therapieknete
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Übung geeignet
Nicht geeignet
Ziel
Verbesserung der
Gelenkbeweglichkeit, Muskelkraft
und Ausdauer
Maßnahme
Handmaster
Dieses Trainingsgerät gibt es in drei verschiedenen Stärken und dient zur Kräftigung
der Fingerbeuger und -strecker.
Sie sollten mit der „Soft-Version“ beginnen.
Platzieren Sie zuerst die Daumenschlinge.
Die Schlinge für die Finger wird zwischen
den oberen zwei Knöcheln jedes Fingers
platziert.
Übungsausführung
Zuerst drücken Sie den Ball zusammen und
halten die Position für einige Sekunden. Jetzt
spreizen Sie die Finger und den Daumen und
halten diese Streckposition kurz. Die Übung
sollte nur bis zu einer angenehmen Ermüdung durchgeführt werden. Wenn Ihnen der
Widerstand zu leicht ist, dann wechseln Sie
zur nächsten Stärke und führen die Übung
wie oben beschrieben durch.
In den vergangenen Monaten haben Sie einiges
geleistet. Hinter Ihnen liegt nicht nur eine Operation,
sondern auch eine anstrengende Rehabilitationszeit.
Ihrem Training ist es mit zu verdanken, dass Ihre Hand
heute wieder beweglich ist.
Darauf können Sie stolz sein! Vielleicht stören Sie
noch kleine Einschränkungen im Alltag. Je nach Alter,
Geschlecht und Sportlichkeit kann die Heilung unterschiedlich lange dauern.
Trainieren Sie weiter, es lohnt sich!
Ihr OPED-Team
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