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Ich hab' euch was erzählen! - Baptistengemeinde Thalwil

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 ... aus dem Brunnentrog Wohnstrasse Lebensbotschaften Ich hab‘ euch was erzählen! leben in Freiheit Stefan Gisiger Galater 1,1‐5 Thalwil 15.4.2012 Liebe Gemeinde Ich habe den Titel der Predigt so gewählt, weil ich der Überzeugung bin, dass die Dinge, die in diesem Brief von Paulus an die Galater stehen, wichtig sind, richtig wichtig sind. So wichtig, dass sie erzählt werden müssen. Es geht nicht anders. Ich hab‘ euch was zu erzählen! Diejenigen, die schon Jahre und Jahrzehnte in dieser Gemeinde ein‐ und ausgehen, wissen, dass ich seit September 1999 nun hier vorne stehe und genau dies sage: Ich hab‘ euch was zu erzählen! Nur nicht mit diesen Worten. So mag es Paulus auf seinen Reisen ergangen sein. Er begegnete Menschen, war unterwegs, musste sich mit schwierigen Situationen befassen, wusste nicht, sollte er links oder rechts ge‐
hen, landete im Gefängnis – immer und über all wurde er von einer Sache getrieben: Ich hab euch was zu erzählen! Ich beginne heute eine Serie über den Galaterbrief. Dieser Brief wird auch der Brief der Freiheit genannt. Paulus fährt steil ein in diesem Brief, unglaublich steil; manchmal fasst beängstigend. Einige in der Gemeinde mögen sich an die Zeit in den 90er Jahren erinnern, als ich noch Prakti‐
kant in dieser Gemeinde war. Damals durfte ich zusammen mit dem Pastor auch eine Pre‐
digtserie über den Galaterbrief halten. Und nach über zehn Jahren, so habe ich mir gedacht, darf man mal wider eine Serie über diesen Brief des Paulus halten. Allein schon der nun hier als Predigttext vorliegende Briefeingang ist so dicht vollgepackt mit Botschaft, dass ein Wochenseminar ohne Probleme durchführbar wäre. 1 Diesen Brief schreibt Paulus, der Apostel. Ich schreibe ihn als einer, der seinen Auftrag nicht von Menschen erhalten hat, auch nicht durch menschliche Vermittlung, sondern von Jesus Christus und von Gott,
dem Vater, der Jesus vom Tod auferweckt hat.
Allein dieser erste Vers hat es in sich. Verschiedene Themen sind darin zu finden: Berufung, Erlösung, Auferweckung, Jesus Christus im Zentrum – mit jedem dieser Themen ist es möglich, biblisch‐theologisch sich von 1. Mose 1 bis Offenbarung 22 durchzuarbeiten. 2 Zusammen mit allen Brüdern und Schwestern, die bei mir sind, schreibe ich an die Gemeinden in Galatien.
15.4.2012 ...aus dem Brunnentrog: Wohnstrasse Lebensbotschaften Stefan Gisiger Ein Rundbrief liegt also vor uns. Wer hat schon mal einen Rundbrief geschrieben? Ich nehme an, einige unter uns haben das eine Zeit ihres Lebens getan. Legen wir mal das Bild, das wir von Rundbriefen haben beiseite. Denn was Paulus hier schreibt ist nicht ein gewöhnlicher Rundbrief an Gemeinden. Er kannte diese Gemeinden. Er gründete diese Gemeinden. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben diese Gemeinden im Gebiet rund um Ankara, der Hauptstadt der heutigen Türkei, gelegen. Mitten in Kleinasien. Diesen Gemeinden schreibt er diesen Rund‐
brief. Anlass dafür muss etwas gewesen sein, was in diesen Gemeinden vorgefallen ist, nach‐
dem Paulus weitergereist ist. Er hörte davon. Und darauf reagierte er mit diesem Rundbrief. Dass er in diesem Brief massiv einfährt, muss damit zusammenhängen, dass das, was er von Galatien gehört hatte, ihn gehörig erschreckt haben muss. 3 Gnade und Frieden sei mit euch von Gott. Was heisst hier: massiv einfahren? Der Brief beginnt mit einem Segensgruss. Paulus weiss, dass sicher nicht alle in den Gemeinden mit dem einverstan‐
den sind, wie er die Sache sieht. Aber er stellt den Segensgruss an den Anfang: 3 Gnade und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn. Diesen Satz hört man landauf landab in den Kirchen und Kapellen und Gemeindehäusern, wenn die Pfarrer und Pas‐
toren zu Beginn des Gottesdienstes die gottesdienstliche Gemeinde begrüssen. 3 Gnade und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn. Und die Gemeinde sagt: Amen! Nicht wahr? Doch eigentlich hört der Satz nicht mit dem gerne zitierten Segensgruss auf, sondern geht weiter und berichtet von diesem Jesus, 4 der sein Leben für unsere Sünden hingegeben hat. Hier wird es schon konkreter. Bin ich bereit, dieser Aussage vorbehaltlos zuzustim‐
men? – Nicht dass dies schon alles wäre. Nun kommt noch mehr: Das tat er, um uns aus der gegenwärtigen Welt zu befreien, die vom Bösen beherrscht wird. So war es der Wille unseres Gottes und Vaters – 5 ihm gehört die Herrlichkeit für alle Ewigkeit! Jetzt sagt die Gemeinde: Amen.
Wir haben vor uns einen Briefeingang. Alles, was ein Briefeingang braucht, ist in diesem Briefeingang lesbar. Kurz und knapp sogar das Programm des Briefes. Wer einen Brief schreibt, sei es nun geschäftlich oder privat, wird auf gewisse Weise einiges wiedererkennen. Denn sind diese Briefe wichtig, wollen sie eine wichtige Botschaft weiterge‐
ben, dann sehen sie entsprechend aus. Bitte helft mir mal zusammenzutragen, was alles in einen Briefkopf gehört: 
2 eine Adresse – der Adressat: Wo der Brief hingeht Baptistengemeinde Thalwil http://thalwil.baptisten.ch Stefan Gisiger 
... aus dem Brunnentrog: Wohnstrasse Lebensbotschaften 15.4.2012 Ort und Datum – haben wir in unserem Fall des Galaterbriefes leider nicht. Wir können eine Zeitspanne eingrenzen. 
ein „Betrifft“, mit anderen Worte: Worum geht es? 
den Absender: Auf einem Briefkopf muss doch der Absender ersichtlich sein, damit man weiss, woher der Brief kommt. Und wenn der Brief ganz wichtig ist, was ist dann auch noch zu finden? 
ein Stempel, ein Signet oder früher auch ein Siegel. Es folgen auf Folien Beispiele von Briefköpfen, Signets und Siegeln von der Gegenwart bis zu‐
rück in wirklich frühere Zeiten. Wenn ich etwas Wichtiges zu sagen habe, dann gestalte ich dies entsprechend. Wenn ein Red‐
ner oder ein Vortragender etwas zu sagen hat, dass ist das meist eine spezielle Atmosphäre. Bei einer Pressekonferenz wird etwas Wichtiges gesagt. Da stehen die Mikrofone der Nachrichten‐
agenturen und im Raum sitzen eine Menge Journalisten. Wenn es etwas Wichtiges zu verkünden gibt, dann künde ich das auch entsprechend an. Ge‐
nauso macht es Paulus. Auch er gebraucht die klassischen Briefeingangselemente: Adressat, Absender, Grussformel, Signet oder Siegel. Weil wir den Brief nicht im Original vorliegen haben, wissen wir auch nicht, wie der Briefkopf ausgesehen haben mag, den der erste Leser dieses Briefes zu Gesicht bekam. Ich gehe davon aus, dass Paulus diesen Brief persönlich und nicht über die offiziellen Postkanäle der Antike hat schicken lassen. Vielleicht hat ihn jemand abgeholt oder er wurde von einem der Mitarbeiter der Paulus persönlich nach Galatien gebracht. Wie sich der Brieftransport abgespielt hat, wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist dies: dieser Brief hat einen Absender: 1 Diesen Brief schreibt Paulus, der Apostel.
Wir wissen, von wem die Rede ist. Wir erkennen, von wo der Brief kommt. Natürlich kann ich einen Brief auch anonym schreiben. Es mag dafür gute, richtige, möglicherweise sogar lebens‐
wichtige Gründe geben, dass ein Mensch die Anonymität beim Briefschreiben wählt. Genauso gut kann es aber einfach Feigheit sein. Sind wir schon solchen Menschen begegnet, die einfach nicht zu dem stehen können, was sie schreiben oder sagen? Menschen, die plötzlich etwas ma‐
chen oder tun, und man hat es nicht gesehen. http://thalwil.baptisten.ch Baptistengemeinde Thalwil 3 15.4.2012 ...aus dem Brunnentrog: Wohnstrasse Lebensbotschaften Stefan Gisiger Hier schreibt einer ganz klar: Das, was jetzt in diesem Brief kommt, das stammt von mir. Hier müssen wir innehalten und darüber nachdenken. Denn was hier geschieht, ist wichtig. Gerade wenn es um das Evangelium geht. Schäme dich nicht, wenn es um das Evangelium geht. Wenn du hin stehst oder gefragt wird, dann kannst du sagen: Das sage ich. Denn ich habe dies von Jesus bekommen. Es ist sein Evangelium, das mein Evangelium geworden ist. Sag es dann. Sag, was du zu sagen hat. – Sag, was du zu sagen hast. Paulus fährt fort und legt seine Legitimation dar. Schliesslich ist es wichtig zu wissen, wer der Auftraggeber ist, wer es Paulus erlaubt, den Titel zu gebrauchen, den wir hier finden: Apostel. Vergleicht man im Neuen Testament die Briefeingänge der Briefe des Paulus, so ist festzustel‐
len, dass er sich bei den frühen Briefen nicht Apostel nennt. Hier bein Galaterbrief aber schon. Er stellt sich hier mit diesem Titel auf eine Stufe mit dem anderen elf Apostel in Jerusalem. Nicht aber in dem Sinne Apostel, als dass er Jesus von Angesicht zu Angesicht gesehen hat, die die Jerusalemer Apostel. Dies braucht eine nähere Begründung und so legt er seine Legitimati‐
on dar. Er zeichnet gewissermassen mit Worten ein Signet oder Siegel: Ich schreibe ihn als einer,
der seinen Auftrag nicht von Menschen erhalten hat, auch nicht durch menschliche Vermittlung, sondern
von Jesus Christus und von Gott, dem Vater, der Jesus vom Tod auferweckt hat.
Soweit seine Legitimation. Wo zählt sie? In welchen Gesellschaftsbereichen zählt eine solche Legitimation? In der Welt, im Geschäft, im Privaten, in der Gemeinde? Ganz sich zählt diese Legitimation in der Gemeinschaft derer, die wissen wovon er redet. Diejenigen, die in Gott ei‐
nen Vater im himmel haben, diejenigen, die Jesus Christus kennen, diejenigen, die eine Begeg‐
nung mit dem Auferstandenen gehabt haben, die können sagen: Ich weiss, wovon der redet. Diese Menschen können dann der Legitimation zustimmen, weil sie wissen, dass sie stimmt und sie kaufen dem Paulus ab, was er sagt. Wenn ich nun im Zusammenhang mit dem Evangelium darüber nachdenke, ob ich etwas vom Evangelium in Worte kleiden soll: werde dann ernst genommen? Die Legitimation, dass du der Mann und die Frau sein kannst, die Person bis, die Jesus Christus im Herzen trägt, die sein Le‐
ben lebt und damit seine Botschaft verkündigt, diese Legitimation hat du nicht von Menschen bekommen. Gott hat sie dir in Jesus Christus, in seinem neuen Leben gegeben. in dieser Legiti‐
mation darfst du reden und leben so, wie er es gesagt hat. Das ist deine Legitimation, selbst wenn dich die ganze Welt nicht ernst nimmt, Gott nimmt sich in dieser Sache ernst, weil er dich 4 Baptistengemeinde Thalwil http://thalwil.baptisten.ch Stefan Gisiger ... aus dem Brunnentrog: Wohnstrasse Lebensbotschaften 15.4.2012 legitimiert hat. Egal, ob du gemieden wirst, ausgelacht, verspottet, links liegen gelassen, ge‐
mobbt wirst, die Legitimation für das, was du bist, und was du in Christus hast, kommt von Gott dem Vater. Und er, dein Vater im Himmel, bleibt darin treu. Wie schön, wenn die Bot‐
schaft, die du so lebst und verkündigst, auf fruchtbaren Boden fällt. Wie schön, wenn Menschen diese Legitimation anerkennen und sagen: Davon will ich mehr. Paulus, so sagt er, schreibt diesen Brief nicht alleine. Er schreibt ihn 2 Zusammen mit allen Brüdern
und Schwestern, die bei mir sind, schreibe ich an die Gemeinden in Galatien.
Er schreibt zwar diesen Brief, doch aus der Gemeinschaft mit anderen Geschwistern. Und das ist wichtig. Denn ich kann mir gut vorstellen, wie er mit seinen Mitstreitern, seinen Freunden, seinen Glaubensgeschwistern diskutiert hat, auf welche Weise die Menschen in den Gemeinden in Galatien sowohl gewarnt als auch ermuntert werden können. Sicher fragten sie sich, wie sie gleichzeitig den Glauben der Geschwister zu festigen vermögen und ihnen aber auch klar ma‐
chen können, das gewissen Dinge so nicht gehen. Wie mache ich es am Schlausten? Wie begin‐
ne ich diese Thematik am Besten? Was denkt ihr: Wie soll ich das schreiben? Wenn du etwas wichtiges zu sagen hat, dann wirst du dir sicher genau überlegen, wie du das Gespräch eröffnen, die Predigt beginnen, den Brief anfangen willst. Wie trete ich vor die Men‐
schen? Welche Haltung habe ich? Wie stehe ich da? in den allermeisten Fällen entscheidest du das nicht alleine. Du wirst andere fragen, ob es so recht sei oder nicht doch anders zu sein hat. Viele Verantwortungsträger haben Ideen und An‐
sätze, wie das Wichtige, das sie zu sagen haben, umgesetzt werden soll. Die konkrete Ausarbei‐
tung aber übergeben sie jemandem: dem Ghostwriter, dem Redenschreiber. Ein Ausnahme bil‐
dete Altbundesrat Moritz Leuenberger, der dafür bekannt ist, seine Reden im selbst verfasst zu haben. Mittlerweile gibt es kleines Büchlein seiner Reden. Dennoch ist es wichtig, dass jemand, das, was ich verfasst habe, gegenliest, abcheckt auf Spit‐
zen, die nicht sinnvoll sind und komplizierte oder schwierige Formulierungen glättet. Und Paulus sagt nun: Von mir kommt, was ihr liest in diesem Brief, zusammen mit den ande‐
ren Geschwister und aufgrund der Legitimation, die mir Gott gegeben hat. Sind Christen zusammen, und du gibst etwas weiter, sagst etwas in die Gemeinschaft, dann gibt es doch nichts Schöneres als das, was wir zu Beginn unserer heutigen Gemeinschaft ge‐
macht haben: singen, beten und Gott loben, einander den Segen wünschen, Gnade und den http://thalwil.baptisten.ch Baptistengemeinde Thalwil 5 15.4.2012 ...aus dem Brunnentrog: Wohnstrasse Lebensbotschaften Stefan Gisiger Frieden. Was macht Paulus? Genau das! Er beginnt mit einer Gruss‐ und Segensformel: 3 Gnade
und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn. Dieses Wort Gnade ist ein wunderschönes Wort. Als Christen in einer Freikirche sehen wir sehr schnell darin die Heilandstat Jesu am Kreuz. Die Gnadentat Jesu, das Heil. Im griechischen Wort Gnade – Charis – ist aber noch die Bedeutung Schönheit enthalten, Charme, Originalität. Das wünscht Paulus den Galatern von Gott dem Vater im Himmel und von Jesus Christus: Gnade, die Schönheit und Charme ist. Nicht, um sich bei den Galatern einzuschleimen. Paulus geht es um das wohlwollend Gute, das uns von Gott her gegeben ist. Natürlich in der Heilands‐
tat. Aber möglicherweise umfassender, als wir es bisher gedacht haben. Paulus geht es um die Heilandstat in ihrer Schönheit, die uns zuteil wird. Schreibt dann ein Jude noch von Frieden neben der Gnade, dann meint er mehr als das griechi‐
sche Wort für Frieden fassen kann. Paulus meint hier das hebräische Shalom, allumfassendes Wohlsein. Komplettes Wohlsein im deinem ganzen Sein. Nichts stört. Alles ist gut. Alles stimmt. Das wünscht Paulus den Galatern. Damit ist auch klar, dass Frieden mehr ist als gestoppte Kampfhandlungen. Frieden ist mehr als Waffenstillstand. Frieden ist mehr als eine intakte Rechtsordnung. Im Frieden, und ich kann es nur so abgrenzen, ist es mehr, als wir erleben in unserem Leben. Kommt dieser Friede gar von Gott, dann ist es noch viel mehr. Ist unser Herz erfüllt mit dem Frieden, den der himmlische Vater uns gibt, dann können wir das nur schwer mit Worten beschreiben. Wir können dann lediglich sagen: Wow! Ich habe Shalom erfahren. Allumfassendes Wohlsein. Wenn ich so darüber nachdenke, dann kann ich die Situationen, in denen ich in meinem Leben wirklichen Shalom erfahren habe, an meinen Fingern abzählen. Und jetzt stellt euch vor, Sha‐
lom ist nicht an den Fingern abzuzählen, sondern immerwährend. Diese zwei Worte Gnade und Frieden, mit der eben von mir beschriebenen Füllung, steht hinter dem Brief. Die ganze Problematik, die Paulus anschliessend im Galaterbrief angeht, alle heraus‐
fordernden und schwierigen Situation, die in einem Leben auftauchen, alles, was an Brüchen vorliegt, an Verletzungen geschehen ist, an Schuld vorhanden ist, an falschen Wegen gegangen wurde, mögen da sein. Doch am Beginn des Briefes steht: 3 Gnade und Frieden sei mit euch von
Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn. 6 Baptistengemeinde Thalwil http://thalwil.baptisten.ch Stefan Gisiger ... aus dem Brunnentrog: Wohnstrasse Lebensbotschaften 15.4.2012 Und erst, nachdem dies gesagt wurde, darf alles andere gesagt werden. Zuerst kommt diese Grundlage. Hinter diese Grundlage gehen wir nicht zurück. Auf dieser Grundlage stehen wir miteinander. Und dann: Das Programm des Briefes. Paulus packt in seiner ganz eigenen Art kurz und knapp das Evangelium in eine geistliche Vitamintablette. Er sagt damit: Dieser Jesus Christus hat sein Leben hingegeben. Dies tat er, damit wir nicht mehr Teil dieser Welt sein müssen, die vom Bö‐
sen beherrscht wird. Dafür gehört ihm die Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Auf dieser Grundlage stehen wird. Darum geht es. Was er damit meint, breitet er in den sechs Kapiteln des Galaterbriefes aus. Es gilt also: Wo auch immer wie stehen und reden, Gott gibt uns die Legitimation, wenn es um das Evangelium geht. Er tut dies durch seinen Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist. Dies gibt uns die Gewissheit, dass wir ebenso wie Paulus beginnen dürfen. Gerade auch wenn es ein schwieriges Gespräch wird, ich mich schwer tue, den Brief zu schreiben oder ich etwas nicht so einfaches mitzuteilen habe. Die Gnade und der Frieden Gottes, des Vaters und seines Sohnes Jesus Christus stehen am Anfang. Diese Gnade und diesen Frieden wünsche ich euch jetzt zu Beginn diese Woche. Ja, 3 Gnade und
Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn, in allem, was ihr tut, erlebt, Gespräche führt, Briefe schreibt, Entscheidungen treffen müsst und euer tägliches Leben führt. Amen. http://thalwil.baptisten.ch Baptistengemeinde Thalwil 7 
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