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Blended Learning, Ralf Volkmer

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E-Learning__________________________________________________________
Blended Learning
Was Lernen mit
Tee oder Whiskey zu
tun hat
Ralf Volkmer
Computer und Internetzugang gehören heute zum Standard. In firmeninternen Netzwerken sind Arbeitsplätze miteinander verknüpft und die Kommunikation via Internet und/oder Intranet rund um die Welt ist Normalität
geworden. Warum sollte dann die „neue“ Infrastruktur nicht auch zur Vermittlung von Lerninhalten genutzt werden?
Bis vor wenigen Monaten war e-Learning das
Modewort in der Bildungslandschaft. Einigen
Prognosen zur Folge sollten bis zu 10 Milliarden
Euro in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung
eingespart werden. Die Berufsgruppe der freiberuflichen Trainer fürchtete um ihre Einkünfte und
die Gemeinschaft der Bildungsanbieter wusste
nicht so recht, wie und ob e-Learning das klassische Seminargeschäft positiv oder negativ beeinflussen würde. Bei genauerem Betrachten ist festzustellen, dass e-Learning fast ausschließlich bei
Grosskonzernen umgesetzt wird. Vereinzelt findet
man auch einige e-Learning-Lösungen bei Bildungsträgern, diese sind jedoch in der Regel mit
öffentlichen Mitteln gefördert. Bei Klein- und Mittelständischen Unternehmen ist e-Learning zwar
kein unbekanntes Wort mehr, jedoch sind eLearning-Anwendungen im Prinzip nicht existent.
Warum setzt sich e-Learning scheinbar so
schwer in der Praxis durch? Wir neigen oft dazu,
ins Extrem zu verfallen: Entweder lehnen wir das
Neue kategorisch ab oder stürzen uns darauf und
müssen dann enttäuscht feststellen, dass es so
einfach nicht funktioniert. Noch dazu bringt uns
die oftmals zermürbende, langwierige und an den
Extremen geführte Diskussion nicht einen einzigen Schritt voran.
Vielleicht haben Sie schon einmal gehört,
dass bei Tee oder Whiskey mitunter die besondere Note durch die Mischung „blended“ erzielt
wird? Können Sie sich vorstellen, wie spannend
innovatives Lernen mit den richtigen Zutaten sein
kann? Blended Learning bietet neue Ansätze, um
die Vorteile aus den Elementen des e-Learning
und den „klassischen“ Medien und Methoden zu
nutzen. Denn optimaler Lernerfolg wird durch zielgruppen- und themenadäquaten Medien- und Methoden-Mix erreicht. Präsenzunterricht erfährt einen signifikanten Mehrwert durch die Kombination mit innovativen Lernformen und zeigt damit
neue, vielfältige Wege in der Aus- und Weiterbildung auf.
Die neuen Medien verstehen sich nicht als
Konkurrenten der Trainer, sondern können durchaus helfend unterstützen und ein Schlüssel zu
mehr Kundenzufriedenheit sein. Angesagt ist ein
bunter, fein auf den Kunden abgestimmter Mix.
Die VC Virtual Center GmbH, ein Anbieter von
Blended Learning-Lösungen, geht sogar noch
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einen Schritt weiter. Blended Learning ist für den
Friedrichsdorfer Plattformanbieter nicht nur die
Verknüpfung von Büchern, Handouts, Seminaren,
Workshops, Einzelcoaching, usw. mit webbasierten Inhalten (Web Based Training), sondern auch
die Nutzung von virtuellen Klassenzimmern um
beispielsweise Seminare vor- und/oder nachzubereiten. Hierdurch erreichen insbesondere Bildungsanbieter und Trainergemeinschaften ein
hohes Differenzierungsmerkmal in dem so hart
umkämpften Bildungsmarkt.
Die Praxis zeigt, ein solcher Ansatz hat Erfolg.
Als Beispiel seien zwei Organisationen genannt,
die den Brückenschlag zwischen klassischen Instrumenten der Inhaltsvermittlung und den Möglichkeiten der internetgestützten Medien geschafft haben. So werden beispielsweise bei der
INtem Trainergruppe Seßler die Teilnehmer in „virtuellen Classrooms“ auf die Präsenzveranstaltung
vorbereitet.
Die Teilnehmer können mit dem Trainer
und/oder untereinander Kontakt aufnehmen und
ihre Erwartungen an die Präsenzveranstaltung
austauschen. Der Trainer hat die Möglichkeit, die
Teilnehmer auf ihre Vorkenntnisse zu „checken“
und damit bei der Ausgestaltung der Präsenzveranstaltung entsprechend Einfluss zu nehmen bzw.
im Vorfeld Web Based Training Programme anzubieten, um eine Angleichung der Vorkenntnisse zu
erreichen. Nach der Präsenzveranstaltung steht
der Trainer den Teilnehmern in dem gleichen virtuellen Classroom weiter zur Verfügung - wertvolle
Erfahrungen aus der Praxis können ausgetauscht
und diskutiert werden. Das so wichtige Reflektieren des Erlernten bekommt eine völlig neue Dimension und wenn notwendig, kann bei Bedarf
nachträglich oder parallel zur Präsenzphase auf
Inhalte des Web Based Training zugegriffen
werden.
„Bei der Gestaltung der Web Based Training
Programme verzichten wir ganz bewusst auf das
multimediale und interaktive Feuerwerk, es geht
uns um die Inhalte und nicht darum, die Möglichkeiten der Technik um jeden Preis auszunutzen.
Unsere Teilnehmer möchten in erster Linie die
sachliche Information, die ihnen bei der Problemlösung weiterhilft.“ so Helmut Seßler, Geschäftsführer von INtem. „Als wir Mitte 2001 dieses Konzept gemeinsam mit der VC Virtual Center GmbH
erarbeitet haben, wussten wir nicht, dass man
dies einmal Blended Learning nennen wird.“ fügt
Marion Kling, verantwortliche Projektleiterin bei
INtem hinzu.
Eine ganz andere Art von „Blended“ verfolgt
der GABAL Verlag. Die Besonderheit der Reihe
book@web liegt in dem Crossmedia-Konzept, indem im Internet für jeden Buchtitel zusätzliche Informationen, praktische Downloads, interaktive
Übungen, Audio- und Videomaterial sowie Kommunikationstools für den Austausch mit Gleichgesinnten frei zur Verfügung gestellt werden. Der
Leser hat zwei in einem - einerseits das Buch als
Medium für den linearen Transport von Informationen und andererseits das Web mit seinen multimedialen, kommunikativen und auf Aktualität
ausgerichteten Möglichkeiten. Eine synergetische
Liason, die passive Wissensvermittlung und aktives Selbstlernen optimal verbindet. „Die beiden
Medien verstehen sich ganz prächtig, trotz oder
vielleicht sogar wegen ihrer Unterschiedlichkeit.
Denn die Frage ist nicht – und auch das wissen
wir im Grunde längst – ein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-Auch und ein Wie.“ berichtet
Ute Flockenhaus, verantwortliche Projektleiterin
des GABAL Verlags.
Diese zuvor beschriebenen Beispiele sind unter anderem auch Bestandteil einer Vortragsreihe
im Rahmen des Symposiums „Blended Learning
für Bildungsanbieter, Trainergemeinschaften und
Klein- und Mittelständische Unternehmen“ am 14.
Juni 2002 im MARITIM Parkhotel in Mannheim.
Hier können Sie von Praxisexperten erfahren:
• wie Blended Learning-Konzepte aussehen
können
•
•
•
•
•
welche Chancen sich aus solchen Konzepten
ergeben
welche Konsequenzen sich aus diesem neuen Trend für Bildungsanbieter und Trainergemeinschaften ableiten
welche Anforderungen für Blended LearningAngebote erfüllt sein müssen
in welcher Weise sich Vertriebswege bei
Blended Learning-Angeboten gestalten
welche Preismodelle sich für Blended Learning-Angebote eignen
In dieser eintägigen Veranstaltung werden neben
Ute Flockenhaus (GABAL Verlag) und Helmut Seßler (INtem Trainergruppe Seßler GmbH) auch
Sünne Eichler (webacad GmbH), Andreas Menzinger (referenzfilm GmbH), Gerd Schierenbeck (Akademie Überlingen GmbH) und Michael Opitz
(IPA, Fraunhofer Institut) über ihre Erfahrungen
mit Blended Learning berichten.
Ralf Volkmer, beschäftigt sich seit mehr als 15
Jahren mit den Neuen Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Bereits 1995 hat
er in einem Projekt für die Deutsche Post AG einen Blended Learning-Ansatz realisiert. Darüber
hinaus ist er Mitberünder und Geschäftsführer
der VC Virtual Center GmbH.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.vc-blendedlearning.de
Trainer-Kontakt-Brief 4/02 - Nr. 38
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Bildung
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