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ansätzen ungewöhnlich in die Länge streckt, was bei C. graecum

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ansätzen ungewöhnlich in die Länge streckt, was bei C. graecum die
Regel, also nichts Teratologisches ist, während dies manchmal sich
bei C. persicum zeigt, wo dann an solchen, immer über der Erde
befindlichen Sprossen die Blätter mehrere Millimeter weit voneinander
entfernt stehen und je in der Achsel eine Blüte tragen. Solche Bil­
dungen erwiesen sich aber als ganz und gar unbeständig. Eine
Pflanze von C. persicum, welche mehrere solche Sprosse im Jahre
1895 zeigte, wurde weiter kultiviert, aber weder 1896 noch 1897 er­
schienen an ihr solche verlängerten Sprosse. Da war denn nicht zu
erwarten, dass die in Rede stehende Eigentümlichkeit sich auf die
Nachkommen vererben würde, und so zeigten denn diese auch wirk­
lich im Frühjahr 1897 keine Spur von Verlängerung ihrer Sprosse.
Die Samen waren von Blüten jener Sprosse genommen worden,
welche im Jahre 1895 die eigentümliche Verlängerung gezeigt hatten.
An B l ä t t e r n kommen manchmal dadurch abweichende Bil­
dungen vor, dass der Mittelnerv der Spreite sich am Ende oder bis
zur Basis spaltet, so dass das Blatt in zwei Spitzen ausgeht oder aus
zwei Lappen besteht; auch kommen Fälle vor, wo eine der Blattecken
vor den andern sich stärker ausbildet. Solche Blätter finden sich
aber ganz vereinzelt zwischen normalen an der Pflanze, besonders
bei C. neapolitanum, und es wurden, als aussichtslos, erst gar nicht
Experimente darüber angestellt, ob an den Nachkömmlingen solcher
Pflanzen sich die Abnormität wieder zeigen oder gar steigern würde,
da sie sich an den betreffenden Pflanzen in dem folgenden Jahre
nicht einmal wiederholte. Einen eigentümlichen Fall liefert eine
Missbildung der Blätter bei C. neapolitanum, welche dazu benutzt
worden ist, die Species C. Poli delle Chiaje aufzustellen. Im Herbar
Boissier ist ein derartiges Exemplar, an welchem zugleich drei Blatt­
formen sich finden: das eine zeigt eine verkehrt-herzförmige, fünf­
eckige Spreite, wie sie bei C. neapolitanum oft vorkommt, ein anderes
Blatt ist spiessförmig, wie es sich auch oft bei C. neapolitanum zeigt,
nur greifen die Ohren an der Basis hier schon ziemlich stark über­
einander; ein drittes Blatt hat dann aber eine ganz abnorme, kaum
mit Worten zu bescheibende Form, indem die Spreite fünf Lappen
von verschiedener Grösse zeigt, von denen die beiden, welche den
Ohren des normalen Blattes entsprechen, ein Stück miteinander ver­
wachsen sind, so dass eine Art von schildförmigem Blatt zuwege
kommt. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden derartige Exemplare,
welche nicht oft vorzukommen scheinen, im Laufe der Jahre mit
allen ihren Blättern wieder zu dem normalen Zustande zurückkehren
oder dies doch in ihren Nachkommen thun. — Noch einen anderen Fall
von Missbildungen der Blätter zeigt das C. linearifolium A . P. DC,
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Seele and Geist
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