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Der Selbst-Test: Was nervt Sie am meisten? - Cordula Nussbaum

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14 REPORT
A B E N D Z E I T U N G D I E N S TA G , 1 9 . 2 . 2 0 1 3
W W W. A Z - M U E N C H E N . D E
Erschöpft? Überarbeitet? Angespannt? Die große AZ-Serie zum Thema Stress
Der Selbst-Test:
Was nervt Sie
am meisten?
S O F I N D E N S I E H E R AU S , WA S S I E B E L A S T E T
Stressfaktoren
Häufigkeit x Bewertung = Belastung
Nie
0
2
Sehr
oft
3
Nicht
störend
0
Kaum
störend
1
Ziemlich
störend
2
Stark
störend
3
Produkt
Störungen bei der Arbeit
Dienstreisen
Ungenaue Anweisungen und Vorgaben
Verantwortung
Aufstiegswettbewerb / Konkurrenzkampf
chlaflosigkeit,
Rückenschmerzen, Kopfweh – dahinter steckt oft Stress.
Aber wie schlimm ist es wirklich? Und woran liegt es? Machen Sie in der AZ den SelbstTest! Den Fragebogen entwickelte die Techniker Krankenkasse, er funktioniert so:
Gehen Sie die Liste durch.
Kreuzen Sie zuerst an, wie
häufig ein Stressfaktor bei Ihnen vorkommt und danach,
wie sehr Sie dieser Stressfaktor stört. Nun multiplizieren
Sie die beiden Punktwerte
und tragen das Ergebnis in
die Spalte ganz rechts ein.
Haben Sie zum Beispiel
„häufig“
Termindruck
(Wert 2) und finden das
„ziemlich störend“ (auch Wert
2), schreiben Sie das Produkt
4 (also 2 mal 2) auf. Sie können der Liste auch noch einen
eigenen Stressfaktor hinzufü-
Ärger mit dem Chef
S
Häufig
Termin-, Zeitdruck
Druck in der Arbeit, Hektik im Alltag,
Ärger im Privatleben – Stress!
Die Ursachen zu erkennen, ist nicht immer
einfach. Diese Checkliste soll Ihnen dabei helfen
gen, wenn Sie das Gefühl haben, dass einer fehlt.
Schauen Sie sich nun die Ergebnis-Spalte an. Liegen mehr
als zehn Werte über 4? Dann
sollten Sie sich die Techniken
zum Stressabbau (unten auf
dieser Seite) genauer ansehen. Sie sind stressgefährdet!
Auch die TK bietet auf ihrer
Webseite (www.tk.de) eine
Broschüre mit Tipps.
Die Punkte zeigen Ihnen,
was Sie sehr stresst. Hier soll-
Manchmal
1
Multitasking
Konflikte am Arbeitsplatz
Ärger mit Kunden
Ungerechtfertigte Kritik
Dauerndes Telefonklingeln
AZ-SERIE FOLGE 3
ten Sie überlegen, ob Sie etwas ändern können, damit die
Belastung geringer wird.
Am besten machen Sie den
Test im Abstand von zwei bis
drei Monaten noch einmal
und vergleichen die Werte.
Konnten Sie Stressquellen abbauen? Auf diese Weise können Sie sich langfristig vornehmen, Belastungen abzubauen.
Christian Pfaffinger
Informationsüberflutung
Neuer Verantwortungsbereich
Umweltbelastungen wie Lärm oder Schmutz
Bildschirmarbeitsplatz
Mangelhafte Kommunikation
Autofahrt in der Stoßzeit
Schulschwierigkeiten der Kinder
Doppelbelastung Familie und Beruf
Ärger mit der Verwandtschaft
Krankheitsfall in der Familie
Hausarbeit
Rauchen
Alkoholkonsum
Übermäßige Kalorienzufuhr
Bewegungsmangel
Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme
Frust im Büro, zu viel
Arbeit am Bildschirm
oder hoher Termindruck: Was macht
Ihnen Stress? Im
Test der AZ können
Sie sehen, welche
Stressfaktoren Sie
am meisten belasten
- und dann etwas
dagegen unternehmen. Foto: fotolia
Unerfreuliche Nachrichten
Konflikte mit Kindern
Fehlende Erholungszeiten
Menschenansammlungen
Trennung vom Partner / von der Familie
Einkaufen in der Stoßzeit
Hohe laufende Ausgaben / Schulden
Misserfolge
Ärztliche Untersuchungen
Sorgen
Unzufriedenheit mit dem Aussehen
Eigener Stressfaktor:
Morgen lesen Sie:
Belastung im Beruf: Interview
mit einer Arbeitspsychologin
Liegen mehr als zehn Produktwerte über 4, sollten Sie Techniken zur Stressreduktion lernen.
„Wir müssen nicht alles machen – und schon gar nicht perfekt“
Die Münchnerin
Cordula Nussbaum
verrät, wie Sie Stress
abbauen können
W
as hilft, wenn einem „alles zu viel“ ist? Die
Münchnerin Cordula Nussbaum ist Autorin, Business- sowie Life-Balance-Coach und
gibt in der AZ wertvolle Tipps.
A Wenn Sie durch einen Streit
oder starke Belastung spontan in
Stress geraten: „Verlassen Sie
den Raum, atmen Sie tief
durch, fragen Sie sich: Was ist
heute wirklich wichtig. So
eine Mini-Auszeit mit Blick
auf das Bedeutsame hilft.“
A Auch Entspannungstechniken
können relaxend wirken. Bei der
„Lachübung“ stellt man sich
vor den Spiegel und zieht
„Lachfratzen“. „Danach fühlen
Sie sich besser“, sagt Cordula
Nussbaum. „Weil Sie über sich
selbst lachen müssen und
Glückshormone ausgeschüttet werden.“ Lautes Fluchen
kann ebenfalls entspannen.
„Forscher haben festgestellt,
dass
Schimpfen
sogar
Schmerz reduziert.“ Auch das
kann funktionieren: Gehen
Sie raus in den Wald und brüllen Sie einen Baum an.
A Wenn es damit nicht getan ist,
und Sie weiterhin unzufrieden sind,
empfiehlt Cordula Nussbaum:
„Machen Sie sich deutlich,
was Sie wirklich wollen – und
was nicht mehr.“ Bewegen Sie
sich jeden Tag ein Stückchen
auf dieses Ziel zu: Beschäftigen Sie sich mit dem Thema,
tauschen Sie Erfahrungen aus,
erklären Sie Ihrer Familie: Das
wünsche ich mir, und so
könnt ihr mich dabei unterstützen. „Machen Sie außerdem jeden Tag etwas, das Ihnen gut tut. Schon drei Minuten reichen. Damit setzen Sie
ein Zeichen, dass Sie auf sich
und Ihre Bedürfnisse achten.“
Was ist Stress für Sie?
Arbeit, Kinder, Beziehung,
Krankheit – kommt bei
Ihnen auch manchmal „alles
zusammen“? Dann schreiben Sie uns, liebe Leser!
Schildern Sie uns, wann Sie
Stress empfinden und was
Sie dagegen tun.
Die interessantesten
Geschichten wollen wir
veröffentlichen. Schreiben
Sie an: Leserforum@abendzeitung.de oder per Fax an:
089/2377-121 oder Abendzeitung, Leserforum,
80265 München
A Lernen Sie, auch mal „nein“ zu
sagen! „Viele Eltern wollen es
allen recht machen“, sagt Cordula Nussbaum.
„Aber je mehr Verpflichtungen wir uns aufbürden, desto
schneller gehen wir in die
Knie. Wer nur zufrieden ist,
wenn er den selbst gebackenen Kuchen zum Schulfest mitbringt, statt einen vom Bäcker,
wer jeden Nachmittag die Kinder beim Lernen unterstützt
und dann zu den zahlreichen
Hobbys fährt – der kommt unweigerlich zeitlich ins Schleudern.“
Was hilft? „Sich klarzumachen, dass wir nicht alles machen müssen – und vor allem
nicht alles ,perfekt’.“
Das gilt übrigens auch für
den Job. „Erinnern Sie sich an
den Spruch: Everybodys Darling is everybodys Depp“,
mahnt Cordula Nussbaum.
„Klären Sie, wie hilfsbereit Sie
momentan wirklich sein wollen und stecken Sie Grenzen!“
A Wann sollte man einen Fachmann einschalten? Cordula Nussbaum: „Spätestens, wenn Erwachsene oder Kinder oft
Kopfweh oder Bauchweh haben, nachts über einen längeren Zeitraum nicht mehr entspannt schlafen und sich nicht
mehr richtig fit fühlen, ist der
Zeitpunkt erreicht, an dem
man etwas tun sollte.“
Das heißt: Terminkalender
ausmisten, nicht mehr jede
Einladung annehmen, nicht
mehr überall mitmischen.
„Wir müssen weniger, als wir
denken“, so die Expertin.
„Wenn es trotzdem nicht besser wird, kann ein Fachgespräch oder auch die Arbeit
mit einem Coach helfen.“ nk
Cordula Nussbaums
neues Buch ist soeben erschienen:
„Familienalltag locker im Griff. Der
kleine Coach“ (GUVerlag, 12,99 €)
Weiß, wie man
Stress in Beruf
und Familie in
den Griff
bekommt: die
zweifache
Mutter Cordula
Nussbaum.
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Bildung
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