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Bei Pikant geht es wieder um die Wurst

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Fo to : Corbis Images
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rav war gestern! Heute ist Halloween. Ein Plädoyer fürs
Hässlich-Sein. Zumindest für einen Tag.
Allzeit hübsch, perfekt und lieb zu sein, ist langweilig.
Fragen Sie Heidi Klum! Die ist fast immer schön. Genauer
gesagt: 363 Tage im Jahr. Der beste Tag des Jahres bricht
für die Mutti aller Topmodels aber an, wenn sie so richtig
hässlich sein darf. Und das ist zu Halloween. Dann gibt
Heidi ihre legendären Gruselpartys und verwandelt sich
selbst in die „Queen of Halloween“. Mal hat sie ihren gro-
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ßen Auftritt als von Altersflecken gezeichnete Großmutter, mal als Orang-Utan oder als Leiche ohne Haut. Ihr
Motto und das ihrer Promi-Gäste: Hauptsache Horror!
Und mal ehrlich: Ein Teilzeit-Monster steckt doch in
jedem von uns. Warum sonst würden wir die Bösewichte
in Filmen mehr als die Helden lieben? Oder zumindest
genauso sehr? Freddy Krueger, Hannibal Lecter, Graf
Dracula und Darth Vader sind keine Typen, die das
Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Aber sie sind
rebellisch, unkonventionell und stehen kompromisslos zu
FOTO: Getty Images
Text: Sylvia Meilin Weber
15.10.2014 16:17:40
ihrer dunklen Seite. Nicht ganz so kompromisslos natürlich, aber ein klein wenig fieser, würden die meisten von
uns auch gerne sein. Da trifft es sich gut, dass seit ein paar
Jahren auch hierzulande Halloween zelebriert wird. Ein
Tag, an dem wir nicht schön sein müssen, nicht perfekt,
nicht angepasst, sondern angsteinflößend und gruselig.
Seinen Ursprung hat Halloween übrigens bei den keltischen Druiden. Die feierten vor über 2000 Jahren am
31. Oktober das Sommerende. Der Name Halloween
entstand aber erst später, als im katholischen Irland die
Menschen am Tag vor Allerheiligen („All Hallows’ Eve“)
durch die Straßen zogen. Irische Auswanderer brachten
den Brauch in die USA. Nach Deutschland kam die Gruselsause erst 1991. Damals tobte im Irak der Golfkrieg,
die Menschen hatten keine Lust zu feiern, und so wurden
die Rosenmontagsumzüge in den deutschen Karnevals-
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hochburgen kurzerhand abgesagt. Die Geschäfte blieben
auf ihren Faschingskostümen sitzen – und die Fachgruppe
Karneval im Verband der deutschen Spielwarenindustrie
begann zu grübeln. Ihre Idee: Halloween einfach aus den
USA importieren und die liegengebliebenen Kostüme im
Herbst verkaufen. Der Plan ging auf. Und seitdem ziehen
auch bei uns Vampire, Hexen und Zombies am 31. Oktober von Tür zu Tür und skandieren: „Süßes oder Saures!“
Nicht nur die Spielwarenindustrie ist mit Halloween
glücklich, auch die Kürbisbauern machen ein gutes
Geschäft. Und wir mutieren zu Monstern. Eine Win-WinWin-Situation gewissermaßen. Versprochen: An Karneval
verkleiden wir uns wieder als liebreizende Prinzessinnen
und heldenhafte Cowboys. Aber zu Halloween wollen
wir hässlich, rebellisch, unkonventionell sein – und mit
Freddy Krueger füßeln.
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www.zdf-werbefernsehen.de
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Halloween-Partys hat Heidi
Klum bislang gegeben. Highlights ihrer Kostüme: der rote
Roboter, Königin des Krieges,
Leiche ohne Haut. Für das
Affenkostüm saß sie sechs
Stunden in der Maske.
Millionen Euro geben die
Deutschen an Halloween aus.
In den USA beträgt der Umsatz
acht Milliarden US-Dollar, also
knapp 6,4 Milliarden Euro.
FOTO: Getty Images
Millionen Mal wurde
„Thriller“ von Michael
Jackson heruntergeladen
und ist damit der erfolgreichste Halloween-Song.
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Million US-Dollar
– so viel kostet
eine der teuersten HalloweenVerkleidungen:
Veniamin’s
Human Slinky
Costume.
Millionen Käufer von
Schokolade und
Riegeln tummeln sich
zwischen 17 und 20
Uhr im ZDFProgramm.
Million Euro setzte die
Süßwarenindustrie
2013 allein mit den
speziell für Halloween
hergestellten Süßigkeiten um.
Impressum
Herausgeber: ZDF Werbefernsehen GmbH,
Erich-Dombrowski-Straße 1, 55127 Mainz
Verantwortlich: Christoph Lüken
Verlag: Verlag Werben & Verkaufen GmbH,
Hultschiner Straße 8, 81677 München,
Tel. 0 89/21 83-70 30, Fax -78 68
Redaktion: Raoul Fischer
Geschäftsführung: Christian Meitinger, Dr. Karl Ulrich
Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH,
Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg
Eine Beilage in W&V 44/2014
15.10.2014 16:22:26
Text: Raoul Fischer
Die wichtigste Voraussetzung ist der zoologische Blick.
Sehen Sie Ihre Mitmenschen nicht in Beziehung zu
sich selber, sondern isoliert, für sich genommen. Die
energische Mitfünfzigerin zum Beispiel, die mit spitzen
Ellenbogen am Wühltisch Unterhosen für ihren Mann
sucht, ist in Wahrheit ein Zombie. Sie wird erst Ruhe
finden, wenn Sie das ultimative Schnäppchen des Tages
herausgewühlt hat. Wenn Sie sich in den Weg stellen
und versuchen, ihr genau dieses Schnäppchen streitig
zu machen, wird es unschön.
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Der nette junge Mann, der mit seinem kleinen Maschinchen durch die Straßen läuft, um Parksünder zu
erfassen, ist dagegen im Grunde seines Herzens ein
Vampir. Er ernährt sich gewissermaßen von den Fehlern der anderen – in diesem Falle derjenigen, die es
wagen, in seinem Block falsch zu parken. Diskutieren
sie nicht! Er nähert sich dem Thema nicht mit Augenmaß, sondern mit Gier. Zum Glück für uns bildet
diese Spezies eher die Ausnahme in Behörden wie dem
Ordnungs- oder auch dem Finanzamt.
Über Hexen und alte Fledermäuse brauchen wir nicht
zu reden. Etwas schwerer fällt es dagegen, Frankensteins Monster zu entdecken – aber es gibt sie wirklich.
Sie haben einen Kollegen, der in seinem Sozialverhalten am Arbeitsplatz eher ungelenk, sagen wir: ferngesteuert, wirkt? Einen, der immer so viel Kaffee in der
Maschine lässt, dass er keinen neuen aufsetzen muss?
Der laut über die Witze Ihres Chefs lacht? Le voilà!
Er ist im Laufe seines Berufslebens schon von vielen
Vorgesetzten auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt worden.
Mit etwas Übung und wissenschaftlichem Interesse
können Sie die Monster erkennen. Es hilft zwar nicht
– aber macht dafür mehr Spaß. Versprochen. Auch
Halloween ist immer und überall.
FOTOS: Getty Images; iStockphoto/laziesVisa
äre ja irgendwie nett: so eine Maschine, mit der man Monster und
böse Geister einfach einsaugen
kann wie im Film „Ghostbusters“.
Und die schlechte Nachricht gleich
vorweg: Es gibt sie nicht. Dabei
hätten wir sie dringend nötig, denn
im Alltag sind wir umgeben von irgendwelchen Blutsaugern, Zombies
oder Hexen, die uns Saures geben.
Da hilft auch nichts Süßes. Allerdings – wie so vieles
im Leben – ist das eine Sache der Einstellung. Wenn
wir lernen, das echte Monster in unseren Mitmenschen
zu erkennen, wird das Leben so viel einfacher – und
auch erfreulicher. Ganz ohne bewusstseinsverändernde
Substanzen. Das Böse ist nämlich immer und überall.
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n worden, liegt
n den Amerikanern erfunde
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llen zur Zeitreise!
halbe Welt gejettet. Anschna
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FOTOS: f1 online; Getty Images (2);
Thinkstock (2); iStockphoto
USA Irische Auswanderer wollten auch in der
„Neuen Welt“ nicht auf
ihre Gruselsause verzichten und importierten
Halloween in die USA.
Die Amerikaner waren
begeistert und gelten
seitdem als die größten
Halloween-Fans.
16.10.2014 12:57:45
500 V. CHR.
MITTELEUROPA Menschen- und Tieropfer
gehörten am Abend des
Neujahrstags „Sahim“
(1. November) für die
keltischen Druiden zum
guten Ton. Eine blutrünstige Horrornacht –
und der Vorläufer von
Halloween.
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837 N. CHR.
ROM Papst Gregor IV.
christianisierte den
Brauch und verknüpfte
ihn mit Allerheiligen
am 1. November. So
entstand der Name
Halloween („All Hallows’
Eve“ ). Menschenopfer
spielten zum Glück
keine Rolle mehr.
9.˜ 18. JH. N. CHR.
IRLAND Vor allem die
Iren feierten gerne Halloween. Im Mittelalter
zogen sie von Dorf zu
Dorf und erbettelten das
Johannisbeerengebäck
„Seelenkuchen“. Im Gegenzug versprachen sie,
für die Toten zu beten.
1991 N. CHR.
DEUTSCHLAND
Während des Irakkriegs ließen die
Deutschen den
Karneval ausfallen.
Die Spielzeughändler
wussten nicht, wohin
mit ihren Kostümen –
und importierten
Halloween deswegen
einfach zurück. Ein
voller Erfolg!
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An Halloween ist alles erlaubt.
Na ja, fast alles.
Ein paar Dinge, die man beacht
en sollte, damit
das Gruselfest nicht zum Reinfa
ll wird, gibt es
schon …
Wahren Horror
wagen | Vampire, Hexen und
Geister sind sooo langweilig. Wer
den Sie bei Ihrer
Kostümwahl kreativ! Verk leide
n Sie sich als Dieter
Bohlen oder Reinhold Beck man
n und erfahren Sie
durch die Reaktionen Ihrer Mitm
enschen, wie echter
Schrecken aussieht.
Sich ins Reich der Dunkelheit
zurü
ckziehen |
Wenn Sie keine Süßigkeiten vorr
ätig haben, schalten Sie
das Licht in allen Räumen aus, die
von der Straße aus
einsehbar sind. Moment mal! Im
Ernst? Sie verteilen keine
Süßigkeiten? Sie herzloses Stüc
k!
Falsche Zähne zeigen | Auch bei
Halloweenpartys
kann die Luft knistern. Aber verg
essen Sie bitte nicht,
vorm Küssen das Vampirgebiss
herauszunehmen.
Spitzes Plastik im Mund ist fast
so unromantisch wie ein
Politiker mit Socken im Bett. Und
so viel Horror will ja
nun wirklich niemand erleben.
Gemüse verschwen
den | Schmeißen Sie nicht
wild mit Kürbissen um sich! Das
ist gefährlich und
macht außerdem eine Riesensa
uerei. Werfen Sie lieber
Bonbons und rufen dabei: „Kölle
alaaf!“ Die Verwirrung
auf den Gesichtern Ihrer Zuschaue
r: unbezahlbar!
Charmant
sein | Verteilen Sie Komplimente wie
„Uah, was für eine gruselige Verk
leidung!“ ausschließlich an Menschen, die Sie gut kenn
en. Es ist nämlich
durchaus möglich, dass Ihre Nach
barin nur mal eben
ungeschminkt den Müll runterbr
ingt.
Klug maskieren | Wählen Sie Ihr
Kostüm mit Bedacht!
Denn wenn Sie auf dem Flughafe
n als Sprengsto˜ attentäter oder in ihrer Sparkass
enfiliale als Bankräuber
auftauchen, könnte das unter Ums
tänden für Irritationen
sorgen.
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Kater pflegen | Wenn Sie den Eind
ruck erwecken
wollen, Sie würden Blut trinken,
übertreiben Sie es
nicht mit dem Campari! Sie verw
andeln sich sonst von
der sexy Catwoman vom Vorabend
in einen ausgewachsenen Kater am Morgen. Mi-A
ua!
Identität
verleugnen | Vergessen Sie auch
an Halloween nicht, wer Sie wirklich sind
! Ein Skelett-Kostüm
macht aus Ihnen noch lange kein
en Toten. Deshalb
bestellen Sie sich für die Heimfahr
t von der Party keinen Leichenwagen, Sie Exzentrik
er! Ein stinknormales
Taxi tut’s schließlich auch.
16.10.2014 13:00:14
FOTOS: Getty Images; fotolia; Thinkstock; iStockphoto
DIE REZEPTE
für das Menü des
Grauens gibt es hier.
Einfach den QR-Code
scannen
Da läuft einem das Wasser im Mund zusa
mmen
– vor allem bei der Teufelssoße. Aber
keine
Sorge: Dahinter verbergen
sich gefüllte Kürbisblüten in knuspriger
Teighülle. Und
wie höllisch die
Teufelssoße
wird, hängt
davon ab, wie
viel Chili Sie
nehmen.
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Von wem diese Schuppen stammen
– Frankensteins Monster oder einer
den
Hexe – wissen wir nicht. Jedenfalls wer
sie Ihren Gruselfilm-Abend ungemein
– was
bereichern. Und sie machen schön dick
fte.
dür
en
wiederum die Hexen freu
16.10.2014 13:00:28
w
Wehe, Sie finden die Fehler nicht!
Dann gibt’s Saures. Wenn Sie aber alle Fehler finden, dann
schicken Sie uns das Bild mit den gekennzeichneten Fehlern
unter Angabe Ihres Namens und der Firma, eingescannt
oder als Foto an info@zdf-werbung.de oder per Fax an
0 61 31-701 25 18. Mit ein bisschen Glück gibt’s Süßes.
1. Preis: Die Mainzelmännchen sorgen dafür, dass auch die Werbung
gruseliger wird, denn an Halloween wird jeder Spot umrahmt von speziellen
Mainzelmännchen-Inserts. Jedem Insert geht eine Hauptphasenzeichnung
voraus – die Sie in dieser Ausgabe gewinnen können (ein echtes Unikat!).
2. bis 5. Preis: Ein Muss für Halloween-Fans. Exklusives Gruselpaket des ZDF
Werbefernsehens mit den begehrten „Mainzeltassen“ und den „süß-sauren“
Mainzelfruchtgummis.
Einsendeschluss: Montag, 3. 11. 2014
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15.10.2014 16:45:54
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Seele and Geist
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