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Login 3-2014 - PDF - Groupe Mutuel

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LOGIN
nummer 3 - JUNI 2014 - JAB 1920 MARTIGNY
Einheitskasse: Wozu?
Was auf dem Spiel steht
16
Gesundheitstipps
Wasser ist gesund!
Mitte
10
Wahrung Ihrer Rechte
Legis, der Privat- und
Mobilitätsrechtsschutz
Code
scannen
und das
digitale
Login lesen
LeClub: Vorpremiere
Die Boxtrolls
am 19. Oktober 2014
Editorial
Es steht fest: Am 28. September 2014 wird
über einen neuen Einheitskassenentwurf
abgestimmt. Nach 1994, 2003 und 2007
wird das Volk von den gleichen Kreisen erneut zur Urne gerufen – obwohl der Entwurf
jedes Mal mit über 70% der Stimmen abgelehnt wurde.
Die Initianten zeigen sich wenig innovativ.
Erneut fordern sie die Abschaffung der
heutigen Krankenversicherer und die Einrichtung einer zentralisierten, staatlichen
Einheitskrankenkasse. In keiner Weise erwähnt der Initiativtext die so wichtige Senkung der Gesundheitskosten, das geben
die Initianten selbst zu. Die Leitung dieses
Grundversicherungssystems wird dem
Bund, den Kantonen sowie den Leistungserbringern und Versichertenorganisationen
übertragen. Eine einzige, völlig neu zu
schaffende Einrichtung nach dem Modell
der sozialen Sicherheit in Frankreich (Sécu).
Das ginge einher mit kantonalen Einheitsprämien, zwei völlig verschiedenen Ansprechpartnern für Grundversicherung und
Zusatzversicherungen und dem Verlust der
freien Wahl des Grundversicherers. Mit
kantonalen und interkantonalen Agenturen
ginge ausserdem die Kundennähe verloren,
was sich in erster Linie auf die ältere Generation auswirken würde.
Und in der anderen Waagschale: nichts!
Oder doch: ein während 10 Jahren instabiles Gesundheitssystem. Im Grunde genommen ein Fass ohne Boden. Deshalb
lehnen der Bundesrat, auf Empfehlung von
Alain Berset, und die grosse Mehrheit des
Parlaments das abenteuerliche und teure
Unterfangen ab. Wir ebenfalls.
Eine gute Lektüre wünscht Ihnen
Yves Seydoux
Leiter Unternehmenskommunikation
Teilen Sie uns Änderungen
Ihrer persönlichen Angaben mit!
Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen
haben Anspruch auf eine Verbilligung ihrer Prämie
für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP).
Für einen vereinheitlichten Informationsaustausch
zwischen den Kantonen und Krankenversicherern
wurde die individuelle Prämienverbilligung (IPV)
per 1. Januar 2014 neu gestaltet.
Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) beauftragt die Kantone mit der Verteilung der Subventionen für die Zahlung der Krankenversicherungsprämien. Die Kriterien zur Verteilung bestimmen die
Kantone selbst. Diese werden jedes Jahr geprüft und die Subventionen der finanziellen Situation der
Versicherten angepasst.
Für einen verbesserten Informationsaustausch zwischen Kantonen und Versicherern wurde neu ein
landesweit geltendes System für die individuelle Prämienverbilligung (IPV) eingeführt. Dieses Verfahren sorgt für effizientere Abläufe und höhere Datenqualität, was den Kundenservice verbessert
und gleichzeitig die Kosten reduziert.
Präzise Angaben
Das neue System erlaubt eine vollständig automatisierte Bearbeitung der Subventionen. Es ist
einfach, effizient und zuverlässig, funktioniert aber nur, wenn auch der Austausch der persönlichen
Daten (Vorname, Name, Geburtsdatum, Adressänderung, Versichererwechsel u. a.) zwischen Versichertem, Kanton und Krankenversicherer optimal funktioniert. Andernfalls könnte es bei der Verteilung der Prämienverbilligungen zu Verzögerungen kommen. Deshalb bitten wir Sie, uns präzise
Angaben zu Ihren persönlichen Daten zu machen. Besten Dank für Ihre Mithilfe.
Hauptsitz: 1920 Martigny Rue des Cèdres 5
Agenturen: 7.45-12.00 Uhr und 13.30-17.30 Uhr (freitags und vor Feiertagen bis 17.00 Uhr)
5000 Aarau Buchserstrasse 12 5400 Baden Stadtturmstrasse 19 4052 Basel St. Alban-Anlage 46
1996 Basse-Nendaz Chemin de la Place 30 3011 Bern Waisenhausplatz 25 2502 Biel/Bienne Mühlebrücke 2
3902 Brig-Glis Gliserallee 10 1630 Bulle Rue de Vevey 11 7000 Chur Grabenstrasse 9 2800 Delémont Quai de la Sorne 22
1700 Fribourg Rue de Locarno 9 1201 Genève Rue Argand 3 1218 Grand-Saconnex Route de Ferney 211
1914 Isérables Place de l’Eglise 3 1006 Lausanne Av. de la Rasude 8 1010 Lausanne Route d’Oron 1
6900 Lugano Viale Stefano Franscini 40 6003 Luzern Hirschmattstrasse 40 1870 Monthey Avenue du Théâtre 4
2000 Neuchâtel Faubourg de l’Hôpital 9 4600 Olten Ringstrasse 15 1937 Orsières Route du St-Bernard 61
3960 Sierre Rue de Pradec 1 1950 Sion Avenue de la Gare 23 4500 Solothurn Lagerhausstrasse 1
9000 St. Gallen Poststrasse 12 7500 St. Moritz Via Maistra 24 3924 St. Niklaus Bahnhofstrasse 10
3600 Thun Frutigenstrasse 24E 1872 Troistorrents Place du Village 24 1752 Villars-s/Glâne Route du Petit-Moncor 6
8400 Winterthur Tösstalstrasse 7 8001 Zürich Widdergasse 1 8050 Zürich-Oerlikon Birchstrasse 117
LOGIN
Einheitskasse:
ein Unterfangen ohne Nutzen
VEREINHEITLICHUNG DER PROZESSE
ZUR individuellen Prämienverbilligung
LOGIN ist eine Veröffentlichung der Groupe Mutuel, Association d’assureurs, Martigny
Redaktion: Jean-Michel Bonvin, Yves Seydoux, Christian Feldhausen
Erscheinungsweise: Vierteljährlich auf Deutsch, Französisch und Italienisch
Internet: www.groupemutuel.ch/de/login – E-Mail: login@groupemutuel.ch
Fotos: Thinkstock
Druck: CIR, Sion – Auflage: 800’000 Exemplare
Rückerstattung Ihrer Rechnungen: 0848 803 333 – leistungen@groupemutuel.ch
Versicherungsvertrag und Prämien: 0848 803 555 – kunden@groupemutuel.ch
Lebensversicherung: 0848 803 999 – leben@groupemutuel.ch
Übrige Fragen: 0848 803 111 – info@groupemutuel.ch
Gesundheit
Vergütung von Medikamenten
Rechtsgleicher Zugang
zu Medikamenten ist sichergestellt
Gemäss einer vom Bundesamt für Gesundheit veröffentlichten Studie werden die Bestimmungen für die
Vergütung von Medikamenten mit spezieller Verwendung von den Schweizer Krankenversicherern korrekt
umgesetzt. Es geht dabei um Arzneimittel, die ausserhalb der Zulassung von Swissmedic oder ausserhalb
der Spezialitätenliste der obligatorischen Krankenpflegeversicherung eingesetzt werden.
Ein Medikament wird von der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung (OKP) übernommen, wenn es vom Schweizer Heilmittelinstitut
Swissmedic zur Behandlung einer spezifischen
Krankheit zugelassen ist und auf der Spezialitätenliste (SL) steht.
Es gibt aber Ausnahmen. Wenn ein Arzt es für
notwendig hält, Medikamente ausserhalb der
Liste zu verschreiben, füllt er ein Gesuch um Kostengutsprache an den Krankenversicherer des
Patienten aus. Das Gesuch wird vom vertrauensärztlichen Dienst des Versicherers beurteilt,
Letzterer entscheidet anschliessend darüber.
Seltene Krankheiten und «Off-Label-Use»
Solche Beurteilungen sind besonders häufig
bei seltenen Krankheiten oder der Verwendung
von neuen Medikamenten zur Behandlung von
Krebserkrankungen. Es kann auch vorkommen,
dass ein Medikament auf der Spezialitätenliste
aufgeführt ist, jedoch für andere medizinische
Anwendungen als die vom Arzt verschriebene
(Off-Label-Use – Verwendung ausserhalb der
zugelassenen Anwendungsbereiche). In seltenen Fällen handelt es sich auch um Medikamente, die in anderen Ländern zwar zugelassen sind,
jedoch nicht von Swissmedic in der Schweiz.
Einheitliche Beurteilung durch die Krankenversicherer
Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit
(BAG) hat ein unabhängiges Forschungsinstitut
(Büro Vatter) die Umsetzung der gesetzlichen
Bestimmungen durch die Krankenversiche-
rer beurteilt. Die kürzlich veröffentlichte Studie
bestätigt, dass alle Krankenversicherer in der
Schweiz die Beurteilung nach einheitlichen Kriterien vornehmen und den Patienten somit einen
rechtsgleichen Zugang zu diesen Medikamenten ermöglichen.
Die Beurteilungskriterien der Gesuche werden in Art. 71a und 71b der Verordnung über
die Krankenversicherung (KVV) geregelt, die im
März 2011 in Kraft getreten sind. Darin werden
die Bedingungen festgelegt, zu denen die Versicherer die Medikamente rückerstatten dürfen. Die Medikamente müssen einen grossen
therapeutischen Nutzen gegen eine Krankheit
erwarten lassen, die für die versicherte Person
tödlich verlaufen oder schwere gesundheitliche
Beeinträchtigungen nach sich ziehen könnte.
Weiter muss die Anwendung zweckmässig und
wirtschaftlich sein.
Mehr Rechtssicherheit für die Patienten
Gemäss den Ergebnissen der Beurteilung hat
die gesetzliche Regelung bis zu einem gewissen
Grad eine Vereinheitlichung der Prozesse und
eine Beschleunigung der Entscheide der Versicherer und ihrer vertrauensärztlichen Dienste
bewirkt. Damit erhöht sich die Rechtssicherheit
für die Patienten und ihre Situation verbessert
sich. Im Allgemeinen treffen die Versicherer
ihre Entscheide über die Kostenübernahme der
Medikamente so rasch wie möglich. Wenn alle
wichtigen Informationen bereitgestellt werden,
dauert das Verfahren in der Regel eine Woche.
Die Studie zeigt auch auf, dass die Krankenversicherer in der Auslegung der KVV-Artikel
flexibel und umsichtig sind. Tatsächlich wurde
seit der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen noch kein Fall von ungleichem Zugang
zu diesen Medikamenten gemeldet.
Verbesserungspotenzial
Der Bericht hebt dennoch verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten hervor, um Prioritäten
bei der Verbesserung der Abläufe zu setzen.
Manchmal fehlen in den Gesuchen um Kostengutsprache der behandelnden Ärzte wesentliche
Informationen, was den Prozess verlangsamt.
Die derzeitige Vergütungsregelung stellt ebenfalls eine Schwierigkeit für die Krankenversicherer dar. Denn sie sieht vor, dass diese die Höhe
der Kostenübernahme selbst festlegen. Die Herstellerfirmen sind jedoch nicht immer bereit, die
Medikamente zum vom Versicherer vorgeschlagenen Preis zu liefern. Das kann die Versicherer
dazu zwingen, den verlangten Höchstpreis zu
bezahlen, um Verzögerungen zu vermeiden. Daraus resultieren vermeidbare Mehrkosten für die
Versicherer und die Versicherten.
Mehr dazu
Klicken Sie auf der Website
www.bag.admin.ch/evaluation auf
«Berichte, Studien», «Krankenversicherung»
und lesen Sie unter «abgeschlossene
Studien» die Studie von 2013–2014 «Evaluation Umsetzung der Artikel 71a und b KVV».
3
dossier
Abstimmung zur öffentlichen Krankenkasse
Was steht auf dem Spiel?
Mit welchen Folgen
für das Gesundheitssystem?
Mit der Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse»
soll ein Ersatz für die 61 Krankenversicherer der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
gefunden werden: eine öffentliche Einheitskasse.
Die Bevölkerung wird am 28. September 2014 darüber abstimmen. Der Initiativtext weicht
grundsätzlich nicht von den Bestimmungen der Initiativen von 1994, 2003 und 2007 ab,
die alle mit über 70% der Stimmen verworfen wurden.
Der Bundesrat lehnt die neue Vorlage ab. Er ist der Ansicht, dass «ein System mit einer Mehrzahl
von Versicherern in der sozialen Krankenversicherung klare Vorzüge gegenüber einer Monopolstellung
einer einzigen Krankenkasse aufweist». Im Rahmen unserer Informationspflicht
ist das Dossier dieser Login-Ausgabe der bevorstehenden Abstimmung gewidmet.
4
dossier
Ihre Fragen und unsere Antworten
Die Krankenversicherungsprämien steigen jedes Jahr.
Würden sie mit der Einführung einer öffentlichen Krankenkasse sinken?
I Nein, die Prämien sind das Abbild der Gesundheitskosten, die jedes
Jahr im Durchschnitt um 4 bis 5% ansteigen.
I Gründe dafür sind die Fortschritte der Medizin, die Anforderungen der
Bevölkerung, die steigende Nachfrage nach medizinischer Versorgung
und die Alterung der Bevölkerung.
I Die Experten sind sich einig, dass diese Entwicklung anhalten wird.
Hätte die Einheitskasse einen Einfluss auf den Anstieg der Gesundheitskosten?
I Nein, sie hätte keinen positiven Einfluss auf die Kostenentwicklung.
I Die Initianten selbst geben zu, dass ihr Vorhaben die Gesundheitskos-
ten nicht senken würde.
I Vielmehr ist zu befürchten, dass die Ausgaben, und folglich die Prämien, in
einem Umfeld ohne Wettbewerb ansteigen, denn der Einheitskasse würde
jeglicher Anreiz fehlen, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.
I Der Wettbewerb zwischen Versicherern spornt diese hingegen an,
Massnahmen zur Kosteneindämmung zu treffen, damit sie ihre Prämien
möglichst tief halten können.
Könnten wir den Versicherer nach der Einführung der Einheitskasse
noch wechseln?
I Nein, die freie Wahl des Versicherers würde abgeschafft.
I Sie würden einer einzigen Organisation gegenüberstehen. Es gäbe keine Alternative, selbst wenn Sie mit der Vergütung der medizinischen
Leistungen oder den Dienstleistungen nicht zufrieden wären.
Wer würde die öffentliche Krankenkasse leiten?
I Die leitenden Organe der Einheitskasse werden aus Vertretern des Bun-
des, der Kantone, der Versicherten und der Leistungserbringer gebildet.
Inhalt der Volksinitiative
«Für eine öffentliche Krankenkasse»
I – Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 117 Abs. 3 (neu) und 4 (neu)
3. Die soziale Krankenversicherung wird von einer einheitlichen nationalen öffentlich-rechtlichen Einrichtung durchgeführt. Deren
Organe werden namentlich aus Vertreterinnen und Vertretern des
Bundes, der Kantone, der Versicherten und der Leistungserbringer gebildet.
4. Die nationale Einrichtung verfügt über kantonale oder interkantonale Agenturen. Diese legen namentlich die Prämien fest, ziehen
sie ein und vergüten die Leistungen. Für jeden Kanton wird eine
einheitliche Prämie festgelegt; diese wird aufgrund der Kosten
der sozialen Krankenversicherung berechnet.
II – Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung
werden wie folgt geändert:
Art. 197, Kap. 84 (neu)
8. Übergangsbestimmungen zu Art. 117 Abs. 3 und 4 (öffentlichrechtliche nationale Krankenkasse)
1
Nach der Annahme von Art. 117 Abs. 3 und 4 durch Volk und
Stände erlässt die Bundesversammlung die notwendigen Bestimmungen, damit die Reserven, Rückstellungen und Vermögen aus
dem Bereich der sozialen Krankenversicherung auf die Einrichtung nach Art. 117 Abs. 3 und 4 übertragen werden.
2
Erlässt die Bundesversammlung nicht innert drei Jahren nach Annahme von Artikel 117 Abs. 3 und 4 ein entsprechendes Bundesgesetz, so können die Kantone auf ihrem Gebiet eine einheitliche
öffentliche Einrichtung der sozialen Krankenversicherung schaffen.
5
dossier
I Blockaden wären vorprogrammiert. Wie könnten Leistungserbringer, die
höhere Tarife für ihre Leistungen verlangen, und Vertreter der Versicherten, die sich für tiefere Prämien einsetzen, die gleiche Sichtweise haben?
I In einer solch riesigen Einrichtung wäre jeder Entscheid und jede Anpassung problematisch, wenn nicht unmöglich.
Würden die derzeitigen Krankenversicherer in die Verwaltung der öffentlichen
Krankenkasse integriert?
I Nein. Die Krankenversicherer würden von dieser neuen Einrichtung völlig
ausgeschlossen.
I Sie würden nur noch die Zusatzversicherungen anbieten, die vollständig von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) losgelöst
würden.
I Es könnten keine Synergien zwischen den beiden Systemen mehr genutzt werden. Das ist so, wie wenn einem Privatversicherer, der Haftpflichtversicherungen für Motorfahrzeuge anbietet, verboten würde,
Teilkaskoversicherungen zu verkaufen.
Wie würden die Prämien festgelegt?
I Es gäbe nur eine Prämie pro Kanton.
I In den Kantonen, die heute mehrere Prämienregionen haben, würden
die Prämien der ländlichen Regionen und Randgebiete den Prämien der
Städte angepasst.
Würde sich die räumliche Trennung der Grund- und Zusatzversicherung positiv auf
die Versicherten auswirken?
I Nein, im Gegenteil. Die Versicherten würden zwei Systemen gegenüberstehen und müssten sich jedes Mal fragen, welchem Versicherer sie ihre
Rechnung schicken sollen.
Position der Bundesbehörden:
Ablehnung der Initiative
Der Bundesrat empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative.
Seine Argumente – Auszug aus seiner Botschaft:
I Mit ihrem Anliegen streben die Initiantinnen und Initianten einen
grundlegenden Kurswechsel in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung an. Nach Ansicht des Bundesrates drängt sich
ein solcher Kurswechsel nicht auf.
I Im Gegenteil. Er ist der Ansicht, dass ein System mit mehreren
Versicherern in der sozialen Krankenversicherung klare Vorzüge gegenüber der Monopolstellung einer einzigen Krankenkasse hat.
I Eine einheitliche nationale Einrichtung, deren Organe aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone, der Versicherten
und der Leistungserbringer gebildet werden, wird angesichts der
unterschiedlichen Ziele starken politischen Interessenkonflikten
ausgesetzt sein.
I Die mit der Volksinitiative verbundene Schwächung des Wettbewerbs im Krankenversicherungssystem dürfte deshalb tendenziell
sogar zu einem Anstieg der Prämien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung führen.
Bundesparlament
Ständerat und Nationalrat haben den Initiativtext mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.
Im Nationalrat: 132 Stimmen gegen die Initiative
62 Stimmen dafür
3 Enthaltungen
Im Ständerat: 27 Stimmen gegen die Initiative
12 Stimmen dafür
3 Enthaltungen
Bei diesen Abstimmungen zeigte sich ein Rechts-Links-Gefälle.
6
I Es würden komplizierte Abläufe mit höheren Verwaltungskosten entstehen.
I Heute hat ein Grossteil der Versicherten (rund 80%) die Grund- und
Zusatzversicherung beim gleichen Versicherer abgeschlossen.
Würde die Einheitskasse auch Werbekampagnen durchführen und Informationen
verschicken, die mehrere Millionen Franken kosten?
I Bei den Ausgaben für die Kommunikation werden Zahlen angegeben –
mehrere hundert Millionen Franken –, die völlig realitätsfern sind.
I Gemäss den Angaben der Versicherer belaufen sich die Werbe-, Marketing- und Provisionskosten auf 77 Millionen Franken pro Jahr, das
entspricht 0,3% der OKP-Gesamtausgaben. Der Systemwechsel allein
würde rund 2 Milliarden Franken kosten.* Es bräuchte über 20 Jahre, um
diesen Aufwand auszugleichen.
I Die Einheitskasse wäre verpflichtet, die Versicherten über Gesetzesänderungen oder Änderungen bei der Kostenübernahme von medizinischen Leistungen zu informieren. Sie müsste ihnen auch die jährlichen
Prämienanpassungen erklären.
Wie würde sich die Einheitskasse auf die Arbeitsplätze in der Krankenversicherung
auswirken?
I Die geografische Verteilung der Angestellten würde sich stark verändern. Heute arbeiten über 5’000 Angestellte im «falschen» Kanton und
müssten pendeln, wenn sie ihre Stelle behalten wollten. Im Kanton
Zürich beispielsweise wären rund 800 Arbeitsplätze betroffen, in den
Kantonen Waadt und Wallis ebenfalls 800 und in Luzern 700.
I Bei der Groupe Mutuel müssten schätzungsweise zwei Drittel der 1’900
Mitarbeitenden entlassen werden.
Die Einheitskasse ist vergleichbar mit der Suva, die sehr gut funktioniert. Warum
überträgt man ihre Funktionsweise nicht auf die Krankenversicherung?
I Die Suva und die Krankenversicherer haben völlig verschiedene Aufgaben und Funktionsweisen.
I Die Suva hat kein Monopol im Bereich der Unfallversicherung: Sie versichert 100’000 Unternehmen und die privaten Unfallversicherer 400’000.
I Die Suva bearbeitet jährlich rund 500’000 Unfälle. Die Leistungen für
Berufs- und Nichtberufsunfälle belaufen sich auf eine Milliarde Franken.
Im Vergleich dazu kontrollieren die Krankenversicherer rund 80 Millionen
Rechnungen und bezahlen medizinische Leistungen aus der Grundversicherung (OKP) in Höhe von insgesamt 25 Milliarden Franken.
I Selbst Markus Dürr, Verwaltungsratspräsident der Suva, ist der
Meinung, dass seine Einrichtung nicht als Vorbild für die Einheitskasse
gelten kann (lesen Sie dazu unser Dossier in der Login-Ausgabe von
April 2014).
Das aktuelle Gesundheitssystem könnte verbessert werden.
Doch sind Reformen umsetzbar?
I Es ist sicher schwierig, aber nicht unmöglich Reformen umzusetzen.
Beispielsweise wurde der Risikoausgleich verfeinert.
I Die derzeitigen Schwachstellen können korrigiert werden, ohne das ganze System auf den Kopf zu stellen – ein System, das viele Vorteile bietet,
allen voran die freie Wahl des Versicherers und des Arztes. Eine wichtige
Reform wurde im Spitalbereich und in der Langzeitpflege durchgesetzt.
I Eine Einheitskasse würde solche Reformen angesichts der gegensätz-
Die Stimme der Initianten
Die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» wurde im
Mai 2012 mit 115’000 Unterschriften eingereicht. Mit der Einführung
einer «einheitlichen, nationalen öffentlich-rechtlichen Einrichtung» soll
dem Wettbewerb zwischen Krankenversicherern ein Ende gesetzt
werden. Gemäss den Initianten wäre eine öffentliche Krankenkasse
einfacher, gerechter und weniger teuer. Das aktuelle Gesundheitssystem basiere auf Wettbewerb und habe in ihren Augen nicht dazu
beigetragen, die Gesundheitskosten zu dämpfen. Ausserdem sei es
nicht transparent genug.
dossier
lichen Interessen der leitenden Organe – Leistungserbringer, Vertreter
der Versicherten und politische Behörden – verunmöglichen.
Würde die Eindämmung der Gesundheitskosten im gemeinsamen Interesse liegen?
I Nein. Mit der geplanten Leitung der öffentlichen Krankenkasse könnte
das System aus dem Gleichgewicht geraten, denn die Prämien würden
von den Leistungserbringern (Ärzte, Apotheker, Spitäler u. a.) festgelegt, denen ein grosser Anteil dieser Beträge vergütet wird.
I Bereits heute sorgt die Rolle der Kantone für grosse Interessenkonflikte.
Sie betreiben und finanzieren die Spitäler, treten gleichzeitig als Arbeitgeber und Aufsichtsbehörde auf und schlichten bei Tarifstreitigkeiten.
Als Spitaleigentümer müssen sie sowohl für den Kantonshaushalt als
auch für die Spitäler ausgeglichene Rechnungen vorweisen – zwei nicht
miteinander vereinbare Ziele!
I Der Interessenausgleich zwischen diesen Akteuren würde politischen
Zwängen unterliegen anstatt wie heute bei den Krankenversicherern,
die für ausgeglichene Einnahmen und Ausgaben sorgen müssen.
Würden die medizinischen Rechnungen besser kontrolliert?
Die NEIN- UND DIE JA-Stimmen
Auf politischer Ebene sind neben dem Bundesrat, dem Nationalrat
und dem Ständerat auch die SVP, die FDP, die CVP, die BürgerlichDemokratische Partei und die Grünliberalen gegen die Initiative. Die
FMH (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte) lässt ihren Mitgliedern freie Wahl. Eine grosse Gruppe von Ärzten hat sich jedoch
im Rahmen von «alliance santé» gegen die Initiative ausgesprochen.
Auch die Privatkliniken Schweiz sowie die SPO Patientenschutz, die
Dachverbände economiesuisse und der Schweizerische Gewerbeverband lehnen die Initiative ab.
Ja zur öffentlichen Krankenkasse sagen unter anderen die SP, die
Grünen und die CSP. Für die Initiative sind insbesondere auch
der Westschweizer Konsumentenschutz (Fédération romande des
consommateurs), der Schweizerische Hebammenverband, die
Fédération suisse des patients in Freiburg und die Genfer Bewegung
Mouvement populaire des familles.
I Im Gegenteil. Die Versicherer möchten neue Kunden gewinnen und be-
stehende behalten. Deshalb legen sie grossen Wert auf die Kontrolle
der Rechnungen, um die Prämien tief halten zu können. Dank der Rechnungskontrolle können die Gesamtausgaben der Krankenversicherung
jährlich um 2 Milliarden Franken reduziert werden. Für die Groupe
Mutuel beläuft sich die Einsparung im Jahr 2013 auf 407 Mio. Franken.
I Ein Monopolbetrieb hätte kein Interesse daran.
I Mit einer öffentlichen Krankenkasse ohne Konkurrenz könnten unzufrie-
dene Versicherte ihren Versicherer nicht mehr wechseln. Das würde die
Servicequalität beeinträchtigen.
Wie steht es mit Innovation und Servicequalität?
I Die heutigen Krankenversicherer entwickeln innovative Versicherungs-
produkte, um konkurrenzfähig zu bleiben.
* «Übergang zur Einheitskasse: Schätzung der Systemwechselkosten»,
Studie des Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie, 2013
5 Argumente für ein Nein zur Einheitskasse
I Ihre Wahlfreiheit ist Ihnen wichtig? Stimmen Sie Nein.
I Sie möchten nicht noch mehr bezahlen? Stimmen Sie Nein.
I Sie vertrauen einem System, das funktioniert? Stimmen Sie Nein.
I Sie möchten keine Abstriche bei den Leistungen? Stimmen Sie Nein.
I Sie legen Wert auf Innovation und Vielfalt? Stimmen Sie Nein.
7
Porträt
Erfolge
I
I
I
I
6-facher Schweizermeister in mehreren Disziplinen
22. Weltranglistenplatz beim Feldbogenschiessen
9. Weltranglistenplatz im Juniorenteam auf 18 m
Waadtländer Sportpreis
Unser Versicherter, Meister im Bogenschiessen
Mitten ins Schwarze
Haben Sie schon vom Bogenschiessen gehört? Unser Versicherter Emilien Mingard,
18 Jahre alt, 6-facher Schweizermeister, übt diesen Sport mit viel Leidenschaft und Talent aus.
Er träumt davon, eines Tages an den Olympischen Spielen teilzunehmen.
Seit wann üben Sie diesen Sport aus und warum gerade Bogenschiessen?
Ich habe 2009 damit begonnen. Ich suchte einen neuen Sport und ein
Freund von mir nahm mich mit zum Bogenschiessen. Zu Beginn war ich
skeptisch, aber nach zwei Monaten war ich besser als die meisten Junioren
des Clubs. Nach diesem gelungenen Start wollte ich nicht mehr aufhören.
Was macht man beim Bogenschiessen?
Beim Bogenschiessen muss der Pfeil so nahe wie möglich am Zentrum
der Zielscheibe einstecken. Die Schiessdistanz variiert je nach Alter und
Saison. In manchen Disziplinen wird aus einer Entfernung von 10 bis
60 Metern in unebenem Gelände geschossen, andere sind auf die flache
olympische Entfernung von 70 Metern ausgelegt.
Körperliche Ausdauer ist auch sehr wichtig, um stets mit der gleichen
Präzision zu zielen und zu schiessen. Bezüglich Körperbau gibt es eine
Eigenschaft, die nur wenige Athleten besitzen: das Synchronisieren der
Schultern. Dadurch erreicht man einen sehr genauen Abschuss des Pfeils.
Wie vereinbaren Sie Ausbildung und Sport miteinander?
Als Gymnasiast bleibt mir unter der Woche nicht viel Zeit zum Trainieren.
Weil mir aber das Lernen leicht fällt, kann ich mir Zeit fürs Training nehmen.
Ich habe ein gutes Gleichgewicht zwischen meiner Ausbildung und meiner
Leidenschaft gefunden.
« Ich wünsche mir,
dass Bogenschiessen in der Schweiz
in Zukunft bekannter wird. »
Wie sehen Ihre Trainings aus?
Unter der Woche mache ich nur Schiesstraining, am Wochenende abwechslungsweise Schiess- und Konditionstraining. Ich gehe auch zweibis dreimal im Jahr in Trainingslager im Ausland. Ich habe das Privileg, in
einem Club zu trainieren, dem einige der besten Bogenschützen aus der
Schweiz und auch aus Frankreich angehören. Es ist für mich ein gutes
mentales Training, gegen sie anzutreten.
Liegt Bogenschiessen in der Schweiz im Trend?
Leider ist Bogenschiessen hier nicht sehr verbreitet. Der Sport wird kaum
unterstützt und entwickelt sich deshalb nur langsam. Es gibt in der Schweiz
nur 3’000 aktive Bogenschützen.
Welche Voraussetzungen braucht es für die Ausübung dieser Sportart?
Mentale Stärke ist eine der wichtigsten Eigenschaften beim Bogenschiessen. Nach einem Fehler muss man schnell wieder nach vorne schauen und an sich glauben.
Welches sind Ihre Ziele für die kommenden Saisons?
Ich möchte meinen Platz im Schweizer Nationalteam behalten. Ausserdem
möchte ich meinen Rang bei den Weltmeisterschaften verbessern und
eines Tages an den Olympischen Spielen teilnehmen.
8
Unternehmen
Roduit AG, Früchte- und Gemüsegrosshändler
Wettlauf um Frische
Jeden Tag verlassen rund 70 Tonnen frisches Gemüse und Früchte
die Auslieferungslager der Roduit AG in Lausanne.
Eine ganze Fahrzeugflotte schwärmt mit den frisch geernteten Produkten
in alle Landesteile. Ein Wettlauf gegen die Zeit für die Frische.
In den Fünfzigerjahren fuhr Robert Roduit, Landwirt aus Fully (VS), noch jeden Tag bis nach
Lausanne, um seine Früchte und sein Gemüse
in der Stadt zu verkaufen. Später eröffnete er
ein eigenes Lebensmittelgeschäft in der Waadtländer Kantonshauptstadt und legte den Grundstein eines florierenden Unternehmens. Heute
zählt es 115 Angestellte und wird in der dritten
Generation von Stéphane und Christophe Roduit geführt, gemeinsam mit Serge Duperret.
Sorgfältiger Umgang mit den Produkten
Das Unternehmen in Le Mont-sur-Lausanne ist
ein bedeutender Früchte- und Gemüse-Grosshändler in der Schweiz. Sein Erfolg beruht auf
der Qualität und Frische seiner Produkte. «Wir
arbeiten eng mit den lokalen Landwirten zusammen, die unsere Anforderungen bezüglich geschmacklicher Qualität kennen», erklärt Stéphane Roduit. «Regionale Produkte haben Priorität.
Wir lassen uns aber auch von landwirtschaftlichen Betrieben aus der ganzen Welt beliefern.»
Die Anforderungen der Konsumenten haben
sich verändert, heute möchten sie das ganze
Jahr frisches Gemüse und Früchte essen.
Das Waadtländer Unternehmen liefert über 400
verschiedene Produkte, inklusive exotischer
Früchte. Es verfügt über eine hohe Lieferbereitschaft, die mit entsprechenden Kapazitäten für
das Verpacken, Etikettieren und Palettieren einhergeht. «Diese Arbeiten erfordern einen bedeutenden logistischen Aufwand und eine schnelle,
reibungslose Zusammenarbeit», betont Serge
Duperret. Im Unternehmen wird rund um die Uhr gearbeitet, um die Kundenbestellungen aufzunehmen und versandfertig zu machen.
Wertschätzung des Kunden
Die Roduit AG beliefert über 1’000 Kunden. Wer sind ihre Kunden? Sie kommen aus dem Bereich
der Gemeinschaftsgastronomie (z. B. DSR, Novae, Concordance), es sind Spitäler wie das Universitätsspital Lausanne darunter, aber auch Restaurants, Hotels und Handelsketten (z. B. Aligro, PAM,
Aperto). «Wir setzen uns für Quartierläden ein. Das lag auch schon in der Philosophie unseres
Gründers», meint Stéphane Roduit.
Dank der zeitlich genau vereinbarten Lieferungen müssen die Kunden die Produkte nicht mehr bei
sich lagern. Eine Lieferung Salat oder Randen der umliegenden Bauernhöfe wird noch am gleichen
Tag aufbereitet und ist am nächsten Tag in den Restaurantküchen.
Küchenfertig
Das Lausanner Unternehmen hat sich diversifiziert. Es bietet heute auch Früchte und Gemüse als
Convenience-Produkte an, gewaschene, geschnittene und vorbereitete, sprich küchenfertige Frischprodukte. Rund 25 Personen sind dafür in einer Grossküche beschäftigt. Die Kosten, die vorher für
die Kundenunternehmen anfielen, übernehmen nun die Grosshändler.
Die Roduit AG und die Groupe Mutuel: eine dauerhafte Vertrauensbeziehung
Die Roduit AG hat bei der Groupe Mutuel mehrere Versicherungsverträge abgeschlossen. «Die Beziehungen mit unserem Versicherer sind sehr angenehm. Die Groupe Mutuel hat noch eine menschliche Seite, etwa so wie wir, was den Kontakt erleichtert», erklärt Stéphane Roduit, Unternehmer.
Er begrüsst auch die genaue Prüfung von Krankheitsfällen und Unfällen, sowie die Präventionsmassnahmen. «Unsere Arbeit ist mit einem gewissen Stress verbunden. Die Situation des Personals
muss deshalb genau beobachtet werden», bemerkt der Unternehmer und hebt dabei den Mehrwert
hervor, den die Groupe Mutuel seinem Unternehmen bringt.
www.roduitsa.ch
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und Artikel online lesen
9
Informiert
Gesundheitstipps
Wasser ist gesund!
Genügend Wasser trinken ist entscheidend für den Nährstoffhaushalt. Was sind seine Eigenschaften?
Soll man Wasser aus dem Hahnen oder aus der Flasche trinken? Reichen eineinhalb Liter pro Tag?
Wann soll man trinken? Die Antworten finden Sie in diesem Artikel.
Ohne Wasser kein Leben – unser Organismus besteht zu über 60% aus Wasser. Ein Liter Wasser
enthält zwischen 500 und 2’000 mg Mineralstoffe und Spurenelemente, die unser Körper zum
Überleben braucht. Spurenelemente sind Metalle
und Halbmetalle, die in geringen Mengen in unserem Körper vorkommen und an den meisten
seiner chemischen Reaktionen beteiligt sind, wie
zum Beispiel Fluor, Lithium, Selen, Silizium. Bei
den Mineralstoffen handelt es sich um Natrium,
Schwefel, Phosphor, Magnesium und Kalzium.
Mineralwasser
Mineralwasser stammt aus unterirdischen
Quellen, die bakteriologisch und chemisch einwandfrei sind. Jedes Mineralwasser hat seine
eigene Zusammensetzung an Mineralsalzen
und Spurenelementen.
Früher wurde das Mineralwasser in den Thermen für seine heilende Wirkung geschätzt. Es
wurde zum Massenkonsumgut, ohne dass je
eine wissenschaftliche Studie den medizinischen Nutzen nachgewiesen hätte.
Wasserhärte
Bei seiner Reise durch die verschiedenen Gesteinsschichten nimmt das Wasser vor allem
Kalk auf, der durch Kalzium gebildet wurde, ein
für den menschlichen Körper unentbehrlicher
Mineralstoff. Je kalkhaltiger das Wasser desto
«härter» ist es. Kalk ist vor allem in Leitungen
und für Haushaltsgeräte problematisch, für den
Organismus ist er hingegen völlig ungefährlich!
Der Geschmack von Wasser
Es sind die Mineralsalze eines Mineralwassers,
die seinen Geschmack ausmachen. Ein starkes
Aroma nach Salz und Mineralien wird vor allem
von Sportlern geschätzt, die eine hohe Zufuhr
an Mineralsalzen suchen. Wenn es weniger Mineralstoffe enthält, ist der Geschmack des Wassers neutraler. Falls Sie an Darmstörungen leiden, ist Wasser ohne Kohlensäure zu empfehlen.
Quellwasser
Wasser ist anders, je nach Herkunft und Gesteinsschichten, die es durchfliesst. In der
Schweiz werden 20 bis 30 MineralwasserQuellen kommerziell genutzt. Jeder Einwohner
konsumiert pro Jahr 115 Liter Wasser aus der
Flasche, während jeder zweite Schweizer nur
Hahnenwasser trinkt.
Trinken Sie so viel, wie Sie brauchen!
Unser Organismus benötigt 2 bis 2,5 Liter Wasser pro Tag. Einen Teil davon nehmen wir über
Lebensmittel auf, bis zu einem Liter bei einer
Ernährung reich an Früchten und Gemüse. Zur
Ergänzung sollte man 1 bis 1,5 Liter Wasser
trinken, das sind zwischen 6 und 9 Gläser pro
Tag, Getränke wie Tee und Kaffee eingerechnet.
Hahnenwasser... das Allheilmittel!
Leitungswasser kommt je nachdem aus einer
Quelle, einem See oder aus dem Grundwasser.
Es wird physikalisch, biologisch und chemisch
behandelt, um die Qualität sicherzustellen.
Selbst wenn das Wasser aus Ihrer Region hart
ist, das heisst besonders kalziumhaltig, installieren Sie keinen Wasserenthärter. Denn das
für den Körper nützliche Kalzium wird in einem
chemischen Prozess aus dem Wasser entfernt
und mit Natrium ersetzt, bestehend aus Salz,
von dem wir sowieso schon zu viel konsumieren. Viele Wassertrinker finden, Hahnenwasser
sei geschmacklos und ziehen Mineralwasser
aus der Flasche vor.
Durst vermeiden
Ohne genügend Wasser dehydriert der Körper.
Durst ist ein spätes Anzeichen für Dehydrierung.
Trinken Sie am besten kleinere Mengen Wasser in regelmässigen Abständen über den ganzen Tag verteilt. Bei Krankheit (mit Fieber oder
Durchfall) ist es wichtig, mehr zu trinken, etwa
einen Liter zusätzlich pro Grad über 37 °C.
Im Sommer dehydriert der Organismus schneller, weil wir schwitzen. Genug trinken ist dann
umso wichtiger, insbesondere für kleine Kinder
und ältere Menschen.
Dr. med. Pascal Piccinin
Innere Medizin FMH
Links
www.onmeda.de/ernaehrung/tipps_trinken.html
www.vitagate.ch/de/kilos_kalorien/wasser/mineralwasser
Wasser ist Leben
10
Es bringt nichts, überzeugte Trinker von Hahnenwasser respektive von Mineralwasser aus der
Flasche umstimmen zu wollen. Leitungswasser ist in der Schweiz garantiert rein und gesund
und die sofortige Verfügbarkeit sowie der Preis sollten es eigentlich zu unserem Hauptgetränk
machen. Mineralwasser trinken ist hingegen im Trend. Medizinisch gesehen wurden ihm jedoch
weder therapeutische Vorzüge noch ein besserer Mineralsalzgehalt nachgewiesen. Doch die
Grossproduzenten stellen Produkte nach dem Geschmack der Konsumenten her.
Freuen wir uns also über diesen Trend: Hauptsache ist, wir trinken genug und bleiben so gesund
wie ein Fisch im Wasser.
Informiert
Bekämpfung von Betrug
Ihre Versichertenkarte –
ein sorgfältig zu hütender Zugangsschlüssel
Jeder Versicherte in der Schweiz besitzt eine Versichertenkarte, mit der er Leistungen
der Krankenversicherung beziehen kann. Die Versichertenkarte ist gewissermassen die Kreditkarte
für Ihre Gesundheit. Deshalb muss sie sorgfältig aufbewahrt werden. Krankenversicherer und Leistungserbringer bekämpfen konsequent die mit gestohlenen Versichertenkarten begangenen Betrugsfälle.
Die Versichertenkarte ist der Zugang zu Leistungen der Krankenversicherung in der Schweiz und im Ausland. Sie garantiert den Versicherten, jederzeit medizinische Leistungen in Anspruch nehmen zu können, ohne sich
um die Bezahlung der erhaltenen Leistungen zu sorgen. Sie funktioniert wie
eine Kreditkarte: Es genügt, sie beim Arzt, im Spital oder in der Apotheke
vorzuweisen, um eine medizinische Behandlung oder verschriebene Medikamente zu erhalten. Die Leistungen sind unbegrenzt, solange sie dem
Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung oder den
Versicherungsbedingungen entsprechen.
Informatik als Kontrollinstrument
Bei der Bearbeitung einer solch grossen Anzahl an Rechnungen spielt die
Informatik bei der Aufdeckung von Unregelmässigkeiten oder von Betrug eine wichtige Rolle. Unsere Spezialisten haben Softwares entwickelt,
welche die Rechnungsdaten nach ihrer Plausibilität filtern. Dank höchst
leistungsfähigen Algorithmen kann die betrügerische Verordnung von
Medikamenten aufgedeckt werden, beispielsweise bei ungewöhnlichen
Kombinationen von Medikamenten und bei auffällig hohen oder möglicherweise tödlichen Dosierungen. Bei solchen Fällen überprüfen die Spezialisten gemeinsam mit dem vertrauensärztlichen Dienst, ob es sich um eine
gerechtfertigte Medikation oder um Betrug handelt, zum Beispiel mit einer
gestohlenen Versichertenkarte und gefälschten Verordnungen.
Mehrere Millionen zugunsten der Versicherten
Dank diesem Arbeits- und Zeitaufwand werden jedes Jahr eine gewisse
Anzahl Betrugsfälle aufgedeckt und die Täter der Justiz angezeigt. Die Einsparungen belaufen sich auf mehrere Millionen Franken jährlich. Die Bekämpfung von Betrug ist also im Interesse aller Versicherten und gehört zu
einer Kernaufgabe der Versicherer: der Kostenkontrolle.
Kostenkontrolle
Durch die Kontrolle der den Leistungserbringern vergüteten Rechnungen
konnten die Krankenversicherer der Groupe Mutuel im Jahr 2013 die Ausgaben um 407 Millionen Franken senken. Die Kontrolle der medizinischen
Rechnungen ist eine der Hauptaufgaben unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Kostendämpfung,
denn die erzielten Einsparungen allein decken mehr als alle Verwaltungskosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.
Wachsamkeit der Leistungserbringer
Häufig werden Betrugsfälle auch dank der Wachsamkeit der Leistungserbringer aufgedeckt. Wenn ein Mann in einer Apotheke die Versichertenkarte einer Frau vorweist und dazu noch mit einem Geburtsdatum, das seinem
Alter in keiner Weise entspricht, lässt sich mit zusätzlichen Fragen schnell
aufklären, dass der Herr nichts mit der vorgezeigten Karte zu tun hat. In
solchen Fällen können die Leistungserbringer die Karte aus dem Verkehr
ziehen, um die Situation vom betroffenen Krankenversicherer überprüfen
zu lassen. Zusätzlich dürfen die Leistungserbringer zur Kontrolle der Identität einen Ausweis verlangen.
Ein hochwertiges Gesundheitssystem
Die Schweiz und ihre Einwohner verfügen über ein hochwertiges Gesundheitssystem, das seinen Preis hat: Gemäss den letzten Statistiken für das
Jahr 2012 betrugen die Gesundheitsausgaben Fr. 709.– pro Kopf und Monat, davon wurden Fr. 254.– von der obligatorischen Krankenversicherung
bezahlt. Der Zugangsschlüssel zu diesem System, die Versichertenkarte,
verdient demnach besondere Aufmerksamkeit.
Bewahren Sie Ihre Versichertenkarte sorgfältig auf; sie ist Ihr Zugang zu
unserem hochwertigen Gesundheitssystem.
Versichertenkarte:
Sperren bei Verlust oder Diebstahl
Die Schweizer Krankenversicherer haben den Versicherten eine zentrale Nummer zur Verfügung gestellt, über welche die Versichertenkarte bei Verlust oder Diebstahl gesperrt werden kann, um Missbrauch
zu verhindern.
Die Telefonnummer 032 625 42 29 wird rund um die Uhr und sieben
Tage die Woche in den drei Schweizer Amtssprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch) betreut. Geben Sie bei Ihrem Anruf Ihren
Namen, Ihren Krankenversicherer, Ihre gesamte Adresse sowie nach
Möglichkeit Ihre Versicherten- oder AHV-Nummer an, die auf dem
Versicherungsausweis, beziehungsweise auf der Police steht. Die
Alarmzentrale blockiert die Karte anschliessend, um Missbrauch zu
verhindern.
Ihre neue Versichertenkarte können Sie zu den üblichen Bürozeiten
direkt bei Ihrem Krankenversicherer der Groupe Mutuel unter der
Nummer 0848 803 555 bestellen. Bei unmittelbaren medizinischen
Behandlungen vor Erhalt der neuen Karte können Sie eine Kopie Ihres
Versicherungsausweises mitnehmen oder dem Leistungserbringer
Ihre Situation erklären, damit er die notwendigen Überprüfungen vornehmen kann.
Mehr dazu
Weitere Informationen finden Sie im Reglement, dass Sie mit Ihrer Karte
erhalten haben, sowie auf www.groupemutuel.ch unter der Rubrik
«Privatpersonen» – «Tipps und Informationen» – «Ihre Versichertenkarte».
Sperrung der Versichertenkarte
032 625 42 29
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Leben
Flexibles Sparen mit Varia Plan
Anpassungsfähiges Vorsorgeziel
Varia Plan ist eine völlig neuartige Lebensversicherung.
Sie bietet Flexibilität bei der Prämienzahlung und maximiert die AUSSICHTEN,
DAS GEPLANTE SPARZIEL ZU ERREICHEN – eine anspruchsvolle Herausforderung!
Die Versicherung Varia Plan vereint Originalität und Sicherheit, zwei eigentlich entgegengesetzte Eigenschaften. Ausserdem bietet sie
die Möglichkeit des reinen Sparens zu besonders günstigen Konditionen. Auch hier ist die
Versicherungslösung flexibel, denn bei jeder
eingezahlten Sparprämie haben Sie die Wahl
zwischen traditionellem Sparen und dem risikoreicheren Sparen in Form von Anlagefondsanteilen. Beim traditionellen Sparen wird das
Kapital mit aktuell 2,1% verzinst, was deutlich
über dem Zinssatz der Banken für Sparkonten
liegt. Werden die Prämien in Anlagefondsanteilen entsprechend der gewählten Risikoklasse
angelegt, kann der Kunde eine noch höhere
Rendite erwarten. Und weil Varia Plan grösstmögliche Flexibilität bieten will, gibt es noch
viele weitere Möglichkeiten.
Mehr als nur eine Lebensversicherung
Varia Plan, die innovative Vorsorgelösung
für Einzelpersonen, liegt zwischen einer herkömmlichen Lebensversicherung und einem
Banksparkonto. Sie ist aber mehr als eine
Lebensversicherung und auch mehr als ein
Banksparkonto, denn sie kann als freie oder
als gebundene, steuerabzugsfähige Vorsorge
abgeschlossen werden. In einer sich ständig
verändernden Welt sind Anpassungsfähigkeit
und Flexibilität wichtige Kriterien bei der Wahl
einer Lebensversicherung. Mit diesem auf dem
Markt einzigartigen Produkt können Sie Ihren
Versicherungsschutz während der ganzen Ver-
12
tragslaufzeit Ihrer Finanzlage anpassen. Das geplante Vorsorgeziel besteht aus einer garantierten
Leistung und einem flexiblen Versicherungsschutz.
Varia Plan erfüllt verschiedenste Ansprüche, richtet sich aber hauptsächlich an:
I Selbstständigerwerbende oder Personen mit unregelmässigem Einkommen
I Personen, die ihr Hypothekardarlehen indirekt amortisieren möchen
I Personen, welche die Vorteile des traditionellen Sparens und des Sparens in Form von Anlagefondsanteilen nutzen möchten
I sowie all diejenigen, die nicht unbedingt in eine klassische Lebensversicherung investieren möchten
Stufe 3: Frei
Völlig variabel
Stufe 2: Flexibel
Variabel und anpassungsfähig
Stufe 1: Fix
Fest
Für mehr Informationen
www.groupemutuel.ch/lebensversicherung
Die Stufe 3 entspricht den Prämien, die Sie
frei nach Ihrer Wahl auf zwei Arten anlegen
können:
I traditionelles Sparen
I Sparen in Form von Anlagefondsanteilen
Die Stufen 1 und 2 bilden das Vorsorgeziel,
das Sie sich gesetzt haben.
Kontakt
Groupe Mutuel Leben GMV AG
Rue des Cèdres 5 – 1920 Martigny
Tel. 0848 803 999
E-Mail: leben@groupemutuel.ch
Informiert
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12 Agenturen sind ab sofort online: Bern, Basel,
Zürich, Zürich-Oerlikon, Freiburg, Villars-sur-Glâne (FR), Martigny, Sitten, Lausanne (Rasude und
Route d’Oron), Genf und Grand-Saconnex (GE).
Bis Ende 2014 werden Sie alle Agenturen in der
ganzen Schweiz online besuchen können.
Eine Liste
aller Agenturen
finden Sie auf Seite 2
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Meldung eines Rechtsfalls –
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Sie haben eine Legis-Rechtsschutzversicherung.
Hier können Sie Ihrem Versicherer Schadenfälle melden:
Telefon: 0848 803 555 Hotline Groupe Mutuel
E-Mail: sinistreslegis@groupemutuel.ch
Post: Groupe Mutuel – Rechtsschutz SOC –
Rue des Cèdres 5 – 1920 Martigny
Ins eLogin über unsere Website
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unternehmen
Lösungsansätze vom Krankenbesucher
Ein Vorgehen mit vielen Vorteilen
Luc Weinstein, Verantwortlicher der Schadeninspektoren bei der Groupe Mutuel
im Bereich Unternehmensversicherungen, gibt uns Einblick in einen anspruchsvollen Beruf.
Früher hiess er noch Krankenbesucher, heute
ist er als Schadeninspektor unterwegs. Seine
Aufgabe ist, arbeitsunfähige Personen zu besuchen, um fehlende Informationen für die optimale Bearbeitung ihres Dossiers einzuholen.
Er ist in den Bereichen Krankentaggeld-, Unfall- und Lebensversicherung tätig, in Letzterem
beispielsweise für Invalidenrenten. «Einen Versicherten zuhause besuchen hilft uns, seine Situation und sein Umfeld besser zu verstehen,
seine Fragen zu beantworten und ihm manchmal Lösungen vorzuschlagen, an die er nicht
gedacht hat», so Luc Weinstein.
Besuch vereinbaren
Im Jahr 2012 haben die sieben Schadeninspektoren des Teams über 3’500 Personen besucht,
2013 rund 4’500.
Welches Ziel verfolgt der Krankenbesucher?
«Manchmal erhalten wir Arztzeugnisse ohne
weitere Angaben. Eine Arbeitsunfähigkeit, die
länger als 2 Wochen dauert und zu der keine
genauen Informationen vorliegen, muss jedoch
vom Versicherer geprüft werden.»
Gemäss Luc Weinstein ist bei der Hälfte aller
gemeldeten Fälle von Arbeitsunfähigkeit keine
spezielle Bearbeitung nötig, weil die Arbeitsunfähigkeit fast oder bereits zu Ende ist. Von der
zweiten Hälfte der Fälle müssen bei rund 20%
keine Zusatzinformationen eingeholt werden,
alle notwendigen Angaben sind vorhanden.
Die restlichen 30% der Dossiers gelangen zum
Schadeninspektor, der dank seinem Fachwissen Lösungswege aufzeigen kann.
Wie läuft ein Besuch konkret ab? «Zuerst wird
ein Termin vereinbart. Das Gespräch dauert
in der Regel 20 bis 30 Minuten. Wir prüfen die
persönlichen Angaben, die medizinische Vorgeschichte und das berufliche Umfeld. Dabei suchen wir nähere Informationen zum Grund der
Arbeitsunfähigkeit und beurteilen gemeinsam
die beteiligten medizinischen Einrichtungen,
ohne jedoch die Diagnose anzusprechen, denn
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das fällt in den ausschliesslichen Zuständigkeitsbereich des Vertrauensarztes. Selbstverständlich garantieren wir die vertrauliche Behandlung aller Daten.»
Der Besuch ermöglicht ein Gespräch mit dem Versicherten, um Ansätze für eine Wiederaufnahme der
Arbeit unter bestmöglichen Bedingungen zu finden. Dafür müssen wir wissen, wie sich der Versicherte am Arbeitsplatz fühlt, und sein detailliertes Pflichtenheft kennen; solche Angaben stehen meistens
nicht in einem Dossier. Ein Besuch soll in erster Linie die Wiederaufnahme der Arbeit fördern, doch
manchmal muss auch geprüft werden, ob eine Absenz wirklich gerechtfertigt ist.
Sozialer Aspekt
Wie wird der Besucher wahrgenommen? «Oft hat eine arbeitsunfähige Person nur wenig oder gar
keinen Kontakt nach aussen. Dass sich jemand Zeit dafür nimmt, das Funktionieren der Taggeldversicherung, die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten sowie wichtige Details zur weiteren Auszahlung der Taggelder zu erklären, wird sehr geschätzt. Es entsteht ein soziales, von Menschlichkeit
geprägtes Klima in einer sonst eher schwierigen Zeit. Es geht vor allem darum, einen sozialen Kontakt
herzustellen», hebt Luc Weinstein hervor.
«Unsere Aufgabe ist es, Fakten zusammenzutragen und Fragen zu stellen, um zuverlässige Informationen zu sammeln. Ist die Situation einmal geklärt, kann sich herausstellen, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht mehr gerechtfertigt ist, und zwar aus Gründen, die keinen Zusammenhang mit der Krankheit
haben: beispielsweise wenn die Arbeitstätigkeit unangemessen ist oder die Beziehungen zum Arbeitgeber so schlecht sind, dass die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt werden kann.»
Die Erfahrung zeigt, dass der Einsatz des Besuchers
einen positiven Einfluss auf die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hat.
Mehrere Unternehmen, die erst seit kurzer Zeit
bei der Groupe Mutuel versichert sind, haben beobachtet,
dass sich die Dauer der Arbeitsunfähigkeitsfälle,
auch bei kurzen Arbeitsunterbrechungen, reduziert hat.
Ob Versicherter, Unternehmen oder Versicherer – die Zusammenarbeit bringt jedem Vorteile: dem
Versicherten dank der sozialen Unterstützung, den Antworten auf seine Fragen und den vorgeschlagenen Lösungsansätzen; dem Unternehmen durch die raschere Rückkehr seines Mitarbeiters und
schliesslich dem Versicherer, der dem Kundenunternehmen eine optimale Dienstleistung bietet und
seinen eigenen Schadenaufwand reduziert.
Der Besuch kann der versicherten Person helfen, sich besser auf einen Stellenwechsel oder eine berufliche Umschulung vorzubereiten, wie beispielsweise ein Maurer mit Bandscheibenvorfall. Ziel ist,
dass die Person nach dem Besuch zuversichtlicher ist und neue Möglichkeiten sieht.
Abschliessend meint Luc Weinstein: «Es gibt sehr schöne Begegnungen. Manchmal sind wir aber
auch mit schwierigen Situationen konfrontiert. Sollte das Gespräch ausser Kontrolle geraten, lautet
die Weisung: sich höflich zurückziehen und der Person vorschlagen, sie in ein paar Tage wieder zu
besuchen, falls sie dies wünscht.»
Informiert
Exklusives «LeClub»-Angebot
«Die Boxtrolls»-Vorpremiere!
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Ein exklusives Angebot für die Versicherten der Groupe Mutuel-Krankenversicherer.
den Menschen nichts Böses will, im Gegenteil:
Als sie den kleinen Waisenjungen Eggs finden,
nehmen sie ihn bei sich auf.
Doch bald muss der Junge seinen neuen
Freunden helfen und sich das erste Mal in die
Stadt wagen, um seinen Adoptivvater Fish zu
retten, der vom fiesen Trolljäger Archibald
Snatcher entführt wurde.
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Zeitung, auf www.groupemutuel.ch/club
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Neuer Wettbewerb in dieser Ausgabe mit den Boxtrolls
Beantworten Sie die drei Fragen in der LeClub-Beilage und gewinnen Sie eine Woche Familienferien für 2 Erwachsene und 2 Kinder (bis 12 Jahre) im Panorama Kidshotel Alphubel in SaasFee im Wert von Fr. 2’625.– oder eines der 9 Fanartikel-Sets zum Film «Die Boxtrolls» im Wert
von je Fr. 40.–. Die Preise werden von unseren Partnern offeriert.
Das Animationsstudio Laika, oscarnominiert für
«Coraline» und «ParaNorman», präsentiert ein
neues 3D-Stop-Motion-Abenteuer mit zauberhaft-liebenswerten Figuren für die ganze Familie.
Die Boxtrolls-Story spielt in der vornehmen viktorianischen Stadt Cheesebridge. Tief unter der
Stadt leben die Boxtrolls – erbittert gejagt, weil
sie angeblich kleine Kinder und den leckeren
Käse, der dem Ort zu grossem Wohlstand verholfen hat, stehlen.
Doch in Wirklichkeit sind die in Pappkartons lebenden Boxtrolls ein gemütliches Völkchen, das
Nicht vergessen: Die Antworten finden Sie in den Login-Artikeln und in der LeClub-Beilage.
Benutzen Sie für die Teilnahme am Wettbewerb den Antwortcoupon in der LeClub-Beilage
oder gehen Sie auf www.groupemutuel.ch/wettbewerb.
Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern unseres letzten Wettbewerbs!
(Login-Ausgabe April 2014)
Folgende 10 Gewinner der Verlosung erhalten ein Geschenk von Fitbit:
I 1. und 2. Preis: ein Fitbit One im Wert von Fr. 129.90: Valérie Métraux, Leysin (VD) – Marc
Schluchter, Le Mont-sur-Lausanne (VD)
I 3. bis 5. Preis: ein Fitbit Flex im Wert von Fr. 129.90: Karin Henker, Reiden (LU) – Murielle
Lugon, Riddes (VS) – Albert Moser, Zürich (ZH)
I 6. bis 10. Preis: ein Fitbit Zip im Wert von Fr. 79.90: Jeannette Wymann, St. Gallen (SG) –
Cybèle Bertoni, Lausanne (VD) – Nicole Genevey, Bernex (GE) – Céline Bencker, Fiaugères
(FR) – Michaël Amos, Sion (VS)
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Produkte
Zur Wahrung Ihrer Rechte
Legis, der Privatund Mobilitätsrechtsschutz
Sie sind in einen Rechtsstreit verwickelt und brauchen Unterstützung?
Legis, die Privat- und Mobilitätsrechtsschutzversicherung
der Groupe Mutuel, hilft Ihnen bei der GELTENDMACHUNG Ihrer Rechte.
Die Vielzahl von Gesetzen, Reglementen und
anderen Vorschriften erhöht das Risiko von
Streitigkeiten und Konflikten, die vor Gericht
enden. Ob Streit mit den Nachbarn, Konflikte
mit dem Arbeitgeber oder Auseinandersetzungen nach einem Autounfall – Sie können jederzeit ungewollt in einen Rechtsstreit verwickelt
werden.
Doch die juristischen Tücken und rechtlichen
Details kennen die wenigsten. Da ist die Unterstützung durch Spezialisten und Juristen mit
dem nötigen Fachwissen umso wichtiger.
Hohe Kosten
Wird keine einvernehmliche Lösung gefunden,
können hohe Kosten wie Anwaltskosten oder
im Fall eines Gerichtsverfahrens Gerichtskosten
und Kosten für Expertisen entstehen. Gewinnt
die Gegenpartei, sind womöglich ihre Prozesskosten zu übernehmen.
Der Ausgang eines Gerichtsverfahrens ist immer
ungewiss und selbst Menschen, die Konflikte
möglichst meiden, können in Rechtsstreitigkeiten verwickelt werden, z. B. nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall.
Die Leistungen
Mit den Versicherungen Legispriva und Legisstrada
erhalten Sie rechtliche Unterstützung durch
unseren Partner Assista Rechtsschutz AG. Der
Versicherungsschutz umfasst Leistungen bis zu
maximal Fr. 250’000.– pro Fall, beispielsweise
für:
I Honorare der beauftragten Anwälte
I Kosten für Expertisen, Gerichtskosten und
Prozessentschädigungen an die Gegenpartei
I Kosten eines Mediationsverfahrens und Vorschuss der Strafkaution
Ausserdem deckt die Versicherung Legispriva
Streitigkeiten im Nachbar- und Eigentumsrecht
sowie Streitigkeiten im Zusammenhang mit
dem Bau oder Umbau von Gebäuden, wenn die
Gesamtbausumme unter Fr. 100’000.– liegt.
Die Versicherung Legisduo kombiniert die Leistungen der Produkte Legispriva und Legisstrada und
bietet einen attraktiven Kombirabatt.
Assista Rechtsschutz AG
Für die Deckung des Versicherungsrisikos und
die Verwaltung der Schadenfälle der Legispriva
und Legisstrada hat die Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG einen Partnerschaftsvertrag
mit Assista Rechtsschutz AG, dem Leader des
16
Privatrechtsschutzes in der Schweiz, abgeschlossen.
Attraktive Prämien
Das Angebot der Groupe Mutuel an Rechtsschutzversicherungen bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Beispiele
Fahrerflucht in Spanien
«Bei einem Aufenthalt in Barcelona hat uns ein
Autofahrer, der bei Rot über die Kreuzung fuhr,
gerammt. Meine Frau verletzte sich dabei den
Arm und unser Auto hatte einen Blechschaden.
Der Lenker beging Fahrerflucht. Wir hatten keine Zeit, uns die Nummer des Fahrzeugs zu merken. Der Unfall wurde von der Polizei protokolliert und wir sind in unserem beschädigten Auto
weitergefahren. Bei der Rückkehr war meine
Frau nicht sofort vollständig arbeitsfähig.
Unser Legis-Rechtsschutz hat einen Experten und einen Anwalt aus Spanien mit dem
Fall beauftragt. Der Anwalt hat unsere Rechte
beim nationalen Garantiefonds Spaniens eingefordert. Dieser hat die Reparaturkosten und
die Erwerbsausfallentschädigung meiner Frau
übernommen.»
Panne während der Ferien
«Wir waren mit unserem Wohnmobil unterwegs,
das wir eine Woche zuvor gekauft haben. Als wir
am Campingplatz in Brienz ankamen, hatten wir
eine Motorpanne. Eine örtliche Autowerkstatt
reparierte den Motor, stellte uns jedoch stattliche Fr. 3’000.– in Rechnung. Der Verkäufer
weigerte sich, uns diese Kosten zurückzuzahlen.
Unser Rechtsschutz Legis hat dem Verkäufer
eine Gerichtsvorladung geschickt. Zwei Wochen vor dem Verhandlungstermin hat uns der
Verkäufer den verlangten Betrag rückerstattet.»
Hotel im Umbau
«Wir freuten uns auf unsere Ferien in Sizilien,
eine komplett von einem Schweizer Reisebüro
organisierte Reise. Doch als wir ankamen, sahen wir, dass unser Hotel gerade renoviert wurde. Lärm und Staub statt Erholung! Bei unserer
Rückkehr haben wir beim Reisebüro eine Entschädigung verlangt – ohne Erfolg.
Unser Legis-Rechtsschutz hat das Reisebüro
kontaktiert, das am Ende einverstanden war,
die Kosten des Aufenthalts teilweise zu übernehmen.»
Für mehr Informationen
www.groupemutuel.ch/de/Legis
Interessiert? Verlangen Sie eine Offerte:
Groupe Mutuel
Rue des Cèdres 5
1920 Martigny
Tel. 0800 808 848
E-Mail: offerten@groupemutuel.ch
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