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Alles gratis, oder was!? - Horizont

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Medien
Oktober_2008
Alles gratis,
oder was!?
Am GRATISZEITUNGSMARKT kennt man derzeit nur ein Thema:
der gemeinsame Gratiswochenzeitungsring der Styria Medien
AG und der Moser Holding. Die einen freuen sich über Bewegung
am Markt, die anderen fürchten um das eigene Geschäft.
S
chon bisher galt der heimische
1.000 Mitarbeiter. Die Vorstände der Regi-
Gratiszeitungsmarkt als sehr dyna-
onalmedien Austria AG sind bereits fix:
misch. Am 12. September 2008 be-
Mag. Helmut Schoaß, Geschäftsführer
kam diese Dynamik eine neue Dimension.
der Styria Wochenzeitungs- und Beteili-
An diesem Tag gab die Wettbewerbs-
gungs GmbH (Styria Medien AG) sowie
behörde grünes Licht für den Gratiswo-
Gerhard Fontan, Vorsitzender der Ge-
chenzeitungsring der Styria Medien AG
schäftsführung der Print Zeitungsverlag
(Woche) und der Moser Holding (Bezirks-
GmbH (Moser Holding). Fontan gibt die
blätter) – und zwar ohne jegliche Auflagen.
Stoßrichtung der neuen Aktiengesell-
Zusammen kommt man laut Regioprint
schaft vor: „Regionale Wirksamkeit und
2008 auf etwa 2,6 Millionen Leser. Zum
Qualität, verbunden mit Dynamik und
Vergleich: Die Kronen Zeitung erreicht
Konsequenz, waren schon bisher unsere
laut Media-Analyse 2007/08 derzeit über
Prinzipien. Wir werden ihnen treu bleiben
2,9 Millionen Leser. Der Ring soll den bei-
und nun gemeinsam mit unseren Mitar-
den Partnern Synergien besonders im Be-
beitern an einem Strang ziehen, um un-
reich Druck und Vertrieb bringen. Der ei-
sere Ziele zu erreichen.“
gentliche Sinn der Partnerschaft liegt
Die Reaktion der Konkurrenz am boomen-
freilich darin, dem Anzeigenkunden eine
den Gratiszeitungsmarkt auf den neuen
neue Plattform für nationale Kampagnen
Medienriesen ließ freilich nicht lange auf
bieten zu können. „Bis Mitte 2009 soll der
sich warten. „Was muss eigentlich passie-
Kunde bei uns die Möglichkeit haben, mit
ren, dass sich die Medienbehörde einschal-
einer Schaltung das gesamte Bundesge-
tet. Schaltet die sich erst ein, wenn der
biet abzudecken“, stellt Mag. Hermann
ORF und die Krone sich zusammentun?“,
Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser
poltert etwa Christian Lengauer, Ge-
Holding, klar. Doch dazu fehlt noch Ent-
schäftsführer des Weekend Magazins. Al-
scheidendes: Weder in Wien noch in Vor-
fons Gann, Geschäftsführer und Heraus-
arlberg sind die beiden Verlagshäuser ver-
geber des Salzburger Fensters, bestätigt:
treten und auch in Oberösterreich tun sich
„Die Kartellbehörde hat hier völlig ver-
noch Lücken auf. Eine gemeinsame Aktien-
sagt, sie funktioniert im Medienbereich
gesellschaft, die Regionalmedien Austria
überhaupt nicht.“ Der Herausgeber der
AG mit Sitz in Wien, betreibt den Gratis-
Gratiswochenzeitung, die erstmals im
wochenzeitungsring und beschäftigt etwa
Jahr 1979 erschienen ist, fürchtet jeden-
22_BESTSELLER
illustration Christoph Glatz/november design
text rainer seebacher
BESTSELLER_23
Medien
Oktober_2008
falls, dass der neue Ring großen Druck auf
erscheint die Tiroler Woche jeweils don-
die Regionalmedien ausüben wird.
nerstags im Anzeigenverbund mit der
Die Krone im Visier
(13 Prozent Reichweite laut Regioprint
„Fürchten muss sich vor uns keiner“, will
2008). Mit den zehn Regionalausgaben der
Styria-Manager Schoaß beruhigen. Man
Tiroler Woche (Innsbruck, Stubai- und
stoße mit dem neuen Gratiswochenzei-
Wipptal, Hall, Schwaz, Kufstein und Kitz-
Oberländer Rundschau als Wochenzeitung
tungsring in eine Lücke vor, die in dieser
bühel) und der Oberländer Rundschau
Form eigentlich nur die Kronen Zeitung
(Landeck, Imst, seit 9. Oktober auch in
bedienen würde. „Die lokalen Gratisme-
Telfs und Reutte) werden exakt 257.000
dien waren und sind auch heute nicht Trä-
Haushalte bedient. Dieses Joint Venture
germedien von nationalen Kampagnen.“
soll den Medien eine weitere Steigerung in
dings derzeit nur in den Bezirken Perg und
Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der
der Leserfrequenz bringen. Eine beidsei-
Vöcklabruck zu haben sind. Mit Wels ganz
Moser Holding, ergänzt: „Da die Bezirks-
tige Anzeigenplattform und der Transfer
nah
zeitung und die Woche mit regional unter-
redaktioneller Inhalte sollen die starke re-
Werbemarkt nimmt trotz der großen Kon-
schiedlichen Schwerpunkten unterwegs
gionale Position der Tiroler Woche und der
kurrenz das Angebot der Bezirksblätter
waren, ist nicht automatisch mit negativen
Rundschau weiter ausbauen.
immer stärker wahr, sowohl regionale
Gerhard Fontan, CEO Print Zeitungsverlag:
„Regionale Wirksamkeit und Qualität,
verbunden mit Dynamik und Konsequenz,
waren schon bisher unsere Prinzipien.“
besteht
eine
Kooperation.
„Der
Kunden im Bezirk als auch überregionale
Am Sonntag gratis
Kunden, die Oberösterreich dazunehmen“,
Die siebte Ausgabe der Kaufzeitung Tiro-
berichtet der Vorstandsvorsitzende der
ler Tageszeitung, die TT am Sonntag, die
Moser Holding. Er verspricht auch mittel-
seit April dieses Jahres erscheint, ist eben-
fristig eine flächendeckende Lösung in
falls kostenlos. „Damit haben wir einen
Oberösterreich, womit die Lücke im neuen
langgehegten Leserwunsch erfüllt“, sagt
Gratiswochenzeitungsring
Petz. Die TT-Abonnenten wie auch jene,
wäre. In den vier anderen Bundesländern,
die sich sonntags aus den gratis Entnah-
in denen die Bezirksblätter vertreten sind,
metaschen bedienten, seien mit dem neuen
ist man ebenfalls gut unterwegs: In Salz-
TT-Kleinformat sehr zufrieden. Am ober-
burg konnte man heuer die Reichweite ge-
österreichischen Gratiszeitungsmarkt ist
genüber 2007 von 67 auf 73 Prozent stei-
die Moser Holding über eine Beteiligung
gern, im Burgenland legte man von 76 auf
mit der Sonntags-Rundschau vertreten.
77 Prozent zu, in Niederösterreich hielt
„Dort sind wir mit Reichweitenrückgän-
man bei 50 Prozent – nur in Tirol sank die
gen konfrontiert“, sagt der Geschäftsfüh-
Reichweite von 76 auf 74 Prozent. Gerhard
rer der Oberösterreichischen Rundschau,
Fontan, Print Zeitungsverlag: „Unser An-
Effekten für die Mitbewerber zu rechnen,
Max Hafele. Laut Regioprint erreicht die
spruch ist es, ernsthaften Journalismus zu
das hat auch ein Sachverständigengutach-
Sonntags-Rundschau 2008 eine Reichweite
betreiben, und das hinabgebrochen auf je-
ten bestätigt.“ Entscheidend für Anzeigen-
von 55 Prozent, im Jahr 2007 waren es noch
den Bezirk.“
schaltungen wäre immer die Qualität res-
60 Prozent. „Wir sind derzeit dabei, die
pektive die Reichweite der regionalen
Rundschau in ihrer jetzigen Aufstellung
Kärnten und Steiermark auf Kurs
Produkte. „Hier ist jedes einzelne Medium
in jeder Hinsicht – wie etwa im Bereich
Auch beim zweiten Partner des Gratiswo-
täglich aufs Neue gefordert“, meint Petz.
Produktionssystem – zu optimieren“, er-
chenzeitungsringes ist man mit der Ent-
Das eigene Gratiszeitungsgeschäft hat
gänzt Hafele. Erfolgreicher am oberöster-
wicklung zufrieden. „Die Woche Steier-
sich zuletzt für die Moser Holding recht
reichischen Markt ist die Moser Holding
mark hat sich gut entwickelt, sowohl was
gut entwickelt. Erst im Mai dieses Jahres
freilich mit den Bezirksbättern, die aller-
das Anzeigengeschäft als auch was die Le-
Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser
Holding: „Primärer Fokus
des Gratiszeitungs-JointVentures ist es, dem
Anzeigenkunden ein
nationales Angebot
zu machen.“
startete man die Pendlerzeitung TT Kom-
serschaft betrifft“, sagt Helmut Schoaß.
pakt. „Diese ist bei den jungen Tirolern
Laut Regioprint konnte die Woche in der
sehr beliebt“, bestätigt Petz. Die starken
Grünen Mark die Reichweite von 62 Pro-
Entnahmen an den Bahnhöfen und Halte-
zent 2007 auf 65 Prozent im heurigen Jahr
stellen der Innsbrucker Verkehrsbetriebe
steigern. „der Grazer, den es in dieser
würden das Konzept bestätigen. „Die Tiro-
Form seit 10. Oktober letzten Jahres gibt,
ler Woche, der Zeitungsverbund, der
hat sich besser entwickelt als erwartet“,
Anfang 2007 mit neuem Layout und Na-
ergänzt Schoaß. Er rechnet mit einer „ro-
men gelauncht wurde, erscheint mitt-
ten Null“, die man heuer beim Grazer erreichen wird. Der grün-weiße Gratiszei-
lerweile in einer Gesamtauflage von
rund 250.000 Stück und hat sich am Tiroler Gratiszeitungsmarkt sehr gut etabliert“, ergänzt Petz. Seit 9. Oktober 2008
24_BESTSELLER
Helmut Schoaß, Geschäftsführer der Styria Wochenzeitungs- und Beteiligungs
GmbH: „Wir möchten mit
dem Gratiswochenzeitungsring das reichweitenstärkste Medium in
Österreich werden.“
tungsmarkt war im Vorjahr von einer
Marktbereinigung gekennzeichnet. der
neue Grazer/der neue Steirer wurden
fotos pressefotos.at/Peter Hautzinger (2), Styria
geschlossen
Medien
Oktober_2008
ebenso eingestellt wie die Styria-Gratis-
um. Ein Schritt, der mittlerweile wieder
Obwohl er den Gratiswochenzeitungsring
zeitung ok. Und Heute-Herausgeberin Eva
zurückgenommen wurde. „Mit der stabilen
scharf kritisiert, sieht er für das eigene
Dichand zog sich mit ihrer Gratiszeitung
Reichweite von 62 Prozent liegen unsere
Geschäft kaum Auswirkungen: „Der Ring
vom steirischen Markt zurück.
Magazine zehn Prozent vor der reich-
greift ganz klar die Kronen Zeitung an.“
Ganz leichte Rückgänge musste die Woche
weitenstärksten Tageszeitung im Bundes-
Ob das Projekt der Styria und der Moser
in Kärnten hinnehmen – die Reichweite
land“, ist Mag. Christine Tamegger, Ge-
Holding
sank dort von 72 auf 71 Prozent. „Wir haben
schäftsführerin der Kärntner Regional
wird, hängt für Lengauer ganz klar davon
Medien, mit den aktuellen Regioprint-
ab, ob die weißen Flecken Wien, Vorarl-
Daten zufrieden. Tamegger rechnet nicht
berg und Teile von Oberösterreich getilgt
damit, dass ihr Geschäft von der Regional-
werden können.
letztendlich
erfolgreich
sein
medienAustria AG beeinflusst wird – zumindest nicht negativ. „Für überregionale
Aufregung um neuen Player
Kunden werden die Produkte der Regio-
Der Wiener Markt ist für den Gratiszei-
nalmedien Austria AG mit ihrer noch
tungsring sicherlich die wichtigste Lücke,
höheren Marktabdeckung als Werbeplatt-
die es zu schließen gilt. Zwar bemüht man
form noch interessanter“, so die Medien-
sich um den Kauf der Wiener Bezirkszei-
managerin. Vielmehr hofft man, das eine
tung (BZ), die derzeit der Post-Tochter fei-
Max Hafele, Geschäftsführer der Rundschau
Oberösterreich: „Wir sind derzeit dabei, die
Rundschau zu optimieren.“
oder andere Stück des österreichweiten
bra gehört. Sollte der Kauf aber nicht ge-
den Abstand zur Nummer zwei in Kärnten,
die sieben Regionsmagazine, mit denen
der Kleinen Zeitung, auf 92.000 Leser aus-
man alle Haushalte Kärntens erreicht, als
bauen können“, berichtet Robert Mack, Ge-
Werbeplattform nutzen.
schäftsführer der Woche Kärnten. Die Na-
Kärnten war für Christian Lengauer, Ge-
tionalratswahl hätte sich auch sehr gut auf
schäftsführer des Weekend Magazins, je-
die Anzeigenumsätze ausgewirkt.
nes Bundesland, das ihm bis zum 8. März
Ebenfalls zur Styria Medien AG gehören
dieses Jahres noch gefehlt hat, um bun-
die Kärntner Regional Medien, die vor etwa
desweit mit einer Gesamtauflage von 1,1
einem Jahr vom steirischen Verlagshaus
Millionen Stück vertreten zu sein. „Der
übernommen wurden. Im Vorjahr stellte
Lückenschluss hat uns drei fulminante
man auf wöchentliche Erscheinungsweise
Quartale beschert“, freut sich Lengauer.
Werbekuchens
abzubekommen,
zumal
schon jetzt national bekannte Agenturen
Robert Mack, Geschäftsführer der Woche
Kärnten: „Die Nationalratswahl hat unserem
Anzeigengeschäft noch zusätzlichen Schub
verliehen.“
Die Gratismedien aus der Regioprint
Gratismedien sind in Österreich echte Reichweitenkaiser
NIEDERÖSTERREICH
Bezirksblätter
Niederösterreich
Bezirksjournal NÖ
Heute NÖ
50 %
12 %
10 %
OBERÖSTERREICH
Tips OÖ
OÖ Sonntags-Rundschau
OÖ Neue
Heute OÖ
VORARLBERG
40 %
40 %
27 %
15 %
11 %
81 %
54 %
52 %
BURGENLAND
SALZBURG
Bezirksblätter
Salzburg
Bezirksblätter
Burgenland
73 %
77 %
STEIERMARK
TIROL
Bezirksblätter
Oberländer Rundschau
Wochenzeitung
Bezirksjournal Wien
Wiener Bezirksblatt
Heute Wien
VORMagazin
Live
KÄRNTEN
74 %
13 %
Woche Kärnten
Kärntner Regional Medien
71 %
62 %
Woche Steiermark
Der Grazer
65 %
18 %
Quelle: Regioprint 2008
26_BESTSELLER
fotos OÖ Rundschau, Woche Kärnten
Wann & Wo gesamt
Das kleine Blatt/
Mein Einkauf
Week Vorarlberg
67 %
55 %
4%
3%
WIEN
Mit uns schon am
Christine Tamegger, Geschäftsführerin der Kärntner Regional Medien: „Wir verstehen uns nicht nur
am Lesermarkt als der regionale Nahversorger,
sondern auch als der regionale Werbepartner.“
Donnerstag
ins Wochenende!
lingen, will Petz nicht lange fackeln: „Ich
bin zuversichtlich, dass wir in Wien innerhalb weniger Monate ein eigenes Produkt
auf den Markt bringen können.“ Die Konkurrenz beobachtet die Entwicklung mit
Argusaugen. Friedrich Dungl, Geschäftsführer des Bezirksjournals (Mediaprint):
„Dieser Ring wird vor allem die letzten
unabhängigen
kleinen
Lokalzeitungen
treffen.“ Durch den Strukturwandel im
Handel verschiebe sich der Anteil der
Werbeumsätze immer mehr in Richtung
<
,
5
der Filialbetriebe. „Viele unabhängige
Lokalzeitungen werden von diesen Kunden nur gebucht, wenn es keine Alternative in Form eines überregionalen Ringes
gibt“, argumentiert Dungl. Daher würden
die Kunden mit mehreren, zum Teil bundesländerübergreifenden Standorten in
Zukunft verstärkt diesen Ring buchen.
„Für wirklich nationale Schaltungen wird
der Ring auch in Zukunft kaum relevant
sein“, glaubt der Bezirksjournal-Chef.
Denn: „Entweder ist der Anzeigenpreis
unwirtschaftlich hoch, oder er ist so nied-
Ab sofort jeden Donnerstag
kostenlos in Ihrem Postkasten
In über 257.000 Haushalten Nordtirols –
wir verlängern für Sie das Wochenende!
rig, dass er nicht kostendeckend ist.“
Dungl geht davon aus, dass das Bezirksjournal von einem Eintritt des Gratiswochenzeitungsrings betroffen wäre. „Wien
ist bereits jetzt mit Gratis-Printprodukten
so übersättigt, dass ein neuer Marktteilnehmer nur auf Verdrängung durch eine
fotos Kärntner Regional Medien, Weekend
Rabattschlacht hoffen kann.“
Christian Lengauer, Geschäftsführer des
Weekend Magazins: „Wir sind seit dem Lückenschluss in Kärnten bundesweit vertreten, und
das hat uns drei fulminante Quartale beschert.“
Ihr Werbeerfolg mit dem
neuen Tiroler Anzeigenverbund
Mit den 10 Regionalausgaben der Tiroler
Woche und der Oberländer Rundschau
setzen wir für Sie in ganz Nordtirol auch
in Zukunft auf Innovatives und Bewährtes.
Mit uns haben Sie Tirol – www.tirolerwoche.com
Medien
Oktober_2008
Derzeit kann Dungl allerdings nicht über
Dichand, sieht den neuen Gratiswochen-
schlechte Geschäfte klagen. „Wir haben im
zeitungsring äußerst kritisch: „Solche Zu-
ersten Quartal unseres Geschäftsjahres,
sammenschlüsse führen zu einer weiteren
also Juli bis September 2008, eine Umsatz-
künstlichen Konzentration der Medien-
steigerung von 58 Prozent erwirtschaften
landschaft und benachteiligen lokale und
können“, freut sich der Bezirksjournal-
kleinere Medien.“ Dies könne langfristig
Chef. Grund dafür waren wohl auch die
Umstellung auf wöchentliche Erscheinungsweise, die damit verbundene Zusammenfassung der Ausgaben und der optische
zu negativen Auswirkungen auf die MediThomas Strachota, Geschäftsführer des Wiener
Bezirksblattes: „Wir dürften mit unserem
Motto, mehr Qualität und Mehrwert zu
bieten, richtig liegen.“
und inhaltliche Relaunch des Bezirksjour-
envielfalt führen. Auswirkungen auf die
im AHVV Verlag erscheinende Gratistageszeitung, werde der neue Riese am Gratiszeitungsmarkt allerdings nicht haben.
nals. Dungl: „Der wöchentliche Rhythmus
(Echo Medienhaus), nicht klagen: „Wir ha-
„Gratiswochenzeitungen sind vor allem in
ist besonders für die Filialketten des Han-
ben unser Ziel, in Wien nach vorne zu kom-
nicht urbanen Gebieten stärker vertreten
dels wichtig, während die Zusammenfas-
men, erreicht, und sind nun mit unserer
und haben vor allem ältere Leser, die zu-
sung zu sieben Ausgaben vor allem auch
Reichweite mit einem Mitbewerber auf
meist 50 Jahre und älter sind.“ Mit Heute,
kleineren Kunden hilft, ein wirtschaftlich
Platz eins.“ Das Anzeigengeschäft hätte
sinnvolles Verhältnis zwischen Werbein-
sich beim 16 Mal im Jahr erscheinenden
vestitionen und Kontakten aufzubauen.“
Medium ebenfalls sehr positiv entwickelt.
Strachota rechnet allerdings, so wie Dungl,
Pattstellung in Wien
mit Auswirkungen des Gratiswochenzei-
Über den Geschäftsgang der letzten zwölf
tungsrings auf sein Geschäft – wenn auch
Monate kann auch Thomas Strachota, Ge-
mit keinen gravierenden. „Uns wird es
schäftsführer des Wiener Bezirksblattes
nicht so treffen, da wir eine ganz andere
Klientel zufriedenstellen und nicht mit aktuellen Geschichten rittern, sondern unsere Stärke im Service, in Aktionen und in
der
haben“,
Eva Dichand, Herausgeberin Heute: „Ich halte
von der Hauszustellung von Gratismedien wenig.“
glaubt Strachota. Auch würde man mit
dessen stärkste Leserschicht unter 40
Events und einer gerade in Planung be-
Jahre alt ist und das ausschließlich in ur-
findlichen Onlineplattform perfekte Dar-
banen Gebiet vertreten ist, gebe es des-
stellungsmöglichkeiten für die eigenen
halb nur wenig bis gar keine Überschnei-
Kunden und perfektes Entertainment für
dungen. „Heute ist auch inhaltlich und
die eigenen Leser bieten können.
optisch eine viel jüngere Tageszeitung
Die Herausgeberin der größten heimi-
und unterscheidet sich dadurch ebenfalls
schen Gratistageszeitung Heute, Dr. Eva
stark“, ergänzt Dichand. Durch die wöchentlich beziehungsweise zweiwöchent-
Der Geschäftsführer des Verbandes der Regionalmedien im Gespräch
„Nicht alle in einen Topf“
bestseller Wie haben sich die Gratiszeitungen in den letzten zwölf
Gratiswochenzeitungsrings und dem werktäglich erscheinenden Heute, das im vergangenen August den vierten Geburtstag
Monaten entwickelt?
dietmar henrich Das Gratiszeitungssegment lässt sich heute nicht mehr
über einen Kamm scheren. Es gibt drei Gruppen: die Regionalzeitungen, die
Gratistageszeitungen und die Gratismagazine. Die Regionalzeitungen entwickeln
sich stabil positiv. Bei den Gratistageszeitungen hat es eine gewisse Bereinigung
gegeben. Allerdings ist Heute sehr erfolgreich und mittlerweile schon die zweitgrößte Tageszeitung in Wien. Die Gratismagazine wie etwa Weekend oder auch
Live müssen erst einen Platz finden, die Entwicklung ist hier noch offen.
Müssen die Marktteilnehmer vor dem Gratiswochenzeitungsring von
Styria Medien AG und Moser Holding Angst haben?
henrich Das Projekt von Moser Holding und Styria wird den Markt der
Regionalzeitungen nicht sehr stark betreffen. Es ändert sich ja nicht viel. Das
Geschäft ist ein Lokales – hier werden die Brötchen verdient. Und welche
Synergien im Hintergrund erzielt werden, ist unerheblich. Die kleineren
Einheiten am Markt müssen sich nicht fürchten.
liche Erscheinungsweise der Medien des
feierte, gebe es einen zusätzlichen Unterschied. Und last but not least: „Ich halte
von Hauszustellungen von Gratismedien
wenig, da der Mitlesefaktor normalerweise weit unter 1,0 liegt und damit der
Vertrieb sehr teuer ist.“
Magazine für die Hauptstadt
Dietmar Henrich,
Geschäftsführer
des Verbandes der
Regionalmedien.
Mag. Astrid Weigelt, Geschäftsführerin
des im Echo Medienhaus monatlichen
erscheinenden VORMagazins, hat vor
dem neuen Styria-Moser-Holding-Konst-
Einige wichtige Gratismedien fehlen noch in der Regioprint. Empfinden Sie das als negativ?
rukt wenig Respekt: „Mit dem neuen
henrich Die Regioprint hat jetzt einen Stellenwert erreicht, wo sie nicht mehr aggressiv um neue
Gratiszeitungsring bekommt in erster Li-
Mitglieder werben muss. Jedes Mitglied des Verbandes der Regionalmedien hat grundsätzlich die
Möglichkeit, an der Regioprint teilzunehmen. Wir freuen uns natürlich über jedes neue Mitglied,
aber wir sind jetzt in der Position, wo wir uns auch ein bisschen zurücklehnen können.
nie die Kronen Zeitung Konkurrenz.“ Der
Markt werde sich einfach ein wenig neu
durchmischen. „Auf das VORMagazin
28_BESTSELLER
fotos Bezirksjournal, Wiener Bezirksblatt, Elisabeth Kessler, VRM
Friedrich Dungl, Geschäftsführer des
Bezirksjournals: „Wien ist bereits jetzt
mit Gratis-Printprodukten übersättigt.“
Bezirksberichterstattung
Medien
Oktober_2008
wird es keine erheblichen Auswirkungen
Graz nach Wien – der Traum, endlich in ,ei-
österreich vertreten. Stark in Niederös-
haben, da wir als regionales Monatsmaga-
ner Liga mit der Krone zu spielen‘, wie er
terreich vertreten ist Unser Niederöster-
zin ohnehin ganz andere Kundenzielgrup-
immer selbst sagt – wird dem Styria-Kon-
reich, das vom
pen vor allem in Wien ansprechen.“ Anfang
zern und seinen Eigentümern noch sehr
Pressehaus herausgegeben wird. Aktu-
Niederösterreichischen
des Jahres wurde das VORMagazin einem
elle Reichweitenzahlen der Regioprint
Relaunch unterzogen. Thematisch hat man
gibt es für dieses Medium keine. Eigenen
neue Themenschwerpunkte im Kultur-,
Angaben zufolge streut man in Niederös-
Lifestyle- und Societybereich gesetzt. „Au-
terreich eine Auflage von knapp 375.000
ßerdem haben wir eine komplett neue Web-
Exemplaren.
site mit tagesaktuellen Wien-News, vielen
Serviceinformationen, Gewinnspielen und
Umwälzungen im Burgenland
crossmedialen Elementen“, sagt Weigelt.
Ebenfalls keine Regioprint-Daten liegen
Über elf Prozent Reichweite in Wien nach
für die Burgenland Freizeit (BF) vor. „Die
BF erscheint seit Juli dieses Jahres in
dem ersten Jahr seines Bestehens freut
neuem Design 14-tägig jeweils am Freitag
Mix aus modernem Entertainment, kom-
Astrid Weigelt, Geschäftsführerin des im Echo
Medienhaus monatlichen erscheinenden VORMagazins: „Mit dem Gratiswochenzeitungsring
bekommt in erster Linie die Kronen Zeitung
Konkurrenz.“
paktem TV-Programm und vor allem wirk-
viel Geld kosten.“ Heute und Live hinge-
Juni dieses Jahres operativer Geschäfts-
lich erstklassigen Journalisten hat also
gen wären in jeder Hinsicht total neue,
führer der BF. Heuer erwarb die Interme-
sofort gegriffen.“ Angesprochen auf den
innovative verlegerische Konzepte gewe-
dias Verlags GmbH zu ihren bisherigen 74
Gratiswochenzeitungsring meint Dress-
sen und hätten sich genau deshalb so
Prozent auch die restlichen 26 Prozent der
ler: „Die neue verlegerische Achse Graz-
rasch neben – und eben nicht anstatt – be-
Anteile an der BF. „Mit ihrer vollständi-
Innsbruck macht aufs Erste Sinn. Doch
stehenden Medien etablieren können. So
gen Privatisierung ist die BF von politi-
Horst Pirkers ehrgeiziger Feldzug von
wie Heute ist Live auch bereits in Nieder-
schen Parteien, Konfessionen, Institutio-
sich Andreas Dressler, Geschäftsführer
des Live-Magazins, dem Wochenendmagazin der Gratistageszeitung Heute. „Der
und erreicht mit einer Auflage von 115.000
Stück alle Haushalte und Unternehmen im
Burgenland“, sagt Arpad Strompf, seit
nen und Interessengruppen unabhängig
und versteht sich als ein Journal für alle,
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4*&
TJDI
BC
das die Meinungsvielfalt im Burgenland
deutlich ausweitet“, sagt Strompf. Den
neuen Gratiswochenzeitungsring – die Be-
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JN#VSHFOMBOEWFSUFJMU
Andreas Dressler, Geschäftsführer des LiveMagazins: „Die Zeiten sind definitiv schwierig
für Kampfansagen.“
zirksblätter erreichen in Burgenland eine
Reichweite von 77 Prozent – sieht Strompf
hörde für mich unverständlicherweise ge-
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nehmigten Zusammenschluss werden Styria und Moser Holding eine sehr starke
Marktdominanz erreichen und das Preisniveau für Schaltungen nach unten drücken können.“ Dem daraus entstehenden
wirtschaftlichen Druck werde so mancher
andere Marktteilnehmer auf lokaler und
regionaler Ebene nicht standhalten können und aufgeben. „Die Folge davon wird
sein, dass einerseits die Medienvielfalt für
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fotos Echo, Live, BF
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BC
NJUEFS
kritisch: „Durch den von der Kartellbe-
die Konsumenten geringer wird und andererseits die Wahlmöglichkeiten für die
Unternehmen und die Werbewirtschaft
eingeschränkt werden“, befürchtet der
Medienmacher.
Kampfplatz Oberösterreich
Ein hartes Pflaster für Gratiszeitungen ist
Oberösterreich. Neben den zwei Gratistageszeitungen Oberösterreichs Neue (Me-
und das City!Magazin. Josef Gruber, Ge-
Arpad Strompf, Geschäftsführer der Burgenland Freizeit: „Marktteilnehmer auf lokaler und
regionaler Ebene werden dem Druck des Rings
nicht standhalten können und aufgeben.“
schäftsführer und Chefredakteur von Tips,
mit einer Reichweite von 67 Prozent Oberösterreichs Regioprint-Reichweitenkaiser,
will zum Gratiswochenzeitungsring keinen
Kommentar abgeben: „Uns geht es sehr
gut; wir sind in ganz Oberösterreich und
auch in zwei Bezirken in Niederösterreich
vertreten.“ 17 verschiedene Hefte bringt
das Verlagshaus mittlerweile heraus. „Das
sind aber keine Lokalmutationen, sondern
eigene Ausgaben, die auch vor Ort in unseren Niederlassungen produziert werden“,
präzisiert Gruber. Gerade die regionale
Stärke komme bei der Leserschaft sehr gut
an. „Wir beschicken auch Haushalte, die
Werbesendungen
verweigern“,
ergänzt
Gruber. An und für sich dürfe das jede Regionalzeitung tun, dennoch sei man in Oberösterreich die einzige, die dies so praktiziere. „Wir haben dadurch Zugang zu einem
exklusiveren Leserkreis, denn tendenziell
bestellen die reicheren Haushalte Werbung ab, da sie ja nicht auf Prospekte zum
Preisvergleichen angewiesen sind“, meint
der Tips-Geschäftsführer.
Im
Oberösterreichischen
Zentralraum
(Städtedreieck Linz, Wels, Steyr) erreicht
die Gratistageszeitung Oberösterreichs
Da sind
897.000 Leser*
drin!
Die Regioprint hat entschieden: 897.000 Leser*
pro Ausgabe greifen zu Tips, damit hat Tips
wieder zugelegt. Lokale Berichterstattung und
100%ige Postverteilung mit durchschnittlich
31 Minuten subjektiver Lesedauer machen
Tips zum Lokalmatador.
Leser pro Ausgabe und Veränderung zum Vorjahr*
Tips
+ 57.000
Leser*
594.000*
zirksblätter (beide Moser Holding), Tips
688.000*
reichische Sonntags-Rundschau, die Be-
897.000*
sich dort auch Medien wie die Oberöster-
* Quelle: Regioprint 2008 - durchgeführt von Fessel-GfK und IFES
im Zeitraum von 1.3. - 30.06.2008; 6.494 Interviews in ganz Österreich, max. Schwankungsbreite +/- 3,5%.
dienhaus Wimmer) und Heute matchen
SonntagsRundschau
- 34.000
Leser*
WochentagsRundschau
- 12.000
Leser*
Ihr Kontakt:
Michael Hemmelmayr, Anzeigenleiter
Tel.: +43 (0)732 / 78 05-683, m.hemmelmayr@tips.at
Medien
Oktober_2008
Neue laut Regioprint eine Reichweite von
oberösterreichischen
zehn Prozent, auf das gesamte Bundes-
tungsmarkt, Eva Dichand, sieht Cuturi
Gratistageszei-
land umgelegt ergibt sich ein Wert von
den Gratiswochenzeitungsring als keine
vier Prozent. „47 Prozent unserer Leser-
Gefahr für sein Medium an: „Das sind
schaft sind unter 29 Jahre alt“, sagt Paolo
völlig andere Auflagendimensionen und
Cuturi, Geschäftsführer von Oberöster-
ein völlig anderes Segment.“ Das Prob-
reichs Neue. Zuletzt habe man die Auflage
lem, dass man als oberösterreichische
leicht steigern können. „Damit muss man
Gratistageszeitung nicht oder nur selten
allerdings behutsam umgehen, da man
als Träger für nationale Kampagnen ge-
sonst in eine Kostenfalle tappen kann und
nutzt wird, versucht Cuturi mit einer An-
bei der Redaktion sparen muss“, warnt
zeigenkombi mit den Oberösterreichi-
Cuturi. So wie seine Konkurrentin am
schen Nachrichten zu lösen. „Das wird
von der Werbewirtschaft sehr gut ange-
Josef Gruber, Geschäftsführer und Chefredakteur von Tips: „Wir haben zu 80 Prozent kleine
Kunden, die nicht so stimmungsabhängig wie
größere Betriebe sind.“
Paolo Cuturi, Geschäftsführer von Oberösterreichs
Neue: „Der Ring bedient ein völlig anderes Segment mit völlig anderen Auflagendimensionen.“
nommen“, bestätigt Cuturi.
pier, sondern die Leser heben das Magazin
Ebenfalls bei der Werbewirtschaft beliebt
einen Monat lang auf.“ Inhaltlich wird das
ist das TV-Programm, das das monatliche
20 Seiten starke Programm (Nachmittag
Hochglanzmagazin City!Magazin seit 1.
bis Mitternacht) der zehn beliebtesten
April dieses Jahres beinhaltet. „Damit
Sender geboten. „Wir sind natürlich kein
konnten wir sogar Cosmos als Kunden ge-
tv-media, aber dafür kosten wir nichts“,
winnen“, freut sich Christian Horvath, Ge-
präzisiert Horvath. Der Gratiswochenzei-
schäftsführer des oberösterreichischen
tungsring wird auf sein Geschäft kaum
City!Magazins.
Fernsehprogramm
Auswirkungen haben, glaubt Horvath:
würde das Magazin auch von allen ande-
„Wir haben Angst vor dem Weekend Ma-
ren Gratismedien unterscheiden. „Damit
gazin gehabt, aber dessen Erscheinen hat
landen wir nicht nach vier Tagen im Altpa-
unseren Umsätzen letztendlich nicht ge-
Das
schadet.“ Das ohnehin schon jetzt sehr
kompetitive Umfeld würde letztendlich
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Christian Horvath, Geschäftsführer des
City!Magazins: „Die regionalen Wochenzeitungen werden sich warm anziehen müssen.“
die Anzeigentarife sinken lassen. Durch
die schlanke Kostenstruktur könne man
aber mit dieser Entwicklung locker mithalten. Obwohl derzeit nur im oberösterreichischen Städtedreieck vertreten, will
Horvath demnächst auch einen Schritt in
andere Regionen wagen. „Viele unserer
Leser beschweren sich, dass wir keine
ten Jahr in die Trafiken gehen, wo das
City!Magazin dann um wenig Geld zu kaufen sein wird. „Dieser Tarif soll nur die
Vertriebskosten abdecken, verdienen will
ich damit nichts“, sagt Horvath. Der Umfang des City!Magazins hat sich mittler-
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weile auf 90 Seiten erhöht – bei anfänglich
40 Seiten eine schöne Steigerung.
fotos Tips, OÖ Neue, City!Magazin
Abos anbieten.“ Man werde also im nächs-
Qualität in Salzburg
von 307.000 und eine nationale Reichweite
frauenspezifischen Themen nachgekom-
Im benachbarten Salzburg geben die Be-
von 4,4 Prozent (Salzburg 65,8 Prozent).
men. „Wirtschaft und Werbewirtschaft
zirksblätter den Ton am Gratiszeitungs-
Der Herausgeber der Salzburger Nach-
haben längst erkannt, dass die Frau als
markt an (Reichweite 73 Prozent laut Re-
richten, Dr. Maximilan Dasch, hält die
Mittelpunkt der Familie die meisten Kauf-
gioprint 2008). Dort ist aber auch eine
Mehrheit am Salzburger Fenster. Dkfm.
entscheidungen trifft“, sagt Ramsauer.
Gratiszeitung zu finden, die bereits im
Trude Kaindl-Hönig und die Salzburger
Vom Gratiswochenzeitungsring erwartet
Jahr 1979 erstmals erschien: das Salzbur-
Nachrichten Verlags GesmbH & CoKG
ger Fenster. „Wir setzten immer schon voll
(Salzburger Nachrichten und Salzburger
auf journalistische Qualität“, sagt Alfons
Woche) halten die restlichen Anteile.
Gann, Geschäftsführer und Herausgeber
des Salzburger Fensters. Durchwegs be-
Mit Frauen gewinnen
schäftige man Publizistikabsolventen im
Am Gratiszeitungsmarkt im Ländle hält
Angestelltenverhältnis. „Das bringt na-
Wann & Wo mit einer Reichweite von 81
Prozent die stärkste Position. Die Sonntagsausgabe des Mediums, das sich an ein
junges Zielpublikum richtet, erreicht 74
Prozent, die Mittwochsausgabe 69 Prozent.
„Wir sind seit Jahren mit Wann & Wo auf ei-
fotos Salzburger Fenster, Week
nem sehr hohen Level“, sagt Verkaufslei-
Gabriel Ramsauer, Week-Anzeigenleiter: „Vom
Gratiszeitungsring geht für den Markt in
Vorarlberg im Moment keine Gefahr aus.“
ter Harald Schertler. Die Wochenzeitung
sich Ramsauer die eine oder andere Ver-
Das kleine Blatt/Mein Einkauf erzielte im
schiebung am Markt. „Damit soll versucht
Ländle zuletzt eine Reichweite von 54 Pro-
werden, an nationale Budgets zu kommen,
zent. „Wir verstehen uns als Wochenzei-
die derzeit noch an andere Tages- und Wo-
Alfons Gann, Herausgeber des Salzburger Fensters: „Die Kartellbehörde hat beim Gratiswochenzeitungsring wieder einmal völlig versagt.“
tung für die ganze Familie und ganz beson-
chenzeitungen vergeben sind“, präzisiert
ders für die Altersgruppe ab dreißig“, sagt
der Week-Anzeigenleiter. Aber: „Für den
Geschäftsführer Manfred Schmid. Beide
Markt in Vorarlberg sehe ich im Moment
türlich Qualität; und jede Menge Exklu-
Medien mussten gegenüber den Regio-
keine Gefahr.“ Dies wohl auch deshalb,
sivberichte“, ergänzt Gann. Vom Gratis-
print-Werten des Vorjahres Verluste hin-
weil Eugen A. Russ, Geschäftsführer des
wochenzeitungsring
nehmen. Das 14-tägig erscheinende Hoch-
Vorarlberger Medienhauses, wohl keinen
großen Druck auf die Regionalmedien.
glanzmagazin
hingegen
Deal mit der Styria und der Moser Holding
Die Reichweiten des Salzburger Fensters
zuletzt 10.000 Leser dazugewinnen. „Nach
zustimmen würde, bei der einem der drei
werden nicht in der Regioprint, sondern in
drei Jahren am Zeitungsmarkt halten wir
genannten
der Media-Analyse erhoben. Für den Zeit-
schon bei 52 Prozent Reichweite“, freut
würde. Und ohne Eugen A. Russ wird die
raum Juli 2007 bis Juni 2008 erreicht das
sich Week-Anzeigenleiter Gabriel Ram-
Lücke in Vorarlberg wohl kaum zu schlie-
wöchentliche Medium eine Leseranzahl
sauer. Man sei der Nachfrage nach mehr
ßen sein.
erwartet
er
sich
Week
konnte
Kraftbündel
Medien
Schaden
zugefügt
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