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Blütenregatta 2007 und was davon übrig blieb - O-JOLLE Austria

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Blütenregatta 2007 und was davon übrig blieb
Wir Österreicher hatten uns viel für den Saisoneinstieg vorgenommen.
Jürgen Böhm hat seiner 70 jährigen AUT 4 ein wunderschönes Äußeres verpasst
und dazu einen neuen Schwertkasten aus Eichenholz, Thomas und ich haben uns
Durch Wettfahrtleiter- und Taktikseminar mental auf große Regattafelder eingestellt.
Dazu hatten wir unsere Masten nach der Fritz-Methode (hinten eingespannt und
vorne mit 15 kg belastet) vermessen. Was aber nach außen hin am meisten zählt, wir
wollten ursprünglich zu sechst in Kaltern antreten.
Aber wie immer kommt es anders, als man denkt. Zu aller erst bekam ich ein ungutes
Gefühl, als ich die Wettervorhersage studierte. Das angesagte Genuatief würde
bestimmt nicht die Thermik unterstützen und Regen und Kaltern ist auch nicht gerade
das, weswegen man so früh im Jahr mit dem Boot über die Alpen fährt.
Zunächst aber war alles eitel Sonnenschein. Bei schönstem Wetter führen Herta und
ich über Felbertauern und Lienz ins Pustertal. Thomas wollte noch einige
Handwerker versorgen und dann zu Mittag über den Brenner nachkommen.
Leider kam dann die schlechte Nachricht gleich nach dem Mittagessen in der Nähe
von Bruneck. Thomas musste am Montag früh bei einem Kunden in Graz antreten
und dazu noch ein neues Lieferkonzept vorweisen. Dazu hatte Anton schon vor
unserer Abreise kund getan, dass er eindeutig Kaltern im Herbst vorziehen würde.
Aber selbst zu viert würden wir noch ein starkes Bild abgeben, dachte ich mir und
freute mich schon auf die ersten Trainingsschläge am Kalterersee.
Dort waren, wie nicht anders zu erwarten, bei knapp 20 Grad und gutem Wind Knut
und Olaf Wahrendorf, Peter Lippert, Aki Forstmann, Hasi, Klaus Schönfeld, Reinhard
Philipp und Felix Hurter dabei, sich nach dem Winter wieder das notwendige
Bootsgefühl anzueignen. Klaus musste sein noch nagelneue knatterndes Segel
trimmen und Knut seinen neuen Mast ausprobieren. Da waren aber auch noch
Thomas Bergner mit einem neuen Ü50 Schiff und Jan ten Hoeve mit neuen Segeln
für sich und Thomas Bergner, die unbedingt für den Topspeed am Wind einen neue
Marke vor SAM- und Fritz-Segeln setzen wollten.
Unterschwellig wurde in verschiedensten Besetzungen das Verhalten des neuen
Vorstands im Zusammenhang mit dem deutschen Vorschlag für das Profilruder
diskutiert.
Leider kam ich am Donnerstag nicht mehr dazu, mein Schiff rechtzeitig aufzuriggen,
um an diesem schönen Segelnachmittag noch etwas von der Klaterersee-Thermik
mitzunehmen.
Dafür wurden wir nach Sonnenuntergang von Peter Mahlknecht mit Grauvernatsch,
Trockenwürsten, Speck, Käse und südtiroler Brot auf die kulinarischen
Programmpunkte eingestimmt. Für den kommenden abend wurde zudem eine
Kellereibesichtigung in der Ersten & Neuen Kellerei in Kaltern angekündigt.
Am Freitag reisten aus Bayern Flori Bauer, Peter Gradl, Eberhard Koser, Henry
Martin und spät abends auch noch Wolfgang Moser, aus Davos kommend, an. Dazu
kam am Samstag früh noch Carlo Forster. Weiters gesellten sich Wolfgang Scheffler,
Jan Brown (mit GBR 2000), Vater und Sohn, bei denen ich mich leider nicht
ordentlich genug vorgestellt habe, um mir deren Namen zu merken, mit Koterschiffen
im Doppelanhänger. Schließlich kamen Jürgen und Herbert Böhm vom Attersee,
ebenfalls mit den Booten im Doppelanhänger.
Jürgen hatte seine Bootsüberholung gerade noch rechtzeitig abschließen können.
Dagegen wurde das alte Holzschiff von Herbert nicht mehr fertig und so ist ein
weiterer österr. Kanditat, der mit Herberts Schiff kommen wollte, auf der Strecke
geblieben.
Ich konnte am Freitag noch gute 2 Stunden segeln -leider bei abflauendem Wind und
zunehmendem Regen. Um 17 Uhr haben wir uns dann in den Puntay Keller der
Ersten & Neuen Kellerei zur Weinverkostung geflüchtet.
Am Samstag haben wir dann, bei für Südtirol unerträglichen tiefen Temperaturen,
vergeblich auf Wind gewartet. Außer dass die WFL den AP Stander am Startschiff
gesetzt hat, hat sich nichts Seglerisches getan.
Das Dinner im Seegarten war wie immer vom Feinsten. Da die Wahrendorfs und ich
im letzten Herbst Probleme hatten, einen Platz zu bekommen, waren wir diesmal
dafür die ersten Gäste.
Was soll ich Euch noch sagen. Am Schwarzen Brett hing die Starterliste mit 27
gemeldeten O-Jollen. Vor dem Abbauen der Schiffe hat sich aber leider nichts mehr
getan.
Euer Vitus
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