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Auf dem Oederlin-Areal bewegt sich was

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Samstag, 5. Februar 2011 | az | www.aargauerzeitung.ch
BADEN
AARGAU, BADEN-WETTINGEN, BRUGG-WINDISCH, ZURZACH
Auf dem Oederlin-Areal bewegt sich was
Kommentar
Rieden Geplant sind Wohnungen im Westteil – im Ostteil können die Mieter bleiben
Es wird eng im
Kreativ-Biotop
Geschäftsleiter der Oederlin AG. «Wir
fokussieren das Projekt auf ein gutes
städtebauliches
Erscheinungsbild,
dazu gehört auch die Integration des
Industriekulturpfades. Es liegt uns
sehr am Herzen, dass die neuen Wohnungen im Areal West gut eingebettet sind.»
Für die Realisierung des Wohnbau-Projekts ist ein Investorenwett-
VON CORINNE RUFLI
«Seit mehreren Jahren sind wir am
Planen», sagt Irene Sidler, Liegenschaftsverwalterin der Oederlin AG.
Was in den letzten 20 Jahren immer
wieder gemunkelt wurde, könnte
bald wahr werden: Auf dem Oederlin-Areal wird investiert. Die Oederlin AG plant Wohnungen. Die westlichen Fabrikgebäude, flussabwärts
Richtung Nussbaumen gelegen, sollen abgerissen werden. «An ihrer
Stelle planen wir primär Wohnungen», sagt Sidler. Stockwerkeigentum
und Mietwohnungen soll es geben.
Zusätzlich sind Büros und Ateliers
vorgesehen.
Hier ist das Westareal zu sehen – es soll abgerissen werden.
Belastende Altlasten
«Mit den Mietern wird bereits geredet. Sie glauben noch nicht, dass
einmal gebaut wird, da es immer
wieder Pläne gegeben hat», sagt Sidler. Schon vor rund 20 Jahren wollte
der Eigentümer alle Gebäude abreissen. «Man plante einzelne Wohnbauten», erklärt Sidler. Doch dazu ist es
nie gekommen. Und einfach wird ei-
ne Neuüberbauung auch heute nicht.
Die Altlastenbeseitigung ist aufwändig und teuer. «Momentan laufen
umfangreiche Untersuchungen. Sie
sind noch nicht abgeschlossen», sagt
Sidler. Im Westareal müsse der Boden wahrscheinlich metertief ausgehoben werden. Auf dem Areal stand
das erste Gaswerk der Stadt Baden.
Zu den Kosten der Bodensanierung
«Vor 20 Jahren wollte
der Eigentümer
alle Gebäude auf dem
Areal abreissen.»
CRU
kommen noch zusätzliche für den
Anschluss an die Kantonsstrasse
und die Parkplätze. «Deshalb werden
die Wohnungen nicht günstig», sagt
Sidler.
Investorenwettbewerb vorgesehen
«Probleme sehe ich für den Neubau grundsätzlich keine, nur Herausforderungen», sagt Thomas Schmid,
Irene Sidler, Oederlin AG,
Liegenschaftsverwalterin
bewerb vorgesehen. «Wir rechnen
mit 100 bis 120 Wohneinheiten»,
sagt Schmid. Wann sie bezugsbereit
seien, könne aus heutiger Sicht nicht
klar beantwortet werden. Schmid
betont jedoch: «Wir arbeiten konsequent Richtung Realisierung.»
Kommentar rechts, Seiten 32/33
■ Im Oederlin-Areal konnten
sich in den letzten 20 Jahren
viele Kunstschaffende verwirklichen und viele Handwerker
bis spät in die Nacht hämmern.
Das war nur möglich, weil
die Mieter tolerant waren und
die Eigentümer sie machen
liessen. Es entwickelte sich ein
Mikrokosmos, wie es ihn leider
nur noch selten gibt. Kalte
Winter und der beissende Geruch der Giesserei nimmt man
dafür in Kauf.
Wo an anderen Orten solche
unbezahlbaren Freiflächen einfach dem Erdboden gleichgemacht werden, bemüht sich
die Oederlin AG um eine Weiterentwicklung des Areals und
den Erhalt der Kreativwerkstätten. Das ist begrüssenswert. Dass diese schöne Lage
am Limmatufer sich auch als
Wohnraum eignet, war längst
klar. Dass dieser nun realisiert
wird und im oberen Preissegment angeboten werden soll,
ist nicht verwunderlich.
Dennoch wird der Abbruch des
Westareals eine grosse Lücke
hinterlassen, denn viele Kunstschaffende, Freigeister und
Handwerker müssen das Areal
verlassen und werden kaum
wieder solch günstigen Raum
finden.
So reagieren die
regionalen Heime
Umfrage Mit grosser Bestürzung und
Betroffenheit haben regionale Pflegeund Wohnheime die Nachricht aufgenommen, wonach ein Pfleger während dreier Jahrzehnte über 100
schwerstbehinderte Kinder und Erwachsene missbraucht hat. Eine Umfrage zeigt, welche Vorkehrungen die
Heime treffen, damit solch schreckliche Übergriffe bei ihnen nicht passieren, wie sie bei der Personalsuche
vorgehen und was bei einem Verdachtsfall geschieht. (MRU) Seite 29
corinne.rufli@azmedien.ch
Gegenwind
aus Aarau zur
Musikinitiative
In der Frühlingssession der eidgenössischen Räte ist die Volksinitiative «Jugend + Musik» im Ständerat
traktandiert. Führende Kraft hinter
dem mit über 153 000 gültigen Unterschriften eingereichten Begehren
ist die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi (Mellingen). Und das
Initiativkomitee ist in Aarau daheim.
Doch im eigenen Kanton weht der
Komiteepräsidentin und der Initiative in Aarau ein rauer Wind entgegen.
Die Aargauer Regierung lehnt sie
«aus ordnungspolitischen Gründen»
ab, wie aus ihrer Stellungnahme zu
einem Gegenentwurf zur Musikinitiative hervorgeht. Die Regierung
sieht dadurch offenkundig die Schulhoheit der Kantone tangiert. Christine Egerszegi widerspricht energisch. (MKU)
Seite 27
Migros-Kundinnen bezahlen an
einer Notkasse.
DIETER MINDER
Kein Strom für
Migros-Kassen
Baden «Wir haben offen, aber wir verkaufen nichts», sagt der Mann beim
Haupteingang zur Migros: Er liess
niemanden in den Laden. Das hatte
nichts mit einer neuen Marketingstrategie zu tun, sondern es war die
Folge einer Panne. Nach 18 Uhr war
gestern der Strom ausgefallen. «Normalerweise können wir die Kassen
sofort wieder aufstarten», sagt Filialleiter Marcel Rohrer. Doch in diesem
Fall war das unmöglich: «Wir kennen
die Ursache noch nicht», so Rohner.
Für die Kunden im Laden wurde eine
Notkasse in Betrieb genommen. (DM)
von Corinne Rufli
INSERAT
ELISABETH FELLER
Elf Habsburger Schulkinder zerlegen die Habsburg in 42 Teile
Wie hält Lehrer Robert Knecht (Mitte) elf Schülerinnen und Schüler während der Projektwoche bei Laune? Indem er mit ihnen erschafft, was später – auf
dem Pausenplatz – ein alle Kinder vereinendes Geduldspiel ist: ein Legespiel, vielmehr Puzzle. Es gibt
Puzzles, die so klein sind, dass sie in eine Jackentasche passen; es gibt aber auch solche, die fürs Freie
gedacht sind. Dazu zählt das 42-teilige Puzzle der
Habsburger Kinder. Sujet: die Habsburg, was naheliegend ist. Schliesslich spielen die Kinder der Gesamtschule am Fuss der Habsburg. Nach Monaten
des Winterschlafs wurde das Puzzle gestern zusammengesetzt: Die Generalprobe in der Schule stimmte
ein auf den baldigen Auftritt im Freien. (EF.) Seite 35
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