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Gewaltprävention "Wir sind nicht nur dafür verantwortlich was wir tun

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Gewaltprävention
an
oberösterreichischen Schulen
„Modell Innviertel“
Dr. Irene Mandl
Dr. Christa Wührer
Schulpsychologie Innviertel
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Gewaltprävention
an oberösterreichischen Schulen
"Wir sind nicht nur dafür
verantwortlich was wir tun,
sondern auch dafür was wir
nicht tun."
Voltaire
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
1
Gewaltprävention
an oberösterreichischen Schulen
Leitsatz der Schulpsychologie OÖ:
Gemeinsam den Lebensraum Schule
gestalten und die seelische Gesundheit
aller Beteiligten stärken
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Leitsterne
1.
2.
3.
4.
5.
Zusammenhänge im System Schule
erkennen und daraus
Handlungsalternativen entwickeln
Schulhauskultur – Demokratisierung
durch Beteiligung
Akzeptanz von Lenkung und Autonomie
Neugier und Offenheit
Selbstfürsorge
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
2
Begriff „Gewalt“
Thesen nach Allan Guggenbühl
z
z
z
z
z
Aggressionen gehören zum Menschsein
Lernziel ist Konfliktfähigkeit
Gewalt halt vielfältige Ursache
Gewaltphänomene sind häufig
Gruppenphänomene
Gemeinsam aktiv gegen Gewalt
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Konkrete Projekte zur Gewaltprävention
durch die Schulpsychologie
¾
Im Allgemeinen:
z
z
z
z
z
z
Verhaltenskultur
Aufbau sozial wertvoller Umgangsformen
Entwicklung der Schule zum Lebensraum
Bearbeitung aktueller Fragestellungen
Schulpsychologie als Drehscheibe fü
für Vernetzung
Begleitung von Problemlö
Problemlösungsprozessen
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
3
Konkrete Projekte zur Gewaltprävention
durch die Schulpsychologie
¾
Im Besonderen:
Besonderen:
z AntiAnti-MobbingMobbing-Stratgien
z Faustlos
z Gewaltprä
Gewaltprävention als Teil der Schulentwicklung
z erweiterte Fallarbeit mit pä
pädagogischen Konferenzen
z professionelle Gesprä
Gesprächsfü
chsführung im Schulalltag
z Umgang mit Stö
Störenfrieden und Disziplinstö
Disziplinstörungen im
Rahmen der Verhaltenskultur in der Schule
z schwierige Elterngesprä
Elterngespräche
z Förderung der Teamentwicklung
z BurnBurn-out,
out, Stressreduktion
z Lerntherapie
z Supervision fü
für LehrerInnen,
LehrerInnen, SchulleiterInnen,
SchulleiterInnen, BSI
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Umgang mit Disziplinstö
Disziplinstörungen und Gewaltphä
Gewaltphänomenen an der
Schule – eine Fortbildung fü
für SchulleiterInnen an HS
Ziele:
¾ Reflexion der inneren Haltung
¾ Problembewusstsein
¾ Verknü
Verknüpfung von Theorie und Praxis
¾ Verbindung von Psychologie und Pä
Pädagogik
¾ Beachtung der Interventionsebene: Individualebene
– Klassenebene – Schulebene
¾ Beachtung von Gruppenphä
Gruppenphänomenen
¾ Berü
Berücksichtigung der drei Prä
Präventionsstufen
¾ Differenzierung des Begriffs „Gewalt“
Gewalt“
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
4
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
¾ Differenzierung verschiedener
Gewaltphänomene:
z
z
z
z
z
Unterrichtsstörungen
aktive, körperliche und verbale Gewalt
passive Gewalt
strukturelle Gewalt
Gewalt auf Grund psychischer Erkrankung
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Maßnahmen gegen Gewalt (nach Dan
Olweus):
z
Hinschauen
• innere Haltung
• Entwicklung eines gemeinsamen
Problembewusstseins
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
5
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Maßnahmen gegen Gewalt:
z
z
Hinschauen
Handeln
• handlungsfähig werden und bleiben
• gemeinsame Linie im Handeln entwickeln
• konsequente Ausübung sozialer Kontrolle
• nicht einschreiten heißt Dulden
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Maßnahmen gegen Gewalt:
z
z
z
Hinschauen
Handeln
Helfen
• Kooperation mit externen Stellen
• therapeutische Bearbeitung, wenn nötig
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
6
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Stufen der Gewaltprävention
¾ Primäre Gewaltprävention
z
z
Was kann ich tun, damit Gewalt nicht eintritt?
Themen: Schulhauskultur, Höflichkeit,
respektvoller Umgang auf allen Ebenen
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Primäre Gewaltprävention an Schulen
Modell HS Aspach (HD Erika Oberleitner)
1.
2.
3.
4.
5.
Klima der Wertschätzung
Selbstwert steigern
Eigenverantwortlichkeit fördern
Konflikte lösen
Wohlfühlen in der Schule schaffen
Prioritäten setzen und Entscheidungen
treffen!
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
7
Primäre Gewaltprävention an Schulen
allgemeine Überlegungen
1.
Gestaltung der „Räume“
ume“
1.
2.
3.
2.
Gestaltung der Struktur
1.
2.
3.
4.
5.
3.
Bewegung
Pausenrä
Pausenräume
Ausgestaltung des Schulgebä
Schulgebäudes, Klassen, Gä
Gänge
Schulregeln
Pausenaufsicht
Unterrichtsmodelle
Schulparlament
Transparenz
Gestaltung der Beziehung
1.
2.
3.
4.
Unterschiede zulassen
Perspektiven ermö
ermöglichen
Stä
Stärken stä
stärken
Haltungen!!
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Stufen der Gewaltprävention
¾ Sekundäre Gewaltprävention
z
z
Was kann ich tun, damit die
Gewaltbereitschaft nicht mehr wird?
Themen: Gestaltungsräume nützen,
Unterrichtsmethoden, demokratische
Strukturen, Transparenz, ...
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für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
8
Sekundäre Prävention an Schulen
Modell HS St. Ägidi (HD Dr. Josef Ruhland)
Anleitung zum Misserfolg (zitiert nach
Gludovatz):
Gludovatz):
¾ bloß keine Veränderungen vornehmen ...
¾ Ideen sofort abschmettern ...
¾ klare Worte vermeiden ...
¾ sich vom Begriff „unmöglich“ abschrecken
lassen ...
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für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Sekundäre Prävention an Schulen
Modell HS St. Ägidi (HD Dr. Josef Ruhland)
Anleitung zum Erfolg (zitiert nach Gludovatz):
Gludovatz):
¾ Hochleistung setzt Teamarbeit voraus!
¾ MitarbeiterInnen müssen sich auf ihre
Stärken konzentrieren!
¾ Eigenverantwortung entwickeln!
¾ Erfolg ist nie ein Zufallsprodukt!
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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Sekundäre Prävention an Schulen
Modell HS St. Ägidi (HD Dr. Josef Ruhland)
¾ Leiten –
z
z
z
z
Strukturieren
Pädagogik
Leitbild
Orientierung an Zielen
gemeinsame Lösungen
¾ Gestalten – Motivieren
z
z
z
Beteiligung
Selbstvertrauen
Rückmeldung, Feedback
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Psycho-logische Ebenen
globale
Zusammenhänge
Identität
Haltungen
Überzeugungen, Werte
Fähigkeiten
Agieren
Reagieren
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
10
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Stufen der Gewaltprävention
¾ Tertiäre Gewaltprävention
z
z
zunehmende Eskalation von Gewalt
Themen: Schulische Strukturmaßnahmen,
Einbeziehen von und Kooperation mit
externen Institutionen, therapeutische
Maßnahmen, ...
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Tertiäre Prävention an Schulen
Modell HS 1 Ried (HD Josef Schatzl)
¾ Nachdenkpause
¾ Depot-SchülerInnen
¾ Auszeitmodell
Landesschulrat fü
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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Tertiäre Prävention an Schulen
Modell HS 1 Ried (HD Josef Schatzl)
Auszeitmodell:
¾ Problemphase
¾ Auszeitphase
¾ Cool-down-Phase
¾ Aufarbeitungsphase
¾ Vereinbarungsphase
¾ Phase des „versöhnten“
Auseinandergehens
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Tertiäre Prävention an Schulen
Modell HS Hochburg-Ach (HOL Christian
Münzker)
Peer-Mediation:
¾ niederschwelliges Angebot von Jugendlichen für
Jugendliche
¾ Maßnahme zur Konfliktregelung
¾ Vermittlung von sozialer Kompetenz
¾ Förderung von Toleranz
¾ Kompetenzerhöhung in der sprachlichen
Ausdrucksfähigkeit
¾ positive Beeinflussung des Schulklimas
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
12
Tertiäre Prävention an Schulen
Modell HS Hochburg-Ach (HOL Christian
Münzker)
Peer-Mediation:
¾ Implementierung an Schulstandorten
¾ Ausbildung der MediatorInnen
¾ Rolle der MediatorInnen
¾ Ablauf der Mediation
Landesschulrat fü
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Gruppenmechanismen
¾ Modelllernen – Vorbild
¾ soziale Ansteckung
¾ Fehlen von korrigierenden Maßnahmen
¾ abgeschwächtes Gefühl individueller
Verantwortung in der Gruppe
¾ Abwertung der Opfer
¾ Unterlassung von Gegenmaßnahmen
bedeutet Billigung
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für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
13
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Der Grad der Gewaltprobleme, der sich
an einer Schule zeigt, hängt nicht nur
von den Aggression verursachenden
Faktoren ab, sondern auch von der
Stärke der entgegenwirkenden
Kräfte.
Landesschulrat fü
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Gruppenmechanismen - Gewaltkreis
Soziale Kontrolle schwächt
den Einfluss der TäterInnen
NIEDRIG
kein nachvollziehbarer Konflikt
TäterInnen, Opfer
Mehrheit der Aussstehenden
TäterInnen
Sozialstatus
Einfluss durch soziale Kontrolle
Opfer
AssisstenInnen
der TäterInnen
Verteidigung der
Opfer
HOCH
unbeteiligte ZuseherInnen,
VerteidigerInnen
bestärken, ZivilcourageLandesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Schulebene
System
Schule
Individualebene
Klassenebene
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Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Schulebene
Klassenebene
Individualebene
System Schule
Primäre Gewaltprävention
Sekundäre Gewaltprävention
Tertiäre Gewaltprävention
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
1 Jahr danach...
¾ Auftrag an die SchulleiterInnen ein
Konzept zur Gewaltprävention an ihren
Schulen zu entwickeln
z
z
z
Stufe der Gewaltprävention
Systemebene
konkrete Umsetzung (wer, wann, wie, ...)
¾ Reflexion über förderliche und hinderliche
Strukturen für die Umsetzung der
Maßnahmen
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Förderliche Bedingungen für das Schulleben
(von Dir. Dr. Josef Ruhland)
¾ Strukturen legen
z
z
z
z
Pädagogik und Administration trennen
Freie Zeiten und fixe Termine
Regelmäßige Kontakte
Lösungsorientierung und Vereinbarung
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Förderliche Bedingungen für das Schulleben
(von Dir. Dr. Josef Ruhland)
¾ Personen stärken
z
z
z
z
z
Motivation – Gewinner bleiben
Teams
Konfliktlösung trainieren
Konferenzzimmer „sauber halten“
SchülerInnen einbeziehen
Landesschulrat fü
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Förderliche Bedingungen für das Schulleben
(von Dir. Dr. Josef Ruhland)
¾ Sachen klären
z
z
z
z
Stärken analysieren
Zielvereinbarungen treffen
auf Zielerreichung achten, Rückmeldung
einholen
Veränderung als Ziel – Leitbild adaptieren!
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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Projekt zur Gewaltprävention
Schulpsychologische Beratungsstelle Innviertel
Förderliche Bedingungen für das Schulleben
(von Dir. Dr. Josef Ruhland)
¾ Corporate Identity
z
z
wofür steht die „Marke Schule“
„Schule“ leben – Bindung ermöglichen
• Feiern, Mitsprache, Hilfestellungen, ...
z
z
Schule als Dienstleistung
Öffentlichkeitsarbeit
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für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Resümee:
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
¾
es gibt Schulen mit gelungenen Konzepten
Problem der Wü
Würdigung der guten Schule vom System
Schule
Voneinander lernen im Sinne von best practice
(Modellcharakter)
Gute Schule ist das Bemü
Bemühen von Einzelnen
(Verlä
(Verlässlichkeit?)
LehrerInnenarbeit - Elternarbeit
wirksame Gestaltungsprozesse brauchen ein
kontinuierliches und breit gestreutes Tun
es gibt viele Modelle im primä
primären Gewaltbereich, es
brä
bräuchte mehr auf sekundä
sekundärer und struktureller Ebene
Das GANZE ist mehr als die Summe der Einzelteile!!
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Schulpsychologie Innviertel
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Leitgedanken zur
Gewaltprävention
Prävention reduziert die Eskalation von
Gewalt.
¾ Prävention von Gewalt kann nicht delegiert
werden.
¾ Prävention braucht eine gemeinsame
Haltung der Erwachsenen.
¾ Prävention braucht ein gemeinsames
Handeln der Erwachsenen.
¾ Prävention gelingt gemeinsam, nicht allein.
¾ Prävention braucht Führung und Struktur.
¾
Landesschulrat fü
für Oberö
Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
Maßnahmen des LSR zur
Gewaltprävention
¾
Schulhauskultur
z Erlass des LSR (2003)
z Broschüre "Kinder und Jugendliche, die uns
Sorgen machen"
z Umsetzung in Bezirksfortbildungen
Landesschulrat fü
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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"Wir sind nicht nur dafür
verantwortlich was wir tun,
sondern auch dafür was wir
nicht tun."
Voltaire
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Oberösterreich
Schulpsychologie Innviertel
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