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In der Vorstufe erhalten, was erhaltenswert ist - WAN-IFRA

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Prepress und Integration
September 2000
zeitungstechnik
Elaplan News hilft Zeitungsbetrieben beim Umstieg auf CTP
In der Vorstufe erhalten,
was erhaltenswert ist
An Computer-to-Plate führt heute
kein Weg mehr vorbei, doch viele
Zeitungen zögern ihre Entscheidung noch hinaus. Der Grund
dafür liegt vielfach in der Befürchtung, die Produktionsstruktur der
Vorstufe radikal verändern zu
müssen.
„Wir hören immer wieder von Kunden, wie schwierig es wird, in CTP einzusteigen“, sagt Holger Tessmann, Geschäftsführer der Elaplan Newspaper Technology
GmbH (Elaplan News). „Unsere Philosophie
ist eine andere. Wir helfen Zeitungsbetrieben, einfach und sicher auf CTP umzusteigen.“ Dieses Umsteigen bedeutet im Sinne
von Elaplan News, dass in der Vorstufe erhalten bleibt, was erhaltenswert ist. Vorhandene Systeme werden mit modernen,
automatisierten Lösungen verknüpft und in
einen bereichsübergreifenden digitalen
Workflow integriert. Schritt für Schritt und
individuell angepasst an gewohnte Produktionsabläufe, begleitet Elaplan News die
Zeitung in die digitale Plattenproduktion.
Darin hat das in Schönberg bei Kiel ansässige 22-köpfige Team als jetzt eigenständiges Systemhaus – hervorgegangen aus der
Elaplan Buchholz GmbH – Erfahrung.
In der Vorstufe Weichen stellen
„Der CTP-Workflow sollte möglichst
schon im Stadium der Filmbelichtung ge-
übt werden“, meint Verkaufsleiter Roland
Neigenfind, „denn beim Handhaben des
digitalen Workflows für die GanzseitenAusgabe auf Film erwerben die Mitarbeiter
die erforderliche Routine.“ Das ist plausibel, denn bei Computer-to-Film sind die
Produktionsschritte dieselben wie bei CTP,
wenn auch der Filmbelichter nicht mit dem
Plattenrecorder gleichgestellt werden kann.
„Mit dem CTP-Recorder schafft sich die
Zeitung eine digitale Plattenkopie an“, erläutert R. Neigenfind, „damit wird der
Automatisierungsgrad in der Produktion
erheblich erhöht.“
CTP bedeutet aber viel mehr als nur
die direkte Bebilderung von Platten, weil
bei richtig ausgelegtem Workflow bereits in
der Vorstufe die Weichen für die gesamte
Zeitungsproduktion gestellt werden. Daten
für die Zeitungsplanung und die Farbvoreinstellung der Rotation werden frühzeitig
erzeugt und begleiten die aus Zeitungsund Anzeigensystemen einfließenden Dateien auf ihrem Weg zum Druck. Als
Grundsatz gilt, dass einmal erzeugte Daten
für unterschiedlichste Zwecke Verwendung
finden sollen.
Herzstück der Workflow-Lösung von
Elaplan News ist der Windows NT-basierte
Server MultiLink 2.0, der als Doppel-Server
ausgelegt ist. Die vom Zeitungs- und Anzeigensystem im Format TIFF G4 erzeugten
Daten werden im MultiLink 2.0 gespeichert
und können dann wahlweise für die Herstellung von Platte oder Film, für die Aus-
gabe von Schwarzweiß-, Farb- und Softproofs oder für die Farbzonenberechnung
der Rotation abgerufen und verwendet
werden. Balancer sorgen für eine optimale
Auslastung der Ausgabegeräte. Entsprechend den Kundenanforderungen lässt sich
hier auch das Agfa-IntelliNet einsetzen.
Die für die Zeitungsplanung erforderlichen Daten liefert der neu entwickelte
ProduktionsPlaner an den Server. Mit diesem ProduktionsPlaner können sowohl
eigene Verlagsprodukte als auch Fremdprodukte in der Druckerei planungsmäßig
integriert werden. Auf der Workstation
werden die Produktionslisten erzeugt, die
im Server Multilink 2.0 mit Angaben über
Anzahl der Nutzen, Prioritätensteuerung,
Farbsatzzusammenhalt, Platzierung in den
Büchern und anderen Produktionsdetails
ergänzt werden.
Neu ist auch der IdentManager von
Elaplan News, mit dem Kennungen wie
Barcodes für Namen sowie Passkreuze,
Graukeile oder Farbmarken zum Justieren
der Druckmaschinen generiert und in die
nicht druckenden Bereiche der Platte gemergt werden.
Je nach Anforderung des Anwenders
fließen die im Server gespeicherten kompletten Jobs in individuelle Produktionsstrecken mit beliebigen Filmbelichtern
und/oder Plattenrecordern ein. Der Vorteil
der von Elaplan News vorgeschlagenen
Lösung ist deren Modularität, Ausbaufähigkeit und Herstellerunabhängigkeit. Zu
allen gängigen Ausgabegeräten sind Interfaces vorhanden.
Prepress To Print –
eine Philosophie macht Schule
Aufbau eines Verlags- und Druckerei-unabhängigen Belichtungs-Workflows.
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Den produktionsorientierten, stufenweisen Ausbau bestehender Techniken auf
den späteren sinnvollen Einsatz von CTP
realisiert Elaplan News unter dem Namen
Prepress To Print (PTP). Dazu gehört die
ProfiRip-Serie, das sind Hochleistungs-RIPs
mit Multiprozessortechnik unter Windows
NT für die Server- und OPI-Integration,
den PostScript-Check und die Farbkalibrierung. Sie bieten eine variable Auswahl an
zeitungstechnik
September 2000
Formaten, Auflösungen und Standardeinstellungen für unterschiedlichste Systemumgebungen.
Worauf Elaplan News Wert legt, ist
die strikte Trennung von RIP und Belichtung und damit auch eine Trennung der
Verantwortlichkeiten. Während der RIP im
Verlag stehen sollte, wo er den GanzseitenProofer ansteuert, sollten in der Druckerei
nur Softproof-Monitore aufgestellt werden,
empfehlen die Schönberger. Dafür gibt es
die ProductView-Monitore, die gerippte
oder gescannte Seiten im Überblick (bis zu
128 Seiten) oder als Vollbild darstellen. Für
die Digitalisierung von Anzeigen und Teil-
Prepress und Integration
oder Ganzseiten bietet Elaplan News den
Scanner LineScan an, der auch für das
Copydot-Scannen bereits gerasterter Vorlagen und Filme geeignet ist. Außerdem
sind verschiedenste Adapter für Scanner
anderer Hersteller verfügbar.
Die
belichtungsstreckenorientierte
Produktionsüberwachung wird mit dem
TrackProvider realisiert, der sowohl manuell als auch digital produzierte Seiten
von der redaktionellen Entstehung bis zur
Abgabe an die Druckmaschine registriert
und verfolgt. Diese Lösung lässt sich als
Vorstufe eines globalen Systems für die
Blattplanung und -produktion einsetzen.
Hohe Produktions- und Ausfallsicherheit bietet, laut Elaplan, das neue
MultiControl Diagnose-System, das eine
ständige Statuskontrolle der verschiedenen,
im Zeitungsbetrieb eingesetzten Geräte und
Systeme erlaubt. Die Service-Leitstelle
verfügt über diverse herstellerspezifische
Informationen, sodass schnelle, Kosten
minimierende Reaktionen möglich sind.
Regionale und überregionale Überwachungsplätze sichern die Kommunikation.
Elaplan News informiert während der
IFRA 2000 in Amsterdam über ihre CTPund weitere Lösungen für Zeitungsanwendungen.
AP verwaltet Bildmaterial mit IBM-NICA 4.0
Der Nachrichtendienst The Associated
Press (AP) bietet seinen Mitgliedszeitungen
seit Mitte Juli das Bildarchivierungssystem
NICA 4.0 (Networked Interactive Content
Access) von IBM als Erweiterung für den
bisher eingesetzten AP-Preserver an. Über
den Preserver beziehen Redaktionen in aller Welt Bildmaterial von AP. Bisher nur in
Europa erhältlich, ist NICA in der Version
4.0 nun auch weltweit verfügbar.
Mit IBM-NICA kann AP seinen Kunden, laut IBM, einen höheren Leistungsumfang bieten als mit dem AP-Preserver.
Gleichzeitig werden bereits getätigte Investitionen durch eine Migrationsstrategie für
bestehende AP-Daten gewährleistet.
Zudem kann die IBM-Lösung auf
demselben IBM-RS/6000-Server laufen, der
bereits die Vorgängerapplikation, den Preserver, hostet. Dies vereinfacht den parallelen Betrieb beider Lösungen durch AP. Für
Updates will man den Quellcode des Preserver nutzen.
„Als wir uns dafür entschieden haben, die Entwicklung des AP-Preserver einzustellen, haben wir uns auf die Suche
nach einem Technologiepartner gemacht,
der unsere Anforderungen an Service und
Branchenexpertise erfüllen kann“, erklärt
Tom Brettingen, Director Business Development bei AP. „Wir sind zum dem Schluss
gekommen, dass unsere Zeitungskunden
von IBM den umfassendsten Service und
die beste Unterstützung gepaart mit neuester Technologie erhalten werden.“
Einen zusätzlichen Vorteil hat AP
durch die 1999 vereinbarte Zusammenarbeit zwischen IBM und CCI: NICA kann
nun als Content-Management-System für
die CCI-Redaktions- und Anzeigensysteme
NewsDesk und AdDesk eingesetzt werden.
Durch die Integration des Content-Managements in den redaktionellen Arbeitsablauf können Produktionszeiten gekürzt
und Inhalte zeitnah weiterverwendet werden, z. B. für Cross-Media-Publishing.
NICA wird bereits von einigen führenden europäischen Publikationen, wie
der Süddeutschen Zeitung, Libération und
La Repubblica, eingesetzt; Rizzoli, einer der
größten Verlage Europas, setzt die IBMLösung schon seit 1997 ein und wird nun
sein System auf Version 4.0 erweitern.
IBM-NICA 4.0 ist eine Archivierungsanwendung für Herausgeber von Printmedien, wie Zeitungs-, Zeitschriften- und
Buchverlage. Ob Text-, Grafik-, Videooder Audio-Dateien – mit Hilfe von NICA
sollen redaktionelle Inhalte einfacher archiviert und verwaltet werden können.
Informationen lassen sich in allen erforderlichen Formaten speichern und mittels leistungsfähiger Suchfunktionen schnell wieder abrufen. Bild- und Textmaterial kann
digitalisiert und vereinnahmt werden.
NICA 4.0 unterstützt alle gängigen
Dateiformate, wie TIFF, PDS, JPEG, GIF,
ASCII und XML. Schnittstellen für Windows 95, Macintosh und HTML sind Bestandteil der Lösung. Das Client-Server-
System arbeitet auf Basis eines Intranets
und ist für Windows 95, 98 und 2000 sowie Macintosh-Clients verfügbar. Es basiert
auf der IBM-DB2-Datenbank-Lösung.
NICA ist strategischer Teil der IBMMedia Asset Management (MAM) Architektur und bietet damit leistungsstarke Möglichkeiten für das Management von Bildern
und Grafiken. Multimedia-Inhalte können
unternehmensweit erfasst, verwaltet und
verteilt werden.
The Associated Press (AP), gegründet
1848, ist die älteste und größte Nachrichtenagentur der Welt. Die Büros in New
York versorgen 15 000 Zeitungen und
Rundfunkstationen in 110 Ländern mit
Nachrichten, Bildern, Grafiken, Audio- und
Videomaterial. 1700 Zeitungen und 6000
Radiostationen in den Vereinigten Staaten
sind Mitglied bei AP.
CCI Europe zählt zu den führenden
und größten Softwarehäusern für Redaktions- und Anzeigenlösungen. Damit können Zeitungshäuser qualitativ hochwertige
Cross-Media-Publikationen herstellen. Zu
den Kunden von CCI zählen große Zeitungen in den USA sowie in Europa der Axel
Springer Verlag, Associated Newspapers,
die Schibsted-Gruppe und die dänischen
Zeitungen Jyllands-Posten und Politiken.
IBM Media and Entertainment Industry bietet eine umfangreiche Palette an
Lösungen, Netzwerktechnologien sowie
Dienstleistungen für die Medien- und Unterhaltungsbranche. <
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