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Energiewende – was nun? - Die Grünen KTF Neuss

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Energiewende – was nun?
Die scheinbar paradoxe Antwort lautet:
Der Ausbau der Erneuerbaren erfordert mehr Energieeffizienz!
Prof. Dr. Peter Hennicke
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Vortrag beim Neujahrsempfang von Bündnis90/ Die GRÜNEN
am 25. 1. 2014 in Neuss
Thesen
1.  Die Energiewende ist historisch beispiellos: Der wohl wichtigste volkswirtschaftliche Teilmarkt
„ Energie“ soll bis 2050 halbiert und (möglichst) bis zu 100% mit EE versorgt werden
2.  Die Energiewende ist ein „Generationenvertrag“: Die (Mehr-)kosten von heute senken Kosten
und Risiken für morgen; aber: klare Prozessverantwortung und –steuerung ist notwendig!
3.  Die Ressourceneffizienzrevolution ist der Schlüssel zur Energie- und Ressourcenwende
sowie zur ökologische Modernisierung
4.  Die vorübergehenden Mehrkosten der Energiewende sind umso geringer je besser
(Ressourcen-)Effizienz und Erneuerbare miteinander kombiniert werden
5.  Die makroökonomischen Vorteile – sinkende Importabhängigkeit, steigende
Wettbewerbsfähigkeit und mehr Beschäftigung – sind eindeutig
6.  Eine erfolgreiche Energiewende ist Lernfeld für eine „große gesellschaftliche
Transformation“ (Dezentralisierung, Demokratisierung, Partizipation...)
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
„Der Klimawandel ist sichtbar, spürbar, messbar“(Schweizer Rück 2005)
Warmer Ozean, Meeresanstieg, weniger Schnee, Eisschmelze in der Arktis (IPCC AR 5, 2013)
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die Alternativen der Weltgesellschaft beim Klimawandel
Tolerable Anpassung (RCP 2.6.) oder Selbstzerstörung (RCP 8.5.)
Source: IPCC, Summary, 27 Sept 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Das fossile (nukleare) Zeitalter
Fulminanter Nachkriegs-Aufschwung - drastischer Rückbau - Ausstieg bis....?
Source: GEA 2013; Riahi et al, 2011
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
IEA: „Peak of Oil“ (currently producing) in 2008 erreicht
Der „zukünftige Rest“ ist riskant, schmutzig, teuer... (nach: New Policies Scenario 2008)
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Notwendige globale C02-Emissionsminderung/Jahr
für eine maximale Temperaturerhöhung von 2OC
Das emittierte C02-Gesamtbudget und der Zeitfaktor sind entscheidend!
Global 750 Gt CO2 in 2010-2050; 67% Chance für 2°C
Quelle: WBGU 2009; Meinshausen 2009
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
<-
100% Erneuerbare Energien bis 2050 weltweit möglich
aber nur gekoppelt mit einer Effizienzrevolution!
---B
------
AU
---
-----
----
----------
---
-----
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----------
---
----------
-----
•  In 2050 ist der Energieverbrauch 15 % geringer als in 2005; Atomausstieg; wenig CCS nach 2025/30
•  Stromeinsatz so weit wie möglich; Bioenergie für LKW, Schiffe, Flugzeuge, Industrieprozesse
•  Etwa im Jahr 2040 übersteigt die Kosteneinsparung die Investititionen
Source: WWF/Ecofys 2011
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Deutschland könnte das Leitbild für
eine globale Energiewende werden:
“Lean”, “Clean”, “Green”
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Status Quo und quantitative Ziele
des Energiekonzepts der Bundesregierung (September 2010)
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Szenarien zukünftiger Primärenergie in Deutschland (in PJ)
Die Fachwelt hält die Energie(effzienz)revolution für (technisch) machbar
Quelle: Samadi 2011
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Energieeffizienz
Erneuerbare
Ist die Bundesrepublik Öko-Vorreiter?
FR-Interview mit Prof.Aiginger (WIFO/Wien)
„Der Schein trügt. In Sachen Ökologie ist Deutschland Mittelmaß...
Bei der Energie-Effizienz gab es seit dem Jahr 2000 geringere Fortschritte
als in anderen Ländern, auch der Treibhausgas-Ausstoß ist langsamer gesunken.
Insgesamt liegt Deutschland im Umweltvergleich der 27 EU-Staaten auf Platz zehn...
... bei den alternativen Energien hat die Bundesrepublik zwar aufgeholt,
liegt aber immer noch im Mittelfeld.
Mehr Investitionen in Umwelt-Technologien wären also schon angebracht.“
Frankfurter Rundschau vom 7. 1. 2013
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Primärenergieverbrauch in Deutschland nahezu konstant
Kein Trendwechsel zur focierten absoluten Energieeinsparung!
Quelle: Eichhammer 2012
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Primary Energy Consumption in the EU Member States (1995=100%)
Source: Odyssee Energy Efficiency Indicators
(www.odyssee-indicators.org)
Ambitionierte “Energiewende” bringt
volkswirtschaftliche Vorteile:
Grüne Geschäftsfelder, Jobs, sinkende
Importabhängigkeit, Abbau von Risiken .
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Makroökonomie: ein starkes Argument für die Energiewende
- die Energiewende ist das ideale Zukunftsinvestitionsprogramm!
"!
 
Quelle: C. Jäger, PIK, 2009
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Germany: 17,6% in 2012
(Netto-Invest.quote <2%)
Investitionen in erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung der schwache Investitions- und Innovationsmotor kann wieder Fahrt aufnehmen!
Quelle: Nitsch et al. 2011
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Typische Kostendynamik der „Energiewende“
Differentialkosten aller Sektoren; gemäß „BMU-Leitstudie 2011“; vergl. mit BAU
(zu hohe) Kosten
(zu späte) Gewinne
Quelle: Nitsch 2012
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Systempreise für Photovoltaik in den letzten 4 Jahren halbiert
– „Netzparität ab 2012 für Haushalte unterschritten!
PV System Preis (€/Wp)
PV Strompreis (€ct/kWh)
(„nötige Einspeisevergütung)
(Deutschland, Freiflächen)
5,00
40
Preise in anderen Ländern
35
4,00
30
Deutschland 1000 kWh/kWp
Spanien 1600 kWh/kWp
Deutschland, Hausdächer
Wind Off-shore (2010)
Wind On-shore (2010)
25
3,00
20
2,00
15
10
1,00
5
0,00
2006 2007 2008 2009 2010 2011
2013 2016
Quellen: LBBW 02/2009, Industrieankündigungen, WACKER Analysen
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
2006 2007 2008 2009 2010 2011
2013
2016
2016 genügt eine Einspeisevergütung von 8ct/kWh in
Deutschland und 5 ct/kWh in Spanien (incl.6% ROI)
Bruttobeschäftigungseffekt durch erneuerbare Energien
Nettobeschäftigungeffekt durch Energieeffizienz ist deutlich höher!
1.  Geschätzter Brutto-Beschäftigungseffekt durch REG (UBA 2011):
2020: 450.000 - 500.000
2030: 500.000 - 600.000
2. Vergleich (WI 2010): Geschätzter
Netto-Beschäftigungseffekt
durch energetische Gebäudesanierung
2010: 900.000
In: UBA 2011, S. 124.
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Eindeutige volkswirtschaftliche Vorteile –
warum dann zunehmender Streit über die Energiewende?
  Wo bliebt die Wende im Gebäude- und Verkehrsbereich?
  Managementfehler bei EEG und Systemintegration von PV/Wind ?
  Gerechtigkeit und Kosten: Wie viel, bis wann und für wen?
  Prozessverantwortung für Energieeffizienz?
  Dezentral („smart grids“) oder zentral („Off Shore“)?
 Rekommunalisierung und Demokratisierung?
 Absolute Entkopplung von BIP und Energie ?
 „Wohlstand ohne Wachstum“ ?
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die größte Herausforderung für die Energiewende
- Ausstieg aus Kohle, Erdöl und (weitgehend) Gas bis 2050
Daher: Verkehrs- und Gebäudesektor
sind die größten Herausforderungen!
<- Öl
<-Braunkohle
Erneuerbare ->
Atomenergie ->
Erdgas->
Quelle: AG Energiebilanzen (2012): Energie in Zahlen
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
<-Steinkohle
Wie im Gebäudesektor: drastische Reduktion im Verkehr!
Endenergieverbrauch im Verkehr im BMU Leitszenario (2011 A)
Quelle: Nitsch et al 2012
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die Innovationskraft deutscher Autobauer vorantreiben
- statt europäische Innovationsstandards ausbremsen!
 28.01.14
 Prof. Dr. Peter Hennicke
Bewertung der Energiepolitik der BR durch Energiemanager
Ein vernichtendes Urteil !
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Handlungsbedarf beim EEG
auch unter Gesichtspunkten der Versorgungssicherheit
Quelle: Agora 2013
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Fluktuierender Strom aus PV und Wind in 2022
typische Wochen; Wind und PV komplementär; im Sommer: 100 % aus Wind+PV
Optionen für mehr Flexibilität:
•  KWK, Netzausbau, Speicher, DSM....
•  Vergesst „Grundlast-Angebot“, sichert „GrundlastNachfrage“
Quelle: Agora 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Gabriels Vorschlag zur „Kosteneffizienz“?
Kostensenkung durch mehr Stromsparen „vergessen“!
o
<-Stromverbrauch: konstant!
Quelle: Gabriel 2014
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Stromsparen kostet 2-6 cent pro vermiedene kWh
....billiger als die Vollkosten jedes neuen Kraftwerks!
Quelle: Gabriel 2014
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Gerechtigkeitsdefizite:
Die sozialen Implikationen der Energiewende beachten!
Negative soziale Wirkungen
• 
• 
• 
• 
• 
Die Quersubventionierung der Industriepreise durch HH und KMUs
Keine Kostenentlastung bei sinkenden Börsenpreise
Unterlassene Kostendämpfungseffekte durch Effizienzprogramme
Keine flächendeckenden Strategien gegen Energiearmut
Steigendes Mietpreisniveau und Gentrifizierung
Positive soziale Wirkungen
• 
• 
• 
• 
28.01.14
Abbau von Risiken des fossil-nuklearen Energiesystems
Sicherung und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen
Steigende Wettbewerbsfähigkeit, sinkende Importabhängigkeit
Re-Vergesellschaftung und Demokratisierungseffekte (z.B. Genossenschaften)
Prof. Dr. Peter Hennicke
Ursachen und Verteilungsfragen der Strompreissteigerung
 28.01.14
 Prof. Dr. Peter Hennicke
Die sprunghaft gestiegene Entlastung der Industrie
bei Strom-/Energiesteuer, EEG-Umlage, Netzentgelten, Zertifikate etc.
Unter der schwarz-gelben Regierung stiegen die Gesamtentlastungen für die Industrie beim Strom- preis auf einen neuen Rekord von 16,8 Mrd. Euro;
Daten: Arepo Consult, Befreiungen der energieintensiven In- dustrie in Deutschland von Energieabgaben-Abschätzung für 2013, BAFA, BMF, 21. - 24.
Subventionsbericht, BMWi/BMU, Erster Monitoringbericht "Energie der Zukunft", DEHSt, EEX, ÜNB, eigene Berechnungen; Grafik:: DUH.
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Ursachen des aktuellen Anstiegs der EEG-Umlage
Überwiegend durch Entwicklung des Großhandelspreises und der Industrieausnahmen
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die Stromwende: „Kosten –Fass“ ohne Boden?
Umlage + Börsenpreis bleibt konstant – Kostensenkung nur durch Stromsparprogramme!
Quelle: Öko-Institut 2014
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die Energieeffizienz ist
die größte, schnellste und billigste,
aber am meisten vernachlässigte Option für
Klima- und Ressourcenschutz
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Energiekosten senken durch konsequente Einsparung
Stromsparpotential insgesamt pro Haushalt: 2300 kWh/a (rd 600 Euro/a)
Beispiel Effizienz-Kühlschrank:
Austausch Altgerät („Kühl-Gefrierkombination“, Klasse C) durch effizientes
neues Kühlgerät (A+++)
-  senkt Stromkosten um 100 €/Jahr.
-  spart mehr als die erhöhte EEG-Umlage
(80 € in 2013)
Quelle:Öko Institut/UBA 2012
 28.01.14
 Prof. Dr. Peter Hennicke
Jeder „staatliche €“ für energetische Gebäudesanierung
induziert ein Vielfaches an privaten Investitionen!
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Fördermittel und zusätzliche Einnahmen des Staates(Effekte)
Im Regelfall: Eine Selbstfinanzierungsquote >1
Staatsausgaben ->
Quelle: Prognos 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
<- Induzierte Staatseinahmen
Durch forcierte KfW-Programme induzierte Jobeffekte
Mehrinvestitionen+Multiplikatoreffekte verausgabter Energiekosteneinsparungen
Quelle: Prognos 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die deutsche Energieeffizienzpolitik
muss erheblich ambitionierter werden
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Vollmundige Ankündigung....
Zitate aus der Koalitionsvereinbarung
„Die Energiewende zum Erfolg führen“.....
Eine der Hauptaufgaben der Großen Koalition ist es ..., engagierten Klimaschutz zum
Fortschrittsmotor zu entwickeln und dabei Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken...“
„Effizienz als zweite Säule einer nachhaltigen Energiewende“
Die Senkung des Energieverbrauchs durch mehr Energieeffizienz muss als zentraler
Bestandteil der Energiewende mehr Gewicht erhalten.
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
.... magere Konkretisierung
Zitate aus der Koalitionsvereinbarung
„Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz...die Ziele, die Instrumente, die Finanzierung
und die Verantwortung der einzelnen Akteure zusammenfassen.
..jährliches Monitoring durch unabhängigen Expertenkommission
..Mittel werden durch Haushaltsumschichtung erwirtschaftet....“
...Energie- und Klimafonds zur Umsetzung anspruchsvoller Effizienzmaßnahmen
...In den Sektoren Gebäude und Verkehr erfolgt die Finanzierung ergänzend aus den
zuständigen Ressorts...“
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Einsparziele der Energiewende klar verfehlt
- trotz umfangreicher wirtschaftlicher Potentiale
Quelle: Bauernhansl et al 2013
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Bis 2030 sind ca. 65 Mrd. Euro Energiekosten vermeidbarmit einem Investitionsaufwand in der Industrie von 9 Mrd.Euro
Quelle: Bauernhansl et al 2013; nach Pehnt et al 2011
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Ausgewählte Modelle
Zur Forcierung der Energieeffizienz/ Umsetzung EED, Art.7
Quelle: ECF/ Ecologic 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Kernergebnisse aus Interviews einer ECF-Initiative
-unter Mitwirkung von BUND, DENEFF, FÖS, VKU, NABU, VZ, WWF
Dissens
wahrscheinlich?
Konsens
möglich?
EK-Ziele erreichbar?
✓
Gesetzlich verankern?
✓
Derzeitige Instrumente nicht
ausreichend?
✓
Rechtsanspruch auf Förderung?
✓
Energiesparfonds notwendig?
✓
Bisherige Governancestruktur
ändern?
✓
 28.01.14
 Prof. Dr. Peter Hennicke
-
-
Polyzentrische Energiespar-Governance
mit nationaler Prozess- und Steuerungsverantwortung (Art.7 EED)
Parlament/
Ministerien / IMA
Fonds
g
+Finanzierung
+Umsetzung
Netzwerke/
KMU
Länder
Quelle: Wuppertal Institut
 28.01.14
“Agentur”
Koordinierung /
Steuerung
Verpflichtung
+Umlage
Gemeinden
Energien
agenturen
RegioGebäudeeffizienz
Vorschlag für das gesetzliche Mandat
einer Bundeseffizienzagentur/-Efizienzfonds (BAEff)
1.  Wahrnehmung der Prozessverantwortung für die Zielerreichung
Gesetzliches Mandat, Ressourcen (Effizienzfonds)und Personal für die Umsetzung der Ziele von EU-EED (2020) und Energiekonzept (2050); BAEff
kann im Falle einer Zielverfehlung in Verbindung mit dem Gesetzgeber verbindliche Vorgaben machen
2. Erstellung von Analysen, Szenarien und Strategien
BAEff verfügt über eine Planungs- und Strategieabteilung. Sie entwickelt auf der Grundlage der Analyse des vorhandenen Policy Mix und dessen
Wirkung zusätzliche quantifizierte Ziele sowie nationale und sektorale Politiken & Maßnahmen (P&M) der Effizienzpolitik.
3. Entwicklung von Energiesparprogrammen
In Abstimmung mit Ministerien und anderen Institutionen der Energieeffizienzpolitik entwickelt dBAEff Energiesparprogramme,Vorlagen für
Gesetze und Verordnungen sowie eine jährliche Planung. Aus ihrem Fonds kann sie zielführende Förderinstrumente finanzieren.
4. Konzipierung und Moderation von Ausschreibungsprozessen
BEAff entwickelt, moderiert und entscheidet über Ausschreibungsprozesse
5. Koordinierung, Netzwerkbildung, Förderung „regionaler Begleitung“/Gebäudeeffizienzagenturen
BAEff fördert die regionale Netzwerkbildung mit allen an der Effizienzpolitik in Deutschland befassten Institutionen im Rahmen ihres Mandats
6. Monitoring, Reporting und Evaluierung
BAEff organisiert das Zusammenwirken von P&M sowie von Akteurskonstellationen durch Monitoring, Reporting und Evaluierung (MRV)
7. Unterstützung von Forschungsprojekten
BAEff kann zu Erfüllung ihrer Aufgaben eigenständig einschlägige Aufträge an Forschungsinstitute und Consultants vergeben
8. Wissensintegration und Wissensmanagement
BAEff integriert Umsetzungskonzepte der Material- und Energieeffizienz sowie der technischen und sozioökonomischen Transformation.
Quelle: Wuppertal Institut 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
(Vor-)Finanzierung einer Energieeffizienzoffensive pro Jahr
mit volkswirtschaftlichen Gewinnen und Selbstfinanzierungseffekt
Quelle: Wuppertal Institut 2013
11.07.13
Prof. Dr. Peter Hennicke
Neue Akteure treiben die Stromwende –
Regionen, Stadtwerke, Bürger…
Aber:
Energieeffizienz sowie Wärme- und
Verkehrssektor wenig integriert!
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Investoren in erneuerbare Energien (2011; in %)
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Die „stille Revolution auf dem Land
Pläne für 100% Erneuerbare in über 100 Städten und Regionen
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Spar&Solar: Ein Erfolgsmodell
Klimaschutz und Umweltpädagogik mit Gewinn!
Solardach:Aggertal-Gymansium Engelskirchen
• 
• 
• 
• 
• 
Quelle: Berlo/Seifried 2013
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Erprobung von Bürger-Contracting
Vier Pilotprojekte
Gesamtinvestitionen rd. 3 Mio €
Davon: Bürgerkapital rd. 2 Mio €
Renditeziel 5-6%; zumeist überschritten!
Die „Große Transformation braucht VorreiterMünchen auf dem Weg zur „CO2-Freiheit?
 Für eine Reduzierung der CO2-Emissionen unter 2 t
pro Kopf und Jahr gibt es unterschiedliche Wege
 Betrachtung des 50-Jahres-Zeitraums 2008-2058 mit
unterschiedlichen Entwicklungsannahmen
 Ziel SWM: 2025 100% „grüner Strom“ in München
1.300 kg
im „Brücken Szenario
750 kg
im „Ziel Szenario
Forderung der EU-Umweltminister:
2t CO2-Äquivalent pro Kopf
Quelle: WI/Siemens Studie für München 2009
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Elf Münchner Optionen zur „CO2-Freiheit“ bis 2058
<-Gebäudesanierung:
- 13 Mrd. € Mehrkosten (PH-Standard)
- 30 Mrd. € weniger Energiekosten
Quelle: WI/Siemens Studie für München 2009
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Ist “effizient” auch “suffizient”?
Wohlstand mit mehr, weniger oder
“grünem” Wachstum?
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Wachstum frisst Effizienz : 25% weniger Rohstoffe pro $ BIP,
aber BIP wächst um 82% (1980-2000)
Immer mehr, schneller, weiter oder besser, langsamer, schöner?
Reduzierung des Ressourceneinsatzes pro Einheit eines
Produktes/Services
Effizienz („besser) +
Rebound Effekt:
Effizienzgewinne
werden durch
steigende Nachfrage
„aufgefressen
Nachhaltigkeit
Suffizienz (“langsamer”) +
Konsistenz (“schöner”)
Nachhaltige
Konsummuster und
Lebensstile
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Der sog. „Rebound – Effekt“ hat viele Facetten
„Luxus frisst Effizienz“
Quelle: GfK 2012
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Der sog. „Rebound-Effekt“ hat viele Facetten
„Prestige frisst Effizienz“
  VW Käfer, 1955,
730 kg, 30 PS,
110 km/h,
7,5 Liter/100km
  VW New Beetle, 2005,
1200 kg, 75 PS,
160 km/h,
7,1 Liter/100km
Durchschnittliche PS-Stärke der deutschen Autoflotte
1973: 60PS -> heute: 103 PS !
Quelle: WI 2008
28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Suffizienzpolitik
Soziale Trends zu nachhaltigem Konsum ermutigen und fördern
Quelle: Welt am Sonntag, 12.1.2014
 28.01.14
 Prof. Dr. Peter Hennicke
Rebound-Effekte sind kein Argument gegen Effizienz
- sondern für intelligentere Effizienzpolitik!
„The older I get the more I like regulation“
(Eoin Lees, Former Head of Energy Savings Trust/UK)
 Systemanpassungen
 
Direkt z.B.:
 
 
 
 
 
Verbindliche nationale Energiesparziele
Einsparverpflichtungen für EVU
Abschaffung von Subventionen bei konventioneller Energie
Ökosteuern
Indirekt z.B.:
  Strukturwandel zu „ressourcenleichteren Sektoren“ (Dienstleistungen)
  Gezielte Ressourceneffizienzpolitik („ProgRess“)
  Reduktion sozialer Disparitäten
 Verhaltensanpassungen
Nachhaltiger Konsum, Bildung,
Suffizienzpolitik, Förderung von Gemeinschaftsgütern...
Quelle:Hennicke 2013
 28.01.14
Prof. Dr. Peter Hennicke
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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