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Europa – Was uns bewegt!

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Georg-von-Langen-Schule
Holzminden
Comenius-Projekt
Gundel-Karoly-Schule
Budapest
Vorlage-Journal – Nr. 2
(März 2014)
Europa – Was uns bewegt!
Essgewohnheiten (Tradition)
Gleichstellung von Frauen
und Männern
XXL –
Generation
Wie beeinflusst uns Werbung
Georg-von-Langen-Schule
Holzminden
Comenius-Projekt
Gundel-Karoly-Schule
Budapest
Inhalt
Die Schulen stellen sich vor ..................................................................................................... 3
Karl Gundel-Schule Budapest ................................................................................................ 3
Georg-von-Langen-Schule Holzminden ................................................................................ 4
Wie beeinflusst uns die Werbung? ......................................................................................... 5
Definition Werbung............................................................................................................ 5
Warum nehmen wir Fitnesswerbung? ................................................................................ 5
Untersuchung eines Werbeplakats ..................................................................................... 6
Untersuchung eines deutschen Fitnesswerbeplakates ........................................................ 7
Umfrage in Deutschland..................................................................................................... 8
Fitness-Werbung in Ungarn: .............................................................................................. 9
Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben ............................................. 12
Die Situation in Ungarn: .................................................................................................. 12
Die Situation in Deutschland: .......................................................................................... 14
Fazit: ................................................................................................................................. 16
Jugendkriminalität ................................................................................................................ 17
Jugendkriminalität in Deutschland ................................................................................... 17
Jugendkriminalität in Ungarn ........................................................................................... 19
Fazit: ................................................................................................................................. 21
Die XXL – Generation ......................................................................................................... 22
Übergewicht - nicht nur ein körperliches Problem ?........................................................ 22
Binge–Eating-Störung als ein Grund für Fettleibigkeit ! ................................................. 23
Das Übergewicht in Deutschland und in Ungarn: ............................................................ 23
Traditionelle Essgewohnheiten ............................................................................................ 26
Vorstellung der Landesküchen – Deutschland ................................................................. 26
Vorstellung der Landesküchen – Ungarn ......................................................................... 26
Gemeinsamkeiten und Unterschiede ................................................................................ 27
Umfragen zum Thema ...................................................................................................... 27
Fazit .................................................................................................................................. 28
Teilnehmer an Projektmobilitäten ....................................................................................... 29
Themen und Teilnehmer ....................................................................................................... 30
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Die Schulen stellen sich vor
Karl Gundel-Schule Budapest
Das Karl Gundel Fachgymnasium und die Fachschule
blicken auf mehr als 60 Jahre zurück, und sind heute eine
führende und namhafte Institution der Fachausbildung im
Bereich Gastgewerbe und Tourismus. Mit über 1300
Lernenden und 100 Lehrkräften zählt es zu den größten
Schulen dieser Art.




Die Karl Gundel Schule bietet den Lernenden zwischen 14
und 22 Jahren verschiedene Ausbildungsformen:
fünfjährige bilinguale Ausbildung für Fremdenverkehrsfachschaft mit Abiturabschluss
fünfjährige Ausbildung zur Gastronomiefachkraft mit dem Schwerpunkt Fremdsprache
und Computertechnik mit Abiturabschluss
vierjährige Ausbildung zur Gastronomiefachkraft mit Abiturabschluss
Berufsausbildung zum Koch/zur Köchin, Konditor/in, Servierer/in, Gastwirt/in bzw.
Fremdenführer/in, Reiseleiter/in und Touristikkaufmann/-frau
Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf dem Erwerb von Fremdsprachen. Bei den
fünfjährigen Ausbildungen haben die Lernenden im ersten Jahr in der gewählten
Fremdsprache (Deutsch oder Englisch) 18 Wochenstunden. Das ermöglicht, dass dann für die
SchülerInnen der bilingualen Klassen verschiedene Fächer in der gewählten Fremdsprache
vermittelt werden können, u. a. Hotelkunde, Marketing, Tourismus und Geographie. Die
Gundel-Schule ist eine akkreditierte DSD-Prüfungsstelle.
Für die Berufsschüler findet ein Teil der Praxis schulintern in modern ausgerüsteten
Lehrküchen und Serviceräumen statt. Sie müssen außerdem ihr Praktikum während des
Schuljahres und auch im Sommer in verschiedenen Gastronomie- und Touristikbetrieben
absolvieren. Zu den bedeutendsten Partnern der Schule zählen die Hotelketten Danubius und
Accor Pannonia, aber auch das Gundel Restaurant und das Michelin-Stern-Restaurant Onyx.
Hier sind auch gute Sprachkenntnisse erforderlich.
Die Schule kümmert sich besonders um die Erweiterung der Kenntnisse der begabten Schüler.
Dafür ist ein Beweis, dass sie an verschiedenen Wettbewerben seit Jahren unter den Besten
sind. Dabei helfen auch verschiedene Schüler-AG-s. Es gibt ein reges Sportleben und
zahlreiche traditionelle Veranstaltungen.
Unsere Schule veranstaltet seit 34 Jahren einen Internationalen Gastronomischen Wettbewerb
für Jugendliche. Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus dem Ausland, u. a. aus den
Partnerschulen.
Die Pflege der internationalen Kontakte zu den Schulen in Holzminden, Immenstadt
(Deutschland), Semmering (Österreich), Radom (Polen), Joensuu (Finnland), Aalborg
(Dänemark), Bar-le-Duc (Frankreich) und Somorja (Slowakei) ist für uns von besonderer
Wichtigkeit und diese Zusammenarbeit möchten wir noch auch durch verschiedene
gemeinsame Aktivitäten und Projekte intensivieren.
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Georg-von-Langen-Schule Holzminden
Die Georg-von-Langen-Schule als ein regionales
Kompetenzzentrum für berufliche Bildung ist die
einzige Berufsbildende Schule im Landkreis
Holzminden und deckt als innovative fach- und
berufsfeldübergreifende „Bündelschule“ ein breites
Spektrum schulischer und beruflicher Bildung ab.
Wir vermitteln schulische und berufliche
Bildungsabschlüsse in der Erstausbildung und in der
Weiterqualifikation.
Die Abschlüsse, die an der Georg-von-Langen-Schule erworben werden können, reichen vom
Hauptschul- und Realschulabschluss über den erweiterten Sekundarabschluss I, die
Fachhochschulreife bis zum Abitur (Allgemeine Hochschulreife).
Weiterhin können vielfältige berufliche Abschlüsse wie z. B. Berufsschulabschluss, staatlich
geprüfte(r) Altenpfleger(in), Sozialassistent(in) sowie die Zusatzqualifikation zur/zum
Europakauffrau/-mann erworben werden.
Im Rahmen der dualen Berufsausbildung wird der theoretische Unterricht mit fachpraktischen
Übungen in unseren multifunktionalen Unterrichtsräumen, in Laboren und Werkstätten erteilt.
Derzeit besuchen rund 2000 Schülerinnen und Schüler die Georg-von-Langen-Schule. Dabei
lernen im Durchschnitt 1050 Berufsschüler in 45 Ausbildungsberufen und 950 Vollzeitschüler
in 100 Klassen, die von ca. 120 Lehrkräften unterrichtet werden.
Die Aktivitäten in der Schule gehen weit über das hinaus, was man von einer Schule im
Rahmen der gesetzlichen und pädagogischen Vorgaben erwartet.
Um einen Einblick in das Schulleben zu gewinnen, seien hier einige Aktivitäten genannt:
• Internationale Partnerschaften mit Schulen in Göteborg (Schweden), Radom (Polen),
Budapest (Ungarn), La Spezia und Cingoli (Italien) mit regelmäßigen Schüleraustauschen
und EU-Projekten
• Regelmäßige öffentliche erfolgreiche Aufführungen der Theater-AG des Beruflichen
Gymnasiums
• Modellprojekt „Region des Lernens – BBS als Leitstelle eines regionalen
Qualifizierungsnetzwerks (RdL)“.
Aufgrund der spezifischen Struktur unseres ländlichen Raumes streben wir ein Bündnis von
Schule, Wirtschaft und Gesellschaft an, um die Region als lebenswertes Umfeld zu stärken.
Den Schülerinnen und Schülern soll ein wohnortnahes differenziertes Bildungsangebot an
beruflichen Teilzeit- und Vollzeitausbildungen zur Verfügung gestellt werden.
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Wie beeinflusst uns die Werbung?
Definition Werbung
Anknüpfend zum Thema wollten wir zuerst nachschauen, was für eine Rolle der Werbung
„wissenschaftlich“ zugeschrieben wird. Wir haben dazu das Lehrbuch des nächsten
Jahrganges Marketing – Grundkenntnisse genommen. In Folgenden fassen wir das Gelesene
zusammen.
Die Werbung ist eines der wichtigsten Instrumente der absatzfördernden Kommunikation.
Werbung umgibt uns ständig. Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht mit ihr konfrontiert
wird - schon allein dadurch ist sie für viele Menschen interessant, manchmal aber auch
durchaus lästig.
Die Werbung ist eine Kommunikationsform, die unpersönlich und in räumlicher Distanz vom
Verkaufsort durchgeführt wird und sich auf ein Produkt oder auf eine Gruppe von
Bedürfnissen oder Produkten bezieht.
Unternehmen versuchen, durch Werbung andere Unternehmen, Endverbraucher oder weitere
Gruppen wirkungsvoll anzusprechen, die Betriebsleistung begehrenswert zu machen und
diese so zum Kauf ihrer Produkte anzuregen. Dabei ist es das Ziel, eine zweckgebundene und
positive Information im Sinne des Herstellers bzw. des Verbreiters zu geben. Diese
Information ist nicht nur rational, sondern häufig auch emotional. Dabei ist darauf zu achten,
dass positive Aussagen verstärkt und negative Aussagen abgeschwächt übermittelt werden.
Die Werbung soll die Vorteile des Produktes und den daraus folgenden Nutzen für den Käufer
hervorheben.
Die Werbung ist relativ kurzfristig und zielgerichtet einsetzbar und ist mit anderen
Verkaufsförderungsmaßnahmen, Preispolitik usw. zeitlich und örtlich besonders gut
abzustimmen.
Warum nehmen wir Fitnesswerbung?
Fitness ist in Deutschland und Ungarn sehr populär. Es gibt viele Jugendliche, die in ein
Fitnessstudio gehen oder allgemein Sport treiben. Heutzutage gibt es ein gewisses
Schönheitsideal, was viele Jugendliche erreichen wollen. Dieses Schönheitsideal ist längst
nicht nur mehr ein Thema für Mädchen/Frauen, sondern auch für viele Jungen/Männer. Die
Jungen und Männer drücken, ziehen und pressen die Gewichte, um die Muskulatur zu stärken
und um sie aufzubauen. Oftmals wollen sie so aussehen wie Bodybuilder. Durch ihr
athletisches Aussehen stärkt sich ihr Selbstbewusstsein und sie haben ein sicheres Auftreten
anderen gegenüber.
In welcher Form gibt es Fitnesswerbung in Deutschland?
Es gibt viele verschiedene Formen von Fitnesswerbungen. Neben Werbung im Fernsehen
treffen wir in unserem Alltag auf viele Plakate, die uns für mehr Sport begeistern sollen. Zu
den Werbungen im Fernsehen oder auf Plakaten gibt es Fitnesswerbungen in Zeitungen, im
Radio oder im Internet.
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Untersuchung eines Werbeplakats
Wie untersucht man eigentlich ein Werbeplakat? Mit dieser Frage haben wir uns auch
beschäftigt. Es gibt vier wesentliche Aspekte, nach denen man eine Plakatwerbung
untersucht.
1. Einleitungssatz (Worum geht es?):
In dem Einleitungssatz wird grob auf das Thema hingewiesen und allgemeine
Informationen über die zu untersuchende Werbung bekanntgegeben. (wie z.B.: Titel,
Künstler, Jahr, Maße, Größe, Zugehörigkeit zu Werbekampagne, möglicherweise
Interesse des Künstlers und erster Eindruck).
2. Die Beschreibung (Was ist abgebildet?):
Bei der Beschreibung der Werbung wird zunächst rein auf die Optik geachtet. Dabei
nehmen wir zuerst die Komponenten und Darstellungsweisen, mit welchen die
Werbeannonce unterstützt wird (Fotografie, Grafik, Lithografie).
Als nächstes werden die Personen auf den Bild (falls vorhanden) beschrieben. Es wird
angegeben, wie viele Personen vorhanden sind, wo sie sich befinden, was für einen
Körperbau sie haben, was für eine Mimik und Gestik sie haben und was für eine
Bewegung sie durchführen bzw. was für eine Handlung durchgeführt wird. Anschließend
schauen wir uns die Typografie an. Die Typografie ist die Art, Länge, Anordnung, das
Verhältnis zum Bildteil der Schrift, aber auch, ob Schlüsselwörter vorhanden sind. Das
Logo wird auch analysiert. Dabei werden die Art, die Schrift, die Größe und der
Symbolwert untersucht.
3. Die Analyse (Wie ist es abgebildet?):
Bei der Analyse des Plakates wird darauf geachtet, wie alles darauf abgebildet wird. Es
wird auf die Perspektive geachtet. Es wird geguckt, ob bzw. welche Zentral-, Übereck-,
Vogel-, Frosch-, Licht-, Farb-, Bedeutungsperspektive angewandt wurde und ob etwas
bewusst verdeckt, verkürzt oder verkleinert wird. Aber es wird auch die Farbe analysiert,
ob Erdtöne, warme oder kalte Töne verwendet wurden oder ob bestimmte Symbol-,
Ausdrucks oder Signalfarben verwendet worden sind. Dazu kommt noch, welche
Kontraste vorherrschen. Ob Hell-dunkel-, Kalt-warm-, Schwarz-weiß-, Farbe-nichtfarbe-,
Komplementär- oder Qualitätskonstraste verwendet worden sind und was für ein LichtSchattenverhältnis vorhanden ist.
4. Interpretation (Warum ist es so dargestellt?):
In der Interpretation wird ausgesagt, was die Werbung ausdrücken will, wie die Werbung
auf die Personen wirken soll, was die Modelperson auf die Personen/Käufer übertragen
soll, wer die Zielgruppe sein soll und man muss die Werbung beurteilen. Die Beurteilung
der Werbung geht wie folgt: Man sagt, ob die Werbung eine erfolgreiche Werbung ist
oder nicht, was für gesellschaftliche Zusammenhänge vorhanden sind, wie aktuell die
Werbung ist, ob die Erwartungen des Betrachters erfüllt werden, ob die Konkurrenz
damit ausgeschaltet wird und ob die Werbung als Kunstwerk oder ausschließlich
kommerziell gehandhabt wird.
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Untersuchung eines deutschen Fitnesswerbeplakates
Wir untersuchen ein Werbeplakat, da es übersichtlicher und leichter zu analysieren ist. Auf
Werbeplakaten gibt es trotzdem viel aufschlussreiche Aspekte, die man analysieren kann.
1. Einleitungssatz (Worum geht es?):
Wir analysieren ein Werbeplakat der Fitnessstudiokette „McFit“. Der Werbeslogan des
Fitnessstudios lautet: „Zwischen dir und deinem Ziel steht nur eine Person: DU – der
Wille in dir“. Unser erster Eindruck des Plakates ist, dass es ein typisches
Fitnesswerbeplakat ist.
2. Die Beschreibung (Was ist abgebildet?):
Auf dem Werbeplakat ist ein durchtrainierter athletischer Mann. Dazu ist ein Werbeslogan
„Zwischen dir und deinem Ziel steht nur eine Person: DU – Der Wille in dir“ vorhanden.
Der Mann ist in dem Moment auf einem Fitnessgerät, wo er am Laufen ist. Er sieht sehr
motiviert und selbstbewusst aus.
3. Die Analyse (Wie ist es abgebildet?):
Der Mann auf dem Plakat ist auf einer Übereck-Perspektive abgebildet. Der Hintergrund
ist schwarz. Dadurch wird die Person sehr hervorgehoben. Das Bild wurde etwas
verkleinert, so dass die Person im Mittelpunkt des Bildes steht und heraus sticht.
4. Interpretation (Warum ist es so dargestellt?):
Die Werbung will aussagen, dass jeder Mensch für sich alleine verantwortlich ist und dass
man niemandem die Schuld geben kann, wenn einem das eigene Ziel nicht gelingt. Sie
soll den Menschen ein gewisses Selbstwertgefühl geben. Durch Disziplin kann jeder
Mensch Ziele erreichen. Diese Werbung will besonders Jugendliche ansprechen, denn im
jungen Alter ist es einfacher etwas für sich zu tun, als wenn man älter ist.
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Meiner Meinung nach ist die Werbung erfolgreich, denn die Zielpersonen können die
Aussage des Plakats sofort erkennen. Natürlich steht diese Werbung auch in
gesellschaftlichem Zusammenhang. Die Mehrheit unserer heutigen Gesellschaft nimmt
sich oftmals die Modelpersonen als Vorbild. Von daher ist die Werbung sehr aktuell. Mit
diesen Plakaten könnten sie die Konkurrenz dennoch nicht ausschalten, da an der
Werbung nichts besonders ist. Der Werbespruch könnte auch auf jeder anderen Werbung
stehen. Es ist somit kein Kunstwerk, sondern es ist eine kommerzielle Werbung, womit
sie ihr Unternehmen repräsentiert.
Umfrage in Deutschland
Umfrage gestartet und beendet am 14.01.2014
Befragungsort: Beverungen, Höxter und Holzminden
Befragte Personen: 50 männliche und 50 weibliche Jugendliche im Alter zwischen 14-21
Jahren
Gestellte Fragen:
Frage 1: Wie findest du Fitnesswerbung in Deutschland?
Antworten:
Wie findest du Fitnesswerbung in
Gut= 63%
Deutschland?
Schlecht=29%
Achte ich nicht drauf= 8%
Gut
Schlecht
Achte ich nicht drauf
Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn du attraktive Männer/Frauen in Fitnesswerbung
siehst?
70%
Antworten:
60%
Unsicher/entmutigend= 59%
50%
Aufbauend/Stärkend=37%
40%
Achte ich nicht drauf=4%
30%
20%
10%
0%
Unsicher/entmutigend
Aufbauend/Stärkend
Achte ich nicht drauf
Bei der Befragung sind Unterschiede
festzustellen zwischen jüngeren und älteren
Jugendlichen. Jüngere achten mehr darauf und fühlen sich verunsichert. Ältere achten weniger
darauf, aber finden es aufbauend.
Quellen:
blog.mcfit.com
http://www.abiunity.de/thread.php?threadid=12399&sid=
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Fitness-Werbung in Ungarn:
In Ungarn ist die Werbung, in der es um Fitness geht, nicht so verbreitet wie in anderen
Ländern von Europa. Deshalb war es nicht so einfach, ein treffendes Werbeplakat zu finden.
Jedoch gibt es bei uns auch einige.
http://www.cegledicegregiszter.hu/profil/id:4627/
Wir haben ein Werbeplakat des Fitnessstudios „Fit for you Fitness” gewählt. Sein Slogan ist:
„Sei stark, Sei fit, Fühl dich wohl!“. Dieser Slogan ist nichts Besonderes, weil jedes
Fitnessstudio einen ähnlichen haben könnte. Der Slogan ist einfach, kurz und, wie wir finden,
doch vielsagend und versucht auf das Unterbewusstsein zu wirken.
Das Plakat macht uns vor, dass man sich ausschließlich wohl fühlen kann, wenn man fit ist.
Auf dem Werbeplakat ist eine junge, lebensfrohe Frau abgebildet, die sehr durchtrainiert ist.
Sie hält eine Hantel in ihrer Hand, und das weist auf die Bewegungsmöglichkeiten des
Studios hin, aber so ein Gerät kann ein jeder zu Hause haben.
Die hübschen Frauen üben einen Eindruck auf Männer aus, und so bekommen sie vielleicht
Lust Sport zu treiben, und für Frauen kann die Frau als mustergültiges Vorbild stehen.
Die Farben des Plakates sind auch wichtig. Diese rote, gefühlvolle Farbe ist das Symbol der
Stärke und lenkt die Aufmerksamkeit auf sich.
Wir haben eine Umfrage zu diesem Thema gemacht. Wir wollten erfahren, was für eine
Wirkung diese Fitness-Werbung auf unsere Mitschüler ausübt. Wir haben die Frage gestellt:
„Wenn Sie diese Fitness-Werbung sehen, bekommen Sie Lust selber etwas für sich zu tun?“
Wir haben Schüler und Schülerinnen im Alter von 16 bis 19 befragt.
58% der Befragten haben geschrieben, dass sie anhand dieses Plakates keine Lust bekommen
Sport zu treiben. Wie wir erfahren haben, ist der Hauptgrund dafür, dass diese Werbung für
sie gar nicht motivierend ist, 22% haben es sogar ganz langweilig gefunden. Bei solchen
Werbeplakaten fühlen einige sogar Gewissensbisse, aber gerade sie sind zu träge für sich
etwas zu tun.
21% der Befragten haben diese Werbung positiv gefunden, und durch sie eine Anregung
bekommen, in ein Fitnessstudio zu gehen. Auf 7% der Befragten hat die abgebildete Frau in
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der Werbung als ein mustergültiges Vorbild gewirkt. Einige haben den Werbetext als
aussagekräftig bezeichnet.
Wir Jugendliche brauchen also etwas Kreativeres, Beweglicheres, ...
Bei einer anderen Frage hat sich herausgestellt, dass 17% der Befragten schon regelmäßig ein
Fitnessstudio besuchen, 37% nur ab und zu, 46% gar nicht. 59% der Auskunftspersonen
haben aber zu Hause Fitnessgeräte.
Haben Sie ein FitnessGerät zu Hause?
100%
Haben Sie ein
Fitness-Gerät
zu Hause?
50%
0%
Ja
Nein
Es hat uns auch interessiert, warum die Jugendlichen Sport treiben. Nur 8% der Befragten
treiben gar keinen Sport. 73% treiben Sport mehrmals pro Woche, 16% täglich eine halbe
Stunde, und die übrigen 3% 1-2 Stunden pro Woche .Wir denken, dass es eine besonders gute
Proportion ist. Wir möchten noch erwähnen, dass seit 2012 fünf Wochenstunden Sport in den
Schulen Ungarns im Plan stehen, hoffentlich trägt es auch dazu bei, dass die Schüler noch
fitter werden.
Warum treiben Sie Sport?
100%
90%
80%
70%
60%
50%
40%
31%
29%
30%
34%
20%
10%
3%
2%
0%
Ich bin Mitglied in
einem Verein
Aus Hobby
Auf ärtzliche
Verordnung
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Ich achte auf
meine Gesundheit
Um Spaß zu
haben
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Um sich fit und wohl zu fühlen, muss man sich auch gesund ernähren. Da das auch zum
Fitnesswerden gehört, haben wir einige Fragen zur Ernährung gestellt.
59% der Befragten versuchen auf das gesunde Essen zu achten, 11% denken, dass die
gesunde Ernährung zu teuer ist und 2% haben keine Zeit dafür. 9% interessieren sich nicht
dafür.
Uns hat auch die Frage interessiert, welche Ernährungsrichtungen die Jugendlichen kennen,
bzw. befolgen. Es gibt nämlich in Ungarn verschiedene Ernährungsrichtungen mit
verschiedenen Regeln, die sozusagen in Mode sind, und große Publizität haben.
Von den grundlegenden Ernährungsrichtungen ist die Trennkost am meisten bekannt, aber
einige folgen auch der Paläolith-Ernährung, der Makrobiotik, es gibt aber auch Vegetarier und
Anhänger der Update-Ernährung.
Das Ergebnis des Fragebogens hat uns teils überrascht, teils hat unseren Vorstellungen
entsprochen. Es hat uns Spaß gemacht, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Es war
interessant einen Blick zu bekommen, was unsere Mitschüler über diese Themen denken.
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Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben
Unser Thema ist die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben. Wir haben uns
dieses Thema ausgesucht, weil wir glauben, dass die Menschen nicht viel darüber wissen und
es unserer Meinung nach ein interessantes und wichtiges Thema ist. Wir haben das Thema in
mehrere Teile aufgeteilt: Typische Frauen- und Männerberufe, die Berufswünsche
Jugendlicher, die Entscheidung zwischen Kind und Karriere und die Familienpolitik. Um
diese Themen zu bearbeiten, möchten wir einen Fragebogen erstellen und im Internet nach
Informationen suchen. Am Ende werden wir dann Ungarn und Deutschland miteinander
vergleichen und die Ergebnisse in einem Bericht zusammenfassen.
Die Situation in Ungarn:
Zu den typisch männlichen Berufen zählen in Ungarn vor allem Handwerksberufe: Tischler,
Architekt, Automechaniker oder Maurer. Frauen arbeiten dagegen eher im sozialen Bereich:
Sie werden Lehrerin, Schneiderin, Kindergärtnerin oder Krankenschwester.
Laut Statistiken wollen die meisten ungarischen Jugendlichen zwischen 18 und 30 vor allem
in einem Beruf arbeiten, in dem sie sich wohlfühlen, und nicht einfach den Beruf wählen, der
ihnen am meisten einbringt. Viele Jugendliche, etwa 35%, wollen am liebsten im Ausland
arbeiten. Hierbei sind die USA und auch Deutschland beliebte Ziele, allerdings auch England,
die Schweiz, Österreich und Australien. Besonders beliebte Berufe sind Prokurist,
Angestellter bei einem großen Konzern, Systemtechniker, Handelsvertreter, Verkäufer oder
Schönheitschirurg.
Die meisten jungen Frauen, vor allem die, die studiert haben, möchten erst sehr viel später als
noch vor einigen Jahren Kinder bekommen beziehungsweise heiraten, normalerweise erst
etwa im Alter von 30 Jahren. Bis zu dieser Zeit wollen sie sich vorrangig um ihre Karriere
kümmern. Grund für diese Mehrheit ist unter anderem, dass die meisten jungen Frauen ein
Kind für ihre Karriere als eher störend finden oder erst ihre Position im Unternehmen sichern
wollen, bevor sie eine Familie gründen. In der Tat ist gerade diese Entscheidung schuld an der
zurückgehenden Geburtenzahl: da mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit der Unfruchtbarkeit
zunimmt, je älter die Frau wird, desto problematischer ist es, den Zeitpunkt der
Familiengründung nach hinten zu verschieben. Allerdings können viele Frauen es sich gar
nicht leisten ein Kind zu bekommen: in Ungarn ist die Situation der arbeitenden Frauen
deutlich schwieriger als in anderen Teilen Europas. Im Durchschnitt verdienen sie 20%
weniger als Männer! Im Europadurchschnitt liegen die Lohnunterschiede bei etwa 11%.
Wir haben eine Umfrage in der Schule gemacht, im Alter zwischen 16-19. Damit kann man
sehr gut demonstrieren, wie wichtig die Karriere ist. Aber nicht nur bei Jugendlichen, sondern
auch bei der älteren Generation.
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Am Anfang des Jahres 2006 gab es eine neue Anordnung. Darin steht, dass die Mütter in die
Arbeit zurückkehren können, wenn das Kind ein Jahr alt ist. Sie bekommen dann einerseits
noch immer Kinderhilfe-Unterstützung, andererseits bekommen sie einen Kündigungsschutz,
bis das Kind das dritte Lebensalter erreicht hat.
Man hat eine Möglichkeit, in das Berufsleben zurückzukehren, trotzdem ist es schwierig, weil
man eine Person finden muss, der man das Kind anvertrauen kann. Das ist ein allgemeines
Problem. Die Statistiken zeigen, dass die Kinder im Alter zwischen 1-3 in den Städten nur zu
einem Viertel in die Kinderkrippe gehen und in den Dörfern sogar nur 1-2%.
Eine Lösung wäre der Teilzeitjob, aber bei uns haben im Jahre 2009 nur 4,8% der Frauen
Teilzeitjobs gehabt. Dieses Verhältnis ist fast das schlechteste in Europa.
Immerhin bekommen ungarische Mütter viel an Unterstützung vom Staat: Sie bekommen eine
dreijährige Kinderhilfe und es kann finanzielle Unterstützung für den Kindergarten beantragt
werden, außerdem Unterstützung für die Versorgung der Kinder. Ob diese 50% oder 100%
beträgt, hängt unter anderem davon ab, wie viele Kinder man hat und ob man regelmäßig
Kinderschutzunterstützung bezieht. Zusätzlich zu diesen Leistungen bekommt man in Ungarn
zwei Jahre lang Kindererziehungsunterstützung, diese beträgt etwa 70% des Durchschnittsverdienstes. Wie viel Geld man bei den einzelnen Leistungen kriegt, hängt von der
Anzahl der Kinder und der familiären Situation ab: alleinerziehende Eltern erhalten zum
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Beispiel weniger als verheiratete Paare. Außerdem gibt es eine einmalige Mutterschaftsunterstützung.
Quellen:
http://www.allamkincstar.gov.hu/maganszemelyek/csaladtamogatasi_ellatasok_osszegei
http://www.babamama.hu/cikk/633-a-vilag-legbefolyasosabb-noi-ban
http://www.kormany.hu/download/b/25/b0000/jelent%C3%A9s_miniszteri%20biztos_v%C3
%A9gleges.pdf
http://jovoiskolaja.hu/oviparade/ovodai-szabalyozas/
http://mek.oszk.hu/02100/02115/html/3-2073.html
http://elib.kkf.hu/edip/D_14446.pdf
http://www.kormany.hu/hu/nemzetgazdasagi-miniszterium/hirek/tovabb-no-a-nokfoglalkoztatasa-a-miniszteri-biztos-szerint-az-iden
Die Situation in Deutschland:
Laut einer Studie des statistischen Bundesamtes machen die meisten jungen Leute eine
Ausbildung in einem geschlechtsspezifischen Beruf. Frauen werden beispielsweise oft
medizinische Fachangestellte, Kosmetikerin, Friseurin oder Rechtsanwaltsfachangestellte,
während Männer eher zu Berufen wie zum Beispiel Tiefbaufacharbeiter, Elektroniker,
Dachdecker, Mechatroniker oder Glaser tendieren. Diese Entscheidungen sind oftmals
historisch begründet, oder die jungen Erwachsenen fürchten um die Anerkennung in ihrem
Freundeskreis, wenn sie einen untypischen Beruf ergreifen. Frauen haben außerdem die
Angst, in Berufen mit hohen Männeranteilen nicht anerkannt zu werden, oder sich nicht
behaupten zu können. Um diese Klischees zu lösen, gibt es verschiedene Veranstaltungen, um
den Jugendlichen untypische Berufe näherzubringen. Dazu gehört zum Beispiel der Girls
Day, der seit 2001 einmal im Jahr für junge Schülerinnen und Schüler veranstaltet wird um
ihnen Einblick in ansonsten eher untypische Berufe zu gewähren.
Laut einer Umfrage, die wir an
unserer
Schule
mit
50
Schülerinnen und Schülern
durchgeführt haben, können
sich immerhin 49% der
befragten Mädchen vorstellen
in einem typisch männlichen
Beruf zu arbeiten. 35% der
Befragten sprach sich dagegen
aus, während 16% noch keine
genauen Vorstellungen von
ihren zukünftigen Beruf haben.
Dagegen können sich nur 46% der befragten Jungen vorstellen in einem typisch weiblichen
Beruf zu arbeiten. Hierbei sprachen sich 39% der Befragten dagegen aus und 15% wissen
noch nicht, wie ihr beruflicher Werdegang aussehen soll.
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Unsere Umfrage ergab, dass ein
Großteil
der
Jugendlichen
im
technischen Bereich arbeiten möchte,
ebenfalls ein großer Teil ist am
Dienstleistungssektor
interessiert.
Allerdings interessieren sich mehr
Jungen als Mädchen für technische
Berufe, bei Dienstleistungen ist es
andersherum. Überraschend ist das
gleiche Interesse von Jungen und
Mädchen an sozialen Berufen.
Ansonsten möchten die Jugendlichen
im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen oder handwerklichen Bereich
arbeiten.
Die Vielzahl der Befragten will im Alter zwischen 25 und 30 Jahren eine Familie gründen.
Erstaunlich ist außerdem, dass die Jugendlichen eher dazu
tendieren, im alter von 20 bis 25 eine Familie zu gründen,
als im Alter von 30 bis 35. Die Jugendlichen wollen also
eher vor oder während eines Studiums bzw. einer
Ausbildung eine Familie gründen als danach. Gar keine
Familie gründen wollen nur 10% der Befragten. Auffällig
ist dabei, dass 8% der befragten Mädchen sich dagegen
aussprachen, aber 15% der befragten Jungen.
Allerdings wollen die meisten Jugendlichen sich erst um
ihre Karriere kümmern und danach Kinder bekommen, was
im Gegensatz zum Ergebnis der letzten Frage steht. Nur ein
geringer Anteil gab an, erst Kinder bekommen zu wollen,
um sich danach um ihre Karriere zu kümmern. Erstaunlicherweise sprachen sich mehr Jungen
als Mädchen für die Reihenfolge Kind – Karriere
aus.
Um Klischees zu beseitigen und für eine
Gleichstellung von Mann und Frau im
Berufsleben zu sorgen, sollte man meinen, dass
die
Politik
sich
Mühe
gibt
ein
familienfreundliches Umfeld zu schaffen.
Allerdings
verunsichert
die
deutsche
Familienpolitik junge Familien geradezu:
Widersprüchliche Maßnahmen machen diesen
Bereich zum reinsten Paragrafendschungel. Auf
der einen Seite haben die deutschen Politiker
beispielsweise das Betreuungsgeld, aber auch die
Elternzeit befürwortet. Politiker nennen das
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Wahlfreiheit, Kritiker sind da anderer Meinung. Zwar stellt Deutschland jährlich 200
Milliarden € für die Familienförderung zur Verfügung, mehr als jedes andere EU-Land, aber
Geld allein reicht nicht aus: Nur 4,3% der deutschen Familien haben drei oder mehr Kinder.
Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland allerdings ansonsten hinterher: Niedrige
Geburtenraten, Benachteiligung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt und unflexible
Arbeitszeitmodelle. Trotz aller Probleme kann die deutsche Familienpolitik aber auch einige
Erfolge verbuchen. So müssen Familien beispielsweise weniger Steuern bezahlen und
bekommen Familienbeihilfe. Eltern wird außerdem eine gesetzlich festgelegte Zeit garantiert,
um sich nach der Geburt um das Kind kümmern zu können.
Quellen:
http://www.ausbildung.net/berufsfindung/frauen-und-maennerberufe.html
http://www.dw.de/viel-geld-wenig-erfolg-familienpolitik-in-deutschland/a-16875694
http://www.welt.de/politik/deutschland/article112816995/Was-die-Deutschen-vomKindermachen-abhaelt.html
http://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-familie-und-demokratie/was-istfamilienpolitik/ (Stand 21.11.13)
Fazit:
In Ungarn wie auch in Deutschland zählen handwerkliche Berufe zu den typischen
Männerberufen, wobei man die Berufe im sozialen Bereich eher als frauentypisch ansieht.
Allerdings sind Mädchen trotzdem nicht davon abgeneigt, Handwerksberufe zu erlernen und
Jungen wären auch dazu bereit, in sozialen Berufen tätig zu werden. Also kann man sagen,
dass die Maßnahmen, um jungen Menschen untypische Berufe näher zu bringen, in beiden
Ländern gleich viel Anklang finden. Den Jugendlichen ist im Allgemeinen wichtig, dass sie
sich in ihrem Beruf wohlfühlen, dabei kommt es für sie auch in Frage im Ausland zu arbeiten.
Unterschiede gibt es vor allem beim Alter, in dem sich die Jugendlichen vorstellen können
eine Familie zu gründen. Durch unsere Umfrage haben wir festgestellt, dass sich die
deutschen Jugendlichen früher darüber Gedanken machen als die ungarischen, allerdings
wollen viele immer noch sehr spät eine Familie gründen. Dies liegt unter anderem daran, dass
die Jugendlichen lieber erst Karriere machen wollen. Der Grund, dass die Frauen weniger
Lohn erhalten als die Männer kommt für diese erschwerend dazu, denn ohne die benötigten
finanziellen Mittel, ist eine Familiengründung nahezu unmöglich.
In beiden Ländern versucht der Staat die Familiengründung attraktiver zu machen. Familien
müssen, unter anderem, weniger Steuern zahlen und bekommen Familienbeihilfe. In Ungarn
können Familien sogar finanzielle Unterstützung für den Kindergarten und für die
Versorgung der Kinder beantragen. Alles in allem kann man sagen, dass die Staaten die
Probleme erkannt haben und versuchen etwas gegen die zurückgehenden Geburtenzahlen zu
tun.
Auch heute sind Frauen und Männer im Berufsleben nicht gleichberechtigt, weder in Ungarn
noch in Deutschland. Aufgrund von ungerechten Lohnverteilungen, mangelnden Alternativen
für Frauen zur Entscheidung zwischen Karriere und Beruf und durch „Schubladendenken“ bei
der Berufswahl Jugendlicher wird sich daran wohl auch in den nächsten Jahren nichts ändern.
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Jugendkriminalität
In den Medien wird immer wieder davon berichtet, dass Jugendliche durch Gewalttätigkeit
aufgefallen sind Erst. jetzt ist wieder bekannt geworden, dass in Berlin, Deutschland zwei
Mädchen gegenüber einem anderem gewalttätig geworden sind. Im weiteren Verlauf dieses
Berichtes wollen wir uns damit befassen, wie hoch die Jugendkriminalität in Ungarn und
Deutschland ist, welche Ursachen die Kriminalität hat und welche Lösungsansätze es gibt.
Jugendkriminalität in Deutschland
Wie hoch ist die Jugendkriminalität in Deutschland?
Statistiken besagen, dass in den letzten 22 Jahren die Jugendkriminalität um 29,4% gestiegen
ist. Denn 1990 waren es noch 150.000 straffällige Jugendliche, während es 2012 schon
227.570 waren. Dabei fällt auf, dass die Intensivtäter meist zwischen 14 und 18 Jahren alt
sind. Oft handelt es sich bei den Straftätern um Jugendliche mit Migrationshintergrund (80%).
Des Weiteren haben die Straftäter meistens einen sozial schwachen Hintergrund.
Welche Ursachen hat die Jugendkriminalität?
Die Ursachen für die Straftaten können verschiedene Hintergründe haben. Zum einen ist es
der Gruppenzwang oder der, sich in der Gruppe zu profilieren. Viele Jugendliche handeln, um
sich in ihrer Gruppe einen gewissen Ruf zu erlangen. Dazu zählen auch Mutproben, wobei die
Jugendlichen sich selbst überschätzen, denn sie wollen nicht als Versager dastehen. Dabei
kann die Situation schnell aus dem Ruder laufen. Ebenfalls wollen sie ihrem Opfer zeigen,
dass sie jetzt die Gewalt über sie haben. Auch kann aus Spaß ganz schnell Ernst werden, zum
Beispiel wenn die Jugendlichen aus Spaß miteinander „rangeln“ und dann einem wehgetan
wird und dieser dann den anderen fester schlägt oder Ähnliches, weil diese das nicht als
Versehen sehen, sondern als mutwillig.
Ein weiterer Aspekt ist beispielsweise der Migrationshintergrund. Die meisten Straftäter
fühlen sich in ihrer Religion und Kultur nicht akzeptiert und greifen so zur Gewalt. Weil sie
sich nicht akzeptiert fühlen, erhoffen sie sich, mit ihren Taten Aufmerksamkeit zu erlangen,
denn für sie scheint ihre Zukunft aussichtslos. Diesen Hilferuf finden wir nicht nur bei
Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sondern auch bei Jugendlichen mit sozial
schwachem Hintergrund.
Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendkriminalit%C3%A4t
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Auch die sogenannten Gangsterrapper, welche für viele Jugendliche Vorbilder sind, haben
mit ihrem Verhalten und ihren frauen- und fremdenfeindlichen Texten oftmals negativen
Einfluss auf die zukünftigen Straftäter.
Weitere Gründe für die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen können auch die Persönlichkeit
der Jugendlichen sein, aber auch Leistungsdruck in der Schule, welcher von den Lehrern, den
Eltern, den Mitschülern oder auch von den Jugendlichen selbst ausgeübt wird. Viele
überfordert dieses und sie versuchen so den Druck auszugleichen. Aber auch die Neugier
spielt eine Rolle. Jugendliche wollen testen, wo die Grenzen sind und was passiert, wenn sie
diese überschreiten. Viele bedenken aber nicht sofort die Folgen ihres Verhaltens und merken
erst nach der Tat, was für Folgen das für sie und ihr Umfeld hat. Es gibt also viele
ausschlaggebende Gründe. Aber meistens spielen mehrere dieser Faktoren eine Rolle,
weshalb Jugendliche auffällig werden und nicht nur einer alleine.
Welche Lösungsansätze gibt es?
Um der Gewaltbereitschaft der Jugendlichen vorzubeugen, könnte man in den Schulen
Präventionsunterricht anbieten, welcher bezwecken soll, was für Folgen die Gewalt der
Jugendlichen haben würde.
Das Ziel von Prävention ist, die Risikofaktoren für Kriminalität in allen Bereichen zu
erkennen und abzubauen. Dazu müssen zahlreiche gesellschaftliche Gruppen (Jugendhilfe,
Schule, Polizei, Justiz, Wirtschaft, Medien, Bürger/innen u.a.) zusammenarbeiten.
Prävention muss in der Familie beginnen und in allen Erziehungsbereichen verankert sein: im
Kindergarten, in Grund- und weiterführenden Schulen, im Freizeitbereich, in Ausbildung und
Beruf. Schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten müssen früh erkannt und behandelt werden.
Wir haben uns deshalb im Internet informiert, was es bereits für Präventionsprogramme gibt.
„Wir gegen Jugendkriminalität e.V.“ ist ein Verein, der sich gegen die Jugendkriminalität
einsetzt. „Der Verein „Wir gegen Jugendkriminalität“ versucht mit vielfältigen Initiativen
einem Abrutschen Jugendlicher ins kriminelle Milieu vorzubeugen. So machen wir
gefährdeten jungen Menschen Beratungs- und Hilfsangebote. Diese können im besten Fall
verhindern, dass sie zu Straftätern werden, oder Ihnen wenigstens einen Weg zurück in ein
gewaltfreies Leben weisen.“
Jugendliche werden nach dem Leitgedanken “ Erziehen statt Bestrafen“ behandelt, außer bei
Intensiv- und Mehrfachtätern. Nehmen wir einmal das Beispiel Körperverletzung. Bei leichter
Körperverletzung unter Jugendlichen müssen Sozialstunden abgeleistet werden zur Förderung
des Sozialverhaltens. Bei wiederholter Körperverletzung, bei deutlich unterlegenen Opfern,
wird die Freizeit entzogen und die Jugendlichen müssen nach der Schule in die
Jugendarrestanstalt gehen, wo ihnen ein Sozialarbeiter zur Seite steht. Wenn es Zweifel an der
sozialen Kompetenz gibt, kann der Jugendliche zu einer Kombination aus den beiden Strafen
verurteilt werden. Der Jugendstrafvollzug kann bei besonders starken und häufigen Fällen
eingesetzt werden.
Quellen:
http://www.wir-gegen-jugendkriminalitaet.de/index.html eingesehen am 13.November 2013
http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendkriminalit%C3%A4t
http://www.morgenpost.de/schueler/article1108668/Deutlich-mehr-Jungen-als-Maedchenbegehen-Straftaten.html eingesehen eingesehen am 20.November 2013
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Jugendkriminalität in Ungarn
Die Zahl der bekannten Jugendstraftaten ist seit 1990 in Ungarn konstant, wie das die Tabelle
von KSH (Zentralamt für Statistik) zeigt.
Jahr
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Anzahl der
jugendlichen
Straftäter
12 264
13509
15 706
15 001
14 479
14 321
13 544
13 955
12 866
11 540
11 081
11 631
11 689
10 473
12 325
12 197
11 287
10 909
11 438
10 029
11 235
11 031
Quelle:
http://www.ksh.hu/docs/hun/xstadat/xstadat_hosszu/h_zjj001.html
In Ungarn hat man viele Studien über Jugendkriminalität
geschrieben. Wir haben die Studie von KSH aus dem Jahre
2008 gewählt.
www.ksh.hu/docs/hun/xftp/idoszaki/regiok/orsz/ismertbun.pdf
Nach der Studie hat Jugendkriminalität viele Ursachen. In den
meisten Fällen kann man vom Zusammenspiel von mehreren
Ursachen sprechen, wenn sogar nicht von allen.
 Jugendliche bewundern Geschick, gute physikalische
Fähigkeiten, Cleverness, und die Personen, die die
Kühnheit haben, die gesellschaftlichen Regeln oder sogar
die Gesetze außer Acht zu lassen.
 Ein Verbrechen zu begehen kann Prestige verschaffen.
 Die Kontrolle der Gesellschaft (Familie, Schule,
Kirche) verliert an Kraft.
 In manchen Kulturkreisen wird Kriminalität oder die
kriminelle Lebensweise weitervererbt. Diese Menschen
leben meistens unter sehr armen Lebensverhältnissen.
Es ist dann kein Wunder, dass die Jugendkriminalität in den
Regionen am höchsten ist, wo Arbeitslosigkeit und Armut sehr
groß ist.
Erschreckend ist, dass in diesen Regionen die Bereitschaft zu
kriminellen Taten bei Jugendlichen höher ist, als bei
Erwachsenen. Armut, Arbeitslosigkeit, ein Leben ohne
Perspektive, das alles kann zu einer kriminellen Laufbahn
führen.
Wir wollten wissen, wie es in unserer Umgebung mit der Jugendkriminalität steht. Hier muss
man hinzufügen, dass die kriminellen Fälle oder Gewalttaten, die in unserer Umfrage
vorkommen, nicht immer der Polizei gemeldet werden. In den meisten erwähnten Fällen geht
es um Prügelei, Streit, also um Fälle ohne schwere Folgen.
Unseren Fragebogen über Gewalt unter Jugendlichen haben 34 Jungen und 23 Mädchen
ausgefüllt. Die meisten Befragten sind 16 Jahre alt. 16% der Schüler leben auf dem Lande.
Unsere Statistiken belegen, dass nahezu jeder vierte Schüler schon Opfer einer Schikane war.
Die meisten Befragten denken, Gewalt entsteht in den Fällen, wenn man zu viel Alkohol
getrunken hat oder wenn man in Streit gerät.
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Mehr als 65% der Befragten haben Kontakt zu
Menschen, die gewaltbereit sind.
Quelle des Bildes:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13
669023/Jeder-sechste-Jugendliche-ist-Opfervon-Kriminalitaet.html
Hier sind Diagramme zu drei Fragen aus dem
Fragebogen.
Wie würdest du reagieren, wenn du
gewalttätige Handlung auf der Straße sehen
würdest ?
die Polizei rufen
eingreifen
Hilfe holen
zuschauen
weglaufen
9%
8%
36%
26%
23%
Es ist sehr positiv, dass ein Großteil der Schüler helfen würde. Die meisten finden, die beste
Entscheidung in einer solchen Situation ist, wenn sie Hilfe holen.
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Hier finden wir die Antwort auf die Frage: Wie entsteht Gewalt? Dabei haben wir nach den
Ursachen der momentanen Gewalttaten und nicht nach den gesellschaftlichen Gründen
gesucht. Diese sind die häufigsten Ursachen bei der Entstehung von momentanen
Gewalttaten. In den meisten Fällen ist es eine Reaktion auf eine gewalttätige Handlung. Es ist
wichtig zu erwähnen, dass ein hoher Anteil der Gewalt durch Alkohol entsteht. Es ist positiv,
dass Gewalt als Mittel der Erziehung nur in sehr wenigen Fällen auftritt.
Und zum Schluss haben wir uns die Frage gestellt, ob es Möglichkeiten gibt dieses Problem
zu lösen.
In den Medien erscheinen die folgenden Lösungsansätze:
 Die Schaffung von mehreren Arbeitsplätzen
 Höheres Einkommen für Arbeiter
 Strengere Strafen
 Bessere Bildung
 Freizeitangebot vergrößern
Die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe sowie Polizei und
Justiz wird auch als Schwerpunkt erwähnt.
Wir selbst haben als Ort der Lösungsansätze die Schule gewählt. Da die Jugendlichen viel
Zeit in der Schule verbringen, erscheint es logisch hier etwas gegen Gewalt und Kriminalität
zu unternehmen. Schulpsychologen könnten Gespräche mit problematischen Schülern führen,
oder die Schüler könnten Mentoren bekommen, die nicht nur beim Lernen helfen, sondern
auch Ratschläge in anderen Bereichen geben. Oder man könnte Gruppen organisieren, wo die
Schüler lernen, wie man Konflikte ohne Gewalt löst. Die größte Frage ist dabei, ob die
gewaltbereiten Jugendlichen die angebotene Hilfe annehmen oder nicht.
Fazit:
Im Rahmen des Projekts Comenius haben wir uns aktiv mit dem Thema “Jugendkriminalität“
beschäftigt, und dabei erkannt, dass es eines der schwerwiegendsten Probleme unserer Zeit
ist.
In den letzten Jahren stieg in Deutschland die Zahl der Straftaten, die reduziert werden muss.
Zwar blieb die Zahl in Ungarn gleich, aber Jugendkriminalität muss dennoch zurückgedrängt
werden.
Wir haben verschiedene Lösungsansätze herausgefunden, damit diese Zahl verringert werden
kann. Z.B.: Präventionsunterrichten in den Schulen anbieten, Freizeitangebot vergrößern.
Schulen müssen grundlegend verändert werden: sie müssen die Persönlichkeit der
Jugendlichen akzeptieren, ihrem Bedarf angepasst werden.
Als Grundlage für die Entstehung der Jugendkriminalität dienen Gruppenzwang, religiöse
Unterschiede oder es kann auch mit der Persönlichkeit der Jugendlichen zusammenhängen.
Wir hoffen, dass sich in einigen Jahren die Statistiken und die Daten verbessern.
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Die XXL – Generation
In den Medien hört man immer wieder davon, dass viele Menschen an Übergewicht leiden.
Diese Generation bezeichnet man als XXL – Generation. Aber was ist das eigentlich, eine
XXL – Generation?
Unter Adipositas bzw. Fettleibigkeit kann man verstehen, dass Jugendliche eine Ernährungsund Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht haben und es ist durch eine über das
normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen
gekennzeichnet. Man könnte es als ein länderübergreifendes Phänomen bezeichnen, das
Millionen Menschen weltweit betrifft. In den vergangenen fünf Jahrzehnten stieg die Zahl
übergewichtiger Menschen gewaltig an.
Die menschlichen Erbanlagen sind wohl kaum der Grund, warum Fettleibigkeit immer mehr
zu einem Problem wird, da sich die Erbanlagen über so kurze Zeit nicht großartig verändern
können. Die Ursache liegt eher in unserer modernen Lebensweise. Büroarbeit,
Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen oder Videospiele; die Tatsache, dass wir heutzutage
nur in einen Supermarkt gehen müssen, um uns Lebensmittel zu kaufen und motorisierte
Verkehrsmittel ermöglichen ein fast bewegungsfreies Leben.
Heute haben Nahrungsmittel wesentlich mehr Kalorien als noch vor 100 Jahren, sie wurden
mit der Zeit auch immer günstiger und die Portionen, die wir zu uns nehmen, werden immer
größer. Wenn man sich gerade den Alltag Berufstätiger einmal genauer anschaut, stellt man
fest, dass sie oft an Stress und Hektik leiden, dies wirkt sich natürlich auch auf das
Privatleben aus. Viele versuchen sich auch mit unausgewogenen, ungesunden Lebensmitteln
für die Anstrengung des Tages zu belohnen und sich zeitweise abzulenken. Viele Kalorien
und wenig Bewegung- es ist kein Wunder, dass so viele Menschen an Übergewicht leiden.
Übergewicht - nicht nur ein körperliches Problem?
Menschen, die an Übergewicht leiden, wird der Alltag oft zur Qual gemacht. Sie werden von
ihren Mitmenschen kritisch, wenn nicht sogar missbilligend beäugt und haben mit Vorurteilen
zu kämpfen. Viele bekommen von ihrer Familie und Freunden nicht genügend Unterstützung
aus diesem Grund gibt es auch viele Selbsthilfegruppen, die Übergewichtige im Alltag
unterstützen, ihnen helfen mit der Diskriminierung ihrer Mitmenschen zurecht zu kommen
und ihnen helfen ein gesünderes Leben zu führen.
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Binge–Eating-Störung als ein Grund für Fettleibigkeit !
Die Binge-Eating-Störung lässt sich am einfachsten als eine Fressattacke beschreiben, die
Betroffene haben, wenn sie das Bedürfnis haben sich selber belohnen zu müssen. Dabei
stopfen sie Unmengen an ungesunden Lebensmitteln in sich hinein. Oft grenzen sich die
Betroffenen aus der Gesellschaft aus, leiden unter Depressionen und haben einen Ekel
gegenüber sich selber. Übergewicht ist meist eine unvermeidbare Folge. Diese Störung nimmt
in unserer jetzigen Gesellschaft immer mehr zu und ist ein weiterer Grund für die Generation
XXL.
Das Übergewicht in Deutschland und in Ungarn:
Übergewicht ist ein weltweites Problem geworden, betrifft aber vor allem die
Industrienationen, und hier leider schon die jungen Leute. Deswegen haben wir eine
Untersuchung zu Fettleibigkeit in Europa und speziell in unseren Ländern und in Ungarn
durchgeführt. Mehr als jeder zweite Deutsche ist übergewichtig, jeder fünfte adipös. Das
ergab die Nationale Verzehrstudie II, eine umfassende Untersuchung der Körpermaße und
Essgewohnheiten, die das zum Bundeslandwirtschaftsministerium gehörende Max RubnerInstitut 2008 veröffentlichte. Aber auch Europa im Allgemeinen schneidet eher schlecht ab,
wenn es um einen gesunden Body-Maß-Index geht.
Auch in Ungarn gibt es viele übergewichtige Jugendliche, die nur in Schnellimbissbuden
verkehren, aber es gibt auch solche, die nicht bei MC Donald’s essen, sondern lediglich nur
eine Krankheit haben und deshalb sehen sie so aus.
Ungarn führt mit 28,5 % die Statistik an. Zudem sei das Selbstbild falsch, denn zwei Drittel
der Ungarn glauben, ihr Körpergewicht sei normal. Das Durchschnittsgewicht der
ungarischen Männer liegt bei 78, das der Frauen bei 68 Kilogramm. Das bedeutet jeweils
sieben bis acht Kilogramm zu viel.
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Der richtige BMI (Body-Maß-Index) auch Körpermaßindex (KMI):
Der Body-Maß-Index beschreibt das Verhältnis zwischen Körpergröße und Gewicht. Als
übergewichtig gilt, wer einen BMI über 25 hat, als adipös gilt ein BMI über 30.
BMI=
Der BMI wird folgendermaßen berechnet:
Diese Tabelle zeigt uns die BMI Kategorie, wenn wir schon die Körpermaße durch die
Körpergröße verteilt haben:
BMI Kategorie
starkes Untegewicht
Untergewicht
Normalgewicht
Übergewicht
Adipositas/starkes Übergewicht
BMI (kg/m2)
<15
15 - 18,5
18,5 - 24,9
25- 29,9
>30
Zu erwähnen ist auch, dass in sozial schwachen Verhältnissen wesentlich mehr
Übergewichtige anzutreffen sind als in sozial starken Verhältnissen, das gilt für Männer sowie
auch für Frauen. Meist haben Menschen mit besserem Einkommen auch einen besseren BMI.
In Ungarn haben wir 50 Jugendliche über das Übergewicht zwischen 17-18 Jahren befragt.
Unter dem Begriff XXL- Generation haben die meisten verstanden, dass sich die
Jugendlichen unregelmäßig ernähren, wenig Sport treiben, die Eltern zu Hause nicht kochen
und auf die regelmäßige Ernährung eigentlich nicht achten.
Die meisten der Befragten achten auf ihr Körpergewicht, sie meinen aber, dass es doch viele
übergewichtige Jugendliche gibt. Die Ursachen sehen die meisten darin, dass sie wenig Sport
treiben und unregelmäßig Hauptmahlzeiten haben. Die befragten Personen versuchen ihre
Gesundheit mit Vitaminen, Sport und richtiger Nahrung zu erhalten. Die meisten essen
dreimal pro Tag und monatlich gehen sie mindestens einmal in die Imbissbude. Obst und
Gemüse verzehren Sie fast jeden Tag, aber mindestens einmal pro Woche. Im Durchschnitt
essen sie mehr Frischprodukte als Fertigprodukte, dem ist es zu verdanken, dass sie mit ihrem
Körpergewicht zufrieden sind.
Auf Grund unserer Angaben machten wir eine Statistik, die das Körpergewicht der zehn
befragten Leute zusammenfasst. Der Wert, den wir bekommen haben, ist 20,1. Das bedeutet,
dass die ungarischen Jugendlichen in der Überzahl Normalgewicht haben.
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Wie kann man Übergewicht vorbeugen?

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
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
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
Regelmäßiges Essen (drei Haupt- und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten) vermeidet
Heißhunger.
Ablenkung beim Essen vermeiden (z.B. Lesen, Fernsehen)
Reichlicher Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Salat,
Getreideprodukte, Hülsenfrüchte)
Mäßiger Verzehr tierischer Lebensmittel (Fleisch, Wurst, Eier, Milchprodukte)
Sehr sparsame Verwendung von Speisefetten (Butter, Margarine, Bratfette, Öle) und
anderen fetten Speisen (z.B. Sahnecremes)
Wenig Süßigkeiten und gezuckerte Getränke
Süßigkeiten bzw. Essen allgemein sollte nicht als Ersatz oder Trostspender eingesetzt
werden. Diese Verknüpfung hält ein Leben lang. Und gegen Gewohnheiten anzukämpfen,
wird später dann sehr schwer.
Bewegung
Angemessene Portionen
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Traditionelle Essgewohnheiten
Bei dem Schüleraustausch hatten wir die Gelegenheit andere, für uns bis dahin fremde
Kulturen kennen zu lernen. Wir haben besonders die Ernährungsgewohnheiten interessant
gefunden. Bei den Gesprächen haben wir festgestellt, dass die beiden Landesküchen von sich
unterscheiden. Allerdings sind uns auch Gemeinsamkeiten aufgefallen.
Deswegen haben wir uns dazu entschieden, uns näher mit dem Thema auseinanderzusetzen
und unseren Bericht über die traditionellen Essgewohnheiten zu verfassen.
In Ungarn, sowie in Deutschland werden die drei typischen Mahlzeiten Frühstück,
Mittagessen und Abendbrot eingenommen. Viele Familien ergänzen ihren Tag um ein zweites
Frühstück in der Schule oder am Arbeitsplatz bzw. Kaffee und Kuchen am Nachmittag.
Vorstellung der Landesküchen – Deutschland
In Deutschland gibt es typische Gerichte, die in
bestimmten Regionen oder landesweit verzehrt werden.
Zu den bekannten deutschen Gerichten zählen Grünkohl,
Sauerkraut und Eisbein. Bekannt im ganzen Land, vor
allem auf Jahrmärkten oder Veranstaltungen ist die
deutsche Bratwurst. All dies sind Gerichte, die im
ganzen Land bekannt sind.
Ein Beispiel für regionale Spezialitäten ist die Brezel,
die in Bayern typisch ist. Jeder, der einmal in Bayern
war oder ist, wird mit ihr konfrontiert werden. Sie gehört
zum Aushängeschild des Oktoberfests und in jede
Bäckerei.
Vorstellung der Landesküchen – Ungarn
Im Folgenden möchten wir die traditionellen Gerichte von Ungarn darstellen. Wir stützen uns
dabei auf eigene Erfahrungen. Ungarn ist ein kleines Land, aber seine Küche ist sehr bekannt.
Das bekannteste Gericht ist wohl die Gulaschsuppe. Die Regionen haben ihre eigenen
Gerichte, wie zum Beispiel die Fischsuppe von Szeged oder Baja.
Das traditionelle Frühstück wird hauptsächlich an Wochenenden gegessen. Es besteht oft aus
Letscho mit Eier, Wurst oder Schinken mit Eier. Die Ungarn verzehren das Frühstück zu
Hause. Das Frühstück an Wochentagen ist eher schon international: Aufschnitt oder Müsli.
Unser Mittagessen ist traditionell warm, es besteht meistens aus Suppe und Hauptgericht. Ein
solches Mittagessen kann man auch am Arbeitsplatz oder in der Schule bekommen.
Die traditionellen warmen Gerichte sind zum Beispiel die Bohnensuppe a la Jókai, die
Hühnersuppe Újhazi Art, das Paprikahuhn, die Paprikakartoffeln, das gefüllte Kraut, die
Fischsuppe und die Gulaschsuppe. Die Zutaten, die ein Gericht traditionell „machen“, sind
roter Paprika und Zwiebeln.
Es gibt auch traditionelle Nachspeisen: Somlauer Nockerln, Palatschinken.
Das Abendbrot ähnelt dem Frühstück.
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Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Auch bei dem Gebäck, sowie Kuchen und Süßwaren fanden wir Unterschiede und
Gemeinsamkeiten. In beiden Ländern gibt es sehr süße Kuchen. Jedoch ist das Gebäck in
Ungarn oft salzig während das in Deutschland eher süß ist. Generell wird in Ungarn sehr viel
Gebäck verzehrt, sogar in vielen Supermärkten gibt es dieses an Selbstbedienungsständen zu
kaufen.
Das Gebäck ist oft herb und mit Orangeat und Zitronat durchzogen, während in Deutschland
viel Wert auf süße Variationen mit Zuckerguss und Schokolade gelegt wird.
In fast jedem deutschen Lebensmittelgeschäft werden Gummiteile wie Haribos in großen
Tüten angeboten. Die Auswahl in Ungarn ist eher beschränkt, dafür ist für eine große Vielfalt
an Schokolade gesorgt.
Umfragen zum Thema
Wir haben zum Thema zwei verschiedene Umfragen durchgeführt.
In der ersten Umfrage wollten wir wissen, welche Kenntnisse die Menschen über die
traditionellen Essgewohnheiten haben. Wir haben dazu Frauen und Männer verschiedener
Altersklassen in Ungarn und später in Deutschland befragt.
Wir befragten in Ungarn 30 Personen auf der Straße und in der Schule. Die Umfrage hat
ergeben, dass viele Bewohner bei deutschen Gerichten und Getränken zuerst an Bier und
Bratwurst mit Pommes denken. Die wenigsten kennen Nahrungsmittel aus einem Besuch oder
Urlaub in Deutschland. Die meisten beziehen ihre Informationen aus Berichten im Fernsehen
oder im Radio. Ihnen allen war das Oktoberfest in München wohl bekannt.
Außerdem wollten wir noch wissen, wie die Ungarn einschätzen, wieweit die Deutschen in
der ungarischen Küche bewandert sind. Das Ergebnis war überraschend, 23 der 30 Befragten
glauben, dass die Gulaschsuppe als ein ungarisches Nationalgericht in Deutschland wohl
bekannt ist. Dies wollten wir überprüfen und führten in Deutschland eine Gegenumfrage
durch. Wir befragten hier wieder 30 Personen jeglicher Altersklassen zu dem Thema. Wir
entschieden uns für folgende Fragen:
 Welche deutschen Gerichte kochen Sie regelmäßig?

Kennen Sie ungarische Gerichte, wenn ja welche?
Auch hier war das Ergebnis überraschend. Die Umfrageauswertung stimmt mit der in Ungarn
durchgeführten überein. Den meisten Befragten ist die Gulaschsuppe bekannt und sie kochen
sie auch, jedoch wussten die wenigsten, dass es sich bei der Gulaschsuppe um ein ungarisches
Nationalgericht handelt.
Wir haben auch eine zweite Umfrage zu diesem Thema durchgeführt. Wir wollten dabei
erfahren, ob die traditionellen Essgewohnheiten bei den Jugendlichen noch bekannt sind. Der
Fragebogen hatte 22 Fragen. Alle Befragten waren unter 18 Jahren.
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Wir möchten drei Fragen aus dem
Fragebogen hervorheben und mit
Diagrammen verdeutlichen.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die
traditionellen Speisen sehr wohl im
Leben der Jugendlichen präsent
sind. Die meisten essen sowohl an
Wochentagen
als
auch
bei
Familienfesten
traditionelle
Gerichte.
Bei Familienfesten wählen die
meisten
Familien
(78%
der
Schülerinnen, 87% der Schüler) die
traditionellen ungarischen Gerichte.
In Ungarn gilt warmes Mittagessen traditionell, und unsere Umfrage zeigt, dass das sich nicht
geändert hat.
Fazit
Als Fazit können wir feststellen, dass die traditionellen Gerichte in beiden Ländern immer
noch bekannt sind.
Es hat uns besonders die Vielfalt der beiden Landesküchen und die
Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Landesgerichte gefallen. Obwohl die
traditionellen Gerichte unterschiedlich sind, die Essgewohnheiten ähneln sich. Die drei
Hauptmahlzeiten mit den beiden kleineren Zwischenmahlzeiten werden in beiden Ländern
gleichermaßen verzehrt.
Die Bearbeitung dieses Themas hat uns das gastronomische Erbe unserer Länder bewusst
gemacht.
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Teilnehmer an Projektmobilitäten
Georg-von-Langen Schule
Gundel Schule
Name
Vorname
Name
Vorname
Adam
Sandra
Zubor
Anna
Aulich
Monique
Jehoda
Rebeka
Gahl
Tristan
Gergő
Sebő
Struck
Yvonne
Jurák
Marcell
Herwig
Jacqueline
Tölgyessy
Boglárka
Jordan
Tatjana
Kocsmárszky
Barnabás
Klie
Jens
Eiben
Erik
Mönnekes
Katharina
Sóskuti
Alexandra
Reimers
Michelle
Talpag
Zsófia
Schulze
Chris Marie
Szilágyi
Dóra
Begleitpersonen
Begleitpersonen
Krawelitzki
Hans Dieter
Richter
Ágnes
Ballosch
Lucia
Geszler
Monika
Ballosch
Dirk
Székely
Éva
Weinerdt
Ulrike
Benedek
Ildikó
Schulte
Rainer
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Themen und Teilnehmer
Themen
Wie beeinflusst uns
die Werbung
Kommunikation
und Information
Schüler
Monique Aulich
Jens Klie
Erik Eiben
Rebeka Jehoda
Gleichstellung von
Frauen und
Männern im
Berufsleben
Zukunftsperspektive
Jugendkriminalität
Chris Marie Schulze
Tatjana Jordan
Barnabás
Kocsmárszky
Dóra Szilágyi
Yvonne Struck,
Katharina Mönnekes
Marcell Jurák
Alexandra Sóskuti
XXL-Generation
Umwelt und
Ernährung
Jacqueline Herwig
Tristan Gahl
Gergő Sebő,
Boglárka Tölgyessy
–
Essgewohnheiten
(Traditionen)
Michelle Reimers
Sandra Adam
Zsófia Talpag
Anna Zubor
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