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Ist das was tür mich? - CulumNATURA Naturkosmetik

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FOTOS: TIM PARKS· PRODUKTION: KARINA MÜHlFARTH '
TEXT: MARTINA JUHNKE & DENNIS KAYSER
Ist das was tür mich?
Waschen mit Zucker, Färben mit Pflanzen. Stylen
mit Reis: Der Naturtrend ist auf den Köpfen
angekommen. Aber kann Bio-Beauty anderen
Haarpflegeprodukten tatsächlich das Wasser
reichen? Wir haben Experten gefragt
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FÜR SIE 01/2010
37
NATüRLICHE
SCHeNMACHER
1 Pflege-Mix: .,Rejuvenaiing Oil", Philip
S., 60 ml ca. 36.Euro. 2 Kräftigt: "Neem
Haarwasser", Dr. Hauschka, 100 ml ca.
11 Euro. 3 Mit Leindotter: "Kraftigende
Haarpflege", Angana, :.10 ml ca. 15 Euro.
4 Anti-Spliss: "Klettenwurzel Haaröl",
Tautropfen. 100 ml ca. 18 Euro. 5 Bringt
Fülle: ,,Proteinspray", CulumNatura,
120 ml ca. 14 Euro. 6 Mit Algen: "Forget
me knot conditioner", Voya, 200 ml ca.
29 Euro. 7 Intensivpflege: "Haaröl", Wele­
da, 50 ml ca. 8 Euro. 8 Naturrein: "Haar­
gei Aloe Vera", Marc Booten Beauty, 50 ml
ca. 25 Euro. 9 Mit Kamille: "Haarfestiger",
Grüne Erde. 100 ml ca. 15 Euro_ 10 Mit
Seefenchel: "Volumen Hair Shampoo",
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o
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Annemarie Börlind, 200 ml ca. 8 Euro,
wirken besonders sanft
kontrolliert biologischem Anbau", erklärt
Sonja Maraslis von der Firma Weleda.
Ist auch überall 100 Prozent
Bio drin, wo Bio draufsteht?
"Die Begriffe Bio- und Naturkosmetik sind
nicht geschützt", erklärt Sonja Maraslis.
"Deshalb haben Naturkosmetikhersteller
den Verband ,NaTrue' gegründet, der
Produkte in Naturkosmetik, Kosmetik mit
Bio-Anteil und Bio-Kosmetik unterteil!."
Infos: www.natrue-Iabel.com
Wie gut ist Bio-Pfle,g'{"
fitrs HtHlr wirklich:"
PFLEGE MIT
PFLANZEN Natürliche
Öle ähneln in ihrem Aufbau dem mensch­
lichen Hautfett. Dadurch werden sie gut
aufgenommen, pflegen die Kopfhaut und
glätten das Haar. Pflanzenextrakte und
ätherische Öle beruhigen oder lösen
Kopfhautprobleme wie Schuppen und
eine zu starke Talgproduktion, Und beide
tun der Umwelt gut: Pl1anzen sind
nachwachsende Rohstoffe, kontrolliert
biologischer Anbau schont die Natur
ange glaubte man, Bio-Beauty
stoße bei den Haaren an ihre
grüne Grenze, Keine natürliche
Substanz könne die gleiche
Glanzleistung wie der Wirkstoff Silikon voll­
bringen. Aber sind derartige Bedenken
heute noch gerechtfertigt? Viele Friseure
entwickeln mittlerweile erfolgreich Bio­
Pflegeserien fürs Haar. Auch Kosmetik­
firmen setzen verstärkt auf diesen Trend.
Wir sind dem haarigen "Natur-Phänomen"
einmal genauer auf den Grund gegangen.
L
Or",·anisch. biologisch. natiir­
Ikh - wo liegt tier Unterschied?
"Als ,natürlich' werden alle Substanzen
bezeichnet. die aus der Natur stammen.
Die Bezeichnungen .organisch' oder ,Bio'
erhalten Produkte mit Rohstoffen aus
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FÜR SIE 01/2010
"Konventionelle Shampoos und Spülun­
gen enthalten synthetische Substanzen,
um die Haaroberfläche zu glätten". sagt
Antal Adam vom Naturkosmetikhersteller
Dr, Hauschka. "Oft werden dafür Silikone
verwendet, die sich als Film auf Haare und
Kopfhaut legen, Pflanzliche Bestandteile
glätten die Haaroberfläche ebenfalls,
lassen die Kopfhaut aber besser atmen."
Und: Die sanfte Reinigung mit natürlichen
Waschsubstanzen laugt das Haar nicht
aus. Dr. Doris Brandhuber, Chemikerin
und Mitinhaberin der Friseurlinie "Less is
More", nennt noch einen Vorteil: "Da Bio­
Shampoos sanft zur Kopfhaut sind, wird
oft sogar der Haarwuchs dichter,"
Maehen Natun;hampoos
das HaHl' stumpf?
Wenn sich durch falsche Pflege syntheti­
sche Stoffe im Haar festgesetzt haben,
müssen diese zunächst gelöst werden.
Und das braucht Zeit. Manchmal dauert
es ein paar Wäschen, manchmal aber
auch ein paar Wochen, bis das Haar auf
natürliche Weise Glanz emält. Denn
Bio-Pflegestoffe \Nirken step by step. Ein
Tipp von Kirsten Luger, der Mitinhaberin
der Naturfriseurlinie "CulumNatura" da­
mit die Mähne schneller schön und ge­
sund schimmert: "Die Haare täglich ;-­
I
bringen Glanz ins Haar
Zuwendung als etwa konventionell ange­
baute Gewächse oder synthetische Zu­
taten aus dem Labor.
Was kÜI1IH'n
St~'Ungpr()(hlkt("
auf biolo:!!isf'llcr Basis?
"Reis bringt Volumen, Bio-Tenside formen
auch Locken", sagt Sabine Kästner von
der Naturkosmetikfirma Lavera. Looks mit
Gel und Wachs sind kein Problem, doch
starken Glanz kann man nicht mit Bio­
Stylingprodukten erzeugen. Es gibt nur
Pumpsprays und keinen Schaumfestiger.
'~ias mw;s man bei
Pflanzenfarlwn beachten?
Naturpigmente vertiefen den echten Haar­
ton, färben eine Nuance dunkler oder röt­
lich - Aufhellungen und Schwarzfärbung
sind nicht möglich. Kirsten Luger (Culum­
Natura): "Das Farbergebnisbleibt im natür­
lichen Bereich als Mischung aus der Aus­
gangshaarfarbe und den Pflanzenpigmen­
ten." Adressen von Natuririseuren gibt es
zum Beispiel unter WW\N.culumnatura,at.
GRÜNER TREND
BEIM
FÄRBEN
Es muss nicht immer Henna sein: Pflanzen­
farben gibt es für Blond bis Braun. Der
angerührte Brei aus Pflanzenteilen von
Gelbwurz bis Kamille wirkt zunächS1 grün­
braun - die gewünschte Farbe emwickelt
sich erst im Haar. Die Pigmente lagern
sich dauerhaft in der Schuppenschicht ein,
ohne das Haar zu verändern, Gerbsäure
pflegt es gesund. Nebeneffekt: Glanz und
Spannkraft für vier bis sechs Wochen.
hundertmal mit einer Wildschweinbürste
bürsten. So verteilt sich das Kopfhautfett
- die beste Pflege im Haar."
Na1urshampoos sf?hüumen
kaum.. n"inig-en
sie trotzdem?
v
"Die Reinigungswirkung waschaktiver
Stoffe hängt nicht davon ab. wie stark sie
schäumen, sondern wie gut sie Fett und
Schmutz lösen", erläutert Antal Adam
(Dr. Hauschka).
"'anllll ist nutürlidw Haal'­
pflt>~E' oft leun)' als andt>I'e?
"Bio-Waschsubstanzen kosten zehnmaf
mehr als chemische Stoffe", sagt Dr.
Doris Brandhuber ("Less is More"). Das
gilt auch für andere Bio-Zutaten: Ihre Her­
stellung braucht mehr Zeit, Aufwand und
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Klapvt dns Fiidwn ohm'
Chemit, uu('h zu Hause?
Ja, mit einem für die Naturfarbe geeigne­
ten Produkt und wenn das Haar nicht
chemisch behandelt ist. Unbedingt vor­
her eine Probesträhne färben! Individuelle
Nuancen mischt Gerty Post, Pflanzen­
farbexpertin und Friseurmeisterin: einfach
Haarsträhne und Foto einsenden (Infos
und Adresse: WNW.gertypost.com).
Decken na1ürliche Pigmente
auch graues Haar ah?
Graue Haare werden abgedeckt, bleiben
aber heller und farbintensiver. Heinz­
Jürgen Weiland, wissenschaftlicher Leiter
Forschung und Entwicklung Logona: "Da­
durch entsteht ein Slrähncheneffekt, der
sehr natürlich wirkt. Meist muss man da­
für aber mindestens zweimal färben." 0
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