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Jedes Kalb holt, was es braucht - UFA AG

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D_SH6_Signer_0212 ok_2012 31.01.12 16:56 Seite 80
SCHLACHTQUALITÄT IN RINDVIEHMAST
NUTZTIERE
Jedes Kalb holt, was es braucht
IN DER MUTTERKUHHALTUNG lassen sich die Schlachtqualitäten der Kälber
durch den Einsatz moderner Abrufstationen erhöhen. Was die Wahl des
Ergänzungsprodukts betrifft, sind Tatiana und Arno Gabriel von der Effizienz
des eingesetzten Mischfutters überzeugt.
Eugen
Signer
Natura-Beef und Natura-Veal sind
gesucht. 2011 lagen die Zuschläge
pro Kilogramm Schlachtgewicht gemäss Mutterkuh Schweiz um 20 Rp.
über der Abmachung.
Begeisterte Züchter Dass sich
Neben der
Verbesserung der
Schlachtqualitäten
hilft der Einsatz
einer Kraftfutterstation, den Futterverzehr der Einzeltiere
zu verfolgen und
Arbeit zu sparen.
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hohe Qualitäten auszahlen, zeigt sich
auch auf den Schlachtabrechnungen
von Tatiana und Arno Gabriel. Die beiden bewirtschaften in S-Chanf (GR) einen Bio-Betrieb mit Mutterkuhhaltung.
Sie sind begeisterte Simmentaler-Züchter und Mitglied beim Schweizer Rassenklub. Über zehn Jahre wurde ein
wertvoller Zuchtbestand aufgebaut. Gabriels achten auf den Einsatz von Stieren, die hohe Mast- und Schlachtleistungen sowie Hornlosigkeit vererben.
Bereits konnten mehrere Zuchtstiere
verkauft werden. Am Swissopen 2008 in
Brunegg wurde innerhalb der Kuhabteilung der erste Rang erreicht.
Der Transponder regelt es Die
Stallarbeiten werden vorwiegend von
Tatiana Gabriel erledigt, da Arno noch
zu 100 % einer Anstellung als Chauffeur
nachgeht. Für eine bedarfsgerechte
Versorgung der Tiere müssen die Gehalte der Raufutter bekannt sein. Über den
UFA-Beratungsdienst lassen Gabriels
ihr Dürr- und Silofutter analysieren und
einen Futterplan berechnen. Als Grundfutterbasis wird den Kälbern dieselbe
Mischration vorgelegt wie den Kühen
(siehe Betriebsspiegel). Die in der Bergzone 4 produzierten Grundfutter erreichen deutlich tiefere Energie- und Eiweissgehalte als sie in Talregionen
üblich sind. Um die Marktanforderungen an die Schlachttiere zu erfüllen,
braucht es insbesondere bei mittel- und
spätreifen Rassen einer Ergänzung. Auf
dem Betrieb Gabriel erfolgt diese tierindividuell. Das heisst, jedes Kalb ist mit
einem Transponder ausgerüstet, um an
der Kraftfutterstation (siehe CFS-TopBeef) die passende Menge abrufen zu
können. Natura-Beef, Aufzuchtrinder,
weibliche und männliche Tiere – alle leben im selben Stall bei der Mutter und
erhalten dennoch eine individuelle Ergänzung. Ruft ein Kalb während drei
Tagen die zugeteilte Menge ab, wird
das Guthaben um 0.5 kg erhöht, bis
schliesslich die Maximalwerte erreicht
sind. Die Aufzuchtrinder werden ab einem Alter von fünf bis acht Monaten
bis kurz vor dem Abkalben auf einem
Partnerbetrieb aufgezogen.
Mischfutter oder Mais? Dass die
pansenverfügbare Energie und das
pansenverfügbare Eiweiss zeitgleich anfallen, ist Voraussetzung für eine gute
Futterverwertung. «Verglichen mit
Maiswürfeln sehe ich bei der Ergänzungsfütterung mit Kraftfutter bessere
Mastresultate», stellt Arno Gabriel fest,
«die besten Natura Beef erreichen Ta-
Aktion und Präsentation
CFS-Top-Beef
Deutsche Untersuchungen bestätigen:
Die individuelle Zufütterung von
Mutterkuhkälbern zeigt Vorteile
hinsichtlich Absatzgewicht und
Fleischqualität. Mit moderner Tieridentifikationstechnik ist es möglich, exakte
Futtermengen zeitlich begrenzt zu
verabreichen. Anhand des gemessenen
Konsums erfolgen die Gesundheitskontrollen und Rationsanpassungen.
CFS top-beef ist eine Kraftfutterstation
• mit ISO-Einzeltiererkennung via
elektronischer Ohrmarke
• für Tiere von zirka 150 bis 450kg
Lebendgewicht
• mit einem Behälterinhalt von 150kg
• und einem Steuergerät für zwei
Stationen à bis zu 99 Tieren.
Beim Kauf eines CFS-Top-Beef von Itin +
Hoch (Liestal) erhalten Sie einen Gutschein für eine Palette UFA-Futter oder
das entsprechende Losegewicht. Gültig
für UFA 230/231/232/233/234/276 Bio/
219 bis 31.12.12 in Ihrer LANDI.
An Stand 2.1.40 der Tier & Technik
wird die Futterstation präsentiert.
2 2012 · UFA-REVUE
D_SH6_Signer_0212 ok_2012 31.01.12 16:56 Seite 81
SCHLACHTQUALITÄT IN RINDVIEHMAST
NUTZTIERE
Simmentaler sind umgänglich
Nach Angus und Limousin ist Simmental
die dritthäufigste Rasse in der Schweizer
Fleischrinderhaltung. 2011 überschritt
der Bestand 1000 Herdenbuchkühe.
«Simmentaler Kühe verhalten sich verglichen mit anderen Fleischrassen
äusserst ruhig», rühmen Tatiana und
Arno Gabriel. Wenn sich Fremde einer
Kuh mit Kalb nähern, treten keine Aggressionen auf. Dabei wären manche
Tiere vom Format her durchaus «furchterregend». Mit rund 700 kg werden
Simmentaler Kühe überdurchschnittlich
schwer und geben relativ viel Milch.
Mit rund 30 Monaten befindet sich das
Erstkalbealter im Schnitt der Schweizer
Mutterkuhrassen. Dasselbe gilt fürs
Geburtsgewicht von 41 kg. Überdurchschnittlich ist der Tageszuwachs (205
Tage) von 1400 g (Zahlen 2010).
Herdenstier Loso auf
dem Betrieb Gabriel ist
als «exzellent» taxiert.
geszunahmen von 1800 g». Eingesetzt
wird UFA 278 Bio, welches über höhere
Gehalte als Maiswürfel, eine ausgeglichne Fermentation und eine angepasste
Vitaminierung und Mineralisierung verfügt. Bio-Maiswürfel kosten zwar weniger als Mischfutter, verfügen aber – wie
alle Raufutter – nicht über konstante,
ausgewiesene Gehalte.
Betriebsspiegel und
Futterrationen
Tatiana und Arno Gabriel, 7525 S-Chanf
Nutzfläche: 26 ha, Bergzone 4
Tierhaltung: 40 Simmentaler Mutterkühe, 1 Stier, 5 – 8 Aufzuchttiere
Mischration Mutterkühe (Frischsubstanz):
1200 kg Grassilage, 300 kg Maissilage,
600 kg Emd, 250 kg Heu.
Ration Natura-Beef: Mischration
Mutterkühe + je nach Bedarf maximal
2.5 kg UFA 278 (22 % Rohprotein, 7.3 MJ
NEL/kg) pro Tier und Tag an CFS-TopBeef.
Ration Aufzuchtrinder: Mischration
Mutterkühe + je nach Bedarf rund
1 kg UFA 280 pro Tier und Tag an CFSTop-Beef.
Besonderes: Hoflädeli, Schlaf im Stroh,
Brunch auf dem Bauernhof
Arbeitskräfte: Betriebsleiterehepaar
Verzehrskontrolle Bei Simmentaler Tieren – und noch mehr bei anderen
Fleischrassen – muss einer Verfettung
gegen Ende der Mast gezielt entgegengesteuert werden. Dabei haben Gabriels
mit der individuellen Ergänzungsfütterung gute Erfahrungen gemacht. Arno
Gabriel schätzt besonders, «dass wir so
den Verzehr und die Tiergesundheit unter Kontrolle haben.»
Alle zwei bis drei Monate werden die
Natura-Beef-Kälber gewogen. Die Waage ist unter dem Behandlungs- und
Klauenstand installiert. Der Tierverkauf
erfolgt bei einem idealen Lebendgewicht von 450 bis 500kg.
stimmen. Arno Gabriel führt dies einerseits auf die konsequente Zuchtarbeit,
andrerseits auf die tierindividuelle Ergänzungsfütterung zurück.
C3 und H3 Früher schnitten einzelne
Fazit Der Betrieb Gabriel setzt die
Natura-Beef-Kälber von Gabriels beim
Verkauf mit einer T-Klassierung ab. Heute befindet sich die grosse Mehrzahl der
Tiere darüber und auch die Fettzahlen
Massnahmen um, welche zu guten Natura-Beef-Schlachtqualitäten beitragen.
Es beginnt bei einer konsequenten
Zucht auf Mast- und Schlachtqualität,
geht über Gehaltsanalysen der eingesetzten Grundfutter, die tierindividuelle
Fütterung und die Verzehrskontrolle an
der Abrufstation bis hin zum regelmässigen Wägen der Kälber.
Ⅵ
Arno und Tatiana
Gabriel mit Simon.
Wie das genetische
Potenzial der Simmentaler Kälber wird auch
das Potenzial des
Laufstalls gut genutzt.
Während der Alpung,
ab Mitte Mai bis Ende
September, dient das
leere Stallgebäude für
«Schlaf im Stroh» und
zur Durchführung von
Brunchs.
Autor Eugen Signer,
UFA-Beratungsdienst,
9501 Wil.
www.ufa.ch
INF BOX
INFO
www.ufarevue.ch
UFA-REVUE · 2 2012
2 · 12
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Gesundheitswesen
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