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Es gilt das gesprochene Wort
Pressemitteilung
Alfried Krupp-Förderpreis 2014 für Benedikt Wirth
Essen, 30. Oktober 2014. – Dr. Benedikt Wirth, Professor für
Numerische und Angewandte Mathematik an der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster, ist Träger des Alfried KruppFörderpreises für junge Hochschullehrer 2014. Im Rahmen einer
festlichen Veranstaltung in der Villa Hügel nahm er den mit 1 Mio.
Euro dotierten Preis aus der Hand von Ministerpräsidentin Hannelore
Kraft entgegen.
Der 32-jährige Mathematiker ist einer der jüngsten Preisträger in der
Geschichte des Förderpreises, mit dem die Alfried Krupp von Bohlen
und Halbach-Stiftung seit 1986 herausragende Nachwuchswissenschaftler in den Natur- und Ingenieurwissenschaften auszeichnet. Er
beschäftigt sich mit der mathematischen Untersuchung von Formen
in den Lebens- und Ingenieurwissenschaften – ein Bereich, an dem
das wissenschaftliche Interesse stetig wächst.
Zu der Veranstaltung in der Essener Villa Hügel begrüßte Ursula
Gather, Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung, rund 180 Gäste
aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft. Selbst
Mathematikerin und Statistikerin sowie Trägerin des Alfried KruppFörderpreises, hieß sie Wirth im Kreis der mittlerweile 35
Förderpreisträger herzlich willkommen. Benedikt Wirth seien
wegweisende Entwicklungen und Anwendungen von Algorithmen
auf komplexe Fragen unseres Lebens zu verdanken.
„Die Mathematik begleitet unser tägliches Leben und ermöglicht
moderne Technologie“, betonte sie. Daher gelte es, gerade bei jungen
Menschen mehr Begeisterung für dieses Fach zu wecken. Sie freue
sich daher besonders, dass der Einladung der Stiftung rund 40
Doktoranden der Mathematik aus ganz NRW gefolgt seien. Sie hatten
bereits im Vorfeld des Festaktes an einer Informations- und
Diskussionsrunde mit zwei früheren Förderpreisträgern
teilgenommen.
Vorsitzende des Kuratoriums: Prof. Dr. Ursula Gather
Vorstand: Dr. Thomas Kempf · Dr. Ralf Nentwig · Volker Troche
Hügel 15 , 45133 Essen · Postanschrift: Postfach 23 02 45, 45070 Essen
2Hausanschrift:
Telefon: 0201/188-0 · Telefax: 0201/41 25 87 · Internet: www.krupp-stiftung.de
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Auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft warb für mehr Interesse an
der Mathematik: „Sie bietet demjenigen, der sich einmal darauf
eingelassen hat, eine Menge neuer Erfahrungen. Es eröffnen sich
neue Verbindungen zu anderen Wissenschaften und zu einer Vielzahl
möglicher praktischer Anwendungen.“ Dies habe auch der Preisträger
mit seinen bisherigen Forschungsergebnissen gezeigt. „Ich bin mir
sicher“, so die Ministerpräsidentin, „dass wir von Herrn Professor
Wirth in den kommenden Jahren noch viel hören werden.“
Laudatio
Stefan Müller, Professor am renommierten Hausdorff Center for
Mathematics der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,
hatte die Laudatio auf den Preisträger übernommen. Benedikt Wirths
Beschäftigung mit der Frage nach Formen und Strukturen in Medizin,
Biologie und Ingenieurwissenschaften sei in dreierlei Hinsicht
bemerkenswert, so Müller: erstens, die Entwicklung neuer mathematischer Ideen und Konzepte, um schwierige Fragen anzugehen;
zweitens, die Umsetzung dieser Ideen in Algorithmen, die
Berechnungen in modernen Computerarchitekturen erlauben; und
drittens, ein breites Spektrum konkreter Anwendungen von der
automatischen Auswertung medizinischer Bilddaten, über das
maschinelle Sehen bis zur Entwicklung eines optimal geformten
Objekts, beispielsweise eines Turnschuhs.
„Dieser ganzheitliche Zugang, die große wissenschaftliche Neugierde
und das intensive Wechselspiel zwischen konkreten drängenden
Fragen einerseits und neuen abstrakten mathematischen Ideen zu
deren Lösung andererseits haben der Arbeit von Benedikt Wirth
schon sehr früh große internationale Anerkennung gebracht,“ stellte
Müller fest. Dessen Lebenslauf habe ihn schon früh an die besten
Institutionen weltweit geführt, sei aber entscheidend von seinen
Stationen in Deutschland geprägt. Dazu habe nicht zuletzt die
Einbindung Benedikt Wirths in die Exzellenzcluster an den
Universitäten Bonn und Münster beigetragen. „Diese Exzellenzcluster
zu erwähnen ist mir besonders wichtig“, so Stefan Müller, „weil sie
meines Erachtens eine wesentliche Rolle spielen, Talente wie Herrn
Wirth für Deutschland zu gewinnen.“
Aus dem Werdegang des Preisträgers nannte Müller die wichtigsten
Stationen: Benedikt Wirth, geboren 1982 in Kiel und dort sowie in
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Hausanschrift: Hügel 15 , 45133 Essen · Postanschrift: Postfach 23 02 45, 45070 Essen
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Kempen am Niederrhein aufgewachsen, begann während seines
Wehrdienstes 2001 mit dem Studium der Mathematik und Informatik
an der FernUniversität in Hagen. Parallel dazu schrieb er sich 2002 im
Fach Maschinenbau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen
Hochschule Aachen ein, wo er 2007 als Diplomingenieur abschloss.
Die Studienzeit in Deutschland unterbrach Wirth für einen
Auslandsaufenthalt in England. An der Universität Oxford studierte er
von 2004 bis 2005 Angewandte Mathematik und erwarb dort den
Master of Science. Letzte Station seiner akademischen Ausbildung
war die Universität Bonn, wo er 2010 nach einem dreijährigen
Promotionsstudium am Institut für Numerische Simulation zum
Doktor der Naturwissenschaften promoviert wurde. Nach
Forschungs- und Lehraufenthalten in Bonn, Graz und am namhaften
Courant Institute of Mathematical Sciences der New York University
wurde Wirth im Oktober 2013 an die Universität Münster berufen.
„Der Alfried-Krupp Förderpreis“, resümierte Stefan Müller, „wird
Benedikt Wirth erlauben, eine erfolgreiche Arbeitsgruppe aufzubauen, seine interdisziplinäre Zusammenarbeit auszubauen und eine
neue Generation von Mathematikern und Mathematikerinnen in sein
faszinierendes Arbeitsgebiet einzuführen.“
Festvortrag: „Männliche Bünde und weibliche Freiheit in der
Affengesellschaft“
Mit der Göttinger Primatenforscherin Julia Fischer hatte die KruppStiftung eine Naturwissenschaftlerin für den Festvortrag gewonnen,
die ihre faszinierende Forschungsarbeit über Affengesellschaften
nicht nur Spezialisten ihres eigenen Fachgebietes, sondern auch einer
breiteren Zuhörerschaft eingängig darzustellen weiß.
Ihr Forschungsinteresse gilt dem Zusammenspiel von Sozialverhalten,
Kommunikation und Intelligenz und der Frage, wie diese sich
wechselseitig in der Evolution bedingen. Zusammen mit ihrem Team
etablierte sie 2007 die Feldstation „Simenti“ im Senegal. Dort
untersucht sie während ausgedehnter Forschungsaufenthalte das
Verhalten freilebender Guineapaviane, über die bislang nur wenig
bekannt war. In ihrem Festvortrag berichtete Julia Fischer von den
Fortschritten dieser Feldforschung und erläuterte, weshalb die
dortigen Guineapaviane eine hohe Toleranz unter den männlichen
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Hausanschrift: Hügel 15 , 45133 Essen · Postanschrift: Postfach 23 02 45, 45070 Essen
Telefon: 0201/188-0 · Telefax: 0201/41 25 87 · Internet: www.krupp-stiftung.de
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Tieren aufweisen, welche Rolle die weiblichen Tiere in dieser
besonderen Gesellschaft spielen, und welche Einsichten sich daraus
für die Evolution des Menschen ergeben.
Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer
Der Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer gilt als eine
der bedeutendsten Auszeichnungen für den wissenschaftlichen
Nachwuchs an deutschen Hochschulen. Den Preisträgern aus allen
Fachgebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften bietet die
Auszeichnung die Möglichkeit, sich im internationalen Wissenschaftsbetrieb optimale Arbeitsbedingungen und eine stärkere
Wettbewerbsposition aufzubauen. Er wurde seit 1986 insgesamt 35
Mal verliehen und wird zurzeit für das Jahr 2015 erneut
ausgeschrieben.
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist das
Vermächtnis von Dr.-Ing. E. h. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, dem
letzten persönlichen Inhaber der Firma Fried. Krupp. Mit seinem Tod am
30. Juli 1967 und Dank des Erbverzichts seines Sohnes Arndt von Bohlen und
Halbach ging sein Vermögen auf die Stiftung über.
Die Stiftung ist als Aktionärin mit rund 23 Prozent an der ThyssenKrupp AG
beteiligt. Sie hat insbesondere die Aufgabe, die ihr aus ihrer Unternehmensbeteiligung zufließenden Erträge für gemeinnützige Zwecke in den Bereichen
Wissenschaft, Erziehung und Bildung, Gesundheitswesen, Sport und Kultur zu
verwenden. Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im Jahre 1968 hat sie hierfür rund
627 Mio. Euro aufgewendet.
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
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