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Im Winter was Neues! - AIRtec Traglufthallen

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topthema
bayerntennis 11-2012
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Im Winter was Neues!
BTV will mit speziellem Projekt den Bau von Traglufthallen
und ganzjährig bespielbaren Sandplätzen fördern
Ist Tennis eine Ganzjahressportart? Theoretisch ja, die Praxis sieht jedoch anders aus. Denn
während die 2.130 bayerischen Tennisvereine ihren Mitgliedern zwischen April und Oktober insgesamt 8.480 Freiplätze zur Verfügung stellen, läuft der Spielbetrieb im Winter nur
auf 722 Hallenplätzen ab – eindeutig zu wenig, um von einer Ganzjahressportart sprechen.
W
ie BTV-Präsident Helmut Schmidbauer im Editorial der Oktoberausgabe von „bayerntennis“
angekündigt hat, will der BTV diesem Missverhältnis
nun systematisch entgegen steuern: Mit einem Projekt
zur flächendeckenden Installation von Traglufthallen
und ganzjährig bespielbaren Sandplätzen. Dazu kooperiert der Bayerische Tennis-Verband mit kompetenten Projektpartnern. Im Bereich des Hallenbaus setzt
der BTV auf das Knowhow der Firma AIRtec Traglufthallen in Augsburg. Die ganzjährig zu betreibenden
Sandplätze der Marke „Tennis-Force“ sind eine bahnbrechende Erfindung der Sportas GmbH aus Olfen.
„Gemeinsam mit diesen beiden Partnern möchten wir in
den kommenden Jahren die Vereine davon überzeugen,
dass sich ein Investment in einen ganzjährigen Spielbetrieb aus vielerlei Gründen lohnt“, sagt BTV-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider, Leiterin des Ressorts Vereinsberatung, Ausbildung und Entwicklung.
Einige der Vorteile seien hier kurz genannt:
Airtec Traglufthallen Gmbh
Philippine-Welser-Straße 15
86150 Augsburg, Tel.: 0821-26719881
www.airtec-traglufthallen.eu
Sportas GmbH
Otto-Hahn-Str. 6, 59399 Olfen,
Tel.: 02595-3869683
www.tennisforce.de
• Tennis-Force ist ein Sandplatz, der auch im Winter
bespielbar und von der ITF als Wettspielplatz zugelassen ist. Damit kann der Spielbetrieb auch ohne
Halle durchschnittlich um rund drei Monate im Jahr
verlängert werden. Darüber hinaus ist keine Instandhaltung im Frühjahr oder Herbst notwendig.
• Der Bau einer Traglufthalle, die im Oktober in einem bis zwei Tagen aufgebaut und im April in nur
einem Tag wieder abgebaut wird, ist mit einem erheblich niedrigeren Investitionsrisiko behaftet als
der Bau einer festen Halle. Mit diesem Ansatz ist
dennoch eine Mitgliedschaft über zwölf Monate
möglich, der Trainer wird ganzjährig beschäftigt
und das Jugendtraining und das Wettspielangebot
sind durchgängig möglich.
„Hinzu kommt beim Bau einer Traglufthalle, dass
die Investitionskosten in der Regel schon nach wenigen Jahren amortisiert sind und dann jährlich hohe
Überschüsse generiert werden können“, erklärt Dr.
Schneider. Diese zusätzlichen Einnahmen können dann
wieder in andere Vereinsprojekte fließen.
Möchten Sie wissen, wie Ihr Verein fit gemacht werden kann für einen ganzjährigen Spielbetrieb? Dann
wenden Sie sich bitte an das Ressort Vereinsberatung
in der BTV-Geschäftsstelle (Tel.: 089-15702644) oder
direkt an die BTV-Partner Airtec Traglufthallen und
Sportas GmbH.
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topthema
bayerntennis 11-2012
Interview mit Werner Graus, Siemens TC München
B
eim Siemens TC München gibt es gleich zwei Traglufthallen, die einen Spielbetrieb
im Winter ermöglichen (großes Foto). Eine Halle überdacht drei Kunstrasenplätze,
in der anderen sind seit dem Winter 2011/12 drei ganzjährig bespielbare Sandplätze
der Marke Tennis-Force ausgelegt. Wir sprachen mit Werner Graus, der treibenden
Kraft hinter dem Sandplatzbau, über seine Projekterfahrungen und die Vor- und Nachteile des neuen Belags.
Herr Graus, weshalb betreibt der TC Siemens zwei
Traglufthallen?
Nun, wir haben aus Gründen, die mit der Entwicklung
des gemeinnützigen Vereins aus dem Siemens-Betriebssport heraus zu erklären ist, bislang keine Genehmigung für eine feste Halle erhalten. Wir müssen
aber für unsere Mitglieder eine Möglichkeit anbieten, auch im Winter spielen zu können. Sonst wandern sie ab, oder hören teilweise ganz auf. Die Nachfrage ist jedenfalls riesig. Auch Mannschaften anderer
Vereine nutzen unsere Halle für die Winterrunde.
Und wie nutzen Sie die Einnahmen aus dem Winterbetrieb?
Überschüsse aus dem Winterbetrieb, der organisatorisch und rechtlich eigenständig ist, fließen in den
Verein. Wir bilden auch Rücklagen, die man immer
wieder einsetzen kann, denken wir nur an die Preisentwicklung im Energiesektor, wo vom einen zum
anderen Jahr schon einmal Sprünge von über 20.000
Euro möglich sind. Natürlich haben wir auch Rücklagen aus dem Winterhallenbetrieb der Vorjahre für
den Bau der Tennis-Force-Plätze eingesetzt. Unsere
erste Traglufthalle hatten wir ja schon 1974 in Betrieb genommen.
Weshalb haben Sie sich bei der notwendigen Erneuerung der Plätze für den Tennis-Force-Belag entschieden?
Wir haben eine Entscheidungsmatrix erstellt mit Kriterien wie Anschaffungspreis, laufenden Kosten und
gesundheitlichen Aspekten. Und da schnitt dieser Belag am besten ab. Darüber hinaus möchten wir als mo-
derner, innovativer Verein gelten – und auch diese
Aussage ist eindeutig mit diesem Boden verbunden.
Schließlich sollen unsere Mitglieder die gleichen Spielbedingungen vorfinden wie im Sommer. Die Nachfrage zeigt, dass wir richtig gehandelt haben: 65 Prozent wollen in der Traglufthalle mit den Sandplätzen
spielen, 35 Prozent bevorzugen den alten Kunstrasen.
Warum bevorzugen manche Spieler überhaupt
Kunstrasen?
Sie behaupten, der Platz geht weniger in die Gelenke, macht keine roten Socken und auch keine roten
Bälle. Aber es ist ganz klar, dass die meisten Mitglieder den Sandplatz bevorzugen, auch wenn sie zu
den Stoßzeiten auch mal auf den Kunstrasen ausweichen müssen. Im vergangenen Jahr hatten wir eine Auslastung der Sand-Traglufthalle von über 60
Prozent. Mit der Online-Buchung, die wir noch in
diesem Winter installieren, und mit speziellen Samstagskonditionen wird sich die Nachfrage nach den
Sandplätzen und damit die Auslastung noch weiter
steigern, da bin ich mir sehr sicher.
Wie werden die Tennis-Force-Plätze im Sommer
genutzt?
Noch etwas weniger als die herkömmlichen Sandplätze. Man muss auch den Umgang mit diesem Plätzen erst lernen. So ist etwa an sehr heißen Tagen eine kurze Bewässerung vor dem Spiel wenig sinnvoll,
besser wäre es, den Wasserspeicher früh morgens 15
Minuten lang voll zu pumpen. Das Prinzip der Bindung des Ziegelmehls auf dem Tennis-Force-Platz ist
die Feuchtigkeit von unten, nicht von oben.
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