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Ausgabe 5 / Juni 2013 Schwerpunktthema: Was macht unser Leben

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Ausgabe 5 / Juni 2013
einfach gesagt
Schwerpunktthema: Was macht unser Leben schön?
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DIE GRÜNE SCHEUNE UND DIE PEITZER ACHT ZIEHEN UM
WAS IST EIGENTLICH GLÜCK?
UNSERE KAPELLE WIRD SANIERT
FRAU ZÜHLSDORFF GEHT IN DEN RUHESTAND
Einleitung
Was macht unser Leben schön?
Liebe Leser,
ich glaube jeder von uns kann auf diese Frage etwas antworten. So möchte ich Ihnen
erzählen, was ich dazu denke. Ich erinnere
mich an eine Fernsehwerbung, wo zwei Männer miteinander wetteiferten, drei Karten auf
den Tisch legten und sagten: Mein Auto, mein
Haus, meine Yacht. Für die ist das Leben mit
viel Besitz so richtig schön!
Aber ist das wirklich etwas, was bleibende
Freude schenkt?
Andere sagen: Das Wichtigste ist die Gesundheit. Nun, sie ist wichtig. Da sind wir sicher
einer Meinung. Und ich wünsche allen Lesern,
dass sie gesund sein können. Und doch gehört
noch etwas anderes dazu. In der Bibel hat
der Apostel Paulus einmal von drei wichtigen
Dingen für das Leben gesprochen:
„Glaube, Hoffnung, Liebe“
Könnte das eine Antwort für uns sein?
Wir brauchen etwas, woran wir glauben können, worauf wir vertrauen. So wie man ein
festes Fundament braucht, wenn man ein
Haus baut. Wir brauchen Hoffnung, dass alles
immer wieder gut werden kann. Und vor allem
und am meisten brauchen wir Liebe. Wenn du
geboren wirst, dann brauchst du Liebe, damit
du leben kannst. Liebe Worte und ein Lächeln
zeigen dir, dass du angenommen bist.
Geduldige Liebe ist nötig, wenn das Lernen
schwer fällt und das Finden einer geeigneten
Arbeit gelingen soll.
Vertrauensvolle Liebe braucht es, wenn ich
an jemanden mein Herz verschenke und ihn
lieb habe.
Liebevolle Begleitung sollte dabei sein, wenn
das Leben hier in dieser Welt einmal zu Ende
gehen wird.
Ich hoffe, Sie alle konnten schon Liebe in
Ihrem Leben spüren und auch selbst Liebe
an andere weiter geben. Mancher wird nun
vielleicht sagen: Mit der Liebe ist das aber
so eine Sache. Da kann man auch enttäuscht
werden. Dennoch ist meine Antwort nun klar.
So, wie die drei aus der Werbung, halte ich
nun drei Karten in der Hand, die Trümpfe, die
uns Gott mit auf den Weg gibt: Glaube, Hoffnung, Liebe.
Die haben wirklich einen bleibenden Wert und
machen das Leben schön. Probieren Sie es
ruhig einmal aus.
Ihr Seelsorger Manfred Rebert
.......................................................................................................................................
IMPRESSUM
Herausgeber: Wichern Diakonie Frankfurt
(Oder) e. V., (V.i.S.d.P.) Renate Witzleben
Sitz: Luisenstr. 22, 15230 Frankfurt (Oder)
Redaktionsmitglieder: Sigrid Borrmann, Peter
Grundig, Helga Binkofski, Anke Przybilla,
Seite 2
Beate Rumor, Hildegard Szymanski, Torsten
Kohn, Katja Pries, Lars Rinner, Thilo Zeil
Fotos: Wichern Diakonie und privat
Satz und Gestaltung: Giraffe Werbeagentur
Infostand: Juni 2013
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Wich
Geburtstage bei Wichern:
110 Jahre Verein und 100 Jahre Kapelle
1913 wurde die Kapelle auf dem Gelände in
der Luisenstraße einweiht.
Da gibt es etwas zu feiern!
Wer von uns Menschen wird schon so alt?
So ein hohes Alter erreichen nur ganz wenige.
Bei einem Verein ist das möglich. Dort kommen Menschen zusammen, die gleiche Hobbys haben oder an einer Sache gemeinsam
arbeiten.
Pfarrer Blochwitz hatte vor 110 Jahren eine
Idee. Er wollte Gutes tun und seinem Leben
einen Sinn geben. Mit Frankfurter Bürgern
gründete er einen Frauenhilfeverein. Er wollte
jungen Frauen helfen, die keine Arbeit und
kein zu Hause hatten. Es sollte einen Ort
geben, an dem sie vieles für ihr Leben lernen
konnten. Er kaufte dafür 1903 die alte Schuhfabrik in der Luisenstraße. Das Fürsorgeheim
entstand. So hieß das Haus vor 110 Jahren.
Die Mädchen, so wurden die jungen Frauen
genannt, lernten kochen, Wäsche waschen,
bügeln, mangeln und nähen. Sie wohnten in
Gruppen zusammen und wurden von Erziehungsschwestern betreut.
erster Anblick der Luisenstraße 22-24
Archivbilder
1911 kam das Landgut Gronenfelde dazu. Wer
lieber in der Landwirtschaft, auf dem Feld oder
im Garten arbeitete, fand dort sein zu Hause.
Ein besonderer Höhepunkt im Sommer 1913
war die Einweihung der Kapelle. Viele Jahre
sind seit dem vergangen. Unsere Kapelle ist in
die Jahre gekommen. Das Fürsorgeheim wurde
zum Wichernheim. Es wurde viel gebaut auf
dem Gelände in der Luisenstraße. Auch neue
Häuser gehören nun zum Wichern Diakonie
Frankfurt (Oder) Verein, so heißen wir nämlich
heute.
Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr
soll die Erneuerung der Kapelle werden. Eine
Art neues Kleid für die „alte Dame“ zum 100.
Geburtstag. Ich bin schon gespannt, wie sie
dann aussehen wird und freue mich auf viele
gute Begegnungen in der Wichernkapelle.
Ihre Renate Bauer
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Wich
Kunstworkshop bei Wichern
Vom 02.04. bis 05.04.2013 fand mit 18 Frauen
und Männern, die von der Behindertenhilfe,
der Gemeindepsychiatrie der Wichern Diakonie und von aufwind begleitet werden, ein
Kunstworkshop statt. Geleitet wurde dieser
von Frau Nora Schruth. Sie ist Kunststudentin
und studiert Bühnenbild in Dresden.
Gearbeitet wurde in der oberen Etage der
ehemaligen Wohnstätte „Grüne Scheune“,
denn dort befindet sich ein großer Raum, der
als Arbeitsraum diente. 1,50 Meter breite und
1,50 Meter hohe große Leinwände wurden in
diesen Tagen von den Teilnehmern kunstvoll
gestaltet. Außer bunten Farben kamen auch
verschiedene Materialien zum Einsatz. So beklebte zum Beispiel jemand sein Bild zusätzlich mit Muscheln, Steinen und Glitzerfolie.
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Die Künstlerinnen und Künstler ließen dabei
ihrer Fantasie freien Lauf. Und das Ergebnis
sind wunderschöne Bilder!
An mehreren öffentlichen Orten der Wichern
Diakonie sind diese jetzt zu finden, zum Beispiel im „Kobel“, im Wildpark oder auch im
Mehrgenerationenhaus „Mikado“, im „TanteEmma-Laden“ sowie im „Café Luise“. Später
erhalten die Arbeiten ihren festen Platz. Den
Frauen und Männern hat dieser Workshop
großen Spaß bereitet! Die Arbeiten werden
noch einmal gezeigt zum Topfmarkt am 08.
Juni 2013.
 Katja Pries
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Wich
Die „Peitzer Acht“
Am 18. April 2013 zog die Beratungs- und
Begegnungsstätte „Peitzer Acht“ in ein neues Gebäude. Dieses Gebäude befindet sich in
der Paul-Feldner-Straße 7 im Stadtzentrum.
Früher befand sich darin einmal eine große
Schule, das „Carl-Friedrich Gauß Gymnasium“.
Da es einige Zeit leer stand und schon ziemlich
in die Jahre gekommen war, wurde es vor kurzem neu renoviert und modern hergerichtet.
Neben der „Peitzer Acht“ zogen dort auch
noch andere Mieter ein. Der größte Mieter
ist die Volkshochschule Frankfurt (Oder). Alle
Kurse aus dem Bildungs- und Freizeitprogramm der „Peitzer Acht“, die in den Räumen
der Volkshochschule geplant sind, werden also
ab April 2013 an dem neuen Standort in der
Paul-Feldner-Straße stattfinden. Das Gebäude
ist weiß gestrichen, aber trotzdem sehr gut
zu erkennen, da an den Fenstern viele bunte,
lange Bretter befestigt sind. Das alte Gebäude
der Volkshochschule in der Beckmannstraße 6
soll nach dem Umzug abgerissen werden.
Die neue „Peitzer Acht“ besteht aus zwei Räumen und einem großen WC, das auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu benutzen ist. Der
kleinere Raum dient als Büro und der größere
Raum wird als Treffpunkt für die Besucher der
„Peitzer Acht“ genutzt. Dort finden dann offene Treffs wie das Feierabendcafé am Freitag,
Kursangebote und andere Veranstaltungen
statt. Interessierten Besuchern stehen zwei
Computer mit Internetzugang zur Verfügung.
Auf dem Innenhof des Gebäudes befindet
sich ein Garten, der in einem Projekt namens
„Interkultureller Garten“ von verschiedenen
Bürgern aus Frankfurt (Oder) bewirtschaftet
wird. Hier besteht die Möglichkeit sich bei
schönem Wetter aufzuhalten und umzusehen.
Neben schönen Blumen, Gemüse und Obstbäumen wird dort eine kleine Imkerei errichtet.
Seit Ende April findet das Feierabendcafé von
15.00 bis 18.00 Uhr bereits in den neuen
Räumen statt.
Ende Mai soll eine Einweihungsfeier stattfinden, zu der alle herzlich eingeladen sind.
Genauere Informationen hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Ich freue mich auf den Umzug und die neue
Beratungs- und Begegnungsstätte.
 Tanja Gegas, „Peitzer Acht“
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Wich
Eine Familie gründen - und was verändert sich
dadurch?
Mein Name ist Annemarie Pagel. Vor einigen
Jahren habe ich in Frankfurt (Oder) gelebt
und gearbeitet. Ich war die Leiterin des Betreuten Wohnens. Vielleicht erinnern Sie sich
noch an mich. Vor sechs Jahren zog ich nach
Berlin und nahm eine andere Stelle an. Inzwischen habe ich drei Kinder und lebe mit ihnen
und meinem Mann in Berlin-Pankow. 2012
habe ich mit meiner Familie den Adventsmarkt
in der Luisenstrasse besucht. Dort wurde ich
gebeten, einen Artikel für diese Ausgabe zu
schreiben. Dabei geht es darum, wie sich mein
Leben verändert hat, seit ich Mutter bin. Ich
habe mir dann viele Fragen gestellt: Hat sich
viel verändert seit ich Mutter bin? Was war
mir früher wichtig? Was ist mir nun wichtig?
Sind das unterschiedliche Dinge? Wie will ich
leben? Was macht mein Leben schön? Wie
möchte ich meinen Tag füllen? Was möchte ich
tun? Wann fühlt sich alles richtig an?
Dann habe ich mich an die Zeit in Frankfurt
(Oder) erinnert. Wichtig waren mir damals:
meine Freunde, meine Arbeit, mich in der Natur zu bewegen, Konzerte und Ausstellungen
zu besuchen, zu lesen.
Seite 6
Und was ist mir jetzt wichtig? Eigentlich die
gleichen Dinge. Eigentlich. Denn natürlich
habe ich nun weniger Zeit dafür. Das macht
mich aber nicht traurig. Eine eigene Familie
zu haben ist für mich sehr erfüllend. Und: das
Leben ist sehr lustig, jeden Tag passiert etwas
anderes. Hier eine Kostprobe: Einmal ging ich
mit meinem Sohn zum Frisör. Dort saß eine
stark geschminkte Frau mit Lockenwicklern
im Haar. Mein Sohn rief: „Mama, guck mal,
ein Clown!“
Mutter zu sein habe ich mir immer sehr gewünscht. Ich habe viele Geschwister. Es ist
sehr schön, wenn wir uns sehen und nun auch
unsere Kinder miteinander spielen. Und so ist
es mir jetzt auch wichtig, mit meiner Familie
zusammen zu sein. Doch ohne Arbeit, Kino,
Bücher und Sport möchte ich deshalb nicht
sein. Alles zusammen macht mein Leben aus.
Und das fühlt sich sehr gut an!
Vielleicht sehen wir uns auf dem nächsten
Adventsmarkt?
Herzliche Grüße Annemarie Pagel
Ber ichte
Eine lange Freundschaft
die Personen von
links nach rechts:
Veronika Günther,
Frau Zörner-Niedlich und
Gudrun Matthiebe
Gudrun Matthiebe kam 1970 und Veronika
Günther 1975 zum Landgut. Beide waren damals 16 Jahre alt. Das war der Beginn ihrer
langen Freundschaft, wovon beide hier berichten möchten:
Am Anfang wohnte Gudrun mit vier anderen
Bewohnerinnen zusammen und Veronika teilte sich ein Zimmer mit 3 Bewohnerinnen. Ab
1983 bewohnten wir beide ein Einzelzimmer.
Oft trafen wir uns im Zimmer von Anneliese Losansky, eine Bewohnerin der „Grünen
Scheune“, zum Kaffee. Sie hatte ein größeres
Zimmer.
Weiter erinnern sich beide:
Gudrun machte gern Handarbeiten und Veronika hat sich dann zu ihr gesetzt, zugeschaut
und sich mit ihr unterhalten.
Veronika erzählt:
„Einmal sind wir sogar mit dem Bett zusammengebrochen und haben das Bett einfach
wieder zusammengenagelt.“
Damals haben wir noch nicht zusammengearbeitet. Daher hatten wir uns nach Feierabend
immer viel zu erzählen. Auch im Urlaub hatten wir oft ein gemeinsames Zimmer.
1985 zogen wir dann beide in die „Grüne
Scheune“ und teilten uns eine Wohnung.
Wir haben uns schon immer gut verstanden,
konnten uns immer alles erzählen und haben
uns gegenseitig sehr vertraut. Die Aufgaben
in der Wohnung teilten wir uns. Jede von uns
beiden hat mal gekocht und gebacken.
Gudrun hat öfter sauber gemacht, das war
ihre Spezialität, da sie in der Gärtnerei gearbeitet hat und immer eher zu Hause war. Ich
habe im Stall gearbeitet und hatte Teildienst.
Später lernte Veronika Marian kennen und
lieben. Marian arbeitet auch auf dem Landgut. 1993 heirateten beide und zogen in eine
Wohnung in der „Grünen Scheune“. Gudrun
wohnte dann alleine und lernte auf einen
Ausflug in Bad Saarow Roland kennen. Sie
schrieben sich am Anfang. Dann besuchten
sie sich gelegentlich. Es folgte die Verlobung.
2006 heiratete auch Gudrun ihren Roland.
Veronika und Gudrun arbeiten jetzt beide in
der Gärtnerei und sind immer noch im engen
Kontakt.
Mit den beiden Frauen sprach Frau ZörnerNiedlich.
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Ber ichte
26 Jahre voller schöner Erinnerungen!
Seit Januar 1987 arbeite ich als Finanzbuchhalterin in der Verwaltung des Wichernheims.
Damals war Herr Christian Gehlsen der Leiter
des Wichernheims und Herr Bernhard Kiehn
der Verwaltungsleiter in der Luisenstrasse.
Meine Aufgabe bestand darin, die Gelder der
Einrichtung zu verwalten. Dabei wurden alle
Ausgaben, zum Beispiel für Essen, für Kleidung, für Betreuung, für Inventar, für Strom,
Gas, Wasser und vieles mehr, und auch alle
Geldeinnahmen aufgeschrieben. Man musste
da sehr aufpassen, dass nicht mehr Geld ausgegeben wurde als man zur Verfügung hatte.
Mir hat meine Arbeit immer sehr viel Freude
bereitet. Ich konnte gut mit Zahlen umgehen.
Als ich mit dieser Tätigkeit anfing, gab es noch
keine Computer. Heute kann ich mir das gar
nicht mehr vorstellen. Unser Betrieb ist viel
größer geworden und es werden mehr Verwaltungsmitarbeiter benötigt.
Zur Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e.V.
gehören heute mehrere Betriebe und aus der
damaligen Arbeitstherapie wurde die Gronenfelder Werkstätten gGmbH. Für diese Firma
habe ich alle Finanzen bearbeitet.
Nun werde ich nach insgesamt 26 Jahren meine Tätigkeit als Finanzbuchhalterin beenden.
Ich habe viele schöne Erinnerungen und bin
voller Dankbarkeit für ein reiches und ausgefülltes Arbeitsleben.
Jetzt warten neue Aufgaben auf mich und es
gibt sehr viele Möglichkeiten, Dinge zu tun,
zu denen vorher die Zeit fehlte. Ich habe vor
zwei Jahren angefangen Klavierunterricht zu
nehmen und möchte das auch weiter tun. Ich
kann dann mehr üben und ich werde meine Englischkenntnisse auffrischen, denn ich
habe viele Wörter vergessen. Wir haben vier
Enkelkinder: Sheila 6 Jahre, Leander 6 Jahre,
Mathilda 2 Jahre und Ayva 1 Jahr. Die sind
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sehr gern bei uns Großeltern und wollen viel
Zeit mit uns verbringen. Es gibt feststehende
„Omi-Opi-Tage“. Das ist ein Ausspruch von
Sheila.Und die Kinder passen genau auf, dass
die auch eingehalten werden. Ich habe also
Vieles vor und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich und meine Familie.
... mit Enkelin Mathilda
Ihnen allen danke ich für das harmonische
Miteinander, für die vielen freundlichen Worte, für die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche
Ihnen von Herzen, was Freude macht. Es
sind nicht die ganz großen Freuden, die am
meisten zählen. Es kommt darauf an, aus den
kleinen Freuden viel zu machen.
Mit den besten Wünschen für Gesundheit,
Wohlergehen sowie Gottes Segen!
Ihre Astrid Zühlsdorff
Ber ichte
Was das Leben schöner macht, auch ganz am
Schluss
In unserem Hospiz in der Kantstraße wohnen
Menschen, die nur noch wenig Zeit haben. Wenig Lebenszeit, denn unsere Gäste sind meist
nur wenige Wochen bei uns. Sie sind schwer
krank und können nicht wieder gesund werden. Das ist oft sehr traurig, denn nicht alle
Menschen werden vorher so alt, dass das Sterben zum „normalen“ Leben gehören würde.
Im Hospiz geht es darum, es in dieser letzten
Zeit gut zu haben. Das bedeutet, dass nichts
gemacht wird, was der Kranke nicht möchte.
Im Gegenteil. Wir versuchen, Wünsche zu
erfüllen und alle störenden Beschwerden zu
lindern. Denn wenn man krank ist, gibt es
viele Dinge, die gut tun, das weiß jeder aus eigener Erfahrung. Gut kann zum Beispiel sein,
das Lieblingsessen gekocht zu bekommen. Es
tut gut, wenn Besuch kommt, Freunde oder
Angehörige. Manch einer mag es, Geschichten vorgelesen oder sogar vorgesungen zu
bekommen. Das macht dann unsere Musiktherapeutin.
Manchmal bereiten unsere Kranken ihren Abschied vor, in dem sie ihren Angehörigen noch
wichtige Worte sagen oder aufschreiben. Eine
alte Dame hat sich von ihrer Enkeltochter auf
ganz besondere Weise verabschiedet. Sie hat
ihr Puppensachen gestrickt. Die Puppe hatte
nach ein paar Wochen viele neue Kleider bekommen. So kann sich die Enkeltochter noch
lange an ihre Oma erinnern …
Eine Frau brauchte die Gesellschaft ihres Wellensittichs, um sich bei uns wohl und nicht so
einsam fühlen zu können. Der „Moritz“ durfte
dann in seinem Vogelbauer mit in ihrem Zimmer wohnen. Er zwitscherte alle Tage fröhlich,
aber an dem Tag, an dem seine Besitzerin
starb, war er ganz still.
Wir Menschen brauchen solche Dinge, um
uns zu erinnern oder uns zu trösten. Aber wir
brauchen auch Menschen, die uns nahe sind,
uns helfen, uns zuhören wenn wir verzweifelt
oder traurig sind. Gerade dies brauchen und
bekommen die kranken und sterbenden Menschen im Hospiz.
Manche Menschen haben Hobbys, die ihnen
bis zuletzt wichtig sind und Freude spenden.
Ich erinnere mich an einen Mann, der leidenschaftlicher Lokführer und Eisenbahn-Fan
war. Er genoss es, von seinem Bett aus die
Bahnstrecke Richtung Seelow beobachten zu
können.
 Susanne Knüppel
Hospiz in der Kantstraße
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lärt
Einfach erk
Was ist Glück?
Glück ist ein Gefühl, das wir bekommen, wenn
wir etwas ganz Schönes erlebt haben oder ein
Wunsch in Erfüllung gegangen ist oder wenn
wir einen lieben Menschen kennen gelernt haben. Dann ist es, als ob man fliegen möchte.
Wir möchten dann einfach losjubeln.
Jeder erwachsene Mensch möchte glücklich
sein und strebt sein ganzes Leben danach.
„Er möchte sein Glück machen” – sagt man,
wenn jemand anfängt, sein Leben so einzurichten, dass er mit allem zufrieden ist.
Doch das ist nicht einfach. Viele von uns haben genug zum Leben und sind doch nicht
glücklich und zufrieden. Jeden Tag müssen wir
schaffen und viele Sachen tun, die unsere Zeit
in Anspruch nehmen. Probleme in der Arbeit,
Streit, Zeitvorgaben und Termine machen unser aller Leben hektisch. Ständig muss noch
etwas erledigt werden und uns schwirrt etwas
im Kopf herum. Diese andauernde Betriebsamkeit gehört zu unserem Alltag und verhindert
Glücksgefühle.
Oft vergessen wir, was uns wichtig ist. Menschen, die uns nahe sind, Gesundheit und
einfach einen Alltag ohne Sorgen zu haben.
Manchmal empfinden wir Glück nach einer
langen unglücklichen Zeit umso schöner.
Was macht unser Leben schön?
„Angeln macht das Leben schön“, sagt Herr
Koch aus der Ladenwerkstatt. Der Eisenhüttenstädter angelt schon seit mehr als fünfzig
Jahren.
„Eine schöne Winterlandschaft, Vogelgezwitscher im Frühling, die Sonnenwärme, ein
schönes Essen und ein Freund machen das
Leben schön.“, sagt Sigrid Borrmann.
Jeden Tag können wir uns Zeit nehmen, um
die kleinen Glücksmomente bewusst zu erkenSeite 10
nen. Das können Regentropfen sein, die am
Fenster tolle Spuren machen oder das Lächeln
eines lieben Menschen.
Schön ist es, wenn es uns gut geht und wir
Menschen um uns haben, die uns mögen. Ganz
wichtig ist es, dass man Zeit hat, um das Glück
zu genießen.
 Sigrid Borrmann und Thilo Zeil
was
Wünsch dir
Mitarbeiter der Klinikgruppe überlegten sich,
was für sie Glück bedeutet und was in ihrem
Leben schön ist:
Was ist Glück?
Was macht unser Leben schön?
Torsten Schulze:
Schönes Wetter beim Topfmarkt und Erntefest,
wenn mein Zug keine Verspätung hat, wenn
ich Geld gewinne, wenn ein milder Winter ist
und man Heizkosten sparen kann und wenig
Schnee schieben braucht, man kann besser
laufen und mit dem Auto besser fahren, wenn
meine Lieblings-Fußballmannschaft gewinnt.
Torsten Schulze:
Freunde zu haben, gesund zu sein, mit Leuten
zu feiern, sich mit Leuten gut verstehen,
sehr viel Freizeit.
Ronny Krüger:
Wenn man glücklich ist im Leben.
Frank Helmstädt:
Wenn das Wetter schön ist, wenn ich noch
lange arbeiten kann.
Andreas Adler:
Als ich meine Verlobte kennenlernte, dass ich
umziehen konnte.
Bodo Richter:
Wenn ich Flaschen finde, wenn
ich mal beim Fußball die TotoWette gewinne.
Ronny Krüger:
Wenn man gute Freunde hat.
Frank Helmstädt:
Geburtstage, eine Reise, ein geregeltes Leben.
Andreas Adler:
Das Zusammenleben mit meiner Verlobten,
schönes Wetter mit Sonnenschein, sauber
machen auf Arbeit.
Bodo Richter:
Wenn Hertha gewinnt, was mit anderen Leuten
unternehmen, zum Beispiel Kaffee trinken,
grillen in Fürstenwalde.
Wenn ich Geburtstag habe und gutes Essen.
Mirko Kühn:
Meine Familie, Urlaub...
Mirko Kühn:
Wenn einem Gutes widerfährt,
worauf man keinen Einfluss
hat, wie das Wetter, oder Lotto-Gewinne. Dass ich meine
Frau kennenlernte und meine
Tochter.
© Serhan Sidan - Fotolia.com
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Schöne Momente sind:
... wenn die Sonne scheint
... wenn man einen Partner hat
... ein Spielchen in Gesellschaft
... wenn die Arbeit Spaß macht
... wenn ich Zeit für mein Hobby habe
Übrigens: Mein Hobby ist die Garteneisenbahn. Gerne hätte ich einen Freund, der mit
mir das Hobby teilt. Mein Name ist Robert
Strehl. Ich arbeite in der Gemüseaufbereitung der Gronenfelder Werkstätten. Ich bin
Montag – Freitag von 8.00 – 15.00 Uhr unter
der Telefonnummer 6838937 zu erreichen.
... wenn Tiere uns mögen
... wenn wir Musik machen
... wenn wir tanzen können
Inter v iew
Es ist schön, wenn man sein Leben so einrichtet,
dass es Spaß macht
Peter Grundig und Katharina Muck fanden jemand, der das gemacht
hat – eine Freundin von Katharina Muck
An einem Frühlingstag radelten wir, Peter
Grundig und Katharina Muck, nach Wulkow.
Auf dem Hof der alten Brennerei unterhielten wir uns mit Birke Soukup. Sie lebt hier
gemeinsam mit Jakob Thöne und ihren Kindern Levin und Alrun.
Und was wünscht Ihr Euch für sie?
Sie sollen immer neugierig und offen sein
können. Wir möchten ihnen die Möglichkeit
geben, viel draußen zu sein. Gut ist, wenn sie
vieles ausprobieren und selbst tun können,
zum Beispiel Lagerfeuer machen und mit Lehm
bauen.
Was habt Ihr gemacht bevor Ihr nach Wulkow gekommen seid?
Ich habe Gartenbau in Berlin studiert und auf
dem Hof Marienhöhe gelernt. Eine Weile haben wir in Libbenichen gelebt. Dort habe ich
auch mit den Arbeitspferden gearbeitet. Jakob
hat eine Ausbildung zum Orgelbauer gemacht.
Was macht für Dich das Leben schön?
Ich freue mich an den Pflanzen, besonders an
ihrer Vielfalt. Keine ist wie die andere. Und ich
mag Erde. Ich finde es toll, Erde in der Hand
zu halten, sie zu fühlen.
Uns beiden ist es wichtig, nicht nur als kleine
Familie, sondern auch noch mit anderen Menschen zusammen zu leben.
Wer ist für die Kinder verantwortlich?
Wir beide. Jeder von uns beiden kann etwas
besonders gut. Jakob tischlert und die Kinder
sind dabei.
Ich kenne die Pflanzen und kann ihnen zeigen, was im Garten blüht. Abends lesen wir
abwechselnd vor.
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Wie viele Menschen leben hier?
Sieben. Seit einigen Wochen lebt eine japanisch-polnische Familie bei uns. Nun gibt es
Seetang und Buchweizennudeln. Wir mögen
alle den Tischspruch:
„Hadakimasu“! Das heißt „Guten Appetit“ auf
japanisch.
Jakob baut gerade viel. Wir wollen noch mehr
Möglichkeiten schaffen, hier zu leben.
Was machst Du beruflich?
Ich beschäftige mich mit Bildungsarbeit. So
organisiere ich Veranstaltungen für Gärtnerund Landwirtschaftslehrlinge. Ich gebe Kurse
an der Volkshochschule. Bald gibt es in Wulkow eine Wildkräuterwanderung. Auch berate
ich Menschen, die im Frankfurter Stadtgarten
Beete haben. Gern möchte ich hier Seminare
für Menschen anbieten, die das Gärtnern lernen wollen.
Ich arbeite auch für ein Energiebüro. Da bereite ich gerade eine Konferenz vor zum Thema:
Energieholz und Naturschutz. Ab Juni stehe
ich wieder für die Gärtnerei Libbenichen auf
dem Grünen Markt. Ihr erkennt mich an meinem schwarzen Hut. Im Winter schneide ich
mit Jakob Obstbäume.
So viele verschiedene Arbeiten! Wie schaffst
Du das?
In unserer Küche hängt eine große Pinnwand.
Es gibt Kärtchen für die verschiedenen Arbeiten. Ich versuche die Arbeiten zusammen zu
fassen. So gibt es zum Beispiel einen Bürotag
oder einen Gartentag.
Sind Euch Tiere wichtig? Beobachtet Ihr sie
gern?
Ja, wir haben großes Interesse am Leben der
Tiere. Gestern gab es hier eine Rettungsaktion. Beim Arbeiten im Keller fanden wir viele
kleine Frösche. Sie haben hier wohl ihren
Winterschlaf gemacht. Wir trugen sie alle zum
Fließ am Kräutergarten.
Wie sieht es mit Wandern, auch Wasserwandern, bei Euch aus?
In den letzten Jahren sind wir viel im Riesengebirge gewandert. Wenn die Kinder älter
sind, wollen wir wieder paddeln. Gern wieder
in Schweden.
Was machst Du noch gern in Deiner Freizeit?
Einmal in der Woche mache ich Yoga.
Die Arbeit im Garten, um uns selbst zu versorgen, macht mir Spaß.
Ein freier Wunsch?
Zwei Wochen paddeln, draußen sein, im Zelt
schlafen, nicht Auto fahren müssen…
Wir danken Birke für den spannenden Nachmittag und die Zeit, die sie uns schenkte.
Seite 15
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Aus aller W
Wie kann in der Welt Frieden erreicht werden?
In der Schule habe ich damals das Lied von der
kleinen weißen Friedenstaube gelernt.
Darin heißt es zum Beispiel:
„Dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden
wollen wir!“
Viele Menschen auf der Welt wünschen sich
nichts sehnlicher, als in Frieden leben zu
können. Niemand möchte, dass Eltern, Kinder, Verwandte oder Freunde in einem Krieg
verwundet oder gar getötet werden. Meine
Oma hat mir oft schreckliche Geschichten vom
Krieg erzählt, in denen tagelang die Bomben
fielen. Ich konnte mir das gar nicht vorstellen,
wie schlimm die Menschen damals diese Zeit
erlebt haben. Denn ich lebe ja in einer friedlichen Welt!
Aber spricht man von Frieden nur, wenn kein
Krieg ist? Ich denke, Frieden ist viel mehr.
Viele verbinden mit Frieden innere Ruhe, wenn
man sich selber wohl fühlt und glücklich ist.
Daher kennt man das Wort „Seelenfrieden“.
Bei uns bedeutet Friede aber auch Freundschaft. Einige von Ihnen kennen sicher den
Satz:
„Liebe deinen Nächsten!“
Das heißt, wenn alle Menschen sich freundschaftlich begegnen und gegenseitig achten.
Sicher gibt es in der Familie oder im Freundeskreis auch mal Streit. Das ist völlig normal.
Nur sollte man Streitigkeiten friedlich und
ohne Gewalt lösen.
Hass und Neid unter den verschiedenen Völkern unserer Erde führen immer öfter zum
Streit untereinander. Denn der eine möchte
mehr haben, als der andere schon hat. Dann
kommt es sehr oft zum Krieg. Auch das Streben nach mehr Macht kann Kriege auslösen.
Anstatt denen, die nur wenig haben, etwas abSeite 16
zugeben, nehmen die Starken den Schwachen
noch was weg. Und das alles mit Gewalt und
Zerstörung! Wenn es auf der Welt gerechter
zugehen würde, gäbe es bestimmt auch weniger Not und Elend.
Auch wir können selbst ein wenig zum Frieden
beitragen, indem wir uns gegenseitig respektieren, dem Anderen zuhören und Streit ohne
Gewalt beilegen. Denn nichts ist schöner, als
in einer friedlichen Welt zu leben!
 Katja Pries
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Hilfen
Die Reise beginnt - Urlaubstage in Zinnowitz
Betreute der Psychsozialen Hilfen berichten über ihren Urlaub
Am 02. September 2012 begann die Urlaubsreise der Bewohner des Westhauses, die dabei
von den Mitarbeiterinnen Frau Heidemann und
Frau Löbel-Gräber begleitet wurden. Wir alle
waren sehr aufgeregt und manche, die zum
ersten Mal mitfuhren, waren sehr gespannt.
Die Zugfahrt klappte super. Als wir in Zinnowitz ankamen, wurden erst einmal die Zimmer
besichtigt und jeder konnte sich einrichten
und durchatmen. Da die Sonne am Nachmittag
noch herrlich am Himmel strahlte, zog es uns
gleich an den Strand. Hosen hoch, Schuhe und
Socken aus und erst mal die Wassertemperatur testen. Wie schön es ist, barfuss zu laufen
fand vor allem Frau Löbel-Gräber!
Weiter in Richtung Promenade gab es die ersten Fischbrötchen und noch Softeis. Wieder
zurück machten wir uns noch schnell frisch,
um ja das Abendbrot nicht zu verpassen.
Später am Abend, gingen die ersten müde ins
Bett und andere ließen den Abend bei einem
kalten oder heißen Getränk ausklingen.
Unseren zweiten Urlaubstag gingen wir entspannt an und fuhren am Nachmittag gemeinsam nach Polen und später nach Ahlbeck. Dort
haben wir die längste Seebrücke Deutschlands
bestaunt, unser erstes Gruppenfoto gemacht
und sind 7 Kilometer gelaufen! Trotzdem war
es sehr schön, empfand Herr Zarnbach!
Am nächsten Tag haben wir Minigolf gespielt
und abends wurde im St. Otto gegrillt. Auch
Herrn Klingner hat es gut geschmeckt. Herr
Wesemann berichtete vom Baden in der Ostsee, dem Volleyballspielen und einer Strandwanderung mit Frau Löbel-Gräber. Einmal
kam eine sehr große Welle. Dabei ist sie ganz
schön nass geworden. Das war lustig! Herrn
Sradnick haben die anstrengende Steilküstenwanderung nach Koserow und die Zugfahrt
zurück nach Zinnowitz gut gefallen. Den folgenden Ausruhtag und eine Fahrradtour hat
Herr Zech sehr genossen. Herr Seefeld fand
den Besuch einer Schmetterlingsfarm sehr
schön. Vom letzten Urlaubstag am Strand und
einem Lagerfeuer erzählte Herr Winkler, dem
dieser Urlaub auch gut gefallen hat.
Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Dann
kam leider schon der Abreisetag. Aber man
soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist,
fand Frau Heidemann.
Sie und auch Frau Löbel-Gräber haben die Bewohner ganz anders erlebt, losgelöst und oft
sehr lustig. Die schönen Erinnerungen bleiben
und die Hoffnung, dass alle Bewohner sich im
Westhaus schnell einleben und auch an die
neuen Mitarbeitenden gewöhnen.
Danke für den schönen Urlaub.
 Bewohner und Mitarbeitende der stationären Wohngruppe „Westhaus“
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Aufwind
„Wir beißen nicht - wir wollen nur spielen!“
„Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die
mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf
einer etwa 60 m langen und 30 m breiten
Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es,
das Spielgerät, genannt Puck, eine kleine
Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu
befördern. Die Spielzeit besteht aus drei Teilen, wobei die Zeit jedes Drittels 20 Minuten
beträgt. Und es ist die schnellste Sportart der
Welt!“
zeit denke ich sogar darüber nach, ein Treffen
mit den Spielern der Eisbären zu organisieren.
Hier ein kleiner Einblick von unserem letzten
Ausflug.
Am 3. März 2013 fuhren wir, sechs Frauen
und Männer, zum bereits vierten Mal zu einem Eishockeyspiel der Berliner Eisbären.
Pünktlich um 14.30 Uhr war der Anpfiff in der
„O²-World“-Arena - für 60 Minuten Spannung,
Spaß und Spiel. Zur Überraschung aller anwesenden 14.100 Besucher, was ein ausverkauftes Haus bedeutet, ließen sich die Eisbären
Berlin einen Torvorsprung von 4:0 im zweiten
Teil der Partie abnehmen, so dass das gesamte Spiel mit einem knappen 5:4 Sieg für die
Eisbären gegen die Grizzlys Wolfsburg endete.
Eisstadion „O²-World“ Berlin-Friedrichshain
Stefan Richter, Stefanie Baganz
Im Winter 2012 kam ich auf die Idee, dass wir
alle nach Berlin zu den Eisbären fahren können, als Freizeitangebot.
Gesagt - getan! Das Interesse war groß und
so fuhren wir am 9. März 2012 zum ersten Mal
zu einem Eishockeyspiel. Das ist nun über ein
Jahr her und es folgten drei weitere Ausflüge
zu den „Meistern von der Spree“. Mittlerweile
ist es eine Tradition geworden, regelmäßig
den Eisbären einen Besuch abzustatten. Der-
Mittlerweile sind die Eisbären Deutscher Meister 2013 geworden. Darüber freuen wir uns!
Das ist das Motto der Eishockeymannschaft
„Eisbären Berlin“.
Die erste Frage, die sich vielleicht einige von
Ihnen stellen werden: Was ist eigentlich Eishockey?
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Einen weiteren kleinen Bericht über den ersten Ausflug zu den Eisbären finden Sie auf
unserer Internetseite: www.aufwind-assistenz.
de.
 Stefanie Baganz
Mitarbeiterin aufwind
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Bew
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Werkstattr
Im November wird gewählt
Neues vom Bewohnerrat
Am 16. und 17. November 2012 hat im Wichernsaal eine Weiterbildung für alle Mitglieder des Bewohnerrats stattgefunden.
Hierfür sind zwei Studentinnen aus Berlin
angereist. Mit Unterstützung von Frau Kowoll
und Frau Gegas, haben sie mit den Teilnehmern wichtige Themen besprochen und erarbeitet. Diese Themen betreffen alle Bewohner
einer Wohnstätte. Die Mitglieder des Bewohnerrats wurden darüber aufgeklärt, dass es
für Menschen, die in einer Wohnstätte leben,
besondere Gesetze gibt. Gesetze die festlegen,
dass die Bewohner bei ganz vielen Dingen
mitsprechen dürfen. Zum Beispiel wohin sie
in den Urlaub fahren, wie ihr Zimmer und die
Gemeinschaftsräume gestaltet werden, was es
zu essen geben soll und vieles mehr.
Außerdem wurde besprochen was eigentlich in
dem Wohn- und Betreuungsvertrag geschrieben steht und was dadurch geregelt wird.
Jeder Bewohner schließt diesen Vertrag bei
Einzug in eine Wohnstätte mit der Einrichtung ab. Es steht darin geschrieben, welches
Angebot der Bewohner in der Wohnstätte erhält; zum Beispiel eine gute Betreuung durch
ausgebildete Mitarbeiter. Ebenso ist darin die
Hausordnung geregelt, die zu einem angenehmen Zusammenleben beiträgt, wenn sich
jeder daran hält.
Alles in allem waren es zwei abwechslungsreiche Tage die dem Bewohnerrat gut in Erinnerung bleiben.
 Tanja Gegas, Bewohnerrat
Es ist mal wieder so weit, im Herbst wird ein
neuer Werkstattrat gewählt.
Alle im Jahr 2009 neu gewählten Werkstatträte waren auch wirklich neu, sie wurden das
erste Mal gewählt. Die „Neuen“ wurden durch
die Vertrauensperson und in Fortbildungsseminaren geschult. Dort lernten sie die Rechte
und Pflichten des Werkstattrates kennen,
welche in der Mitwirkungsverordnung festgeschrieben sind. Diese bildet die Grundlage
für die Arbeit von Werkstatträten. 2 der neu
gewählten Mitglieder legten schon im ersten
Jahr ihrer Wahlzeit aus persönlichen Gründen
ihr Amt nieder. So gab es 2 Nachrücker. Diese
hatten die nächst meisten Stimmen nach den
Erstgewählten. Aber auch von diesen gab einer sein Amt nach nicht allzu langer Zeit auf.
Dieses wurde dann nicht wieder neu besetzt.
Das war ärgerlich, denn so blieb ein Großteil
der Arbeit an weniger Personen hängen.
Zwei bis dreimal jährlich finden Treffen in der
Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte
des Landes Brandenburg statt. In diesem Verband ist auch unser Werkstattrat vertreten.
Diese Treffen dienen dem fachlichen Austausch und der Fortbildung. Dort werden auch
Veranstaltungen und Demonstrationen zur
Verbesserung der Gleichstellung behinderter
Menschen in der Gesellschaft organisiert.
Wer als Werkstattrat tätig ist, hat neben seiner
eigentlichen Arbeit also eine ganze Menge
zu tun. Außerdem muss er bereit sein, sich
regelmäßig fortzubilden.
Das sollte man wissen, wenn man sich als
Kandidat für die Werkstattratwahl aufstellen
lässt. Genau zu diesem Thema veranstaltete
der derzeit noch amtierende Werkstattrat am
24. April einen Workshop.
 Jens Hennemann, Werkstattrat
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Veranstaltungen 2013
08.06.2013
Topfmarkt
Landgut Gronenfelde
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12.06.2013
Sportfest PSH
Fritz-Lesch-Sportplatz
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15.06.2013
19.00 Uhr
Disko im Mikado ...........................................................
19.06.2013
14 – 16.00 Uhr
Sommerfest der Tagesstätte
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Was ist in unserer Stadt los?
12.07. – 14.07.2013
10.Hansestadtfest Bunter Hering
Stadtzentrum
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21.07.2013
20.00 Uhr
Tatjana Meissner: Best of Comedy
Kabarettkeller: Die Oderhähne
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07.09.2013
19.30 Uhr
Björn Casapietra: Summer Love Songs
Kirche St. Marien
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13.07.2013
19.00 Uhr
Disko im Mikado
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11.10.2013
20.00 Uhr
Cindy aus Marzahn: Pink is bjutiful
Messehalle
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10.08.2013
19.00 Uhr
Disko im Mikado
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05.11.2013
20.00 Uhr
Marlene Jaschke: Auf in den Ring
Kleist-Forum
17.08.2013
Sommerfest der Wohnstätte Lossow
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23.08.2013
Sommerfest Psychosoziale Hilfen
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31.08.2013
Sport- und Spielfest der Behindertenhilfe
Landgut Gronenfelde
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„Die besondere Ausfahrt“
Seit 10 Jahren kommen die Biker aufs Landgut
Am 25. Mai 2013 um 14.00 Uhr war es soweit.
Da knatterten wieder blitzende Bikes den Berg
zum Landgut Gronenfelde hinauf. Reinhard
Schmetzke, Mitarbeiter der Suchthilfe in der
Wichern Diakonie, organisiert diese Ausfahrt
jedes Jahr neu. Und das schon seit 10 Jahren! Wir haben also dieses Jahr ein kleines
Jubiläum!
Die Ausfahrt wurde mit Hilfe der Polizei gesichert. Es sind immer die beiden selben
Polizisten, die sich diesen Tag schon lange
in ihrem Dienstplan festgehalten haben. Für
die beiden ist es „ihr Tag“, an dem sie ihren
Dienst antreten.
Diesmal kamen auch Biker aus Ostfriesland
und Gespannfahrer aus dem Erzgebirge. Diese Biker hatten schon eine lange Anreise,
trotzdem wollten sie bei der »besonderen
Ausfahrt« gerne mit dabei sein. Dirk Knösel
aus Frankfurt (Oder) hat extra seinen Urlaub
in Norwegen verschoben. Er kam mit seinem
Motorrad, machte aber auch anschließend
mit seiner Band, beim gemeinsamen Kaffeetrinken Live-Musik in der Grünen Scheune. Es
war ein Tag mit Regenwetter, aber auch mit
Überraschungen. Es gab eine Tombola mit
vielen Preisen.
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Mein Name ist Klaus Meier, ich bin 69 Jahre
alt und wohne im Kießling Eck.
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Vielleicht hast Du Lust und Freude, dann würde ich mich über einen Brief oder Anruf sehr
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alt, arbeite in der
Klinikumgruppe der
Gronenfelder Werkstätten und wohne
bei meinen Eltern.
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gerne Konsole und Gesellschaftsspiel spielen
und mal was zusammen unternehmen. Ich
würde mich sehr freuen, wenn sich eine bei
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Kießling Eck
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Meine Adresse:
Torsten Schulze
Goepelstraße 58
15234 Frankfurt (Oder)
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FUßBALLKICKER ABZUGEBEN
EINE VIER-TEILIGE MUSIK-CD ZU VERSCHENKEN
Der Fußballkicker steht in der Wohnstätte
Bergstraße 163. Von dort kann er auch abgeholt werden.
Wer Gospelmusik mag, der kann sich in der
Ladenwerkstatt in der Berliner Straße eine
vier-teilige CD abholen. Hören kann er dann
vier Stunden lang die schönsten Gospels.
Unter Telefonnummer: 68 57 273 können Sie
die CD erfragen.
Unter der Telefonnummer: 685 79 49 können
Sie sich mit den Kollegen dort absprechen.
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Sport
13. Punkt- Um- Cup in Dresden
Neues von unserer Fußballmannschaft
Christian Hinze und sein Team auf Platz 2
Am 16.03.2012 fand der 13. Punkt- Um- Cup
in der Sachsenwerk- Arena in Dresden statt.
Bei diesem Turnier treten Mannschaften aus
ganz Deutschland gegeneinander an. Deshalb
ist es ein besonderes Ereignis in der Saison
der Fußballer der Gronenfelder Werkstätten.
Nach einem guten 4. Platz im letzten Jahr
reiste unsere Mannschaft mit viel Selbstvertrauen nach Dresden, um sich noch mal nach
oben zu verbessern. Gespielt wurde nach dem
Schweizer Turniersystem. Das bedeutet: die
erste Runde wird ausgelost. Nach jeder Runde wird der Zwischenstand in Tabellenform
bestimmt und in den folgenden 5 Runden
spielt die führende Mannschaft gegen die
Zweitplazierte, die Dritte gegen die Vierte und
so weiter. Es nahmen 20 Mannschaften teil,
wobei jede Mannschaft nur einmal gegen den
selben Gegner spielen kann.
Frankfurt startete gegen die „Roßwein Tigers“
gut ins Turnier und gewann mit 4:1. Auch im
zweiten Spiel gegen Reichenbach waren sie
nicht aufzuhalten und siegten klar mit 3:0.
Hierbei glänzten die beiden Brüder Arkadi
und Daniel Niedwietzki mit einer sehr guten
Leistung. Im nächsten Spiel trafen sie auf den
bis dahin Tabellen Zweiten, die Mannschaft
der Lebensbrücke Niederlungwitz. Nach zähem
Beginn fand die Mannschaft immer besser ins
Spiel. Christian Hinze hielt seine Abwehrreihe
sicher zusammen, so dass sich gute Chancen
zur Führung ergaben. Alexander Haucke bewies mit zwei Toren Torjägerqualitäten und
zeigte, warum er momentan ganz oben zur
Wahl des besten Spielers der Landesliga des
Behindertensportverbandes Brandenburg e.V.
steht. Am Ende siegten die Frankfurter mit
3:0. Nun ging es gegen den Vorjahressieger
aus Berlin. Die Frankfurter begannen sehr
nervös und bekamen rasch ihr erstes Gegentor. Dadurch fanden sie nicht wieder zurück
ins Spiel und auch der bisher sehr sichere
Torwart der Gronenfelder Werkstätten Robert
Schönknecht konnte eine 5:0 Pleite nicht verhindern. Durch diese Niederlage rutschten die
Gronenfelder auf den 5. Platz zurück. Doch sie
bewiesen Kampfgeist und gewannen auch ihre
letzten beiden Spiele gegen „Inpuncto“ aus
Dresden und Fortschritt Pirna. Lars Blankenfeld und Steven Mühlbach kamen zum Einsatz
und verteidigten souverän. Am Ende landeten
die Gronenfelder auf einem verdienten 2. Platz
hinter der Mannschaft aus Berlin und fuhr damit ihr bestes Ergebnis bei diesem Turnier ein.
Dieses Ergebnis sollte der Mannschaft Auftrieb
geben, für die nun beginnende Freiluftsaison.
 Stefan Klatt
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Ratespaß
Machen Sie mit beim Rätseln
Für das Glück hat sich der Mensch verschiedene Dinge ausgesucht, die er als Ersatz für
das Wort „Glück“ benutzt. Wir haben vier davon in unserem Bilderrätsel ausgesucht und
dazu zwei genommen, die nicht dazu passen. Welche sind das?
Viel Spaß beim Suchen wünscht Ihnen Helga Binkofski.
© Serhan Sidan - Fotolia.com
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Seele and Geist
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