close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Entdecken, was in einem steckt

EinbettenHerunterladen
DIENSTAG, 14. JUNI 2011
NUMMER 135
7
Westlicher Landkreis
Kein Geld für
Extravaganzen
Haushalt Gessertshausen verabschiedet Etat
2011. Photovoltaikanlage über Kredit
VON MONIKA HUPKA-BÖTTCHER
Gessertshausen Der Haushalt der
Gemeinde Gessertshausen mit einem Gesamtvolumen von 7,22 Millionen Euro sei recht unspektakulär
und orientiere sich an den Pflichtaufgaben, sagte Bürgermeisterin
Claudia Schuster. Und der Kämmerer der Gemeinde, Peter Kroh, stellte fest, dass der finanzielle Spielraum durch viele sekundäre Rechtsvorschriften geprägt werde, die sich
letztendlich auf den Gestaltungsfreiraum der Kommune auswirken.
Für dieses Jahr erwartet der
Kämmerer im Verwaltungsetat wieder einen Überschuss von rund
75 000 Euro, die Mindestzuführung
in Höhe von 114 000 Euro wird voraussichtlich nicht erwirtschaftet, so
Peter Kroh. Da drücke schon allein
die Kreisumlage in Höhe von mehr
als 1,35 Millionen Euro. Aber auch
durch die Steigerung der Personalkosten im Kindergartenbereich, bei
der Mittagsbetreuung und der zweiten Kinderkrippengruppe sowie der
Zuschüsse für andere Träger (insgesamt gut 641 000 Euro), die Unterhaltskosten im Tiefbau (Kanalbau
und Sanierungen: rund 180 000
Euro) sowie die Mindereinnahmen
bei Kosten rechnenden Einrichtungen schlagen sich negativ im Haushalt nieder, listet der Kämmerer auf.
Sogar die Rücklagen müssen in diesem Jahr angetastet werden.
Soziale Aufgaben sind teuer
Im Bereich der Grundschule muss
die Gemeinde für die Mittagsbetreuung rund 25 200 Euro einsetzen,
weitere 12 000 Euro sind für die Jugendsozialarbeit eingeplant. Für die
Mittelschule muss Gessertshausen
83 000 Euro für die Verbandsumlage
an den Schulverband Diedorf überweisen, weitere 30 500 Euro sind für
die Schülerbeförderung nach Diedorf und 6000 Euro für die Einzelschülerbeförderung vorgesehen.
Für den ökologischen Bachausbau der Schwarzach und diverse
Unterhaltsmaßnahmen stehen insgesamt 100 000 Euro im Ansatz; für
Abwasser, Kanalisation und Kläranlage sind rund 610 000 Euro veranschlagt, die geschätzten Einnahmen
liegen nur bei rund 465 000 Euro.
„Gerade die Gewerbesteuer und die
Einkommensteuer sind unvorhersehbaren Schwankungen unterworfen“, sagt der Kämmerer. Die Steuerkraft wird vermutlich bei 564
Euro je Einwohner liegen, im vergangenen Jahr waren es noch 613
Euro.
Hochbau wird teuer
für die Gemeinde
Größte Ausgabenposten im Vermögenshaushalt sind die Investitionen
in Höhe von rund 1,426 Millionen
Euro für Baumaßnahmen, das sind
rund 81,5 Prozent des Etats. Allein
662 000 Euro entfallen auf den
Hochbau wie die Photovoltaikanlage (400 000 Euro), die neue Feuerwehrsirene samt neuem Masten in
Deubach (30 000 Euro) und die
energetische Sanierung der Grundschule (220 000 Euro). Für den
Tiefbau hat der Kämmerer rund
585 000 Euro eingesetzt; auf den
Kanalbau entfallen 240 000 Euro,
für die Breitbandversorgung schlagen 205 000 Euro zu Buche. An
Restbaukosten für den Radweg nach
Fischach stehen noch 20 000 Euro,
für die Fußgängerbrücke über die
Schwarzach 25 000 Euro im Ansatz.
Pfarrer Sebastian Nößner bei der Fahrzeugweihe und Segnung der Ape-Fahrer.
Zuverlässig und unermüdlich wie die Bienen
Fahrzeugweihe Fast 25 Ape-Fahrer treffen sich in Willmatshofen.
Eines der dreirädrigen Gefährte gehört Pfarrer Nößner
VON SONJA CARLSSON
Fischach-Willmatshofen Zum ersten
Mal wurden in Fischach Ape-Fahrzeuge geweiht. Ape (italienisch
„Biene“) ist ein Kleintransporter
und dreirädriges Rollermobil des
italienischen Herstellers Piaggio.
Die Dreirad-Transporterserie kam
„Jede Ape ist individuell
ausgebaut“
Der Haushalt in Zahlen
Horst Aumiller
● Gesamtvolumen 7,22 MillionenEuro, Verwaltungshaushalt: 5,47
Millionen Euro (plus 445 000 Euro
oder 8,85 Prozent). Vermögenshaushalt: 1,75 Millionen Euro (minus
92 100 Euro oder 4,99 Prozent).
Zuführung zum Vermögensetat aus den
Rücklagen: 419 800 Euro.
● Steuereinnahmen insgesamt:
2,396 Millionen Euro; Gewerbesteuerumlage 680 000 Euro, Grund-
steuer A 50 000 Euro und Grundsteuer B 362 000 Euro, Einkommensteuer 1,735 Millionen Euro,
Schlüsselzuweisung 454 100 Euro
● Ausgabe: Kreisumlage: 1,352 Millionen Euro.
● Schuldenstand Ende 2011:
765 200 Euro inklusive 400 000
Euro Kreditaufnahme für Photovoltaikanlage. Pro-Kopf-Verschuldung
zum Jahresende 2011: 180 Euro (mon)
Foto: Sonja Carlsson
ein Jahr nach ihrer „Schwester“, der
Vespa (italienisch Wespe), im Jahr
1947 auf den Markt.
Die originellen und teilweise
skurrilen Fahrzeuge seien unermüdlich unterwegs, zuverlässig und
genügsam – wie die Bienen, erklärte
der Veranstalter Daniel Glockner
aus Wollmetshofen. Etwa 25 ApeAutos standen am Samstag vor der
Turnhalle in Willmatshofen. Den
weitesten Weg hatte der Besitzer einer Ape aus Bayreuth, der 235 Kilometer in zehn Stunden bewältigte.
Auch Fischachs Pfarrer Sebastian
Nößner kam mit seinem königsblauen Dreiräder angedüst und
parkte ihn lässig rückwärts in der
Reihe ein. In sechs Jahren sei er damit etwa 30 000 Kilometer gefahren,
sagte Nößner.
Auch Horst Aumiller fährt eine
Ape, sogar mit Anhänger. „Jede
Ape ist individuell ausgebaut“, sagte
er und zeigte auf die verschiedenen
Modelle. Es gebe welche mit Pritsche, auch Ladefläche genannt, außerdem Kastenwagen, sogar Taxis,
die aber als Cabriolet fahren und reine Sommerfahrzeuge sind.
Jeder Ape-Besitzer verleihe seinem Fahrzeug die persönliche Note,
sagte er. Und Pfarrer Nößner weiß,
dass viele Hochzeitspaare gerne eine
Ape als Hochzeitsauto „nur für
zwei“ mieten. Warum nicht? Immerhin gibt es Kasten-Modelle, die
hinten zwei kuschelige Schlafplätze
haben.
Pfarrer Sebastian Nößner weihte
jedes Fahrzeug und sprach seinen
„Die Knautschzone in einer
Ape ist der Fahrer“
Pfarrer Sebastian Nößner
Segen aus für allzeit gute und sichere
Fahrt. Er betete für den Schutz der
Fahrer und sagte: „Die Knautschzone in einer Ape ist der Fahrer“.
Dennoch sind Ape-Fahrer recht sicher unterwegs. Die Autobahn ist
für sie tabu. Die Fans dieser Fahrzeuge sind Individualisten, die keinen Geschwindigkeitsrausch brauchen und lieber langsam die Landschaft genießen. Der Samstagnachmittag gehörte genau diesem Genuss, denn im Konvoi und mit lustigem Gehupe ging es quer durch die
Westlichen Wälder Augsburgs.
Ape-Fahrzeuge
● Entstehung In den 50er Jahren
● Ursprungsmodell Vespa, erstes
dreirädriges Motorrad 1947
● Kleine Modelle 50 ccm mit etwa
3 PS, Benziner (2-Takter), 40 bis
45 km/h, Platz für 1 Person und evtl.
1 Kindersitz
● Große Modelle 220 bis 420 ccm,
bis 10 PS, Benziner (2-Takter) und
Diesel, 60 bis 62 km/h, Platz für 2
Personen
● Sondermodell Taxi Calessino,
Platz für 4 Personen, reines Sommerfahrzeug
● Steuerung Mit Lenkstange oder
Lenkrad
● Spritverbrauch 4,5 bis 7,5 Liter
/100 km, je nach Ladung
● Neupreis 4200 bis 7500 Euro
● Haltungskosten 100 bis 180
Euro für Steuer und Versicherung
pro Jahr. (soc)
Augsburger Allgemeine v. 14.06.2011
Entdecken, was in einem steckt
Schule 48 amerikanische Schauspielstudenten tanzen mit
Kindern in der Dinkelscherber Reischenauhalle
Dinkelscherben Tanzen, singen,
schauspielern – in Zeiten von Casting-Shows im Fernsehen stehen diese Aktivitäten bei Kindern und Jugendlichen ganz weit oben. Eine
gute Gelegenheit, die Talente bei
sich selbst zu entdecken oder weiterzubilden, boten die „Young
Americans“ am vergangenen Wo-
chenende in Dinkelscherben. Schon
zum wiederholten Male waren die
amerikanischen Schauspielstudenten auf ihrer Tour durch Deutschland Gäste der Montessori-Schule.
In einem dreitägigen, englischsprachigen Workshop in der Reischenauhalle vermittelten sie über hundert Kindern und Jugendlichen zwi-
Die „Young Americans“ begeisterten mehr als 100 Kinder und Jugendliche in der Reischenauhalle.
Foto: Birgit Waldmann
schen fünf und 20 Jahren Spaß an
Gesang, Tanz und Schauspiel – und
so ganz „nebenbei“ auch Vertrauen
in die eigenen kreativen Kräfte, in
Teamfähigkeit, Selbstvertrauen und
Selbstwertschätzung.
Jede Gruppe studierte
Teile der Show ein
Trotz des sommerlichen Wetters
und der hohen Temperaturen in der
Halle verstanden es die 48 Studenten, ihre „Schüler“ zu begeistern. Es
wurde in drei Altersstufen trainiert
und jede Gruppe studierte einzelne
Teile der Show ein.
Sie war Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung, in der neben den jungen Amerikanern und
den Schülern erstmals auch die Eltern mitwirkten. Sie verpflegten
auch die fleißigen Tänzer während
der Arbeit und brachten die Studenten in ihren Familien unter – eine
ganz besondere Erfahrung für beide
Seiten.
„Obwohl die Anforderungen an
die Kinder und Jugendlichen sehr
hoch waren, sah man nur strahlende
Gesichter“, freut sich ein Vater, Michael Gorum. Während man sonst
den Nachwuchs eher zum Lernen
nötigen muss, waren die Kinder in
diesen Tagen kaum mehr aus der
Schule wegzubringen. (bim)
Spielkonsole als Konkurrenz
Kurz gemeldet
TSV Dinkelscherber Sportverein hat
Nachwuchssorgen in fast allen Bereichen
ZUSMARSHAUSEN
Dinkelscherben Günther Leutenmayr, Josef Guggemos und Thomas
Süßmilch – so heißen die alten und
neuen Vorsitzenden des TSV Dinkelscherben: Bei den Neuwahlen im
Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde das gesamte Führungsteam im Amt bestätigt.
Die Geehrten (hinten von links): Ernst
Lutz,, Anton Vikari und Vinzenz Regenfelder sowie (vorne von links) Karl Hinterstößer, Helmut Gnandt und Leonhard
Kraus.
Foto: Katy Albrecht
Ehrungen beim TSV
Beim TSV wurden langjährige Vereinsmitglieder geehrt:
● 50 Jahre Helmut Gnandt, Vinzenz
Regenfelder
● 55 Jahre Ernst Lutz
● 65 Jahre Leonhard Kraus, Anton
Vikari
● 75 Jahre Karl Hinterstößer. (kyl)
Der Vorsitzende Günther Leutenmayr hielt zunächst Rückblick
auf ein aktives und ereignisreiches
Jahr: Rund 54 000 Euro waren in die
Sanierung des Vereinsheimes investiert worden. „Das ist eine große
Summe“, gab Leutenmayr zu.
„Aber ohne das Engagement vieler
und ohne das Entgegenkommen der
Firmen wären wahrscheinlich doppelt so hohe Kosten entstanden.“
Viele Abteilungen feierten in diesem Jahr Erfolge: Für die Fußballer
ist der Aufstieg in die Bezirksoberliga der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Auch die Leichtathleten
berichteten wieder von vielen großen Titeln – vom Schüler- bis zum
Seniorenbereich. Die Abteilung
Volleyball freut sich auf ein neues
Beachvolleyball-Feld.
Fast allen Abteilungen gemeinsam sind die Nachwuchssorgen im
Kinder- und Jugendbereich. Zum
einen liege das wohl am Rückgang
der Geburtenzahlen; zum anderen
trieben viele Kinder „Spielkonsolen-Sport“ anstatt sich im Sportverein zu bewegen. Rosig sieht auch die
Bilanz des Vereins auf den ersten
Blick nicht aus. Bei genauerer Betrachtung müsse der Gesamtverlust
von rund 28 000 Euro gegenüber
großen Investitionen jedoch positiv
bewertet werden, so Kassenprüfer
Franz Glink. (kyl)
Senioren und Frauenkreis
fahren ins Steiff-Museum
Der Seniorenkreis und der Frauenkreis der Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Zusmarshausen Adelsried - Dinkelscherben - Welden machen einen Ausflug am Mittwoch, 22. Juni, 10 Uhr nach Giengen an der Brenz ins Steiff-Museum. Abfahrt in Dinkelscherben
ist um 10 Uhr an der Evang. Kirche
und um 10.30 in Zusmarshausen
auch an der Kirche. Kontakt: Gerda
Gehl Telefon (0 82 92) 18 36 und
Elfriede Pietsch, (0 82 91) 4 70 .
ALTENMÜNSTER
Nachtreffen
der Elsass-Reise
Der Frauenbundsbezirk im westlichen Landkreis teilt eine Terminänderung mit: Das Nachtreffen der
Reise ins Elsass findet am Freitag,
29. Juli, um 19.30 Uhr im Pfarrheim
in Altenmünster statt.
USTERSBACH
Sommerfest im
Marienheim Baschenegg
Das Marienheim Baschenegg feiert
ein Sommerfest am Samstag, 2.
Juli, um 14 Uhr. Höhepunkt ist das
Kindermusical „Das Gänseblümchen Fredericke“. Um 18 Uhr endet
der Tag mit einem Gottesdienst.
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
7
Dateigröße
233 KB
Tags
1/--Seiten
melden