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Das besondere Lernen Was ist Autismus? Ich - Planet Schule

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Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
RELIGION/ETHIK
Religion/Ethik................................................................................................................................................................................................1
Das besondere Lernen-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------1
Das Geheimnis meiner Herkunft. Kinder von Samenspendern auf der Suche nach ihrem Vater-----------------------------------------------3
Die fünf Säulen des Islams. Wie Muslime glauben--------------------------------------------------------------------------------------------------------------3
Die Juden im Mittelalter (AT)--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------3
Die Juden – Geschichte eines Volkes--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------3
Die Kinder der Villa Emma
Eine wunderbare Rettung im Krieg------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------5
Ehrenmorde – Verfolgte Töchter, verlorene Söhne-------------------------------------------------------------------------------------------------------------5
Kirchenfenster erzählen Geschichten -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------5
Leben für Allah. Ein deutscher Imam in Berlin--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------6
Mit der Bibel zum Abitur
Christliche Privatschule in NRW---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------6
Mummenschanz – Vom Umgang miteinander
Das phantastische Maskentheater------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------6
Nächte der Entscheidung-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------6
Sexplain Love. Schülerfilme---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------7
Spuren der NS-Zeit ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------7
Tatort Mensch-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------7
Tiere und Pflanzen----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------9
Vom Umgang mit der Schöpfung
Tierschutz im Spiegel der Religion------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------9
Ware Tier-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------9
Wieder auf eigenen Füßen stehen
Minenopfer in Afghanistan---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------10
Zwischen Rap und Ramadan
Junge Muslime in Freiburg---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------10
tern auf keinen Fall verstoßen dürfen: Schon der Löffel auf der
falschen Seite des Tellers bringt sie zum Ausrasten.
Begleitmaterial: www.planet-schule.de im Wissenspool
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
Das besondere Lernen
ab Klasse 7, alle Schularten
9 Sendungen à 30 Minuten
Produktion: WDR, SWR
Neun von 100 Deutschen sind behinderte Menschen, einige von
ihnen mehrfach und besonders schwer. Die Art der Behinderung
kann sehr unterschiedlich sein: blind, taub, bewegungsunfähig,
geistig behindert oder autistisch. In der Reihe „Das besondere
Lernen“ werden mehrere Kinder und Jugendliche mit Behinde­
rungen porträtiert und die schulischen und außerschulischen An­
strengungen dokumentiert, mit diesen jungen Menschen umzuge­
hen, sie zu fördern und zu integrieren.
Was ist Autismus?
Freitag, 04.06.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4683221
neu!
Nicole, Frederik und Julia: Drei junge Menschen leben mit der Ent­
wicklungsstörung Autismus. Schon der Alltag bedeutet für sie jeden
Tag eine Menge Herausforderungen. Die 23-jährige Nicole zum
Beispiel hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form des Autis­
mus. Man sieht es ihr nicht an, aber Nicole hat die für Autisten typi­
schen Schwierigkeiten, Gefühle anderer Menschen wahrzuneh­
men. Deshalb fällt es ihr schwer, mit anderen Kontakt aufzuneh­
men. Nicole weiß erst seit kurzem, dass sie Autistin ist. Ein neues
Leben in neuem Bewusstsein hat für sie begonnen. Alleine arbei­
ten, alleine spazieren gehen – Nicole macht das gerne, für sie hat
das nichts mit Einsamkeit zu tun. Der Film nähert sich dem Autis­
mus aus wissenschaftlicher Sicht. In zwei Experimenten wird ge­
testet, wie Nicole Gesichter und Gefühle anderer Menschen wahr­
nimmt. Autismus hat sehr viele Gesichter: Der Film stellt auch Fre­
derik und Julia vor. Julia ist sechs und hat eine schwere Form von
Autismus. In Julias Welt gibt es strenge Regeln, gegen die ihre El­
©
Schulfernsehen multimedial 2010
1
Ich möchte mich ganz normal fühlen – Die blinde Ka­
tharina
Freitag, 11.06.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680240
Katharina, 18 Jahre, ein griechisches Mädchen, in Deutschland ge­
boren, lebt in Lahnstein und besucht die Berufsfachschule in der
Landesblindenschule. Nach der Mittleren Reife geht sie nach Mar­
burg, um Abitur zu machen. Katharina hat mit acht Jahren ihr Au­
genlicht verloren. Wir begleiten Katharina durch ihren Alltag: Sie
hilft im Restaurant ihrer Eltern, kauft alleine ein, geht mit ihrer
Freundin ins Kino, in Kneipen und in die Schule. Wie orientiert sie
sich? Wie erlebt sie ihre Umwelt? Wie sieht sie ihre Lebensper­
spektive?
In einem Rückblick erlebt der Zuschauer, wie Blinde lernen, sich
auf der Straße zu bewegen, wie sie zu einem Ziel kommen und wie
es gelingt, zum Beispiel Zahnpasta auf eine Zahnbürste aufzutra­
gen, mit Messer und Gabel umgehen und mehr. Wie lernt man als
blinder Mensch lesen und schreiben? Im Mittelpunkt des Rück­
blicks steht Daniela aus der zweiten Klasse, geburtsblind, acht Jah­
re alt. So alt war Katharina, als sie erblindete und die Welt neu ler­
nen musste.
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe 1-2003/2004
und www.planet-schule.de im Wissenspool
Aber Spaß hab' ich doch – Der 13-jährige Bruce
Freitag, 18.06.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680241
Multimediales Schulfernsehen
Der 13-jährige Bruce kann weder stehen noch laufen. Er wurde zu
früh geboren und musste künstlich beatmet werden. Eine Virusin­
fektion schädigte das Gehirn, so dass Arme und Beine spastisch
gelähmt sind. Er besucht mit sechs anderen körperbehinderten
Mädchen und Jungen die fünfte Klasse einer Ganztagsschule für
Körperbehinderte. Dort will er seinen Hauptschulabschluss machen
und strebt weiter den Realschulabschluss an. Bruce träumt davon,
einmal in einem Basketballteam zu spielen, sieht aber trotzdem sei­
ne Zukunft sehr realistisch und wäre glücklich, selbstständig in sei­
nen von ihm gelenkten Rollstuhl ein- und aussteigen zu können.
Die Kamera beobachtet Bruce daheim beim Spiel, beim Einkaufen,
in der Schule und während einer Kur. In der Ganztagesschule kön­
nen Unterricht, Freizeit und Therapie ausgewogen verteilt werden.
Statements der Mutter, der Lehrerin, des Schulleiters und eines
Arztes geben weitere Informationen zu Bruce selbst, zu seiner
Krankheit und den Therapiemöglichkeiten.
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe 1-2003/2004
und www.planet-schule.de im Wissenspool Zeitschrift Schulfernse­
hen, Ausgabe 3-2007/2008: Praxisbericht zum Einsatz der Sen­
dung im Rahmen des „Innovativen Klassenzimmers“.
Denn die Seele kennt kein Koma – Die 17-jährige
Lena
Freitag, 25.06.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680242
„Jeder Mensch ist lernfähig, sonst ist er tot”, heißt es in der Sen­
dung. Gemeint sind Menschen wie die 17-jährige Lena, die mit ih­
ren Mitschülerinnen und Mitschülern in einem Heim für Schwerst­
behinderte der Landesblindenschule in Neuwied lebt.
Heimvideos zeigen Lena als quicklebendiges Kleinkind, fröhlich
und aufgeweckt. Mit drei Jahren bekam sie eine tuberkulöse Me­
ningitis, heute ist sie blind, körperlich und geistig behindert, zucker­
krank und liegt im Wachkoma. Der Film begleitet Lena durch ihren
Alltag in der Klasse, im Internat und beim Wochenendaufenthalt
daheim bei den Eltern. Wir sehen die Möglichkeiten, auch einen
schwer behinderten Jugendlichen zu fördern und „weiterzubilden”,
zum Beispiel durch basale Stimulation. Kinder wie Lena, die kaum
eigene Aktivitäten zeigen können, werden durch Klangwiege, Rum­
melkiste, Wasserbett, Gedichtrezitation und anderes angeregt. Die
Eltern, Lehrer, Betreuer und Experten geben Statements zu Lena
und ihrer Situation: Sie sprechen über ihre Erfahrungen, mit einem
behinderten Kind zu leben, über die kleinen Erfolge, zu Lena eine
Beziehung aufzubauen, über die Therapiemöglichkeiten.
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe 1-2003/2004
und www.planet-schule.de im Wissenspool
Kein Mensch ist eine Insel
Samstag, 26.06.2010, 6.45 Uhr
Stammnummer 4681676
Viktoria, neun Jahre, lebt in einem Heim für geistig behinderte Men­
schen in der Südpfalz, ihre eineiige Zwillingsschwester Katharina in
einem Kölner Heim. Beide Mädchen leiden unter einer tief greifen­
den Störung der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit: Autis­
mus. Ihr elfjähriger Bruder David, der in eine Integrierte Gesamt­
schule geht, hat autistische Züge.
Die Sendung dokumentiert das Leben der drei Kinder in den Ein­
richtungen und zu Hause, wenn sie – was selten der Fall ist – alle
in der Familie vereint sind. Es kommen die Eltern, die Betreuerin­
nen sowie Wissenschaftler und Experten zu Wort. Sie erläutern das
für Außenstehende oft unverständliche Verhalten autistischer Kin­
der und erklären Ursachen und Heilungschancen der Krankheit.
Wege aus der Stille – Gehörlose unter uns
Samstag 26.06.2010, 7.15 Uhr
Stammnummer 4680406
©
Schulfernsehen multimedial 2010
2
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
„Ich höre nichts, ich spüre Schwingungen auf der Haut, aber hören
kann ich gar nichts“. Tatjana, 21, ist gehörlos geboren. Ihr Freund
Krešo, 26, wurde mit eineinhalb Jahren nach einer Ohrenentzün­
dung und einer erfolglosen Operation taub. Tatjana und Krešo ge­
hören zu den rund 80 000 Gehörlosen und 100 000 Hörgeschädig­
ten in der Bundesrepublik. Beide machen eine Ausbildung als Me­
diengestalter in der Paulinenpflege in Winnenden bei Stuttgart. Dort
wird mithilfe der Gebärdensprache kommuniziert. Auch außerhalb
ihrer Ausbildung leben Tatjana und Krešo fast ausschließlich in der
Welt der Gehörlosen.
Anders Gabi Braig, 40, ebenfalls gehörlos. Sie ist Gebärdensprach­
lehrerin, hat zwei hörende Söhne und fühlt sich auch in der hören­
den Welt zu Hause. Heute ist Gehörlosigkeit nicht in allen Fällen
ein unabwendbares Schicksal. Es gibt Hörhilfen, die den Weg in
die Welt der Hörenden frei machen können. Eine revolutionäre Ent­
wicklung ist das Cochlear-Implantat. Jan, 15, hat eine solche Hör­
hilfe und besucht heute ein Regel-Gymnasium in Weil am Rhein. Er
hat es geschafft, den Weg aus der Stille zu finden.
Wenn das Sprechen klemmt
Samstag, 26.06.2010 Uhr
Stammnummer 4680245
Sandra, 13, begann zu stottern, als sie vier Jahre alt war und sich
ihre Eltern scheiden ließen. Sie schämt sich ihres unflüssigen Spre­
chens und würde am liebsten gar nichts sagen. Da sich das Stot­
tern nicht besserte, ließ Sandra sich für 18 Wochen von ihrer Hei­
matschule beurlauben um an einer Stotterer-Intensiv-Therapie für
Jugendliche teilzunehmen.
Christopher, 15, begann zu stottern, als sein Vater schwer erkrank­
te. Die Symptomatik verstärkte sich, als sein Vater zwei Jahre spä­
ter starb. Sämtliche Therapien brachten nur eine kurze Besserung.
Da der Leidensdruck unerträglich wurde, entschied er sich eben­
falls zur Intensiv-Therapie.
Wie Sandra und Christopher sind etwa fünf Prozent aller Kinder
und ein Prozent der Erwachsenen vom Stottern betroffen. Die
Sprechstörung beginnt meist im Alter zwischen zwei und fünf Jah­
ren. Man vermutet eine genetische Veranlagung zum Stottern, aber
auch Ängste spielen eine Rolle. Der Film begleitet die beiden Ju­
gendlichen bei ihrer Therapie am Sprachheilzentrum Ravensburg.
Der Sprachtherapeut Frank Herziger geht den Ursachen des Stot­
terns nach, arbeitet Tag für Tag mit den Jugendlichen an den Sym­
ptomen und legt viel Wert auf psychologische Betreuung und auf
das Zusammenleben in der Gruppe. Eine Arbeit, die bis in die Wur­
zeln der Persönlichkeit geht.
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen 1-2003/2004 und ww­
w.planet-schule.de
Wenn Lesen und Schreiben zur Qual wird
Samstag, 26.06.2010, 8.15 Uhr
Stammnummer 4680511
Der elfjährige Thorsten findet „Deutsch“ nicht so gut. Früher schrieb
er oft das gleiche Wort in fünf Varianten falsch. Auch der 14-jährige
Mathias konnte nach seinem ersten Schuljahr weder lesen noch
schreiben. Die Lehrer waren ratlos, die Eltern verzweifelt. Sie such­
ten Hilfe und waren fast erleichtert, als die Diagnose feststand:
Legasthenie. Rund fünf Prozent der Grundschulkinder haben
Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und der Rechtschrei­
bung. Mit Intelligenz hat dies nichts zu tun – es handelt sich um
eine Störung, für die viele Faktoren verantwortlich sein können. Bei
Thorsten haben sich die „Deutsch-Defizite“ durch eine Therapie in­
zwischen vermindert, und Mathias hat den Sprung auf eine techni­
sche Realschule geschafft. Technik begeistert ihn und wirkt als po­
sitives Gegengewicht zu seinen Lese-Rechtschreib-Schwierigkei­
ten.
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
Sophie – ein göttliches Geschenk
Eine Mutter und ihr behindertes Kind
„d’Heim” – Das Leben der Juden
im rheinischen Paradies (AT)
Samstag, 26.06.2010, 8.45 Uhr
Stammnummer 4682147
Dienstag, 29.06.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4683515
Als Sophies Mutter vor zehn Jahren im Kreißsaal mit der Diagnose
Down-Syndrom konfrontiert wurde, waren sie und ihr Mann zu­
nächst verzweifelt. „Ist das eine Strafe Gottes?“ fragte Sylvia Kowa­
lik ihre Ärztin damals. Sie fühlte sich grundlos schuldig. Heute weiß
sie: „Sophie war ein göttliches Geschenk.“ Ihre fröhliche und herzli­
che Tochter hat den Blick ihrer Mutter aufs Leben verändert. Und
Sophie hat auch manchen anderen Menschen in ihrer Umgebung
von seinen Vorurteilen gegenüber Behinderten kuriert.
Verlorenes Paradies? – Stigmatisierung
und Verfolgung der Juden im Rheintal (AT)
Das Geheimnis meiner Herkunft. Kinder von Samen­
spendern auf der Suche nach ihrem Vater
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: RBB
Samstag, 12.06.2010, 7.25 Uhr
Stammnummer 4683504
neu!
Immer mehr Paare mit Kinderwunsch und ohne Erfolg bei der na­
türlichen Zeugung suchen eine der vielen Praxen auf, die sich auf
die „Insemination" spezialisiert haben. Inzwischen entstehen jähr­
lich rund 5000 Babys durch Samenspenden.
Das Geheimnis ihrer Herkunft verunsichert die meisten so gezeug­
ten Menschen. Wer ist ihr biologischer Vater? Haben sie eine
Chance, ihn ausfindig zu machen? Gibt es noch weitere Kinder von
ihnen - Halbgeschwister?
Der Film zeigt, dass die technisierte Zeugung für die Betroffenen
mehr ist als ein „kleiner Kunstgriff" der Medizin.
Die fünf Säulen des Islams. Wie Muslime glauben
1 Sendung à 30 Minuten
ab Klasse 9, alle Schularten
Produktion: SWR
Samstag, 13.02.2010, 7.15 Uhr
Stammnummer 4682149
Islam heißt „Hingabe“, Hingabe an den einen Gott. Bei allen Unter­
schieden in Sitten und Gebräuchen haben die Muslime in aller Welt
eine gemeinsame Grundlage ihres Glaubens. Egal ob in Saudi-Ara­
bien, in Indonesien, in der Türkei oder in Deutschland: die „Fünf
Säulen des Islams“. Dazu gehören das Glaubensbekenntnis, das
Gebet, das Fasten, die Armensteuer und die große Wallfahrt nach
Mekka. In fünf Kapiteln zeigt die Sendung diese fundamentalen re­
ligiösen Bräuche und beleuchtet ihre Hintergründe. Praktizierende
Moslems führen zu den Schauplätzen ihres Glaubens.
Mehr als drei Millionen Muslime leben in Deutschland. Doch ihr
Glaube, ihre Sitten und Gebräuche sind vielen Deutschen fremd
geblieben. „Was glauben Muslime?“ – auf diese Frage sucht die
Sendung Antworten.
Begleitmaterial:
Zeitschrift
Schulfernsehen,
Ausgabe
12006/2007.
Die Juden im Mittelalter (AT)
ab Klasse 8, alle Schularten
2 Sendungen à 30 Minuten
Produktion: SWR
©
Schulfernsehen multimedial 2010
3
Dienstag, 06.07.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4683516
neu!
neu!
Im ersten nachchristlichen Jahrtausend verlagerte sich der Schwer­
punkt der jüdischen Diaspora immer mehr vom Nahen und Mittle­
ren Osten nach Europa. Dort leistete die jüdische Bevölkerung Ent­
scheidendes für die Entwicklung der Städte, des Handels und der
Kommunikation. Zentrum des jüdischen Lebens waren bereits in
der karolingischen Zeit die Niederungen beiderseits des Ober­
rheins. Hier waren die jeweiligen jüdischen Gemeinden für die Ent­
wicklung der Städte Speyer, Worms, Straßburg und Mainz mit ent­
scheidend. Mit ihrer Siedelung im Rheintal übernahmen die neuen
Siedler auch hiesige Gebräuche in ihre Kultur auf - vor allem über­
nahmen sie Wörter und Struktur des Mittelhochdeutschen in ihre
Alltagssprache, das „Jiddisch“ entstand.
Die friedliche Duldung fand ein Ende, als der Kreuzzugsgedanke
von Rom aus beinahe ganz Europa ergriff. Überall fanden sich
Demagogen, die gegen die „Christusmörder" hetzten und die Juden
der ungeheuerlichsten Verbrechen beschuldigten. Die Geschichte
der Juden im Mittelalter im Rheinland ist daher auch von Massa­
kern und Verfolgungen geprägt, die stets auf falschen Vorwürfen
gegründet waren. Doch trotz dieser schwierigen Beziehungen zu
den Christen hat sich das kollektive jüdische Gedächtnis eine be­
sondere Zuneigung für diese Regionen beiderseits des Rheins er­
halten. Neben dem gelobten Land Israel vertritt das Rheinland das
andere Land, das vielen Juden nahe am Herzen liegt. So nennen
sie es „d'Heim", das Haus.
In zwei Folgen spürt die Dokumentation den zwei Seiten dieser jü­
dischen Geschichte nach: der kulturellen Blüte der jüdischen Ge­
meinden, die eine große Bedeutung für die wirtschaftliche und kul­
turelle Entwicklung der frühen Städte im Rheintal hatte. Erzählt wird
aber auch vom aufkommenden Neid und Hass, von Vertreibung
und Vernichtung – mit Stereotypen, die ihre Fortführung im Antise­
mitismus des 19. und 20. Jahrhundert finden.
Mit Aufnahmen von Originalschauplätzen, überlieferten Zeugnissen
und in Gesprächen mit den weltweit führenden Spezialisten zu die­
sem Thema führen die beiden Sendungen den Zuschauer zurück in
die Zeit zwischen 900 und 1550.
Die Juden – Geschichte eines Volkes
ab Klasse 9, alle Schularten
6 Sendungen à 30 Minuten
Produktion: SWR/WDR/BR/NDR/RBB
„Die Juden – Geschichte eines Volkes“ ist eine faszinierende
Expedition in die über 3000-jährige Geschichte einer der ältes­
ten Weltreligionen. Eine Geschichte voller Glanz und Elend,
Hoffnung und Verzweiflung. Bis heute verbinden das Anden­
ken an die gemeinsame Vergangenheit und die Kraft ihres
Glaubens an den einen Gott die Juden weltweit.
Die sechs Folgen behandeln die Geschichte des Judentums
chronologisch von den Anfängen bis zur heutigen Zeit – mit­
hilfe von historischen Aufnahmen, Originaltönen, Spielszenen
und Computeranimationen. Jede Folge ist in sich abgeschlos­
sen und unabhängig von den anderen im Religions- oder Ge­
schichtsunterricht einsetzbar.
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
Gelobtes Land
Dienstag, 27.04.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682368
Die erste Folge führt zurück zu den Ursprüngen des jüdischen Vol­
kes in Ägypten und schildert den Mythos vom Exodus, dem Weg
ins „Gelobte Land“. Die erste jüdische Nation entsteht, die zunächst
von Richtern, dann von legendären Königen wie David und Salomo
regiert wird.
Auch im Kampf gegen übermächtige Gegner gibt der Glaube an
den einen Gott dem jüdischen Volk immer wieder Halt. Nach Ende
des babylonischen Exils ziehen die Juden zurück in ihre Heimat
und bauen Jerusalem zu einem reichen und prächtigen Zentrum
auf. Die Tora, die fünf Bücher Mose, wird niedergeschrieben. Bis
heute ist sie Mittelpunkt jüdischen Glaubens.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Einzug ins Gelobte Land
• Vom Stammesverband zum Königtum (Saul, David)
• Salomo, Errichtung des Tempels
• Zerfall des Reiches
• Zerstörung Jerusalems
• Babylonische Gefangenschaft und Rückkehr aus dem Exil
Fall des Tempels
Dienstag, 04.05.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682369
Die Unabhängigkeit Judas dauert nur kurze Zeit und wieder wird
das Land von mächtigeren Völkern erobert. Auf Alexander den
Großen und seine Erben folgen die Römer. Dem von den Römern
eingesetzten König Herodes gelingt es, das Land zu einen. Er er­
richtet einen Tempel, dessen Pracht in aller Welt gerühmt wird.
Nach der Eroberung Jerusalems durch die Römer und der Zerstö­
rung des Tempels ist für die Juden nichts mehr wie es war: Sie
werden in alle Welt, in die Diaspora, zerstreut. Das Leben in der
Fremde ist stets abhängig vom guten Willen und der Toleranz der
jeweiligen Machthaber und der Bevölkerung. Doch auch die Juden
haben großen Einfluss auf andere Kulturen.
Als Volk ohne Land und religiöses Zentrum müssen die Juden
neue Säulen für ihren Glauben finden. Sie werden zum Volk der
Schrift. Neben der Tora entstehen Mischna und Talmud, die das
Leben in der Diaspora regeln. Diese Schriften geben dem jüdi­
schen Volk Zusammenhalt als religiöse Gemeinschaft für die
nächsten Jahrhunderte.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Makkabäer-Aufstand
• Römer-Herrschaft
• Zerstörung des Tempels, Diaspora
• Massada
• Leben unter islamischer Herrschaft
Halbmond und Kreuz
Dienstag, 11.05.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682370
Im frühen Mittelalter dringt der Islam auch in den Süden Europas
vor. Die Juden auf der Iberischen Halbinsel arrangieren sich mit
den neuen Machthabern. Zum ersten Mal seit langem leben sie
wieder in einem kulturellen und wirtschaftlichen System. Das Zu­
sammentreffen mit dem Islam beeinflusst sie nachhaltig. Doch die
Zeiten sind nicht immer friedlich. Es kommt zu Übergriffen auf die
jüdische Bevölkerung.
Als die Christen das Land von den Muslimen zurückerobern, wer­
den sie zunächst von den Juden als Befreier begrüßt. Doch die
christlichen Könige Ferdinand und Isabella führen die Inquisition in
Spanien ein. 1492 verlassen Hunderttausende Juden ihr Heimat­
land. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe ziehen sie durch ganz
Europa. Aufgrund ihrer Kenntnisse mehrerer Sprachen und Kultu­
©
Schulfernsehen multimedial 2010
4
ren sind sie auch in ihrer christlichen Umgebung gefragt. Für einige
wird die islamische Metropole Konstantinopel, das heutige Istanbul,
zum sicheren Hafen. Hier können sie endlich wieder ihren jüdi­
schen Glauben leben.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Am Beispiel von Maimonides: Druck, Verfolgung, Zwangsbekeh­
rung, Flucht und Vertreibung, Ermordung, Rolle der Inquisition
• Diskriminierung, Hass, Antijudaismus
• Verhältnis von Christen und Nicht-Christen
• Luthers Antijudaismus
Tod oder Taufe
Dienstag, 18.05.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682371
Die Geschichte der Juden in Europa steht vor allem im Mittelalter in
enger Verbindung zum Christentum. In vielen Ländern leben Juden
zunächst in friedlicher Koexistenz mit ihrer christlichen Umgebung.
Aufgrund ihrer überregionalen Kontakte spielen sie eine bedeuten­
de Rolle für den Aufbau von Handelsbeziehungen und den Wissen­
stransfer im mittelalterlichen Europa. Doch Vorurteile und Misstrau­
en gewinnen die Oberhand.
Während der Kreuzzüge richtet sich der Hass vieler Christen gegen
die Andersgläubigen. In den nächsten Jahrhunderten werden Tau­
sende Juden vertrieben oder ermordet.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Leben der Juden im Mittelalter (aschkenasisches Judentum)
• Kreuzzüge: Übergriffe, Pogrome, Freitod
• Friedliches Zusammenleben von Juden und Nicht-Juden (bis ins
13. Jahrhundert: am Beispiel Kölns)
• Ritualmord-Legenden (Norwich, 1144)
• Diskriminierung, Stigmatisierung durch NS-Ideologie, „Judensau“,
Juden als Sündenböcke, Pest, Juden als Brunnenvergifter
Heimatsuche
Dienstag, 25.05.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682372
Als Verfolgungen und Pogrome den deutschen Juden, den Asch­
kenasim, das Leben schwer machen, wandern viele nach Tsche­
chien und Polen aus. Zunächst sind sie dort willkommen, leben lan­
ge Zeit in Frieden und entwickeln ihre eigene, einzigartige Kultur.
Doch auch hier werden sie wieder Opfer von Verfolgungen und
müssen fliehen. Amsterdam wird zum neuen jüdischen Zentrum in
Westeuropa – bis in die Neuzeit.
In Berlin beginnt, was für Juden in aller Welt bis heute Bedeutung
hat: die jüdische Aufklärung und mit ihr die Emanzipation der Ju­
den. Viele hoffen nun endlich auf Integration in die bürgerliche Ge­
sellschaft.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Ostjudentum (Krakau, Chassidims, Stetl, Klezmer-Musik)
• Vernichtung der Stetl durch Nazideutschland
• Kennzeichen: Davidstern, Judenstern, jüdische Identität
• Assimilation (Moses Mendelssohn)
Überleben
Dienstag, 01.06..2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682373
Die Integration der Juden in die bürgerliche Gesellschaft scheitert.
Bleiben oder Auswandern wird zur Schicksalsfrage des Judentums
Ende des 19. Jahrhunderts, nicht nur in Deutschland.
Die Folge erzählt von den Pogromen in Russland, die zur Massen­
auswanderung in die USA führen, und von der Geburt des politi­
schen Zionismus. Zunächst glauben viele Juden in Mitteleuropa
noch, dass Assimilation eine Lösung sei. Im Ersten Weltkrieg
kämpfen sie Seite an Seite mit ihren christlichen Kameraden. Doch
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
die Hoffnung erweist sich als Trugschluss. Unter den Nationalso­
zialisten gibt es für die Juden keine Zukunft mehr. Sechs Millionen
Menschen werden auf grausame Weise ermordet. Einigen gelingt
die Flucht in Länder wie die USA oder nach Israel. Viele besinnen
sich hier wieder ihrer jüdischen Wurzeln.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Ostjudentum in Weißrussland, im Zarenreich und in Czernowitz
(jiddisch)
• Auswanderungswelle in die USA
• Theodor Herzl, Zionismus
• Gründung des Staates Israel 1948
• Judentum in Deutschland (Moses Mendelssohn; Juden in Berlin;
„Wilhelminische Synagoge“; Entstehung des reformierten Juden­
tums; Juden im Ersten Weltkrieg)
• Antisemitismus im „Wilhelminischen Deutschland“; NS-Zeit /
Shoah
• Bedeutung von Yad Vashem für die jüdische Identität
Begleitmaterial:
Schulfernseh-Zeitschrift 3-2007/2008 und www.planet-schule.de
Die Kinder der Villa Emma
Eine wunderbare Rettung im Krieg
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: WDR
Dienstag, 23.03.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4683129
neu!
1 Sendung à 30 Minuten
ab Klasse 9, alle Schularten
Produktion: SWR
Samstag, 13.02.2010, 7.45 Uhr
Stammnummer 4681775
Tatort Esslingen: Ein junger Türke tötet den Freund seiner Schwes­
ter mit 40 Messerstichen. Tatort Berlin: Eine junge Türkin wird von
ihrem Mann regelrecht hingerichtet. Tatort Djiarbakir: Eine Mutter
pendelt zwischen dem Grab ihrer Tochter und der Gefängniszelle
ihres Sohnes, der diese umgebracht hat. In allen drei Fällen war
das Tatmotiv verletzte Familienehre. In allen drei Fällen waren
nahe Verwandte die Mörder: der Vater, die Brüder, die Onkel. 45
Morde wurden in Deutschland innerhalb weniger Jahre „im Namen
der Ehre“ verübt. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Denn Ehrenmor­
de werden nicht selten als Unfälle oder Selbstmord getarnt. Und:
Häufig wird die Tat von der Familie beschlossen und gefördert.
Warum töten junge Türken ihre Schwestern, mit denen sie gemein­
sam aufgewachsen sind? Warum bringen Väter ihre Töchter um,
warum lassen Mütter das zu? Warum folgen alle alten Traditionen,
die aus der Heimat ihrer Eltern oder Großeltern stammen, obwohl
sie selbst in Deutschland aufgewachsen, ja geboren sind? Warum
ist die Verteidigung der Ehre mehr wert als ein Menschenleben?
5
ab Klasse 5, alle Schularten
1 Sendung à 15 Minuten
Produktion: SWR
Kirchenfenster erzählen Geschichten, Glaubensgeschichten.
In dieser Sendereihe werden zu hohen kirchlichen Feiertagen
die biblischen Geschichten zum Festtag nacherzählt und vor­
sichtig interpretiert. Illustriert werden diese „biblischen Kurz­
geschichten“ durch brillante Nahaufnahmen wertvoller Kir­
chenfenster. Die Sendungen werden zu den entsprechenden
Feiertagen im Schulfernsehen ausgestrahlt; jede Folge besteht
aus drei Episoden.
Samstag, 03.04.2010 Uhr
Stammnummer 4681986
Ehrenmorde – Verfolgte Töchter, verlorene Söhne
Schulfernsehen multimedial 2010
Kirchenfenster erzählen Geschichten
Ostern
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg suchen jüdische Kinder Zuflucht
vor der Deportation. Drei Jahre lang irren sie in Europa umher,
dann finden sie ausgerechnet im faschistischen Italien in der „Villa
Emma" einen sicheren Platz. Dank der Solidarität und des Mutes
der Bevölkerung überleben die Kinder, auch als Norditalien durch
Wehrmacht und SS besetzt wird. Schließlich gelingt ihnen die
Flucht in die Schweiz. Und endlich, noch einmal drei Jahre später,
können sie zu ihrem eigentlichen Ziel aufbrechen: Richtung Palästi­
na.
Begleitmaterial: www.planet-schule.de im Wissenspool
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
©
Warum gehört zum Bild von Männlichkeit auch Gewalt? Wie wer­
den die Jungen von ihren Müttern und Vätern erzogen, dass sie
keinen anderen Ausweg sehen, als ihre Schwestern zu schlagen
oder gar zu töten?
Susanne Babila ist durch Deutschland und die Türkei gereist,
sprach mit jungen Türkinnen, auch mit einer Frau, deren Brüder ih­
ren Freund umbrachten, mit Männern, deren Frauen getötet wur­
den und vor allem mit jungen Türken, die in Deutschland aufwuch­
sen und trotzdem dem Druck uralter Mannbarkeitsriten ausgeliefert
sind.
Karfreitag – Warum muss Jesus sterben?
Jesus wird gekreuzigt wie ein Verbrecher. Er muss sterben. Warum
eigentlich? Was ist passiert? Das Kirchenfenster des Künstlers
Fritz Geiges aus dem 19. Jahrhundert erzählt die Ostergeschichte
wie einen Krimi. Ein Jude wird zum Tod verurteilt. Er heißt Jesus,
spricht von Liebe und Vergebung und tut erstaunliche Dinge.
Er führt mit Frauen theologische Gespräche, hilft den Armen und
erweckt sogar Verstorbene zum Leben. Das Volk bejubelt ihn. Die
Herrschenden finden das sehr beunruhigend. Verrat und Angst füh­
ren zu Jesu Gefangennahme und Verurteilung. Er stirbt – schein­
bar. Das Kirchenfenster aus der Ritterstiftskirche in Bad Wimpfen
im Tal zeigt das Karfreitagsgeschehen aus einer sehr ungewöhnli­
chen, anrührenden Perspektive.
Ostersonntag – Der offene Himmel
An Ostern feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christus.
Leben über den Tod hinaus – das ist die Hoffnung, die Christen auf
der ganzen Welt teilen.
Das Kirchenfenster des Künstlers Hermann Geyer von 1997 zeigt
die verschiedenen Farben und Formen, die diese christliche Hoff­
nung annehmen kann. Die Menschen in seinem Bild träumen von
Dingen, die sich in dieser Welt nicht hören, nicht sehen, nicht füh­
len lassen. Trotzdem ist die Hoffnung auf eine jenseitige Welt sehr
irdisch verwurzelt. Menschen umarmen einander, trösten sich – der
Glaube verbindet Diesseits und Jenseits. Das Kirchenfenster aus
der Katharinenkirche in Oppenheim am Rhein zeigt die Freude des
Ostersonntags.
Ostermontag – Dem Auferstandenen begegnen
Der Künstler Gustel Stein zeigt in seinem Kirchenfenster von 1978
die Geschichte des Apostels Paulus, der sich vom Christenverfol­
ger Saulus zum Anhänger Jesus wandelt und seinen Namen und
sein Leben ändert. Er glaubt an Jesus Christus.
Der Glaube und die Freude über die Auferstehung vom Tod be­
stimmen die Ostergeschichte.
Ein grauer, vom Tod gezeichneter Mensch erwacht wieder zum Le­
ben. Wenn so ein Geschehen möglich ist, dann ist alles denkbar.
Der Glaube ermöglicht den Christen Veränderung. Das Kirchen­
fenster aus der Katharinenkirche in Oppenheim am Rhein zeigt,
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
wie der Glaube an die Auferstehung Jesus Christi Menschen auf
der ganzen Welt verbindet.
walt gelöst werden und Eigenschaften wie Nächstenliebe, Ver­
ständnis für andere und Rücksichtnahme verloren gehen. Jede
der 13 kleinen Episoden des Maskentheaters regt zur Diskussi­
on an und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger oder Patent­
lösung.
Das phantastische Maskentheater (Folge 1)
Samstag, 10.04.2010, 6.30 Uhr
Stammnummer 4680412
Leben für Allah. Ein deutscher Imam in Berlin
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: RBB
Samstag, 13.02.2010, 8.45 Uhr
Stammnummer 4683493
neu!
Ferid Heider ist mit 28 Jahren der jüngste Imam in Berlin. In zwei
Moscheen in Wedding und Neukölln ist er für die religiöse Weiter­
bildung der Konvertiten und die Erziehung Jugendlicher zuständig.
Als 15-Jähriger verbrachte er seine Tage mit Haschischrauchen
und drohte in der Schule zu scheitern. Sein irakischer Vater schick­
te ihn nach Ägypten, wo er den Islam kennenlernte. Seine polni­
sche Mutter hatte ihn christlich-liberal erzogen. In Ägypten faszi­
nierte ihn der Islam mit seinen klaren festen Regeln.
Ferid Heider predigt und unterrichtet in einer Sprache, die junge
Muslime inzwischen besser verstehen als Arabisch oder Türkisch:
Deutsch. Anders als die meisten seiner Kollegen, die aus den Hei­
matländern nach Deutschland entsandt werden, kennt Ferid Heider
den Alltag der Jugendlichen: Probleme in der Schule, keine Per­
spektive am Arbeitsplatz.
Mit der Bibel zum Abitur
Christliche Privatschule in NRW
neu!
Mummenschanz – Vom Umgang miteinander
Das phantastische Maskentheater
4 Sendungen à 15 Minuten
ab Klasse 2, Grundschule
ab Klasse 5, alle Schularten
Produktion: SWR
Wie gehen Menschen miteinander um, weshalb entstehen
Konflikte und wie werden diese gelöst? Dies sind Fragen, die
in allen Altersstufen wichtig sind und mit denen sich Lehrer
und Schüler schon in der Grundschule auseinandersetzen
müssen – vor allem, wenn immer häufiger Probleme mit Ge­
Schulfernsehen multimedial 2010
6
Samstag, 17.04.2010, 6.30 Uhr
Stammnummer 4680413
In der zweiten Folge stellen sich die einen eitel zur Schau, bilden
sich ein, viel besser als alle anderen zu sein. Dabei sind sie das in
keiner Weise, und die leisen, bescheidenen Gegenspieler stellen
sie glatt in den Schatten.
Das phantastische Maskentheater (Folge 3)
Samstag, .24.2010, 6.30 Uhr
Stammnummer 4680414
In der dritten Folge geht es darum, anderen Mut zu machen, ihnen
zu helfen – dabei meinen es aber nicht alle phantastisch ver­
mummten Gestalten ehrlich.
Samstag, 08.05.2010, 6.30 Uhr
Stammnummer 4680423
Privatschulen liegen im Trend, auch christliche. Viele freikirchliche
evangelische Gruppierungen eröffneten in den letzten Jahren in
Nordrhein-Westfalen Schulen. Gesetzlich sind sie verpflichtet, die
vom Schulministerium verabschiedeten Lehrpläne einzuhalten. Sie
dürfen aber ihre eigenen Wertvorstellungen vermitteln. Kritiker be­
fürchten eine Manipulation der Schüler und eine schleichende Ver­
breitung evangelikaler Wissenschaftsfeindlichkeit. Bereichern die
Privatschulen unser Bildungssystem oder sind sie Ursprung eines
neuen christlichen Fundamentalismus?
©
Das phantastische Maskentheater (Folge 2)
Das phantastische Maskentheater (Folge 4)
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: WDR
Samstag, 12.06.2010, 7.55 Uhr
Stammnummer 4683474
In phantasievollen Aufmachungen erzählen die Künstler von Mum­
menschanz fabelhafte Geschichten ohne Worte. Sie halten uns
einen Spiegel vor; als skurrile Figuren vermummt führen sie uns al­
lerlei Stärken und vor allem auch Schwächen vor Augen.
In der ersten Folge sind die phantastischen Charaktere vor allem
darauf bedacht, andere auszugrenzen, sie zu vertreiben, nicht an
ihren Aktivitäten teilhaben zu lassen, und sie können einfach nicht
genug bekommen.
Die vierte Folge führt vor Augen, dass Kommunikation nur funktio­
nieren kann, wenn die Partner gelernt haben, aufeinander zu- und
einzugehen und einander zuzuhören.
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe 3-2009/2010
Sendungen online: www.planet-schule.de im Filmpool
Nächte der Entscheidung
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
SWR, WDR, BR, HR/MDR
Die Geschichte und jedes Leben kennen die Nächte des Innehal­
tens, des Besinnens, der Gewissensnot - und immer wieder auch
„Nächte der Entscheidung". In den szenisch-dokumentarischen
Produktionen spürt die Sendereihe den „Entscheidungs-Nächten“
berühmter Personen der Religions- und Sozialgeschichte nach.
Ihre Aufbrüche und mutigen Entschlüsse veränderten nicht nur ih­
ren Lebensweg, sondern waren oft auch Anstoß zu entscheiden­
den gesellschaftlichen Veränderungen.
Im porträtierten „Ringen einer Nacht“ werden die Motive des Le­
benswerks dieser Personen freigelegt und so für die Schüler nach­
vollziehbar.
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
Das Blutbad am Bartholomäusfest
Montag, 08.03.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680756
Zweikanalton französisch/deutsch
Tatort Mensch
Paris im August 1572. In der Nacht vor dem Bartholomäusfest rei­
ßen die Glocken der Pariser Kirchen die Einwohner der französi­
schen Hauptstadt aus dem Schlaf. Das Signal zu einem Massen­
mord. Weit mehr als dreitausend Menschen werden in dieser Nacht
in Paris umgebracht. Die Opfer des Massakers sind Hugenotten,
französische Protestanten. Sie waren zur Hochzeit ihres Schutz­
herrn, des Prinzen von Navarra, mit der Schwester des katholi­
schen Königs nach Paris gekommen. Doch die Versöhnungsfeier
wird zum Blutbad, zur „Pariser Bluthochzeit". Selbst wenn sich die
Abläufe des schrecklichen Ereignisses rekonstruieren lassen, es
bleiben viele Fragen über Täter und Opfer, Motive und Intrigen un­
beantwortet.
Die Dokumentation „Das Blutbad am Bartholomäusfest" zeichnet
die dramatischen Ereignisse und die Verstrickung der Königsfamilie
in das Verbrechen nach. Sie zeigt aber auch die religiösen Gegen­
sätze, das Ringen von persönlichem Glauben und staatlich verord­
neter Religion um den rechten Weg zum Heil.
In szenischen Darstellungen wird das Drama lebendig.
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe 2-2004/2005
Jeden Tag wird der Körper des Menschen zum Tatort eines
spannenden Thrillers. Angreifer aus der Welt der Mikroben lie­
fern sich mit unserem Abwehrsystem Gefechte auf Leben und
Tod. Normalerweise gewinnen wir diesen Kampf, der meist un­
bemerkt im Verborgenen tobt. Erst wenn Erreger wichtige Ver­
teidigungslinien durchbrechen, alarmieren uns Krankheitszei­
chen. Die Reihe präsentiert die Akteure im Mikrokosmos Im­
munsystem, schildert deren ungewöhnliche Entdeckungsge­
schichte und berichtet über aktuelle Forschungsergebnisse.
Aufwendige 3D-Trickanimationen, rasterelektronenmikroskopi­
sche Aufnahmen, historische Filmausschnitte und Statements
berühmter Forscher ergänzen die weltweiten Dokumentatio­
nen.
Tatort Mensch wird auch für den bilingualen Unterricht auch in eng­
lischer Sprachfassung angeboten.
Mikroben und ihre Killer
Donnerstag, 25.02.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680187
Sexplain Love. Schülerfilme
ab Klasse 7, alle Schularten
1 Sendung à 60 Minuten
Produktion: WDR
Samstag, 15.05.2010, 6.45 Uhr
Stammnummer 4682115
6 Sendungen à 30 Minuten
ab Klasse 8, alle Schularten
Produktion: SWR
neu!
Riesige Resonanz beim Schülerwettbewerb „Sexplain Love!". Ge­
sucht wurden freche oder nachdenkliche Filmideen, die sich mit
Liebe, Sexualität und Aufklärung auseinandersetzen. Von verrück­
ten Hormonen, über Schmetterlinge im Bauch bis hin zum schwieri­
gen "Coming out" war alles vertreten. Fünf Schülerteams haben mit
Medienpädagogen ihre Ideen selbst verfilmt, standen vor und hinter
der Kamera:
Anna
With or without
Ohne Liebe
Vierzehn
It's okay to be gay
Begleitmaterial: www.planet-schule.de im Wissenspool
Spuren der NS-Zeit
Die Sendung behandelt grundlegende Funktionen des Immunsys­
tems, mit denen sich der Körper gegen Infektionserreger wehrt.
Zur Aufklärung der Abwehrmechanismen haben die Forscher Ilja
Metschnikoff, Paul Ehrlich und Emil von Behring entscheidend bei­
getragen. Historische Rekonstruktionen verdeutlichen, wie sie zu
ihren bahnbrechenden Erkenntnissen kamen.
Trickfilme zeigen, was unter unspezifischer und spezifischer Ab­
wehr zu verstehen ist. Außerdem wird der Unterschied zwischen
passiver und aktiver Immunisierung erläutert.
Mit seinen Versuchen hat Edward Jenner den Weg für die moderne
Schutzimpfung gewiesen. Eine historische Rekonstruktion zeigt,
wie er die erste Pockenschutzimpfung durchgeführt hat. Es handelt
sich dabei um eine aktive Immunisierung, bei welcher der Körper
die nötigen Abwehrzellen und -stoffe selbst bildet, die ihn dann vor
neuerlichen Infektionen schützen.
Auf der aktiven Immunisierung beruht auch die Wirksamkeit moder­
ner Impfstoffe. Beispiel: Die Impfung gegen Polioviren, die Kinder­
lähmung verursachen.
Wer auf Schutzimpfungen verzichtet, geht vermeidbare gesundheit­
liche Risiken ein. Das belegt das Fallbeispiel eines Mannes, der
seit einer Polioinfektion an Kinderlähmung leidet und auf den Roll­
stuhl angewiesen ist.
1 Sendung à 30 Minuten
ab Klasse 9, alle Schularten
Produktion: SWR/WDR
Trickreiche Erreger
„Ich sag Euch, es ist Mord“
Vom Schicksal einer jüdischen Familie
Die Sendung stellt verbreitete Infektionskrankheiten vor, die von Vi­
ren, Bakterien und Einzellern hervorgerufen werden. Im Mittelpunkt
stehen Tropenkrankheiten, die im Zeitalter des Ferntourismus an
Bedeutung gewinnen. Immer häufiger werden Krankheitserreger
aus dem Ausland eingeschleppt. Es wird gezeigt, wie Patienten in
tropenmedizinischen Einrichtungen behandelt werden, und mit wel­
chen Maßnahmen die Ausbreitung ansteckender Krankheitserreger
wirksam verhindert werden kann.
Krankheitserreger bedienen sich unterschiedlicher Strategien, mit
denen sie sich im Körper des Menschen einnisten. Einige dieser
Strategien werden näher betrachtet. Ein Trickfilm zeigt, wie Viren,
die auch eine Reihe von Tropenkrankheiten auslösen, in Zellen ein­
dringen, sich dort vermehren und wie die Immunabwehr gegen die
unerwünschten Eindringlinge vorgeht. Vor manchen Viruskrankhei­
Samstag, 27.02.2010, 6.30
Stammnummer 4683520
Die Geschichte der Familie Cohn ist exemplarisch für unzählige
Schicksale jüdischer Familien. Auseinandergerissen erleiden das
Ehepaar Cohn und ihre drei Töchter auf unterschiedliche Weise
Verfolgung, Erniedrigung und zum Teil Ermordung. Alle Familien­
mitglieder haben in Tagebüchern festgehalten, was ihnen widerfah­
ren ist. Diese Dokumente sind erhalten und bilden den Rahmen
des Films, zusammen mit den Schilderungen einer Überlebenden
der Familie.
Begleitmaterial: www.planet-schule.de im Wissenspool
©
Schulfernsehen multimedial 2010
7
Donnerstag, 04.03.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680188
Multimediales Schulfernsehen
ten kann man sich durch Impfstoffe schützen, zum Beispiel gegen
Gelbfieber. Es wird gezeigt, wie der Impfstoff hergestellt wird. Das
Verfahren geht auf Louis Pasteur zurück, der den ersten Impfstoff
gegen Tollwut gefunden hat. Eine Viruserkrankung sorgt fast jedes
Jahr für Schlagzeilen: Die Grippe (Influenza). In Deutschland sind
wiederholt größere Epidemien aufgetreten, die Tausende von To­
desopfern forderten. Der Grippe ist deshalb ein ausführlicher Teil
der Sendung gewidmet.
Zu den wichtigsten Tropenkrankheiten zählt die Malaria, die durch
Stechmücken übertragen wird. Der Malariaerreger durchläuft einen
Lebenszyklus, bei dem er mehrfach seine Gestalt ändert. Mit dieser
Strategie unterläuft er die Erkennungs- und Abwehrmaßnahmen
des Immunsystems. Einen wirksamen Impfstoff gegen Malaria gibt
es bislang nicht. Mit der Einnahme von Chemotherapeutika kann
man aber einer Erkrankung vorbeugen.
Saboteure in Aktion
Donnerstag, 11.03.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680189
Die Sendung beschäftigt sich mit der Infektionskrankheit AIDS, die
sich seit ihrer Entdeckung weltweit ausgebreitet hat. Die Infizierten
leiden nicht nur an den zum Teil schweren Krankheitssymptomen,
sondern auch unter der Ausgrenzung durch Teile der Gesellschaft.
AIDS wird in erster Linie bei Sexualkontakten übertragen.
Das AIDS-Virus zerstört wichtige Zellen des Immunsystems und
macht die Infizierten wehrlos gegen eine Vielzahl anderer Krank­
heitserreger. Dieser Vorgang ist in einer Trickdarstellung ist zu se­
hen. Es gibt eine Reihe von chemischen Substanzen, welche die
Vermehrung der Viren aufhalten. Wie diese Substanzen wirken,
wird ebenfalls im Trick gezeigt. Als besonders wirksam hat sich die
Kombinationstherapie erwiesen. Diese beugt einer Resistenzbil­
dung gegen einen einzelnen Wirkstoff vor.
Forscher in aller Welt suchen nach einem Impfstoff gegen die HIViren. Zwar gibt es ermutigende Befunde in Tierversuchen. Doch
beim Menschen wurde noch kein entscheidender Durchbruch er­
zielt. Der beste Schutz vor AIDS ist die Aufklärung. Wie kann man
sich vor einer Ansteckung schützen? Auch auf diese Frage geht die
Sendung ein.
Weit mehr als Industrienationen sind Entwicklungsländer von der
AIDS-Epidemie betroffen. Mangelnde Aufklärung und Prostitution
tragen zur Verbreitung des Virus bei. Beispielhafte Ausbildungsund Beschäftigungsprojekte versuchen den Menschen eine einträg­
liche Alternative zur Prostitution zu bieten.
Abwehr unerwünscht
Donnerstag, 18.03.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680190
Die Sendung behandelt zwei Beispiele, bei denen die Immunab­
wehr den eigenen Körper in Bedrängnis bringt.
1. Transplantation: Vielen Patienten mit schweren Organschäden
hilft nur die Transplantation eines Spenderorgans. Es wird ein Pati­
ent vorgestellt, der dank einer Spenderniere wieder ein fast norma­
les Leben führen kann. Allerdings muss er zeitlebens Medikamente
einnehmen, um das Immunsystem in Schach zu halten, es würde
sonst das fremde Organ zerstören. Eine Tricksequenz erläutert,
wie die Immunabwehr darauf programmiert wird, körperfremdes
Gewebe zu erkennen und zu attackieren.
Unerwünschte Abwehrreaktionen lassen sich bis zu einem gewis­
sen Grad auch durch die Wahl eines passenden Spenderorgans
vermeiden. Dabei wird darauf geachtet, dass die Gewebemerkmale
des Spenders nicht zu sehr von denen des Empfängers abwei­
chen.
Auch bei guter Gewebeübereinstimmung muss das Immunsystem
gedämpft werden. Warum, zeigt ebenfalls ein Trick.
Die Entnahme von Spenderorganen ist streng geregelt. Der Hirntod
des Spenders muss zweifelsfrei feststehen. Dennoch ist es für die
©
Schulfernsehen multimedial 2010
8
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Angehörigen nicht leicht, ihre Einwilligung zu geben. Einfacher ist
es, wenn der Spender schon zu Lebzeiten verfügt hat, dass seine
Organe im Falle seines Ablebens entnommen werden können.
2. Autoimmunerkrankungen: Multiple Sklerose und entzündliches
Rheuma sind zwei Beispiele für Autoimmunerkrankungen. Die Be­
zeichnung rührt daher, dass die Immunabwehr körpereigenes Ge­
webe attackiert. Bei der Multiplen Sklerose werden Nervenbahnen
im Gehirn angegriffen. Beim entzündlichen Rheuma wird Knochen­
gewebe zerstört. Beide Erkrankungen sind bisher nicht heilbar, die
Ärzte können nur die Krankheitssymptome lindern.
Aufstand der Zellen – Krebs
Donnerstag, 25.03.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680191
Die Sendung beschreibt, wie schwierig es für das Immunsystem ist,
Krebszellen zu erkennen und auszuschalten. Krebs entsteht durch
krankhafte Veränderungen des Erbmaterials in den Zellen. Das hat
der Begründer des Deutschen Krebsforschungszentrums Karl
Heinrich Bauer herausgefunden. Auch im gesunden Körper entste­
hen Krebszellen, die aber normalerweise vom Immunsystem besei­
tigt werden. Dadurch wird eine weitergehende Erkrankung verhin­
dert. Leider gelingt die Beseitigung von Krebszellen nicht immer.
Das hat mehrere Gründe. Manche Krebszellen entziehen sich dem
Zelltodprogramm (Apoptose) und schützen sich so vor dem Zugriff
des Immunsystems. Krebszellen, die ja aus gesunden Zellen her­
vorgehen, geben sich nicht als fremd zu erkennen und entziehen
sich so der Immunabwehr. Das Immunsystem ist geschwächt und
kann deshalb die Bildung von Tumoren nicht verhindern.
Eine Krebserkrankung, die Leukämie, wird ausführlicher behandelt.
Dabei kommt es zur ungezügelten Vermehrung und Schädigung
von Blutzellen. Durch Knochenmarktransplantation und Chemothe­
rapie kann aber vielen Patienten geholfen werden. Neuere For­
schungen versuchen das Immunsystem aufzurüsten oder Krebszel­
len besser kenntlich zu machen. Einige Ansätze in dieser Richtung
werden vorgestellt und anhand von Trickfilmen visualisiert. Ausdau­
ersportarten stärken die Abwehrkräfte des Körpers, bauen Stress
ab und vermindern so das Krebsrisiko
Abwehr auf Abwegen
Donnerstag, 01.04.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4680192
Allergien stehen für einen Sammelbegriff lästiger Immunreaktionen,
die durch harmlose Stoffe ausgelöst werden. Die Sendung be­
schreibt die wichtigsten Allergiearten und deren vermutliche Ursa­
chen. Besonders häufig ist die Überempfindlichkeit gegen Pflan­
zenpollen. Ein Trickfilm zeigt, wie die Pollen bestimmte Zellen akti­
vieren. Sie schütten Entzündungsstoffe aus, welche die typischen
allergischen Symptome verursachen: Anschwellen der Schleimhäu­
te, tränende Augen, Juckreiz. Zum Glück gibt es Wirkstoffe, welche
die allergischen Beschwerden lindern.
Was die Allergien letztlich verursacht, ist nach wie vor unklar. Vie­
les spricht dafür, dass die wachsende Zahl von Allergikern auch auf
übertriebene Hygiene zurückzuführen ist.
Auf welche Substanzen eine Person überempfindlich reagiert, lässt
sich durch Allergietests klären. Sind die Allergie auslösenden Stoffe
gefunden, genügt es, den Kontakt mit diesen Allergenen zu mei­
den. Dann klingen die Beschwerden ab. Allergien können aber
auch lebensbedrohend sein. Beispiel, eine Wespenstichallergie.
Bei manchen Patienten bricht der Kreislauf völlig zusammen. Bei
solchen extremen Fällen bietet sich die Hyposensibilisierung an.
Durch die Gabe des Allergens in steigender Dosierung über einen
längeren Zeitraum lernt das Immunsystem das Allergen zu tolerie­
ren.
Ein wesentlicher Teil der Sendung ist der Neurodermitis gewidmet,
bei der entzündliche Hauterscheinungen auftreten. Bei Neuroder­
mitikern bestehen meist Unverträglichkeiten gegenüber mehreren
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
Allergenen. Aber auch Stress kann den unerträglichen Juckreiz auf
der Haut auslösen. Der Fall einer Patientin wird ebenso vorgestellt,
wie eine viel versprechende Therapie.
Begleitmaterial:
Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgaben
2003/2004 und www.planet-schule.de
1-2002/2003
und
1-
Multimedia:
Meereshäfen sind die kleinen Fischkutter inzwischen verschwun­
den, während der Flughafen Frankfurt zur neuen Fischmetropole
wird. „Flugfisch“ aus Afrika und Asien gelangt über die Drehscheibe
Frankfurt auf den europäischen Markt. Mit der zunehmenden Be­
drohung der Fischbestände in freier Wildbahn wird die Fischzucht
immer profitabler. Aber auch sie kann das Problem nicht dauerhaft
lösen, denn bei der Aufzucht von Lachsen beispielsweise wird
Fisch aus dem offenen Meer verfüttert. Ein grundlegendes Umden­
ken ist erforderlich, will man das ökologische Gleichgewicht und die
Nahrungsquelle Fisch für kommende Generationen sichern.
Begleitmaterial: Zeitschrift „Schulfernsehen“, Ausgabe 42007/2008 und www.planet-schule.de im Wissenspool
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
Das Huhn von Frau Hahn – Vom Käfig in die Freiheit
Mittwoch, 02.06.2010, 7.45 Uhr
Stammnummer 4680140
Tatort Mensch / The body strikes back
● CD-ROM deutsch: Das Multimedia-Paket für den Biologie-Unter­
richt (CD-ROM + Begleitheft) enthält Hintergrundinformationen,
Kurse, Animationen und Trickfilme zu den Themen der Filme.
● CD-ROM englisch: Für den bilingualen Unterricht gibt es die eng­
lischsprachige Fassung: „The body strikes back – An interactive
look inside the human immune system (englischsprachige CDROM, Begleitheft in Deutsch)“.
● DVD-ROM deutsch/englisch: Beide Pakete und alle Sendungen
auf DVD-ROM: „Tatort Mensch/The body strikes back“
Bezugsbedingungen, Bestellscheine für Schulen sowie die Be­
stelladressen finden Sie in der Zeitschrift „Schulfernsehen“ oder im
Internet unter www.planet-schule.de
Hinweis: Die Inhalte der CD-ROMs (englisch und deutsch) finden
Sie auch auf www.planet-schule.de, Suchbegriff: „Tatort Mensch“,
im Wissenspool.
Tiere und Pflanzen
Grundschule ab Klasse 3;
ab Klasse 5, alle Schularten
2 Sendungen à 15 Minuten
Produktion: SWR
Die Reihe porträtiert in ruhigen Bildern vor allem einheimische
Tiere wie Igel, Bienen, Hornissen, Schmetterlinge, Vögel, Lur­
che und Spinnen. Darüber hinaus stellt sie die unterschied­
lichsten Lebensräume vor, taucht ein in die geheimnisvolle
Welt der Wälder, Hecken, Feuchtwiesen, Bäche und Moore.
Einzelne Sendungen sind bereits ab der Grundschule einsetz­
bar, der Schwerpunkt liegt in der Sekundarstufe I.
Ware Fisch
Mittwoch, 02.06.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682394
Der „Rohstoff“ Fisch wird knapp. Immer weniger Kabeljau geht den
Ostseefischern ins Netz. Doch der Bedarf an verbrauchsfertigem
Fisch aus der Tiefkühltruhe steigt. Um die Nachfrage zu befriedi­
gen, kreuzen riesige Fabrikschiffe über die Weltmeere. Aus vielen
©
Schulfernsehen multimedial 2010
9
Einer Henne, die sechs Monate lang in einer Legebatterie einge­
sperrt war, schenkte die Frau des Filmemachers Otto Hahn die
Freiheit. Nach und nach stellten sich bei dem Tier wieder zahlrei­
che Aktivitäten ein, die an die wilde Stammform des Haushuhns,
das Bankivahuhn, erinnern: Nistplatzsuche, Nestbau, Scharren,
Staubbaden. Im Käfig wurden diese Verhaltensmuster gewaltsam
unterdrückt. Das zeigen die ersten vier Minuten des Films, in denen
das Hühnerleben in einer Legebatterie beschrieben wird.
Begleitmaterial für Religion: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe
4-2002/2003
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
Vom Umgang mit der Schöpfung
Tierschutz im Spiegel der Religion
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: RBB
Samstag, 05.06.2010, 8.45 Uhr
Stammnummer 4683503
neu!
Vor über 30 Jahren haben sich die christlichen Kirchen von der bib­
lischen Interpretation „Machet euch die Erde untertan!" gelöst und
fordern seitdem zu Frieden, Gerechtigkeit und vor allem zur Be­
wahrung der Schöpfung auf.
Doch hat sich das Verhältnis der Ebenbilder Gottes zu den vierbei­
nigen Mitgeschöpfen dadurch nachhaltig verändert? Einerseits sind
Menschen nicht nur im Fall Knut für ihre übertriebene Tierliebe be­
kannt, andererseits schätzt man dauerhaft günstige Fleischpreise.
Es gibt im Christentum kein Fleischverbot! Vegetarismus ist An­
sichtssache. Warum also wenden sich Christen in Brandenburg ge­
gen Hähnchen- und Schweinemastanlagen, die dringend benötigte
Arbeitsplätze bringen? Einerseits werden Tiere in Franziskusmes­
sen gesegnet, andererseits die Jagd auf sie in Hubertusmessen
gutgeheißen. Gibt das Christentum also keine eindeutige ethische
Orientierung im Umgang mit Tieren?
Ware Tier
ab Klasse 5, alle Schularten
3 Sendungen à 45 Minuten
Produktion: NDR
Landwirtschaft hat heute kaum noch etwas mit Bauernhof und
Landluft zu tun. Landwirtschaft bedeutet fast immer industrielle Pro­
duktion von Nahrungsmitteln in Hochleistungsfabriken mit Hochleis­
tungskreaturen. Die Verbraucher halten trotzdem weiter am Bild
der bäuerlichen Idylle fest, verdrängen, wie und woher ihr Essen
auf den Tisch kommt. Die Sendereihe untersucht die Realität der
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
Multimediales Schulfernsehen
ganz legalen Lebensmittelproduktion. Sie zeigt Dimensionen, die
oft unbekannt sind: Hähnchenmast-Einrichtungen in riesigen Aus­
maßen, Molkereien, die aussehen wie Krankenhäuser, Fischzucht­
anlagen, in denen Abertausende Fische so lange gemästet wer­
den, bis Gewicht und Preis stimmen.
Auf der Suche nach dem frischen Fisch
Samstag, 05.06.2010, 6.30 Uhr
Stammnummer 4682401
Frisch, aus der Dose oder als paniertes Stäbchen - die Deutschen
essen immer mehr Fisch. Doch woher kommt der? Der Film beglei­
tet einen Ostseefischer auf seinem kleinen Kutter bei der Jagd auf
den Dorsch. Er fängt immer weniger, mit immer größerem Auf­
wand. Das große Geschäft mit dem Fisch läuft woanders. Zum Bei­
spiel im Frachtterminal des Frankfurter Flughafens. Dort landet
„Flugfisch", der irgendwo auf den sieben Meeren gefangen wurde.
Tatsächlich schlägt der Frankfurter Flughafen mehr Fisch um als
Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg zusammen.
Die Reise geht weiter zu den riesigen Lachsfarmen in Norwegen.
Schon heute stammt ein Drittel der globalen Fischernte aus der
Zucht. Der Fischer von heute sitzt vor einem Überwachungsbild­
schirm und füttert seine Tiere per Knopfdruck. Bilder von riesigen
Fischzuchtanlagen im offenen Meer vor der Ostküste Amerikas zei­
gen, wohin die Industrie sich entwickeln wird. Der Fisch wird zum
Mastvieh aus dem Meer.
Jugendliche Verbraucher haben eine Vorliebe für Fischstäbchen.
Die entstehen aus tiefgefrorenen Fischblöcken, wie sie im Unter­
deck eines norwegischen Fabrikschiffs produziert werden. Die Zu­
kunft gehört schwimmenden Fischfabriken, mit Mastfisch als Mas­
senware für den Massenverzehr.
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
Auf der Suche nach munteren Kühen und Schweinen
Samstag, 05.06.2010, 7.15 Uhr
Stammnummer 4682400
In Deutschland werden im Jahr 2,3 Millionen Tonnen Fleisch ver­
zehrt und 29 Milliarden Liter Milch produziert. Doch woher kommt
das alles? Der Film lädt ein zu einer Reise durch die Republik und
zeigt wie Schweine leben, bevor sie zu Schnitzel werden – vom
Schweinekreißsaal bis zum Schlachthof. Dort werden bis zu 3.400
Stück pro Tag getötet und von Schlachtern und Maschinen zerteilt,
bis auch das letzte Stück verwertet ist.
Nicht von der Alm kommt die Milch, sondern aus Molkereien, die
aussehen wie Krankenhäuser, klinisch und sauber, hocheffizient
und menschenleer. Hochleistungskühe geben bis zu 10.000 Liter
Milch im Jahr. Die hohe Milchleistung bringt Magenkrankheiten und
Euterentzündungen. Immer mehr Rinder müssen in die Rinderkli­
nik, auf den OP-Tisch.
Die Bilder ziehen den Zuschauer hinein in die Welt der modernen
Lebensmittelproduktion. Eindrucksvoll wird der Alltag der Ware Tier
gezeigt. Zu Wort kommen Milchbauern, Schweinezüchter und
Tierärzte genauso wie Fleischfabrikanten und Molkereimanager.
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
Auf der Suche nach dem glücklichen Huhn
Samstag, 05.06.2010, 8.00 Uhr
Stammnummer 4682399
In deutschen Küchen werden im Jahr mehr als sieben Milliarden
Eier verbraucht. Hühner landen auch als Brathähnchen oder Chi­
cken-Wings immer öfter auf unseren Tellern. Doch woher kommen
die Eier und die Hühner?
Die Sendung zeigt in eindrucksvollen Bildern Legehennen in Bo­
denhaltung, die wegen der angezüchteten Legeleistung ihr Feder­
kleid abgeworfen haben und die sich tothacken würden, schnitten
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Schulfernsehen multimedial 2010
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ihre Halter ihnen nicht die Schnäbel ab. Alles aber läuft nach deut­
schem Recht und Gesetz, genau wie im größten europäischen Ei­
verarbeitungswerk, in dem pro Tag 1,6 Millionen Eier aufgeschla­
gen werden, um sie für die Lebensmittelindustrie weiterzuverarbei­
ten.
Die Sendung enthüllt Dimensionen, die kaum vorstellbar sind:
Schlachtanlagen, Brütereien und Hähnchenmast-Einrichtungen, in
denen das Geschäft mit der Ware Tier eine technisch-logistische
Meisterleistung ist. Legebatterien riesigen Ausmaßes, in denen nur
eines zählt: Wie viel Eier legt die Produktionseinheit Huhn in wel­
cher Zeit zu welchem Preis?
Sendung online: www.planet-schule.de im Filmpool
Begleitmaterial: Zeitschrift Schulfernsehen, Ausgabe 3-2009/2010
Wieder auf eigenen Füßen stehen
Minenopfer in Afghanistan
ab Klasse 9, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: WDR
Freitag, 16.07.2010, 7.30 Uhr
Stammnummer 4682845
15 Jahre lang hatte der italienische Arzt Alberto Cairo ein Ziel in
seinem Leben: Die Wiederherstellung der Gesundheit und Würde
von tausenden Minenopfern in Afghanistan. Alberto Cairo ist der
Leiter des Roten-Kreuz-Orthopädie-Zentrums in Kabul. Seine Ar­
beit besteht unter anderem darin, den Opfern zu helfen, mit Prothe­
sen wieder zu laufen. Der Film zeigt den italienischen Arzt bei sei­
ner Arbeit, die er trotz täglicher Frustrationen liebt. Der Zuschauer
erhält einen genauen Einblick in seinen Alltag. Im Gegensatz zu al­
len Erwartungen ist die Atmosphäre in dem Orthopädie-Zentrum
heiter und lebensbejahend.
Zwischen Rap und Ramadan
Junge Muslime in Freiburg
ab Klasse 7, alle Schularten
1 Sendung à 30 Minuten
Produktion: SWR
Samstag, 13.02.2010, 6.45 Uhr
Stammnummer 4680928
Junge Muslime in Deutschland: Vielfach leben sie im Spannungs­
feld zwischen traditionellen Vorstellungen und ihrem modernen All­
tag. So wie Malik, Meryem, Hamze und Selma aus Freiburg. Der
Film gibt einen Einblick in ihr Leben und Denken und zeigt sie als
weltoffene Menschen. „Es kommen bessere Zeiten, so Allah will –
die Welt dreht total durch, doch ich chill“, singt der junge Rap-Musi­
ker MC Malik. Der Freiburger Rapper mit afghanischen Wurzeln
fühlt sich mit der islamischen Religion seiner Eltern verbunden. Er
ist jedoch kein Traditionalist und schon gar kein Fundamentalist.
Doch seit den Anschlägen vom 11. September wird er immer wie­
der misstrauisch angesehen.
Ähnlich geht es auch anderen muslimischen Jugendlichen, die in
Freiburg leben. Zum Beispiel der Studentin Meryem. Sie trägt das
Kopftuch, ist sehr gläubig. Aber sie nimmt sich die Freiheit, ihre Reli­
gion selbstbewusst und selbstständig zu interpretieren. Schauspiel­
schüler Hamze ist mit einer Deutschen verheiratet. Religiöse Vor­
schriften sind für seinen Alltag von geringer Bedeutung, an Regeln
aus dem Islam mag er sein Leben nicht strikt orientieren. Auch die
Schülerin Selma lebt ein Leben zwischen Disko und muslimischen
Traditionen. Samstags geht sie aus wie andere junge Mädchen in ih­
rem Alter, amüsiert sich in der Disko, und neben dem Bild des Pro­
pheten hängt in ihrem Zimmer ein Poster von Rapper Tupac.
Multimedia
Multimediales Schulfernsehen
Sendezeiten im SWR Fernsehen
Montag – Freitag
7.30-8.00 Uhr
Samstag
6.30-9.15 Uhr
Sonntag
6.00-7.00 Uhr
rung“ um die Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland –
von den ersten Gastarbeitern bis zur Situation heute.
Bezugsquelle: Landesmedienzentren. Adressen, Bezugsbedin­
gungen und Bestellscheine: www.planet-schule.de im Bereich
„Service“.
Auf der CD-ROM „Ereignisse, die Schlagzeilen machten“, Vol. 2
des Multimedialen Schulfernsehens geht es im Kapitel „Einwande­
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Schulfernsehen multimedial 2010
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Seele and Geist
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