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Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e.V.
Mais - Nacherntemanagement
Die Silomaisernte läuft derzeit überall auf Hochtouren. Das Abreifeverhalten ist noch relativ
unterschiedlich. Bodengüte, Wasserversorgung/Beregnung, Sorte, Reifezahl, Drilltermin,
Unkrautkonkurrenz und Nährstoffversorgung sind hier als Hauptgründe zu nennen. Die Erträge
fallen gegenüber den Vorjahren vielfach überdurchschnittlich aus. Um das Ertragspotential der
Folgefrucht auch zukünftig ausschöpfen zu können sollten nach der Maisernte (Silo- und
Körnermais) folgende Punkte berücksichtigt werden:



Maisstoppel nach der Ernte möglichst zeitnah mulchen
Stroh-/Stoppelrotte durch Bodenbearbeitung fördern
wenn möglich: Maisstoppeln und -stroh sorgfältig und tief unterpflügen, damit keine
Stoppelreste auf der Oberfläche verbleiben
Sofern Sie Untersaaten in den Maisbeständen haben, sollten die Stoppeln gemulcht werden, da die
Untersaaten i.d.R. bis zum 15.02. (NAU-A7, Freiw. Vereinb.) bzw. 15.03. (NAU-W2) stehen
bleiben müssen.
Die Bearbeitung der Maisstoppeln ist eine wichtige und ernst zu nehmende phytosanitäre
Maßnahme, die JEDER Maisanbauer berücksichtigen muss!!! Zum einen wird damit dem
Befall des Maiszünslers vorgebeugt, zum anderen verrotten kürzere Stoppelreste deutlich
schneller wodurch das Risiko mit Fusarium-, Rhizoctonia- und diversen pilzlichen (Blatt-)
Krankheiten verringert wird. Das Mulchen bzw. Abschlegeln bringt die besten
Zerkleinerungserfolge und die höchsten Wirkungsgrade bei der Bekämpfung der Zünslerlarven.
Es sollte möglichst zeitnah nach der Maisernte erfolgen, da dann zum einen die größten Chancen
bestehen, dass die Zünsler-Larven noch im Stengelabschnitt oberhalb der Erde erwischt werden.
Zum anderen sind die Stengel dann i.d.R. noch so elastisch, dass sie besser "zerspleissen" und
nicht nur einfach von den Arbeitsgeräten umgedrückt werden! Optimal wäre der Mulcher
unmittelbar hinter dem Häcksler, sodass die Abfuhrgespanne nicht unnötig Stengel umfahren
und möglichst alles zerkleinert wird!
Bild 1: links Mulcher direkt hinter
Häcksler beim Anhäckseln des
Schlages; Abfuhrgespanne fahren
immer auf schon gemulchten
Stengeln; kein Umfahren der
Pflanzen mehr; Abfahrer können
auch mal diagonal ("kreuz und
quer") fahren
Bild 2: optimal tief gemulchte
Stengel direkt über Kronenwurzeln;
aufgesplissene Stengel u. zerfaserte
Pflanzenteile bieten bestmögliche
Oberfläche zur schnellen
Verrottung
Wenn man jetzt kurz vor der Ernte durch die Bestände geht, dann erscheint der Eindruck, dass in
diesem Jahr zum einen der Befall mit Zünslerlarven größer ist und zum anderen die Larven im
Stengel schon weiter herunter gewandert sind, denn bei Befall sind die Stengel oftmals unterhalb
des Kolbens abgeknickt! Das bedeutet, dass die Larven vielfach nicht mehr über den Häcksler im
Silo landen, sondern mehr im Wurzelteller bzw. Boden überdauern werden! Damit steigt das
Gefährdungspotential für das Folgejahr und jedem Maisanbauer sollte mehr denn je daran
gelegen sein aktuell Maßnahmen zur Zerkleinerung und Bodenbearbeitung
durchzuführen!!!
Betriebe, die nach der Maisernte Winterweizen bestellen möchten, sollten neben der sauberen
Pflugfurche bei der Sortenwahl auf die Anfälligkeit gegenüber Fusarium achten. Geeignete Sorten
mit geringerer Einstufung nach Bundessortenamt, die sich für den Anbau nach Mais eignen, sind
z.B. Kerubino (E/A), Discus (A), Meister (A), Opal (A), Toras (A), Matrix (B), Anapolis (C),
Elixer (C), Hermann (C).
(Stefan Handke)
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