close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Heute wissen, was morgen ist. - F.A.Z.-Institut

EinbettenHerunterladen
AUSGABE 1/2011
ukunftsmanager
was morgen ist.
Heute wissen,
Der Ball bleibt rund
Sechs Szenarien über den
Fußball im Jahr 2025
Heute hier, morgen dort
Wie wir in Zukunft
arbeiten werden
Seite 9
Seite 14
Unter der Lupe
Die wichtigsten Megatrends
und ihre Analyse
Seiten 11 und 20
Zukunftsmanager
■
Editorial
Ausgabe 1/2011
Liebe Leserinnen und Leser,
hätten Sie sich vor zehn Jahren vorgestellt, wie wir heute mit Smartphones und Internet,
mit Facebook und Twitter, mit der geballten Vielfalt, Schnelligkeit und Transparenz unserer Medien umgehen würden? Nein? Und können Sie sich vor dem Hintergrund dieses rasanten Wandels vorstellen, wie die Welt in zehn Jahren aussehen könnte?
Der Blick in die Zukunft wird von zahlreichen Unsicherheiten getrübt. Dennoch müssen Wirtschaft und Wissenschaft globale Entwicklungen und gesellschaftliche Trends früh erkennen. Nur
wer heute schon analysiert, was morgen für ihn aktuell und wichtig sein wird, kann die Märkte
und Lebenswelten der Zukunft aktiv mitgestalten. Die Perspektiven der Zukunft als Grundlage
für Innovation erfordern von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine Kultur, die Veränderungsbereitschaft zur Basis des täglichen Handelns macht. Gesellschaftliche Entwicklungen wie neue
Kommunikationsformen, demographischer Wandel oder Urbanisierung lassen sich nicht aufhalten, bieten aber den Rahmen für die Innovationen von morgen.
Mit dem Onlinemagazin Zukunftsmanager wollen wir einen Teil dazu beitragen, mit starken
Partnern ein wörtlich zukunftsweisendes Thema hochwertig, verantwortungsbewusst, relevant
und tiefgründig zu beleuchten und dem Thema so in der öffentlichen Diskussion mehr Gewicht
und Perspektive zu verleihen.
Unser Weg in die Zukunft soll dabei offen sein: so wie wir einst die Idee für das Magazin
gemeinsam mit Z-Punkt geboren haben, wollen wir nun neue Ideen, starke Partner
sowie interessierte Leser einbinden – in das Magazin, aber auch in Veranstaltungen und
andere Formate im Rahmen unserer ZUKUNFTSINITIATIVE.
Bringen auch Sie sich ein – die Zukunft ist zu wichtig,
um sie anderen zu überlassen!
Ihre
Markus Garn
Leiter Innovationsprojekte
F.A.Z.-Institut GmbH
Daniel Schleidt
Leiter Redaktion Innovationsprojekte
F.A.Z.-Institut GmbH
2
Zukunftsmanager
■
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 1/2011
Aufmacher
Seite 4
Produkte &
Dienstleistungen
Landkarte zur Orientierung
3
Kurz notiert
News
Seiten 25, 26, 27
Seite 17
Das Thema Zukunftsforschung rückt zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses
Umfrage
Die Zukunft liegt im App-Store
Warum das Handy zum verlängerten Arm
seines Nutzers wird
Lebenswelten
Seite 7
Methoden & Werkzeuge
Smarter Wohnen
Seite 25
Bücher
Seiten 25, 26
Veranstaltungen
Seiten 25, 26
Blogs
Seite 27
5 Fragen an
Seite 28
Impressum
Seite 28
Seite 20
Das Haus der Zukunft denkt mit und bietet
seinen Bewohnern großen Komfort
Zukunftsperspektive für Unternehmen
Wie sich Unternehmen Megatrends in der
Praxis widmen
Seite 9
Der Fußball im Jahr 2025
Sechs Szenarien über den Fußball der
Zukunft
Politik &
Internationaler Vergleich
Seite 23
Vergleichsweise gut aufgestellt
Strategie & Kultur
Seite 11
Blick in die Zukunft
Ein Überblick über die zwölf wichtigsten
Megatrends
Seite 14
Datenhighway statt Fließband
Wie, wo und wann wir in Zukunft arbeiten
werden
In der politischen Ausrichtung auf die Zukunft gibt es hierzulande Schwachstellen
■
Aufmacher
Ausgabe 1/2011
4
Landkarte zur Orientierung
Von Daniel Schleidt
Die Zukunft ist nicht vorhersehbar.
Doch wer das Morgen mitgestalten
will, muss heute die Weichen dafür
stellen. Diese Erkenntnis setzt sich
in Unternehmen immer mehr durch –
und rückt das Thema Zukunftsforschung zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses.
© Bayer Material Science
Zukunftsmanager
Das EcoCommercial-Building von Bayer Material
Science produziert keine
Emissionen.
Früh übt sich, wer umweltbewusst leben
möchte. Das gilt auch für die Kinder der Kindertagesstätte im nordrhein-westfälischen
Monheim. Die 65 Kids erleben in der Einrichtung mit dem Namen „Die Sprösslinge“ Tag
für Tag hautnah, wie Energieeffizienz funktionieren kann. Denn der Betrieb des Gebäudes ist klimaneutral, die benötigten Energien
werden emissionsfrei selbst erzeugt. Auch
wenn sich die Kinder in der Kita nur bedingt
für Energieeffizienz interessieren, steht das
Gebäude doch exemplarisch dafür, wie ein
Unternehmen aus einem Megatrend eine Innovation entwickelt hat. Denn die Tagesstätte ist eines der ersten Projekte von Bayer Ma-
terial Science im Rahmen seines EcoCommercial-Building-Programms, das nachhaltiges Bauen zum Ziel hat. „Der Klimawandel
macht neue Gebäudelösungen in allen Regionen der Erde notwendig, die einen balancierten Energieverbrauch haben“, sagt
Eckard Foltin, Leiter des Creative Centers innerhalb des Bereichs New Business bei der
Bayer Material Science AG. Die Leverkusener
haben dafür mit dem Programm ein weltweit interdisziplinäres Expertennetzwerk ins
Leben gerufen, das Kompetenzen unterschiedlicher Akteure bündelt.
Das Programm zeigt beispielhaft, in welcher
Form sich das Unternehmen mit den Trends
der Zukunft beschäftigt. Als Polymerhersteller arbeitet Bayer Material Science an neuen
Materiallösungen. Um zu wissen, welche
Werkstoffe die Welt auch in ferner Zukunft
benötigt, habe man immer ein Ohr am
Markt, so Foltin, „wir erstellen Szenarien, beobachten wesentliche Trends und leiten daraus Handlungsempfehlungen ab“.
Damit folgt das Unternehmen dem Trend,
wonach der Blick in die Zukunft in der >
Zukunftsmanager
■
Aufmacher
Mehr Informationen
Ein Video über das EcoCommercialBuilding-Programm von Bayer
Material Science finden Sie hier:
 Als Video
Zur Z-Punkt-Studie „Corporate
Foresight – Stand der Zukunftsforschung in Unternehmen“:
 Im Internet
Die Studie „Zukunftsmanagement
als Erfolgsfaktor in der Investitionsgüterindustrie“ können Sie hier
bestellen:
 Im Internet
Ausgabe 1/2011
deutschen Wirtschaft immer wichtiger wird.
So zeigt eine Untersuchung des VDMA und
der European Business School, dass die Bedeutung des Zukunftsmanagements mittlerweile nicht nur in großen, sondern auch in
kleinen und mittelständischen Unternehmen erkannt ist und diese auch bereit sind, in
sie zu investieren. Über 80 Prozent der befragten Unternehmen stuften die strategische Beschäftigung mit der Zukunft als wichtig oder gar sehr wichtig ein. Eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Z-Punkt
zeigt zudem die rasante Entwicklung des
Themas auf: Demnach haben Zukunftsszenarien und Trendforschung in drei Vierteln der
Unternehmen in den vergangenen drei Jahren an Bedeutung gewonnen.
Gestiegene Akzeptanz
Der Hauptgrund für den Aufstieg der Zukunftsforschung in deutschen Büros ist die höhere Akzeptanz in den Führungsetagen. Wurden Szenarioanalysen und Foresight-Prozesse
einst als wahnwitzige Spinnereien ohne konkreten und vor allem messbaren Mehrwert
abgetan, nutzen die Firmen die Methoden und
Werkzeuge längst dazu, um, so die Z-PunktUmfrage, Themen, Trends und Risiken früh zu
erkennen, zukünftige Technologie- und Innovationsfelder zu identifizieren, sich verändernde Märkte zu antizipieren und sich wandelnde
Kundenanforderungen zu analysieren.
Bayer Material Science zum Beispiel verwendet identifizierte Zukunftstrends auch, um
sich zu neuen Themen zu positionieren. So
hat das Unternehmen auf der weltgrößten
Kunststoffmesse K im vergangenen Herbst in
Düsseldorf für Megatrends wie den Klimawandel oder Mobilität mit Hilfe von 80 konkreten Beispielen Wege in die Zukunft beschrieben. Das Creative Center von Eckard Fol-
» Systematisch neue
Geschäftsfelder aufbauen «
tin sieht sich dabei als Übersetzer von Trends
in das alltägliche Geschäft und bietet den einzelnen Geschäftseinheiten Anwendungen an,
die diese in ihr Portfolio übernehmen können.
Doch Zukunftsforschung darf kein Zufallsprodukt sein. Und diesbezüglich scheinen deutsche Unternehmen auf dem richtigen Weg:
So beweist die VDMA-Studie, dass Trendforschung und -analyse immer stärker institutionalisiert und professionalisiert werden.
So wie bei der Freudenberg GmbH aus Weinheim. Der Hersteller von Dichtungs- und
Schwingungstechnik identifiziert relevante
Trends mithilfe eines Radars, der sich aus den
Themen externer Trendforscher und eigenen
Recherchen bei Kunden, Lieferanten, Hochschulen und dem eigenen Management
speist. „Die Themen werden beschrieben, bewertet und schließlich die wichtigen in einem
Auswahlprozess herausgefiltert“, erklärt Ulrich Frenzel, Direktor des Innovationscenters.
5
Durch eine makro- und mikroökonomische
Analyse ermittelt der Konzern dann die Potentiale von Megatrends für das eigene Geschäft und erstellt daraus eine Roadmap zu
deren Erschließung. „Wir erwarten, dass wir
auf dieser Grundlage systematisch neue Geschäftsfelder auf- und ausbauen können.“
Trotz ihrer rasanten Entwicklung in den vergangenen Jahren: Ein Problem der Zukunftsforschung ist nach wie vor, dass kleine und
mittlere Unternehmen sie zwar für wichtig
erachten, das Thema jedoch noch nicht mit
der nötigen Professionalität behandeln. In
den meisten KMUs wird kaum auf moderne
Methoden und Instrumente zurückgegriffen
– mit allen damit verbundenen Gefahren
hinsichtlich der Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Das Problem: KMUs haben oft
nicht die Kapazitäten, sich aufwendig mit
Szenarien und Megatrends zu beschäftigen
und stellen diese in der Priorisierung hinter
das operative Geschäft im Alltag zurück. Der
Ausweg aus diesem Dilemma könnte in Kooperationen oder Netzwerken liegen, so wie
sie der VDMA etwa mit seinem Gesprächskreis Corporate Foresight anbietet.
Die gesellschaftlich bedingten Anforderungen, etwa durch Trends wie Individualisierung,
kulturelle Vielfalt oder Globalisierung, bergen
für Unternehmen große Herausforderungen,
weil heute funktionierende Geschäftsmodelle
morgen schon überholt sein können – die analoge Fotografie, die Schallplatte oder die >
Zukunftsmanager
■
Aufmacher
Ausgabe 1/2011
6
Anzeige
MEINUNG
Von Daniel Schleidt
Die Studie von VDMA und EBS beweist: Eine auf Innovation und Zukunft ausgerichtete Unternehmenskultur wirkt sich positiv auf den Geschäftserfolg aus. Das klingt gut.
Doch: Welche sind die Erfolgsfaktoren für eine solche Kultur? Eine zukunftsorientierte Kultur im Unternehmen kann nicht „Top down“ verordnet, sie muss von den Mitarbeitern getragen werden. Die wichtigste Bedingung für eine funktionierende Foresight-Kultur ist die Kommunikation. Wer seine Mitarbeiter
nicht über langfristige Ziele informiert, kann weder eine Identifikation mit der Firmenzukunft noch Ideen zur Entwicklung dieser erwarten.
Doch gerade die Mitwirkung jener
Treiber im Unternehmen ist für den
langfristigen Geschäftserfolg wesentlich. Denn die Mitarbeiter sind
nicht nur Quelle, sondern auch Seismograph für Zukunftsthemen. Werden sie bereichsübergreifend eingebunden, ist der Blick in die Zukunft
nicht mehr isoliert Aufgabe einzelner Strategieabteilungen oder der
Geschäftsleitung, sondern spricht
alle an. Gewährt die Kultur den Mitarbeitern dann noch die Möglichkeit
zum eigenverantwortlichen Handeln und gesteht Fehler zu, kann
daraus Großes erwachsen.
Anderer Meinung?
d.schleidt@zukunftsmanagermagazin.de
Glühbirne lassen grüßen. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, seine Strategie ständig
vor dem Hintergrund globaler gesellschaftlicher Veränderungen zu hinterfragen – und so
die Herausforderung als Chance zu verstehen.
Eckard Foltin sieht zum Beispiel im Einklang
mit den Forderungen nach Energieeffizienz
und Nachhaltigkeit das Thema Energiemanagement als wachsende Branche und Auslöser völlig neuer Wertschöpfungsketten, wenn
nachhaltige Lösungen wie Elektromobilität
und die dezentrale Energieversorgung konsequent umgesetzt werden.
Solche Fragestellungen wie im Bereich E-Mobility, die eine hohe Komplexität aufweisen, können in den Augen Foltins nur durch die Zusammenführung unterschiedlicher Bereiche in interdisziplinären Projektteams gelöst werden.
„Das Arbeiten in Netzwerken wird sich aus
meiner Sicht noch deutlich verstärken“, so Foltin. „Ich sehe in unserem Kulturkreis den Vorteil, dass wir auf Fachebene sehr konstruktiv
und kontrovers diskutieren können, aber dann
lösungsorientiert neue Themen anpacken.“
Es liegt in der Natur der Sache, dass der Weg
in die Zukunft kurvenreich und damit nicht
genau einsehbar ist. Doch Zukunfts-, Trendforschung und Szenarioanalysen können
Landkarten sein, um sich auf diesem Weg zu
orientieren – und bei Innovationen als Erster
am Ziel zu sein.
<
d.schleidt@zukunftsmanager-magazin.de
In der Reihe:
LEAN INNOVATION
8. November 2011 Ȋ Mannheim
½
½
½
½
Innovation – Entwicklungsproduktivität signifikant steigern
Effizient innovieren mit Produktbaukästen
Lean Innovation in der Medizintechnik
Lean Innovation – Lean Thinking
Mitveranstalter
Partner
Medienpartner
Initiator
Information: innovationsprojekte@faz-institut.de
Zukunftsmanager
■
Lebenswelten
Smarter Wohnen
Von Daniel Schleidt und Clara Görtz
© Joël Keßler
Ausgabe 1/2011
7
Zukunftsmanager
■
Lebenswelten
Haus der Zukunft
Ein Blick in das Fraunhofer-inHausZentrum mit seinen einzelnen
Geschäftsfeldern gewähren fünf
inHaus-Filme, sie Sie hier ansehen
können:
 Als Video
Mehr Informationen
Forschungsprojekte und
Unternehmen, die am Haus
der Zukunft forschen:
www.aizo.com
www.igd.fraunhofer.de
www.inhaus.de
www.nextdream.cl
www.philips.de
Ausgabe 1/2011
Wir schreiben das Jahr 2020…
Hausschlüssel? Das war einmal. Kein
Mensch benutzt mehr Schlüssel. Viel zu
sperrig. Und zu unsicher. Im Haus der Zukunft muss ich die Tür noch nicht einmal
mehr selbst öffnen. Das übernimmt ein biometrisches System, das mich automatisch
erkennt. Kaum betrete ich den Flur, schaltet
sich sofort das Licht ein, mein Lieblingsradiosender dudelt leise im Hintergrund, der
Wasserkocher bereitet Teewasser auf. Ich
schließe die Tür und weiß, dass sich mit dem
Klacken des Schlosses auch die Bewegungsmelder im Garten aktivieren, die sofort
Alarm schlagen, wenn sich Fremde der
Haustür nähern, und sogar die Polizei rufen,
wenn sie sich an Tür oder Fenster zu schaffen machen.
Im Wohnzimmer begrüßt mich mein Mitbewohner, ein kleiner Roboter, der in meiner Abwesenheit die Wohnung gesaugt
hat. Er trägt mir meinen Koffer in den ersten Stock, indem er sich mit Hilfe von Sensoren frei im Raum bewegt, und erinnert
mich daran, dass ich meiner Tante noch
zum Geburtstag gratulieren und meine Tabletten einnehmen muss.
Als ich das Wohnzimmer betrete, schaltet
sich dank der Sensoren im Fußboden automatisch das Licht an. Von der Couch aus
steuere ich mit meinem Handy die Beleuchtung im ganzen Haus und verwandele die
gesamte Fläche meines riesigen Wohnzimmerfensters in einen Bildschirm, der sich
über mein Handy steuern lässt. So kann ich
mir den Film anschauen, den ich heute Mittag vom Büro aus per Funkaktivierung aufgenommen habe.
Während des Films fahren dank eines Helligkeitssensors pünktlich zur Dämmerung die
Jalousien herunter, schaltet sich im Keller
plötzlich wie von Geisterhand die Waschmaschine an, weil der Strompreis, den der Versorger permanent übermittelt, um diese Zeit
gerade am niedrigsten ist. Mein Hilfsroboter
serviert mir ein kühles Getränk und lächelt
mich dabei sogar freundlich an. Nach Ende
des Films betrete ich das Schlafzimmer, lüfte
auf Knopfdruck automatisch noch einmal Laken und Bezüge und schalte vorm Schlafengehen vom Bett aus mit dem Smartphone alle Lichter aus.
© Joël Keßler
Intelligent und vernetzt:
das Haus der Zukunft
8
Am nächsten Morgen, als der Wecker klingelt, brüht die Kaffeemaschine mir bereits
meinen Kaffee auf. Die Zeit ist knapp, ich
bügle noch schnell mein Hemd, nehme mir
ein kaltes Getränk aus dem Kühlschrank und
eile aus dem Haus. Im Auto meldet mir mein
Smartphone, dass Kühlschrank offen und Bügeleisen angeschaltet sind. Ein Anruf beim
Nachbarn löst das Problem auf die Schnelle.
Welch eine Sensation, wenn das alles Realität
wäre. Dabei sind diese Visionen teilweise sogar schon umgesetzt – so zum Beispiel von
Forschern des Fraunhofer-inHaus-Zentrums
in Duisburg oder von Wissenschaftlern des
Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung. Auch Unternehmen wie Philips
oder Aizo bieten schon jetzt konkrete Lösungen an.
<
redaktion@zukunftsmanager-magazin.de
Zukunftsmanager
■
Lebenswelten
Ausgabe 1/2011
9
>>> Die Zukunftsmanager-Debatte >>> Diskutieren Sie mit!
Szenariotechnik
Der Fußball im Jahr 2025
Mehr über die Szenariomanagementberatung ScMI und die
Szenariotechnik finden Sie hier:
Wie könnte die Zukunft des deut-
 Im Internet
schen Fußballs 2025 aussehen? Die
Frage stellen sich seit Jahren hunderttausende Fußballfans in DeutschStammelf oder Ersatz-
land. Während dieser Tage die Frau-
dung für einen Bundesliga-Verein. Und zum
Dritten war es das ganz persönliche Interesse
der fußballinteressierten Zukunftsforscher.
So entstanden – unter Einsatz der SzenarioManagement-Methode – sechs Szenarien
(siehe Seite 8).
bank: Wohin führt der
enfußball-WM zu Ende geht und
Weg des Fußballs?
Fußballfreunde noch die besten Fußballerinnen der Welt bewundern,
warten sie gleichzeitig schon wieder
sehnsüchtig auf den Beginn der Bundesliga. Die SzenariomanagementBeratung ScMI hat sechs Szenarien
entwickelt, wie die Zukunft des
Zusätzlich entstand auch für den Fußball eine „Landkarte der Zukunft“ (siehe Bild auf
dieser Seite), anhand derer sich verfolgen
lässt, in welche Richtung sich der Fußball in
der Zukunft entwickelt. „Die Frage, in welche
Richtung der Ball rollt“, sagt ScMI-Vorstand
Andreas Siebe, „können wir nicht beantworten. Wir können aber das Spielfeld ausleuchten, um uns in der Zukunft besser aufzustellen“.
Deutschen liebstes Kindes aussehen
d.schleidt@zukunftsmanager-magazin.de
© ScMI AG, www.scmi.de
könnte.
Des Themas „Fußball“ nahmen sich die Paderborner aus drei Gründen an: Zunächst ist
es thematisch anspruchsvoll, denn der Fußball und das dazugehörige Geschäft sind
komplex und von vielfältigen Unsicherheiten
geprägt. Zum Zweiten verfügt die ScMI AG
über erste Erfahrungen bei der Szenariobil-
aus?
Jahr 2025
im
ll
a
b
ß
u
der F
Wie sieht
unter
.de.
n Sie mit
r-magazin
Diskutiere
smanage
ft
n
u
k
u
z
@
redaktion
Ideen und
n
e
st
e
Die b
ffentlicht.
rden verö
e
w
n
e
g
n
Meinu
■
Lebenswelten
Szenario 1
hsVolkssport mit Wac
Fußball verbindet
renzur
nk
ko
all
ßb
Fu
d ist
tum: In Deutschlan
nMe
le
er eins: Vie
los Volkssport Numm
rßball, selbst die ve
Fu
t
lbs
se
en
iel
schen sp
eeig
e
ein
urligen haben
schiedenen Amate
g den
den aber gleichzeiti
bil
ät,
vit
kti
ne Attra
Me
e
eit
Profifußball. Br
Unterbau für den
niseb
Erl
ve
kti
lle
ko
n als
dienpräsenz, Stadie
auf
ges Fanaufkommen
räume und vielfälti
prä
e
en
Eb
r
ale
ion
erreg
regionaler und üb
ch
au
als
wohl große
gen den Fußball. So
mseren vom Wachstu
iti
of
pr
ne
rei
Ve
kleine
onal
ati
ern
int
ndesliga hat
markt, und die Bu
s
se
die
en
hm
Ra
Im
g.
eine hohe Bedeutun
msa
zu
n
h drei Facette
Szenarios lassen sic
tiger Wachstumsste
ein
(a)
n:
sse
menfa
iten, (b) ein zunehnd
Re
n
markt mit hohe
len
Boommarkt mit vie
mend überhitzter
ationalen
ern
int
im
n
ne
rei
Ve
verschiedenen
ebensolcher Boom
Geschäft und (c) ein
erint
e,
nig
erung auf we
markt mit Fokussi
aften.
sch
nn
ma
ns
rei
Ve
e
national erfolgreich
Szenario 6
Fußball au
f der Ersatz
bank: Der ei
Volkssport
nstige
ist 2025 in
Deutschlan
doppelt an
d gleich
den Rand g
edrängt. Ei
hat Sport in
nerseits
der Inform
at
insgesamt
an Bedeutu ionsgesellschaft
ng verloren
seits haben
, andereran
den Rang ab dere Sportarten dem
Fu
gelaufen. D
as Spiel gilt ßball
backen, das
als altFa
die deutsch nkaufkommen stagn
iert, und
en
noch im inte Vereine können sich
kaum
rnationalen
ten.
Geschäft b
ehaup-
Ausgabe 1/2011
Szena
rio 4
Tr
aditio
Volkss n und Regu
li
p
der Kla ort Fußball erung schü
tzen d
: Wen
ssiker
n
en
klingt
„
, denk Football’s in den Fank
c
e
urven
o
Weits
n
m
2
in
0
2
g
5
ic
h
ten Ja ht der Veran die Mensch ome“ erhr
en an
t
die
stand en des 21. J wortlichen
en den
ahrhu
nderts in den erstierte
V
e
r
lo
ck
. Die w
n
id
tradit Fußballgesc ungen des
profit erionell
häfts
oriene
und se
s Rege
Gehält
tz
lw
e
Verein rn und fina erk, Reguli ten auf
nzielle
erung
en. Mit
von
n Au
gerich
diesem
te
auf Au sgleich von
auch ih ten Wachs
t
h
e
t
n
u
r
t
izität
die Bu e Profitabil m stellten
sie let ausn
it
ztlich
nation desliga län ät sicher. D
gs
ah
a
Topte l erfolgreic t wieder zu er gehört
ams s
h
pielen sten Ligen den interNivea
,u
intern
u.
ationa nd viele
l auf h
ohem
Szenario 5
Amateure schlagen
Profi(t)-Fußball: In
der
Gesellschaft habe
n sich Authentizitä
t und
Nachhaltigkeit als
zentrale Werte du
rchgesetzt. Aktiver Spor
t wird vor allem zu
r Gesundheitspräventio
n genutzt. In diese
m
Umfeld gilt intern
ationaler Profifuß
ball als
„Volkssport, der se
ine Seele verkauft
hat“.
In Deutschland se
tzt man verstärkt
auf traditionelles Regelw
erk sowie Angleich
ung
und Regulierung vo
n Gehältern und Str
ukturen. Daher fallen
Bundesligavereine
in internationalen Wett
bewerben sowie im
„großen Geschäft
“ immer weiter zu
rück.
Viele Vereine verzi
chten auf Investit
ionen
im Unterhaltungsb
ereich und konzen
trieren
sich wieder auf de
n Sport an sich. Da
s Fanwesen orientiert sic
h stark an der Regio
n,
und der Amateurbe
reich entwickelt sic
h zu
einem „Wachstums
markt im Kleinen“
.
10
sliga:
Szenario 3 ßball jenseits der Bundeeru
ng
er Fu
ionalisi
Inszeniert
ie Profess
Insliga hat d dlos überstanden.
e
d
n
u
B
ie
a
D
h
en
b
sc
a
t
h
h
e
lls nic
werb
des Fußba Ligen und Wettbe ss sich
a
le
d
a
,
ternation
ositioniert us der Buna
olgreich p
sich so erf tsche Spitzenclubs
ort zeleeu
D
d
.
n
re
e
re
b
h
a
e
h
n
m
e
rg
zo
e
g
rück
ierte Unte
desliga zu rofessionell inszen
wanch
S
n
p
e
e
d
brieren si
leichzeitig
nd aber g
marktes
haltung, si s disruptiven Boom kelt sich
e
ic
in
sliga entw
kungen e
Die Bunde chland“, deren füh
t.
tz
se
e
ts
ausg
u
e
ie
d
D
t
rhaup
Oberliga
lls sie übe
zu einer „
e aber – fa – kaum in die euin
re
e
V
e
rend
men
igen könzu bekom
Chance da önigsklassen aufste
nK
ropäische
nen.
Szenario 2
altung:
rte Unterh
ie
n
e
sz
in
ls
a
lich zu
Bundesliga a hat auch geschäft eig
fg
sl
u
e
a
d
Die Bun
en Ligen
europäisch nale Topspieler
n
e
ß
ro
g
n
de
atio
Viele intern ch Madrid oder Maischlossen.
r na
h
e
m
t
h
ic
enkrichen
wechseln n nach München, Gels iner
e
rn
e
zu
d
s
n
e
mmt
land, so
rg. Dabei ko n großen und inu
b
m
a
H
r
e
e
ig
od
ischen wen
n sowie
Spaltung zw olgreichen Vereine
rf
e
l
s, die nur
ternationa enge mittlerer Klub
M
itschwimn
m
e
n
ß
e
der gro
r der Groß
e
ss
a
rw
e so gut
h
noch im Fa internationaler Eben
f
t hier in
u
is
a
ll
d
a
n
b
men u
aben. Fuß
h
ce
n
te Una
h
C
vermarkte
wie keine
en Medien
g
Bedeuti
n
h
a
ic
fl
rt
p
ie
n
koste
Sport verl
r
ve
ti
er stärk
A
m
.
terhaltung ateurfußball wird im
für
r“
m
re
A
fe
d
e
n
li
u
u
,
tung
tion als „Z
k
n
Fu
e
in
ker auf se
nkt.
ort beschrä
den Profisp
© iStock
Zukunftsmanager
Zukunftsmanager
■
Strategie & Kultur
Ausgabe 1/2011
11
Serie: Megatrends im Fokus
Blick in die Zukunft
Von Daniel Schleidt
Es gibt unterschiedliche Einschätzungen, welche Megatrends uns in den
Eigenverantwortung übernehmen müssen,
zudem wird die Prävention immer wichtiger.
Die Stadt der Zukunft berücksichtigt Megatrends
kommenden Jahren beschäftigen
2. Demographischer Wandel
wie Urbanisierung, Mobi-
werden. Der Zukunftsmanager
lität und Klimawandel.
gibt Ihnen einen Überblick über die
Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerung in
Deutschland um rund 7 Millionen Menschen
auf insgesamt 75 Millionen schrumpfen, so
das Statistische Bundesamt. Diese Entwicklung und der fortschreitende Strukturwandel
werden unsere Gesellschaft verändern. 2035
wird knapp die Hälfte der Menschen in
Deutschland älter als 50 Jahre und unsere
Bevölkerung damit eine der ältesten der Welt
sein. Beim Konsum liegt der Anteil der über
50-Jährigen bereits heute bei knapp 50 Prozent, er nimmt ständig zu. Mit ihren berechtigten Anliegen und Wünschen stellen die
„Alten“ somit als Verbraucher ein großes Potential dar. Vor allem in Asien und Afrika
wächst die Bevölkerung rasant. Unternehmen müssen sich darauf einstellen.
wichtigsten Trends – und wird in
den kommenden Ausgaben jeweils
einen davon unter die Lupe nehmen.
© fotolia
1. Gesundheit
Die steigende Lebenserwartung der Menschen bringt Folgeeffekte mit sich: Höhere
Kosten für die Behandlung von Zivilisationsund chronischen Krankheiten sind nur ein
Beispiel dafür. Das Gesundheitssystem wird
die explodierenden Kosten kaum mehr finanzieren können. Dementsprechend erwächst
im zweiten Gesundheitsmarkt ein Milliardengeschäft. Gesundheit umfasst längst
nicht mehr nur das Gefühl, nicht krank zu
sein, sondern auch, sich jung und fit zu fühlen. Im Gesundheitsmarkt der Zukunft boomen deshalb Angebote für Wellness, Fitness,
gesunde Ernährung. Der Einzelne wird mehr
3. Individualisierung
Die Zahl der Singlehaushalte steht exemplarisch für die Individualisierung der Gesellschaft, sie hat sich in den vergangenen zehn
Jahren um mehr als 10 Prozent erhöht. >
■
Strategie & Kultur
© iStock
Zukunftsmanager
Auf dem Vormarsch:
Ein Wertewandel in der Gesellschaft in Kombination mit den Megatrends Globalisierung
und Mobilität bewirkt, dass die Menschen
immer weniger in traditionellen Bindungsformen wie Familienstrukturen leben als früher. Es wächst vielmehr das Bedürfnis nach
Eigenverantwortung, Flexibilität, individuellen Konsumbedürfnissen, die sich in spezielleren Produkten niederschlagen. Die Digitalisierung unterstützt diese Entwicklung zudem, weil sie den Menschen die Möglichkeit
bietet, Individualität im Alltag auszuleben.
Frauen in Führungs-
4. Frauen
Verkehrskollaps ver-
In den Chefetagen deutscher Unternehmen
dominieren Männer. Doch das wird sich ändern, denn angesichts des demographischen
Wandels sind Volkswirtschaften wie die deutsche auf die Arbeitskraft der Frauen angewiesen. Da trifft es sich gut, dass Frauen immer
besser ausgebildet sind und Soft Skills wie
Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit
mitbringen, die in der Projektwirtschaft immer mehr gefragt sein werden. Allerdings zeigen Studien, dass das deutsche Wirtschaftssystem bei der Partizipation von Frauen noch
Potential hat. Auch die Tatsache, dass Frauen
den Großteil aller Konsumentscheidungen
treffen, zeigt ihre Bedeutung für Innovationen und Wirtschaftswachstum.
© fotolia
positionen.
meiden: Mit Mobilitätskonzepten der
5. Urbanisierung
Zukunft.
Großstädte üben eine magische Anziehungskraft aus. Schon jetzt lebt mehr als die Hälfte
der Weltbevölkerung in den Metropolen. Im
Ausgabe 1/2011
Jahr 2030 sollen zwei Drittel aller Menschen
Stadtmenschen sein. Besonders schnell
wachsen die Großstädte Afrikas und Asiens.
Laut UNO nimmt die städtische Bevölkerung
in Asien in den nächsten 20 Jahren von 1,36
Milliarden auf 2,64 Milliarden zu, in Afrika
von 294 auf 742 Millionen und in Lateinamerika sowie in der Karibik von 394 auf mehr als
600 Millionen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Megacities reagieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage,
welche Infrastrukturen nötig sind, um die Bevölkerung mit Energie und Wasser zu ver-,
aber auch Müll zu entsorgen.
12
mit der Digitalisierung zusammen. Denn
moderne Kommunikationsmittel sorgen dafür, dass der Arbeitsplatz zunehmend mobil
wird. Hinzu kommt aufgrund der Globalisierung die zunehmende internationale Verflechtung. Die Folge sind flexiblere Arbeitszeiten, der Trend zu individueller Arbeit sowie die Projektarbeit. Menschen arbeiten immer weniger in festgefügten Strukturen, die
Zukunft gehört interdisziplinären, projektbezogen zusammengesetzten Teams. Zudem
ist zu erwarten, dass sich die Beschäftigungsverhältnisse ebenfalls verändern werden: Die
Zahl freier Mitarbeiter oder von Teilzeitkräften wird zunehmen.
6. Mobilität
8. Digitalisierung
Die Weltbevölkerung wächst. Und mit ihr das
Bedürfnis nach Mobilität. Legte ein Europäer
1970 durchschnittlich 17 Kilometer pro Tag
zurück, sind es 30 Jahre später 35 Kilometer.
Der Preis: Der Autoverkehr nimmt zu und mit
ihm Herausforderungen in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Globalisierung sorgt für zunehmende Verkehrsströme
zum Gütertransport. In Verbindung mit der
Urbanisierung stellt die zunehmende Mobilität die entstehenden oder schon existierenden Megacities vor das Problem, die Infrastrukturen anzupassen, um den Verkehrskollaps zu vermeiden. Das ermöglicht neue Antriebs- und Beförderungskonzepte.
Schon jetzt spricht man von „Digital Natives“
und „Digital Immigrants“. Wenn man bedenkt, wie schon die Immigrants mit neuen
digitalen Technologien umgehen, die Natives
sie aber noch selbstverständlicher nutzen
werden, wird deutlich, welche Veränderungen der Gesellschaft hier bevorstehen. Onlinenetzwerke wie Facebook wachsen ebenso
rasant wie die Verbreitung von Computern,
der Zugang zum Internet wird allgegenwärtiger. Durch die neuen Technologien und
Netzwerke wandelt sich die Form der Kommunikation, das Web 2.0 eröffnet neue virtuelle Geschäftsmodelle.
7. New Work
9. Klimawandel
Die Arbeitswelten sind schon heute erheblichem Wandel unterzogen. Der Grund hängt
Globale Erwärmung und Klimawandel –spätestens seit sich zerstörerische Hurrika- >
Zukunftsmanager
■
Strategie & Kultur
Ausgabe 1/2011
13
© iStock
Anzeige
Kommunikativ: Die
Welt wächst zusammen - dank digitaler
Technologien.
ne, sengende Sommerhitze und milde Winter
häufen, sind diese Worte in aller Munde. Die
Prognosen für die Zukunft klingen bedrohlich: Wüsten breiten sich aus, Gletscher
schmelzen, und Landstriche werden überflutet. Mittlerweile hat man die Gefahren des
Klimawandels erkannt und bemüht sich
weltweit um Klimaschutz. Die Folge: Die
Nachfrage nach sauberen und energieeffizienten Technologien steigt immens, zum einen aufgrund von Gesetzen und Verordnungen, zum anderen aufgrund der am Wunsch
nach Nachhaltigkeit orientierten Kundenerwartungen. Ein wichtiger Einflussfaktor für
den Klimawandel ist vor allem der Megatrend Mobilität.
© fotolia
10. Sicherheit
Spezielle Wünsche:
Die Individualisierung
sorgt für gesellschaft-
Mit der Ausbreitung urbaner Ballungsräume
werden zukünftig mehr Menschen und zudem von unterschiedlicher Herkunft auf engem Raum zusammenleben. Diese Dichte
und die wachsende Zahl von Naturkatastrophen und terroristischen Anschlägen fördert
das Bedürfnis nach Sicherheit in der Bevölkerung. Betroffen ist neben der privaten auch
die Unternehmenswelt, wo es um den Schutz
geistigen Eigentums und wichtiger Daten
vor Hacker-Angriffen geht. Die Nachfrage
nach Sicherheitstechnologien wird dabei auf
allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Ebenen steigen.
<
lichen Wandel.
d.schleidt@zukunftsmanager-magazin.de
Innovation und Zukunft
Die Verlagsbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Erscheint Donnerstag, 8. September 2011
Anzeigenschluss: Donnerstag, 25. August | Druckunterlagenschluss: Donnerstag, 1. September
Themenauswahl
X Vision 2020: Können Unternehmen Megatrends nutzen?
X E-Mobility: Vision und Wirklichkeit
X Megatrend Nachhaltigkeit: Zukunftsthema Green Technology
X Individualisierte Medizin: Der Mensch im Mittelpunkt?
X Fortschritt für alle: Erfolgsfaktor Innovationskultur
X Biotech: Eine Branche wird erwachsen
X Exportschlager: Cloud Computing wird die IT verändern
X New Energy: Visionen für die Energieversorgung der Zukunft
X Produktion und Prozesse: Wohin führt der Weg in Deutschland?
Kontakt:
F.A.Z.-Institut Telefon: (069) 7591 3205
E-Mail: a.schoenen@faz-institut.de
Zukunftsmanager
■
Strategie & Kultur
Ausgabe 1/2011
14
Datenhighway statt Fließband
Offen, hell, ästhetisch:
Von Clara Görtz
ein Ausschnitt aus dem
Büro der Zukunft
Weltweit werden immer mehr
Arbeitsplätze abgeschafft. Was zunächst bedrohlich klingt, ist auf den
len. Die andere Ecke des Raums ist mit Massagestühlen, Zeitungsständern und Kopfhörern ausgestattet, aus denen leise Entspannungsmusik strömt.
zweiten Blick vollkommen logisch:
Der an einen festen Ort und an eine
fixe Zeit gebundene Bereich der Arbeit verwässert zunehmend und ist
aufgrund tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen wie der demographischen Entwicklung einem
bedeutenden Wandel unterworfen.
Darauf müssen sich Unternehmen
© Fraunhofer
schon heute einstellen.
Der riesige Raum ist lichtdurchflutet. Unmittelbar am Fenster stehen im hinteren Bereich
edle, sandfarbene Designersitzmöbel. Darunter liegt ein Flokati-Teppich. Im vorderen Teil
befinden sich rechts eine vollautomatische
Kaffeemaschine und Stehtische, links eine
Multimediainsel mit W-LAN-Anschlüssen,
mobilen Geräten, einem großzügigen Flachbildschirm, ein paar Schreibtischen und Stüh-
So oder so ähnlich könnte das Büro der Zukunft aussehen – zumindest, wenn es nach
den Forschern des Fraunhofer-Instituts für
Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
geht. In Stuttgart hat das Institut ein „Office
Innovation Center“ gegründet und erforscht
dort, wie die Zukunft der Arbeit aussieht. Ein
Blick in die Räume des Centers zeigt: Entspannung und Stress, Konzentration und
Austausch, Freizeit und Arbeit liegen in Zukunft eng beisammen. Denn eines ist sicher:
Arbeitsplatz- und Organisationsstrukturen
befinden sich aufgrund gesellschaftlicher
und wirtschaftlicher Veränderungen in einem tiefgreifenden Wandel. Traditionelle
Rollenmuster und familiäre Strukturen brechen immer stärker auf, die Globalisierung
erfordert von Arbeitnehmer und Arbeitgeber
wesentlich mehr Mobilität und Flexibilität.
Innovative Technologien ermöglichen darüber hinaus eine neue Kommunikation, die
maßgeblich im virtuellen Raum stattfindet.
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich auf diesen Wandel schon
heute einzustellen und sich mit neuen Konzepten der Frage zu widmen, wie sie zum
einen ihre Arbeits- und Organisationsstrukturen in Zukunft so effizient wie möglich
gestalten und dabei zum anderen den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter Rechnung tragen.
Wie dies konkret aussehen kann, weiß Frank
Schabel. Er ist Head of Marketing and Communications des Personaldienstleisters Hays.
„Den festen Arbeitsplatz, wie wir ihn heute
kennen, wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Vielmehr arbeiten wir stärker an mobilen Arbeitsplätzen, die zu Hause, im Unternehmen,
am Flughafen oder im Park verortet sein können. Die Face-to-Face-Kommunikation wird
dadurch aber nicht abgelöst, sondern bleibt
wichtig. Insgesamt wird Arbeit schnelllebiger, virtueller und deutlich fragmentierter.“
Während Arbeit heute oft noch an starre Arbeitszeiten, fixe Orte und zentrale Unternehmensstrukturen gebunden ist, findet sie in
Zukunft in einer globalisierten Informationsund Wissensgesellschaft statt.
>
■
Strategie & Kultur
Ausgabe 1/2011
© Fraunhofer
Zukunftsmanager
Kommunikationsinsel:
Feste Arbeitsplätze
wird es bald wohl nicht
mehr geben.
Schabel fasst die Zukunft von Arbeitsstrukturen unter dem Stichwort einer „lebensphasenorientierten Personalpolitik“ zusammen.
Das heißt zum Beispiel: „Alleinerziehenden
Müttern oder Vätern können flexible Arbeitszeiten angeboten werden. Sie sollten auch
die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu
arbeiten.“
Dass dies in der Praxis schon heute möglich
ist, beweist das mittelständische Softwareunternehmen Inosoft: Es verfügt über eine
betriebseigene Kinderbetreuung, in der eine
Tagesmutter die Kinder der Mitarbeiter im
Unternehmen in ihre Obhut nimmt. Alleinerziehende werden außerdem zum Beispiel
durch flexible Handhabung der Arbeitszeiten
unterstützt oder arbeiten von zu Hause aus.
Andere nehmen Überstunden und Urlaubstage flexibel in Anspruch, um nach der Geburt möglichst lange bei Mutter und Kind zu
sein. Bei kaum einem Mitarbeiter stehe es
überhaupt zur Debatte, ob Elternzeit in Frage
komme, erzählt Karin Batz, Vorstandsmitglied von Inosoft. Sie kümmert sich persönlich um Probleme und Wünsche ihrer Mitarbeiter und erstellt gemeinsam mit ihnen individuelle Arbeitszeitmodelle. Darüber hinaus zahlt das Unternehmen monetäre Zuschüsse zum Kindergarten und schickt die
Tagesmutter auch schon mal in die Familien,
wenn beide Eltern erkrankt sind. Der finanzielle und organisatorische Aufwand erscheint für Außenstehende enorm. Doch
Batz erklärt, dass er sich lohne: „Oberstes Ziel
unserer Personalpolitik ist es, eine Win-winSituation zu schaffen, die einen großen
Mehrwert sowohl für die Mitarbeiter als
auch für das Unternehmen bietet“.
Dass diese Rechnung aufgeht, beweisen die
Zahlen: Die Krankmeldungen sind kaum erwähnenswert. Und die Fluktuation ist ebenfalls vergleichsweise gering.
Trotz des Erfolgs bereitet Karin Batz ein Problem Kopfschmerzen. „Eine große Herausforderung stellt in Zukunft die Pflegebedürftigkeit von Familienangehörigen dar.“ Während
Eltern ihre Kinder vor Ort betreuen lassen
könnten, sei das mit pflegebedürftigen älteren Menschen nicht ohne weiteres möglich.
„Denn jeder Mensch wird auf eine individuel-
15
le Art älter. Der eine hat Alzheimer, der andere leidet unter Parkinson, und der nächste
hat ein Herz-Kreislauf-Problem. Außerdem
haben erwachsene Menschen einen eigenen
Willen und eine ganz persönliche Vorstellung
davon, wie sie leben möchten. Das alles bekommt man nicht unter einen Hut, und das
bereitet mir große Sorgen.“ Obwohl Karin
Batz mittlerweile über ein großes Netzwerk
in Sachen Personalpolitik verfügt und sich
auf Veranstaltungen immer wieder über diverse Möglichkeiten informiert, hat sie noch
keine adäquate Lösung gefunden. Aus ihrer
Sicht wird dieses Problem in Zukunft zunehmen – und damit letztlich auch die Balance
zwischen Arbeit und Freizeit gefährden.
Flexible Arbeitsmodelle eignen sich aktuell
ohnehin noch nicht für jedes Berufsfeld. Insbesondere im produzierenden Gewerbe gelingt es Unternehmen selten, innovative
Strukturen zu implementieren. „Die Arbeit
am Fließband kann natürlich nicht einfach
nach Hause verlegt werden“, sagt Personalexperte Schabel und ist sicher: „Diese Arbeitsplätze werden in Zukunft tendentiell
eher wegfallen“. Dafür nehme der Automatisierungsgrad zu und ziehe eine weitere Konsequenz nach sich: „Unternehmen sind dann
auf Fachkräfte angewiesen, die die Maschinen steuern können und das entsprechende
IT-Wissen besitzen.“
Diese Fachkräfte sind in Deutschland bekanntermaßen rar – ausgerechnet, bilden sie >
Zukunftsmanager
■
Strategie & Kultur
16
Ausgabe 1/2011
Anzeige
Mehr Informationen
In einem Video des Fraunhofer IAO
können Sie einen virtuellen Rundgang durch das Büro der Zukunft
unternehmen. Eine Bildergalerie
und weitere Informationen finden
Sie außerdem auf der Homepage
des Projekts.
 Im Internet
 Als Video
doch einen entscheidender Baustein für die
Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Zwar
seien sich Unternehmen dieses Problems
durchaus bewusst, sagt Schabel. In der Praxis
allerdings macht Hays oft die Erfahrung, dass
eine große Diskrepanz zwischen Bewusstsein
und Handeln herrsche. Seine Empfehlung lautet deshalb: „Unternehmen müssen neue Arbeits- und Organisationsstrukturen nicht nur
andenken, sondern sie jetzt schon mit einem
hohen Maß an Flexibilität sowie Offenheit
einleiten und in die gesamte Wertschöpfungskette integrieren.“ Qualifikation spielt
dabei aus seiner Sicht eine wesentlich Rolle:
„Politik und Bildung, Unternehmen und Gesellschaft müssen sich diesem Thema umfassend widmen. Dabei gilt es, spezielle Kompetenzen gezielt zu entwickeln, Theorie mit Praxis zu verknüpfen und Menschen schon früh
für bestimmte Bereiche zu begeistern“.
Die Personalpolitik der Zukunft will also heute schon angegangen sein – und macht sich
bereits jetzt bezahlt. Laut Fraunhofer IAO lassen sich mit der Einführung neuartiger sowie
flexibler Arbeitsorganisations- und Büroformen die Fixkosten dauerhaft um bis zu 30
Prozent senken. Damit nicht genug: Es ist
auch davon auszugehen, dass innovative
Konzepte vom Arbeitsplatz der Zukunft die
Kommunikationsgeschwindigkeit zwischen
Mitarbeitern erhöhen und ihre Leistungen
ebenso wie ihre Zufriedenheit steigern.
<
c.goertz@zukunftsmanager-magazin.de
Jetzt anmelden und Schnellbucherrabatt sichern!
UNTERNEHMERGIPFEL MÜNCHEN 2011
8. September 2011
Deutsches Museum, München
www.innovationsgipfel.de
Gastgeber
Platinpartner
Mitveranstalter
Regional-/Systempartner
Hauptmedienpartner
Medienpartner
Initiator
Zukunftsmanager
■
Produkte & Dienstleistungen
Ausgabe 1/2011
17
Die Zukunft liegt im App-Store
Von Henning Dransfeld und Stephan Verclas
Mitarbeiter im Außendienst greifen
unterwegs sicher auf alle relevanten
Informationen im Firmennetz zu,
Kunden einer Versicherung regeln
einen Unfallschaden an Ort und
Stelle mit ihrem Smartphone. Das
sind nur zwei Beispiele, wie das
Handy zum verlängerten Arm seines
lia
© foto
Nutzers wird.
ckender Ja
in
o
r
ü
nes er
Das B
rtpho
a
m
S
:
e
en
tasch
nehm
.
Unter
n
e
n
keiten
f
öf
öglich
M
e
u
e
viele n
Handys in ihren unterschiedlichsten
Ausprägungen sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten zum Standardgerät für die Sprachkommunikation
avanciert. 2010 besaß jeder Deutsche
im Schnitt rund 1,3 Mobiltelefone. Parallel
zum Ausbau der Mobilfunknetze zu breitbandigen Datennetzen wie Long Term Evolution (LTE) greifen zudem immer mehr Nutzer
unterwegs auf das Internet zu. Der Branchenverband Bitkom schätzt den Umsatz mit
mobilen Datendiensten in Deutschland bis
Ende 2011 auf 7 Milliarden Euro.
Gleichzeitig steigt der Absatz von Smartphones um 36 Prozent auf 10,1 Millionen. Damit ist jedes dritte verkaufte Handy ein
Smartphone. Für Unternehmen erschließen
sich zukünftig mit dem Computer für die Jackentasche zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten, mit denen sie unter anderem
die Produktivität ihrer Mitarbeiter erhöhen.
So lässt sich etwa der Außendienst im Inund Ausland besser in die Kommunikationsinfrastruktur einbinden. Das betrifft nicht
nur Funktionen wie E-Mail, Kontakte und Kalender, sondern auch Kunden- und Produktdaten und aktuelle Infos. Der mobile Zugriff
auf das Intranet macht Fachberater jederzeit
auskunftsfähig. Auf Anfrage des Kunden rufen sie die aktuellsten Produkt- und Preisinformationen ab. Das Ergebnis ihres Kundenbesuchs erfassen sie mit ihrem Smartphone
und übermitteln die Daten direkt an das zentrale ERP-System sowie ihre Rechner im
Home-Office. Damit sind auch die Kollegen
im Innendienst informiert. Medienbrüche
und aufwendiges manuelles Nacharbeiten
am PC fallen weg, der Mitarbeiter gewinnt
Zeit. Statt abends im Büro handschriftliche
Aufzeichnungen in seinen PC zu tippen,
macht er sich gleich auf zum nächsten Kundentermin.
Ruft nach einer Promotionsaktion ein Interessent im Callcenter des Unternehmens an,
geben die Agenten seine Daten ins CRM-System ein. Der Vertriebsmitarbeiter in der
räumlichen Nähe des Anrufers greift mit seinem Smartphone auf die Informationen zu.
Er ruft den potentiellen Kunden zurück und
vereinbart mit ihm noch am selben Tag einen
Termin. Alle im Gespräch neu gewonnenen
Daten tippt er ebenfalls in sein Smartphone
ein. Auf dem Weg zum Kunden leitet ihn seine Navigations-App zum Zielort, die
Reisekosten rechnet er anschließend ebenfalls über sein Smartphone ab. Der Vertriebsleiter hat zudem mit einem Klick einen grafischen Überblick über den Stand der Aktivitäten seines Mitarbeiters, die von ihm erzielten
Umsätze und seine Kosten.
Smarte Personalmanager
und Servicetechniker
Auch im Personalmanagement greifen Mitarbeiter über mobile Applikationen auf zentrale Anwendungen und Daten zu. So >
■
Produkte & Dienstleistungen
lia
© foto
Zukunftsmanager
„Megatrends
verändern die
Wirtschaft“
Thomas Spreitzer, Leiter Marketing
T-Systems, spricht in seinem Vortrag
auf dem 3. Focus Jahreskongress ITManagement der Zukunft 2011 über
Megatrends wie Web 2.0, Aging
und Globalisierung sowie fünf daraus resultierende Leitgedanken, um
IT langfristig als Business-Enabler
zu positionieren.
 Als Video
Ausgabe 1/2011
können sie Personalgespräche zum Beispiel
in der Kantine oder in der Produktionshalle
führen und mit ihrem Tablet-PC relevante Informationen wie Krankenstände oder Leistungsdaten abrufen.
die Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.
Viele IT-Chefs beschäftigen sich deshalb zurzeit damit, Smartphones sicher in den Unternehmenskontext einzubinden, ohne ihren Innovationscharakter zu sehr auszublenden.
Doch trotz aller vielversprechenden neuen
Smartphone-Funktionen: Das Unternehmen
muss sich darüber klar sein, welche Prozesse
es mit welchen Endgeräten und für welche
Fachabteilungen mobilisieren will. Ohne
eine
offizielle
Richtlinie,
welche
Smartphones im Unternehmen zugelassen sind und unterstützt werden, muss
der IT-Support von Fall zu Fall prüfen, ob
ein Gerät in die Firmenumgebung integriert werden kann. Erst mit der richtigen
Mobilisierungsstrategie lassen sich Anwendungen und Endgeräte bestmöglich aufeinander abstimmen.
Mobile Schadensmeldung
Ein Trend, wonach immer mehr Mitarbeiter
ihre eigenen privaten Geräte auch beruflich
nutzen wollen, stellt völlig neue Anforderungen an die IT-Abteilungen. Sie müssen Konzepte erarbeiten, um die vielen Gerätetypen
und Betriebssysteme sicher in die IT-Landschaft zu integrieren. Wählt sich ein vireninfiziertes Endgerät in das Firmennetz ein, kann
sich der Infekt rasant ausbreiten und großen
Schaden anrichten. Gleichzeitig dürfen die Sicherheitsmaßnahmen aber nicht die Funktionen der Geräte zu sehr einschränken. Das wäre zum einen kontraproduktiv, zum anderen
würden die Anwender nach Wegen suchen,
Um aufzuzeigen, welche Geschäftsanwendungen sich künftig mobilisieren lassen und
welches Potential sich dahinter für Großunternehmen und öffentliche Organisationen
verbirgt, arbeiten für T-Systems im Münchner Innovation-Center erste Demonstratoren
zukunftsorientierter IKT-Lösungen.
Dazu gehört eine Anwendung für Versicherungen, mit der sich die Aufnahme von Schadensmeldungen, etwa bei einem Autounfall,
vor Ort über Smartphones abwickeln lässt. Der
Versicherte ruft im Callcenter an und meldet
den Versicherungsfall. Er erhält daraufhin per
E-Mail oder SMS eine Schadendokumentations-App aufs Smartphone, und der Agent am
Telefon unterstützt den Kunden dabei, den
Schaden an Ort und Stelle zu erfassen und zu
dokumentieren. Der Versicherte fotografiert
zudem die Unfallstelle und die Fahrzeuge.
Anschließend übermittelt er die Daten per
Knopfdruck an die zentralen Backend-Server
der Assekuranz. Die Bilder werden hier inklusive Zeitstempel und Ortsstempel mit Geoinformationen automatisch hinterlegt und so
eine vollständige Schadensmeldung erstellt.
Der Sachbearbeiter prüft die Daten und leitet
18
die Regulierung des Schadens ein. Einen Gutachter muss die Versicherung meist nicht
mehr einschalten, sondern kann den Vorfall
gleich beim ersten Kundenkontakt zum Abschluss bringen. Sie spart somit Zeit und Kosten. Gleichzeitig verbessert das Unternehmen seinen Service: Der Kunde erhält für seine persönlichen Unterlagen ein digitales Dokument der Schadensbearbeitung auf seinem Smartphone.
Apps plakativ
Ein anderes Beispiel richtet sich an Unternehmen aus dem Einzelhandel. Ihre Werbeplakate sind mit einem sichtbaren Code versehen,
der einen Gutschein enthält. Um an ihn heranzukommen, fotografiert ein Smartphonenutzer den Code. Er kann die Aufnahme direkt
an der Kasse im Geschäft einlösen oder den
Gutschein an Bekannte weiterleiten – übers
Handy oder übers soziale Netzwerk. Der Clou
dabei: Der Gutschein gewinnt durch die Weitergabe zunehmend an Wert. Mit einer Lösung im Hintergrund erkennt das Kassensystem im Geschäft den Gutschein. Den gültigen
Rabatt berechnet es automatisch. Daneben
erfährt das Management der Einzelhandelskette, auf welche Weise der Gutschein seinen
Besitzer erreicht hat. So lassen sich Kampagnen durch das sogenannte virale Marketing
in ihrer Wirkung verstärken.
Die Beispiele zeigen: Das Potential mobiler
Geschäftslösungen für Unternehmen ist
enorm. Vor allem das Web 2.0 und die da- >
Zukunftsmanager
■
Produkte & Dienstleistungen
Ausgabe 1/2011
19
Anzeige
Innovation zum
Anfassen
Komplexe, erklärungsbedürftige
IKT-Lösungen entstehen meist im
Verborgenen. Sie lassen sich einem
breiten Publikum nicht wie viele
Konsumgüter „einfach mal so“ verständlich präsentieren. Potentielle
Anwender müssen sie oft erst ausprobieren, um ihren Nutzen für die
eigenen Geschäftsprozesse zu „begreifen“. Im September 2010 eröffnet T-Systems deshalb im Münchner
Euroindustriepark sein Innovationszentrum, das erste seiner Art. Hier
wird die Großkundensparte der
Deutschen Telekom künftig ihr gesamtes zukunftsorientiertes Portfolio bündeln, weiterentwickeln und
vor Ort auf „Herz und Nieren“ prüfen. Auf rund 400 Quadratmetern
werden die Lösungen anschaulich
präsentiert. Und das nicht nur mit
Power Point oder Drucksachen, sondern in Form von installierten Szenarien, mit unterschiedlichen
Endgeräten und Testsystemen.
 Im Internet
mit verbundenen Möglichkeiten der OnlineKollaboration bieten hier spannende Ansätze.
Ein umfassender und breiter App-Einsatz
steht allerdings heute noch am Anfang. Das
betrifft insbesondere den Datenzugriff sowie
die Synchronisation von Informationen mit
den Kernsystemen. Die bestmögliche Architektur für leistungsfähige, skalierbare und bezahlbare mobile Lösungen gilt es erst noch zu
finden. Fragen hierzu richten sich unter anderem an die App-Erstellung, ihre Integration in
die bestehende IKT-Landschaft eines Unternehmens sowie ihre Zukunftsfähigkeit. Eins
ist sicher: Insellösungen, Standardapplikationen oder Lösungen, die nur ein Betriebssystem oder eine Anwendung unterstützen, können die Anforderungen mobiler Mitarbeiter
auf Dauer nicht erfüllen.
<
Dr. Henning Dransfeld
ist Marketing-Stratege
für mobile Anwendungen,
bei T-Systems,
Frankfurt am Main.
6. – 7. SEPTEMBER 2011, DORTMUND
info@t-systems.com
Dr. Stephan Verclas
ist Leiter Innovation Center
bei T-Systems,
Frankfurt am Main
www.zukunftskongress-logistik.de
In Kooperation mit:
info@t-systems.com
Zukunftsmanager
■
Methoden & Werkzeuge
Ausgabe 1/2011
20
Zukunftsperspektive für
Unternehmen
Von Klaus Burmeister
Der Begriff „Megatrend“ wird mittler-
John Naisbitt
weile inflationär verwendet. Doch
Mehr über den amerikanischen
Autor und Megatrendsetter John
Naisbitt finden Sie auf seiner
Homepage
was ist ein Megatrend eigentlich?
Und was sollen Unternehmen damit
anfangen? Eine Analyse.
Mehr Informationen
 Im Internet
Den Begriff „Megatrend“ prägte der USamerikanische Autor John Naisbitt in seinem Buch „Megatrends“ aus dem Jahr 1982,
das in 57 Ländern publiziert wurde und monatelang die Bestsellerlisten dominierte. Er
zeichnete darin ein Bild der Zukunft von der
Jahrtausendwende anhand von zehn durchgreifenden Entwicklungen und wurde zu einem Wegbereiter der strategischen Trendanalyse in Wirtschaft und Gesellschaft. So
nahm er bereits den Begriff der Globalisierung vorweg, sah die steigende Selbstverantwortung des Individuums, die Informations- und Multioptionsgesellschaft voraus
und erkannte, dass dezentrale, netzwerkartige Strukturen im neuen Jahrtausend dominieren werden.
Megatrends können verstanden werden als
langfristige, übergreifende, wirkungsmächtige und empirisch erfassbare Transformationsprozesse, die die Zukunft prägen. Damit
ein Transformationsprozess als Megatrend
identifiziert werden kann, müssen sein Zeithorizont, seine Reichweite und Wirkungsstärke analysiert werden. Der Megatrend
„Demographischer Wandel“ hat beispielsweise eine übergreifende Bedeutung, weil er
sich gleichzeitig auf die sozialen Sicherungssysteme, auf die Ökonomie, die Innovationsfähigkeit, die Technikentwicklung, die Arbeitswelt und die Migration auswirkt. Zudem ist er langfristig ausgerichtet, weil seine Wirkungen weit in die Zukunft reichen,
und wirkungsmächtig, da er grundlegende
Veränderungen mit sich bringen wird. ZPunkt hat zu Beginn des Jahrtausends auch
angesichts einer inflationären Verwendung
des Begriffs insgesamt 20 Megatrends identifiziert. Diese Auswahl hat sich bewährt
und dient inzwischen vielen Unternehmen
und Institutionen als wichtige Orientierung
für den Blick in die Zukunft.
Unterschiedliche Megatrends von
strategischer Bedeutung
Welche Bedeutungen Megatrends für Unternehmen haben, ist pauschal nicht zu beantworten. Bestimmte Megatrends – wie
Demographie, Gesundheit oder Klimawandel – stehen in vielen Konzernzentralen auf
der strategischen Agenda. In der Praxis zeigt
» Megatrends sind langfristige, übergreifende,
wirkungsmächtige und
empirisch erfassbare
Transformationsprozesse«
sich allerdings immer wieder, dass für jedes
Unternehmen aus der eigenen Perspektive
unterschiedliche Megatrends von strategischer Bedeutung sind. Wie aber werden Megatrends zum Mehrwert für Unternehmen?
Erst durch den Transfer der Megatrendinformationen in den spezifischen Unterneh- >
■
Methoden & Werkzeuge
Ausgabe 1/2011
© fotolia
Zukunftsmanager
ie die DigiMegatrends w
n einen
he
talisierung zie
n Wandel
weitreichende
nach sich.
menskontext sowie in der Übersetzung
auf zukünftige Innovationsfelder, Märkte
und Produkte – nicht der Trend an sich ist interessant, sondern seine strategischen Implikationen auf gesellschaftliche Handlungsfelder wie zum Beispiel Bauen und
Wohnen, Gesundheit oder Mobilität. Die Bedeutung von Megatrends liegt in der Zukunftsorientierung, die sie Unternehmen
bietet: durchgreifend, langfristig und differenziert.
Konzept der Megatrendanalyse
Aber wie kann ein Unternehmen mit Megatrends umgehen? Eine Methode ist das Konzept der Megatrendanalyse. In einem Prozess, der in der Regel vier Phasen durchläuft,
wird die Unternehmensentwicklung aus der
Perspektive ausgewählter Megatrends meist
in der zeitlichen Perspektive von zehn Jahren
betrachtet. In einem ersten Schritt wählt
hierzu das Unternehmen die für sich relevanten Megatrends aus (beispielsweise den Me-
21
gatrend „Demographischer Wandel“ mit folgenden Schlüsselfaktoren: Wachstum und
Alterung der Weltbevölkerung, schrumpfende Gesellschaften im Westen und Geburtenboom in Entwicklungsländern sowie anwachsende Migrationsströme) und erarbeitet gleichzeitig ein spezifisches Verständnis
der ausgewählten Megatrends. Im zweiten
Schritt wird gemeinsam die Wirkung der entsprechenden Megatrends analysiert – beginnend mit ihren Wirkungen auf Gesellschaft
und Wirtschaft. Danach erfolgt auf dieser Basis eine Analyse der Wirkungen zweiter Ordnung auf das spezifische Unternehmensumfeld. Im Ergebnis werden zentrale durch die
Megatrends getriebene Handlungs- beziehungsweise Innovationsfelder sichtbar. In einem dritten Schritt werden diese Innovationsfelder unternehmensspezifisch strukturiert: Sie zeigen Bereiche auf, in denen trendgetrieben ein Handlungs- und Innovationsbedarf besteht. Spätestens in dieser Phase
werden möglichst aus allen Bereichen des
Unternehmens Mitarbeiter in den Prozess
mit einbezogen, um in kreativen und interaktiven Workshopformaten auf Grundlage der
erarbeiteten Innovationsfelder gemeinsam
Ideen für zukünftige Produkte und Innovationen zu entwickeln. Diese werden dann gemeinsam verdichtet und bewertet. Im vierten Schritt werden die Ergebnisse im Hinblick auf Business Opportunities gemeinsam
strukturiert erörtert und weiter eingeordnet.
Das Ergebnis einer Megatrendanalyse können entweder Produkte oder eine Aus- >
Zukunftsmanager
■
Methoden & Werkzeuge
Ausgabe 1/2011
22
Anzeige
Trendanalyse
Z-Punkt verfügt über eine gut zehnjährige Erfahrung und konnte Unternehmen wie Siemens und BASF
bei Megatrendanalysen erfolgreich
begleiten. Seit zwei Jahren wenden
sich auch verstärkt mittelständische
Unternehmen an das Unternehmen.
Hierfür wurde ein spezifischer und
auf die jeweiligen Möglichkeiten
zugeschnittener Prozess entwickelt
und umgesetzt.
Mehr Informationen
 Im Internet
wahl konkreter Innovationfelder, eine Innovationsstrategie oder eine Roadmap sein.
Das gewünschte Ergebnis bestimmt das Unternehmen zu Beginn des Prozesses.
Strategische Zukunftsorientierung
von Unternehmen
Eine Megatrendanalyse benötigt in der Regel
vier bis sechs Monate. Es sollte unternehmensintern von einem Projektteam begleitet
werden, das alle wichtigen Unternehmensbereiche repräsentiert. Die Mitarbeit des
Teams kann im Wesentlichen auf die Workshops beschränkt bleiben. Eine intensive Beteiligung ist allerdings wünschenswert. Für
den Erfolg ist es unabdingbar, dass die Geschäftsleitung den Prozess trägt und am besten direkt beteiligt ist. Neben den konkreten
Projektergebnissen sind vor allem auch die
intensiven Lernprozesse im Projektteam herauszustellen. Sie schaffen damit eine gute
Voraussetzung für die betriebliche Umsetzung. Ein solcher Prozess bedarf einer angemessenen Fortführung und schafft damit eine gute Grundlage für eine strategische Zukunftsorientierung des Unternehmens.
<
Klaus Burmeister
ist Geschäftsführer von
Z-Punkt – The Foresight
Company, Köln.
burmeister@z-punkt.de
Zukunftsmanager
■
Politik & Internationaler Vergleich
Ausgabe 1/2011
23
Vergleichsweise gut aufgestellt
Von Daniel Schrad-Tischler und Najim Azahaf
Deutschland rangiert bei Zukunftsthemen im Vergleich mit anderen
OECD-Staaten auf einem guten
Rang. Dennoch gibt es bei der politischen Ausrichtung auf die Zukunft
Schwachstellen.
Mehr Informationen
Ein Video präsentiert zentrale Ergebnisse des Projekts. Einen detaillierten Überblick erhalten Sie auf der
Homepage.
 Im Internet
 Als Video
Ein Blick in eine beliebige Zeitung dieser Tage
macht deutlich: Es mangelt nicht an komplexen Herausforderungen für die Zukunft. Eurokrise, Klimawandel, Atomausstieg, gesellschaftliche Alterung und Fachkräftemangel
oder der Kampf gegen den Terrorismus sind
nur einige Themen, für die sowohl langfristige politische Strategien als auch kurzfristig
konkrete Antworten gefragt sind. Zugleich
dokumentieren Umfragen regelmäßig einen
erheblichen Vertrauensverlust der Bürger in
die Problemlösungskompetenz deutscher
Politiker und Parteien. Ohne Frage ist es richtig, den Finger in die Wunde zu legen und auf
bestehende Defizite klar hinzuweisen.
Manchmal lohnt sich aber auch ein Vergleich, um die eigene Situation etwas diffe-
renzierter einordnen und die Strategien klar
auf die Zukunft ausrichten zu können.
Eine solche Perspektive eröffnet ein umfangreiches Projekt der Bertelsmann Stiftung, das
die Industriestaaten der OECD (Organisation
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung) regelmäßig einem systematischen Leistungsvergleich unterzieht. Detailliert werden mit den „Sustainable Governance Indicators“ der jeweilige Reformbedarf und die Reformfähigkeit dieser Länder
ermittelt.
Für Deutschland ergibt sich dabei weder ein
durchweg positives noch ein negatives Gesamtbild, wenn auch das Positive insgesamt
überwiegt. Was etwa den Reformbedarf in
zukunftsrelevanten Politikfeldern und die
Frage der Demokratiequalität betrifft,
schneiden derzeit lediglich die skandinavischen Staaten, Neuseeland, die Schweiz und
Kanada noch besser ab.
Dass Deutschland als eine der größten Volkswirtschaften im Status-Index auf Rang 8 direkt hinter diesen überwiegend kleineren
Staaten folgt, ist nicht zuletzt angesichts der
globalen Wirtschaftskrise ein erfreulicher
Umstand. Auch in der Umweltpolitik oder im
Feld Forschung und Entwicklung liegt die
Bundesrepublik weit vorne. Schwachstellen
zeigen sich – trotz brummender Wirtschaft –
hingegen bei der Herstellung gleicher Verwirklichungschancen. Dass Bildungserfolg
noch immer stark von sozialer Herkunft abhängt, viele Menschen trotz Vollzeitjobs am
Rande der Armut leben oder Migranten
schlechtere Zugangschancen am Arbeitsmarkt oder zu guter Bildung haben: All dies
sind schwere Hypotheken für die Zukunft.
Insgesamt gilt daher: Die Kapazitäten der Regierung für eine langfristige, zukunftsorientierte strategische Planung und Steuerung
sind noch ausbaufähig. Der Regierungsapparat spiegelt zum Teil noch Strukturen aus
dem späten 19. Jahrhundert wider. Die Ministerien sind stark versäult, die Verwaltung
eher nach innen gerichtet. Ein systematisches „Monitoring“ eigener Abläufe findet
kaum statt. Das Kabinett hat keine sonderlich starke Stellung für strategische Planung.
Vielmehr werden Politikvorhaben be- >
Zukunftsmanager
■
Politik & Internationaler Vergleich
Ranking
Status Index
8,65
8,64
8,52
8,51
8,34
8,12
7,89
7,77
7,75
7,65
7,63
7,60
7,49
7,37
7,22
7,17
6,86
6,78
6,74
6,59
6,54
6,51
6,35
6,33
5,94
5,82
5,70
5,48
5,25
5,12
4,65
Schweden
Norwegen
Finnland
Neuseeland
Dänemark
Schweiz
Kanada
Deutschland
Australien
Island
Niederlande
Luxemburg
USA
Irland
Vereinigtes Königreich
Belgien
Österreich
Tschechische Republik
Frankreich
Portugal
Japan
Chile
Spanien
Polen
Ungarn
Südkorea
Italien
Slowakei
Mexiko
Griechenland
Türkei
OECD-Durchschnitt
7,00
Im Ländervergleich
stechen die skandinavischen Länder deutlich
hervor.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
11
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
Ausgabe 1/2011
Management Index
8,29
8,20
7,90
7,79
7,72
7,71
7,24
7,23
7,05
7,04
6,84
6,84
6,82
6,79
6,41
6,39
6,33
6,15
6,07
6,03
6,00
5,92
5,88
5,87
5,82
5,79
5,76
5,71
5,62
4,75
4,54
Schweden
Norwegen
Dänemark
Finnland
Neuseeland
Australien
USA
Island
Luxemburg
Kanada
Deutschland
Niederlande
Vereinigtes Königreich
Schweiz
Japan
Österreich
Irland
Chile
Türkei
Spanien
Belgien
Südkorea
Tschechische Republik
Mexiko
Frankreich
Polen
Portugal
Ungarn
Italien
Slowakei
Griechenland
OECD-Durchschnitt
6,53
reits im Koalitionsausschuss zwischen den
Parteispitzen ausgehandelt. Auch steht die
recht starke Autonomie einzelner Ressorts einer frühzeitigen gegenseitigen Abstimmung
zuweilen entgegen.
Sieht man von Problemen wie diesen ab, ist
eine Grundvoraussetzung für zukunftsorien-
tiertes Regieren aber klar vorhanden: die hohe Demokratiequalität und eine durchaus
zufriedenstellende Beteiligungskompetenz
von Bürgern, Parlament und gesellschaftlichen Gruppen. Rechtsstaatlichkeit und demokratische Normen sind formal hervorragend ausgeprägt. Nur wenige OECD-Staaten
schneiden besser ab. Der Bundestag verfügt
über gute Ressourcen und Kontrollkompetenzen. Ebenso zeichnen sich Gewerkschaften und Verbände durch eine vergleichsweise
hohe Sachkompetenz aus, was lange nicht in
allen OECD-Staaten der Fall ist. Prinzipiell gilt
Letzteres auch für die Parteien. Doch sind gerade diese gefordert, den Bürgern auch tatsächlich schlüssige, zukunftsweisende Programme anzubieten. Dies wäre zumindest
ein wichtiger Schritt, um Tendenzen von Parteienverdrossenheit entgegenzuwirken.
Denn: Der Trend bei der tatsächlichen Partizipation in Gestalt von Wahlen ist eher rückläufig. Während jedoch die Distanz der Bürger zu klassischen Beteiligungsformen zunimmt, zeigt sich zwischen Berlin und Stuttgart zugleich ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement und die Bereitschaft zu unkonventionellen Formen politischer Partizipation. Und gerade hier liegt ein
zentrales Kriterium guten Regierens: Ohne
eine breite und (pro-)aktive Einbindung gesellschaftlicher Gruppen lassen sich grundlegende Reformen nicht durchführen. Die vorhandenen Kompetenzen von Bürgern und
gesellschaftlichen Akteuren sollten künftig
24
entsprechend noch besser einbezogen werden. Dies betrifft die Ebene der Bundesregierung, die die Konsultation gesellschaftlicher
Gruppen gerade in der Planungsphase politischer Vorhaben weiter verstärken könnte.
Und dies betrifft genauso alle nachgelagerten politischen Entscheidungsebenen – von
den Ländern bis zu den Kommunen.
Der OECD-Vergleich zeigt, dass gerade diejenigen Staaten besonders gute Politikergebnisse erzielen, die neben leistungsfähigen
Regierungsstrukturen auch über eine hochwertige und von den Bürgern ausgefüllte demokratische Ordnung verfügen. Deutschland
hat hier in vielen Punkten bereits sehr gute
Voraussetzungen – muss aber auch noch ein
paar Hausaufgaben erledigen.
<
Dr. Daniel Schraad-Tischler
ist Projektmanager Sustainable Governance Indicators,
Bertelsmann Stiftung,
Gütersloh.
daniel.schraad-tischler@bertelsmann-stiftung.de
Najim Azahaf
ist Projektmanager Sustainable Governance Indicators,
Bertelsmann Stiftung,
Gütersloh.
najim.azahaf@bertelsmann-stiftung.de
Zukunftsmanager
■
Kurz notiert
Ausgabe 1/2011
Umfrage: Mitmachen - und gewinnen!
25
Veranstaltungen
Zukunft 2050
Im Buch „Zukunft
2050“ fasst der
Wissenschaftsautor
Ulrich Eberl erstmals
anschaulich die
wesentlichen Trends zusammen, die
unser Leben in den nächsten Jahrzehnten prägen werden. Das Buch
bietet leicht verständliche Einblicke
in die Labors der Zukunftsmacher
ebenso wie spannende Ausblicke
in die Welt von morgen.
Ulrich Eberl: „Zukunft 2050".
Beltz & Gelberg 2011.
Weitere Informationen:
 Im Internet
Die rechtzeitige Vorbereitung auf die Zukunft gehört
heute zum Repertoire vieler Unternehmen. Bislang fehlt
aber ein Fachmagazin, das die Foresight-Experten in den
Unternehmen praxisnah begleitet und unterstützt. Der „Zukunftsmanager“, herausgegeben vom F.A.Z.-Institut in Kooperation mit Z-Punkt
The Foresight Company und weiteren Partnern, möchte diese Lücke schließen.
Inhaltlich wollen wir Akzente setzen und Ihre Tätigkeit mit einem Serviceteil unterstützen.
Hierzu ist uns Ihre Meinung sehr wichtig; deshalb möchten wir Sie bitten, uns nach der
Lektüre der ersten Ausgabe Ihre Einschätzungen und Wünsche mitzuteilen. Unser Ziel ist
es, das Magazin mit den Lesern immer weiter zu profilieren und zu einem unverzichtbaren
Leitmedium zu entwickeln. Mit der Teilnahme an folgender Umfrage könnten Sie uns
sehr behilflich sein: Wir sind gespannt auf Ihre Antworten! Unter den Teilnehmern werden
zehn Bücher verlost („Handbuch Zukunft 2010“, „Corporate Foresight“ und „Grünes Wachstum“; kreuzen Sie an, welches Sie am meisten interessiert.)
06./07. September 2011
Zukunftskongress Logistik –
29. Dortmunder Gespräche
Dortmund
Der „Zukunftskongress Logistik – 29. Dortmunder Gespräche“ vereint am 6. und 7. September 2011 zwei Kongressveranstaltungen,
die die wissenschaftliche Logistikforschung
mit der Umsetzung von Forschungsergebnissen in der Wirtschaft kombinieren. Die Veranstalter erwarten über 500 Teilnehmer und 20
Aussteller in der kongressbegleitenden Ausstellung.
www.zukunftskongress-logistik.de
Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit - und gewinnen Sie! Die Umfrage finden Sie
8. September 2011
 Im Internet
Innovation – Unternehmergipfel 2011
München
News
Akteure gesucht
Noch gibt es keinen fundierten Überblick
über Foresight-Akteure und -Aktivitäten in
deutschen Unternehmen. Das soll sich ändern. Deshalb führt nun das Institut für Technologie und Arbeit e. V., das für die Evaluation des Foresight-Prozesses des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
zuständig ist, eine Untersuchung zum The-
ma „Foresight in Unternehmen“ durch. Ziel
ist, neben einem Überblick auch die Anforderungen von deutschen Unternehmen an das
BMBF-Foresight zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Anforderungen sollen der BMBFForesight-Prozess weiterentwickelt und die
Nützlichkeit seiner Ergebnisse für Unternehmen gesteigert werden.
„Innovation und Gesellschaft“ lautet einer
der Schwerpunkte des „5. Innovation – Unternehmergipfels“, zu dem die Innovationsprojekte des F.A.Z.-Instituts und der Freistaat
Bayern nach München einladen. Einen Tag
lang kommen Topentscheider wachstumsstarker Unternehmen zusammen, um über
Innovationen und Trends in den Leitbranchen
zu diskutieren und Einblicke in die Innovationspraxis führender Spitzenunternehmen zu
erhalten.
www.innovation-unternehmergipfel.de
Zukunftsmanager
■
kurz notiert
Mission Zukunft:
ICT 2032 –
45 Thesen für den
Weg ins Morgen
Ausgabe 1/2011
News
Veranstaltungen
Biotechnologie von übermorgen
3. November 2011
26
Zukunftskongress Wien 2011
Wien
Smart Agents, die
den Nutzer im Internet vertreten, Geschäftsprozesse
und Netzwerke, die sich immer wieder selbst neu organisieren, sowie
Innovationen, die den gesamten
Alltag prägen: Was sich heute noch
im Versuchsstadium befindet,
wird 2032 dank Informations- und
Kommunikationstechnologie das
gesamte Geschäfts- und Privatleben
revolutioniert haben. Genau diese
Vision beschreibt das Buch.
Am 3. November 2011 veranstaltet das Zukunftsinstitut Österreich den Zukunftskongress in Wien über Megatrends und Märkte.
Die Veranstaltung findet im Studio 44 der
Österreichischen Lotterien statt.
Detecon International (Hg.): Mission
Zukunft: ICT 2032 – 45 Thesen für den Weg
ins Morgen. Detecon International 2011.
Die Veranstaltung bietet Teilnehmern und
Mitwirkenden eine Mischung aus visionären
Vorträgen hochkarätiger Referenten und
handfesten Praxisberichten aus innovativen
Unternehmen. Key Notes, parallele Fachforen,
Roundtables, Fachausstellung und Vertiefungsworkshops laden ein zum intensiven
Networken und Über-den-Tellerrand-Schauen.
Weitere Informationen:
 Im Internet
...
Ausgabe
e
t
s
h
c
ä
n
um
Die
ber 2011 z
ptem
t am 8. Se
rgipfel.
... erschein
ternehme
n
U
–
N
IO
INNOVAT
www.zukunftsinstitut.de
21./22. November 2011
© fotolia
Innovation 2011
München
Die Biotechnologie birgt reichlich Potential,
drängende Herausforderungen der Zukunft
zu bewältigen – etwa die Umstellung vom
Rohstoff Öl auf nachwachsende Ressourcen.
Doch auch wenn biotechnologische Verfahren bereits heute in zahlreichen Industrieprozessen Einzug gehalten haben, die gängigen
Verfahren stoßen oft an ihre Grenzen. Um das
volle Potential biotechnologischer Produktionsweisen auszuschöpfen, sind völlig neuartige Ansätze nötig. Mit dem Strategieprozess
„Biotechnologie
2020+“
will
das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Forschungsorganisationen und Hochschulen einen langfristigen Diskussionsprozess darüber
anstoßen, welche Schritte in Forschung und
Entwicklung notwendig sind, um der nächsten Generation biotechnologischer Verfahren den Weg zu ebnen. „Wir wollen Deutschland weltweit zu einem wichtigen Motor der
Biotechnologie machen“, betonte der Parlamentarische Staatsekretär des BMBF, Helge
Braun, und hob hervor, dass diese Schüsseltechnologie für viele verschiedene Anwendungsfelder wichtige Lösungsansätze bereitstellen könne. Nun gelte es aber auch, die Entwicklungszyklen zu verkürzen. „Wenn wir international wettbewerbsfähig bleiben wollen, können wir es uns nicht leisten, gute Ideen – auch für noch weit entfernte Produkte –
nicht schon heute anzugehen“, sagte er.
www.innovation-kongress.de
■
kurz notiert
Blogs
Weitergen:
Vom Forscher für die Forschung
Geschrieben aus der Sicht eines
Wissenschaftlers, berichtet Weitergen über aktuelle Themen und
Trends in der Forschung. Seit Anfang 2008 erscheinen in unregelmäßigem Abstand neue Artikel. Der
Autor ist promovierter Biologe und
betreibt Grundlagenforschung an
einem öffentlich finanzierten Institut im europäischen Ausland.
www.scienceblogs.de/weitergen
Innovation: Eine Idee mehr
Changemanagement, Innovationsfinanzierung, Innovationsmanagement, Innovationsmarketing, Wissensmanagement,
Zukunftsforschung: Themen wie diesen widmet sich der Blog „Innovation!“.
http://blog.schallnus.de
ZukunftsBlog:
Trends von morgen
In einer multipolaren Welt entscheiden künftig mehrere Zentren
über die Zukunft. Der Blog erklärt,
welche dazugehören und wie Unternehmen an den Trends von
morgen partizipieren.
www.zukunftsletter.de/zukunftsblog
Ausgabe 1/2011
27
News
Haus der Zukunft
Stadion als Baukasten
Wie werden wir in 20 oder 30 Jahren leben?
Dieser Frage widmen sich Forscher schon
heute in Entwicklungsabteilungen. Am Berliner Kapelle-Ufer zwischen Hauptbahnhof
und Reichstagsgebäude entsteht mit dem
„Haus der Zukunft“ ein Ort der Präsentation
und der Diskussion von Wissenschaft und Innovation in Deutschland. In Ausstellungen
und mit Veranstaltungen soll es seinen Besuchern Blicke in die Welt von morgen ermöglichen und zur Auseinandersetzung mit den
Chancen, aber auch den Risiken wissenschaftlichen und technischen Fortschritts
einladen. Das „Haus der Zukunft“ stellt Personen, Institutionen und Prozesse vor, die in
Deutschland F&E voranbringen.
Das Olympiastadion der Zukunft funktioniert wie ein Baukasten – jedenfalls, wenn es
nach Eleanor Fawcett, Designchefin beim Organisationskomitee der Olympischen Spiele
2012 in London, geht. Das Stadion soll 80.000
Plätze bieten, danach aber auf eine Kapazität
von 25.000 zurückgebaut werden. Der
Grund: London will langfristig von den Spielen profitieren. Fünf der entstehenden Sportstätten werden nach der Veranstaltung wieder abgerissen.
Wie ein Gerüst: das Londoner Olympiastadion
 Download des Artikels
Welt im Wandel
170 Umfeldtrends
Ein ausgewählter Ort
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
(WBGU) hat sein Hauptgutachten 2011 „Welt
im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine
Große Transformation" vorgelegt. In diesem
Bericht begründet der WBGU die dringende
Notwendigkeit einer postfossilen Wirtschaftsweise, zeigt zugleich die Machbarkeit
der Wende zur Nachhaltigkeit auf und präsentiert zehn konkrete Maßnahmenbündel
zur Beschleunigung des erforderlichen Umbaus.
Einen systematischen Überblick über 170
Umfeldtrends aus Gesellschaft, Wirtschaft,
Technologie, Politik und Umwelt gibt der
„Trendradar 2020“, den Z-Punkt in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Softwareschmiede Itonics entwickelt hat. Er ermöglicht das interaktive Durchsuchen, Verstehen
und Bewerten der unterschiedlichen Trends
und unterstützt Unternehmen so im strategischen Trendmanagement.
Der Masterstudiengang Zukunftsforschung
der Freien Universität Berlin ist ein Gewinner
des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. Der Studiengang wurde aus rund 2.600
Bewerbungen ausgewählt und als „Ausgewählter Ort 2011“ ausgezeichnet. Ziel des
Masterstudiengangs ist es, die Techniken
wissenschaftlichen Arbeitens in der Zukunftsforschung zu vermitteln und gleichzeitig einen starken Bezug zur Praxis herzustellen. Im Fokus steht dabei immer der besondere Status des Wissenschaftsbereichs.
© London 2012
Zukunftsmanager
Einen Testzugang können Sie unter
saldern@z-punkt.de buchen.
Lesen Sie dazu einen Artikel aus unserem
Printmagazin INNOVATIONSMANAGER
Zukunftsmanager
■
Impressum | Fünf Fragen an
Ausgabe 1/2011
5 Fragen an
Impressum
Herausgegeben von:
F.A.Z.-Institut für Management-,
Markt- und Medieninformationen GmbH,
Innovationsprojekte
Markus Garn, Mitglied der Geschäftsleitung
Leiterin Center Innovationspublikationen:
Saskia Feiber
s.feiber@faz-institut.de
Leiter Redaktion Innovationsprojekte:
Daniel Schleidt
d.schleidt@faz-institut.de
Onlinemagazin Zukunftsmanager
Projektkoordinatorin, Anzeigen und Vertrieb:
Annika Schoenen
a.schoenen@zukunftsmanager-magazin.de
Redaktion:
Clara Görtz
c.goertz@zukunftsmanager-magazin.de
Redaktionelle Mitarbeit: Z_punkt,
Klaus Burmeister
Grafische Konzeption | Layout:
Nina Mündl (F.A.Z.-Institut)
Verlag:
F.A.Z.-Institut für Management-, Marktund Medieninformationen GmbH, Mainzer
Landstraße 199, 60326 Frankfurt am Main
Geschäftsführer: Volker Sach,
Dr. André Hülsbömer
Mitglied der Geschäftsleitung: Markus Garn
Titelfoto: gettyimages / Paper Boat creative
Internet:
www.zukunftsmanager-magazin.de
Kontakt:
F.A.Z.-Institut, Innovationsprojekte
Telefon 0 69 - 75 91 12 01
Abonnement:
Bezug kostenlos,
Erscheinungsweise: 6-mal pro Jahr
Kontakt:
F.A.Z.-Institut, Innovationsprojekte
Telefon: 0 69 - 75 91 32 05
Haftungsausschluss:
Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert
und zusammengestellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts des Zukunftsmanagers übernehmen Verlag und Redaktion keine Gewähr.
Axel Zweck, Leiter Zukünftige Technologien
Consulting der VDI-Technologiezentrum GmbH
Etwas, das bis 2020 aus unserer Lebenswelt
verschwinden wird?
Ich befürchte, dass Hunderte von Tier- und
Pflanzenarten verschwinden werden. Das ist
eines der größten ethischen Probleme unserer Zeit und eine schwere Hypothek für künftige Generationen.
5
Die wichtigste Innovation der letzten
zehn Jahre?
Für mich sind das zum Beispiel soziale Netzwerke im Internet. Dies gilt nicht nur für Industriestaaten – so nutzen beispielsweise indigene Völker in Brasilien soziale Netzwerke,
um in den Emissionshandel einzusteigen
und den Regenwald zu erhalten.
Etwas, das noch erfunden werden muss?
Effiziente Energiespeicher – denn Speicher
sind die zentrale technische Herausforderung.
Ein unterschätzter Trend?
Die Möglichkeiten, aber auch die Auswirkungen der virtuellen Realität.
Was würde Sie überraschen?
Die kalte Kernfusion würde mich sehr erstaunen.
Dr. Dr. Axel Zweck
studierte an der
Universität Düsseldorf Chemie und
Sozialwissenschaften. Anschließend
promovierte er zunächst in Biochemie und später in Sozialwissenschaften. Seit 1992 ist er Leiter der
Zukünftige Technologien Consulting
der VDI-Technologiezentrum GmbH.
Arbeitsschwerpunkte liegen in den
Bereichen Technologiemanagement,
Technologiefrüherkennung, Zukunfts- und Innovationsforschung,
Zukunftstechnologien, Nachhaltigkeitskonzepte, Nachhaltigkeit und
Technologie, innovationsbegleitende Maßnahmen.
28
Zukunftsmanager
■
Partner | Kontakte und Ansprechpartner
Ausgabe 1/2011
29
Die Partner des Zukunftsmanagers von Z bis A
Werden auch Sie Partner: info@zukunftsmanager-magazin.de
Corporate Partner
A UDG company
Themen- und Programmpartner
Herausgegeben von
Zukunftskongress
Leben 3.0
Kontakte
jaron GmbH
Burkhard Köpper
Hanauer Landstraße 143
60314 Frankfurt
Z-Punkt
Klaus Burmeister
Anna-Schneider-Steig 2
50678 Köln
Inosoft AG
Thomas Winzer
Im Rudert 15
35043 Marburg
Scenario Management
International AG
Dr. Alexander Fink
Klingenderstraße 10–14
33100 Paderborn
Infraserv GmbH &
Co. Höchst KG
Constanze Buckow-Wallén
Industriepark Höchst
65926 Frankfurt a.M.
RWTH Aachen University
VDI-Professur für
Zukunftsforschung
Univ.-Prof. Dr. rer. pol. habil.
Daniel Barben
Mies-van-der-Rohe-Straße 10
52074 Aachen
HA Hessen Agentur GmbH
Miriam Schroer
Abraham-LincolnStraße 38-42
65189 Wiesbaden
Hays AG
Frank Schabel
Willy-Brandt Platz 1-3
68161 Mannheim
Deutsches Museum
Zentrum Neue Technologien
Museumsinsel 1
80538 München
A.T Kearney GmbH
Kaistraße 16a
40221 Düsseldorf
F.A.Z.-Institut GmbH
Innovationsprojekte
Daniel Schleidt
Mainzer Landstraße 199
60326 Frankfurt am Main
Zukunftsmanager ■ Ausgabe 1/2011
ANZEIGE
ukunftsmanager
was morgen ist.
Heute wissen,
Heft 14 –
für
Magazin
Der Zukunftsmanager gefällt Ihnen?
Dann registrieren Sie sich jetzt kostenfrei hier,
um keine Ausgabe zu verpassen!
Juni 2011
/ EUR 9,50
lg
menserfo
n Unterneh
hhaltige
und nac
nskultur
Innovatio
Im Strom
n
der Ware
t ist grün,
k der Zukunf
Die Logisti
zt
und vernet
intelligent
Hompel
Michael ten
ist Initiator
clusters
des Effizienz
hr.
LogistikRu
Bei Registrierung bis zum 15. August schenken wir Ihnen
zwei Ausgaben des Printmagazins INNOVATIONSMANAGER..
ISIERUNG
& GLOBAL
OVATION
FOKUS: INN
bus
Glo
n
de
heck
SMANAGER-C
Einmal um
24
86
Zehn Länd
OVATION
er im INN
Weizsäcker
r Energie
Anwalt de eltexperte Ernst Ulrich von
Interview
mit Umw
86
24
vatio
www.inno
nsmanage
.de
r-magazin
16:10:33
30.05.2011
Foto: VW
1
Titel.indd
00_Inno0211_
ukunftsmanager
Das neue Onlinemagazin.
Eine Initiative des F.A.Z.-Instituts, Innovationsprojekte.
www.zukunftsmanager-magazin.de
30
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
26
Dateigröße
9 446 KB
Tags
1/--Seiten
melden