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Grosser Wettbewerb

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www.bielertagblatt.ch
23. bis 26. Oktober 2014
herbstmesse
büren
Beliebter Treffpunkt
von Jung und Alt
Verkaufen, präsentieren,
gemütlicher Schwatz – die
Herbstmesse bietet viel.
Seite 5
Christoph Erb als
Eröffnungsredner
Der KMU-Direktor will die
Berufslehre stärken.
Seite 7
Was tun, wenns
brennt?
Mitarbeitende des Brandausbildungszentrum geben
Auskunft.
Seite 17
Grosser Wettbewerb
Seite 19
23.-26.10.
Offizielle Messezeitung
herbstmesse büren
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Redaktionelle Beilage Nr. 248
Inhalt
Leute treffen, Kunden gewinnen
Messe als Kontakt-Netzwerk
Traditioneller
Treffpunkt
Vom 23. bis 26. Oktober wird
die Turnhalle wieder zum
beliebten Treffpunkt zwischen
Besuchern und Gewerbetreibenden. Nebst dem Präsentieren der Waren und Dienstleistungen sind aber auch die
Gespräche mit der Kundschaft
und das gemütliche Beisammensein wichtig.
Seite 5
Gewerbe will Lehre
stärken
Einer der Eröffnungsreder ist Christoph Erb,
Direktor der Berner KMU. Im Interview unterstreicht er, wie wichtig die Berufslehre als Einstieg ins Berufsleben ist und was das Gewerbe
unternimmt, um den Jugendlichen diesen Einstieg schmackhaft zu machen.
Seite 7
Austausch Wirtschaft
und Politik fördern
Gemeindepräsidentin Claudia Witschi, Nationalrat Albert Rösti und Marianne Meister, Gewerbeverbandspräsidentin, werden an der Eröffnung der diesjährigen Messe teilnehmen. Sie
machen sich Gedanken darüber, was die Politik
für die Wirtschaft tun kann. Ein Musterbeispiel
war etwa, so die Gemeindepräsidentin, die
Umfahrung des Stedtlis. Seite 13
Brandschutz «live»
erleben
An den drei Messetagen erhalten Besucher einen
Einblick in das Wirken des Bürener Ausbildungszentrums für Sicherheit AfS. Sie erleben Brände
«live» mit und erfahren, was bei der Brandbekämpfung wichtig ist und wie der Umgang mit
Kleinlöschgeräten funktioniert.
Seite 17
Praktisches für
den Messebesuch
Wettbewerb –
es winken tolle Preise
Der Hallenplan zeigt, wo welche Aussteller ihre
Produkte feilbieten oder sich vorstellen. Und wo es
etwas zu essen und trinken gibt. Seiten 10 und 11
Lesen Sie die Beilage durch, beantworten Sie drei
Fragen – und mit etwas Glück ist einer der Preise
Ihrer. Seite 19
3
Editorial
Gute Atmosphäre,
gemütliches
Beisammensein
KERSTIN WÄLTI
S
eit Jahren geht in Büren die Herbstmesse
jeweils ohne Probleme und Nebengeräusche über die Bühne. Die Zuschauer strömen jeweils in Scharen in die Tennishalle
und die grösstenteils regionalen Handwerker,
Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe halten der
Messe auch zu einem grossen Teil die Treue. Die
Veranstalter haben mittlerweile sogar schon fast
ein «Luxusproblem»: Dieses Jahr nehmen über 60
Betriebe an der Ausstellung teil – so viel wie noch
nie. Einigen Ausstellern musste sogar eine Absage
erteilt werden.
Dies zeigt, wie beliebt die Herbstmesse bei den
«Die Herbstmesse ist vor
allem ein Treffpunkt – für
Aussteller und Besucher.»
lokalen Gewerbetreibenden ist, die jeweils an
den Tagen vor der Ausstellung fleissig beim Aufbau der Infrastruktur mithelfen und wie gut das
Messe- Organisationskomitee seine Arbeit macht,
indem es ihm alle zwei Jahre gelingt, ein tolles Angebot auf die Beine zu stellen und sowohl Aussteller als auch Besucher an die Messe zu locken. Bewährt hat sich sicher, dass sich das OK schon zum
grössten Teil aus langjährigen, erfahrenen Mitgliedern zusammensetzt und dass die Zusammenarbeit zwischen Gewerbetreibenden und den politischen Behörden so gut funktioniert – im Gegensatz zu anderen Messen, die teilweise durchzogene Bilanzen ziehen.
Vor allem aber ist die Herbstmesse Büren ein
Treffpunkt für die Menschen aus der Region. Hier
kommt man auf ein Schwätzchen oder ein Glas
Wein zusammen, hier lässt man sich über neue
Produkte oder Dienstleistungen des lokalen Gewerbes beraten, tauscht sich miteinander aus,
pflegt Privat- und Kundenkontakte und verbringt
einfach ein paar gemütliche Stunden.
IMPRESSUM
Redaktion: Kerstin Wälti,
Daniel Rohrbach, Silvia Stähli
Bilder: Tanja Lander, Carole
Lauener, Peter Samuel Jaggi
Layout: Mike Brero
Für Themen und Inhalte der
redaktionellen Beilage ist
alleine die Redaktion des
«Bieler Tagblatts» zuständig.
Für die kommerziellen Sonderseiten ist der Veranstalter
verantwortlich.
herbstmesse büren
Montag, 20. Oktober 2014
Redaktionelle Beilage Nr. 244
5
Beliebte Messe
Annäherung von Politik und
Wirtschaft in Büren
An der
Herbstmesse
präsentieren sich
so viele Betriebe
wie nie zuvor. Dies
bringt auch einige
Vorarbeit mit sich.
MARCEL HABEGGER
Wenn der Anmeldeschluss fünf
Monate vor der Herbstmesse
jeweils vorüber ist, beginnt für
die Organisatoren ein «Puzzlespiel». Die angemeldeten Aussteller müssen so platziert werden, dass alle Betriebe in der
3000 Quadratmeter grossen
Tennishalle von Büren Platz haben. «Es ist wirklich wie ein
Puzzle, doch diese Aufgabe löst
unser Bauchef jeweils mit Bravour», sagt Pius Leimer, Koordinator und Pressesprecher der
Messe. Dieses Jahr werden es
mit über 60 Ausstellern im Vergleich zu 2012 gar noch einige
mehr sein. «Es hat jeder Aussteller trotz der Kompaktheit
eine gute Ausgangslage. Unsere
Messe hat den Vorteil, dass sie
nicht so verzettelt ist wie andere Ausstellungen», so Leimer.
Damit alle Platz haben, wird
in diesem Jahr gar ein Squashraum in einen Ausstellungsraum umfunktioniert. Viel
grösser könnte die Ausstellung
aber nicht mehr sein, weshalb
die Organisatoren einigen Firmen auch eine Absage erteilen
mussten. «Ein anderes Jahr
könnte ein Garagist oder ein
Gartenbauer seinen Stand
eventuell auch vor der Halle
haben, ansonsten sind wir
Das OK-Team: Pius Leimer, Daniel Reusser, Roland Maffeo, Mariann Bürgi Goetschi, Andreas Scheidegger, Alfred Lehmann, Beat
Bild: Tanja Lander
Schwab, Claude Bigler, Bruno Graber (von links nach rechts).
schon ausgelastet», sagt Leimer.
Jeder muss mit anpacken
Beim Aufbau der «Messehalle» muss jeder Gewerbler
mitanpacken. Am Dienstag vor
der Messe wird gemeinsam der
Holzboden verlegt und die
Stände werden aufgestellt, am
Mittwoch geht es an die Inneneinrichtung der rund 60 Stände.
Am Donnerstagmittag wird die
Halle schliesslich noch gereinigt, damit sie für die Eröffnung
um 17 Uhr bereit ist.
Während den Ausstellungs-
Organisationskomitee
Ein eingespieltes Team
Durch den zwei Jahresrhythmus und die Beständigkeit
des Organisationskomitees
können die Organisatoren
auf ein grosses Know-how
zurückzugreifen. Einzig Daniel
Reusser als Kassier und
Andreas Scheidegger als OKMitglied sind für die Ausgabe
2014 neu hinzugekommen.
Alfred Lehmann amtet neu als
OK-Präsident. Zum OK-Team
der Herbstmesse gehören
zudem Bruno Graber, Mariann
Bürgi Goetschi, Roland
Maffeo, Beat Schwab,
Claude Bigler und Pius
(mh)
Leimer.
«Besucher
können sich
beraten lassen oder
nur reinschauen.»
Pius Leimer,
Pressesprecher und Koordinator
der Herbstmesse Büren
tagen werden verschiedene bekannte Personen aus Politik
und Wirtschaft Ansprachen halten. Aus dem Kanton Bern sind
dies Christoph Erb, Direktor des
KMU-Dachverbandes des Kantons, und Nationalrat Albert
Rösti. Aus Solothurn werden
Marianne Meister, Präsidentin
des kantonalen Gewerbeverbandes, und Peter Brotschi,
Kantonsratspräsident zu den
Ausstellern und Besuchern sprechen. Dass je zwei Personen aus
dem Kanton Bern und Solothurn Ansprachen halten, ist
kein Zufall. «Solothurn ist durch
die Nähe ein wichtiger Ansprechpartner für das Gewerbe
von Büren», erklärt Pius Leimer
die Auswahl. Die Organisatoren
wollen mit den ausgewählten
Referenten den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft der
beiden Kantone fördern.
Am Rhythmus festhalten
Pius Leimer ist überzeugt,
dass man mit dem Format der
Herbstmesse ein Produkt hat,
das passt. «Da die Aussteller
während mehreren Tagen die
eigentliche Tätigkeit nicht oder
nur beschränkt ausüben können, kommt ihnen ein Zweijahres-Rhythmus sicher entgegen.» Dies zeigt sich auch dabei,
dass die Mehrheit der Aussteller
immer dieselben sind, ein Drittel kommt jeweils neu dazu.
Ähnlich wie bei einem Inserat
in einer Zeitung ist der Erfolg
für das Gewerbe aber nur
schwer messbar. «Es ist wie ein
Inserat, nur dass das Inserat an
der Herbstmesse sprechen und
Antworten geben kann», sagt
Leimer zu den Vorteilen eines
Messestandes. Es sei auch ein
sehr ungezwungener Anlass.
«Die Besucher können sich beraten lassen oder in der Festwirtschaft auch nur etwas essen
oder trinken.»
herbstmesse büren
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Redaktionelle Beilage Nr. 248
Berufsbildung
«Manche Lehren sind ebenso
anspruchsvoll wie die Matur»
Die Berufslehre ist
ein Einstieg in
Berufsleben, der
alle Möglichkeiten
offen lasse, erklärt
Christoph Erb,
Direktor der Berner
KMU.
tern sagen, mein Kind geht
doch besser ins Gymnasium,
wenn es die Anforderungen
dazu erfüllt. Wie könnte man
hier
einen
Meinungsumschwung herbeiführen?
Wenn jemand an die ETH will
oder eine wissenschaftliche
Karriere einschlagen möchte,
dann ist es sicher richtig, wenn
man den gymnasialen Weg einschlägt. Aber wenn ein junger
Mensch nebst der Intelligenz
auch eine hohe praktische Begabung hat, dann lohnt es sich
zu überlegen, ob nicht eine Berufslehre mindestens so gut
sein könnte. Zudem gilt es sich
immer vor Augen zu halten,
dass Hochschulabsolventen
und -absolventinnen aus gewissen Sparten Mühe haben,
später ins Berufsleben einzusteigen, weil es zu viele von ihnen hat.
DANIEL ROHRBACH
Eine Berufslehre in der Industrie oder generell handwerkliche Berufe rangieren in der
Beliebtheitsskala bei den Jugendlichen nicht zuoberst.
Was läuft hier falsch?
Christoph Erb: Es sind in letzter
Zeit Anzeichen da, dass wir die
Anerkennung steigern konnten.
Ich möchte hier auf die erstmals
durchgeführten Berufsmeisterschaften Swiss Skills hinweisen,
die im September in Bern über
die Bühne gegangen sind. Dies
war ein sehr erfolgreicher Anlass, an dem man den Stolz und
die Begeisterung bei den jungen
Berufsleuten spürte. Dies hat
sich auch auf die Besucher übertragen. Immer mehr Leute sind
sich bewusst, dass es nicht sinnvoll ist, einzig auf den gymnasialen Weg zu setzen. Eine Erhöhung der Maturitätsquote
schwächt letztlich alle, die Berufsbildung, aber auch Gymnasien und Universitäten. Diese
Botschaften tragen wir weiter. Es
ist wichtig, den Leuten zu sagen, dass die Berufsbildung eine
echte Alternative zur Fortsetzung der schulischen Bildung
ist.
Was kann das Gewerbe konkret machen, das diese Botschaft auch ankommt?
Konkret können wir aufzeigen,
was die Chancen sind. Die Berufsbildung ist ein Einstieg in die
Berufswelt, der alle Möglichkeiten offen lässt. Wir müssen auch
seitens Arbeitgeber offen sein für
Weiterentwicklungen. Wenn
eine Unternehmung den Eindruck erweckt, sie beschäftige
Lehrlinge, um auf diese Weise
über billige Arbeitskräfte zu ver-
«Eine Berufslehre ist auch eine wichtige Lebenserfahrung», ist Christoph
Erb überzeugt.
Bild: Carole Lauener
«In unserem Berufsbildungssystem
bilden wir nicht
Theoretiker,
sondern Praktiker
aus.»
Christoph Erb
Direktor Berner KMU
fügen, ist sie sicher auf dem
Holzweg.
Im letzten Jahr wurde in der
Schweiz jede zehnte Lehre abgebrochen. Warum?
Wir bedauern dies sehr. Jeder
Lehrabbruch ist einer zu viel.
Oft führen falsche Vorstellungen von einem Beruf zum Abbruch. Oder es werden seitens
der Lehrlinge die schulischen
Anforderungen nicht erfüllt.
Häufig melden uns Betriebe,
dass sie Lehrlinge einstellen, um
ihnen eine Chance zu geben,
aber dann feststellen müssen,
dass es eben nicht reicht.
Laut dem Bundesamt für Statistik ist im letzten Jahr rund
jeder fünfte Elektroinstallateur-Lehrling durch die Abschlussprüfung gefallen. Stellen gewisse Berufsverbände zu
hohe Anforderungen an ihre
Lehrlinge?
Es gibt Berufslehren, die ebenso anspruchsvoll sind wie eine
gymnasiale Matur. Nehmen wir
als Beispiel den Automechatroniker. Manchmal fehlen die
besten und man greift auf die
zweit- oder drittbesten zurück.
Und dies kann dann zu Lehrabbrüchen oder zu einem Scheitern in der Lehrabschlussprüfung führen. Es ist nicht so, dass
man Freude an hohen Anforderungen hat. Bei gewissen Berufen sind die Anforderungen
einfach hoch.
Aber da ist es in einem gewissen
Sinn verständlich, wenn sich El-
In vielen Ländern kennt man
unser Berufsbildungssystem
nicht. Wie würden Sie einem
Ausländer dessen Vorzüge
schildern?
Ich würde erklären, dass wir
nicht Theoretiker, sondern Praktiker ausbilden. In einer Berufslehre wird einem auch bewusst
gemacht, dass ein Produkt, für
das man keinen Käufer findet,
nicht viel Wert ist. Das ist eine
wichtige Lebenserfahrung. Zudem ist unser System im Vergleich zu Vollzeitschulen kostengünstig.
Zur Person
Christoph Erb
Christoph Erb, 58, ist seit
1993 Direktor des Gewerbeverbands Berner KMU in
Burgdorf – mit über 22000
Mitglieder die grösste
Wirtschaftsorganisation im
Kanton Bern. Der Fürsprecher arbeitete von 1985 bis
1992 als Sekretär des
Schweizerischen Gewerbeverbands, ab 1992 als Vizedirektor. Von 1986 bis 2006
sass er für die FDP im Grossen Rat, von 2000 bis
2004 wirkte er als
Fraktionschef.
(dr)
7
herbstmesse büren
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Redaktionelle Beilage Nr. 248
Zusammenarbeit Politik und Wirtschaft
In der Politik braucht es
echte Wirtschaftspartner
Was kann die
Politik für die
Wirtschaft tun? Wir
haben bei Claudia
Witschi, Albert
Rösti und Marianne
Meister nachgefragt. Diese drei
Politiker sind
Eröffnungsredner.
DANIEL ROHRBACH
Die Politik solle stets bestrebt
sein, der Wirtschaft eine verlässliche Partnerin zu sein, sagt
Bürens Gemeindepräsidentin
Claudia Witschi (SP). Wichtig
ist ihr dabei, stets den Kontakt
«zu unseren Industrie- und Gewerbetrieben zu suchen», damit man wisse, wo allenfalls
der Schuh drückt. Als konkretes Beispiel nennt sie dabei
etwa die Umfahrung des Stedtlis und die damit zur Diskussion gestandene Parkplatzfrage. Dabei habe das Gewerbe
signalisiert: Die Umgestaltung
sei gut, aber es dürfe nicht weniger Parkplätze haben als vor-
her. «Hier konnte die Gemeinde sagen: Ja, da können
wir Hand bieten.» Natürlich
gäbe es dabei immer auch Diskussionen, bei denen die eigene Sichtweise dargelegt werden kann und dann müssten
die verschiedenen Interessen
abgewogen werden.
Mehr Gewerbetreibende
Doch kommen die Anliegen
des Gewerbes in der Politik immer an? Eben dies sei leider zu
oft zu wenig der Fall, sagt Marianne Meister, Präsidentin des
Kanton-Solothurnischen Gewerbeverbands (FDP). «Wir haben, anders als andere Branchen, zu wenig Vertreter in den
Parlamenten.» Es ist aber nicht
so, dass Gewerbetreibende
nicht gewählt würden. Das Problem sei vielmehr, dass sich
viele gar nicht in der Politik engagieren würden. «Viele sind
derart von ihren Alltagsgeschäften absorbiert, dass die
Zeit nicht mehr für die Politik
reicht. Dies ist sehr bedauerlich.» Dabei, sagt die Geschäftsführerin eines Detailhandelsbetriebs, die im Solothurner
Kantonsparlament
sitzt, bräuchten das Gewerbe
Leute in der Politik, die darüber
Bescheid wüssten, was in den
Betrieben vor sich geht. «Wir
brauchen echte Wirtschaftsvertreter und nicht nur solche, die
wirtschaftsfreundlich sind.»
Die Anliegen des Gewerbes
unter einen Hut bringen ist allerdings alles andere als einfach. Durch stetig Kontaktpflege
«eine Knochenarbeit», sagt sie,
gelte es die verschiedenen Interessen immer wieder zu bündeln. «Es ist wichtig, dass die
Wirtschaft mit einer Stimme
«Die Politik
schafft gute
Rahmenbedingungen.»
Albert Rösti
SVP-Nationalrat
auftritt», sagt die Gewerbepräsidentin. Denn: Ob Grossfirma
oder kleiner Betrieb, seien die
Grundprobleme, etwa die ausufernde Bürokratisierung, für
alle dieselben.
Nicht kleinreden will Albert
Rösti den administrativen Aufwand, mit dem sich die Unternehmen herumschlagen müssen. Doch der SVP-Nationalrat
Die Politik muss der Wirtschaft Hand bieten, ist Gemeindepräsidentin Claudia Witschi überzeugt.
Bild: Tanja Lander
und Uetendorfer Gemeindepräsident richtet den Blick zuerst einmal auf das Positive:
«Seit vier Jahren ist die Schweiz
nach OECD-Bewertung der
wettbewerbsfähigste Standort
der Welt. Dabei leistet die Region Biel-Seeland mit der Uhren- und ganz allgemein der
Präzisionsindustrie einen wichtigen Beitrag», sagt er. Diese
Wettbewerbsfähigkeit komme
aber nicht von ungefähr. «Sie
hat auch mit den Rahmenbedingungen zu tun, welche die
Politik der Wirtschaft in den
letzten Jahrzehnten geschaffen
hat», ist er überzeugt.
Wohlüberlegt ändern
Rösti hebt dabei das stabile
politische Umfeld hervor, mit
dem sich die Schweiz hervortue. «Manchmal zum Leidwesen derer, die schnell etwas ändern wollen.» Die Änderungen
der Rahmenbedingungen fänden aber bei uns – wenn schon
– sehr wohlüberlegt statt.
Als weiteren Faktor nennt Albert Rösti das Bildungswesen.
Dieses trage, insbesondere bei
den KMU, viel zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Als dritten Faktor führt er den liberalen
Arbeitsmarkt an. So kranke die
italienische oder französische
Wirtschaft nicht zuletzt auch darum, weil es Unternehmen ab
einer gewissen Grösse verboten
sei, Leute zu entlassen. Darum
würden sich in diesen Ländern
Firmen scheuen, zusätzlich Personal einzustellen. Anders in
der Schweiz, wo ein Unternehmer Leute einstelle, im Wissen,
sie entlassen zu können, wenn
es wirtschaftlich erforderlich sei.
«Darum haben wir seit Jahren
praktisch Vollbeschäftigung»,
folgert Albert Rösti.
Am wichtigsten sei, die Wirtschaft möglichst frei arbeiten zu
lassen, lautet Röstis Fazit. Denn
die Politik habe sich immer bewusst zu sein, dass die Wertschöpfung eben nicht aus der
Politik komme, sondern aus
den KMU. «Und diese spielen
eine enorm wichtige Rolle für
unseren Wohlstand. Im Kanton
Bern beispielsweise zählen 86
Prozent aller Betriebe weniger
als neun Mitarbeiter.»
13
herbstmesse büren
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Redaktionelle Beilage Nr. 248
17
Brandausbildung
Täglich proben, um im Notfall
bereit zu sein
Im Ausbildungszentrum für
Sicherheit in
Büren an der Aare
werden nicht nur
Feuerwehrangehörige für den
«Notfall» geschult.
SILVIA STÄHLI
Rauch steigt auf, Flammen züngeln aus dem Gebäude und extreme Hitze breitet sich aus. Ein
paar Atemschützler nähern sich
mit einer Druckleitung dem
Brandobjekt. Befehle werden
erteilt, jeder Handgriff muss sitzen. Was Feuerwehr-Männer
und Frauen im Einsatz erleben,
ist im Ausbildungszentrum für
Sicherheit (AfS) in Büren Alltag.
Denn hier wird der Notfall zu
Schulungszwecken
täglich
nachgestellt, damit Profis und
Laien lernen, zur Verhütung der
Brandausbreitung beizutragen
An der Messe
Brände «live»
An den drei Ausstellungstagen der diesjährigen Herbstmesse stehen Führungen
durch das AfS auf dem Programm. Mehrmals am Tag
werden interessierte Besucher und Besucherinnen
zudem die Möglichkeit
haben, eine Brandsituation
«live» zu erleben bzw. bei
der Brandbekämpfung
anwesend zu sein. «Wir wollen Feuer erlebbar machen»,
so Patrick Widmer. Zudem
sollen die Gäste in der Handhabung von Kleinlöschgeräten instruiert und über
die Feuersimulationen, die
auf dem Gelände regelmässig stattfinden, orientiert
werden. Die VorführungsZeiten sind ersichtlich auf
Plakaten, über die Telefonnummer 032 351 37 54 oder
auf der Homepage
des AfS (www.brandausbildung.ch). (sst)
Die Mitarbeiter des Brandausbildungszentrum zeigen Laien und Profis, wie sie sich in Notfällen verhalten
sollen.
Bild: zvg
und Brände zu löschen. «Das
richtige Verhalten bei einem
Brandausbruch ist entscheidend für den Schutz von Menschen, Tieren und Sachwerten»,
erklärt Patrick Widmer, Leiter
Entwicklung und stellvertretender Geschäftsleiter im AfS.
Vier Marktsegmente
Das AfS, ein Gemeindeverband, dem alle Gemeinden des
Seelands zugeteilt sind, setzt
sich aus vier Marktsegmenten
zusammen. Die Feuerwehr mit
einem Anteil von circa 45 Prozent nimmt die zentralste Rolle
ein. Die Kernkompetenz liegt
dabei vor allem in der Innenbrandbekämpfung. Grundausbildungen und Weiterbildungen für die regionalen Feuerwehren gehören ebenso dazu
wie kantonale Kurse sowie
Schulungen für Feuerwehren
aus der ganzen Schweiz.
Zu
Ausbildungszwecken
steht ein Brandhaus zur Verfügung, in welchem mittels Gasbrandsimulationen geübt werden kann. Bei der Realbrandausbildung, auf die das AfS spezialisiert ist, wird mit echtem
Feuer und echtem Rauch geübt. Neu steht ab sofort eine
Abluftreinigungsanlage zur Verfügung.
Stark am Wachsen ist das
Segment Industrie und Gewerbe mit einem Anteil von
circa 30 Prozent. «Das richtige
Verhalten im Brandfall ist für
immer mehr Firmen und deren
Angestellte zu einem wichtigen
betriebsinternen Thema geworden», so Patrick Widmer. Dazu
gehöre auch die Instruktion an
Kleinlöschgeräten. «Viele haben ein solches Gerät zu Hause
oder im Büro, wissen aber
nicht, wie damit umzugehen ist
oder haben Angst, im Notfall
etwas falsch zu machen.» Mittels mobiler Infrastruktur kön-
«Das richtige
Verhalten im
Brandfall ist
entscheidend.»
Patrick Widmer
Stv. Geschäftsleiter des AfS
nen Ausbildungen vor Ort bei
den Kunden durchgeführt werden.
Der Zivilschutz, welcher einen Anteil von etwa 15 Prozent
ausmacht, führt im AfS vor allem die Grundausbildung
durch. Als Partner im Bevölkerungsschutz sind top ausgebil-
dete Zivilschützer nicht weg zu
denken. Auf die Vermietung der
Infrastruktur fallen etwa 10 Prozent der Einnahmen.
Gewappnet in die Zukunft
Das Angebot der einzelnen
Module/Kurse wird laufend
weiterentwickelt und richtet
sich an Feuerwehrorganisationen genauso wie an Einzelpersonen bzw. Firmen. Die Gebäudeversicherung des Kantons
Bern GVB unterstützt die
Brandausbildung im Sinne einer Prävention mit einen Beitrag, «was eine Schulung für Firmen und Einzelpersonen zusätzlich attraktiv macht», sagt
Widmer. Dass die vier Marksegmente gefestigt und die Entwicklung von Kernkompetenzen in diesen Segmenten vorangetrieben werden, ist Patrick
Widmer wichtig.
Mit der Ausbildungsinfrastruktur wolle und müsse man
ständig am Ball bleiben. Durch
neue Umweltschutzvorschriften
und steigende Anforderungen
in der Brandausbildung müssen auch bauliche Massnahmen
getroffen werden. Es ist vorgesehen, weitere Infrastrukturen sowie das Hauptgebäude zu erweitern und den modernsten
Standards anzupassen.
herbstmesse büren
Montag, 20. Oktober 2014
Grosser
Die Preise
Redaktionelle Beilage Nr. 244
19
Wettbewerb
1. Preis:
Frage 1:
Fahrrad Racing FS 57
von Canyon,
Wert Fr. 1999.–
Auf wie vielen Quadratmetern präsentiert
sich die Bürener Herbstmesse?
Wie geschaffen für tolle und
sportliche Touren: das
komfortable Fahrrad Rancing FS
57, überreicht von Velo-MotoGartengeräte Herbert Wyss, Arch.
❏
❏
❏
auf rund 1500 m2
auf rund 3000 m2
auf rund 5000 m2
Frage 2:
Welches Blatt beinhaltet das Logo der
Herbstmesse in Büren?
Ferien-Gutschein von
Schweiz Tourismus,
Wert Fr. 300.–
Mit diesem Gutschein kann
man die Ferien so richtig
geniessen. Der Gutschein wird
von der UBS AG in Büren an der
Aare überreicht.
Frage 3:
2014 findet die Herbstmesse zum 14. Mal im
Gesundheitspark statt. Wann hat sie zum
ersten Mal hier stattgefunden?
❏
❏
❏
3. Preis:
Geschenk-Gutscheine
vom büre gwärb,
Wert Fr. 100.–
Für Ihren Einkauf in Büren an
der Aare. Diese Gutscheine
werden von der Imag Druck
GmbH aus Büren an der Aare
überreicht.
1986
1988
1990
Talon einsenden bis 3. November 2014 an: Sekretariat Handwerker- und Gewerbeverein Büren und Umgebung, Hauptgasse 5,
3294 Büren an der Aare
Name
Vorname
Strasse
PLZ/Ort
Telefon
E-Mail
PREISSPONSOREN
ein Ahornblatt
ein Kirschbaumblatt
ein Blatt einer Edelkastanie
✁
2. Preis:
❏
❏
❏
Herzlich willkommen in Büren
Werte Besucherinnen und Besucher der Herbstmesse 2012
Ich begrüsse Sie im Namen des Gemeinderates und der Bevölkerung von
Büren an der Aare ganz herzlich zur diesjährigen Herbstmesse in unserem
Stedtli.
An dieser traditionellen Messe sind über 60 Handwerks- und Gewerbebetriebe aus Büren an der Aare und Umgebung zu sehen und repräsentieren so
eindrücklich den Wirtschaftstandort unserer Region.
Die motivierten Ausstellerinnen und Aussteller freuen sich auf Ihren Besuch
und beraten Sie gerne und kompetent.
An der Herbstmesse mit ihrem familiären Charakter gibt es für Jung und Alt
etwas Interessantes zu sehen und zu erfahren, und mit dem Messerestaurant
ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Ich danke dem Handwerker- und Gewerbeverein Büren und Umgebung ganz
herzlich für die Organisation und die Durchführung dieses Anlasses.
Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, wünsche ich viele interessante
Gespräche, gute Unterhaltung und ein paar gemütliche Stunden an der
Herbstmesse.
Claudia Witschi-Herrmann
Gemeindepräsidentin
Öffnungszeiten
25. bis 28. Oktober 2012
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
17.00–22.00 Uhr
16.00–22.00 Uhr
12.00–22.00 Uhr
10.00–17.00 Uhr
Modeschau: Boutique Barbara
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
19.00 Uhr
20.00 Uhr
20.00 Uhr
15.00 Uhr
Kommerzielle Seiten
Liste der Aussteller
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
33
34
35
Velo-Art.ch GmbH, Grenchen
Möbelbau Kunz, Meinisberg
EP Digirama AG, Grenchen
Tombola
Lehmann Baumschulen AG, Büren
Tourismus Büren an der Aare, Büren
Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG, Lüterswil
Nahrin, Lengnau
Raiffeisenbank Seeland Genossenschaft, Büren
Rüti Beck, Rüti bei Büren
Gasthof Bären,Oberwil bei Büren
Boutique Barbara, Büren an der Aare
Hofmann Schuhe und Sport, Büren
vb-styling, Büren an der Aare
Baumann Haustechnik GmbH, Fulenbach
Aare-Fenster GmbH, Aetingen
Garage Ackermann AG, Dotzigen
Fahrni’s Gärten, Büren an der Aare
SWG Grenchen, Grenchen
Energieversorgung Büren AG, Büren
Rumag AG, Lyss
Marti IT Support GmbH, Meinisberg
R. Grogg AG, Safnern
Apotheke/Drogerie am Marktplatz, Büren
ab ins Glas, Dotzigen
ParaMediForm, Büren
felt sense Praxis für Physiotherapie, Büren
VinoThek Getränke GmbH, Solothurn
Jenzer Küchen / Schreinerei, Lengnau
Swiss Life, Oberwil bei Büren
Stettler Haustechnik AG, Büetigen
Staub Storen AG, Büren
Ernst Fink AG Holzbau, Biezwil
UBS AG, Büren
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
Café Center Biel AG, Biel
Electro Stettler+Thönen AG, Büren
Ski-Shop Ramser GmbH, Lengnau
Ausbildungszentrum für Sicherheit, Büren
Gemeindeverband öffentliche Sicherheit Amt Büren,
Büren
Bruno Stauffer AG Gartenbau und Unterhalt, Pieterlen
Co-Glas AG, Schnottwil
Schwab Oberwil, Sanitär/Toilettenwagen,
Oberwil bei Büren
Malergeschäft E. Sansoni, Bettlach
RSW AG Vermessung Geoinformatik Bauingenieure, Lyss
Hübscher Garten - Forstgeräte, Lengnau
Elektro Carrel AG, Lengnau
Landi Büren a. A., Büren
Softub Mittelland GmbH, Dotzigen
Multiwellness.ch The Reconnection + anti aging, Dotzigen
H. Wyss / Velo - Moto - Gartengeräte, Arch
Physikalische Gefässtherapie BEMER, Busswil BE
Physikalische Gefässtherapie BEMER, Lyss
Physikalische Gefässtherapie BEMER, Schüpfen
Physikalische Gefässtherapie BEMER, Pieterlen
Spitex Verein Region Büren, Büren
Sigi-Gebäudehülle AG, Diessbach
Kocher Kaminbau GmbH, Lengnau
nassag, Trocknungs- und Messtechnik AG, Giebenach
Die Mobiliar, Lyss
da Laura, Südländische Spezialitäten, Büren
Berger Bau AG, Büren
Gerüstbau Maffeo AG, Rüti bei Büren
POLARFUCHS Ice Cream, Büren
Bieler Tagblatt Biel
Festwirtschaft: Bea und Claude Bigler, Bigler AG, Büren
Document
Kategorie
Seele and Geist
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