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Johannistag – das vergessene Fest Was im Jahr angefallen ist Al

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Nr. 68
mai / juni
2014
GEMEINDEBRIEF DES EV. PFARRAMTs AN DER COSTA BLANCA
Johannistag
– das vergessene Fest
Seite 3
Was im Jahr angefallen ist
Seite 10
Al-Azraq,
sagenumwobener Maurenfürst
Seite 26
MONATSSPRUCH
INHALT
3 Johannistag – vergessenes Fest mit
großer Bedeutung
5 San Juan in Alicante
DIE FRUCHT DES GEISTES ABER
IST LIEBE, FREUDE, FRIEDE,
LANGMUT,
FREUNDLICHKEIT,
GÜTE, TREUE, SANFTMUT UND
SELBSTBEHERRSCHUNG.
GALATER 5,22-23
6 Märtyrer des 20. Jahrhunderts
7 Was wir anPfingsten feiern
8 Tätigkeitsbericht
11 Gelungene Amtsübergabe
12 Viele Blüten, wenig Sonne
14 „Der Glaube ist die größte Freiheit“
15 Gemeindeveranstaltungen /
Gottesdienste Mai
17 Gemeindeveranstaltungen /
Gottesdienste Juni
19 Goldene Konfirmation
20 Ein feste Burg ist unser Gott
22 VALENCIA - GATA
23 Seniorenforum
26 Sagenumwobener Maurenfürst
29 Freud und Leid
31 So finden Sie uns / Impressum
Liebe Leserinnen, Liebe Leser
So soll Christsein sein.
Was der Apostel Paulus schreibt, klingt ganz schön.
So soll es sein unter uns.
Paulus bewegt immer wieder die Frage, wie christlicher Glaube auch sichtbar wird. Darum schreibt er
unter anderem seine Briefe. Und die Frage, wie soll
es denn nun unter uns sein, ist mindestens so alt
wie die Briefe des Paulus. Paulus setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass der christliche Glaube nicht nur
ein Gedankengebäude ist, sondern immer mit dem
Leben zu tun hat. Freilich findet Paulus große Worte, weil er etwas deutlich machen möchte. Wenn
wir mit Gedanken schon Christen sind, dann können
wir es doch auch mit dem ganzen Mensch sein. Es
reicht nicht, über den Glauben zu reden, er muss
gelebt sein; oder wie es Paulus schreibt, Frucht tragen. Darum versammeln wir uns auch regelmäßig
als Gemeinde, um uns zu stärken, zu vergewissern
und nach zeitgemäßen Formen christlichen Lebens
zu fragen.
Christen grenzen sich nicht von anderen ab, sondern
fragen, wie das Evangelium von Jesus Christus gelebt
werden kann. Paulus zählt einige Früchte, Eigenschaften auf, die an Christen zu sehen sein sollten.
Die letzte Frucht scheint mir in besonderer Weise
verloren gegangen zu sein. Martin Luther übersetzt
sie mit Keuschheit. In unserem Monatsspruch heißt
es Selbstbeherrschung. Gemeint ist – sich nicht einfach alles nehmen. Und das beginnt schon da, wo
wir fair gehandelte Ware kaufen. Sei es den Kaffee,
die Kleidung oder Möbel. Bei sich anfangen, damit
es gerechter in der Welt zugeht, und nicht warten,
dass andere ihr Verhalten ändern. Christlicher Glaube ist nicht nur etwas für den Kopf, sondern für die
ganze Welt.
aus christlicher sicht
Johannistag – vergessenes Fest
mit großer Bedeutung
Es ist kein Zufall, dass der Geburtstag Johannes des Täufers schon im 4. Jahrhundert von
der jungen Kirche passend zur antiken Sommersonnenwende (22.-24- Juni) festgelegt
wurde. Niemand kannte damals die genauen
Geburtstage von Johannes und Jesus. Einerseits erschloss sich die frühe Christenheit die
notwendigen Daten aus entsprechenden biblischen Texten, andererseits wurden vorhandene antike Feste oder alte Bräuche aufgenommen und neu interpretiert. Alle die Äußerung
des Johannes im Johannesevangelium 3,30:
„Er“ – also Jesus – „muss wachsen, ich aber
muss abnehmen“, verbindet den Johannistag
mit dem Geburtsfest von Jesus Christus. Nach
dem längsten Tag des Jahres werden die Tage
bis zum Weihnachtsfest immer kürzer. Nach
der längsten Nacht geht das Licht der Welt in
der Krippe zu Bethlehem auf. Es wird stetig die
Erde erhellen und die Menschen erleuchten.
Es ist nicht von ungefähr, dass in manchen
Regionen der Johannistag auch als „SommerWeihnachten“ bezeichnet wird, kennzeichnet
er doch in vielfältiger Weise – sei es in der Natur oder im Kalender, sei es im Glauben oder
im Leben der Völker – einen Wendepunkt und
schafft einen Ausblick auf das ferne Christfest.
Johannes entwickelte sich, wie es damals bei
besonders religiösen Menschen üblich war, zu
einem Eremiten, der am Jordan lebte, sich von
Heuschrecken und wildem Honig ernährte.
Ein Ledergürtel hielt sein Kamelhaargewand
zusammen. Alles in allem muss er, selbst für
damalige Verhältnisse, einen seltsamen Anblick geboten haben. Und er war kein bequemer Zeitgenosse, wie wir es aus seiner Predigt
erkennen können. Seine Zuhörer wurden als
„Schlangenbrut“ etikettiert. Er nahm kein Blatt
vor den Mund, attackierte fromme Menschen
wie auch gesetzestreue, brave Mitbürger. Wer
sich von ihm taufen ließ, der musste sich nicht
nur einiges anhören, sondern von dem wurden Veränderungen in seiner Lebensführung
und Haltung gefordert. Ein neuer Geist sollte
in das gesamte Leben einziehen. „Tut Buße,
denn das Himmelreich ist nahe herbei gekommen.“ (Matthäus 3,2) Seine Bußpredigten
kamen an, sodass mehr und mehr Menschen
zum Jordan pilgerten, sich Schüler um ihn
Noch etwas in eigener Sache. Noch im Mai wird das
Pfarramt von Moraira nach Dénia umziehen. Die
neue Adresse finden Sie auf Seite 31.
QR CODE
Herzliche Grüße
www.ev-kirchecostablanca.com
2
3
aus christlicher sicht
scharten und eine erkennbare Anhängerschaft
sich versammelte. Johannes hatte die Größe,
in Jesus den Sohn Gottes zu sehen, der über
Israel hinaus der ganzen Menschheit den Weg
zu Gottes neuer Welt eröffnet. Seine Aufgabe
war es, den Messias im Jordan zu taufen. Er
ging sogar so weit, seine Jünger anzuweisen,
sich Jesus anzuschließen.
Auch die Mächtigen seiner Zeit wurden nicht
geschont. So prangerte er besonders die desolaten Familienverhältnisse des Königs Herodes Antipas an. Er wurde wegen angeblichen
öffentlichen Aufruhrs inhaftiert. Die moralisch
angeklagte Königin nutzte listig den Tanz ihrer
hübschen Tochter Salome aus, um Herodes
Antipas zu manipulieren. Der vom Tanz völlig
betörte König versprach der Tänzerin alles,
was sie sich wünschte. Salome forderte nach
dem Ratschlag der Mutter den Kopf des Johannes. Das abgeschlagene Haupt wurde der
jungen Frau vom Henker auf einem silbernen
Tablett serviert.
Die Evangelien stellen Johannes als einen
Bußprediger dar, der die Krise seines Landes
kennt und benennt. Gleichzeitig ist er wie ein
Prophet seiner Zeit voraus. Er erkennt, dass
mit Jesus Christus – im wahrsten Sinne des
Wortes – eine Zeitenwende einsetzt und stellt
sich zur Verfügung. Allerdings war es ihm nicht
vergönnt, Jesus auf Dauer zu begleiten.
Zu allen Zeiten wurde Johannes von den
Christen verehrt. Matthias Grünewalds berühmter Isenheimer Altar zeigt Johannes als
den unbequemen Zeitgenossen, der mit einem überlangen Finger auf den zeigt, der als
Lamm Gottes am Kreuz die Schuld der ganzen
aus christlicher sicht
Menschheit trägt. Dieses Bild stand in einer
mittelalterlichen Hospitalkirche. Es vermittelte
den Kranken Trost und Stärkung.
In Süddeutschland und in den gebirgigen
Regionen unseres Landes wird der Johannistag als Volksfest gefeiert. In Skandinavien und
in den baltischen Staaten ist der Tag weit verbreitet. Die südlichste Sonnenwendfeier mit
Johannisfeuer soll in Alicante bzw. Torrevieja
stattfinden (s. Kasten). Tatsache ist, dass in
der Nacht vom 23. zum 24. Juni an vielen Orten und besonders an den Stränden Spaniens
der St. Juan gefeiert wird.
Der Johannistag ist unter evangelischen
Christen weithin vergessen. In Sachsen dagegen ist es eine alte Tradition, zu einer Johannisandacht auf den Friedhof einzuladen. Oft
blasen Posaunen Choräle oder singen Kirchenchöre. Auf dem Friedhof erleben Menschen
den Wandel im Leben, das vom Wachsen und
dem Vergehen gleichermaßen bestimmt ist.
Darüber hinaus wird
Johannes nahm
auch seines gewaltsakein Blatt
men Todes gedacht.
Johannes geht vielen vor den Mund,
Menschen voraus, die
prangerte
später zu Glaubensselbst die
zeugen Christi wurMächtigen an.
den. Manche wurden
wegen des christlichen Glaubens bedrängt,
unzählige verfolgt und viele verloren ihr Leben.
Das geschah und geschieht auch heute noch.
Letztlich ließ sich weder durch den Mord an Johannes noch durch den Tod vieler Christen das
Licht unterdrücken, das durch Jesus Christus
in die Welt gekommen ist.
Gotthard Weidel, Pfarrer i. R.
4
San Juan in Alicante
„La Noche de San Juan“ – die Johannisnacht – bildet in
der Nacht auf den 24. Juni den Höhepunkt von vier Festtagen in Alicante, die unter dem Namen „Hogueras de
San Juan“ weithin bekannt sind und mittlerweile zur internationalen touristischen Sehenswürdigkeit avancierten.
Im Jahr 1928 wurden sie zum offiziellen Fest erklärt,
das sich zurückführen lässt auf ein uraltes Brauchtum
der Bauern, die den längsten Tag des Jahres für die Ernte
feierten und die kürzeste Nacht zur Ausmerzung des Bösen. Trotz des christlichen Namens ist der Ursprung also
heidnisch. Der Hauptritus, die „Cremá“, – das Abbrennen
der Hogueras (Fackeln) – soll die Strahlkraft des Feuers
auf die Sonne übertragen, die in diesen Tagen noch etwas schwächlich ist. Außerdem besitzen die Flammen
die symbolische Kraft zur Reinigung und Erneuerung
derer, die sich darum versammeln.
Ursprünglich bestanden die Hogueras aus alten Möbeln
und sonstigem Kram, der entsorgt wurde, um Platz für
Neues zu schaffen. Heute handelt es sich um Kunstwerke
aus Holz, Pappe, Kork und Farbe, „Ninots“ genannt, mit
satirischem Inhalt aus Politik, Sport und sozialem Leben.
Alles spielt sich während der Festtage auf der Straße
ab – mit Musik, Feuerwerken, Umzügen, Festessen, Spiel
und Unterhaltung. Weitere Höhepunktek bilden, abgesehen von der Cremá, die Wahl der besten Hogueras-Figur,
die als einzige in der Johannisnacht nicht abgebrannt
wird, die Kür der Festkönigin, die den Namen „Schönste
des Feuers“ trägt, und das Tagesfeuerwerk, die „mascletá“, eine lautstarke und rhythmische Folge an Schüssen,
die den ganzen Körper durchdringt. Das Hauptfeuerwerk
findet jedoch um Mitternacht von der Burg Santa Barbara aus statt und gibt den Anstoss für das Abbrennen der
Hogueras.
Ein weiterer Akt, der die Alicantiner sehr anrührt, ist
das Weihegeschenk an die „Virgen del Remedio“. Alle
Bruderschaften gehen an der Patrona vorbei und verschönern sie mit mitgebrachten Blumen.
Joaquin Carlos, Sacerdote,
Diözese Orihuela/Alicante
5
aus christlicher sicht
aus christlicher sicht
Märtyrer des 20. Jahrhunderts
In Stadt- oder kleiner Dorfkirchen an der
Costa Blanca können Besucher auf Haupt–
und Nebenaltären sehr unterschiedlich gestaltete barocke Heilige bewundern. Was für
einen Katholiken selbstverständlich sein mag,
ist für einen Protestanten ungewohnt. Schließlich hatte der Reformator Dr. Martin Luther mit
seinem Thesenanschlag an der Schlosskirche
zu Wittenberg auch einer ausufernden Heiligen- oder Reliquienverehrung eine Absage
erteilt.
Heute ist nur wenigen Christen bekannt, dass
im 20. Jh. mehr als Glaubenszeugen verfolgt
wurden und als Märtyrer ihr Leben verloren
als in den vorangehenden Zeiten. Das letzte
Jahrhundert hatte eine oft unbeachtete Schattenseite. In diesem Jahrhundert sind weltweit
die meisten Menschen aufgrund ihrer sozialen
oder religiösen Herkunft in faschistischen oder
stalinistischen Lagern, in chinesischen Umerziehungslagern oder in den Gefängnissen
lateinamerikanischer und afrikanischer Diktaturen ermordet worden.
Um diesen namenlosen Märtyrern ein Gesicht zu geben, hat die anglikanische Kirche
einen Gedenkort geschaffen an der alten, ehrwürdigen und berühmten Westminster Abbey.
Das Westportal wird als Eingang zu diesem
Gotteshaus genutzt. Dieses ist, wie bei mittelalterlichen Kirchen üblich, mit Heiligen und
Märtyrern geschmückt. Sie sollen ein Vorbild
für die Besucher sein, die unter ihnen die Kirche betreten.
Zum Erstaunen des aufmerksamen Touristen stehen auf einem steinernen Querriegel
6
über dem Eingangsportal Skulpturen von
Menschen des 20. Jh. Es sind zehn Glaubenszeugen aus allen Kontinenten, darunter der
Teenager Manche Masemola (1913 - 1928)
aus Afrika. Sie wurde im Alter von 15 Jahren
von der eigenen Familie ermordet. Wang Zhiming (1907 - 1973) aus Asien wurde in der
Zeit der chinesischen Kulturrevolution exekutiert. Lucian Tapiedi (1921 - 1942) aus PapuaNeuguinea brachten seine eigenen Stammesgenossen um. Den Erzbischof Oskar Romero
(1917 - 1980) aus Südamerika ermordete eine
Todesschwadron während einer Messe. Der
deutsche Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906
- 1945) aus Europa wurde in den letzten
Kriegstagen des 2. Weltkriegs in einem deutschen Konzentrationslager hingerichtet.
Die anglikanische Kirche hat, unabhängig
von Konfession und Hautfarbe, eine beispielhafte Auswahl christlicher Märtyrer getroffen,
die ihr Leben durch Gewalt oder Mord verloren
haben. Leider müssen wir anklagend feststellen, dass auch im ersten Jahrzehnt des 21.
Jahrhunderts Christen verfolgt und ermordet
wurden. Offensichtlich hat sich unsere Welt,
obwohl durch weltweite Kommunikation die
Missstände aufgedeckt werden, nicht wesentlich verändert. Protestanten verehren keine
Heiligen. Dennoch leben Christen in einer Zeit,
in der, trotz konfessioneller Unterschiede, die
tiefen Wurzeln des gemeinsamen Glaubens
entdeckt und gelebt werden müssen. Die Glaubenszeugen sind Vorbilder für alle Christen. Sie
mahnen zur geschwisterlichen Solidarität und
zur religiösen Toleranz. Unsere Welt benötigt
dringend diese Formen der Versöhnung.
Gotthard Weidel, Pfarrer i. R.
U
Was wir an Pfingsten feiern
nd als der Pfingsttag gekommen war,
waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausenvom
Himmel wie von einem gewaltigenWind und
erfüllte das ganze Haus, indem sie saßen.
Und es erschienen ihnenZungen zerteilt, wie
von Feuer; under setzte sich auf einen jeden
von ihnen,und sie wurden alle erfüllt von dem
heiligenGeist und fingen an, zu predigenin andern Sprachen, wie der Geist ihnengab auszusprechen.
Es wohnten aber in Jerusalem Juden,die waren gottesfürchtige Männer ausallen Völkern
unter dem Himmel. Alsnun dieses Brausen geschah, kam dieMenge zusammen und wurde
bestürzt;denn ein jeder hörte sie in seiner eigenenSprache reden. Sie entsetzten sichaber,
verwunderten sich und sprachen:Siehe, sind
nicht diese alle, die da reden,aus Galiläa? Wie
hören wir denn jederseine eigene Muttersprache? Sie entsetztensich aber alle und wurden
ratlos undsprachen einer zu dem andern: Was
willdas werden? Andere aber hatten ihrenSpott
und sprachen: Sie sind voll von süßemWein.
Da trat Petrus auf mit den Elf, erhobseine
Stimme und redete zu ihnen: IhrJuden, liebe
Männer, und alle, die ihrin Jerusalem wohnt,
das sei euch kundgetan,und lasst meine Worte zu eurenOhren eingehen! Denn diese sind
nichtbetrunken, wie ihr meint,ist es doch erst
die dritteStunde am Tage; sonderndas ist?s,
was durchden Propheten Joel gesagtworden
ist: ?Und es sollgeschehen in den letztenTagen, spricht Gott,da will ich ausgießen vonmeinem Geist auf allesFleisch.?
Apostelgeschichte 2,1-8.12-17
7
aus dem pfarramt
aus dem pfarramt
Was im Jahr so angefallen ist
Ein Bericht aus dem Pfarramt
Wenn ich die einzelnen Monate durchgehe,
erinnere ich mich an viele Begegnungen mit
Menschen und an viele Veranstaltungen. Von
Letzteren haben sich im Laufe der Jahre einige bewährt und sind zur Tradition geworden,
haben ihren festen Platz im Jahresablauf:
der Mitarbeiter-Dankgottesdienst im Januar,
im Februar die Mandelblütenfahrt, im März
der ökumenisch gefeierte Weltgebetstag der
Frauen und der Familiengottesdienst zum Osterfest, Himmelfahrt, der ökumenische Tag in
Gata de Gorgos, im Juni das Sommerfest in
Valencia, Anfang September die Freizeit mit
Kindern und Eltern des Kindergottesdienstes,
im Oktober das Erntedank- und Gemeindefest,
im Dezember das Nikolausfest und am dritten
Advent die Gemeinde- und Adventsfahrt nach
Valencia. Dazu kommen die sonntäglichen
Gottesdienste in der Seniorenresidenz Montebello, in Denia Las Rotas am zweiten und
vierten Sonntag im Monat, in La Zenia am
zweiten und vierten Samstag im Monat und in
Valencia am dritten Dienstag im Monat. Außerdem finden in den einzelnen Orten Gemeindekreise. Bibelgespräche, Themenabende,
drei Besuchsdienstkreise, Gesprächskreise,
Stammtisch, Kreativkreis, Chor und Bläserchor, Seniorenkreis, Kindergottesdienst und
Konfirmandenunterricht statt.
Die Pfarramtsarbeit an der Costa Blanca ist
geprägt von dem mehr oder weniger regelmäßigen Wechsel der Menschen, die in Spanien
vorübergehend – überwiegend im Winterhalbjahr – wohnen, und denen, die in Spanien dauerhaft leben.
8
Bei meiner Arbeit als amtierender Pfarrer
werde ich von einem von der EKD für zehn
Monate beauftragten Ruheständler unterstützt. 2013 waren das Pfr. i. R. Andreas Lemmel bis zum Sommer und ab Herbst Pfr. i. R.
Andreas Knüpffer. In Orihuela Costa wohnt
das Winterhalbjahr über Pfr. Wilhelm Merk,
der in La Zenia monatlich einen Gottesdienst
übernimmt. Dazu kommen weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, etwa die Prädikanten, die
Mitarbeiter der Besuchsdienstkreise und Gefangenenseelsorge, des Kreativkreises, in den
Chören und die, die bei der Vorbereitung des
Gottesdienstraums helfen, Lesungen übernehmen und am Ende der Gottesdienstes für
den Kirchenkaffee sorgen, die Kollekte zählen
und aufräumen. Nicht zu vergessen die beiden
Freiwilligen, die ihr freiwilliges soziales Jahr in
Montebello bzw. Solvida abslovieren und mit
je 30 Prozent im Pfarramt eingesetzt sind. Die
Vielfalt aller Mitwirkenden an der Arbeit macht
das Pfarramt so lebendig und ich sage für die
Mitarbeit herzlichen Dank.
In dem kurzen Abriss konnten nicht alles
erwähnt werden. Gern denke ich an das
Konzert der Jungendbläser aus Pommern,
die Jubelhochzeiten im November und Dezember in Montebello, die Konfirmation am
Pfingstsonntag und die ökumenischen Begegnungen. Dann gibt es noch die überregionalen Aufgaben, etwa den Konvent der
Auslandspfarrer Iberiens im Januar. Im Mai
war auf dem Kirchentag in Hamburg das
Tourismus-Pfarramt, so unsere offizielle Bezeichnung, zu präsentieren, im Juli fand die
Für die Zeit von bis zu 10 Monaten beauftragt die EKD Pfarrer im
Ruhestand (Pfr.i.R) mit der Wahrnehmung pfarramtlicher Dienste.
Im Pfarramt an der Costa Blanca haben wir seit 2007 zusätzlich
zum amtierenden Pfarrer einen Pfarrer im Zehn-Monatsdienst.
ÜBERSICHT DER AUSGABEN EINNAHMEN 2013
AUSGABEN 2013
€
03e- Organistendienst
04c- Mietkosten für Kirchen
05d- Unterhalt Pfarrhaus
08a- Tanken Unterhalt Renault
08b- Fahrtkosten der Vertretungspfarrer
08c- Maut
08d- Fortbildungskosten des Pfarrers
08e- Bürobedarf und Briefmarken
08f- Telefonkosten
08g- Gottesdienst
09d- Diakonische Arbeit / FWD
09e- „Echo“ u. Öffentlichkeitsarbeit
09h- Allgemeine Gemeindearbeit
09i- Basare
09j- Sonstige abzuführende Kollekten
09l- Gefangenenhilfe
10a- größere Anschaffungen
4.160,00
651,57
5.964,60
4.020,30
4.531,20
528,93
493,61
2.267,00
2.065,81
212,28
3.522,76
4.733,40
3.735,94
1.643,05
1.460,98
5.833,82
5.292,06
EINNAHMEN 2013
€
01a- Bestand aus Vorjahr
5.666,95
04a- Kollekten
17.857,48
05a- Gebühren bei Amtshandlungen 1.800,00
05b- Spenden
6.819,12
05d- Echo
974,30
05o- Spenden Orgel
4.090,00
07a- Schriftenverkauf
300,20
07c- Kulturelle Arbeit
1.765,00
07d- Basare
7.103,25
07e- Gefangenenhilfe
4.120,43
07f- Nebenkostenerstattungen
2.040,00
08b- Sonstiges
234,30
52.771,03
51.117,31
Sommertagung der Auslandspfarrer der EKD
statt und im war ich an der Leitung der Tagung der Kirchenvorstände Iberiens in Madrid
beteiligt. Um die Aufzählung abzuschließen:
Im vergangenen Jahr konnten wir ein Kind
taufen, drei Jugendliche konfirmieren, sechs
Paare trauen und 17 Menschen beerdigen.
Soweit ein kurzer Einblick in die Arbeit des
Pfarramts.
Was vielleicht auch interessiert, ist die finanzielle Situation. Zu den Einnahmen des
Pfarramts zählen Überträge aus dem Vorjahr,
Kollekten, Spenden, Gebühren für Amtshandlungen und Betriebskosten. Insgesamt hatte
das Pfarramt 2013 Einnahmen in Höhe von
52.771,03 €, davon wurden 51.117,31 € ausgegeben. Gehalt des Pfarrers und Miete zahlt
die EKD. Im vergangenen Jahr wurden die
Spenden etwas genauer unterteilt, in Spenden
allgemein (05b), Spenden für die Orgel (05o),
die Gefangenenhilfe (07e) und Spenden für
„Das Echo“ (05d). Die Einnahmen decken die
Ausgaben insgesamt, in Einzelbereichen ist
„Das Echo“ allerdings deutlich unterfinanziert.
9
aus dem pfarramt
aus dem pfarramt
Gelungene
Amtsübergabe
Irgendwie sind wir alle Touristen!
Ein Tourist macht Station in einem
Kloster. Er wird freundlich aufgenommen und man bietet ihm eine
Mönchzelle als Schlafquartier an.
Darin stehen nur ein Bett und ein
Stuhl. In der Tür fragt der Tourist
erstaunt: „Und wo sind Ihre Möbel?“
„Wo sind denn Ihre?“, erwiderte der
Mönch. Verwirrt antwortet der Tourist: „Ich bin ja nur auf der Durchreise.“
Der Bruder lächelt: „ Wir auch.“
Der großen geographischen Ausdehnung
des Pfarramts sind allein rund 20 Prozent
der Ausgaben geschuldet. Der Betrag „Unterhalt des Pfarrhauses in Moraira“ hängt in
erster Linie mit dem Bauzustand, etwa mangelnder Isolierung, zusammen. Sobald das
Pfarramt nach Dénia übergesiedelt ist, können Unterhaltskosten eingespart werden. Die
Telefonkosten ergeben sich aus zwei ADSLAnschlüssen (Pfarramt und Zehn-Monatspfarrer), zweiHandys und einem Faxanschluss.
Zu den größeren Anschaffungen zählten 2013
die Orgel in Montebello und ein Laptop für den
Zehn-Monatspfarrer. Bei der diakonischen Arbeit ist das Taschengeld für den/die Freiwillige
anzusetzen.
Allen, die mit ihrer Mitarbeit, ihren Kollekten
und Spenden uns unterstützt haben sei ganz
herzlich Dank gesagt.
Rudolf Delbrück
10
Wolfgang Buch, Juan Luis Cervera Garcia und Gaspar Ripoll Ruiz de la Escalera
Der Blick durch die Reihen der Anwesenden
verriet, ein wichtiges Ereignis stand bevor –
die Verabschiedung des deutschen Honorarkonsuls Juan Luis Cervera Garcia von Valencia und gleichzeitig die Ernennung des 1968
in Valencia geborenen neuen Honorarkonsuls
Gaspar Ripoll Ruiz de la Escalera.
Auf die deutsche Nationalhymne, vorgetragen von Schülern der Deutschen Schule Valencia, folgte die Willkommensrede von Herrn
Bermejo-Sanchez, dem Vorsitzenden des
Schulvereins. Daran schloss sich die Rede
des deutschen Generalkonsuls von Barcelona, Bernhard Brasack, an. Er betonte die
hervorragende Zusammenarbeit der beiden
Konsulate, würdigte die langjährigen Beziehungen, auch zur valencianischen Landesregierung, auf allen erdenklichen Gebieten und
Ebenen. Und überreichte dem scheidenden
Honorarkonsul eine Anerkennungsurkunde.
Anschließend wandte er sich dem Nachfolger
zu, Rechtsanwalt Gaspar Ripoll Ruiz de la
Escalera. Mit der vom spanischen König ausgestellten „Exequatur“- Urkunde, die ebenfalls
nach der Rede überreicht wurde, bekam die
spätere Arbeit ihre juristische Grundlage.
Cervera Garcia, der immerhin zwölf Jahre im
Amt war, bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen, und der neue Honorarkonsul hielt eine kurze und sachliche Einstandsrede. Danach wurde das Mikrofon an einen
ehemaligen Schüler der Deutschen Schule Valencia weitergereicht, an den Minister für Wirtschaft, Tourismus, Industrie und Handel der
Regionalregierung Valencia, Maximo Buch. Er
lobte vor allem die Kooperation des Konsulats
mit den Regierungsstellen und den Beamten
der verschiedenen Behörden. Damit ging der
offizielle Teil des Abends seinem Ende entgegen. Zur Auflockerung wurden zwischen den
Reden kleine Musikstücke präsentiert.
Beim anschließenden Umtrunk mit Häppchen und Rotwein konnte über dies und jenes gesprochen werden, traf man lange nicht
gesehene Bekannte und Freunde, da bei 160
geladenen Gästen die Auswahl groß war.
Das Konsulat in Valencia kann auf eine lange
Geschichte zurückblicken, es besteht seit 110
Jahren und ist bevollmächtigt, verschiedene
Dokumente auszustellen bzw. für deutsche
Staatsangehörige zu beschaffen. Derzeit
arbeiten dort drei Mitarbeiter. Die Geschäftsstelle befindet sich fast genau gegenüber dem
Rathaus. Dem neuen, sympathischen Honorarkonsul Gaspar Ripoll Ruiz de la Escalera,
alles Beste zum Amtsantritt und somit zu Fortsetzung der Geschichte des Konsulats.
Für weitere Informationen steht Ihnen die Internetseite des Kosulats zur Verfügung
(www.spanien.diplo.de/hkvalencia).
Jörg B. Nüssle
11
aus dem pfarramt
aus dem pfarramt
Viele Blüten, wenig Sonne
Die diesjährige Mandelblütenfahrt startete am 18. Februar von Montebello aus. 44
Teilnehmer, darunter die beiden Pfarrer mit
ihren Ehefrauen, füllten den Bus. Organisiert
worden war die Fahrt – wie in jedem Jahr –
vom Ehepaar Bethe.
Mandelbaums – er wird auch in der Bibel
siebenmal erwähnt – als Kulturpflanze. Die
Frucht hat einen hohen Nährwert, ist reich
an Vitaminen und Mineralien und wird gerne
zur Herstellung traditioneller Süßigkeiten wie
Marzipan und Turron verwendet.
Weiter ging Fahrt über Benilloba, Benifallim, Penáguila nach Alcoleja. Die Berglandschaft war beeindruckend und an vielen Orten verzauberten die blühenden Bäume, von
weitem sehen manche Hänge wie schneebedeckt aus.
Zwar machte sich die Sonne rar, es war
kühl und in den höheren Lagen ging die
Fahrt gar durch die Wolken – die gute Laune
der Teilnehmer konnte das indes nicht trüben.
Die Fahrt führte von La Nucía über Finestrat, Sella, den Pass Tudons, am Safaripark Aitana vorbei, nach Benasau, wo beim
Kreuzweg Kaffeepause eingelegt wurde. Es
gab warme Getränke und gutes Gebäck,
was die kühle Witterung vergessen ließ. Auf
die Andacht im Freien wurde indes verzichtet
und später im Restaurant nachgeholt.
Gegen 13 Uhr erreichten die Mandelblütenfahrer dann das Restaurant „Stop” in Alcoleja. Es bot ein herrliches Panorama auf den
Ort und die Berge. Hier hielt Pfarrer Delbrück
die Andacht über einen Text des Propheten
Jeremías, über die Verlässlichkeit des Wortes Gottes, auf das wir voll vertrauen können.
Pfarrer Delbrück begrüßte die Schar im
Bus und informierte über die Geschichte des
12
Die freundliche Bedienung trug viele Tapas
auf, auf die Salat, ein schmackhafter Kichererbseneintopf, verschiedene Nachspeisen
und Kaffee folgten. Alles war gut und reichlich, auch die dazu servierten Weine.
Wohl gesättigt und zufrieden traten die
Teilnehmer die Heimfahrt an. Durch die Orte
Confrides, Benifato, Benimantell, vorbei an
Guadalest und Polop ging es zurück nach La
Nucía und Denia.
13
aus dem pfarramt
veranstaltungen
„Der Glaube
ist die größte Freiheit“
Der Sechs-Monats-Pfarrer im Gespräch
GEMEINDEVERANSTALTUNGEN // MAI 2014
Gotthard
Weidel
Sie sind seit Februar hier. Wie erleben Sie die
Gemeinde an der Costa Blanca?
Kommt man zum Glauben durch ein sogenanntes Aha-Erlebnis?
Ganz entspannt. Und ohne Stress.
Ich kenne Menschen, die plötzlich entdeckten,
dass sie in der Kirche freier sein können als in
der Gesellschaft.
Sehen Sie Unterschiede zu anderen Auslandsgemeinden, in denen Sie früher tätig waren?
Die Struktur der Gemeinde unterscheidet sich
vor allem durch den Personenkreis von anderen Tourismusgemeinden. Die Aktivitäten sind
hier auf die Interessen älterer Menschen und
der Residenten von Montebello zugeschnitten
und weniger auf Urlauber.
Worauf werden Sie während Ihres Hierseins
den Schwerpunkt legen?
Ich möchte durch lebensnahe Gottesdienste
und ein offenes Ohr für die Menschen vor Ort
da sein und meine Tätigkeit und die Themen
meiner Arbeit an ihre besonderen Bedürfnisse anpassen. Außerdem wird ein monatlicher
Filmnachmittag stattfinden.
Wie kann man seinen Glauben pflegen?
ORIHUELA COSTA
LA ZENIA
Nein. Wir können uns öffnen für den Glauben,
aber die Gewissheit, auf Gott vertrauen zu können, lässt sich nicht erarbeiten. Glaube ist ein
Geschenk.
TORREVIEJA
LA TORETTA II
Kann es für den eigenen Glauben zu StressSituationen kommen?
Da ich in der DDR lange unter der Bevormundung einer Ideologie lebte, entdeckte ich sehr
schnell, dass der Glauben die größte Freiheit ist.
Kann sich aus Glauben ein Fundamentalismus
entwickeln, der zu Gewalt führt?
14
DENIA
In Ihrer letzten Predigt ging es um Burn-out. Der
Begriff „Leistung“ fiel. Ist Glaube eine Leistung?
Ja, ich denke besonders in sozialen Berufen
ist das Risiko hoch. Wer sich viel mit menschlichen Ängsten und Nöten auseinandersetzt, der
ist geneigter, den eigenen Glauben immer wieder zu prüfen und zu hinterfragen.
Ja und nein. Man kann viel lernen durch Beharrlichkeit. Aber das Gefühl dafür ist ein Geschenk.
BENIARBEIG
Dazu brauchen Sie das passende Umfeld, den
Partner oder die Partnerin, die Familie, die Gemeinde. Ohne Partner im weiteren Sinne ist
das schwer möglich.
Ein Pfarrer aus der ehemaligen DDR lässt immer noch aufhorchen. Sie schreiben, dass der
christliche Glaube Ihnen zu jenen Zeiten eine
große Hilfe war. Wie fanden Sie zu diesem
Glauben?
Kann man glauben lernen?
BENIDORM/
LA NUCÍA
Ja, wenn Barmherzigkeit, Gnade und Vergebung fortfallen, dann entsteht Radikalismus.
Dieser verfolgt klare Ziele und akzeptiert keine
Infragestellung. Das habe ich 40 Jahre lang erlebt. Das reicht mir.
Mirjam Wutke und
Helmtrud de Roo-von Hagen
VALENCIA
Die Veranstaltungen finden in der Seniorenresidenz Montebello in der Kapelle statt.
(Navikoordinaten N38.58806 W 0.13095)
06.05.14
07.05.14
09.05.14
14.05.14
20.00 Uhr
16.30 Uhr
10.00 Uhr
11.00 Uhr
Themenabend
Seniorennachmittag
Besuchsdienstkreis
Bibelgesprächskreis
Die Veranstaltungen finden in Solvida, C/ Blasco Ibañez, 6, statt
03.05.14
28.05.14
15.00 Uhr
15.30 Uhr
Kindergottesdienst
wir für Sie
05.05.14
27.05.14
montags
dienstags
11.00 Uhr 15.00 Uhr 19.00 Uhr 18.00 Uhr Alegría C/ Rosario, 2
Stammtisch / Restaurant
La Pedrera
Kreativkreis im Pfarrhaus
Chor in der Ermita Las Rotas
Bläserchor (Ort bitte im Pfarramt erfragen)
im Centro Ecumenico in der C /Talco (Die Straße ist nicht in allen Karten und Navigationsgeräten verzeichnet; Navikoordinaten N 37.92011 W 0.74050)
21.05.14
10.30 Uhr Bibelgesprächskreis (Weidel)
Treffen in der Gaststätte Mosquito
07.05.14
18.00 Uhr Besuchsdienstkreis Süd (Delbrück)
Valencia in der Deutschen Schule, Jaime Roig 14-16
21.05.14
17.00 Uhr GOTTESDIENST UND VERANSTALTUNGEN
JETZT FUR SMARTPHONES UND TABLETS
Gemeindekreis in der Kantine
SIE SIND HERZLICH
EINGELADEN, BITTE BEACHTEN SIE
DIE ANSAGEN IM GOTTESDIENST.
m.A.= Gottesdienst mit Abendmahl.
Das Abendmahl wird mit Saft gefeiert.
Del.= R.Delbrück (Pfarrer) //
Merk.= Wilhem Merk Pfr.i.R.
We.= Weidel (Pfarrer)
15
veranstaltungen
veranstaltungen
GOTTESDIENSTE // JUNI 2014
GOTTESDIENSTE // MAI 2014
BENIDORM/
LA NUCÍA
DENIA
Die Gottesdienste finden in der Seniorenresidenz „Montebello“ in La Nucía statt; C/
Bernia, 34 (Navikoordinaten N38.58806 W 0.13095)
04.05.14
11.05.14
18.05.14
25.05.14
29.05.14
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16
Ökumenisches Fest in der Ermita de Santissim Crist
del Calvari in Gata de Gorgos, anschl. Gemeindefest
10.00 Uhr 12.00 Uhr
17.00 Uhr Ökumenisches Fest in der Ermita de Santisim Crist
del Calvari in Gata de Gorgos, anschließend Gemeindefest
20.00 Uhr ORIHUELA COSTA
LA ZENIA
Gottesdienst m. A. (Del.)
Die Gottesdienste finden in der Seniorenresidenz „Montebello“ in La Nucía statt; C/
Bernia, 34 (Navikoordinaten N38.58806 W 0.13095)
01.06.14
08.06.14
15.06.14
22.06.14
29.06.14
VALENCIA
12.00 Uhr
12.00 Uhr 12.00 Uhr 12.00 Uhr
12.00 Uhr
Gottesdienst m. A. (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Pfingstsonntag Gottesdienst (Wei) anschl. Kirchenkaffee
Gottesdienst (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Gottesdienst (Wei.), anschl. Kirchenkaffee
Gottesdienst (Wei.), anschl. Kirchenkaffee
Die Gottesdienste finden in der Ermita Las Rotas statt. Denia, Carretera Provincial Del Barranc Del Monyo, 4 (Navikoordinaten 38.828173,0.14113 oder +38° 49’ 41.42”, +0° 8’ 28.07”)
08.06.14
10.00 Uhr 22.06.14
10.00 Uhr Pfingstsonntag Gottesdienst m. Abendmahl
(Weidel), anschließend Kirchenkaffee
Gottesdienst (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Die Gottesdienste finden im Centro Ecumenico in der C/ Talco statt. (Die Straße ist nicht in
allen Karten und Navigationsgeräten verzeichnet; Navikoordinaten N 37.92011 W 0.74050)
14.06.14 17.00 Uhr Gottesdienst m. A. (Merk), anschl. Kirchenkaffee
28.06.14
Gottesdienst (Wei.), anschl. Kirchenkaffee
Die Gottesdienste finden in der Deutschen Schule, Jaime Roig 14-16, statt.
20.05.14
DENIA
Gottesdienst (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Die Gottesdienste finden im Centro Ecumenico in der C /Talco statt. (Die Straße ist nicht in
allen Karten und Navigationsgeräten verzeichnet; Navikoordinaten N 37.92011 W 0.74050)
10.05.14 17.00 Uhr Gottesdienst m. A. (Merk.), anschl. Kirchenkaffee
24.05.14
VALENCIA
Gottesdienst m. A. (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Gottesdienst (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Gottesdienst (Del.), anschl. Kirchenkaffee
Gottesdienst (Wei.), anschl. Kirchenkaffee
Die Gottesdienste finden in der Ermita Las Rotas statt. Denia, Carretera Provincial Del Barranc Del Monyo, 4 (Navikoordinaten 38.828173,0.14113 oder +38° 49’ 41.42”, +0° 8’ 28.07”)
11.05.14 10.00 Uhr Gottesdienst m. A. (Del.), anschl. Kirchenkaffee
25.05.14
29.05.14
ORIHUELA COSTA
LA ZENIA
12.00 Uhr 12.00 Uhr 12.00 Uhr 12.00 Uhr
12.00 Uhr
BENIDORM/
LA NUCÍA
17.00 Uhr Gottesdienst (Wei.), anschl. Kirchenkaffee
Die Gottesdienste finden in der Deutschen Schule, Jaime Roig 14-16, statt.
21.06.14
18.00 Uhr Gottesdienst , anschl. Sommerfest im Garten
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veranstaltungen
veranstaltungen
GEMEINDEVERANSTALTUNGEN // JUNI 2014
BENIDORM/
LA NUCÍA
DENIA
BENIARBEIG
ORIHUELA COSTA
LA ZENIA
TORREVIEJA
LA TORETTA II
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Die Veranstaltungen finden in der Seniorenresidenz Montebello in der Kapelle statt
(Navi Koordianten N38.58806 W 0.13095)
03.06.14
04.06.14
11.06.14
13.06.14
20.00 Uhr
16.30 Uhr
11.00 Uhr
10.00 Uhr
02.06.14 11.00 Uhr 25.06.14 15.00 Uhr montags 19.00 Uhr
dienstags 18.00 Uhr Themenabend – Epigenetik
Seniorennachmittag
Bibelgesprächskreis
Besuchsdienstkreis
Alegría C/ Rosario, 2
Stammtisch / Restaurant
La Pedrera
Kreativkreis im Pfarrhaus
Chor in der Ermita Las Rotas
Bläserchor (Ort bitte im Pfarramt erfragen)
Die Veranstaltungen finden in Solvida, C/ Blasco Ibañez, 6, statt
07.06.14
25.06.14
15.00 Uhr 15.30 Uhr Kindergottesdienst
wir für Sie
im Centro Ecumenico in der C/ Talco. (Die Straße ist nicht in allen Karten und
Navigationsgeräten verzeichnet; Navikoordinaten N 37.92011 W 0.74050)
18.06.14
10.30 Uhr Bibelgesprächskreis (Weidel)
in der Gaststätte Mosquito
04.06.14
18.00 Uhr Besuchsdienstkreis Süd (Delbrück)
Goldene Konfirmation
Feiern Sie Geburtstag nur in Ihrem Geburtsort? Bei der Goldenen Konfirmation schein es
jedenfalls so zu sein. Viele Gemeinden laden
ihre ehemaligen Konfirmanden 50 Jahre danach in die alte Heimat, um das Konfirmationsjubiläum zu feiern. Aber warum sollte es nicht
in der neuern Heimat gefeiert werden – etwa
an der Costa Blanca? Pfr. Rudolf Delbrück lud
ein zum Konfirmationsjubiläum – alle, die vor
50, 60 oder 70 Jahren konfirmiert wurde.
Und es kamen neun Jubilare, die sich mit
einem festlich gestalteten Gottesdienst erinnerten. Die zum Klang der Orgel einzogen,
begleitet vom Chor. Was den Gottesdienst
besonders festlich machte. In der Predigt berichtete Pfarrer Delbrück von Elia, der auch als
Prophet Zeiten in seinem Leben kannte, wo er
nicht mehr weiter wollte und an Gott zweifelte. So wie Elia von einem Engel mit Brot und
Wasser gestärkt wurde, brauchen auch wir als
Christen Stärkung. Da kommt indes ganz selten ein Engel zu uns. Eher sind wir uns gegenseitig Stärkung, nehmen aus den Gottesdiensten einen guten Gedanken mit und erfahren im
Abendmahl Stärkung des Glaubens. Und es
ist gut sich zu erinnern, von dem Erlebten zu
berichten und den Glauben mitten im Leben
zu feiern, um gestärkt in die Zukunft zu leben.
Und damit stellt sich wieder die Frage vom
Anfang. Jubiläumskonfirmation kann man am
alten und historischen Ort feiern, es ist aber
auch schön, dort zu feiern, wo wir leben. Für
das nächste Jahr liegt im Pfarramt schon die
erste Anmeldung vor.
19
veranstaltungen
veranstaltungen
Ein feste Burg ist unser Gott
Vielen Gemeindegliedern ist Luis Segui
durch die sonntägliche Orgelbegleitung der
Gottesdienste in Montebello vertraut. Weniger weiß man, dass er hier an der Küste ein
bekannter Musiker ist – Pianist, Schlagzeuger
und Dirigent.
Aktuell leitet er in Benidorm den Konzertchor
„Agrupación Coral Benidorm“ und die Banda
„L’Avanç“ von El Campello. Eine Banda ist ein
sehr typisches Orchester speziell in valencianischen Landen – die uns vertrauten Streicher
werden in diesen Orchestern durch Holzblasinstrumente ersetzt. Es gibt eine Reihe von
bekannten Komponisten, die speziell für diese
Bandas komponiert haben.
20
Solche Orchesterwerke hat Luis Segui
für das diesjährige Konzert seiner Banda
„L’Avanç“, das vor Ostern in El Campello stattgefunden hat, ausgesucht – mit biblischen
Themen, die die gesamte Geschichte des
jüdisch-christlichen Glaubens umfassen:
„Abraham“ von Ferrer Ferran – ein dramatisches Werk, das den festen Glauben des
Abraham darstellt – mit den Konfliktsituationen beim Umzug in ein neues Land und der
Aufforderung, den Sohn zu opfern.
„Jericho“ von Bert Appermont – ebenso lautmalerisch eindrucksvoll die Schilderung der
Eroberung dieser Stadt.
„La Passió de Crist“ von Ferrer Ferran – dieses Werk bringt lautmalerisch die brutale Vorgehensweise bei der Ermordung von Jesus
Christus zu Gehör.
Zwischen diesen drei Werken führte Luis
Segui Chorwerke auf, die von Solisten des Benidormer Chors gesungen wurden – Choräle
von Bach und Mozart, die den Gegensatz in
den Auffassungen zwischen unserer heutigen
Zeit und den vergangenen Jahrhunderten
über Gott und Jesus Christus aufzeigen.
Den Schluss des Konzertes bildete wieder
so ein erstaunliches Duo über einen Choral
von Luther: „Ein feste Burg ist unser Gott“.
Bach hat über diesen Choral eine Kantate geschrieben, die Reformationskantate BWV 80.
Den Schlusschoral sangen die Solisten des
Benidormer Chors. Danach kam die Fantasía
über dasselbe Thema von James Curnow,
dargebracht von der Banda – verschiedene
Klangfarben waberten zu Anfang durch die
einzelnen Instrumente, gleichsam wie auch
damals die Ansichten über Gott und Jesus
verschieden waren – ehe diese Musikstränge
dann in dem „Cantus firmus” : „Ein feste Burg
ist unser Gott“ einmündeten. Ein eindrucksvolles Werk – und das dargebracht im katholischen Spanien.
Dr. Peter Bethe
21
veranstaltungen
Seniorenforum
diakonie
Thomas Herrera-Schäfer, Dr. Schmidt, Harald Wolf, Monica Hernandez,
Dr. Udo Pretschker (stehend)
Das Interesse in Beniarbeig war groß.
Am 10. und 11. März fanden in Beniarbeig
bzw. Calpe Informationsveranstaltungen zu
den Themen Steuern, Krankenkasse, Pflegeversicherung und Erbrecht statt, deren Verlauf
deutlich machte, dass bei vielen hier lebenden
Deutschen Unsicherheit herrscht. Unsicherheit über die eigenen Rechte, aber auch über
die Pflichten.
Das Podium in Calpe war besetzt mit Dr.
Udo Pretschker, dem Sozialreferenten der
Deutschen Botschaft in Madrid, mit Thomas
Herrera-Schäfer, einem Rechtsanwalt, mit Monica Fernandez, die die Firma Inmed vertrat,
sowie mit Renate Nowarre und Harald Wolf
von Solvida, den Initiatoren der Veranstaltung.
Pretschker machte in seinem Vortrag deutlich: In puncto Steuern und Krankenversicherung herrscht Rechtssicherheit, sind die Dinge
zwischen spanischen und deutschen Behörden und Sozialträgern mit entsprechenden
Abkommen geregelt.
22
Wichtigstes Kriterium – das wurde schnell
klar – ist, ob der Lebensmittelpunkt des Einzelnen nach wie vor in Deutschland liegt oder
in Spanien.
Für die Krankenversicherung wirkt sich das
folgendermaßen aus: Wer sich hierzulande nur
vorübergehend aufhalten möchte, beantragt
bei seiner deutschen Krankenversicherung
die Europäische Krankenversicherungskarte
(EHIC). Damit können bei Notfällen, dringenden Behandlungen oder für die Ausstellung
von Folgerezepten ärztliche Leistungen in
Spanien in Anspruch genommen werden. Allerdings nur von Vertragspartnern der spanischen staatlichen Sozialversicherung (INSS).
Rechnungen von Privatärzten und -kliniken
müssen selbst gezahlt werden und werden
später von der deutschen gesetzlichen Krankenkasse anteilsmäßig (entsprechend dem
deutschen Satz) erstattet.
23
DIAKONIE
DIAKONIE
Monica Fernandez von Inmed, einem Anbieter medizinischer Leistungen für Deutsche in
Spanien, wies darauf hin, dass zwischen ihrer
Firma und einigen Landesverbänden der AOK
Verträge bestünden und Leistungen, die sie
erbrächten, deshalb über die normale deutsche Versichertenkarte abgerechnet werden
können – sofern der Patient Mitglied in einer
entsprechenden AOK ist.
Wer seinen Lebensmittelpunkt in Spanien
hat, muss sich bei seiner deutschen Krankenversicherung das Formular E 121 oder S1
(es löst E 121 nach einer Übergangszeit ab)
besorgen und damit bei der spanischen staatlichen Sozialversicherung anmelden. Von der
erhält er oder sie dann eine spanische Versicherungskarte. Damit besteht Anspruch auf
alle Sachleistungen für Krankheit und Pflege
wie sie auch Spanier erhalten.
Ausgangspunkt für eine Behandlung ist immer das zuständige Gesundheitszentrum des
jeweiligen Versorgungsbezirks. Dort untersucht ein Allgemeinmediziner den Patienten
und überweist ihn bei Bedarf zu einem Spezialisten, der Vertragspartner der INSS ist, oder
in ein staatliches Krankenhaus.
Auch bei der Rente wird zwischen vorübergehendem und Daueraufenthalt im Ausland
unterschieden. Wer sich nur zeitweilig – bis zu
einem Jahr – außerhalb Deutschlands aufhält
bekommt ohne Nachweis seine Rente uneingeschränkt ausgezahlt.
Wer in Spanien als Resident lebt, erhält
ebenfalls vom zuständigen Rententräger
seine Rente in gleicher Höhe und sie wird im
Voraus ausgezahlt, sowohl auf ein deutsches
wie ein ausländisches Konto oder per Scheck.
Der Antrag auf Rentenzahlung indes kann bei
der zuständigen spanischen Stelle des INSS
gestellt werden, die ihn nach Deutschland
weiterleitet, oder direkt in Deutschland beim
entsprechenden Rentenversicherungsträger.
Thomas Herrera-Schäfer, Harald Wolf, Renate Nowarre, Dr. Udo Pretschker,
Monica Hernandez
Hinsichtlich der Steuerveranlagung der Rente ist für Auslandsdeutsche das Finanzamt
Neubrandenburg zuständig. Das wird dann
unter Einbeziehung des Doppelbesteuerungsabkommens mit Spanien entscheiden, ob und
in welcher Höhe der Einzelne Steuern auf seine Rente zahlen muss.
Ein weiteres leidiges Thema ist die Pflegeversicherung. Noch immer gilt, Pflegegeld wird
an Residenten gezahlt, Pflegesachleistungen
hingegen nicht. Zwar besteht ein Anspruch
darauf bei der spanischen Sozialversicherung.
Da aber der Aufbau der spanischen Pflegeversicherung seit der Finanzkrise nicht weiter
vorangetrieben wurde, werden diese Leistungen derzeit nicht gewährt, da auch für Spanier
nicht vorhanden.
Eine wichtige Information kam von Rechtsanwalt Thomas Herrera-Schäfer. Er wies darauf hin, dass sich im Erbrecht etwas geän-
dert habe. Jetzt können nämlich Residenten
selbst entscheiden, nach welchem Recht sie
ihre weltlichen Besitztümer ihren Erben vermachen möchten – ob nach spanischem oder
deutschem Recht.
Zum Schluss wurde noch darauf hingewiesen, dass es opportun sei, eine Patientenverfügung nicht nur auf Deutsch, sondern auch
auf Spanisch verfassen zu lassen. Diese ist
gültig, wenn sie von drei Personen bezeugt
wird oder ein Notar sie aufgesetzt hat, der sie
dann auch im Register eintragen lässt.
Dass die Themen in der Kürze der Zeit nur
mit den Eckpunkten benannt werden konnten,
liegt im Umfang der Sache und der Vielfältigkeit der Einzelfälle begründet. Mehr Informationen erhält man unter www.spanien.diplo.de
und dort unter der Rubrik „leben-und-arbeitenin-spanien“.
Rudolf Delbrück
Carole Saunders, Eliana Santis und Gabriele Schäfer
24
25
Hier in Spanien
Hier in Spanien
Sagenumwobener Maurenfürst
Oktober 1238: Vorsichtig lugt Petronella
über die Brüstung. Schon seit Tagen brodelt
die Burg von Valencia vor Aufregung – seit der
spanische König Jaime I. ein Treffen mit Mohammad Abu Abdallah Ben Hudzail al Sahuir
vereinbart hatte. Wird sie jetzt endlich diesen
aufregenden Mann sehen? Was haben sich
die Mägde nicht alles erzählt: Er sei ein Riese,
gut gebaut, sehr elegant. Und er habe blaue
Augen; deshalb wird er auch achtungsvoll
überall der „Blaue“ genannt: Al-Azraq.
26
Im Hofe entsteht Tumult, es wird laut. Pferde wiehern, Wachen rufen Kommandos,
langsam senkt sich der Staub, und es kehrt
wieder Ruhe ein. Von einem prächtigen Pferd
schwingt sich ein junger stattlicher Mann,
rasch umringt von seinen zehn Quwad, seiner
Leibwache. Petronella schiebt sich über die
Brüstung, um noch besSein Name ser hinunter zu sehen. Ein
lebt weiter
Stein löst sich, poltert in
den Burghof und der junge
in jeder
seiner stolzen Wesir sieht zu ihr hinauf.
Oh dieser Blick, nie wird
Burgen.
sie dieses Gesicht vergessen. Dann verschwindet der ganze Trupp.
Nur wenige Tage vorher hatten die Mauren
der Umgebung von Valencia kapituliert. Alles
Land nördlich bis Valencia war jetzt in der
Hand von Jaime I. Der Süden hingegen sollte
von Al-Azraq regiert werden.
Al-Azraq wurde vor 1218 geboren. Sein
Vater war ein bekannter Wesir im Reich von
Murcia, stammte jedoch aus Nordafrika. Seine Mutter? Bis jetzt ist es nicht geklärt, ob sie
aus dem königlichen Geschlecht von Granada
stammte oder eine gotische Prinzessin war.
Hatte sie ihm die blauen Augen vererbt? Mohammad wuchs mit zwei Brüdern auf. Schon
mit 13 Jahren beteiligte er sich an Feldzügen
gegen die Spanier. In jenen Zeiten war das
das Alter, in dem ein Junge alle Arbeiten eines
Mannes verrichtete, und dazu gehörte auch
kämpfen.
An diesem Tage wurde in Valencia ein Friedensabkommen unterzeichnet, mit dem der
Maure König Jaime anerkannte und sein Vasall
wurde.
Seine Freundlichkeit und Weisheit im Umgang mit seinen Untertanen und mit anderen
Fürsten trugen viel dazu bei, dass sein Name
hier an der Costa Blanca unsterblich wurde.
27
Er bewies großes diplomatisches Geschick,
und seine Feinde nannten seinen Namen
ehrfurchtsvoll als hervorragenden Kämpfer.
Al-Azraq war belesen und sprach neben Arabisch und Spanisch, der Sprache des Volkes,
auch Französisch und Latein, die Sprache des
Hofes. Und trotz seiner Jugend von 20 Jahren
war er bereits Wesir des Maurenkönigs und
regierte unabhängig über ein eigenes Reich
von West nah Ost von Alcoy bis kurz vor die
Grenzen Denias und von Süd nach Nord von
Guadalest bis Adsubia.
Al-Azraq setzte alles daran, sein kleines
Reich zu vergrößern, zu verbessern und auch
zu befestigen. Wer heute in der Umgebung
wandern geht, den begrüßen auf den höchsten Gipfeln und an strategisch wichtigen
Punkten seine Burgen; über 80 sind es einschließlich der Wehrtürme. Ob im Vall de Gallinera, mit Benissili (Alcalalá) im Westen und
Benirrama (Gallinera) im Osten, in Tarbena,
Castell de Castell, ob Forna, Orxa oder Alcalá
im Vall de Ebo, überall hat er seine Spuren
hinterlassen. Vor allem Alcalá de la Jovada
rühmt sich, seine Zentrale gewesen zu sein,
27
HIER IN SPANIEN
freud und leid
MAI
seine wichtigste Burg. Die ganze Häuserzeile
am Hauptplatz, dort, wo ein Brunnen seinen
Kopf trägt, steht auf den Festungsmauern
und den Mauern seiner Burg. Und die heutige Kirche erhebt sich auf den Mauern seiner
Moschee. In der Umgebung sind viele kleine
maurische Weiler als Ruinen zu sehen, beeindruckende Zeitzeugen. Zahlreiche Wasserleitungen, Brunnen, Brücken und Straßen ließ er
bauen, die bis heute erhalten sind.
Auch nach Denia kam Al-Azraq, um dort
erneut ein Friedensabkommen zu unterzeichnen. Das Dokument trägt zwei Daten, eines
nach Zeitrechnung der Mauren 11.05.1244,
eines nach der der Christen 28.09.1245. Es ist
zweisprachig ausgeführt, die Texte indes sind
nicht identisch... In der arabischen Fassung
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28
wird er mit seinem Titel: Wesir, d.h. Minister,
angesprochen, in der spanischen Fassung ist
er ein einfacher Begleiter.
Al-Azraq kämpfte tapfer gegen das übermächtige Heer der Spanier und das viele Jahre lang.
Nach jeder Niederlage unterzeichnete er neue
Verträge, die sein Land zwar verkleinerten, seine Untertanen aber schützten.1258 wurde er
gefangen genommen und nach Norafrika deportiert. Erst Ende 1275 gelang es ihm aus der
Verbannung zurückzukehren. Im April 1276 vor
den Mauern von Alcoy fiel er im Kampf, etwa 50
Jahre alt. Sein Reich verschwand...
Wir gratulieren
zum Geburtstag
Online nicht verfügbar
Sein Name lebt weiter in jeder seiner
stolzen Burgen. Und heute ist er das Vorbild aller Mauren-und-Christen-Kämpfe
hier an der Costa Blanca.
Ilse Kübler
JUNI
Wir gratulieren
zum Geburtstag
Online nicht verfügbar
29
so finden sie uns
freud und leid
Wir trauern um
Diamantene
Konfirmation
Goldenen
Konfirmation
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Mata Favre
Boer Ernst
Malszewski Karl
Dürninger August
Heinrich Rink,
Anita Kunze
Hans-Dieter Gaeth,
Pit Reiners,
Marlis Gaeth,
Frank Ziegenmeier,
Ruth Werner,
Ursula Hansmeier
Geb dat
29.01.1924
27.07.1924
24.01.1924
14.04.1933
-
Gestorben
13.02.2014
9.02.2014
13.03.2014
17.03.2014
Ort
Montebello
Montebello
Montebello
Teulada
Alter
90
89
98
80
Rut Breitenbach 70
Jubiläums
konfirmation
DEUTSCHE SCHULE VALENCIA
C/ Jaime Roig 14-16, zwischen
Metrostation Benimaclet und Facultatas.
ERMITA LAS ROTAS DENIA
C./ Provincial Del Barranc Del Monyo 47
- Navikoordinaten 38.828173,0.14113;
Stadtauswärts vom Hafen kommend nach Javea
an der erste großen Kreuzung nach links ca 800 m.
PFARRHAUS MORAIRA
Calle Pirineos, 6, Ortsausgang in Richtung
Calpe vor dem letzten Kreisel rechts vor einem
blauen Haus Hoffmanns Immobilien.
SENIORENRESIDENZ
MONTEBELLO-LA NUCIA
La Nucía: C/ Serra Bernia, 34; von Benidorm
N-332 die gut ausgebaute Straße in Richtung
La Nucía 7 Kreisel fahren, an der grünen Tankstelle, wieder zurückfahren. Ca 300m recht. Dort
stehen Hinweisschilder Johanneswerk.
(Navikoordianten N38.58806 W 0.13095)
Impressum
HERAUSGEBER: Deutschsprachiges evangelisches
Pfarramt an der Costa Blanca.
Pfr. Rudolf Delbrück
C./ Pou de la Muntanya 3 / 23,
03700 Dénia, Mob: 669 052 717
E-MAIL: pfarramt@ev-kicb.com
www.ev-kirchecostablanca.com
Deutsche Bank Denia Kto,-Nr.:
0019.0110.51.4930035306
IBAN: ES72 0019 0110 51 4930035306
BIC (SWIFT) DEUTESBB
Redaktionskreis: Helmtrud de Roo von Hagen,
Christiane Hammelberg, Susanne Lücking,
Dr.Wolf-Peter Bethe, Rudolf Delbrück
Redaktionsschluss der Ausgabe 69
ist am 26.05.2014
Fotos copyright 2014 ©
CREATIVE COMMONS FOTOS :
DEPRIMUS 2014, SUPERGRAFIKSTUDIO 2014
Design layout und Druck
Supergrafikstudio.com
CENTRUM ECUMÉNICO
in Orihuela Costa – La Zenia, in der Calle Talco
(im Navi eingeben: N 37.92011 W0.74050)
V ADRESSENÄNDERUNGEN
Viele haben den Erfassungsbogen ausgefüllt
und damit ihre Verbundenheit mit dem Pfarramt
ausgedrückt. Bitten teilen Sie uns mit, wenn sich
Ihre Adresse oder Telefonnummer oder E-Mail
ändert.
w ADRESSEN
VALENCIA:
Dr. Sigrid Hempel // Tel.963 630 911
DENIA:
Anita Kunze // Tel. 676 517 701
LA NUCIA:
Pfr. Gotthard Weidel
Tel. 966 877 073, Mob. 699 412 568
E-Mail: g.weidel@ev-kicb.com
La Nucia; Seniorenresidenz Montebelleo C./Bernia 34
30
31
v.li. n.re. Hans-Dieter Gaeth, Pit Reiners,
Heinrich Rink, Marlis Gaeth, Anita Kunze,
Frank Ziegenmeier, Rut Breitenbach, , Ruth
Werner, Ursula Hansmeier, Rudolf Delbrück
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Seele and Geist
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