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KMU-Sprechstunde: Was der Arbeitgeber über Datenschutz wissen

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P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 1
Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 10 / 13
Wirtschaftspolitik:
Steuern und
Ausgaben der
Luzerner Gemeinden
Unternehmensführung:
Methodik für
erfolgreiche
Betriebsentwicklung
KMU-Sprechstunde:
Was der Arbeitgeber
über Datenschutz
wissen muss
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25
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GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
2
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 3
Editorial
Gedanken zur aktuellen Bundespolitik
Woher nur kommt
dieser Eindruck?
Ursula Schürmann-Häberli,
Vizedirektorin Gewerbeverband Kanton Luzern.
Ganz gerne höre ich mir Diskussionen an, am Radio oder am Fernseher, gesellschaftskritische, philosophische, insbesondere aber politische, und – ich gebs zu – auch Radiosendungen für Kinder. Da werden nämlich nicht immer nur Märchen erzählt. Da gibt es auch
Nachrichten, ernsthafte Informationen und Gespräche über aktuelle
Geschehen im In- und dem Ausland, sehr informativ und gut recherchiert. Und wissen Sie, was mir dabei besonders auffällt? Die Kinder
sagen unumwunden klar was sie wissen und was sie von der Sache halten. Und wenn
sie etwas nicht wissen, fragen sie auch. Sie reden nicht um den Brei herum und sie
greifen sich nicht an, noch machen sie einander schlecht. Und immer habe ich den
Eindruck, dass es dabei wirklich um die Sache geht und darum, sich offen und unvoreingenommen damit auseinanderzusetzen. Meine Wahrnehmung ist es zudem, dass
sie sagen was sie meinen und auch wirklich meinen, was sie sagen. Und ich erhalte
nicht das Gefühl, dass sie mich, koste es was es wolle, zu einem besseren Menschen
machen wollen.
Ganz anders ist mein Eindruck jedoch, wenn ich mir politische Diskussionen Erwachsener anhöre. Die sprechen zwar ebenfalls über politisches Geschehen, sagen auch klar,
was sie erfahren haben und was sie davon halten. Aber mich dünkt, zunehmend sagen
sie auch – nicht immer gleich schmeichelhaft – was sie vom anderen halten. Auch
meine ich vermehrt Märchen erzählt zu bekommen. Und nicht immer ist mir klar, was
lauthals Mitdiskutierende wirklich wissen und was sie einfach kühn behaupten. Auch
bin ich mir des Öftern nicht so sicher, ob es da wirklich immer nur um die Sache geht
und darum, sich offen und unvoreingenommen damit auseinanderzusetzen.
Warum nur dieser Eindruck? Warum dünken mich politische Auseinandersetzungen
zunehmend ideologisch motiviert, weit ab von einer realen Einschätzung der Zusammenhänge? Warum nehme ich immer mehr missionarischen Eifer wahr bei Politikern?
Warum nur habe ich das zunehmende Gefühl, alle wollten die Welt verbessern, aber
nur wenige auch sich?
Ursula Schürmann-Häberli
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
3
NE
U
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 4
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Impressum
Inhalt
Editorial
Edition 11. Oktober 2013
3
98. Jahrgang
Herausgeber
Gewerbeverband des Kantons Luzern
Redaktion
Ursula Schürmann-Häberli
Korrespondenzadresse
Gewerbe Luzern, Eichwaldstrasse 15, Postfach, 6002 Luzern
Telefon 041 318 03 18, Telefax 041 318 03 19, www.gewerbeverband-lu.ch,
info@gewerbeverband-lu.ch
Abonnemente
Einzelexemplare CHF 5.–, Jahresabonnement Kt. Luzern CHF 25.–,
Jahresabonnement Schweiz CHF 35.–, Jahresabonnement Ausland CHF 55.–
Für Verbandsmitglieder obligatorisch und im Jahresbeitrag inbegriffen.
Inserateverwaltung
Wallimann Druck und Verlag AG, 6215 Beromünster
Telefon 041 932 40 50, Telefax 041 932 40 55
www.wallimann.ch, admin@wallimann.ch
Gestaltung
Hilfikergrafik, 6002 Luzern
Inserate- und Redaktionsschluss, Erscheinungsdatum
November-Ausgabe: 25. Oktober 2013 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 15. Nov. 2013
Dezember-Ausgabe: 22. Nov.. 2013 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 13. Dez. 2013
Januar-Ausgabe: 6. Januar 2014 (Red.- / Ins.-Schluss), erscheint am 24. Januar 2014
Erscheint 10-mal jährlich
Der Inhalt der Artikel widerspiegelt die Auffassung der Autoren und deckt sich nicht
notwendigerweise mit der Meinung der Redaktion. Nachdruck unter Quellenangabe
gestattet, Belegexemplare erwünscht. Für ungebeten eingesandte Artikel und Fotos
übernimmt die Redaktion keine Haftung.
Die Tochter- und Partnergesellschaften des Gewerbeverbands des Kantons Luzern:
Gewerbe-Treuhand, Dacor-Informatik, Lufida-Revision.
Unternehmensführung:
Methodik für
erfolgreiche
Betriebsentwicklung
KMU-Sprechstunde:
Was der Arbeitgeber
über Datenschutz
wissen muss
22
25
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entsprechend grosse Gegengewichte seine
Standfestigkeit.
Zu gerne möchte man dieses Bild als Symbol für die
Politik sehen…
(Foto: Ursula Schürmann-Häberli)
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
11
Sektionen
Gewerbeverein Neuenkirch
Gewerbe Region Sursee
Gewerbeverein Ruswil
Gewerbeverein Meggen
Treuhand | Suisse
SIA
Layout und Druck
Wallimann Druck und Verlag AG, 6215 Beromünster
Gewerbeverband des Kantons Luzern, Mitteilungsmagazin 10 / 13
Kolumne unserer Bundespolitiker
Nationalrätin Yvette Estermann
KMU-Sprechstunde
Arbeitgeber und Datenschutz
Inseratespiegel und -preis auf Anfrage
Wirtschaftspolitik:
Steuern und
Ausgaben der
Luzerner Gemeinden
7
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14
17
Unternehmensführung
Leasing Teil 3: Im Gespräch mit
Betriebsinhabern
Credit- und Debitorenmanagement Teil 4:
Inkasso von Verlustscheinen
Methodik für Betriebsentwicklung
Auflage
8500 Exemplare
7
Wirtschaftspolitik
Steuern und Finanzhaushalt Teil III:
Gemeindefinanzen
Neue Regionalpolitik Kanton Luzern
Umzugsmonitoring Hochschule Luzern
Zentralschweizer Neuunternehmer 2013
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Leserbrief
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GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
6
Kontakte
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 7
Wirtschaftspolitik
Steuern und Finanzhaushalt Kanton Luzern Teil III
Entwicklung Steuern und
Ausgaben der Gemeinden
In den Ausgaben Mai und Juni 2013 haben wir die Entwicklung
der Steuererträge und Staatsausgaben im Kanton Luzern analysiert. Wir stellten fest, dass sicher kein Einnahmenproblem
besteht, sondern dass das Problem nachweislich bei den Ausgaben liegt. Dass somit Steuererhöhungen angesichts der positiven
Entwicklung der Steuereinnahmen nicht gerechtfertigt sind. Nun
betrachten wir die Gemeindefinanzen im Kanton Luzern näher.
gen, Heimtaxen, Schulgelder, Benutzungsgebühren und Bussen. Die Grafik zeigt deutlich, dass
auch die Entgelte – wie die Steuererträge – von
1997 bis 2011 von Fr. 430,8 Mio. auf Fr. 558,6
Mio. einen Anstieg zu verzeichnen haben. Die Erhöhung beträgt beinahe 30 Prozent. Zählt man
die Steuererträge und die Entgelte zusammen, resultiert seit 1997 eine Steigerung von Fr. 1,346
Mrd. auf Fr. 1,732 Mrd.
Werner Bründler,
Direktor Gewerbeverband
Kanton Luzern
Schlussfolgerung
Es kann also ohne Weiteres der Schluss gezogen
werden, dass die Bevölkerung der Gemeinden in
den letzten 15 Jahren zu einem erheblichen
Wachstum der Steuererträge und der Entgelte beigetragen hat und dass diese Basis durch die Steuergesetzrevisionen in der jüngeren Vergangenheit keineswegs eingebrochen ist.
Bei der Entwicklung der Steuererträge zeigt sich bei den Gemeinden ein ähnliches Bild
wie beim Kanton Luzern.
Ertragssituation
Wie der nachfolgenden Grafik entnommen werden kann,
sind die Steuererträge aller Gemeinden von 1997
bis 2011* von Fr. 848,9 Mio. auf Fr. 1054 Mio.
angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von
rund 24 Prozent. Trotz der Steuergesetzrevisionen
2005, 2008 und 2011 hat sich der gesamte Steuerertrag der Gemeinden von 2005 bis 2011 nicht
zurückentwickelt, sondern ist von Fr. 1007 Mio.
auf Fr. 1054 Mio. weiter gewachsen. Deshalb
haben in den Jahren 2008 bis 2012 auch mehr Gemeinden ihre Steuerfüsse gesenkt als erhöht.
* Die statistischen Zahlen
des Kalenderjahres 2012
stehen in der LUSTAT noch
nicht zur Verfügung.
Entgelte
Eine weitere Einnahmengrösse der Gemeinden
sind die Entgelte. Dabei geht es im Wesentlichen
um Ersatzabgaben, Gebühren für Amtshandlun-
Aufwandsituation
Wie aus der Grafik auch ersichtlich ist, sind die
gesamten Ausgaben der Gemeinden in den letzten 15 Jahren kontinuierlich gewachsen, von Fr.
1,741 Mrd. im Jahr 1997 auf Fr. 2,208 Mrd. im
Jahr 2011. Dies entspricht einer Zunahme von
knapp 27 Prozent.
Kostentreiber
Kostentreiber sind einerseits die Ausgaben in der
Hauptfunktion Gesundheit, welche sich in den
letzten Jahren fast verdreifacht haben und andererseits nach Kostenarten der Personalaufwand,
welcher im Kalenderjahr 2011 mit Fr. 1033 Mio.
Aufwand und Ertrag der Gemeinden seit 1997
2‘500‘000
Konsolidierter Aufwand
2‘000‘000
Finanzausgleich und Transferzahlungen
Gesamtsteuerertrag inklusiv Entgelte
1‘500‘000
Steuerertrag
1‘000‘000
Entgelte
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
2011
2012
2009
2010
2007
2008
2005
2006
2003
2004
2001
2002
1999
2000
1997
0
1998
500‘000
7
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 8
Wirtschaftspolitik
beinahe 47 Prozent der konsolidierten Gemeindeausgaben ausmacht. In den letzten zehn Jahren hat der Personalaufwand in den Gemeinden
von Fr. 966,5 Mio. (2002) auf Fr. 1033 Mio. um
Fr. 66,5 Mio. zugenommen. Dies bedeutet einen
Anstieg von 6,9 Prozent.
Schlussfolgerung
Man kann also ohne zu übertreiben hervorheben, dass letztlich die Gemeindebevölkerung
dieses Ausgabenwachstum mit Mehrsteuern und
Mehrabgaben zu finanzieren hatte.
Weitere Erträge der Gemeinden
Stellt man nun den Gesamtaufwand dem
Gesamtsteuerertrag inkl. Entgelte entgegen,
besteht im Kalenderjahr 2011 eine Differenz
von Fr. 476,7 Mio. Herauszufinden, was genau
Bestandteil dieser Differenz ist, ist äusserst
schwierig. Ungefähr Fr. 180 Mio. erhalten die
Gemeinden vom Kanton an Finanz- und Lastenausgleichszahlungen. Die Restanz von ungefähr
Fr. 300 Mio. sind zu einem überwiegenden Teil
Transferzahlungen für diverse Aufgaben der
Gemeinden, welche durch den Kanton entschädigt werden, wie beispielsweise für die Primarund Sekundarschule, für die Kindergärten und
für den Verkehr. Die Tendenz dieser Transferzahlungen ist steigend, wenn man die Position
36 in den Jahresberichten des Kantons der letzten Jahre betrachtet. Die Transparenz bei den
Transferzahlungen ist aber unbefriedigend. Sie
sind für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbar.
Wenig Transparenz bei den
Gemeindeverbänden
Unklar ist auch die Finanzierung der Gemeindeverbände und wie diese Geldflüsse in den Haushalten der Gemeinden in Erscheinung treten.
Ebenso ungenügend nachvollziehbar ist, wie in
Gemeindeverbände und Aktiengesellschaften
Vergleichsrechnung Gemeindefinanzen
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
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ausgelagerte Gemeindeaufgaben finanziert und
kontrolliert werden.
Wo bleibt das Öffentlichkeitsprinzip?
Gemäss § 71 Abs. 1 der Kantonsverfassung entscheiden die Gemeinden frei, ob sie ihre eigenen
und die ihnen vom Kanton übertragenen Aufgaben allein oder zusammen mit anderen Gemeinden erfüllen wollen. Auch steht ihnen frei, in
welchen Organisationsformen sie die gesetzlich
vorgeschriebene Qualität oder Quantität erreichen wollen. Nebst der Form von Gemeindeverbänden können die Institutionen auch in den
Rechtsformen eines Vereins oder einer Aktiengesellschaft organisiert werden. Gemäss Adressverzeichnis der Kantonalen Verwaltung, Ausgabe
12. August 2013, bestehen im Kanton Luzern
zurzeit 39 Gemeindeverbände mit verschiedenen Zwecken, beispielsweise für die Abfallentsorgung, die Abwasserreinigung, zur Führung
eines regionalen Pflegezentrums oder zur Regionalplanung. Dabei kann eine Gemeinde bei
zehn bis zwölf verschiedenen Gemeindeverbänden angeschlossen sein. Entrichtet sie für den
Bezug von Leistungen eines Gemeindeverbandes Pro-Kopf-Beiträge, dann sind die finanziellen Verhältnisse bei der beitragszahlenden Kommune klar offengelegt. Aufschluss darüber, ob
die Beitragshöhe berechtigt ist, kann nur die
Jahresrechnung des entsprechenden Gemeindeverbandes geben. Und da kommt die Frage, wo
dieser Jahresabschluss der Öffentlichkeit vorgelegt wird. Die meisten auf dem Internet recherchierten Jahresberichte weisen keine Jahresrechnung auf oder nur wenige Aufwand- und
Ertragspositionen. Ob damit dem Öffentlichkeitsprinzip in der heutigen Zeit Genüge getan
wird, ist zu bezweifeln.
Unsichtbar gehortete Gemeindeguthaben
Anders stellen sich die Fragen, wenn Kommunen an der Infrastruktur des Gemeindeverban-
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Wirtschaftspolitik
des beteiligt sind, wie zum Beispiel bei Abwasserreinigungsanlagen. Wenn sie alljährlich namhafte Beträge an den Gemeindeverband zur Deckung der Betriebskosten und für Rückstellungen
überweisen. Auch hier muss festgestellt werden,
dass nur wenige der recherchierten Jahresberichte auf dem Internet transparent über die
finanziellen Verhältnisse des Gemeindeverbandes Auskunft geben. Im Falle eines ARAGemeindeverbandes wies der Jahresbericht 2012
eine kurzgefasste Erfolgsrechnung aus. Die
Bilanz fehlte gänzlich. Abschreibungen und
Rückstellungen lagen in der Grössenordnung
von nahezu 32 Prozent des Gesamtaufwandes!
Das weist auf grössere Reserven im betrachteten
Gemeindeverband hin. Reserven, die den angeschlossenen Gemeinden in der Kasse fehlen und
die auch nicht in der Gemeinderechnung sichtbar sind. Das heisst, die Vermögenslage der
Gemeinden wie sie ihren Bürgern offengelegt
wird, entspricht nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Dass Gemeindeverbände Steuergelder ihrer Mitgliedgemeinden horten, ist nicht
im Sinne der Sache. Schon gar nicht, wenn solche Mittel in spekulative Anlagen investiert werden, wie das beim Gemeindeverband für Abfallentsorgung Luzern Landschaft (Gall) 2008 der
Fall war. 2,7 Millionen Franken hat der Gemeindeverband damals beim Zusammenbruch der
Bank Lehmann Brothers verloren. Positiv zu
erwähnen ist der Entscheid beim Luzerner
Gemeindeverband REAL vom Mai 2013, den
Mitgliedgemeinden 20 Millionen Franken aus
der Wiederbeschaffungsreserve sowie sieben
Millionen Franken Gewinn auszuzahlen und
damit die massive Überliquidität abzubauen.
Schlussfolgerung
Während die Angaben zu Ertrag und Aufwand
für den Kanton und die Gemeinden detailliert
vorliegen und über LUSTAT öffentlich zugänglich sind, gibt es keine Zusammenstellung der
Ertrags-, Aufwand- und Vermögenswerte der
Gemeindeverbände. Aufgrund bekannter Zahlen ist davon auszugehen, dass Gemeindesteuergelder von mehreren Millionen im zweistelligen
Bereich in Gemeindeverbänden gehortet werden. Gelder, über die die Stimmbürger keine
Kenntnis haben und über deren Verwendung sie
nicht bestimmen können. Das ist nicht nur
finanzpolitisch ein unhaltbarer Zustand. Vor
allem aber stellt die heutige Rechnungslegung
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
9
der Gemeinden deren Korrektheit in Frage,
weisst sie doch nicht die tatsächliche Vermögenslage der Gemeinde aus.
Fazit
Wie beim Kanton Luzern hat die Steuerpolitik
und die damit verbundenen Steuergesetzrevisionen auch den Gemeinden keine Mittel entzogen. Im Gegenteil: Der Gesamtsteuerertrag und
die Entgelte sind in den Jahren 1997 bis 2005
stark (+ 23 Prozent) und danach immer noch
leicht angestiegen (+ 4 Prozent). Wenn nun aber
die Erträge in den Gemeinden nicht mehr genügen, um die Ausgaben zu decken, liegt das Problem weder bei den Steuern noch bei den Entgelten. Betrachtet man nämlich auch den
Pessimismus, mit welchem die Gemeinden in
der jüngeren Vergangenheit budgetiert haben,
muss vermutet werden, dass die Erträge systematisch zu tief und die Aufwände zu hoch
geschätzt wurden. Anders ist es nicht zu erklären, weshalb die Gemeinden in den letzten acht
Jahren eine Differenz von über 550 Mio. zwischen den budgetierten und den definitiven
Zahlen auswiesen.
Offenlegung und realistischere Budgets
Bevor nun auch in den Gemeinden die Steuerschraube angezogen und über höhere Gebühren
debattiert wird, sollten diese bei der Budgetierung, bei den Transferzahlungen und bei der
Finanzierung der Gemeindeverbände Transparenz schaffen. Es kann nicht sein, dass in den
Gemeindeverbänden und Gemeinde-Aktiengesellschaften Gelder im Überfluss parkiert werden. Gelder, welche den Gemeinden gehören,
aber nicht in deren Finanzhaushalt zurückfliessen. Der Gewerbeverband ist überzeugt, dass bei
weniger pessimistischer Budgetierung und einer
konsequenten Rückführung dieser Gelder die
Finanzhaushalte der Gemeinden ohne Weiteres
ins Lot gebracht werden können. Der Gewerbeverband wird den Kanton dazu auffordern, die
Gemeindeverbände inskünftig zur Offenlegung
und zur externen Prüfung ihrer Jahresrechnungen zu verpflichten. Das neue Rechnungslegungsrecht des Bundes wird die Gemeinden
zudem dazu anhalten, die ausgelagerten Aufgaben in ihren Jahresrechnungen konsolidieren zu
müssen.
Werner Bründler
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 10
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GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
10
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Kolumne unserer Bundespolitiker
Innenpolitik
Todesstoss für den
Werkplatz Schweiz!
Yvette Esterman,
Nationalrätin, Kriens.
Wenn wir uns im benachbarten Ausland umsehen, erkennen wir
sofort, mit welchen Problemen unsere Nachbarn zu kämpfen
haben. Sie verzeichnen eine hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei
der Jugend. Dazu inflationäre Entwicklungen, ungenügende
Wettbewerbsfähigkeit und eine allgemeine Unzufriedenheit in
der Bevölkerung. Ganz anders unser kleines Land. Es steht sehr
gut da: Tiefe Arbeitslosenzahlen, tiefe Jugendarbeitslosigkeit,
hervorragende Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und sozialer Frieden.
Dieses «Glück» ist uns nicht in den Schoss gefallen. Es ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und Anstrengung. Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, wird
demokratisch regiert und verfügt über eine eigene Währung. Schon diese Tatsachen bewirken, dass unser Land eine besondere Stellung in Europa einnimmt. –
Noch!
Wohlstand, Sicherheit und Stabilität wecken aber auch Neid und Missgunst. Es
ist deshalb klar, dass wir oft unter Druck geraten und dass bewusst versucht wird,
die kleine, feine Schweiz kaputt zu machen. Ich spreche da von Angriffen aus
dem Ausland. Diese zielen oft nicht nur auf unsere Souveränität sondern hauptsächlich auf den «Finanzplatz Schweiz». Leider ist es einigen Kräften bereits
gelungen, unser Land zu schwächen und einzuschränken.
Zusätzlich zu diesem «neidvollen» Ausland gibt es aber auch hier in der Schweiz
zerstörerische Kräfte, welche unserem Land grossen Schaden zufügen wollen.
Ich meine die Initiative 1:12 der Jungsozialisten, unterstützt von der SP und den
Gewerkschaften. Ob sie es bewusst oder unbewusst tun: Die Initiative könnte
dem Wirtschaftsstandort Schweiz den Todesstoss versetzen, welcher uns alle
schmerzvoll treffen würde!
Die Folgen eines solchen staatlichen Lohndiktats wären: Verlust von Arbeitsplätzen, grosse Steuerausfälle und eine Verschlechterung der finanziellen Lage für
uns alle. Wollen wir das? Ich nicht!
Deshalb heisst es am 24. November: NEIN zur 1:12-Initiative!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Hier haben unsere
Bundespolitiker das
Wort
In dieser Kolumne äussern
sich unsere gewerblichen
National- und Ständeratsmitglieder regelmässig zu
einem frei gewählten
Thema.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Yvette Estermann
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Wirtschaftspolitik
Neue Regionalpolitik NRP
Die NRP im Kanton Luzern
Sinn und Zweck
Mit der Einführung des Bundesgesetzes über Regionalpolitik
wurde eine Grundlage für die Entwicklungs- und Innovationsförderung im ländlichen Raum geschaffen. Damit wurde das bestehende Investitionshilfegesetz IHG abgeschafft, welches primär
bezweckte, die Existenzbedingungen im ländlichen Raum durch
Basisinfrastrukturvorhaben zu verbessern. Eine dreiteilige Serie
über die neue, wachstumsorientierte Regionalpolitik NRP.
Diese dreiteilige Serie zur
NRP umfasst folgende
Beiträge:
– Vorstellung der NRP
Kanton Luzern
– Projekte Region
Luzern West (Ausgabe
November 2013)
– Projekte Idee Seetal
(Ausgabe Januar/
Februar 2014)
Im Vordergrund der NRP stehen die Stärkung der
Innovationskraft, die Erhöhung der Wertschöpfung und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aller ländlichen Regionen. Damit trägt
sie dazu bei, dass der Abwanderung der Landbevölkerung in urbane Gebiete entgegengewirkt
wird und die unterschiedlichen wirtschaftlichen
Voraussetzungen in den einzelnen Regionen vermindert werden.
Neue Regionalpolitik im Kanton Luzern
Der Fokus von NRP im Kanton Luzern liegt darauf,
gezielte Wachstumsimpulse im ländlichen Raum
zu geben. Das Umsetzungsprogramm 2012-2015
des Kantons Luzern legt dazu Ausrichtungen fest:
– Ausrichtung 1a: Unterstützung der Regionen
Luzern West und Seetal bei der Umsetzung der
regionalen Entwicklungsstrategien durch bottom-up-Projekte
– Ausrichtung 1b: Interregionale Kooperation im
Kanton Luzern (v.a. Erschliessung, Bildung und
Gesundheit )
– Ausrichtung 2: Umsetzung der kantonalen
Wirtschaftsstrategien (Jungunternehmen, Clusterbildung, Wissens- und Technologietransfer,
Tourismus)
– Ausrichtung 3: Internationale Kooperation
Für NRP-Projekte steht jährlich ein Budget von
rund 2,5 Millionen Franken À-fonds-perdu-Beiträgen sowie 1,2 Millionen Franken Darlehen zur
Verfügung. Bund und Kanton tragen die Kosten jeweils zur Hälfte. Für Unternehmen sind insbesondere die Ausrichtung 1a und 2 von Bedeutung.
Zum Vollzug der Neuen Regionalpolitik
Für die Umsetzung der Neuen Regionalpolitik im
Kanton Luzern ist der Projektleiter für Neue Regionalpolitik, Tilman Holke, Dienststelle rawi,
Kanton Luzern zuständig. Er hat Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz studiert. Im folgenden Interview erklärt Tilman
Holke, wie die Neue Regionalpolitik NRP im Kanton Luzern funktioniert.
Gewerbe Luzern: Tilman Holke, wohin
fliessen die NRP-Mittel?
Tilman Holke: Die Mittel sollen primär dem
ländlichen Raum zugute kommen. Im Kanton
Luzern wurde das Einzugsgebiet der regionalen
Entwicklungsträger (RET) Region Luzern West
und Idee Seetal AG als NRP-Zielregion definiert.
Wer kann Projektträger werden?
Als Projektträger kommen Gemeinden, Verbände
oder Vereine sowie Zusammenschlüsse von Unternehmen in Frage. Die RET sind behilflich, diese
Partnerschaften aufzugleisen und stellen dabei
ihre Netzwerke zur Verfügung.
Gibt es Einschränkungen für gewisse
Branchen?
Nein, grundsätzlich können aus jeder Branche
Projekte eingereicht werden. Das Förderinstru-
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P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 13
Wirtschaftspolitik
ment NRP ist ausdrücklich für alle Wirtschaftssektoren vorgesehen. Von Freizeit- und Tourismusprojekten über Gemeindeentwicklungsprojekte bis hin zu Unternehmensnetzwerken wurde
eine breite Palette von innovativen Projekten unterstützt.
Tilman Holke (Fotos z.V.g.)
Wie funktioniert die Projekteingabe?
An wen kann ich mich wenden?
Die Projektanträge werden in der Regel bei den regionalen Entwicklungsträgern (RET) Region West
oder der Idee Seetal AG eingereicht. Der Kanton
Luzern verfolgt dabei den «Bottom-up»-Ansatz.
Die überwiegende Zahl der Projekte wird von den
Regionen, Gemeinden und Unternehmen entwickelt. Diese Förderphilosophie gewährleistet,
dass vorwiegend Projekte gefördert werden, die
regional verankert sind und hohe Erfolgschancen
aufweisen. Projekte, die für den ganzen Kanton
von Interesse sind (z.B. Neu- und Jungunternehmerförderung) sowie interkantonale Projekte (Innovationsförderung Zentralschweiz) werden vom
Kanton gesteuert.
Nach welchen Kriterien werden Projekte
beurteilt? Gibt es Ausschlusskriterien?
Die Projekte werden nach den Kriterien Innovationsgehalt, Exportorientierung, Wertschöpfungspotenzial sowie Projektmanagement beurteilt. Insbesondere der Innovationsgehalt eines Projekts ist
wichtig. Die Projektidee muss etwas Neuartiges
aufweisen, z.B. ein neues Produkt oder die Optimierung eines Ablaufs. Zudem soll die NRP-Unterstützung in der vorwettbewerblichen Phase des
Projekts ansetzen. Einzelbetriebliche Förderung ist
gemäss dem Bundesgesetz kategorisch ausgeschlossen. Durch dieses Ausschlusskriterium wird
verhindert, dass eine Marktverzerrung sowie Bevorzugung von Unternehmen stattfindet. Vielmehr sollen sich Unternehmen zu Partnerschaften
zusammenschliessen und gemeinsam ein Projekt
entwickeln. Gemeinsam hat man mehr Ideen,
mehr Kompetenzen und auch mehr Wissen, um einem Projekt zum Durchbruch zu verhelfen.
Wer entscheidet über die Projekte?
Die Entscheidungshoheit liegt – je nach Höhe
der gesprochenen Mittel – beim Departement
bzw. beim Regierungsrat.
Bezug der Formulare:
http://www.rawi.lu.ch/
index/themen/
regionalpolitik_nrp.htm
Was ist Ihre Aufgabe?
Ich prüfe, ob die NRP-Anträge den Vorgaben und
Kriterien vom Bund entsprechen und gebe Empfehlungen an die Dienststellenleitung. Zudem
stehe ich im engen Kontakt mit den regionalen
Entwicklungsträgern, dem Bund sowie den NRPFachstellen der benachbarten Zentralschweizer
Kantone. Ausserdem erledige ich den administrativen Vollzug der NRP-Projekte bei uns in der
Dienststelle: Ich bereite die Geschäfte für die Regierungsratssitzungen, Projektvereinbarungen
und Darlehensverträge vor, begleite die Projekte
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
13
und verfasse den Jahresrapport an den Bund. –
Denn auch der Kanton muss für diese Gelder
Rechenschaft ablegen.
Wo finde ich die Projektformulare?
Sind die formalen Anforderungen hoch?
Die Projektträger müssen einen Projektantrag
inkl. Projektbudget ausfüllen. Dieser Projektantrag bietet uns eine gute Grundlage für die Bewertung der Projekte. Die Dokumente inkl. Leitfaden finden Sie auf unserer Homepage. Meines
Wissens ist ein Projekt bisher noch nicht an den
administrativen Hürden gescheitert. Vielmehr
zeigt sich im Verlaufe der Projektkonkretisierung,
dass die Kriterien der NRP nicht erfüllt werden
können oder die Erfolgsaussichten als zu gering
eingeschätzt werden.
Welche Rolle spielt der Bund im gesamten Prozess?
Die Hälfte der eingesetzten NRP-Fördermittel sind
Bundesmittel. Wir erstatten dem Bund jährlich
Bericht über die eingesetzten Mittel. Das Staatssekretariat ist mit der Umsetzung im Kanton Luzern zufrieden und lobt insbesondere die gute
regionale Verankerung.
Urban Henzirohs
Innovative Unternehmensprojekte dank NRP
Die Neue Regionalpolitik (NRP) ist im Kanton Luzern
ein wichtiges Förderinstrument zur Stärkung des ländlichen Raums. Die Ergebnisse der ersten Vierjahresperiode 2008 bis 2011 sind positiv. Bislang hat der Kanton Luzern rund 50 Projektideen gefördert. Wir gehen
davon aus, dass bisher rund 100 neue Arbeitsplätze
geschaffen worden sind. Bis Ende 2015 sollen weitere
rund 100 Arbeitsplätze entstehen. Der Kanton Luzern
setzt die NRP praxisorientiert um. Das Förderprogramm hat neben Strukturverbesserungen im ländlichen Raum vor allem die Unternehmungen im Fokus.
Hier kann die NRP als Anschubfinanzierung innovative
Projekte unterstützen. In der Vergangenheit wurden
mehrere Unternehmensnetzwerke unterstützt, die so
eine zusätzliche Wertschöpfung erzielen konnten.
Ich appelliere an die Unternehmen im Seetal, im Entlebuch und im Luzerner Hinterland: Werden Sie aktiv!
Wenn Sie eine innovative Projektidee haben, die Sie
mit Partnern umsetzen möchten, wenden Sie sich an
unsere regionalen Entwicklungsträger, die «Region
West Luzern» und die «Idee Seetal AG». Diese nehmen eine erste Projektbeurteilung vor und unterstützen Sie gerne bei der Projekteingabe an den Kanton.
Robert Küng, Regierungsrat,
Vorsteher Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
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Wirtschaftspolitik
Hochschule Luzern – Wirtschaft
Eigentum entsteht noch
immer auf grüner Wiese
Wer umziehen will und dafür Eigentum erwirbt, ist anspruchsvoll. Rund die Hälfte aller Stockwerkeigentümer zieht in einen
Neubau. Bei jenen, die ein Haus kaufen, ist dieser Anteil etwas
niedriger. Aber insgesamt zeigt sich: Eigentum entsteht oft
immer noch auf der grünen Wiese. Das zeigt die neuste Studie
von «Umzugsmonitoring», ein Spin-off der Hochschule Luzern –
Wirtschaft.
Jeder fünfte Haushalt wechselt in der Schweiz im
Durchschnitt innerhalb eines Jahres die Wohnadresse. In den wenigsten Fällen weisen die Statistiken aber die Hintergründe dazu aus. «Umzugsmonitoring», ein Spin-off der Hochschule
Luzern – Wirtschaft, hat deshalb für die jüngste
Studie 9000 Fragebogen ausgewertet. Davon
stammen rund 5000 von früheren Umzüger-Befragungen aus den Jahren 2010 und 2011, durch
die Umfrage 2012 kamen mehr als 4000 dazu. Die
Fragebogen wurden in 127 Gemeinden und Städten der Deutschschweiz ausgefüllt. Die Studie
unterscheidet zwischen Hauseigentümern, Stockwerkeigentümern und Mietern, räumlich zwischen Stadt, Agglomeration und Land. In der
Schweiz sind gemäss Bundesamt für Statistik rund
37 Prozent aller Haushalte Eigentümer, davon
etwa zwei Drittel Hauseigentümer und ein Drittel Stockwerkeigentümer. Wobei das Stockwerkeigentum in den letzten Jahren in der Schweiz
rasant an Bedeutung gewonnen hat: Die Anzahl
Wohnungseigentümer ist innerhalb von zehn
Jahren um 57 Prozent gewachsen.
Zusammenhang zwischen
Wohneigentumsform und
Wohnbautätigkeit bei den
Zuzügern.
Hoher Neubauanteil beim Stockwerkeigentum
Durch die neuste Studie von «Umzugsmonitoring» wird schnell ersichtlich, dass Eigentümer
sesshafter sind als Mieter. Bei den Zuzügern in die
Stadt machen sie lediglich 9 Prozent aus, auf dem
Land immerhin 27 Prozent. Auch hier wird klar,
dass bei den Eigentümern die Stockwerkeigentümer eine immer grössere Rolle spielen. Bereits
kauft jeder zweite Haushalt, der in die Stadt zieht
und dort Eigentum erwirbt, Stockwerkeigentum.
«Den Traum vom Eigenheim verwirklichen viele
Haushalte dabei immer noch oft auf der grünen
Wiese», stellt Katia Delbiaggio weiter fest. Die
Studienleiterin ist Dozentin am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern – Wirtschaft. So beziehen zwischen
37 (Agglomeration) und 48 Prozent (jeweils Stadt
und Land) aller Hauseigentümer einen Neubau.
Beim Stockwerkeigentum ist dieser Anteil in der
Stadt noch höher, dort liegt er bei 57 Prozent, in
der Agglomeration bei 42 Prozent, auf dem Land
bei 45 Prozent. Bei den Mietern hingegen zieht
die grosse Mehrheit der Haushalte in ein bestehendes, renoviertes oder nicht renoviertes Objekt.
Kauf oder Verkauf von Eigentum ist für
Familien relevant
Umziehende Familien erwerben oft Hauseigentum (27 Prozent), bei Paaren ohne Kinder sind es
9 Prozent, bei Einpersonenhaushalten 10 Prozent. «Für Familien scheint das Wohnobjekt an
sich für den Umzugsentscheid ausschlaggebender
als für andere Haushaltsformen», sagt Katia Delbiaggio. Bestätigt hat dies die Auswertung der
Umzugsgründe: Der Kauf oder Verkauf von
Wohneigentum hat für Familien eine deutlich
grössere Relevanz als für Paare ohne Kinder oder
Einpersonenhaushalte. Für viele Familien ist zudem die Unzufriedenheit mit dem Wohnobjekt
ein wichtiger Grund, die Adresse zu wechseln.
Bei Paaren ohne Kinder gibt vor allem die Veränderung der Haushaltsform den Ausschlag (man
zieht zusammen), bei Einpersonenhaushalten ist
es die Neuausrichtung im Job oder in der Ausbildung.
Zielort
Eigentumsform
Neubau
Renoviert
Nicht renoviert
Total
1- Kernstadt
Hauseigentum
48%
44%
7%
100%
Stockwerkeigentum
57%
37%
6%
100%
Miete
9%
62%
29%
100%
Hauseigentum
37%
43%
20%
100%
Stockwerkeigentum
42%
42%
16%
100%
Miete
14%
55%
32%
100%
Hauseigentum
48%
35%
18%
100%
Stockwerkeigentum
45%
44%
11%
100%
Miete
15%
53%
32%
100%
2- Agglomeration
3- Periurban-ländich
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
14
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 15
Wirtschaftspolitik
Wohin die Haushalte ziehen, entscheidet sich
durch die sogenannten Wohnpräferenzen. «Dabei ist der Anteil anspruchsvoller Eigentümer
grösser als jener der Mieter», sagt Katia Delbiaggio. Diese sogenannten kompromisslosen Eigentümer, die klare Vorstellungen von den Vorteilen
ihrer neuen Adresse haben, bewerten jeweils
diverse Wohnort-Faktoren und WohnobjektEigenschaften als überdurchschnittlich wichtig:
beispielsweise das Bildungsangebot, den Ausländeranteil, die Sicherheit, die Kinderbetreuung,
das Kultur- und Sportangebot, die Erschliessung
sowie die Zentralität. Die Steuerbelastung spielt
eine untergeordnete Rolle, das hat die letztjährige
Auswertung der Umzüger-Befragung gezeigt.
Eigentümer sind nicht generell einkommensstärker als Mieter
Die Befragung der umziehenden Haushalte hat
weiter gezeigt, dass Eigentümer nicht generell einkommensstärker sind als Mieter. «Die Betrachtung des monatlichen Haushaltseinkommens der
Zuzüger nach Eigentumsform und Wohnort ergibt
ein differenziertes Bild», sagt die Studienleiterin.
Der Anteil zuziehender Haushalte mit einem
monatlichen Bruttoeinkommen ab 10 000 Franken ist im urbanen Raum bei Haus- und Stockwerkeigentümern eindeutig höher als bei Mietern. Im ländlichen Raum aber ist die Situation
eine andere: Zwar sind hier Hauseigentümer nach
wie vor generell einkommensstärker, der Anteil
Stockwerkeigentümer und Mieter in der höheren
Einkommenskategorie ist jedoch gleich gross.
Schliesslich sind die Verantwortlichen von «Umzugsmonitoring» der Frage nachgegangen, wie zufrieden die Haushalte nach dem Umzug mit ihrem
Verein «Umzugsmonitoring» entstand aus
Forschungsprojekt
«Umzugsmonitoring» ist ein Spin-off des Instituts für
Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule
Luzern – Wirtschaft und entstand aus dem Forschungsprojekt «Wohnpräferenzen». Ziel des nichtgewinnorientierten Vereins ist es, die Wohnpräferenzen der Schweizer Haushalte systematisch zu
erforschen. «Umzugsmonitoring» bietet allen
Gemeinden, Städten und Regionen der Deutschschweiz die Möglichkeit, an der jährlich stattfindenden Umzüger-Befragung teilzunehmen.
Detaillierte Informationen sind erhältlich unter:
www.umzugsmonitoring.ch
Die komplette Studie 2013 ist auf Anfrage erhältlich.
Tel. 041 228 40 07, Frau Yvonne Anliker, Marketing
und Kommunikation, Hochschule Luzern.
Die nächste Umfrage von umziehenden Haushalten in
der Deutschschweiz startet am 1. Januar 2014.
Anmeldeschluss für interessierte Gemeinden und
Städte: 31. Oktober 2013.
Objekt sind. Die Auswertung zeigt: Eigentümer
sind sowohl in der Stadt wie auf dem Lande deutlich zufriedener als die Mieter, Stockwerkeigentümer wiederum bewerten ihre Wohnsituation
generell genauso gut wie Hauseigentümer. «Das
weist darauf hin, dass Stockwerkeigentum für viele
Eigentümer die Wunschlösung ist und nicht nur
die zweitbeste, erschwinglichere Alternative zu
Hauseigentum», sagt Katia Delbiaggio. Zur hohen
Zufriedenheit der Stockwerkeigentümer tragen
vor allem die architektonischen Eigenschaften des
Objekts (Grundriss und Ausbaustandard) bei.
Diese werden teilweise deutlich besser beurteilt als
bei Mietern und – was erstaunt – sogar deutlich
besser als bei Hauseigentümern.
Katia Delbiaggio
Kernstadt
Kauf- oder Mietpreis
Zentral
Agglomeration
Grösse
5
4.5
4
3.5
3
Grundriss
Kauf- oder Mietpreis
Ausbaustandard
Ruhig
Ruhig
Besonnung
Aussicht
Aussenräume
Zentral
Grösse
5
4.5
4
3.5
3
Ausbaustandard
Besonnung
Aussicht
Aussenräume
Stil
Grundriss
Stil
Periurban-ländlich
Kauf- oder Mietpreis
Zentral
Grösse
5
4.5
4
3.5
3
Ruhig
Zusammenhang zwischen
Eigentumsform und
Zufriedenheit.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Grundriss
Ausbaustandard
Besonnung
Aussicht
Aussenräume
Hauseigentum
Stil
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Stockwerkeigentum
Miete
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GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
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Wirtschaftspolitik
20. Neuunternehmer-Preis 2013 der Gewerbe-Treuhand AG
Zentralschweizer Neuunternehmer: Patrick Meier
Der Zentralschweizer Neuunternehmer des Jahres 2013 ist
gekürt. Patrick Meier, Firma Texpress Textilpflege in Emmenbrücke, setzte sich gegen seine fünf Mitkonkurrenten durch und
durfte die Preissumme von 10 000 Franken entgegennehmen.
Grosser Jubel bei Patrick Meier. Der Inhaber der
Texpress Textilpflege GmbH in Emmenbrücke
wurde im Kongresszentrum der Messe Luzern
zum 20. Zentralschweizer Neuunternehmer gekürt und durfte von Bruno Käch, CEO des Preisstifters Gewerbe-Treuhand AG, den Siegercheck
von 10 000 Franken in Empfang nehmen. Das
vor vier Jahren gegründete Unternehmen bietet
eine moderne, dienstleistungsorientierte Textilreinigung an für Privatpersonen, Grosskunden
oder Hotels, aber auch für Versicherungen nach
einem Brand- oder Wasserschaden. In einer der
fünf Filialen, die der 32-jährige gebürtige Willisauer aufgekauft hat, hat er selber seine Lehre gemacht. Dank Wasser- und Wärmerückgewinnungsanlagen arbeitet Texpress auch besonders
energie- und kostensparend. In ihrer Laudatio
lobte Jurymitglied Doris Russi Schurter «das überzeugende Geschäftsmodell und grosse Herzblut,
das Patrick Meier und sein Team in ihre Businessidee investiert haben».
Patrick Meier
(Bild Daniel Schwab).
Insgesamt sechs Nominierte
Nominiert waren: Small Foot GmbH, Kriens; Edelweisstrend GmbH, Siebnen; Bilger + Partner AG,
Altdorf; bp Design AG, Sursee; Systemfive AG,
Root. Die Jubiläumsfeier, der rund 350 Gäste aus
Die Preisträger 1994 – 2012
2012 Spitex zur Mühle GmbH, Barbara Radtke, Zug
2011 Schmid Parkett AG, Susann Schmid,
Alpnach Dorf
2010 Lacher Bagger AG, Roger Lacher, Willerzell
2009 Agentur Frontal AG, R. Wermelinger, B. Steffen,
R. Häfliger, Willisau
2008 BE Netz AG Bau und Energie, A. Kottmann,
P. Schlaufer, Luzern
2007 Systransis AG, Markus Montigel, Zug
2006 Heimet betreute Wohngemeinschaft, Ruth
Frank, Ennetbürgen
2005 Scheiber GmbH, Adrian Scheiber, Ettiswil
2004 Mangerie GmbH, Madeleine Suter,
Erika Hunkeler, Egolzwil
2003 Lightwing Aircraft, M. Trüssel, A. Amstutz,
K. Bohren, H. Gygax, Stans
2002 Amatic AG, Marcel Gurtner, Reto Schranz,
Michael Niederberger, Inwil
2001 Nextage GmbH, R. Schilliger, M. Eggenschwiler,
M. Kaufmann, Littau
2000 Villiger Arnosti Gartenbau AG, M. Villiger,
H-P. Arnosti, Root / Meggen
1999 Nussbaumer Holzbau, Adrian Nussbaumer, Baar
1998 Zeit AG, Ivo Muri, Sursee
1997 Burkhart Bauinformatik AG, Pierre Burkhart,
Kriens
1996 Drogerie LUNA GmbH, Gabi Hunziker & Gabi
Schlumpf, Luzern
1995 Lithopol AG, Markus Wäfler, Aarau
1994 Montalpina AG, Urs A. Stalder, Luzern
Wirtschaft und Politik beiwohnten, wurde moderiert von Simon Kopp und originell aufgeheitert durch Comedy-Newcomer Johnny Burn. Der
Luzerner Volkswirtschaftsdirektor Robert Küng
lobte die organisierende Gewerbe-Treuhand für
ihr enormes Engagement zu Gunsten der Zentralschweizer Neuunternehmerszene in den vergangenen 20 Jahren.
Grosse Wertschöpfung
Seit 1994 zeichnet die Gewerbe-Treuhand AG Luzern innovative Firmen aus, die vor weniger als
fünf Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit
geschafft haben und einen erfolgreichen Geschäftsgang vorweisen können. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass praktisch alle
Preisträger nach wie vor erfolgreich am Markt
tätig sind und eine grosse Wertschöpfung für die
Zentralschweiz geschaffen haben. Die über 100
Unternehmen, die seit 1994 für die Verleihung
nominiert wurden, schufen insgesamt 1400 Arbeitsplätze und generierten dabei einen Umsatz
von rund 278 Millionen Franken.
Alex Piazza
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
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Unternehmensführung
Leasing Teil 3
Flexibles FinanzierungsInstrument
Der Anteil des Leasings im Finanzierungsmix von Schweizer
Unternehmern nimmt zu. Denn richtig eingesetzt stellt Leasing
eine optimale Ergänzung zu den konventionellen Finanzierungsinstrumenten dar. Die von den Eigentümern Beat Koch und Beat
Knapp geführte Druckerei Ebikon AG setzt für die Erneuerung
ihrer investitionsintensiven Druckmaschinen gezielt Leasing ein,
um die Liquidität so insbesondere für Betriebsmittel zu schonen.
Um in der Schweiz erfolgreich eine Druckerei zu
führen, muss die Qualität in Einklang mit Innovation und Preis perfekt stimmen. Dies zu erreichen bedarf technisch hochstehender Maschinen und somit Investitionen in den Maschinenpark. Das gilt auch für die in der Zentralschweiz
ansässige Druckerei Ebikon AG, die sehr viel Wert
auf hochwertige und innovative Drucksachen sowie höchste Servicequalität legt. Da die Anschaffung einer neuen Druckmaschine kostenintensiv ist, wird die Frage nach der Finanzierungsstrategie des gesamten Druckereibetriebs zu
einem entscheidenden Faktor. In den letzten Jahren haben die Eigentümer Beat Koch und Beat
Knapp Leasing als optimale Ergänzung zu ihrem
bisherigen Finanzierungsmix schätzen gelernt.
Im Gespräch erklären sie die Hintergründe und
ihre Erfahrungen.
Gewerbe Luzern: Wer ist die Druckerei
Ebikon?
Beat Knapp: Wir sind eine Druckerei, welche auf
Printobjekte aller Art spezialisiert ist. Mit unserem
modernen Maschinenpark, einem motivierten
Beat Knapp (links) und
Beat Koch von der
Druckerei Ebikon AG.
(Foto: Peter Fischli)
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
18
Team und vielen Jahren Erfahrung bieten wir unseren Kunden die gesamte Palette einer modernen
Druckerei: Datenübernahme und -bearbeitung, gestalten, drucken, veredeln, ausrüsten, konfektionieren oder im Digitaldruck personalisieren. Seit
über 20 Jahren führen wir zwei Inhaber gemeinsam
die 1954 gegründete Firma und beschäftigen heute
25 Mitarbeitende, darunter vier Lehrlinge. Wir produzieren im eigenen Haus – schnell, ökologisch,
preiswert und zudem klimaneutral.
Wer sind Ihre Kunden und wie werden Sie
von diesen wahrgenommen?
Beat Koch: Unsere Kundschaft ist sehr vielschichtig und anspruchsvoll. Es handelt sich zum
grössten Teil um Werbeagenturen und Grafiker
sowie Gewerbe, Behörden und auch international
tätige Firmen, mit denen wir schon seit Jahren zusammenarbeiten. Wir kennen deren Bedürfnisse
und Anforderungen an eine Druckerei und die Infrastruktur ganz genau. Dank unseres modernen
Maschinenparks und des Know-hows unserer
Mitarbeitenden können wir ihnen auch bei hochwertigen und innovativen Projekten stets beratend und mit einer hohen Servicequalität zur
Seite stehen. Wir können gute Qualität zu marktgerechten Preisen in kurzer Zeit mit einer hohen
Flexibilität garantieren. Darauf basiert die erfolgreiche und langjährige Zusammenarbeit mit unseren Kunden.
Weshalb sind regelmässige Investitionen
für Ihre Druckerei entscheidend?
Beat Koch: Um erfolgreich zu sein und die wach-
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 19
Unternehmensführung
senden Bedürfnisse unserer Kunden zu befriedigen, müssen wir kontinuierlich mit dem technologischen Fortschritt auf dem Druckmaschinenmarkt mithalten. Wir wissen, dass wir nur
mit einer guten Infrastruktur auch weitere Aufträge ausführen können. Wir sind ein innovativer Druckereibetrieb, was wir mit der Anschaffung von neuen Maschinentechnologien untermauern. So werden wir zu den Ersten in der
Schweiz gehören, die die neue LE-UV-Technologie einsetzen. Investitionen in den Maschinenpark werden von uns jeweils sinnvoll und ökonomisch abgewogen, wobei uns die Credit Suisse
als Finanzierungspartner hervorragend unterstützt.
Welchen Einfluss haben Ihre Investitionstätigkeiten auf Ihre Mitarbeitenden und
deren Bindung zum Betrieb?
Beat Knapp: Ein guter Drucktechnologe möchte
auf einer modernen Maschine arbeiten und die
entsprechende Ausbildung geniessen. Dies ist für
uns selbstverständlich und beginnt auch schon in
der Lehrlingsausbildung. Wir haben sehr gut ausgebildete Mitarbeitende, die unter anderem von
der vorhandenen Infrastruktur und den innovativen Druckprojekten angezogen werden. Das
Know-how unserer Mitarbeitenden im Umgang
mit den neuen Maschinentechnologien ist für
uns von entscheidender Bedeutung. Deshalb investieren wir auch viel in ihre Ausbildung. Darüber hinaus sind wir auch sehr stolz darauf, dass
unsere Lehrlinge in den letzten Jahren jeweils
die besten Lehrabschlussprüfungen der Zentralschweiz ablegen konnten. Selbstverständlich beziehen wir unsere Mitarbeitenden auch in den
Selektionsprozess bei der Anschaffung einer
neuen Investition mit ein.
Dynamische Märkte erfordern flexible Finanzierung
Bei der Wahl eines Finanzierungspartners spielt die Beratung eine stets zunehmende
Rolle. Ein auf die ganzheitliche Betreuung der Firmenkunden spezialisiertes Finanzinstitut wie zum Beispiel die Credit Suisse kann die verschiedenen Finanzierungsformen ideal auf die Bedürfnisse des Kunden abstimmen.
Eine Finanzierungsstrategie setzt sich aus einer Vielzahl von Einflussgrössen zusammen. Art und Umfang der Finanzierung sind ebenso entscheidende unternehmerische Faktoren wie die richtige Kombination aller zur Verfügung stehenden Instrumente. Unternehmensgrösse, Rechtsform und Branchenzugehörigkeit bestimmen
den realisierbaren Finanzierungsmix. Je nach Umfang, Zweck und Zeithorizont der
Finanzierung verändern sich das optimale Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital und
das Gewicht der einzelnen Finanzierungsalternativen. Das moderne unternehmerische Finanzmanagement umfasst deshalb weit mehr Aufgaben als das traditionelle
Planen, Steuern und Kontrollieren der Liquiditätsströme. Es setzt sich mit den internen und externen Triebkräften des Unternehmenswerts, den Chancen und Risiken
von Geschäftsstrategien und -modellen sowie mit möglichen Alternativszenarien
auseinander. Ziel eines modernen Finanzmanagements ist es, vor dem Hintergrund
einer langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts erstens die Kapitalkosten zu
minimieren, zweitens die Finanzierungsrisiken zu steuern und drittens die notwendigen Mittel für die Umsetzung der Unternehmensstrategie sicherzustellen. Daraus
resultierende Konflikte zwischen Erfolgs-, Liquiditäts-, Anlage- und Finanzierungszielen sind mithilfe klarer Priorisierung zu lösen.
Quelle: Leasingmarkt Schweiz, Swiss Issues Wirtschaftspolitik,
Credit Suisse Economic Research
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
19
Welche Investition mit hohem Finanzierungsbedarf steht bei Ihnen zurzeit an?
Beat Knapp: Wir werden per Oktober dieses Jahres unsere A3-Format-Vierfarbenmaschine mit einer neuen Druckmaschine aus dem Hause Heidelberg (Speedmaster SX 52-5+L LE UV mit Fünffarbenkonfiguration) ersetzen, die über die
fortschrittliche LE-UV-Technologie verfügt. Die
umweltschonende Low-Energy-UV-Trocknung erlaubt es uns, schneller hochwertigere Druckergebnisse zu erreichen. Zudem können wir unser
Portfolio auf Kunststoffe und andere nicht saugfähige Materialien ausweiten und unseren Kunden die Veredelung mit Effektlacken anbieten.
Dies bedeutet für uns und unsere Kunden einen
neuerlichen Meilenstein, da die gewohnte Qualität mit noch anspruchsvolleren Produkten ergänzt werden kann. Die Anschaffung dieser kostenintensiven Investition haben wir aus strategischen Überlegungen mit Leasing finanziert.
Weshalb haben Sie sich bei der Finanzierung der neuen Druckmaschine für Leasing entschieden?
Beat Koch: Die neue Speedmaster hat sehr hohe
Anschaffungskosten, weshalb sich Leasing als Finanzierungsform besonders für uns eignet. Durch
Leasing können wir unsere liquiden Mittel für
den laufenden Betrieb schonen. Diese stehen uns
dann für andere betriebsnötige Investitionen zur
Verfügung. So haben wir unter anderem in den
letzten zwölf Monaten die komplette EDV-Anlage sowie Teile der Vorstufe erneuert und investieren viel in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden. Der technologische Erneuerungszyklus
unseres Maschinenparks wird dadurch verkürzt
und wir können unseren Kunden früher noch
bessere Produkte anbieten. Ein weiterer Vorteil
dieser Finanzierungsform ist für uns als Unternehmer, dass die laufenden Kosten der neuen
Druckmaschine transparent und kalkulierbar werden. Dadurch erhalten wir eine bessere Planungsgrundlage. Die individuelle Vertragsausgestaltung schafft für uns einen grösseren unternehmerischen Handlungsspielraum im Vergleich
zum Kauf oder Kredit. Was im Moment ebenfalls
für Leasing spricht, ist, dass das Zinsniveau relativ tief ist und diese tiefen Zinsen über die gesamte Laufzeit des Vertrags angebunden werden
können. Wir konnten auch die Laufzeit des Leasings flexibel wählen und haben uns für eine sehr
kurze Variante entschieden, womit wir das Leasing in vier Jahren zurückführen werden.
Was schätzen Sie an einem Finanzierungspartner?
Beat Knapp: Wir schätzen es sehr, wenn sich unsere Finanzierungspartner für unsere Druckerei
mit ihrem Maschinenpark interessieren und damit verstehen, welche Bedürfnisse wir haben,
und sie somit in der Lage sind, auf diese einzugehen und entsprechende Lösungen anzubieten.
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Unternehmensführung
Fachbereich Credit- und Debitorenmanagement Teil 4
Das Inkasso von
Verlustscheinen
Wie gross sind die Aussichten, mit einem Verlustschein Geld zu
erhalten? Im vierten und letzten Teil unserer Ratgeberserie
widmen wir uns einer Nebenaufgabe des Credit- und Debitorenmanagements CDM: Dem Inkasso von Verlustscheinen.
mehr geltend gemacht werden und dienen allenfalls als Abschreibungsbeleg. Anders verhält es
sich bei Konkurs- oder Pfändungsverlustscheinen
gegen natürliche Personen. Diese kann der Gläubiger jederzeit wieder geltend machen.
Hans Farman, Direktor
Kreditschutz und Mitglied
der Geschäftsleitung,
Creditreform Luzern
Vogel AG
Verjährung
Bis zur Teilrevision des Schuldbetreibungs- und
Konkursgesetzes von 1997 waren Verlustscheine
unverjährbar. Seither gilt eine 20-jährige Frist:
Nach 1997 ausgestellte Verlustscheine verlieren
ihre Gültigkeit nach zwei Jahrzehnten. Alle vor
1997 entstandenen Dokumente sind bis am 31.
Dezember 2016 gültig. Die Verjährung kann jedoch jederzeit unterbrochen werden, etwa durch
Einleitung einer neuen Betreibung.
Betreibungen enden für Gläubiger immer häufiger ohne Erfolg. Im Kanton Luzern beispielsweise hat sich die Zahl
der ausgestellten Verlustscheine innert 25 Jahren verdreifacht (Siehe Grafik Entwicklung der Verlustscheine
im Kanton Luzern). Mussten 1987 noch 9623
Verlustscheine ausgestellt werden, waren es 2011
deren 27811. Die damit verbundenen Verluste
fielen gar beinahe sechs Mal höher aus: 1987 betrug die Verlustsumme Fr. 26 Millionen, 2011 lag
sie bereits bei Fr. 143 Millionen. Dennoch ist das
ausstehende Geld nicht grundsätzlich verloren.
Indes haben Gläubiger einige Punkte zu beachten.
Verlustscheine
Es gibt drei Arten von Verlustscheinen:
– Pfändungsverlustschein
– Konkursverlustschein
– Pfandausfallschein.
Ein Verlustschein infolge Pfändung wird ausgestellt, wenn das Pfändungsverfahren ganz oder
teilweise erfolglos war. Einen Verlustschein infolge Konkurs erhalten alle Gläubiger nach Abschluss eines Konkursverfahrens. Der Pfandausfallschein wird für den Fehlbetrag nach Verwertung des jeweiligen Pfandes ausgestellt. Die
Ausstellung eines Pfändungs- oder Konkursverlustscheines bedeutet, dass der Schuldner zum
entsprechenden Zeitpunkt zahlungsunfähig ist.
Der Pfandausfallschein hingegen zeigt lediglich
den Verlust aus der Verwertung des vorgelegten
Pfandes. Er berechtigt den Gläubiger, innert Monatsfrist ein Fortsetzungsbegehren zu stellen.
Konkursverlustscheine über juristische Personen
(AGs, GmbHs, usw.) sind wertlos, da diese Gesellschaften nach Abschluss des Konkursverfahrens gelöscht werden und nicht mehr weiter existieren. Folglich ist kein haftbarer Schuldner mehr
vorhanden. Solche Verlustscheine können nicht
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
20
Unverzinslichkeit
Durch die Ausstellung des Verlustscheines endet
der Zinsenlauf. Allerdings laufen die Zinsen für
allfällige Mitschuldner oder Bürgen weiter.
Tod des Schuldners
Stirbt der Verlustschein-Schuldner, verjährt der
Verlustschein spätestens ein Jahr nach Eröffnung
des Erbganges. Gegenüber den Erben kann die
Forderung nur durchgesetzt werden, wenn diese
die Erbschaft angenommen haben.
Rechtsöffnung
Der Verlustschein gilt als Schuldanerkennung im
Sinne von Art. 149 Abs. 2 SchKG. Gestützt auf einen Verlustschein kann ein Gläubiger die provisorische Rechtsöffnung verlangen. Einzige Ausnahme davon bilden Konkursverlustscheine, bei
denen der Schuldner die Forderung nicht anerkannt hat.
Arrest
Der Verlustschein gilt als Arrestgrund gemäss
Art. 271 Abs. 1 Ziff 5 SchKG. Damit kann der
Gläubiger neu zum Vorschein kommende Vermögensteile des Schuldners ohne vorherige Einleitung einer neuen Betreibung mit Arrest belegen.
Konkrete Realisierung
Einen Verlustschein geltend zu machen lohnt
sich nur dann, wenn sich der Schuldner wenigstens teilweise finanziell erholt hat. Im Idealfall
konnte er neues Vermögen bilden. Mindestens
aber sollte er über einen Lohn verfügen, der
über dem Existenzminimum liegt. Bei Konkurs-
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 21
Unternehmensführung
Entwicklung Verlustscheine im Kanton Luzern
(Quelle: Kantonsgericht Luzern,
Betreibungsämter)
verlustscheinen ist das Vorhandensein von
neuem Vermögen gar Bedingung. Das erfolgreiche Inkasso eines Verlustscheines setzt somit
voraus, dass der Gläubiger über die finanzielle
Situation des Schuldners ausreichend informiert
ist. Er muss folglich dessen aktuellen Wohn- oder
Aufenthaltsort kennen, was nicht immer ganz
einfach ist. Denn Verlustschein-Schuldner zeigen
eine Tendenz zu häufigeren Wohnortwechsel als
Personen mit intakter Bonität. Unter Umständen
müssen somit mehrere Einwohnerämter angefragt werden, bis ein allenfalls neuer oder nur
schon der aktuelle Wohnort bekannt ist. Zudem
melden sich Verlustschein-Schuldner oft nicht
korrekt ab. Dies nicht zuletzt, um sich dem Zugriff
durch die Gläubiger zu entziehen. Unter diesen
Umständen kann es bereits sehr schwierig
werden, das neue Domizil des Schuldners ausfindig zu machen. Ist der Wohnort bekannt, lässt
ein aktueller Betreibungsauszug oft eine Aussage
über die neue finanzielle Situation des Schuldners
zu. In einigen Kantonen der Schweiz gibt auch
das Steueramt Auskünfte. Ansonsten bestehen
aber nicht mehr viele amtliche Möglichkeiten,
um sich über den Schuldner zu erkundigen. Unter
Umständen kann hier die Anfrage bei einer Bonitätsauskunft weiterhelfen. Nicht selten kennen
Gläubiger ihre Verlustschein-Schuldner persönlich. Dadurch haben sie möglicherweise frühzeitig Kenntnis von einer allfälligen Verbesserung
der Finanzlage. Aber aufgepasst: Nur weil der
Schuldner im geleasten Mercedes seiner Frau herumfährt, heisst das noch nicht, dass bei ihm
wieder etwas zu holen ist. Auch durch die erneute Einleitung eines Betreibungsverfahrens
lässt sich die finanzielle Situation des Schuldners
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
21
neu klären. Da die Kosten nicht unerheblich sind,
sollte dieser Schritt aber wohl überlegt sein.
Neues Vermögen
Wie erläutert, muss der Schuldner eines Konkursverlustscheines über neues Vermögen verfügen, damit der Verlustschein erfolgreich ganz
oder zumindest teilweise realisiert werden kann.
Kommt es zu einer abermaligen Betreibung, kann
der Schuldner beim Rechtsvorschlag einen Vermerk anbringen, er verfüge über keine neuen finanziellen Mittel. In diesem Fall erhebt er
«Rechtsvorschlag mangels neuem Vermögen». In
der Folge entscheidet der Einzelrichter im summarischen Verfahren. Allerdings muss der Schuldner glaubhaft machen, dass er tatsächlich über
kein neues Vermögen verfügt. Bezieht er aber ein
Einkommen, mit dem er theoretisch neue Ersparnisse hätte schaffen können, wird dieses als
«vermögensbildend» taxiert. Dadurch nimmt der
Gläubiger in diesem Umfang an einer neuen
Pfändung teil. Ein Gläubiger muss sich bei einer
erneuten Betreibung eines Konkursverlustscheines somit vor Augen halten, dass das Verfahren
unter Umständen auf einen gerichtlichen Prozess hinausläuft. Auch wenn dieser summarisch
ist, entstehen rasch relativ hohe Kosten. Obsiegt
der Schuldner, hat der Gläubiger diese zu übernehmen und seinen Kontrahenten angemessen
zu entschädigen. Ist der Schuldner nur in bescheidenem Umfang zu neuem Vermögen gekommen, kann es sinnvoll sein, die neue Betreibung nur über einen Teil der Verlustscheinforderung geltend zu machen.
Hans Farman
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Unternehmensführung
Methodik für einen erfolgreichen Entwicklungsprozess im Betrieb
«Marschhalt» oder Ausrichtung aufs Wesentliche
Was muss ich machen und wie soll ich vorgehen, damit ich das
Unternehmen auf Kurs halten oder bringen kann? Unternehmer,
die sich solche Fragen stellen, leiten einen wichtigen Prozess für
die Unternehmensentwicklung ein. Sie streben danach, neben
den ebenfalls wichtigen Fragen des Tagesgeschäftes, Abläufe im
Unternehmen zu verbessern, nicht genutztes Potenzial zu fördern und neue Ideen umzusetzen. Dazu ein kleiner Wegweiser.
Xaver Allgäuer, Master of
Business Excellence MAS,
Mediator SDM-FSM,
Sicherheitsfachmann
EKAS, Business Risikomanager
xaver.allgaeuer@
gewerbe-treuhand.ch
Um sich den wichtigen Fragen der Unternehmensführung bewusst zu widmen, ist
es wie bei einer Wanderung
empfehlenswert, ab und zu einen «Marschhalt» einzulegen
und mit Hilfe von «Kartenmaterial, Wetterprognosen sowie Auskunft von ortskundigen Personen» den
Weg zum Ziel zu bestimmen.
Bestehendes hinterfragen, Neues prüfen
Es ist lohnenswert, sich Zeit zu nehmen und verschiedene Optionen für Verbesserungen, neue
Ideen und das Erreichen der Ziele zu erarbeiten.
So werden Entscheidungen getroffen, für die man
mit Überzeugung einsteht und die auch dann
vertreten werden können, wenn die geplanten
Veränderungen im Unternehmen Widerstände
und Schwierigkeiten verursachen. Für alle Optionen sind die möglichen Vor- und Nachteile
sowie Risiken abzuwägen und der zu erwartende
Ertrag dem veranschlagten Aufwand gegenüber
zu stellen. Die Entscheidung wird umso besser
ausfallen, wenn diese nicht alleine getroffen wird.
Die wichtigsten Mitarbeitenden sollten mit einbezogen werden. Sie werden dann mithelfen, das
Unternehmen zu verbessern und weiterzuentwickeln.
Klausursitzungen
Wie der Wanderer einen Marschhalt macht, führen Unternehmen «Klausursitzungen» mit den
wichtigsten Mitarbeitenden durch. Für viele Unternehmen sind sie bereits ein ständiges Traktandum in ihrer Jahresplanung. Für noch jüngere Unternehmen, oder solche, die sich stark
vom Tagesgeschäft vereinnahmen lassen, ist dieses Instrument zur Unternehmensförderung und
-entwicklung noch kein Thema. Dabei ist es sehr
einfach zu realisieren und auch nicht kostenintensiv, sofern einige wenige Punkte beachtet werden.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
22
Die Gewerbe-Treuhand begleitet seit vielen Jahren zahlreiche Unternehmen bei der Organisation, der Durchführung und der Nachbearbeitung von Klausursitzungen. So unterschiedlich
diese Sitzungen gestaltet und mit unterschiedlichen Themen traktandiert sind, alle haben eines
gemeinsam. Am Abend sind alle Teilnehmenden
beeindruckt von der eigenen Leistung, der sich
positiv veränderten Stimmung innerhalb der
Gruppe sowie den Ergebnissen, die oft für die
nächsten 12 Monate einen verbindlichen Massnahmenkatalog beinhalten. Folgende Punkte gilt
es bei der Durchführung der «Klausursitzung» zu
beachten:
Die Anzahl Teilnehmer
Die ideale Anzahl liegt bei vier bis acht Teilnehmern.
Die Themen
Es gibt keine Themen, die nicht an einer Klausursitzung besprochen werden können. Die Themen sollten aber nicht die operative Führung beinhalten, welche die täglichen Arbeiten betreffen.
In den vergangenen Jahren haben sich übereinstimmend vor allem folgende Fragestellungen in
verschiedenen Unternehmen ergeben:
– Fragen zur IST-Situation
– Empfindung der Zusammenarbeit der
einzelnen Teilnehmenden
– Personelle Fragestellungen
– Grundwerte der Unternehmung
– Fragen zur Unternehmensführung
– Strategieentwicklung für die nächsten
fünf Jahre
– Jahreszielsetzungen für die nächsten zwölf
Monate
– Budget
Der Zeitrahmen
Zirka 60 Prozent der Unternehmen setzen einen
Tag ein.
Zirka 30 Prozent setzen zwei aufeinanderfolgende
Tage ein. Zirka zehn Prozent setzen zwei bis drei
Tage ein. Die einzelnen Klausurtage werden in
Abständen von zirka zehn Tagen abgehalten. Die
Zeit zwischen den Sitzungen werden genutzt, um
«Hausaufgaben» zu lösen.
Tagungsort sowie Rahmenbedingungen
Die Wahl der Lokalität sowie der gewählten Rahmenbedingungen tragen einen wesentlichen Teil
zur Stimmung sowie Entfaltung der Gruppen-
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 23
Unternehmensführung
mitglieder bei. Es ist ein Unterschied, ob in einem
Seminarhotel an schöner Lage mit feiner Küche
gearbeitet wird oder in einer Alphütte ohne Elektrizität, wo selber Feuer gemacht und das Essen
von den Klausurteilnehmern zubereitet wird. Das
gewählte Umfeld hat Einfluss auf die Stimmungsbildung der Gruppe, die Effizienz der Arbeiten, die Entfaltungsmöglichkeiten der einzelnen Teammitglieder, die Intensität und Offenheit
der Gespräche sowie die für die Zukunft des Unternehmens relevanten Ergebnisse. In beiden der
oben genannten Beispiele können sehr gute Ergebnisse erreicht werden. Wichtig ist, den richtigen Mix zu finden, bei denen sich alle Teilnehmer
wohlfühlen und sich aktiv am Entwicklungsprozess beteiligen. Die Klausursitzung im Unternehmen durchzuführen ist nicht empfehlenswert.
Ohne Störung von aussen, abgeschottet vom Alltagsgeschehen, wird das Ergebnis ausserhalb des
Unternehmens wesentlich besser ausfallen.
Gelegenheit zum informellen Austausch
ausserhalb der Traktanden
Ein wichtiger Bestandteil der Klausursitzungen
sind die Begegnungen zwischen den verschiedenen Traktanden. Ein gemeinsamer Spaziergang,
Vieraugengespräche auf einer ruhigen Bank mit
schöner Aussicht, Gruppenarbeiten im Freien
und viele andere Begegnungsmöglichkeiten tragen massgeblich zum guten Gefühl der Teilnehmenden und offenen sowie konstruktiven Gesprächen bei.
Budget sowie die Ressourcenplanung
Die Erfahrungen zeigen, dass die Unternehmen,
welche bereits einige Klausursitzungen durchgeführt haben, das Budget dafür mehrheitlich kontinuierlich erhöhen, da sie vom positiven KostenNutzen-Verhältnis überzeugt wurden. Das Budget
wird stark beeinflusst vom Ort (Seminarhotel
oder Alphütte), der Anzahl Teilnehmenden, vom
NEWS 1
Ausbau Angebot Master an der hslu
Auf Beginn des neuen Studienjahres hat die
hslu Hochschule Luzern – Wirtschaft zwei
weitere Master-Angebote ins Programm aufgenommen, einerseits den Master of Science
in International Financial Management, eine
Ausbildung für eine internationale Tätigkeit
im Bereich Controlling, Accounting und
Wirtschaftsprüfung (Beratung). Andererseits
Studierende für den Master of Science in Business Administration neu auch den Major
(entspricht einer Vertiefungsrichtung) in
Online Business und Marketing wählen.
Download ab: www.hslu.ch.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
23
logistischen Aufwand bis die Teilnehmenden am
Ort sind, den gewählten Rahmenbedingungen
sowie der Begleitung. Zu beachten ist auch die
Ressourcenplanung. Wenn die gesamte Geschäftsleitung und das Kader einen Tag nicht erreichbar sind, so müssen die «zurückbleibenden»
Mitarbeitenden so instruiert sein, dass Anfragen
von Kunden/Lieferanten oder operative Fragestellungen korrekt beantwortet werden können.
Moderation sowie Begleitung der
Klausursitzung
Klausursitzungen können grundsätzlich von allen
Personen geleitet werden, die über Führungskompetenzen (Leadership) verfügen und eine
hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten haben. Interessant ist die Tatsache, dass erfahrene Führungskräfte einen «neutralen» Moderator als Begleitung vorziehen. Kritische Fragestellungen werden durch eine «neutrale» Person in der Regel
sachlicher und objektiver bearbeitet. Auch kann
sich die Geschäftsleitung selber konzentrierter
und unbefangen an den Fragestellungen beteiligen und so das Ergebnis aktiv mitgestalten. Ein
Spezialist ergänzt die Entscheidungsfindung mit
einer externen Sichtweise, neuen Perspektiven
und bringt bisher vielleicht nicht berücksichtigte
Fragestellungen in die Diskussion ein, die für die
Gestaltung des Unternehmens für die Zukunft
von entscheidendem Vorteil sein können. Zudem verfügt ein professioneller Moderator über
zahlreiche Erfahrungen aus anderen Betrieben
und kann traditionelle Denk- und Verhaltensmuster frühzeitig erkennen und innovative Ansätze anregen. Voraussetzung ist, dass die Chemie
zwischen dem Unternehmen und dem Berater
stimmt. Dazu eignet sich am ehesten ein kurzes
Gespräch zwischen dem Betriebsinhaber bzw. der
Geschäftsleitung und dem externen Begleiter.
Xaver Allgäuer
NEWS 2
Studienjahrbeginn 2013/14 an der hslu
An der Hochschule Luzern hat nach Mitte
September das neue Studienjahr mit 5821
Studierenden im Bachelor und Master begonnen. 2086 von ihnen nehmen das Studium
neu auf, davon sind 443 für ein weiterführendes Masterstudium eingeschrieben. 44 Prozent der Studierenden stammen aus der Zentralschweiz. Die Gesamtzahl ist im Vergleich
zum Vorjahr um 5,5 Prozent gestiegen. Auch
in diesem Jahr verzeichnen die Departemente
Wirtschaft mit 821 sowie Technik u. Architektur mit 644 am meisten Studierende.
Download ab: www.hslu.ch.
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GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
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P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 25
KMU-Sprechstunde
Daten- und Persönlichkeitsschutz am Arbeitsplatz
Was der Arbeitgeber über
Datenschutz wissen muss
Die moderne Büroinfrastruktur ist verlockend für Arbeitnehmende, sie auch zu privaten Zwecken zu nutzen. Dass der
Arbeitnehmer dabei Grenzen setzen will, liegt auf der Hand. Nur,
wo sind diese Grenzen und wie kann er sie setzen? Anhand
eines konkreten Beispiels legen Xaver Allgäuer und Claudio Fanger dar, was aus Sicht Betriebsführung einerseits erforderlich
und sinnvoll und andererseits aus rechtlicher Sicht zulässig ist.
Claudio Fanger, MLaw,
Gewerbe-Treuhand AG
Das Schweizerische Bundesgericht hat in einem kürzlich
publizierten Entscheid eine
vom Arbeitgeber ausgesprochene fristlose Kündigung wegen übermässiger privater
Nutzung des Büro-PC gegenüber einem Mitarbeiter als
ungerechtfertigt beurteilt. Zur Kontrolle der Computer-Aktivität des Arbeitnehmers hatte der Arbeitgeber im Geheimen ein Überwachungs-Programm installiert. Das Bundesgericht entschied,
dass die so erlangten Beweismittel nicht verwertet werden dürfen.
Zum Sachverhalt
Der Arbeitgeber verdächtigte seinen Arbeitnehmer, die ihm zur Verfügung gestellte Informatikanlage übermässig zu privaten Zwecken zu nutzen. Während dreier Monate liess der Arbeitgeber
im Geheimen alle vom Arbeitnehmer getätigten
Aktivitäten auf dessen PC (E-Mail und Aufruf von
Websites) aufzeichnen, womit es ihm gelang, den
übermässigen Gebrauch zu privaten Zwecken
nachzuweisen. Teilweise verwendete der Arbeitnehmer bis zu einem Viertel seiner täglichen Arbeitszeit für private Zwecke. Einige der vom Arbeitgeber erlangten Informationen waren streng
vertraulich. Er erlangte Informationen über Bankkonten des Arbeitnehmers wie auch über dessen
politisches Mandat, welches dem Amtsgeheimnis
unterliegt.
Was zulässig ist und was sinnvoll
Diese Überwachung verstiess gegen Art. 26 der
Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, da eine solche
Massnahme unverhältnismässig ist.
Keine Überwachung erlaubt?
Unverhältnismässigkeit der gewählten Überwachung bedeutet nicht, dass eine gewisse Kontrolle per se ungesetzlich ist. Der Arbeitgeber hat
ein legitimes Interesse an der Kontrolle der Ar-
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
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beitsleistung seiner Mitarbeitenden. Diese Kontrolle kann jedoch mit milderen Massnahmen
als mit einer permanenten und vor allem geheimen Überwachungsanlage erreicht werden. Gewisse Formen der Überwachung sind erlaubt,
wenn sie nicht auf das Verhalten der Arbeitnehmer abzielen, jedoch aus anderen Gründen wertvoll sind. Aus Sicherheitsgründen ist beispielsweise die Überwachung von wertvollen Gegenständen oder Bargeld mittels Videokamera
erlaubt, wobei die Arbeitnehmenden über diese
permanente Überwachung zu informieren sind.
Als verhältnismässig wäre im vorliegenden Fall
die präventive Sperre gewisser Webseiten, insbesondere Social Media wie Facebook, Twitter und
dergleichen, zu betrachten.
Nutzungsreglemente
Arbeitgeber sind gut beraten, wenn sie in Nutzungsreglementen die Nutzung von Internet und
E-Mail für Arbeitnehmer regeln. Die gesetzliche
Grundlage für dieses Weisungsrecht bildet Art.
321d OR. Ein solches Nutzungs- respektive Personalreglement schafft Transparenz und Rechtssicherheit und verhindert unnötige Diskussionen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Je
nach Tätigkeitsbereich gestatten heutzutage Arbeitgeber der Belegschaft die private Nutzung
von Internet und E-Mail in beschränktem Ausmass. Abschliessend ist zu erwähnen, dass ein
generelles Verbot der Internet- und E-Mail-Nutzung für private Zwecke durchaus möglich ist.
Die verhältnismässige Kontrolle und das Durchsetzen eines Totalverbots dürfte für manchen
Arbeitgeber nur mit sehr grossem Aufwand zu
bewältigen sein. Als pragmatischen Mittelweg
kann ein Nutzungsreglement dienen.
Claudio Fanger
KMU-Sprechstunde
Mit der KMU-Sprechstunde fördert der Gewerbeverband des Kantons Luzern offene Diskussionen und
Meinungsbildungen. Er bietet damit seinen Mitgliedern
kompetente Beratungen und Unterstützung an. Fragen, welche von allgemeinem Interesse sind, sowie die
jeweiligen Antworten darauf veröffentlichen wir regelmäsig in dieser Rubrik. Ein Fundus für den eigenen
Geschäftsalltag.
Kompetente Antworten auf Ihre Fragen
Die KMU-Sprechstunde hilft auch Ihnen weiter:
Tel. 041 318 03 33. Für Verbandsmitglieder ist die Erstberatung kostenlos, für Nichtmitglieder kostet sie Fr. 100.–.
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:39 Seite 26
Inserenten informieren
Gutes tun – und vorsorgen!
Selbstständigkeit und Selbstbestimmung gehören zu den
höchsten Werten der Gesellschaft. Menschen mit Querschnittlähmung müssen dafür
jeden Tag kämpfen. Wer sie dabei unterstützen will, kann dies
mit einer Firmen-Mitgliedschaft
bei der Gönner-Vereinigung der
Schweizer Paraplegiker-Stiftung tun. Solidarität war nie
einfacher – und nie sinnvoller!
Denn die Mitgliedschaft ist
gleichzeitig auch Vorsorge für
Ihr wertvollstes Kapital: ihre
Angestellten.
Ein Augenblick der Unachtsamkeit,
ein unglücklicher Unfall oder ein
falscher Schritt zum falschen Zeitpunkt: Innert Bruchteilen von Sekunden kann sich ein Leben ändern. Egal, ob durch einen Sturz, bei
einem Verkehrszusammenstoss
oder infolge einer Sportverletzung
– jeden zweiten Tag endet in der
Schweiz ein Unfall mit einer Querschnittlähmung. Die Betroffenen
müssen sich plötzlich an ein Leben
im Rollstuhl gewöhnen. Mit ihren
Angehörigen stehen sie vor einer
ungewissen Zukunft. Sie fragen
sich: «Wie werde ich in die Gesellschaft integriert? Wie finde ich mich
im Alltag wieder zurecht? Wie geht
es beruflich weiter?» Hierzu liefert
die Schweizer Paraplegiker-Stiftung
Lösungen. Mehr als 1400 Angestellte in Nottwil setzen sich tagtäglich ein, um zu helfen.
Zurück in ein eigenständiges
Leben
Rehabilitation und Reintegration
werden gross geschrieben. Wiedereingliederung statt Rente, das
ist das oberste Prinzip der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS).
Daniel Joggi, SPS-Stiftungsratspräsident, erklärt: «Unser Ziel der
ganzheitlichen Rehabilitation ist
die grösstmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmung querschnittgelähmter Menschen.» Daniel Joggi hat triftige Argumente
und schaut auf eine erfolgreiche
Geschichte zurück: Tausende von
querschnittgelähmten Menschen
erfahren bei uns durch die medizinischen und technischen, therapeutischen und Beratungs-Leistungen eine echte Chance für ein
selbstbestimmtes Leben und die Integration in Beruf, Familie und
Gesellschaft. Für mehr als 90 Prozent der Rollstuhlfahrer werden
berufliche Anschlusslösungen geschaffen.
Einmalige finanzielle GönnerUnterstützung
Jeder Gönner erhält bei unfallbedingter Querschnittlähmung mit
permanenter Rollstuhlabhängigkeit einen Unterstützungsbeitrag
von 200 000 Franken. Die Auszahlung erfolgt weltweit und
ermöglicht es den Betroffenen,
die Folgekosten zu tragen – wie
beispielsweise für bauliche Massnahmen im Wohnbereich, bei
Umbauten von Fahrzeugen oder
bei der Beschaffung von Hilfsmitteln. So bildet die Schweizer Paraplegiker-Stiftung ein weltweit
einzigartiges Leistungsnetz zur
Unterstützung von querschnittgelähmten Personen; sie gewährt
Direkthilfe und kommt für ungedeckte Pflegekosten auf. Basis dieses Erfolgs sind die 1,6 Millionen
Gönner und Firmenmitglieder.
Solidarität prominent zeigen
Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung ist vom Bund und allen Kantonen als gemeinnützige Institution anerkannt. Eine Firmen-Mitgliedschaft bei der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung darf sich sehen lassen – und das für nur 45 Franken
pro Mitarbeiter im Jahr. Die Unternehmen werden in Online- und
Printmedien prominent vorgestellt: Sei es im Gönnermagazin
«Paraplegie» mit mehr als 1,8 Millionen Lesern oder auf www.paraplegie.ch/firmenverzeichnis, wo
sie sich sehr umfassend präsentieren können.
Immer mehr Unternehmen – so
etwa die Möbelfirma Möbel Hubacher, die Transportunternehmung Voser Transport AG, der
Kaffeemaschinenhersteller Thermoplan AG und die Bauunternehmung Gebr. Hilti AG – sind Teil
dieses weltweit einmaligen Solidarwerkes.
Ein Augenblick kann vieles
verändern. Der Abschluss
einer Firmen-Mitgliedschaft
ist ein solcher Augenblick.
Kontakt:
Daniel Suter
Kundenbetreuer Firmen
Schweizer ParaplegikerStiftung, Nottwil
Telefon 041 939 62 69
daniel.suter@paraplegie.ch
Schweizer ParaplegikerStiftung
Guido A. Zäch Strasse 6
CH-6207 Nottwil
T +41 41 939 62 62
F +41 41 939 62 63
firmen@paraplegie.ch
www.paraplegie.ch / firmen
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
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Sektionen
Gewerbeverein Neuenkirch
Jubiläums-GV 30 Jahre GVGN
Zur Jubiläums-Generalversammlung des Gewerbevereins Neuenkirch konnte Präsident Geri Bürkli in Hellbühl 53 Anwesende begrüssen. Vor 30 Jahren wurde der
GVGN von innovativen Neuenkircher Gewerblern gegründet.
Daher ging auch eine besondere
Begrüssung an die anwesenden
Gründungsmitglieder
Erwin
Meyer und Georg Imbach sen. Ist
doch das Gewerbe eine wichtige
politische Stimme in einer Gemeinde. In seinem Bericht liess
der Präsident die im vergangenen
Vereinsjahr durchgeführten Anlässe Revue passieren: die erste
Gwärbler-Reise ins Klettgau SH,
wo der dortige Gwerbevereinspräsident seine Besucher aus
Neuenkirch aufs Beste betreute.
Der beliebte Gwärblerbrunch im
Golfclub Rastenmoos mit über 50
Teilnehmern und feinem Buffet.
Der erfolgreiche Weihnachtsmarkt im Stäg mit diesmal nicht
vom Wetter beeinträchtigter
Stimmung. Die neue Lichterkette,
die die Stände in besseres Licht
tauchte. Der Präsident nahm an
zwei Sitzungen der Luzerner Gewerbekammer teil, um die Parolen des Gewerbeverbands zu gewerberelevanten Abstimmungsgeschäften zu fassen. Auch
pflegte er den Kontakt zu unseren
politischen Vertretern. Auch war
der GVGN wiederum an der Koordinationssitzung des Gemeinderates mit allen Vereinspräsidenten der Gemeinde vertreten.
Rechnung und Budget gaben keinen Anlass zu Diskussionen. Aus
dem Vorstand hat Beat Hamburger demissioniert. Als Ersatz
wurde Philippe Charrière, von
Migros Partner Neuenkirch, einstimmig gewählt. Auch Revisor
Markus Zemp hat demissioniert.
Beat Hamburger stellt sich neu
für dieses Amt zur Verfügung. Die
anderen
Vorstandsmitglieder
Gewerbe Region Sursee
Gewerbereise 2013
Über 80 Gewerblerinnen und Gewerbler versammelten sich in
Sursee zum Start der diesjährigen
Gewerbereise. Nach einer Morgenstärkung führte die Reise in
Richtung Egerkingen zur Besichtigung der Migros-Verteilzentrale
Neuendorf AG. Eindrückliche
Zahlen über Lagerein- und Ausgänge wurden dabei vermittelt.
Irène Häfliger, Organisatorin der
Reise.
(Fotos: Franz Birrer).
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Palletten voller Artikel, insgesamt
über eine Million aus dem Nonfood- und Tiefkühl-Bereich, verlassen jährlich die Verteilzentrale
der solothurnischen Gemeinde
Neuendorf. Hochregallager von
beeindruckender Grösse und Kapazitäten, die kaum vorstellbar
sind, liessen manchen Gewerbler
nur staunen. Gegen Mittag ging
die Fahrt weiter durch den Belchen-Tunnel in Richtung Liestal –
Bad Bubendorf – nach Reigoldswil. Dort hiess es umsteigen in
Gondeln zum nächsten Ziel: Hintere Wasserfallen. Beim Mittagessen im Bergrestaurant verhiess
mancher wetterprüfende Blick
nach draussen lange nichts Gutes. Geplant war nach dem Mittag
mit dem Trottinett ins Tal zu
brausen. Der anhaltende Regen
liess dann auch die meisten Gewerblerinnen und Gewerbler wieder die sichere und trockene Variante, die Gondel, benutzen. Nur
gerade 15 der 82 Gewerbler liessen es sich nicht nehmen, die
Trottinettfahrt anzutreten. Belohnt wurden diese mit kurzem
wurden bestätigt. Schliesslich orientierte Geri Bürkli, dass der
nächste Ausflug ins Emmental
führen wird. Gründungspräsident
Erwin Meyer dankte dem Vorstand für die Jubiläumsfeier mit
einer guten Flasche Wein, um da-
mit auf die nächsten 30 Jahre anzustossen. Die GV fand ihren Abschluss bei einem reichhaltigen
Nachtessen und stimmungsvoller musikalischer Unterhaltung.
Rita Gloggner
Präsident Geri Bürkli freut sich über das Jubiläumsgeschenk von Gründungspräsident Erwin Meyer.
(Foto: Rita Gloggner)
spontanem Sonnenschein, leider
aber schütze die kurze Wetteraufhellung nicht vor Schmutz-Spritzern von Kopf bis Fuss. Die Trottinettler namens allerdings locker
und genossen die Fahrt trotzdem.
Per Bus führte die Fahrt zum letzten Etappenziel: St. Urban. In der
Klosterkirche waren interessante
Details vom Bau und der langen
Geschichte der wunderschönen
Kirche zu vernehmen. Frühes
Bauhandwerk und Detailkunst
faszinierte die Anwesenden und
machte einmal mehr bewusst,
welch hohe Baukunst schon vor
Jahrhunderten – mit damals sehr
bescheidenen Hilfsmitteln – möglich war. Abschliessend wurde in
den Kloster-Räumlichkeiten ein
wunderbarer und reichhaltiger
Apéro serviert. Eine schöne Gewerbereise fand damit einen würdigen Abschluss.
Priska Hofer
Die Unentwegten unter den Neuenkircher Gewerblern wagten die
Abfahrt trotz Regen mit dem Trottinett.
27
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 28
Inserenten informieren
Photovoltaikanlagen – Alpnach Sonnenstrom AG – gebaut in Rekordzeit
Ein ganz spezielles Photovoltaikprojekt realisierte BE Netz
AG in Alpnach in enger Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk Obwalden (EWO),
dem Besitzer der Anlagen, der
Alpnach Sonnenstrom AG, sowie den Behörden. Auf mehreren Liegenschaften plante
und installierte BE Netz 10 Solarstrom-Anlagen mit einer
Leistung von über 1.5 MWp.
Die Idee eine Solarstrom-Anlage zu
bauen, keimte schon früh in den
Gedanken von Walter Odermatt,
Projektinitiant und Therese Odermatt, Inhaberin der Alpnach Sonnenstrom AG. Bis zur Umsetzung
vergingen mehrere Jahre. Vom
Kontakt mit BE Netz im Frühherbst
2012 bis zur Inbetriebnahme der
Anlagen Ende Juni 2013 ging dann
alles sehr schnell. Heute betreibt
die Alpnach Sonnenstrom AG erfolgreich einen Anlagenpark von
1.52 MWp mit 10 Solarstrom-Anlagen.
Herausforderung KEV und
Engineering
Die KEV-Zuschläge (Kostendeckende Einspeisevergütung) für
Projekte haben bereits für fünf
Mehrfamilienhäuser vorgelegen.
Eine Anlageninvestition war je-
doch wegen den Dachflächen und
der Dachbeschaffenheit nicht ausreichend gewinnbringend zu realisieren. Aufgrund der gegebenen
Situation wollte die Alpnach Sonnenstrom AG den KEV-Zuschlag
ablehnen. Abklärungen bei Swissgrid ergaben jedoch, dass es die
rechtlichen Vorgaben zulassen,
die 5 KEV-Anlagen innerhalb eines
Kilometers rund um die bewilligten Parzellen zu erstellen. Somit
entstand eine neue Ausgangslage
und die Herausforderung bestand
nun, aus einem Sammelsurium
von Dächern die fünf wirtschaftlich
optimalsten Dachkompositionen
zu evaluieren. Unter grösstem Zeitdruck musste das Projekt an die
Vorgaben der KEV als auch des
örtlichen Elektrizitätswerkes angepasst werden, während der Inbetriebnahmetermin vom 30. Juni
2013 den Projektverantwortlichen
im Nacken sass.
Win-Win-Situation
BE Netz erarbeitete für zirka 20
Gebäude rund um das erste
Grundstück der Mehrfamilienhäuser Vorprojekte und präsentierte diese den an einer Dachvermietung interessierten Gebäudeeigentümern. Mit neun Eigentümern wurden Dachnutzungsverträge abgeschlossen und auf
Photovoltaikanlagen der Alpnach Sonnenstrom AG.
(Bild: BE Netz)
deren Dachflächen durch BE Netz
Photovoltaikanlagen erstellt. Die
Eigentümer bzw. Dachvermieter
sind mit der Alpnach Sonnenstrom
AG übereingekommen, dass diese
die Anlagen nach Belieben erwerben können oder eine Dachmiete bezahlt bekommen. Eine
Win-Win-Situation für beide Seiten!
Das Projekt in Zahlen
Für den Bau der 10 Anlagen zwischen 41.5 und 520.8 kWp installierte BE Netz fast 6‘100 Solar-Module. Dies ergibt eine Gesamtleistung von 1522.75 kWp. Damit ist
der Verbrauch von 1354 Personen
Neue Rubrik in der Gewerbe Luzern – Bezugsquellenverzeichnis
Mit den neuen Mediendaten 2014
hat unsere Zeitschrift eine neue
Rubrik erhalten. Das Bezugsquellenverzeichnis, ein Verzeichnis verschiedenster Anbieter aus Gewerbe, Gastronomie, Banken, Versicherungen, Dienstleistungsbetrieben usw. Mit dem Firmenlogo und den Kontaktdaten geben
sie dem Leser die Möglichkeit, den
passenden Anbieter für seine Anfrage oder Auftrag zu finden.
Gerne senden wir Ihnen auch die
neuen Mediendaten der Gewerbe
Luzern für Ihre Medien-Planung
2014. Sie erhalten die Daten per
Mail oder Post.
Frau Lisbeth Barmettler gibt Ihnen
gerne Auskunft oder erstellt für
Sie eine unverbindliche Offerte.
Gewerbe Luzern
Wallimann Druck und Verlag
Postfach
6215 Beromünster
Telefon 041 932 40 50
l.barmettler@wallimann.ch
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Adlatus Zentralschweiz/Tessin
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gedeckt, was knapp einem Viertel
der Bevölkerung von Alpnach
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Samstag, 26. Oktober 2013,
13.30 –19.00 Uhr mit Rahmenprogramm, Führungen und Verpflegung. Beschilderung zum Anlass
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P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 29
Sektionen
Gewerbeverein Ruswil
Gesamtkunstwerk Wetz begeistert
Am nachmittäglichen Ausflug besuchte der Gewerbeverein Ruswil
den still gelegten Landessender
Beromünster, wo Künstler Wetz
seine Kunstlandschaft präsentiert.
Die rund halbstündige Begrüssung von Künstler Wetz hatte es
in sich: In einem humoristischen
Feuerwerk erzählte er von seiner
Jugend im Zihlenfeldlöchli, von
seinem Werdegang als Künstler
und seinen Projekten in Uffikon
und jetzt beim Landessender «Beromünster». Es sei ein Glücksfall,
dass er dieses Land erwerben und
in eine «Wetz-Zone» ohne Bauauflagen umwandeln konnte. Auf
der Führung durch die verschiedenen Künstlernischen wurden
wir mit einer grossen Ideenvielfalt konfrontiert und mit Werken,
die zum Nachdenken animierten.
Unter anderem war da auch das
Exponat «Totentanz» vom Buttisholzer Künstler Robi Müller zu
sehen. Dazwischen aber immer
wieder Werke von «Wetz», etwa
seine sauerstoffbeatmete Kuh
«Lotti» und seinen still gelegten
(!) Blocher. Höhepunkt war natürlich die Scheune «Zihlenfeldlöchli», in der Wetz seine Jugend
inszeniert.
Edle Fruchtbrände
Nächstes Ziel war die Firma Gunzwiler Destillate. Urs Hecht persönlich führte in die Welt der
edlen Fruchtbrände ein und
durch den Keller, in dem die Produktion auf Hochtouren lief. Er
wurde nicht müde, die Qualität
der Schweizer Produkte zu rühmen und kritisierte das heutige
Konsumverhalten, das länger je
mehr auf das Ausland abzielt.
Urs Hecht vermittelte den Gewerblern aus dem Luzerner Surental einen
interessanten Einblick in die Welt der Fruchtbrände. (Foto: Roland Meyer)
Wo wir in der Schweiz die besten
Produkte hätten, wenn man nur
die Augen offenhält und entsprechend Sorge trägt in der Pflege
der Obstbäume. Die Degustation
am Schluss beschränkte sich
dann mehr aufs Riechen, als aufs
Trinken. Wer aber dann doch
noch einen Schluck von einem
Hecht Destillat probieren wollte,
der hatte die Gelegenheit nach
einem tollen Essen in Sursee.
Roland Meyer
Gewerbeverein Meggen
Mit Hammer, Pinsel und Nähmaschine…!
Einer gegenseitig geschätzten Tradition folgend, lud der Gewerbeverein Meggen als diesjähriger
Gastgeber den Gemeinderat Meggen zum gemeinsamen Treffen an
die Huobmatt 4 in Meggen ein.
An einem der wohl letzten sommerlich warmen Abende zeigten
vier Unternehmen in der Houbstrasse 4 (H4) ihr Werken und
Schaffen. Sympathisch und originell liessen sich die vier Unternehmer einen Parcours einfallen,
damit die Gemeinderätinnen und
Gemeinderäte die verschiedenen
Berufe nicht nur bestaunen, son-
dern auch erfühlen konnten. So
durften die Gäste, in drei Gruppen aufgeteilt, erst mal beim
Steinmetz Leo Bovet mit Schutzbrille, Hammer und Profimeissel
einen Sandstein behauen. Danach konnten sie beim Möbelrestaurator Palmas Graziano mit
Geschick und den richtigen Naturprodukten ein beschädigtes
Fournier reparieren. Eine Nähmaschine wartete dann bei der
Firma Steiger Innendekorationen.
Patrik Steiger und seine Frau Lara
liessen die Gemeinderäte die
letzte Naht eines Kissens mit dem
Von links: Palmas Graziano, Firma La Patina; Thomas Werner, GVM;
Josef Scherer und Mirjam Müller-Bodmer, Gemeinderat Meggen;
Gian-Carlo Rudolf, GVM.
(Fotos: Thomas Werner)
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Belastungstest der Sieger-Brücke: Pascal Feucht (r.) und Klaus Zietlow.
aufgestickten Spruch «I love Meggen» mit rotem Faden zusammennähen. Die sieben fertigen
Kissen durften als Präsent nach
Hause genommen werden.
Brückenbauer
Der krönende Abschluss des gelungenen Parcours war ein architektonischer. Zwei aus Mitgliedern des Gemeinderats und des
Vorstands des Gewerbevereins gemischte Gruppen wurden von
Ivanka Beljan aufgefordert, aus
zwei dünnen Holzleisten, Schnur,
Klebeband und Hartschaumstoffblöcken eine möglichst stabile
Brücke zu bauen. Das sorgte für
Spannung bei der schon äusserst
guten Stimmung. Nach gut 20
Minuten waren die beiden Brücken gebaut und unter der pro-
29
fessionellen Leitung von Pascal
Feucht, Beljan+Feucht Architekten GmbH, wurde die Belastbarkeit der beiden Brücken getestet.
Beide Brücken hielten einem Gewicht von über 60 Kilogramm
stand; eine gar noch etwas mehr!
Die spannenden Stunden an der
Houbmatt 4 machten durstig. Ein
gemeinsames Abendessen in gemütlicher und unterhaltsamer Atmosphäre auf der Terrasse des
Restaurant Sonnegg, Meggen,
rundete das gelungene Treffen ab.
Gemeindepräsident Urs Brücker
liess es sich nicht nehmen, allen
Mitgliedern des Vorstands des Gewerbevereins Meggen als Dankeschön ein «gluschtiges G’schenkchörbli» zu überreichen.
Thomas Werner
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 30
Sektionen
Treuhand | Suisse
«Wie Wetterprognose vor der Wanderung»
Eine Astrologin hält einen Vortrag vor Unternehmerinnen und
Unternehmern. Funktioniert das?
Die Zentralschweizer Sektion des
Verbands Treuhand| Suisse wagte
das Experiment. Eine gewisse
Skepsis schlug ihr entgegen, dessen war sich Monica Kissling alias
Madame Etoile bewusst, als sie
jüngst in der Sempacher Festhalle
vor rund 300 geladene Gäste trat.
Deshalb prüfte sie im Vorfeld, unter welchen Sternen der Kundenanlass von Treuhand|Suisse, Sektion Zentralschweiz, stand. «Saturn befindet sich auf der
Hauptachse, ein Zeichen für an-
wesende Kritiker.» Neben Vorbehalten sei aber auch Neugier im
Spiel. In der Tat: Die Anwesenden
lauschten gebannt. Die darauf folgenden Fragen waren wohlwollend aber auch kritisch. Doch das
erwartete Monica Kissling. Sie
weiss sehr wohl: «Für gewisse
Leute aus unserem Kulturkreis ist
Astrologie pure Provokation.»
Horoskope für Firmen
2012 referierte Bischof Felix
Gmür vor den Kunden der Treuhänder, vor zwei Jahren reiste
Bundesrätin Widmer-Schlumpf
nach Sempach. «Vielleicht haben
Ackermann und
Economiesuisse
Astrologie habe nichts mit Hellsehen zu tun, betonte Kissling.
Vielmehr handle es sich um ein
Handwerk, das sich erlernen lasse.
Weil sie an einem Anlass eines
Wirtschaftsverbandes
sprach,
brachte sie das Horoskop von
Josef Ackermann mit. Aus der
Sternenkonstellation sei ersichtlich, dass sich für ihn im laufenden Jahr ein Schicksalsschlag abzeichne. Auch für Economiesuisse
präsentierte die in verschiedenen
Medien auftretende Astrologin
«Madame Etoile» Monica Kissling.
SIA Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein
Auftragsbestand reicht in Rekordhöhe
Die Reichweite des Auftragsbestands hat weiter zugenommen
und liegt nun bei über einem
Jahr. Dies ergab die Sommerumfrage der ETH-Konjunktur forschungsstelle im Auftrag des SIA.
Als grösstes Hemmnis bei ihrer
Leistungserbringung gibt die
Hälfte der Planungsbüros einen
Mangel an qualifizierten Arbeitskräften an. Die Planungsbüros
schätzen die aktuelle Geschäftslage weiterhin als sehr gut ein,
der Saldowert liegt bei 61 Punkten, wobei sich der Saldo aus der
Differenz der positiven und der
negativen Antworten errechnet.
Dies ergab die Umfrage der ETHKonjunkturforschungsstelle KOF
von Ende Juli 2013, an der sich
insgesamt 642 Planungsbüros beGEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Sie sich gefragt, wie wir auf die
Idee kamen, einen Anlass zu gerade diesem Thema zu organisieren», wandte sich Verbandspräsident Franz Felber zu Beginn an
die Anwesenden. Auch er lese so
gut wie nie Horoskope. Dennoch
riet er, sich zumindest für einen
Abend in die Welt der Sterndeutung entführen zu lassen. Auch
wenn dies dem rationalen Gedankengut von Unternehmern
widerspreche. Wobei: Mitunter
setzten auch sachliche Firmeninhaber auf die Astrologie: «Ich erhalte immer wieder Aufträge, die
Konstellation für einen bestimmten Tag zu prüfen», sagte Monica
Kissling, etwa bei Firmengründungen oder Fusionen. Auch
gebe es Aufträge, Horoskope für
Unternehmen zu erstellen. In
westlichen Kulturkreisen sei die
Toleranz hierzu immer noch beschränkt, im gegensatz zu Asien.
teiligten. Für die nächsten sechs
Monate rechnen rund 83 Prozent
der Befragungsteilnehmer mit einem unveränderten Zustand. Für
die vergangenen drei Monate berichten deutlich mehr Firmen
von einer Ausweitung sowohl der
Leistungserbringung (17,5 Prozent) als auch der Nachfrageentwicklung (24,1 Prozent) als von
einem Rückgang (6,2 bzw. 8,6
Prozent). Die gute Lage widerspiegelt sich auch in der Reichweite des Auftragsbestands, die
im vergangenen Quartal weiter
zugenommen hat und erstmals
bei über einem Jahr liegt. Als
grösstes Hindernis bei der Leistungserbringung wird nach wie
vor ein Mangel an qualifizierten
Arbeitskräften genannt, von dem
sich mehr als die Hälfte aller Büros behindert fühlt. Ein Drittel aller Aufträge betrifft Erneuerungsund Unterhaltsarbeiten. In Bezug
auf die Bausummen im industriell-gewerblichen Bau sowie im
Wohnungsbau hingegen wird ein
Rückgang (Saldo –7,6 bzw. – 4,5)
vermeldet, für den öffentlichen
Bau dagegen eine leichte Zunahme (2,0). Die Ertragslage wird
von über 80 Prozent der Büros sowohl für die vergangenen als
auch für die nächsten drei Monate als gleichbleibend angegeben.
Architekturbüros
Im letzten Quartal vermelden etwas mehr Architekturbüros eine
Verbesserung der Geschäftslage.
Auch im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten haben die positiven Antworten zugenommen.
30
25 und 50 Jahre
Treuhand|Suisse vertritt 2000
Unternehmen in der Schweiz
mit über 10 000 Mitarbeitenden. Sie bilden jährlich mehr als
2300 Personen aus und
betreuen über 350 000 KMU
und Klienten. Im Interesse seiner
Unternehmen versteht sich der
Verband als staatstragende Kraft
und als Vertreter der freien
Berufe. Er setzt sich für optimale
wirtschaftliche und politische
Rahmenbedingungen sowie für
ein unternehmensfreundliches
Umfeld ein. 2013 feiert der
Schweizer Dachverband seinen
50. Geburtstag. Die Zentralschweizer Sektion blickt auf
25 Jahre zurück.
www.treuhandsuisse-zentralschweiz.ch
eine Analyse. Hier sei im Frühling
2013 eine kritische Komponente
ersichtlich. In jener Zeit also, in
der das Stimmvolk die «Abzockerinitiative» annahm. Die Meinung Kisslings: Allenfalls hätte
der Verband sein Engagement gegen die Vorlage überdenken können, hätte er im Vorfeld die Sterne
konsultiert. Dennoch: «Ich empfehle keinesfalls, den gesunden
Menschenverstand auszuschalten.» Sie liefere lediglich eine zusätzliche Information, eine Orientierungshilfe. «Genauso, wie
man vor einer Wanderung die
Wetterprognose konsultiert.»
David Koller
Ebenso überwiegen in Bezug auf
die Leistungserbringung und die
Nachfrage sowohl für die letzten
als auch die kommenden drei
Monate die positiven Einschätzungen. Eine zunehmende Anzahl an Architekten hält den derzeitigen Personalbestand allerdings für zu niedrig. Bereits in
den letzten drei Monaten hat eine
Mehrzahl der Büros einen Anstieg
der Beschäftigung vermeldet.
Mittlerweile gibt fast jedes zweite
Architekturbüro an, durch einen
Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in der Dienstleistungserbringung gehemmt zu sein. Im
Gegensatz zum gesamten Projektierungssektor vermelden die Architekten für den Wohnungsbau
steigende Bausummen, für den
industriell-gewerblichen Bau jedoch ebenfalls einen Rückgang
und für den öffentlichen Bau einen leichten Rückgang. Während
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 31
Sektionen
die Ertragslage sich im Lauf der
letzten drei Monate kaum verändert hat, wird für die nächsten
drei Monate eine stärkere Zunahme erwartet. Die Reichweite
der Aufträge beträgt unverändert
zwölf Monate.
Ingenieurbüros
Die Ingenieurbüros schätzen ihre
aktuelle Geschäftslage weiterhin
als sehr positiv ein. Während
rund 14 Prozent der Büros für die
vergangenen drei Monate eine
Verbesserung der Geschäftslage
melden, halten sich bei der Einschätzung für die kommenden
sechs Monate positive und negative Antworten ungefähr die
Waage. Die Leistungserbringung
hat im vergangenen Quartal zugenommen, ebenso positiv ist
deren Einschätzung für die
kommenden drei Monate. Die
SIA Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein
Lohnerhebung 2013
Erstmals seit 2009 hat der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA gemeinsam mit
weiteren Planerverbänden wieder
eine Lohnerhebung durchgeführt. Die Auswertung weist auf
eine erfreuliche Verbesserung der
durchschnittlichen Gesamtlohnsituation hin, verdeutlicht aber
auch die starke Untervertretung
von Frauen in Führungsfunktionen. Wie 2009 erfolgte die Lohnerhebung des SIA in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden
aus dem Architektur- und Ingenieurbereich. Neu wurde sie über
eine Online-Plattform durchgeführt, was die Datengenauigkeit
erhöhte. Auch wurden erstmals
die Löhne von Frauen und Männern separat erhoben und auch
die Einstiegs- und Praktikantenlöhne erfasst. Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr 569 Unternehmen an der Lohnerhebung, die 9190 Löhne erfassten,
womit der gute Rücklauf von
2009 sogar übertroffen werden
konnte und die Daten für die
Mehrheit der Fachbereiche als
aussagekräftig betrachtet werden
können. Wenn auch nicht im
von den Berufsverbänden erhofften Umfang, so hat der durchschnittliche Jahresgesamtlohn
von Fr. 96 640.– im Jahr 2009
doch auf heute Fr. 98 830.– zugenommen – unter Berücksichtigung der Teuerung von 0,2 Prozent eine reale Lohnerhöhung
von 2,1 Prozent.
An der Lohnerhebung
2013 beteiligte Verbände
– Schweizerischer Ingenieurund Architektenverein SIA
– Bund Schweizer Architekten
BSA
– Bund Schweizer Landschaftsarchitekten BSLA
– Verband der Schweizer
Raumplaner FSU
– Verband der freierwerbenden
Schweizer Architekten fsai
– Verein Ingenieur-Geometer
Schweiz IGS
– Schweizerischer Verband der
Umweltfachleute SVU
– Schweizerischer Verein der
Gebäudetechnik-Ingenieure
SWKI
– Schweizerische Vereinigung
Beratender Ingenieurunternehmungen usic
Factsheet und Abonnement
Ein kostenloses Factsheet mit
einer Übersicht der Resultate
kann von der Online-Plattform
heruntergeladen werden:
https://benchmarking.sia.ch.
Zur Einsicht der Details kann an
gleicher Stelle ein Jahresabonnement gelöst werden (Mitglieder der beteiligten Verbände:
240 Fr.; Nichtmitglieder:
360 Fr.). Neben dem Zugriff
auf die Resultate berechtigt
dieses auch zum Zugriff auf
die Kennzahlenerhebung 2012.
Teilnehmende erhalten jeweils
kostenlosen Zugriff auf die
Resultate. Die nächste Lohnerherbung findet 2015 statt,
die nächste Kennzahlenerhebung 2014.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Architekten grösster Sprung
Der Lohn von Angestellten in
Architekturbüros ist real um 2,7
Prozent gestiegen. Bei den Chefbauleitern sind es sogar + 5,3 Prozent und bei den Zeichnern + 10,4
Prozent. Das ist erfreulich, denn
gerade diese zwei Funktionen
verzeichnen einen akuten Fachkräfte- und Nachwuchsmangel.
Hingegen kommen Projektleiter
von Grossprojekten, die gleich-
Erwartungen hinsichtlich der
Nachfrageentwicklung in den
nächsten drei Monaten sind
hingegen etwas verhaltener. Die
Bausummen haben sowohl im
Wohnungsbau als auch im industriell- gewerblichen Bau abgenommen. Die Reichweite der Auftragsbestände hat sich sehr positiv entwickelt und übertrifft
derzeit ein Jahr. Ein Mangel an
geeigneten Arbeitskräften stellt
mittlerweile für fast 60 Prozent
der Ingenieure ein Problem bei
ihrer Leistungserbringung dar.
Nachdem die Beschäftigung bereits in den vergangenen drei Monaten zunahm, werden auch für
die künftigen drei Monate Beschäftigungszuwachse prognostiziert, aber bei abnehmender Dynamik.
wertig oder sogar besser ausgebildet und erfahren sein müssen,
mit einer Lohnreduktion von –5,3
Prozent erneut schlecht weg. Mit
einem geringfügig rückläufigen
Lohnniveau gegenüber der Erhebung 2009 (nominal – 0,5 Prozent, real – 2,5 Prozent) ist die
Entwicklung bei den Umweltfachleuten am negativsten verlaufen. Mit einem durchschnittlichen Gesamtlohn von Fr. 102
603.– im Jahr liegen die Umweltfachleute zwar immer noch über
dem Durchschnitt aller sieben erhobenen Fachrichtungen. In den
Bauingenieurbüros wurde der
durchschnittliche Gesamtlohn
über alle Funktionen hinweg seit
2009 um 1 Prozent gesteigert. Das
ist nicht viel. Berücksichtigt man
aber, dass die Bauingenieure 2009
den grössten Sprung gemacht
haben (+5.5 Prozent), relativiert
sich das diesjährige Ergebnis.
Über die vergangenen sieben
Jahre hinweg ergibt sich damit
für die Bauingenieurbüros noch
immer eine doppelt so grosse
Erhöhung wie bei den Architekturbüros. Einen erneut guten
Schritt gegenüber 2009 haben
auch die Gebäudetechnikingenieure (+ 3,5 Prozent) und die
Kultur- und Vermessungsingenieure (+ 4,8 Prozent) gemacht.
Über alle Fachrichtungen hinweg
erreichen sowohl in leitender
Funktion als auch auf der Stufe
«Qualifizierte Fachleute» die
Kultur- und Vermessungsingenieure mit Fr. 142 000.– bzw. Fr.
101 000.– den Höchstlohn. Am
Ende der Skala befinden sich
auf beiden Funktionsstufen mit
Fr. 94 000.– bzw. Fr. 74 000.– die
Landschaftsarchitekten. Insgesamt lässt das Ergebnis der Lohnerhebung aufatmen. Doch gilt es,
nach Ansicht des SIA, des BSA,
des BSLA und des fsai, insbesondere die Löhne der Architekten
und Architektinnen weiter anzuheben. Geschlossen und noch
hartnäckiger wollen die Berufsverbände deshalb für angemesse-
nere Honorare eintreten. Vor allem müssen auch die Büros selber,
insbesondere die Ingenieurbüros,
ihre unternehmerische Verantwortung wahrnehmen und ihre
Honorare angemessen offerieren.
Die Unternehmen im Architektur- und Ingenieurbereich
werden von ihren Berufsverbänden mit aller Deutlichkeit
darauf hingewiesen, diesem Zustand aktiv entgegenzutreten und
faire Honorare für ihre kompetente und hochwertige Leistung
einzufordern. Ansonsten bleibt
in Zukunft noch weniger Quantifizierbares, das angestellten
Architekten und Ingenieuren
angeboten werden kann und
bleibt ein hohes Risiko, dass der
bereits akute Mangel an qualifizierten Fachleuten weiter zunimmt.
31
www.sia.ch
Zu wenig Frauen im Kader
In Bezug auf die Frauen in den
Architektur- und Ingenieurbüros
zeigt sich, dass diese in fast allen
Fachbereichen und Funktionen
tiefere Löhne erzielen als ihre
männlichen Kollegen. Die Lohndifferenzen in den einzelnen
Fachbereichen bewegen sich,
jeweils über alle Funktionsstufen
hinweg betrachtet und gewichtet
nach der Anzahl der weiblichen
Meldungen pro Stufe, zwischen
– 4 Prozent bei den angestellten
Bauingenieurinnen und – 8 Prozent bei den Gebäudetechnikingenieurinnen sowie den Architektinnen. Und noch etwas zeigt
die Erhebung, nämlich dass
Frauen spätestens ab Kaderstufe
untervertreten sind. Hier vergibt
sich die Branche fahrlässig ein
sehr grosses Fachkräftepotenzial,
so die einhellige Meinung der beteiligten Verbände. Die Verbände
sind deshalb bereits dabei, zum
Beispiel mit dem Projekt «SIA –
der fortschrittliche Berufsverband», etwas dagegen zu unternehmen.
www.sia.ch
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 32
Inserenten informieren
Adlatus tanzt auf vielen Hochzeiten – Vom Bahnlehrling zum gefragten Berater
Bahnlehre, Dienst auf verschiedenen Stationen, ein Jahr
in Brüssel, Sprachaufenthalte
und Weiterbildung in Verkauf
und Marketing. Viele Jahre bei
den SBB gearbeitet. Und nun
seit 13 Jahren bei Adlatus als
gefragter Berater. Hanspeter
Furrer aus Luzern.
Hanspeter Furrer wollte nach seiner Pensionierung nicht aufs Altenteil sitzen. Er bewarb sich deshalb bei Adlatus, dem Netzwerk
von Erfahrung und Kompetenz.
So ist der ehemalige Verkaufsleiter, Lehrlingsausbildner, Geschäftsleitungsmitglied und Dienststellenleiter nun seit 13 Jahren
bei Adlatus. Und er ist ein sehr
gefragter Berater, gerade weil er
eine sehr breite Erfahrung auf vielen Gebieten hat.
«Ohne ihn und andere Adlaten
gäbe es die Stiftung Speranza
nicht», sagte vor Jahren der verstorbene Nationalrat und Stiftungsgründer Otto Ineichen. In
der Tat: Hanspeter Furrer hat im
Auftrag von Speranza schon unzählige Attest-Lehrstellen gefunden für schulisch schwächere junge
Menschen. Zudem hat er die «Networker», wie sich die Lehrstellenfinder nennen, in der Zentralschweiz geführt. In den Kantonen Zug und Schwyz waren so
auch noch andere Berater von Adlatus für Speranza im Einsatz.
Strategische Beratung
Das Mandat bei der Stiftung Speranza hat Hanspeter Furrer vor
sieben Jahren aufgenommen. Es
ist ungewöhnlich, dass ein Mandat
so lange dauert. Aber dank seiner
grossen Erfahrung wurde er immer
wieder für neue Aufgaben zugezogen. So war er auch beteiligt am
Aufbau des Instituts für Bildung,
das im Auftrag des Kantons Luzern
Brückenangebote für Jugendliche
vor dem Einstieg ins Berufsleben
anbietet. Dabei handelt es sich
um Jugendliche, die es schwer haben, eine Lehrstelle zu finden. Unlängst hat er die Zusammenlegung der drei Standorte in Aarau
und Luzern nach Littau geplant.
Lange vorher und auch zwischendurch erfüllte Hanspeter Furrer
eine breite Palette von Mandaten.
Im Auftrag des Sozialamtes der
Stadt Luzern begleitete er ein Jahr
lang eine arbeitslose Frau in die
Selbstständigkeit. Heute führt sie
erfolgreich ein Geschäft. Im Kanton
Zug führte er eine Verkaufsschulung durch, oder im Kanton Obwalden hatte er in einem grösseren
Unternehmen den Auftrag, den
Aussendienstmitarbeitern Effizienzsteigerung näher zu bringen.
Geistig fit bleiben
Was er als Mitglied von Adlatus
schätzt, beantwortet er spontan:
er bleibe geistig, aber auch körperlich fit, sei immer bestens in-
Hanspeter Furrer, seit 13 Jahren bei Adlatus.
formiert, habe viele Kontakte und
könne seine Erfahrung weitergeben. Unter den «Adlaten» schätzt
er den Erfahrungsaustausch. Viele verschiedene Berufe kämen da
zusammen, vom ehemaligen Chefarzt über den Elektro- oder Bauingenieur bis zur ehemaligen Hotelière.
über 30 Mitgliedern in der Zentralschweiz ist das Soll erfüllt. Aber
Mandate von KMU oder Sozialämtern seien immer wieder gefragt, sagt der erfahrene Berater.
Er weiss, dass er nicht neue Mitglieder anwerben muss, denn mit
Nähere Informationen:
www.adlatus-zs.ch
ASGA Pensionskasse
Genossenschaft
Ueberlandstrasse 111
8600 Dübendorf
Telefon 044 317 60 50
rosario.cona@asga.ch
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Rosario Cona
Unternehmensberater
Ruedi Estermann
Adlatus Zentralschweiz/Tessin.
Pensionskasse – kurz nachgefragt
Ist die Bildung von Arbeitgeberbeitragsreserven sinnvoll?
Rosario Cona: Mit der Bildung
von Arbeitgeberbeitragsreserven
hat eine Unternehmung, welche
obligatorisch an eine Pensionskasse angeschlossen ist, die Möglichkeit, den Unternehmensgewinn
zu optimieren und somit Steuern
zu sparen. Daher ist eine Einzahlung vor allem dann sinnvoll, wenn
ein gutes Geschäftsergebnis zu erwarten ist und die Einlagen somit
den steuerbaren Gewinn mindern.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass
in den meisten Kantonen die Höhe
der Einzahlung auf das Fünffache
der jährlichen Arbeitgeberbeiträge beschränkt ist.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Ebenfalls ist die Verwendung der
Arbeitgeberbeitragsreserven eingeschränkt. Diese dürfen ausschliesslich für die Bezahlung der
jährlichen Arbeitgeberbeiträge
oder zur Sanierung der Pensionskasse eingesetzt werden. Eine
Rückzahlung an den Arbeitgeber
ist ausgeschlossen.
Die Begleichung der Arbeitgeberbeiträge aus den Arbeitgeberbeitragsreserven kann vor allem
dann sinnvoll sein, wenn sich die
Unternehmung in wirtschaftlich
schwächeren Zeiten befindet oder
ihre Liquidität anderweitig (z. B. Investitionen) benötigt. Das Unternehmen kann so ein Reservepolster für schlechtere Zeiten anlegen
und gleichzeitig Steuern sparen.
32
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 33
Leserbriefe
Steuerpolitik Kanton Luzern
So nicht!
Denken in Varianten und das stetige Suchen nach Lösungen
gehört zu den Kernaufgaben des Regierungsrates. Wenn aber
Regierungsmitglieder den Parlamentariern und vor allem auch
den Mitgliedern der zuständigen Planungs- und Finanzkommission bisher nicht bekannte Zahlen in einer Kolumne einer
Regionalzeitung zuerst publizieren, ist der Pfad der konstruktiven und zielgerichteten Zusammenarbeit verlassen worden.
Das hat mich doppelt befremdet. Erstens sollten Ausgaben,
die den Budgetprozess betreffen, zuerst dem Kantonsrat
vorgelegt werden, bevor sie publik gemacht werden. Zweitens
bezweifle ich, dass praktisch alle Leistungen, die der Kanton
zurzeit erbringt, wirklich gebunden sind, wie es der Regierungspräsident in seiner Kolumne suggeriert. Denn der stetige
Anstieg der Ausgaben ist nicht nur mit neuen Aufgaben,
welche zudem oft den Gemeinden weitergegeben werden, zu
begründen. Der Kanton Luzern erbringt heute noch mancherorts Leistungen, über deren Ausgestaltung man vertieft diskutieren könnte, auch im Gesundheits- und Sozialdepartement. Warum beispielsweise verkaufen wir nicht endlich die
Höhenklinik Montana? Auf sie kann der Kanton Luzern problemlos verzichten. Mein Rat: Die Regierung soll sich doch
bitte auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Und dazu gehört
sicher nicht, dass man vor der Budgetdebatte in den Kommissionen und im Rat unnötige, öffentliche Diskussionen
über eine allfällige Steuererhöhung entfacht. Das ist der Sache
nicht dienlich.
Die Regierung muss ihre Führungsaufgabe ernst nehmen und
darf nicht einfach vom eingeschlagenen Weg in der Steuerund Finanzpolitik abweichen.
Walter Stucki, Kantonsrat, FDP.Die Liberalen Luzern, Emmen
STURM im Wasserglas
Die Luzerner Steuerstrategie punktet weiter. Dank der Unternehmenssteuer macht Luzern einen grossen Sprung auf der
Rangliste der attraktivsten Wirtschaftsstandorte der Schweiz.
Der siebte Rang sowie die guten Verkehrsnetze und der interessante Branchencluster in der Technologie- und Nahrungsmittelbranche beweisen, dass sich der Kanton Luzern erfolgreich
entwickelt. Seit Wochen versuchen nun aber die beiden Luzerner CVP-Regierungsräte zusammen mit ihren Parteikollegen, die
von ihnen mitgetragene Steuerpolitik zu kippen und eine Steuererhöhung durchzuboxen. Der parteilose Finanzminister rühmt
die Luzerner Steuerstrategie und zwei Tage später ist für ihn eine
Steuererhöhung denkbar. Es macht den Anschein, als ob die Regierung den geringsten Weg des Widerstandes gehen will. Anstatt die noch vorhandenen Sparpotenziale zu nutzen und endlich die Problematik des stetigen Ausgabenwachstums nachhaltig anzugehen. Es gibt in allen Departementen
Optimierungspotenzial, welche die Mehrheit der Bürger nicht
als Leistungsabbau empfinden werden. Deshalb sage ich klar
NEIN zu einer Steuererhöhung.
Rolf Born, Fraktionschef FDP.Die Liberalen, Emmen
Damian Müller, Kantonsrat FDP.Die Liberalen, Hitzkirch
Keine Hüst- und Hot-Steuerpolitik
Gerne reden Politiker aller Couleur über Strategien und langfristiges Denken und Handeln. Leider fehlt dann oft der
Tatbeweis dazu. Vor allem in der Steuerpolitik stürzen sich
zahlreiche Politiker, angeführt von Regierungsräten, in ein
kurzfristiges Denken. Obwohl die Wirtschaft, das Gewerbe
und vor allem auch der Mittelstand in erheblichem Masse
vom Ausbruch aus der Steuerhölle Luzern profitiert haben
und klar aufgezeigt wird, dass damit Arbeitsplätze erhalten
blieben und neue geschaffen werden konnten, soll aus reiner
Bequemlichkeit von der Strategie abgewichen werden. Dann
brauchts im Kanton Luzern auch kein Finanzleitbild und von
Herbst zu Herbst wird ohne Weitsicht definiert, wieviel Geld
man den Bürgerinnen und Bürgern im Kanton Luzern aus
den Taschen zieht. Dabei wird vergessen, dass der Kanton
Luzern dank der Steuerstrategie der grosse Aufsteiger in Sachen
Standortqualität ist. Der Kanton muss nun endlich auch die
Ausgabenseite in den Griff bekommen. Der Sachaufwand steigt
kontinuierlich an, obwohl die grossen Kostenbrocken den
Gemeinden weitergereicht wurden. Zahlreiche neue Stellen
wurden geschaffen, ohne dass neue Aufgaben zu erfüllen
wären. Niemand ist bereit, auf Unnötiges zu verzichten oder
ein wenig zu sparen. Einfacher ist der Ruf nach mehr Steuereinahmen. Das ist ein Hüst und Hot. Die FDP.Die Liberalen
Luzern wehrt sich dagegen und kämpft für den Wohn- und
Arbeitsort Luzern und eine glaubwürdige, langfristige Politik.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Zur Abstimmung «1:12-Initiative»
Die Zeche bezahlt der Mittelstand
Die unsinnige 1:12-Initiative schadet insgesamt dem Mittelstand und den Arbeitnehmern. Entgegen den falschen Versprechungen der Jungsozialisten wird keiner mehr Lohn bekommen, dafür wird er mehr selber finanzieren müssen, weil
die Steuererträge und AHV-Beiträge der Top-Verdiener zurückgehen werden. Die Studie der Universität St. Gallen zeigt
den Knieschuss der Linken bestens auf. Die Initiative würde
jedes Jahr ein Loch von bis zu 4 Milliarden Franken in die Kassen von Bund und AHV reissen – die Kantone noch nicht eingerechnet. Dem Kanton Luzern zum Beispiel würden jährlich
bis zu 40 Millionen Franken im Budget fehlen. Auf alle anderen Arbeitnehmer kämen darum massive Steuererhöhungen
und zusätzliche Lohnprozente zu. Ich finde es erstaunlich,
dass die Gewerkschaften als Arbeitnehmer-Vertreter diese Initiative sogar noch aktiv unterstützen, anstatt sie zu bekämpfen. Denn dies wäre die Aufgabe einer Gewerkschaft, wenn die
Arbeitnehmer unter solchen politischen Vorstössen zu leiden
haben. Die Angestellten und Arbeiter sollten den linken Chefideologen einen Denkzettel verpassen und am 24. November
die schädliche 1:12-Initiative helfen klar bachab zu schicken.
Peter Schilliger, Nationalrat / Präsident FDP Kanton Luzern
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Inserenten informieren
Jubiläums-Wohnherbst in Sursee
Aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums ist bei Möbel Ulrich der
Wohnherbst mit speziellen
Highlights angesagt. Mit den
Tagen der offenen Tür lädt das
Möbelhaus vom 17.– 20. Oktober, d.h. Donnerstag, Freitag,
Samstag und Sonntag, zur freien Besichtigung ein. Ein Rundgang mit kulinarischen und
musikalischen Highlights sowie ein zusätzliches Jubiläumsgeschenk und ein grosser
Jubiläumswettbewerb warten
auf die Kunden.
Seit 50 Jahren schöne Wohnwelten mit zufriedenen Kunden
Dank Weitsicht und grossem persönlichen Engagement der Familien Ulrich ist das Möbelhaus seit
der Gründung im Jahre 1963 stetig gewachsen. Das Unternehmen
wird momentan von der 2. Generation von Arthur Ulrich (Einkauf),
Walter Ulrich (Finanzen) und Werner Portmann (Logistik) geführt.
Ulrich beschäftigt zurzeit 30 qualifizierte Mitarbeiter/Innen. 2 Lehrfrauen in den Berufen Wohntextilgestalterin und Kauffrau werden
ausgebildet.
Neueste Wohntrends
Die «Tage der offenen Tür» bieten
einen interessanten Einblick in das
moderne Möbelhaus am Kottenkreisel in Sursee. Auf einer Aus2
stellungsfläche von 7000 m zeigt
ulrich die neusten Wohntrends in
den Einrichtungsbereichen Wohnen, Essen, Schlafen, Jugend und
Heimbüro. Mit den modernen Design-Teppichen aus der Schweizer
Teppichmanufaktur Kramis und
den dazupassenden Vorhängen
aus dem hauseigenen Nähatelier
wird das Wohnen bei ulrich zum
Erlebnis.
Schweizer Polsterhandwerk
live erleben
Der Polstermöbelhersteller Intertime zeigt bei ulrich vor Ort wie
ein Sessel oder Hocker «made in
Switzerland» mit viel handwerklichem Geschick bezogen und montiert wird. Intertime vereint seit
über 45 Jahren Know-how mit
modernster Schweizer Technologie, innovativem Design, besten
Materialien und ausgeprägtem
Qualitätsbewusstsein.
Kulinarische und musikalische Highlights am
Jubiläumswochenende
Vom Donnerstag, 17. bis und mit
Sonntag, 20. Oktober 2013, wird
bei ulrich Geburtstag gefeiert!
Köstliche Pasta-Spezialitäten vom
Seminarhotel Sempachersee mit
feinem Getränk laden gratis zum
Verweilen ein. Zusätzliche musikalische Unterhaltung ist mit der
Bourbon Street Jazz-Band und der
Jazz-Tube-Band garantiert, und
für die Kinder steht «Spiel und
Spass» im ulrich-Kinderparadies
auf dem Programm.
Jubiläumsgeschenk mit
Jubiläumswettbewerb
Das Möbelhaus Ulrich gewährt allen Kunden 10 Prozent Hausrabatt und 5 Prozent als zusätzliches Jubiläumsgeschenk. Dies
nebst gratis Beratung, Lieferung,
Montage und Entsorgung durch
freundliches Fachpersonal. Beim
grossen Jubiläumswettbewerb
warten als Hauptpreis ein Toyota
Aygo im Wert von Fr. 16 990.–, ein
Wheeler-E-Bike von Fr. 5000.– und
ein Wheeler-Mountainbike von
Fr. 3500.– auf die Gewinner.
ulrich
Erlebnis Wohnen
Kottenstrasse 2
6210 Sursee
041 925 86 86
www.ulrichwohnen.ch.
Mit zwei Drehsitzen und leicht verstellbaren Relax-Funktionen bietet das
Sofa Roro von Brühl einmaligen Sitz- und Liegekomfort. Zu besichtigen
bei ulrich Erlebnis Wohnen in Sursee.
Flexible Hallen- und Zeltsysteme mit kurzer Bauzeit
Professioneller und flexibler
Schutz gegen Nässe und Kälte
– Rolltore, Zelte, Hallen usw.
Wenn die Tage kürzer werden und
der Wind wieder kälter wird, bieten sich die Produkte von Bieri
Tenta AG zum Schutz gegen Wettereinflüsse an. Neben grossen Lagerzelten, Rolltore, Hüllen und
Abdeckungen bietet Bieri Tenta
AG auch textile Hallen an. Die frei
gespannten Konstruktionen von
8 bis 80 Meter Spannweite und
Traufenhöhen von 4 bis 10 Meter
zeichnen sich nicht nur durch ihren schnellen und kostengünstigen
Aufbau aus, «sondern auch durch
die mobile, stützenfreie Konstruktion sowie die Lichtdurchlässigkeit der extrem reissfesten textilen Bespannung», sagt Reto Marzer, Bereichsleiter Techtex bei der
Bieri Tenta AG. Dank der hohen
Helles Arbeitsklima dank textiler Membrane.
Traufenhöhe von vier bis zehn Meter möglich.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
Lichtdurchlässigkeit weisen die
Hallen ein sehr helles und freundliches Arbeitsklima auf. Problemloses Bewirtschaften mit Kippern
und Radladern ist in den textilen
Hallen dank der stützenfreien Konstruktion möglich. Deshalb eignen sie sich besonders als Lagerhalle für Werkhöfe und dergleichen. Die Seitenwände können
wahlweise in textiler Folie oder
34
in Trapezblech-Ausführung geliefert werden. Im Innenbereich besteht die Möglichkeit einer individuellen Ausgestaltung mit textilen Trennwänden, Rolltoren und
Vorhängen von Bieri. Mehr dazu
unter:
www.bieri.ch | Industrie/Gewerbe | Hallen / Zelte
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Was? Wann? Wo?
GEWERBEKALENDER
LUZERN
Zentralvorstand Gewerbeverband
Mi, 16. Oktober, 14 Uhr, Neuenkirch.
Mi, 13. November, 13.30 Uhr, Luzern.
Mi, 11. Dezember, 14 Uhr, Luzern.
Gewerbepolitisches Forum (GPF)
Do, 14. November, 10 Uhr, Luzern, Gewerbeverband.
Delegiertenversammlung Gewerbeverband
Mi, 14. Mai 2014, 15 Uhr, Rickenbach.
Mi, 6. Mai 2015, 15 Uhr, Menznau.
Unternehmer-Impulse 2013
Der Wirtschaftsanlass für Gewerbeverbandsmitglieder.
Mo, 14. Oktober, 18 Uhr, Stadthalle, Sempach.
Gastreferent: Bundesrat J. N. Schneider-Ammann.
Luzerner Gewerbekammer (LGK)
Mi, 16. Oktober, 17 Uhr, Neuenkirch.
Präsidentenkonferenzen
Alle Gewerbevereine und Berufsverbände
Do, 7. November, ZEBI, Luzern, mit Mittagessen.
Gewerbevereine (GV)
Region 1 (Wahlkreise 1, 2, 3)
Di, 28. Januar 2014, 10-12 Uhr, Luzern.
Region 2 (Region Sempach/Sursee, WolhusenWerthenstein)
Do, 30. Januar 2014, 10–12 Uhr, Neuenkirch.
Region 3 (Entlebuch)
Di, 4. Februar 2014, 10–12 Uhr, Entlebuch.
Region 4 (Region Willisau, Unteres Wiggertal)
Do, 6. Februar 2014, 10–12 Uhr, Menznau.
Region 5 (Region Seetal)
Di, 11. Februar 2014, 10-12 Uhr, Hochdorf.
Neue Präsidenten GV und BV
Mi, 13. November, 17 Uhr, Luzern.
Gewerbegruppe Kantonsrat
Mi, 16. Oktober, 17 Uhr, Luz. Gewerbek., Neuenkirch.
Büro
Mo, 28. Oktober, 11.30 Uhr, AAL, Luzern.
Mo, 2. Dezember, 11.30 Uhr, AAL, Luzern.
Gewerbevereine / Gewerbeausstellungen
Gewerbeverein Adligenswil
Fr – So, 9.–11. Mai 2014, Gewerbeausstellung «LokalGenial», Schulanlage Obmatt, Adligenswil.
Gewerbeverein Ballwil-Hohenrain
Im Oktober, Herbstausflug.
Im Dezember, Chlauseinzug mit Gratisgetränk.
Im Januar 2014, Januar-Seminar.
Gewerbe Rontal kmu Buchrain-Perlen
Do, 17. Oktober, 3. Gwärbler-Höck.
Mi, 27. November, Laternen-Weihnachtsanlass.
Fr, 10. Januar 2014, Neujahrsapéro.
Gewerbeverein Buttisholz
Sa, 30. November, Chlausmärt, Parkplatz Bucher.
Sa, 30. November, Chlausessen.
So, 1. Dezember, Chlauseinzug, Dorf, Buttisholz.
Fr, 11. April 2014, Generalversammlung, Buttisholz.
Gewerbe Rontal kmu Ebikon u. Umgebung
Do, 24. Oktober, 18 Uhr, Vesperbrot.
Mi, 30. Okt., 18.30 Uhr, Information und Podium
«Vom Verkehrssünder zum Kriminellen», Alters- und
Pflegeheim Höchweid, Ebikon.
GEWERBE LUZERN, Oktober 2013
35
Gewerbeverein Ettiswil-Alberswil-Kottwil
Im Dezember, Adventskerzen stellen.
Im Januar 2014, Jassen.
Im März 2014, Generalversammlung.
Gewerbeverein Grosswangen
Fr – So, 4.– 6. April 2014, Gewerbeausstellung.
Gewerbe und Industrie Hasle
Fr – So, 25. – 27. April 2014, Gewerbeausstellung «eine
runde Sache», Schulhausareal Hasle.
Gwärb Hochdorf
Je 1. Do / Mt., 9 – 10 Uhr, Rest. Märtstube, Hochdorf.
Mi, 20. November, Herbstmarkt.
Do, 9. Januar 2014, Seetal Award.
Do, 20. März 2014, Generalversammlung.
Gewerbeverband Kriens
Fr – So, 6.– 8. Dezember, Weihnachtsmarkt, Kriens.
Wirtschaftsverband Stadt Luzern
Je 1. Do / Monat, 7 Uhr, Gipfeltreffen, Schweizerhof.
Gewerbeverein Nebikon-Altishofen GVNA
Fr– So, 11.– 13. Oktober, Gewerbeausstellung, Mehrzweckhalle und Zelte, Nebikon.
Gewerbeverein Ruswil
Fr– So, 23. – 25. Oktober 2015, Gewerbeausstellung.
Region Sursee
Do – So, 24.– 27. Oktober, SURWA,
Warenausstellung, Stadthalle Sursee.
Sa, 23. November, Eröffnung Chalet Edelweiss.
Sa, 7. Dezember, Chlaushöck Gewerbe Region Sursee,
Verleihung Mensch Sursee.
Mi, 11. Juni 2014, Generalversammlung Gewerbe
Region Sursee.
Gewerbeverein Wauwil-Egolzwil
Mi, 19. März 2014, Generalversammlung.
Willisauer Gewerbe
Do – So, 6. – 9. November 2014, Gewerbeausstellung,
Gelände Festhalle Willisau.
Berufsverbände
sia zentralschweiz
Mi, 13. November, 18 Uhr, Generalversammlung.
KMU-Frauen
Schule für die Geschäftsfrau, Lehrg. 2013 / 2014
22. 8. 2013 – 3. 4. 2014, jeweils Do, 8.30 –12 Uhr.
(31.10. 2013 und 3. 4. 2014 ganzer Tag.) Kein Unterricht während der Schulferien.
Zertifikatsübergabe: DV Gewerbeverband, 14. Mai 2014.
Do, 22. Mai 2014, Informationsabend, Campus Sursee.
Messen / Veranstaltungen
KMU – update:
– «Gefordert als Unternehmer/in und Mensch»
Mo, 28. Oktober, 4. u. 18. November, 18–21.45, Sursee.
Kosten: Fr. 650.–, 10% Rabatt für Mitglieder Gewerbeverband Kanton Luzern.
Synergy 2013 Anlass Schweizer KMU-Wirtschaft
Mi, 30. Oktober, 17 Uhr, Kursaal Bern.
Energie-Apéros Luzern 2013
Mo, 4. November, 17.30 –19 Uhr, Effizienz von Rechenzentren und Luft/Wasser-Wärmepumpen, Luzern,
Bahnhof-Rest., Aula, 1. OG.
ZEBI, Zentralschweizer Bildungsmesse
Do – Di, 7. – 12. November, 9 – 17 Uhr, Messe Luzern.
25. Internat. Europa-Forum
Mo, 11. November, Herbst-Forum 2013 «Swiss Images»
ab 12 Uhr Symposium, Anmeldung erforderlich
18.40 – 20.30 Uhr Öffentliche Veranstaltung.
Hochschule Luzern Technik und Architektur
Fr, 15. November, 16.30 Uhr, Abend der Wirtschaft,
«Mehr Energieeffizienz: wie weiter? Energieeffizienz –
Simulation – Bionik», Horw.
light & sound
So – Di, 19.– 21. Oktober 2014, Messe für Veranstaltungs- und Medientechnik, Messe Luzern.
P01398_Gewerbe_Luzern_Okt_2013 09.10.13 09:40 Seite 36
„Marschhalt“ oder die Ausrichtung auf das Wesentliche ...
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Xaver Allgäuer
Master of Business Excellence MAS,
Mediator SDM-FSM, Sicherheitsfachmann EKAS, Business Risikomanager,
Coach für Leadership, CAS
„Als Coach und Moderator begleiten unsere
Spezialisten die Führungskräfte Ihres KMU bei
*K@TRTQRHSYTMFDM(GQD$MSRBGDHCTMFRjMCTMF
wird somit von einer externen Sichtweise mit
neuen Perspektiven ergänzt. Das hat für die
Gestaltung des Unternehmens eine wesentliche
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