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Ausblick 2007 Ja, liebe Freunde, was haben wir in - Bellersen

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Ausblick 2007
Ja, liebe Freunde, was haben wir in diesem Jahr eigentlich vor? Letztes Jahr hab
ich an dieser Stelle gesagt: etwas kürzer treten.
Ich denke, unsere Projekte machen Mut, unser Bündnis gibt Kraft. Engagieren wir
uns also weiter für unser Dorf - der eine vielleicht finanziell, der andere mit
Ratschlägen, der dritte mit Taten. Wir alle wissen, nur wer sich engagiert, hat die
Möglichkeit Dinge zu gestalten. Erfolg beruht allerdings auf harter Arbeit. Erfolg
setzt voraus, dass wir unseren eigenen Weg gehen. Gut, dass auf unser Basislager,
auf unser Bündnis Bellersen Verlass ist.
Liebe Freunde, ich hab schon öfters gefragt, ist es nicht allmählich an der Zeit,
dass wir uns endlich mal auf dem Erreichten ausruhen? Ist unsere Scheune nicht
voll genug? Ich finde, um uns herum ist in den letzten Jahren viel gewachsen, sind
viele Menschen aufgeblüht. Es ist aber immer noch der Samen, der behütet werden
will.
Ja, wie soll unser Drehbuch 2007 aussehen? Wie wollen wir mit unserem gemeinsamen Erbe umgehen?
Der Jahreskalender 2007 steht. Die Kernfragen sind immer die gleichen: Was ist
wertvoll, was ist nützlich für Bellersen?
Folgende Projekte sind geplant:
Tier-Erlebnispfad
Tobias Markus und Bernd Feldmann haben sich bereit erklärt, das Projekt zu
koordinieren. Wir werden augenblicklich von Birte Brand aus Hagedorn betreut. Sie studiert im 8. Semester Landschaftsentwicklung an der FH Osnabrück, macht gerade ihr zweites Praxissemester bei Bioplan und arbeitet an ihrer Diplomarbeit. Sie beschäftigt sich mit den aktuellen touristischen Angeboten
und der Entwicklung in Nieheim, Vörden und Bellersen. Sie möchte herausfinden, wo besser kooperiert, was noch optimiert werden kann. Außerdem will sie
etwa zwei Monate lang die Gäste hier in Bellersen befragen.
Der Winkelhannes – Von meiner Seite nur soviel: die erforderlichen Finanzen,
immerhin 27.000 Euro, habe ich zusammen. War zwar nicht einfach. Dennoch
bin ich über die große Hilfe erstaunt und erfreut. Der Start hat sich leider verschoben. Geplant war die Uraufführung bereits jetzt im Frühjahr. Nunmehr
soll’s im Herbst losgehen. Horst wird gleich noch ein paar Worte sagen.
@Rundbank am Kirchplatz
- Die Stadt wollte Kontakt zum KolpingBildungswerk aufnehmen. Hat’s vergessen. Ich hab mich erst im Dezember eingeschaltet und letzte Woche noch mal nachgehakt. Klappt vermutlich erst im
Herbst.
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Vogelschutzaktion mit dem NABU, uzw. kommenden Samstag mit Theo Elberich aus Born, etwa 40 Nistkästen und 30 Wildbienenhotels.
Es gibt eine Ideenskizze zum Dorfmuseum. Dr. Martin Wörner aus Münster,
ein Museumsprofi, Schwiegersohn von Helmut Heuchel, der das Bundswehrmuseum in Dresden konzipiert hat und vielleicht auch den Auftrag für das
Deutsche Fußballmuseum bekommt, hat im November einen Maßnahmenkatalog erstellt, um schon mit wenigen gezielten Mitteln nicht nur die Attraktivität
des Dorfmuseums zu steigern. Wenn wir uns mal umschauen, was allein für
Nebenevents in anderen Museen stattfinden, dann kann ich nur sagen, ein Pressehinweis allein auf die Öffnungszeiten reicht nicht mehr. Die Stadt Brakel hat
entsprechende Haushaltsmittel genehmigt, ist auch bereit, Personal für die Umsetzung abzustellen. Horsts Terminkalender ist allerdings dermaßen voll, dass
eine Inangriffnahme wohl noch sehr weit entfernt ist.
Glasskulptur v. Inge Heuchel – Näheres gleich von Inge Heuchel.
Pflege der Obstbäume – wie wär’s mit Patenschaften? Kontaktaufnahme mit
Kreis Höxter, mit Gerd Lüke, mit Uli Wycisk.
Teilnahme beim diesjährigen Landesfest in Paderborn am 24./25.08. – Näheres
gleich von Horst.
Ein WDR-Team möchte einen Sketch-Comedy-Bericht über Bellersen erstellen.
Vielleicht hat schon jemand von Euch die „Onkel Fisch auffem Dorf“ mit dem
Kölner Comedie Duo Onkel Fisch gesehen. Der WDR sucht attraktive, engagierte Dörfern in NRW, in denen Dorfbewohner und insbesondere die Vereine
mitmachen. Das Kölner Duo käme mit einem Kameramann, schaut sich das Dorf
an, überlegt, was man machen könnte und verabredet sich mit den Vereinen.
Das Dorf werde auf keinen Fall auf den Arm genommen. Im Vordergrund stünden Humor und Spaß. Gedreht wird von Juni bis September. Jede Woche
kommt dann eine halbstündige Reportage.
Der Gewerbeverein hat in diesem Jahr wieder viel vor. In Kooperation mit der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis ist im Mai ein großer Motorradtreff geplant. Unsere Region ist auch eine Motorradregion. Von uns aus geht’s
also nach einem gemeinsamen Frühstück auf zu den schönsten Touren zwischen
Teutoburger Wald und Weserbergland. Und auch der Bellerser Erlebnismarkt
am 18. und 19.08. dreht sich im Wesentlichen um Motorräder und Biker. Es
wird eine Vielzahl von Clubs und Bikern erwartet.
Dorfaktionstag am kommenden Samstag
Koordinator sind Alfons und Wolfgang. Dazu wird Alfons gleich noch ein paar
Worte sagen. Der ein oder andere wird sich noch an Pelzers Geschichte über
das Verhalten von Wildgänsen erinnern. Ich möchte sie noch mal wiedergeben:
von den Wildgänsen können wir vieles lernen. Wissenschaftler haben herausgefunden, jeder Flügelschlag schafft Aufwind, den der nachfolgende Vogel nutzt.
Wenn Gänse in Formation fliegen, vergrößert sich ihre Flugleistung im Vergleich zur Reichweite eines einzelnen Vogels um mehr als 70 Prozent. Daraus
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Ausblick 2007
können wir lernen, dass Menschen, die das gleiche Ziel haben, dies schneller
und leichter erreichen, wenn sie sich gegenseitig nach Kräften unterstützen.
Macht also beim Formationsflug am Samstag bitte mit, mit Tat, mit Rat, mit
Spenden.
Die Wanderwege vor allem am Strickberg will der Reit- und Fahrverein wieder
instandsetzen. Ich hab im Winter bereits mit Werner Winkelhan und Friedhelm
Spieker gesprochen. Um die vor allem durch die Holzrückarbeiten arg beeinträchtigten Wege kümmert sich natürlich erst mal Werner Winkelhan.
Auch Erzbischof Becker hat Einsicht mit Bellersen. Der schönste Teil unseres Dorfes, wie in der Presse stand, die Kirche, soll restauriert und in ein Schmuckstück
umgewandelt werden.
Ein persönliches Dankeschön:
an Hans und Michael Meißner. Lieber Hans, lieber Michael, Ihr bei spendet
uns seit Jahren die Getränke und Backwaren. Vielen Dank im Namen aller.
Ich danke den vielen Opern-Sponsoren, den privaten Destille-Kreditgebern.
Allen Helfern noch einmal ein ganz herzliches Danke! Den ein oder anderen
sehen wir gleich noch.
Ein ganz dickes Danke allen Bündnispartnern. - Ich danke meinen Vorstandskollegen für das erfolgreiche Miteinander. - Hervorheben möchte ich natürlich
Horst, unseren berühmten Botschafter und Buchautor, der das ganze Jahr als
Nomade unterwegs ist.
Ein Danke auch unserem Bezirksausschussvorsitzenden Norbert Markus und
unserem Bezirksverwaltungsstellenleiter Helmut Hasenbein. Norbert, Helmut,
Ihr beide habt wieder viel Positives für uns alle erreicht.
Ein Danke unseren Brennmeistern, unseren drei Altmeistern Josef Backhaus,
Josef Bannenberg und Gerhard Wiedemeier sowie dem Jungmeisterquartett Erich, Hans, Rudi und Wilfried.
Ein Danke unserem Webmaster Hubertus Höke. Unsere Webseite haben in diesem Monat täglich durchschnittlich 324 neue Besucher geöffnet. Für die vergangenen zwölf Monate stehen 95.340 Besucher zu Buche. Hubertus ist gerade
dabei, ein neues System einzusetzen, CMS. Er sucht und benötigt dringend
Verstärkung. Auch in seinem Namen bitte ich noch mal an etwas mehr Eigeninitiative der Vereine.
Auch die Kooperation mit der Stadt Brakel hat letztes Jahr wieder hervorragend
geklappt.
Eine Danke geht an die Gärtnerei Brinkmann, die die Blumen für die Begrüßungstafeln an den Dorfeingängen gestiftet hat. Lob und Dank auch an unseren
Gärtner Bernhard Krake. Lieber Bernhard, ohne Deine glücklichen Hände wären die Dorfeingänge doch sehr dröge.
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Ausblick 2007
Liebe Inge Heuchel, auch Dir ein herzliches Danke für Deine Gastfreundschaft
und für den immer offenen Kreativhof bei Gästeführungen.
Was ist das Ziel des Heimat- und Verkehrsvereins? Ich könnte auch fragen, was ist
das Ziel deines Lebens? Ich denke, jeder hat seine eigene Antwort? Wenn wir über den Tellerrand schauen, da ist zunächst der berechtigte Optimismus. International gilt Deutschland längst als einer der Globalisierungsgewinner. Die Nachbarn
blicken mit Bewunderung auf Deutschland. Dennoch ist da ein Alarmruf. Kann uns
der Klimawandel hier in Bellersen eigentlich egal sein? Hinter dem UN-Bericht
stehen immerhin weit über 1.000 Experten. Mag der Streit, ob es sich hier um Politik oder um Wissenschaft handelt, andauern. Experten behaupten, allein der
Mensch ist schuld, weil er so viel CO2 in die Luft bläst. Es gibt aber auch Forscher, die die Erwärmung der letzten 100 Jahre um 0,74 Grad als Teil eines natürlichen Klimazyklus interpretieren.
Ich denke, wir alle sind zur Energieeffizienz aufgefordert. Akzeptieren wir die
Entwicklung alternativer Energien. Ob bis zum Jahre 2050 wirklich 70 Prozent unseres gesamten Stroms und unserer Wärme aus erneuerbaren Energien gewonnen
wird, ich weiß es nicht. Ich beteilige mich auch nicht an Spekulationen, wann Bellersen verwüsten oder im Meer versinken wird.
Liebe Freunde, lassen wir die Kirche im Dorf. Bemühen wir uns auch in diesem
Jahr gemeinsam, unser Leitbild „Natur und Kultur auf dem Dorf“ verantwortungsvoll und gezielt umweltbewusst zu leben. Fängt nicht jede Veränderung bei uns
selbst an? Vielleicht verzichten wir beim Weg zum Bäcker, beim Sportplatzbesuch
aufs Auto. Ich glaube, neue Bäume brauchen wir hier nicht mehr zu pflanzen. Die
Jahrhundertaufgabe Klimaschutz wird nicht nur eine Last sein, sie soll vielmehr die
Jahrhundertchance überhaupt sein. Seien wir doch optimistisch. Glauben wir den
Prognosen, dass die nächste Generation eindeutiger Gewinner sein wird. Die ganze
Welt soll ein nie dagewesenes Umstrukturierungsprogramm erleben.
Zur Bellerser Infrastruktur: unsere Infrastruktur werden wir ohne die früher mal
selbstverständliche Nachbarschaftshilfe, ohne Nachbarschaftsverantwortung nicht
halten können. Wenn wir weiterhin den Discounter, die Internetbank dem heimischen Unternehmer vorziehen, wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn weitere
heimische Betriebe aufgeben. Warum sollen Bellerser Betriebe überhaupt investieren, wenn wir einen großen Bogen um sie machen?
Der Anspruchsbürger will immer mehr, auch in Bellersen: mehr Zuschüsse, mehr
Freizeit, mehr Lebensqualität, bessere Wanderwege und und und. Er mäkelt an
vielem herum. Aber mal Ansprüche an sich selbst stellen, selbst mal Verantwortung übernehmen - nein danke! Ich bin doch nicht die Hure. Ich opfere doch nicht
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meine Freizeit, meine Kraft für gesellschaftliche Verantwortung! Es sind doch genug andere da!
Liebe Freunde, der Wohlstandsstaat ist längst gestorben. Dennoch, gibt es nicht
reichlich Wohlfahrtsgewinn um uns herum? Der Wille zu guten Taten ist ja da, sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Unternehmern.
Aber, obwohl Bellersen gut positioniert ist, mir wird dennoch ein bisschen bange
um unsere ländliche Region. Wir sind auch dieses Jahr gefordert, nicht nur unsern
Hintern zu bewegen, sondern mit Qualität zu überzeugen. Warum?
1. Unser Kreis hat mit 128 Einwohnern pro km² die geringste Einwohnerdichte in
NRW. Der Durchschnitt liegt bei 530 Einwohnern. – Wir, die ländliche Region, wir laufen Gefahr, vergessen zu werden. Wenn ich nur an das FUTOURProjekt mit den vielen guten Ideen denke. Die Umsetzung allein ehrenamtlich
schultern, das geht nicht.
2. Im Kreis Höxter ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten
von 1995 bis 2005 um rd. 5.000 auf 37.000 gesunken.
3. Die Zahl der Schüler in der Altersklasse von 6 bis unter 10 geht im Kreis von
2005 bis 2012 von 7.203 auf 5.685 zurück.
4. Die Zahl der Einwohner im Kreis schrumpft von 2003 bis 2020 um rd. 5.000
auf rd. 150.000.
5. Die größte Herausforderung aber ist das Anwachsen der über 80jährigen um 58
% bis zum Jahre 2020. Und fest steht auch, dass die Quote der Kinder im
Schulalter im Kreis Höxter um 26 % zurückgeht. In Bellersen sind 1995 und
1998 ganze zwei, 2003 ganz drei Kinder geboren. Warum in 2002 nur ein Kind
das Licht der Welt erblickt hat, ich kenne die Gründe nicht.
6. Augenblicklich zeichnet sich eine Trendumkehr, eine Landflucht ab. Ich verweise auf ein kürzliches Interview mit Hennig Scherf in der NW. Die Schlagzeile: In der Stadt wird man am besten alt. Ja, angeblich kann man in der Stadt
schneller näher zusammenrücken als hier in unsere Einsiedelei. Die große
Chance für Stadtpolitik. Wo bleibt, was ist unsere Antwort, unsere Alternative?
Liebe Freunde, was haben uns eigentlich das Sommer- und das Wintermärchen
gelehrt? Unsere Fußball- und unsere Handballmannschaft, das waren nicht nur
Einheiten, das waren verschworene Gemeinschaften. Das unbedingte Miteinander,
der unbedingte Siegeswille, die hundertprozentige Identifizierung mit dem großen
Ziel, das hat beide Mannschaften geprägt. Diese Eigenschaften haben auch den
Heimat- und Verkehrsverein, haben das Bündnis Bellersen stark gemacht. Ich bin
zuversichtlich. Auch in Bellersen ist reichlich emotionaler Aufschwung, ist reichlich Optimismus vorhanden. Ich denke, das ist der richtige Samen für unsere Jugend, für unsere Zukunft. Ich rufe Euch alle auf, tut Euer Mögliches, dass Beller5
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sen weiterhin ein erfolgreiches und attraktives Dorf bleibt. Unser wichtigster Rohstoff ist und bleibt nun mal die Bereitschaft zum Mitmachen.
Ein ganz mutiges Signal, eine Bereicherung der ländlichen Region, ist die morgige
Eröffnung des Cafés Hinkelstein. Birgit und Johannes Rasche haben ein weiteres
Alleinstellungsmerkmal nach Bellersen geholt. Ich denke, unsere touristischen Projekte, unsere landschaftliche Schönheit, das ist nicht nur Lebensqualität, das ist
nicht nur Zukunft für Bellersen, das ist auch Zukunft für Gäste und Städter. Ich
finde, wer in seine Heimat investiert, liebe Freunde, der investiert auch in die Zukunft. Ich habe großen Respekt für den Unternehmermut von Birgit und Johannes
Rasche. Honorieren wir ihn auch gebührend.
Mein Fazit: 2006 - das war einmal mehr ein phantastisches Jahr! - Freuen wir uns
auf 2007, auf einen schönen Frühling, auf die morgige Eröffnung vom Hinkelstein.
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