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Gottesdienst, So. 15. Juni 2014 Gottes Wege gehen: Sehen, was der

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Gottesdienst, So. 15. Juni 2014
Gottes Wege gehen:
Sehen, was der Hl. Geist tut
Lass mich deine Wege erkennen, damit ich dich erkenne und Gunst finde in deinen Augen!
2. Mose 33, 13
Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm für deine Brüder … diese zehn Brote und bringe sie eilends ins Lager zu deinen
Brüdern … und sieh nach deinen Brüdern, ob es ihnen gut geht, und bringe auch ein Unterpfand von ihnen mit. … Da machte sich
David früh am Morgen auf und … kam hin und fragte seine Brüder, ob es ihnen gut gehe. …da kam herauf der Riese mit Namen
Goliat, der Philister von Gat, von dem Heer der Philister und redete dieselben Worte, und David hörte es. … Da sprach David …:
Was wird man dem geben, der diesen Philister erschlägt und die Schande von Israel abwendet? … Und … Eliab, sein ältester
Bruder … wurde er zornig … Du bist nur gekommen, um dem Kampf zuzusehen. … Und er wandte sich von ihm zu einem andern
… Und sie … brachten es vor Saul, und er liess ihn holen. Und David sprach zu Saul: Seinetwegen lasse keiner den Mut sinken;
dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen. Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen, … denn du bist
zu jung … Und David gürtete Sauls Schwert über seine Rüstung und mühte sich vergeblich, damit zu gehen … und nahm seinen
Stab in die Hand und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Köcher diente, und nahm
die Schleuder in die Hand und ging dem Philister entgegen.
1. Samuel 17
Thema: Das Werk des Hl. Geistes
Weshalb ist David in der Lage, Goliath zu erschlagen? Es gibt einen Grund: David kann wahrnehmen, was Gottes Geist tun will.
Dann folgt er ihm und tut, was er den Geist tun sieht. Weshalb kann David das? Wie können wir das heute tun? Ich habe mich beim
Pfingstkongress gefragt, was bei Bill und Beni Johnson anders ist als bei uns? Es ist wohl genau dieser Unterschied: Sie können
besser als wir sehen, was der Hl. Geist jetzt tun will. Das ist der Grund, weshalb Leute geheilt werden, wenn Bill Johnson einen
Aufruf macht. Er kann sehen, was der Hl. Geist jetzt tun will. Wenn man sieht oder hört, dass der Hl. Geist jetzt Asthma heilen will,
ist es nicht mehr schwer zu sagen: Jesus heilt jetzt Leute mit Asthma!
Um Gottes Wege gehen zu können, muss man die Wege des Hl. Geistes real erkennen und gehen können. Vielleicht geht es euch
wie mir: Wir haben schon so viele Predigten und Referate gehört, so viele Bücher gelesen über das Wirken des Hl. Geistes. Was
wir jetzt brauchen, sind nicht noch mehr Kochbücher. Wie wollen diese Menus selber kochen und essen! Jesus nachzufolgen und
mit dem Hl. Geist zu gehen ist nur interessant, wenn man es im eigenen Leben anwendet.
Wisst ihr wie aus dem unscheinbaren Hirtenbuben der Mann nach dem Herzen Gottes geworden ist, der gewaltige
Herausforderungen gemeistert hat? Genau dadurch - und nur dadurch - dass er schon als Teenager gelernt hat, mit dem Hl. Geist
zu gehen! Deshalb können wir von David so viel lernen:
I. Die Rampe zu einem Leben mit dem Hl. Geist
Es gibt eine Türe, einen Zugang, eine Rampe zum Leben mit dem Hl. Geist. Es ist wie ein Durchgang, eine Passage in ein Flugzeug,
durch die wir in ein Leben unter der Führung des Hl. Geistes gehen können - wie David. Dieser Durchgang besteht darin, sich den
realen, grossen Herausforderungen unseres eigenen Lebens zu stellen in der Beziehung zu Gott. Offenbar hat das David schon als
Jüngling, als Teenager getan, indem er die Schafe seines Vater gegen Wildtiere mit Gottes Hilfe verteidigt hat. Auffallend ist, dass
David ausdrücklich sagt, dass er das in der Kraft von Gott und nicht in eigener Kraft getan hat: "Der Herr, der mich aus den Klauen des
Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten."
Verborgen und alltäglich:
Dieser Durchgang, diese Rampe zum Hl. Geist ist wie der Schrank in den Narniageschichten von C.S. Lewis. Man kann nur durch
diesen Kleiderschrank in das Wunderland Narnia kommen. Man kann nur über diese Rampe in das Zusammenspiel mit dem Hl. Geist
kommen. Und diese Rampe bauen wir, indem wir unsere grossen Herausforderungen in Verbindung bringen mit dem verborgenen
Leben mit Gott. Es gibt keinen anderen Weg. David führte ein ausgeprägtes verborgenes Leben mit Gott. Dieses Gebetsleben bestand
genau in dieser Verbindung seiner Herausforderungen mit dem Vertrauen zu Gott. Deshalb sind die Psalmen Davids so lebensnah und
so nahe bei Gott. Über diese Rampe, diese Freundschaft und vertraute Nähe zu Gott konnte David im Alltagsleben sehen, was Gottes
Geist tun will und ihm folgen. Die Herausforderungen und Probleme des Alltags wiederum trennte David nicht von seiner Beziehung zu
Gott. Wie wir aus den Psalmen sehen, waren sie offensichtlich die Dinge, die er in seinen Gebeten bewegte, bis sie erledigt waren und
er wieder Frieden und Kraft aus Gott bekam. Wie ein Segelschiff einen tiefen und schweren Kiel braucht, wächst auch bei uns heute
durch ein verborgenes Leben mit Gott die Fähigkeit, im Alltag erkennen zu können, was der Hl. Geist tun will.
Kampf mit der Migräne
Susanne und ich sind immer wieder mit der Migräne von Susanne konfrontiert. Vor paar Wochen hatte Susanne schon das ganze
Gottes Wege gehen: Sehen, was der Hl. Geist tut
WE die Migräne immer wieder zurückgewiesen und damit gekämpft, keine Medikamente zu nehmen. Dann am Sonntagnachmittag
sagte ich: Jetzt machen wir uns nochmals eins. Wir haben gebetet und zu unserem Erstaunen verschwand das Kopfweh innerhalb
einer halben Stunde und kam nicht wieder, auch während der ganzen Landschulwoche und Schulreise nicht. Dann gestern Abend
an der Auswertungssitzung vom RG-WE war plötzlich starkes Kopfweh wieder da wie angeworfen. Susanne nahm dann Tabletten,
wir beteten und Susanne erlebte, was bei ihr sehr selten ist: Sie empfand, dass wie eine Hand da war, die dem Schmerz widerstand,
das Kopfweh verschwand und sie konnte gut schlafen.
Damit diese Passage zum Hl. Geist Priorität hat und Priorität behält, muss das Gebet der Ort sein, wo wir Ruhe, Trost, Erneuerung,
Erfüllung, Inspiration von unseren alltäglichen Herausforderungen und Nöten finden. Diese Verwobenheit von Alltagsleben und
Nähe zu Gott ist vielleicht d a s Kennzeichen von Menschen, die mit dem Hl. Geist unterwegs sind.
Gott bewältigt mein grosses Problem
Es gibt eine Tendenz, genau dem auszuweichen, sich mit dem abzufinden, was im Leben die grosse Herausforderung ist und dafür
immer zu sagen, dass Gott gut ist. Aber es ist nicht im Sinn des Hl. Geistes, immer zu betonen wie gut er ist, ohne zu erfahren, dass
er sooo gut ist, dass er mein grosses Problem lösen kann. Jesus ist nicht nur für die kleinen Probleme gestorben, sondern vor allem
für die grossen. Für die Goliaths. Es ist wichtig, dass mein Knie geheilt ist, aber mein grosses Problem sind die Hindernisse, die
mich von meiner Berufung abhalten!
Wohl die meisten Heilungs- und Wundergeschichten von Jesus handeln von den grossen Problemen dieser Leute: Die Frau am
Brunnen, Zachäus auf dem Baum, Bartimäus, die Tochter des Jairus, die Frau mit dem Blutfluss, der Gelähmte auf dem Dach, die
Aussätzigen, die Stillung des Sturms, der Gerasener, Jesus auf dem Berg der Verklärung, gar nicht zu reden von den
Totenauferweckungen! Wenn du tot bist, hast du nur noch ein Problem...
Ein sehr ermutigendes Buch für ein Leben mit dem Hl. Geist in den echten Herausforderungen ist "Wunder heute" von Sid Roth!
"Du musst realistisch sein!"
Vielleicht haben wir deshalb Mühe, mit dem Hl. Geist zu gehen, weil wir es nicht recht wagen, unsere grossen Herausforderungen
anzupacken. So ging es Abraham. Er glaubte zwar der Verheissung, dass er einen Sohn bekommen würde. Aber mit den Jahren
arrangierte er sich damit, dass er und Sarah keine Kinder bekommen konnten. Er sagte sich: Du musst realistisch sein! Dann kam
die Geschichte mit Hagar und Ismael. Dieser Satz: "Du musst realistisch sein!" ist eine der besten Lügen des Teufels. Das tönt so
gut und klingt fromm. Es suggeriert, dass die Beziehung zu Gott überhaupt nicht beeinträchtigt würde. Dabei bricht es ihr das
Genick. Man glaubt immer noch ganz an Gott - aber an einen menschenmöglichen Gott. Man sagt: Auch Christen kochen nur mit
Wasser (was eine Lüge ist!). Man hat den Sauerteig des Herodes und der Pharisäer geschluckt (Markus 8, 15). Das Ergebnis sind
menschliche Abbilder der göttlichen Verheissung (Ismaels). Wie ist es in deinem Leben? Wagst du es, dem Hl. Geist das Recht zu
geben, dir zu zeigen, wo du auf Kosten der menschlichen Realität vor dem Kampf mit deinem Goliath davongelaufen bist?
Wen liken wir?
Mit dem Hl. Geist gehen, heisst, den Goliath zu töten! Nicht mit ihm zu verhandeln. Sich nicht mit Gottes Hilfe mit ihm zu
arrangieren. Goliath muss weg, denn er ist die Macht der Sünde, der Krankheit, der Dämonen, des Todes in unserem eigenen
Leben. Wir müssen heute darauf achten, dass unser Leben von der Ähnlichkeit mit Saul wegkommt und David ähnlich wird. Heute
"likt" man ja alles (gut finden). Es ist wichtig zu merken, dass wir im Ernstfall eine grosse Tendenz haben, Saul zu liken. Saul kennt
Gottes Auftrag und Verheissung. Aber er wagt es nicht, sich der Herausforderung des Gehorsams zu stellen. Er bringt lieber Opfer
(1. Samuel 15, 22). Unserem menschlichen Denken ist es immer viel näher, Jesus in eigener Kraft nachzufolgen und sich
abzukrampfen, statt zu beten, auf Gott zu hören, die Ausgiessung des Hl. Geistes zu suchen, von Gott Weisheit und Kraft zu
empfangen. Dem Hl. Geist folgen, heisst David zu liken. Und David zu liken heisst, sich unerschrocken dem Kampf mit Goliath in der
Kraft des Geistes Gottes zu stellen.
Das Garagentor
Ich habe gerade selbst erlebt, wie ich lieber jahrelang sorge, als die Last Jesus abzugeben. Auch wenn das Beispiel nicht zu meinen
wirklichen Problemen gehört, hat es mich jahrelang belastet: Vor Jahren wurde unser Garagentor beschädigt, als wir mit dem
Anhänger samt Musikanlage drin herausfuhren und nicht merkten, dass das Tor nicht ganz offen war. Die Versicherung wollte den
Schaden nicht übernehmen. Ich (und andere auch) konnte mir nicht vorstellen, wie man diesen arg verkrümmten Eisenrahmen des
Tors ohne grossen Aufwand wieder grad machen könnte. Ich befürchtete schon, dass wir ein neues Tor kaufen müssten! Weil ich
es jeden Tag sehen musste, konnte ich es auch nicht verdrängen. So habe ich mich gesorgt und gesorgt und gesorgt. Ich habe den
Sorgen-Hund richtig gemästet! Dann wurden alle Garagentore unsere Überbauung abgeschliffen und neu gestrichen. Ich sagte dem
Verantwortlichen, dass wir vielleicht unser Garagentor ersetzen müssten und sie es besser noch nicht behandeln sollen. Gerhard
schaute sich die Sache an und am anderen Tag sagte er mir: Hast du gesehen? Mit einfachen Mitteln und einem Vorschlaghammer
ist es ihm gelungen, das verkrümmte Eisen wieder gerade zu machen. Es ist perfekt! Ich konnte es fast nicht glauben. Und ich war
so dumm, mich jahrelang zu sorgen, statt mit dem Hl. Geist zu gehen und diesen Goliath zu besiegen!
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Gottes Wege gehen: Sehen, was der Hl. Geist tut
Frage: Welche dieser Eigenschaften ist bei mir am schwächsten ausgeprägt und braucht jetzt besondere Investition?
2. Wo der Hl. Geist in meinem Leben handelt
Entscheidend ist zu merken, wo der Hl. Geist jetzt in meinem Leben dran ist und damit in Übereinstimmung zu kommen.
Trockenschwimmkurse mögen ungefährlich sein, aber sie machen uns nicht zu Schwimmern. Weil wir jetzt gesehen haben, dass
die Türe zu einem Leben mit dem Hl. Geist darin besteht, den Kampf mit den grossen Herausforderungen und Nöten im Leben
aufzunehmen, halten wir jetzt einen Moment inne. Ich schlage vor, dass alle die das wollen, jetzt dem Hl. Geist ausdrücklich die
Türe öffnen zu den eigentlichen Herausforderungen des Lebens. Das tun wir, indem wir ihm die Bewilligung geben, unsere grossen
Brocken anzupacken, um die wir bisher einen Bogen gemacht haben. Wir bitten den Herrn, dass er uns jetzt solche Dinge zeigt, die
uns vielleicht noch nicht bewusst sind.
Hier noch drei Lügen über Gott, die uns hindern, das Wirken des Geistes zu erkennen und ihm zu folgen:
- Das Ahas-Syndrom
König Ahas wollte aus falscher Ehrfurcht gegen Gott, ihn nicht um ein Zeichen bitten (Jesaja 7, 10ff). Jesaja tadelte den König und
sagte ihm, er mache nicht nur Gott, sondern auch Menschen müde. So ist es auch mit unserer heutigen Scheu, Gott um sein
Eingreifen zu bitten und zu erwarten, dass er handelt. Wir können das Wirken des Hl. Geistes nicht erleben, wenn wir nicht von uns
aus damit rechnen und aktiv werden.
- Die "Gott allein - Lüge"
Viele meinen heute, nur Gott können grosse Dinge tun und wir dürften uns da nicht einmischen. Die Geschichte des Sieges über
Goliath zeigt das Gegenteil: Gott wartet auf unsere Partnerschaft für sein Wirken. Gott hat sich entschieden, in Partnerschaft mit
uns, durch das Wirken des Hl. Geistes in uns Krankheiten zu heilen, Zeichen und Wunder zu wirken, grosse Dinge zu tun. Hätte
David gedacht, nur Gott könne den Goliath besiegen, wäre gar nichts geschehen.
- Die Leistungslüge
Viele vernachlässigen das Gebet und Bibellesen, weil man nichts leisten muss, um von Gott angenommen zu sein. In der Tat nimmt
uns Gott allein aus Liebe an. Beim Gebet geht es aber nicht um eine Leistung, sondern um die Pflege der Beziehung zu Gott, die wir
brauchen, um ihm nahe zu sein und zu erkennen, was er tun will. Wir brauchen das Gebet als Liebesbeziehung zu Gott, um
innerlich ernährt, getröstet, aufgebaut zu werden und es gibt nichts, das wichtiger wäre, als diese Beziehungspflege mit Gott.
Frage: Was frage ich den Hl. Geist jetzt und was antwortet er mir?
3. Acht Schritte
In dieser Goliath-Geschichte lässt sich gut nachvollziehen, was der Hl. Geist tut. Wie er vorgeht. Was ihm wichtig ist. Es sind acht
Schritte erkennbar. Durch sie lernen wir in unserem Alltag, den Hl. Geist am Werk zu sehen und ihm zu folgen:
1. Er ist beauftragt vom Vater (V. 17f)
Der Hl. Geist ist beauftragt und ausgerüstet vom Vater im Himmel. Er bringt uns das lebendige Wort (Jesus; Nahrung), er erforscht
unseren Zustand (Frieden, Unversehrtheit), er ist die lebendige Verbindung zum Vater (Unterpfand, 2. Korinther 1, 22par). Wie für
Jesus auf der Erde ist auch für uns die Gegenwart und Kraft des Hl. Geistes entscheidend. Deshalb ist nichts wichtiger, als dass wir
in der Freundschaft und Partnerschaft mit ihm wachsen und wir immer besser verstehen und sehen, was er tun will.
2. Er sucht unser Wohlergehen (V. 22)
Ganz wichtig: Der Hl. Geist sucht immer zuerst uns, unser Wohlergehen. Obschon es die Geschichte des Kampfes mit Goliath ist,
fällt auf, wie sehr sich David für das Wohlergehen seiner Brüder interessiert. Der Vater hat ihm aufgetragen, sich nach dem
Wohlergehen seiner Brüder zu erkundigen und ein Lebenszeichen (Unterpfand) von ihnen mitzubringen. Uns ist gar nicht bewusst,
wie sehr sich der Hl. Geist für das Wohlergehen (Schalom: Friede, Unversehrtheit, Wohlergehen) der Menschen interessiert. Gott ist
ein Beziehungsgott und er ist Liebe. Niemand kann das Wirken des Hl. Geistes zu erleben und erkennen, ohne sich um sein eigenes
Wohlergehen und das der anderen Menschen zu kümmern. Damit der Hl. Geist in uns wohnen und auf uns ruhen kann wie eine
Taube, muss Unruhe, Stress, Druck und Last verschwinden. Wie? Durch IHN! Das Erste, was Jesus seinen Jüngern nach der
Auferstehung zugesprochen hat, war der göttliche Friede. Sie waren so gestresst, eingeschüchtert und verängstigt gewesen durch
die Kreuzigung. So geht es auch uns. Der Teufel versucht uns dauernd einzuschüchtern und zu ängstigen. Der Hl. Geist kommt mit
Frieden, Ruhe, Schutz, Geborgenheit.
Obschon Gottes Geist David gebrauchen will, um Goliath zu eliminieren, sucht David zuerst seine Brüder! Damit wir mehr von Gott
erleben und das Wirken des Hl. Geistes erfahren, braucht es eine nahe Verbundenheit miteinander wie in der ersten Gemeinde.
Ohne echte, herrliche Gemeinschaft fühlt sich der Hl. Geist nicht wohl und kann er gar nicht Raum gewinnen. Deshalb ist echte
Einheit und Versöhnung in unseren Ehen, Familien, Kleingruppen und in der ganzen Gemeinde eine Grundvoraussetzung für das
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Gottes Wege gehen: Sehen, was der Hl. Geist tut
Wirken des Hl. Geistes und selbst das erste Wirken des Geistes Gottes.
3. Er hat den Feind im Auge (V. 23)
Der Hl. Geist sucht unser Wohlergehen und nimmt dabei genau wahr, dass der Feind Gottes am Werk ist. Jesus ist gekommen, um
die Werke des Feindes zu zerstören. Unser Wohlergehen ist gefährdet, solange der Feind nicht erledigt ist, der uns beherrscht.
Aber der Hl. Geist hält sich genau an Gottes Spielregeln, das sehen wir am Verhalten von David.
4. Er bringt irdischen Lohn (V. 26f)
Eigentlich ist es verwunderlich, ja anstössig, dass David in dieser dramatischen Situation vom Lohn spricht. Ist dieser Lohn für den
Sieg über Goliath wichtig, wenn es um Leben und Tod geht? Für Gott scheinbar schon! Die Wahrheit hinter dieser Frage nach dem
Lohn ist, dass unsere Goliaths uns materiellen Schaden zufügen. Wie viel Schaden haben unsere Ehespannungen uns selber,
unseren Kindern und der Gemeinde zugefügt! Das lässt sich nicht schönreden. Deshalb ist es für den Hl. Geist so wichtig, unsere
Goliaths zu eliminieren, damit wir nicht mehr den Schaden, sondern den Lohn haben, auch im materiellen Sinn. Der Hl. Geist will
uns den irdischen Lohn für das Tun von Gottes Werk verschaffen.
5. Er provoziert den Widerstand des natürlichen Denkens (V. 28; 33; 38)
Der Hl. Geist löst zwangsläufig den Widerstand des natürlichen Denkens aus. Eliab ist der Älteste und regt sich über David auf,
weil er kein geistlicher Mensch ist! Ebenso ist Saul ein fleischlich denkender König und kann nicht verstehen, wie dieser Hirtenjunge
Goliath besiegen soll. Wir können nicht in die Zusammenarbeit mit dem Hl. Geist kommen, ohne uns selbst dem Konflikt mit
unserem natürlichen Denken zu stellen und unser Denken erneuern zu lassen.
6. Er sucht eine offene Tür (V . 30f)
Der Hl. Geist wendet sich von denen ab, die ihn ablehnen und verschlossen für ihn sind und sucht anderswo eine offene Türe für
sein Wirken. Der Hl. Geist hält sich an die Regeln. Er tut nichts, ausser er wird eingeladen und findet offene Türen für sein Handeln.
Die fehlende Offenheit für den Hl. Geist ist der Hauptgrund für geistliche Dürre und fehlende Zeichen und Wunder.
Der Hl. Geist tut nichts, ausser er bekommt das Recht dazu. Er kann nur wirken, wenn ihm die Türe dazu geöffnet wird. Unser
Denken, Reden und Handeln öffnet oder verschliesst ihm die Türe. David kommt nicht einfach und besiegt Goliath in Eigenregie
und sagt: Habt ihr gesehen wie man das macht! So ist der Hl. Geist gerade nicht. David ist ganz Teil des Volkes Gottes und handelt
mit der Zustimmung des Königs. Er ist unter menschlicher Autorität und wird von ihr gesandt. Der Hl. Geist wartet auf unsere
Einladung: Persönlich, in der Ehe, am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Gemeinde. Gott ist der dreimal heilige und einige Gott. Er
liebt Einheit und Einwilligung über alles. Unser verborgenes Leben mit Gott ist schon deshalb so wichtig, dass wir Gott näher
kommen, mit ihm in Übereinstimmung kommen, Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. So lernen wir Gott zu verstehen und
wächst unser Vertrauen zu ihm und zu seinem Reden.
7. Er offenbart und überzeugt (V. 32ff)
Gott will, dass wir verstehen, Einsicht haben, mit ihm übereinstimmen. Er offenbart, was er tun will und überzeugt uns davon. Wir
sind geschaffen als Gottes Gegenüber. Gott will mit uns zusammen handeln. Wir sind seine Partner. Deshalb ist das Gebet, das
verborgene Leben mit Gott so wichtig und die Vertrautheit mit Gottes Wort - damit wir lernen, zu verstehen. Nur so kann der Hl.
Geist durch uns handeln.
8. Er tut sein Werk auf seine Weise (V. 40ff)
Der Hl. Geist ist kompromisslos. Er ist scheu und hypersensibel. So sehr er mitten im natürlichen, alltäglichen Leben wirkt, handelt
er nicht auf menschliche Weise. Schon gar nicht vermischt er menschliche und göttliche Motive, natürliche und übernatürliche
Kräfte, Waffen und Werkzeuge. Das ist vielleicht der Hauptgrund, weshalb wir so Mühe haben, in der Kraft des Hl. Geistes zu
handeln: Wir scheuen das Ärgernis des Handelns allein in der Kraft des Geistes. Es geht dabei um das Vertrauen: Wir können
niemals in der Kraft des Geistes leben und handeln, ausser wir lernen, Gott zu verstehen, ihm 100prozentig zu vertrauen und zu
gehorchen. Alle Männer und Frauen Gottes müssen lernen, demütig zu werden und Ja zu sagen zum oft menschlichen Ärgernis
des göttlichen Handelns.
Frage: Wo sehe ich das Wirken des Hl. Geistes in meinem Leben?
Walter Wieland
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