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,,Was bringe ich mit - karrierepuzzle

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,,Was bringe
ich mit
und was will ich haben?"
SEMINAR Karrierecoach Gabriele Kohler-Gräf hilft Schülerinnen bei Berufsfindung
Von
organisiert und Verantwortung
Ana Kreysing
übemimmt, also auch
WIESBADEN.
In
Deutschland
gibt es zurzeit 378 Hochschulen
mit mehr als 15000 Studiengängen. Dazu kommen noch über
500 Ausbildungsberufe, duale
Studiengänge und weitere Berufsqualifizierungsformen. Wie
soll man da das Richtige finden?
Mit
dieser Frage beschäftigten
Schülerinnen der
sich zehn
neunten Klassen des
G5rmna-
sium am Mosbacher Berg im Seminar zur Berufszielfindung, das
Karrierecoach Gabriele KöhlerGräf im Rahmen des Schulprogramms anbot. ,,Ich fand den
Workshop sehr hilfreich, weil ich
einige Bereiche schon einmal
ausschließen konnte. Außerdem
finde ich die Idee spannend, dass
ich auch Managerin werden
könnte", erzählt Paula von ihren
neu gewonnen Erfahrungen. Die
Tälentkarte der 15-lährigen, die
sie zusammen mit einer partnerin erstellt hat, ist prall gefüllt.
Paula spielt sehr gut posaune,
spricht drei
Fremdsprachen,
arbeitet als Babysitterin, kennt
sich mit Joumalismus und Medien aus und ist zum Weltjugendtag nach Madrid gereist. Wichtig
sind ihr die Bereiche Kultur und
Soziales. Zunächst schien ihr ein
Studium der Sozialwissenschaften oder Sprachen naheliegend.
Während des Workshops wird
ihr klar,
dass sie auch sehr gem
in
Richtung BWL oder angewandte Kulturwissenschaft en denken kann.
,,Es ist mir sehr wichtig, dass die
jungen Menschen sich selber linden. ,Was bringe ich mit und was
will ich haben?l sind die beiden
zentralen Fragen bei der Bemfszielfi ndung", beschreibt Gabriele
Köhler-Gräf
, die sich vor
vier
Jahren mit ihrer Firma Karrierepuzzle in Wiesbaden selbstständig gemacht hat, ihren Ansatz.
>Außerdem finde ich die
ldee spannend, dass ich
auch Managerin werden
könnte.<
PAULA, Neuntklässlerin am
Gymnasium am Mosbacher Berg
,,Wenn ich Mädchen frage, was
sie machen wollen, dann höre
ich vielfach die Stichworte ,Helfen' und ,Menschen unterstützen'. Jungen wollen oft schnell
viel Geld verdienen und der Chef
sein. Diese Klischees gibt es immer noch. Umso wichtiger ist es,
den Mädchen zu vermitteln, dass
sie auch in gut bezahlten Beru_fen
Menschen heHen können.,,
Die sportliche Sophie hat sich
Gedanken darum gemacht, wel-
che Bedingungen
ihr
künftiger
Beruf er{üllen soll. Sie will keinen Bürojob, selbstständig arbeiten, keine Sorgen ums Geld ha-
ben und etwas mit Natur zu tun
haben. Die Gedanken der passionierten Reiterin gingen zunächst
in Richtung Tiermedizin. Im Seminar entdeckt sie den Bereich
Umwelt und Naturschutz, den
sie auch interessant findet.
Anna sieht man ihre Interessen
schon von außen an. Zu ihrem
schicken Lagenlook mit altrosa
Kurzblazer scheinen Design und
Innenarchitektur zu passen. Sie
kann gut organisieren, zeichnen
und malen, aber mit Technik umzugehen, macht ihr nicht so viel
Spaß. ,,Bei dir ist es wichtig, genau zu überlegen, ob dich mehr
die Hintergründe und das planen
interessieren oder das Gestalterische. Innenarchitektur hat auch
viel mit Mathe und Raumplanung zu tun", gibt die Seminarleiterin zu bedenken. ,,Du könntest
auch Personal Shopper werden
und reiche Leute beraten, wie sie
sich anziehen sollen. Damit kann
man viel Geld verdienen,, rät
eine andere Teilnehmerin.
Nach vier Stunden Seminar gehen die Mädchen nicht mit einer
klaren Vorstellung über ihren Be-
rufswunsch nach Hause. ,,Das
wäre bei G5nnnasiasten in der
neunten Klasse auch verfehlt,,,
meint Köhler-Gräf.,,lnteressen
verändem sich und auch die
Wahl der Leistungskurse ist nicht
ausschlaggebend
für die Berufs-
wahl. Von diesen Mädchen wird
jede im Schnitt drei bis fi.inJ Berufe ausüben."
:-
Gabriele Köhler-Gräf hilft den Neuntklässlerinnen, den passenden
Beruf zu finden.
WTloka06
Rhein Main presse
Freitag, 20. April2012
Foto: privat
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