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Die chronisch rezidivierende Patella- instabilität – Was - Asklepios

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Ausgabe 2 / 2012 Klinikinformation
Die chronisch rezidivierende Patellainstabilität – Was hält die Balance?
Die Augmentation des medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL) gilt derzeit
als eine der erfolgreichsten Stabilisierungsoperationen bei chronischer Insta­
bilität der Patella mit Reluxationsraten von unter fünf Prozent. Mehr als 90
Prozent der Fälle chronisch rezidivierender Patellaluxationen lassen sich mit
dieser Technik stabilisieren.
Trochleadysplasie nach Dejour Typ A-D (von links)
Die Inzidenz der akuten Patellaerstluxation beträgt 7 pro 100.000 Einwohner. Rund 70 Prozent der Erstluxationen ereignen sich bei sportlichen Aktivitäten. 21 Prozent treten bei Aktivi­täten des alltäglichen Lebens und nur
sieben Prozent durch ein direktes
Anpralltrauma auf. In Abhängigkeit
des Alters des Patienten, den pathologischen Veränderungen und den anatomischen Normvarianten entwickelt
sich in einem hohen Prozentsatz
die chronisch rezidivierende laterale
Patellaluxation.
Klinische Diagnostik
Als Basisuntersuchung sollte eine Einschätzung erfolgen, ob ein Verdacht
auf Beinachsen- und/oder Rotationsfehler des Femurs oder der Tibia vorliegt. Im Weiteren ist die Stellung der
Patella (Patella alta, Patellalateralisa­
tion, „schielende Patella“, Grashopper
Zeichen, Camel-Zeichen) einzuschätzen. Der Apprehension-Test in 0°, 30°,
60° und 90° Flexion ist zu erfassen.
Aber auch der Verlauf der Patella
unter aktiver und passiver Beugung.
>>>
Olympia: Spitzensportler
vertrauen unserer Klinik
Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,
die XXX. Olympischen Spiele in London
sind zweifelsohne der sportliche Höhe­
punkt dieses Sommers – in unserer
Klinik konnten wir mit vielen persönlich
bekannten Athleten mit fiebern. Denn
47 Sportler des Olympiastützpunkts in
Berlin, dem größten in Deutschland,
haben sich für London qualifiziert. Und
unsere Klinik trägt dazu bei, die Athleten
fit zu halten. Seit sieben Jahren sind
wir offizieller Partner des Olympiastützpunktes in Berlin, die Sportler werden in
Berlin, Birkenwerder und Kienbaum von
mir persönlich betreut.
Die erste Olympiamedaille gewann dann
der Bahnradsprinter Maximillian Levy.
Noch vor einigen Monaten wurde er
nach einem Sturz in Polen direkt nach
Birkenwerder eingewiesen. Während der
Operation erhielt er eine Platte am linken
Schlüsselbein. Der postoperative Verlauf
gestaltete sich unkompliziert. Maximillian Levy war auf dem Punkt wieder fit!
Robert Harting (Gold im Diskuswerfen),
Maria Kujo, Petra Lammert, Mark Frank,
Lena Schönbaum, Benjamin Starke,
Kay Matysik, Jonathan Erdmann, oder
der Exeuropameister im Kugelstoßen
aus Neubrandenburg, Ralf Bartels, sind
weitere Olympioniken, die der Askle­
pios Klinik Birkenwerder vertrauen.
Ein Vertrauen das uns stolz macht und
motiviert, gerade auch in der Behandlung unserer „normalen“ Patienten
Spitzenleistungen zu bringen.
Mit freundlichen Grüßen
PD Dr. med.
Karsten Labs
20 Jahre Asklepios Klinik
Birkenwerder
Sommerfest und Tag der
offenen Tür
Sa. 25. August 2012 ab 14:00 Uhr
Vorankündigung Symposium
Fr. 5. Oktober 2012, 13:00 Uhr
Autologe Chondrozyten Transplantation
mit der Späroiden­technik
Tel.: (0 33 03) 522-131
Fax: (0 33 03) 522-183
E-Mail:
k.labs@asklepios.com
www.asklepios.com/birkenwerder
OP-Indikation nach klaren Entscheidungsfaktoren
Ausgabe 2 / 2012 Klinikinformation
Apparative Diagnostik
Die Röntgendiagnostik beinhaltet eine
Röntgenstandaufnahme a/p und seitlich sowie eine Patellatangentialaufnahme in 30° Flexion. Eine Patellade­
fileaufnahme liefert keine Zusatzinformationen und es kann deshalb darauf
verzichtet werden. Die Röntgenaufnahmen ermöglichen eine Einschätzung zur Patellalateralisation, der
Patellahöhe und zur Trochleadysplasie (Crossing sign). Besteht klinisch
der Verdacht einer höhergradigen
Valgus-/Varusachsdeviation ist eine
Ganzbeinstandaufnahme erforderlich.
Die exakte Bestimmung des Trochleadysplasiegrades, des Tuberositas tibaeTrochlea-Groove (TT-TG) Abstandes
und die Malrotationen des proximalen/distalen Femurs sowie der Tibia
ist nur mit speziellen CT- oder MRTProtokollen möglich.
Operative Therapie
Es sind in der Literatur mehr als 80
verschiedene Weichteilkorrekturverfahren und knöcherne Operationen
zur Patellarezentrierung und -stabiliCT vor und nach
Trochlea­plastik.
Verbesserung der
Trochleatiefe von
0,6 auf 7mm und
TT-TG Reduktion von
18,8 auf 9,1mm
Präoperativ
Postoperativ
sierung beschrieben worden. Die Frage ist nur, ob in der Vergangenheit die
pathomorphologischen Veränderungen richtig adressiert wurden. Die
Indikation zu einem operativen Verfahren sollte sich an klaren Entscheidungsfaktoren definieren. Diese sind
das Alter der Patienten, der Grad
der Trochleadysplasie, Patellastand,
Achs- und Rotationsfehlstellungen.
Kinder bis zum 14. Lebensjahr, TT-TG < 20 mm,
keine Achs- oder Rotationsfehlstellung:
Therapie: arthroskopische mediale Kapseldopplung nach YAMAMOTO, kein laterales
Release
Adoleszente und Erwachsene, Trochleadysplasie A/B, TT-TG < 20 mm, keine Rotationsfehlstellung, Valgusdeformität >10°: Therapie:
Suprakondyläre varisierende Korrekturosteotomie, ggf. in Kombination mit einer MPFLAugmentation oder medialer Raffung
Adoleszente und Erwachsene, Trochleadysplasie A/B, TT-TG > 20 mm, femorale Antetorsion
> 15°, mit oder ohne Achsfehlstellung:
Therapie: suprakondyläre Rotationskorrekturosteotomie, ggf. mit Varus-/Valguskorrektur
und MPFL-Augmentation oder medialer
Raffung
Adoleszente und Erwachsene, Trochleadysplasie A/B, TT-TG < 20 mm, keine Achs- oder
Rotationsfehlstellung: Therapie: Arthroskopie
und minimiert offene MPFL-Augmentation mit
Grazilissehnentransplantat
Adoleszente und Erwachsene, Trochleadysplasie A/B, TT-TG > 20 mm, Patella alta, keine
Achs- oder Rotationsfehlstellung: Therapie:
Arthroskopie und offene Medialisierung und
Distalisierung der Tuberositas tibae
Adoleszente und Erwachsene, Trochleadysplasie C/D, TT-TG < 20 mm, keine Achs- oder
Rotationsfehlstellung: Therapie: Trochlea­
plastik, ggf. in Kombination mit einer MPFLAugmentation oder medialer Raffung
Z. n. suprakondylärer Rotations­osteotomie und
MPFL Rekonstruktion
Asklepios Klinik Birkenwerder – zentrums­nah und doch im Grünen
Die Klinik bietet Leistungen in den Fach­ge­bieten Orthopädie, Diabetologie und
Gefäß­chirurgie. Neben einem breitgefächerten Angebot in den ein­zelnen Fachdiszi­
plinen setzen wir Schwerpunkte insbesondere in der minimal-invasiven Hüftchirurgie
sowie der interdisziplinären Behandlung
des Diabe­tischen Fußes – einzigartig in
Brandenburg. Der hohe Komfortstandard
und die leichte Erreichbarkeit machen
unsere Klinik für Patienten aus dem
gesamten Berliner Stadtgebiet attraktiv.
Herausgeber: Asklepios Klinik Birkenwerder, Hubertusstraße 12-22, 16547 Birkenwerder, Telefon: (0 33 03) 522-0, www.asklepios.com/birkenwerder
>>> Das Hüftgelenk sollte zum
Ausschluss einer vermehrten Antetorsion und Dysplasie untersucht werden. Schließlich ist das »Inwardly
Pointing Knee« als eine seltene, aber
sehr häufig übersehene Ursache für
eine Patellaluxation abzuklären.
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Bildung
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