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Energiemanagement in Kommunen – Was kann eine Kommune tun?

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Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano-Frankivst
Ukraine.20081106
Energiemanagement in Kommunen
–
Was kann eine Kommune tun?
Dr. Michael Scharp,
p, M.A.
1
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Vortrag Kommunales
Energiemanagement - Überblick
• Die Rolle der Kommunalpolitik für Energieeffizienz
– Leitbild, Fachgremium, Richtlinien,
Handlungsmöglichkeiten, Aufbau eines kommunalen
Energiemanagements (KEM)
• Kommunales Energiemanagement
–
–
–
–
–
–
KEM 1: Aufbau des KEM
KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs
KEM 3: Energieverbrauchsanalysen
KEM 4: Maßnahmenplanung
p
g und –umsetzungg
KEM 5: Energiecontrolling
KEM 6: Förderung des Energiesparens
• Weitere Informationen zum KEM
2
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Warum sollte eine Kommune
Energie sparen?
• Klimaschutz:
– Die Ukraine hat das Kyoto
Kyoto-Protokoll
Protokoll 2004 ratifiziert
und 2005 einen nationalen Plan zur Implementierung
der Kyoto-Vereinbarungen verabschiedet.
• Vorbild für Bürger und Unternehmen:
– Die meiste Energie verbrauchen Unternehmen und
Bü
Bürger.
N
Nur wenn eine
i K
Kommune vorbildlich
bildli h agiert,
i t
kann sie von anderen Akteuren dasselbe verlangen.
• Kostenreduktion:
– Energiesparen bedeutet auch kurz-, mittel- und
g
g Kosten zu sparen.
p
Hierdurch ergeben
g
sich
langfristig
finanzielle Spielräume für andere Politikfelder.
3
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – Übersicht (1)
Leitbild
„Energiesparkommune“
4
Fachgremium
„Energieeffizienz in
d Kommune“
der
K
“
Kommunales
Energiemanagement
(KEM)
Richtlinien
„Energieeffizienz in
der Kommune“
Maßnahmen
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – Leitbild (2)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
• Aufstellung eines Leitbildes im Diskurs aller
Akteure
k
dder Kommunall undd Energiepolitik
i li ik
• Leitbild ist eine Vision der Zukunft
• Ziele
i l festlegen
f l
für
f eine
i „Energiesparkommune“
i
k
“
• Inhalte (Beispiele):
–
–
–
–
Minderung
Mi
d
des
d Energieverbrauchs,
E
i
b
h
Bereitstellung von Haushaltsmitteln,
Ausbauziele Erneuerbare Energien
Energien,
Ausbaustandards bei der Modernisierung
• Vorteile: Prüfstein für zukünftige Beschlüsse und
Vermeidung von politischen Diskussion
5
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – Fachgremium (3)
• Energie ist ein Querschnittsthema
• Entscheidungen über den Energieverbrauch werden in
vielen Abteilungen getroffen: Umweltamt, Hochbauamt,
Stadtplanungsamt, Haushaltsamt, Schulamt,
Gebäudemanagement u.s.w.
• Konfliktbeispiel: Schulneubau (Hochbauamt) mit
geringen finanziellen Mitteln führt zu einem Bau mit viel
Fläche (Schulamt) und wenig Energiesparmaßnahme, da
der Nutzer die Energiekosten bezahlt (Kommune)
• Aufgaben des Fachgremiums: Diskussionen von
Vorschlägen des kommunalen Energiemanagements und
Vernetzung der eigenen Tätigkeiten mit dem KEM
• Mitglieder: Energiemanager, Umweltamt, Bauamt,
Energieversorger, Lokale Agenda u.s.w.
6
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
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Ukraine 20081106
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – Richtlinien (4)
• Richtlinien beeinflussen das zukünftige Handeln der
kommunalen Abteilungen und Mitarbeiter
• Richtlinien vermeiden Diskussionen und geben
Orientierung für die Mitarbeiter
• Beispiele:
– Nutzung von erneuerbaren Energien im Neubau und bei
M d ii
Modernisierung
– Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsprüfung für
Energiesparmaßnamen
g p
– Energieverbrauchsstandards im Neubau oder bei
Modernisierungen
– Verhaltensvorschriften (Arbeitsanweisungen) für das
Personal
– Haushaltsgrundsätze für Finanzmittel zur Energieeffizienz
7
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – Maßnahmen (5)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
•
•
•
•
•
•
•
•
8
Selbstverpflichtung zum Energiesparen
Ziele setzen zum Energiesparen
Haushaltsstellen einrichten für Intracting
Zielvorgaben für Gebäudenutzer
Energieverantwortliche bennen
Initiierung einer Lokalen Agenda
Einrichtung eines Bürgerbüros zur Energieberatung
Bereitstellung von Informationen für bauliche, technische
und verhaltensbedingte Maßnahmen zum Energiesparen
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – Maßnahmen (6)
• Stadtplanung: Vorgabe von Energieverbrauchswerten in neuen Baugebieten
• Vorbildwirkung: Neubau und Modernisierung mit
geringem Energieverbrauch
• Nutzung von BHKW Nutzung von Erneuerbaren
Energien: Biomasseheizungen, Solarthermie,
Erdwärme (ggf. Windenergie und Wasserkraft)
• Angebot eines guten öffentlichen Nahverkehrs
9
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Kommunaler Rahmen Energieeffizienz –
Maßnahmen Wohnungsunternehmen(7)
g
( )
• Modernisierung des Gebäudebestandes
(Gebä dehülle Hei
(Gebäudehülle,
Heizungssysteme,
ngss steme Bele
Beleuchtung)
cht ng)
• Nutzung von Block-Heizkraftwerken für
Heizung und Stromerzeugung
• Nutzung von solarthermischen Anlagen für die
Warmwasserversorgung
g g
• Nutzung von Fotovoltaik-Anlagen zur
Stromerzeugung und
Biomasse zur Heizung
• Beratung
B t
undd Schulung
S h l
der Mieter
10
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Kommunaler Rahmen
Energieeffizienz – KEM (7)
• Aufbau und Konzept des kommunalen
Energiemanagements (KEM 1)
• Erfassung des Energieverbrauchs (Bericht, KEM 2)
• Energieverbrauchsanalysen (KEM3)
• Maßnahmenplanung und –umsetzung (KEM 4)
– bauliche Maßnahmen wie z.B. Wärmedämmung oder
– energieeffiziente Technik wie z.B.
z B Heizung,
Heizung Beleuchtung)
– Verhaltensbezogene Maßnahmen (siehe KEM 6)
• Energiecontrolling (KEM 5)
• Förderung des Energiesparens (KEM 6)
– bewussten Umgang mit Energie lehren und lernen
– Anreize und Sanktionen für Nutzer
– Energiedienstleistungen anbieten (Information, Beratung,
Finanzierung etc.)
11
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Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 1: Aufbau und Konzept –
Aufbau und Ausstattung
1. Bereitstellung von Personal:
– 1 Vollzeitstelle in der Anfangsphase beim
Aufbau und bei der Planung und Umsetzung von
Maßnahme
– nach Abschluss der Maßnahmen für die
Controllingphase 0,25 Stellen
– bei Beratungsleistungen ca
ca. 00,5
5 Stellen
2. Sachmittel:
– Büro,
Büro Computer
Computer, Messgeräte
3. Finanzielle Mittel:
– für Technik- und Gebäudegutachten,
g
,
Datenerfassung und Auswertung (Hilfskräfte)
– Erstellung von Informationsmaterial
12
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 1: Aufbau und Konzept –
Konzept und Basisinformationen
1. Erstellung der Liste der Energieverbraucher
2 Erfassung
2.
Ef
der
d Energieverbräuche
E
i
b ä h der
d letzten
l t t
Jahre (Jahresabrechnungen)
3. Normierung (bei Wärme: Witterungsbereinigung kalte / warme Winter)
4. Erstellung eines Energieberichts
((Teil 1: Ist-Zustand))
– Gebäude (Wärme, Strom)
– Straßenbeleuchtung, Ampeln u.a. Infrastruktur
– Dienstfahrzeuge
13
KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Energieverbraucher (2)
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Ukraine 20081106
•
•
•
•
•
•
•
•
•
14
3 Grundschulen
1 Oberschule
8 Kindergärten
3 Horte
20.000 Einwohner
Jugend- und Seniorenfreizeiteinrichtungen
Feuerwehr / Bauhof
Rathaus
Straßenbeleuchtung / Ampeln
Dienstfahrzeuge
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
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Ukraine 20081106
KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Verbraucher (KFZ, 3)
Fahrzeug
Anzahl
Verbrauch (l) Gesamt
kWh
BM Auto
BM-Auto
15 000
15.000
1
9
1 350
1.350
12 150
12.150
Hausmeister
10.000
2
7
1.400
12.600
Ordnungsamt
15.000
5
8
6.000
54.000
Feuerwehr groß
5.000
4
20
4.000
36.000
Feuerwehr mittel
6.000
3
12
2.160
19.440
Feuerwehr klein
10.000
3
9
2.700
24.300
Bauhof groß
6.000
5
20
6.000
54.000
Bauhof mittel
8.000
10
12
9.600
86.400
Bauhof klein
10.000
5
8
4.000
36.000
Bauhof Str.Rein.
10.000
3
10
3.000
27.000
Summe
15
km/a
38
40.210 361.890
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Normierung Wärme (4)
• Die jährliche Durchschnittstemperatur hat einen
wichtigen
ichtigen Einfluss
Einfl ss aauff den Wärme
Wärmeverbrauch
erbra ch
• Wärmeverbrauch muss normiert werden mit
– Gradtagszahl
G dt
hl (VDI-Richtlinie
(VDI Ri htli i 2067) oder
d
– Heizgradtage
• Gradtagszahl:
G dt
hl
– Temperaturdifferenz (in Kelvin) mittlerer Außentemperatur eines Tages und Norm-Innentemperatur (20°C, Voraussetzung: heizen erst ab 15°C)
– notwendige
g Daten: Energieverbrauch,
g
,
Gradtagszahl, Mittelwert der Gradtagszahlen
einiger Jahre
16
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Ukraine 20081106
KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Normierung Wärme (5)
• Normierung mit Gradtagszahl (Bsp. Kita
Ameisenb rg):
Ameisenburg):
Energieverbrauch aktuell
Energieverbrauch bereinigt
---------------------------- = -----------------------------Gradtagszahl Mittelwert
Gradtagszahl aktuell
115 MWh E-Verb.akt. 3.680 GTZ-MW
E-Verb. ber. = ---------------------------------------- = 103 MWh
4 076 GTZ-akt.
4.076
• Ergebnis: Energiemenge, die in einem Durchschnittsjahr bei normalen Witterungsverhältnissen verbraucht worden wäre
17
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KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Normierung Wärme (6)
"Am Seeberg"
Ergebnisse:
2 warme Winter
von 2004-2006,
Energieverbrauch
wird ohne
Normierung unterschätzt,, Energieg
verbrauch sehr
unterschiedlich
"Regenbogen"
"Ameisenburg"
Ameisenburg
Waldhäuschen
Verbr. 05/06
Norm. Verbr. 05/06
Pitti-Platsch
Verbr. 04/05
Norm. Verbr. 04/05
"Spielhaus"
"Freundschaft"
"Kückennest"
Kückennest
MWh/a
0
50
100
150
Mittelwert
i l
normiert
i
18
200
250
300
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KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Energiebericht (7)
• Der Energiebericht umfasst
–B
Basisdaten
id
(Flächen,
(Fl h Baualter,
B l
Nutzung
N
etc.))
– Energieverbrauch aller Gebäude (Strom, Wärme,
ggf Warm
ggf.
Warmwasser)
asser)
– Energieverbrauch Infrastruktur (Ampeln,
Beleuchtung)
– Energieverbrauch und Fahrleistungen aller
Fahrzeuge (Benzin, Diesel)
– Vergleichswerte und Mittelwerte
– Energieverbrauch über mindestens 4 Jahre
hinweg zur Normierung
19
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KEM 2: Erfassung des Energieverbrauchs – Energiebericht (8)
Infrastruktur
Gebäude (Wärme)
Straßenbeleuchtung
Gebäude (Elektrizität)
Treibstoffe (Benzin, Diesel)
Schwimmbad (Sommerbad)
Ampeln
p
Summe
Energieträger
Gas/Heizöl
Strom
Strom
Benzin
Strom
Strom
MWh/a
3.793
680
572
360*
100*
60*
5.565
Zum Vergleich: Durchschnittshaushalt verbraucht 40 MWh
(15.000 km a 8l, 2.200 cbm Gas, 4.000 kWh Strom)
Energieverbrauch von Kleinmachnow = 140 Haushalte!
20
* = geschätzt, Quelle: Kleinmachnow 2006 und 2007
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KEM 3: Analyse des Energieverbrauchs – Aufgaben (1)
• Die Auswertung und Analyse des
Energie erbra chs
Energieverbrauchs
– vergleicht den Wärmebedarf zwischen den
Gebäuden
– vergleicht den Stromverbrauch zwischen
vergleichbaren Gebäuden bzw.
bzw Nutzungen
– sucht nach Auffälligkeiten im Energieverbrauch
– versucht die größten „Verschwender
Verschwender“ zu
identifizieren
• Ziel: Bestimmung von Ansatzpunkten für eine
energetische Optimierung
21
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 3: Analyse des Energieverbrauchs – Wärmevergleich (2)
Wärmeverbrauch in Kitas und Horten
Mitt l
Mittelwert
t
Hort "Lustig"
Hort "Ein Stein"
Neubau
Hort "Wirbelwind"
dauerhaft sehr hoch
Am Seeberg
Regenbogen
Ameisenburg
Waldhäuschen
sehr hoch
Pitti-Platsch
Spielhaus
Ausreißer?
us e e ?
Freundschaft
Kückennest
0
22
100
200
300
400
500
600
Angaben in kWh/qm*a, 2004/2005 und 2005/2006
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 3: Analyse des Energieverbrauchs – Stromvergleich (3)
Stromverbrauch in den Schulen
A
Ausreißer?
iß ?
Maxim-GorkiGesamtschule
Neubau
Ausreißer?
Steinwegschule
Energiesparberatung
Unterschiede der
Grundschulen?
d h l
Eigenherdschule
0
23
50
100
150
200
Angaben in MWh*a für die Jahre 2000 bis 2006
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
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Ukraine 20081106
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Ablauf (1)
• Abschätzung der Einsparpotentiale im jeweiligen
Objekt
bj k (Vergleich
(
l i h mit
i Mittelwerten)
i l
)
• Abwägung von Maßnahmen (Baumaßnahmen,
Technik, Nutzung oder Verhaltensänderungen)
• Abschätzungg von Investitionskosten ((bauliche
und technische Maßnahmen)
• Vergleich der Rentabilität der Maßnahmen
(Wirtschaftlichkeitsberechnung)
• Entscheidung über Eigenmaßnahmen oder
Contracting
24
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Maßnahmenübersicht Technik (2)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
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Ukraine 20081106
• Wärme
– H
Heizung:
i
A
Anlagenaustausch,
l
t
h Dämmung
Dä
Heizungsrohre, hydraulischer Abgleich,
Feststellthermostate,, funkgesteuerte
g
Thermostate
(Zentralsteuerung), Heizkörper, Erdwärme
– Warmwasser: Dämmung von Speicher und Rohren,
B il oder
Boilerd H
Heizungsaustausch,
i
t
h Solarthermie
S l th
i
• Strom
–
–
–
–
25
Heizung: Heizungspumpe
Warmwasser: Umwälzpumpe, Boiler
Beleuchtung: Energiesparleuchten, Leuchtstofflampen
Ausstattung: Kühlschränke, Kaffeemaschinen,
Stecherleisten, Zeitschaltuhren
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Technische Maßnahmen (3)
Maßnahme
26
Beispiel
Gesamtkosten
Einsparung Kosten Renta[€/kWh] bilität
[kWh/a]
Austausch
Alte Pumpe: 700/500 W
Heizungspumpe Neue Pumpe: 200/100 W
Laufleistung: 5.500 h/a
1.000 €
2.800
2.200
0,36
0,45
1,6 a
2,1 a
Hydraulischer
Abgleich +
neue
Th
Thermostate
Bis zu 20% der Wärmeenergie, 30€ / Thermostat (150 Stück und 100
MW Wärme
Wä
pro Schule)
S h l )
5.500 €
5.000 bei
5% Einsp.
20.000 bei
20% Ei
Einsp.
1,10
0,28
15,7 a
3,9 a
Funkthermostate mit
Z t l
Zentralsteuerung
40 % Energieeinsparung
in Modellprojekt, 150 €
pro Thermostat
Th
t t (150
Stück und 100 MW
Wärme pro Schule)
22.500 €
20.000 bei
20% Einsp.
40 000 bei
40.000
b i
40% Einsp.
1,12
0,56
16,0 a
8,0 a
HeizungsHeizungs
modernisierung
*
Gas-Brennwertkessel
Gas
Brennwertkessel 80
kW (ca. 1.000 qm Hzfl.,
200 MW)
10 000 €
10.000
30.000
30
000 bei
15% Einsp.
0 33
0,33
48a
4,8
Deutschland: Strom 22 Cent/kWh, Gas 7 Cent/kWh
* Pöschke: Heizungsmodernisierung. www.berliner-impulse.de
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Technische Maßnahmen (4)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Maßnahme
27
Beispiel
Kosten
Einsparung Kosten Renta[€/kWh] bilität
[kWh/a]
Austausch
Kaffeemaschinen
Kaffeemaschine (Heizplatte, 35 Wh pro Tasse),
Kaffeemaschine (2 Thermoskannen (25 Wh),
150-250 Tassen pro Tag,
250 Tage pro Jahr
200 €
375
625
0,53
0,32
2,4 a
1,4 a
EnergiesparE
i
leuchten
anstelle
Glühlampen
Brenndauer:
B
d
100d*8 h
(Winter), 100d*6 h
Frühjahr/Herbst), 1.400 h
gesamt, Einsparung 80
W/h (80%)
55.000
000 €
(500 St.
a 10 €)
56 000
56.000
0 09
0,09
04a
0,4
Leuchtstofflampen
p
Ersatz für 4 Glühbirnen,
Brenndauer wie oben,,
Einsparung 360 W/h
(90%)
15.000 €
((100 St.
a 150 €)
50.400
0,30
1,4 a
Deutschland: Strom 22 Cent/kWh, Gas 7 Cent/kWh
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KEM 4: Maßnahmenplanung –
Technische Maßnahmen (5)
Maßnahme
28
Beispiel
Feststellthermostate
Reduzierung um 1oC
ergibt 6% Energieeinsparung, geeignet für
untergeordnete Räume,
Bsp.: 300 qm Heizfläche,
200 kWh/m2*a, 3oC =
12-18% Reduktion
Wasserkocher
statt Boiler
Kühlschrank A+
Kosten
Einsparung Kosten Renta[€/kWh] bilität
[kWh/a]
1.000 €
(20 St.)
7.200
10.800
0,13
0,09
2,0 a
1,3 a
Boiler (60 oC heißes
Wasser, ca. 7.000
kWh/a), Wasserkocher
(100 oC, 20 l/d an 250
Tagen, ca. 5.000 kWh/a)
150 €
2.000
0,08
0,34 a
A+ ((50 W/h,, 8.760 h))
B (150 W/h, 8.760 h)
200 €
876
0,22
,
1,0
, a
Deutschland: Strom 22 Cent/kWh, Gas 7 Cent/kWh
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Technische Maßnahmen (6)
Maßnahme
Beispiel
Austausch
Warmwasserpumpe
Alte Pumpe: 500/250 W
Neue Pumpe: 200/100 W
Laufleistung: 5.500 h/a
Geschirrspüler
Alt: 3 kW/Spülgang,
Neu: 1,4 kW/Spülgang,
250 Spülgänge / a
Schaltbare
Steckerleisten
und Zeitschaltuhren
Stand-by Anteil ist ca.
25% des ElektroEnergieverbrauchs,
Schule 10.000 kW für
Elektrogeräte (Schätzung) , Reduktion 1020%
Gesamtkosten
Einsparung Kosten Renta[€/kWh] bilität
[kWh/a]
1.000 €
1.650
825
0,61
1,21
2,7 a
5,5 a
400 €
400
1,0
4,5 a
1.000 €
(30 St. +
3 Uhren
1.000
2.000
1,0
0,5
4,5 a
2,3 a
Deutschland: Strom 22 Cent/kWh, Gas 7 Cent/kWh; * Schätzung
29
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Bauliche Maßnahmen (9)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
30
Baujahr 1969 (2.735 qm Wfl.)
K
Komplettsanierung
l tt i
Plattenbau
Pl tt b
7 neue Dachwohnungen
komplette Wärmedämmung
neue Fenster und Heizung
Modernisierungskosten: 800 €/qm
energetische / bauliche Sanierung: 114 / 685 € /m2
Energieverbrauch
g
vor / nach: 215 / 80 kWh/m2*a
Energie- / Kostenersparnis: 370 MW / 25.800 €/a*
Gesamtkosten / Rentabilität: 2,19 Mio. € / 84 Jahre
Rentabilität der Energieeffizienz: 312.000 €/12 Jahre
(* vorher Kohleheizung, nachher Gas-Brennwert)
Quelle: Reiß (o.J): Energetische Sanierung von Wohngebäuden und
Schulen. Online: www.iemb.de/moe/moe20/energ-san-schulen.pdf
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Bauliche Maßnahmen (10)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
31
Schulgebäude Stuttgart
B j h 1930/50/70
Baujahr
5.260 qm Hzfl.
komplette Wärmedämmung
neue Fenster und Heizung
Energetische Modernisierungskosten: 390 €/m2
Energieverbrauch vor / nach: 200 / 48 kWh/m2*a
Energieg / Kostenersparnis:
p
800 MW / 56.000 €/a
Gesamtkosten energetische Sanierung: 2,05 Mio.
Rentabilität der Energieeffizienz:
g
36 Jahre
(* vorher Öl-Gaskessel, nachher Gas-Brennwert /
Grundlast sowie Gas-Niedertemperatur / Spitzenlast)
Quelle: Reiß (o.J): Energetische Sanierung von Wohngebäuden und
Schulen. Online: www.iemb.de/moe/moe20/energ-san-schulen.pdf
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 4: Maßnahmenplanung –
Kosten- und Energieeffizienz (11)
Kosten
Dämmung
K ll d k 3cm
Kellerdecke
3
Wirtschaftlichkeitsfaktor
Kosten [€/qm Wfl.]
Außendäm-mung
6cm
Energieeinsparung
g
p
g [[% ]
Außendäm-mung
12cm
WärmeschutzWä
h
verglasung
hohe Wirtschaftlichkeit
höchste Wirtschaftlichkeit
Dämmungg OGDecke 12cm
neuer Heizkessel
0
32
50
100
150
Wirtschaftlichkeitsfaktor
200
Quelle: ASUE: Heizungsmodernisierung. Online: www.asue.de/images/veroeff_pdf/heizungsmodern.pdf
Wirtschaftlichkeitsfaktor: Energieeinsparung [%] / Kosten [€/qm] * 100
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 4: Maßnahmenplanung – Fazit
zur energetischen Amortisation (12)
• Bis 1.000 kWh/a:
G hi
Geschirrspüler
ül (4,5a);
(4 5 ) Kaffeemaschinen
K ff
hi
(1,4-2,4a);
(1 4 2 4 )
Wasserkocher (0,4a); Kühlschränke (1,0a);
• Bis 5.000
5 000 kWh/a:
Steckerleisten/Zeitschaltuhren (2,3-4,5a); Warmwasserpumpen (2,7
(2 7-5
5,0a);
0a); Heizungspumpen (1,6(1 62,1 a), Dämmung Kellergeschossdecke (ca. 15a)
• Bis 20.000 kWh/a:
Hydraulischer Abgleich + Thermostate (4,0-16 a);
Feststellthermostate (1,3-2,0a Gebäude mit
großen Verkehrswegen), Dämmung Obergeschossdecke (10-15a)
33
Anmerkung: Schätzung für ein großes Objekt mit einem
Energieverbrauch größer als 500 MW pro Jahr
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 4: Maßnahmenplanung – Fazit
zur energetischen Amortisation (13)
• Bis 100.000 kWh/a:
F kth
Funkthermostate
t t + Zentralsteuerung
Z t lt
(8,0-16a);
(8 0 16 )
Energiesparleuchten (0,4a); Wärmeschutzverglasung (8-12a),
(8 12a) Leuchtstofflampen (1,4a),
(1 4a)
Heizung (ca. 5a)
• > 100.000
100 000 kWh/a:
Fassadendämmung (>20a?)
• Wirtschaftlichkeitsberechnung:
g Investitionskosten
Energiesparmaßnahmen, Nutzungszeit (üblich: 30a),
Kapitalkosten
p
((bei Kredit: Zinssatz),
) Brennstoffkosten und eingesparte Energiekosten
• Wirtschaftlichkeit: Einsparung pro Jahr über 30a
34
Anmerkung: Schätzung für ein großes Objekt mit einem
Energieverbrauch größer als 500 MW pro Jahr
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 5: Controlling des
Energieverbrauchs
• jedes Gebäude braucht einen „Energiemanager“
• Energiemanager müssen geschult werden
(Worauf muss er/sie besonders achten?)
• auch die Nutzer müssen geschult werden
Zielvorgaben“
• jedes Gebäude braucht „Zielvorgaben
• der Energieverbrauch muss mehrmals im Jahr
dokumentiert werden (entweder ZählerstandZählerstand
ablesung oder Online-Erfassung)
• jedes
j d Jahr
J h ist
i ein
i Energiebericht
E
i b i h mit
i
Maßnahmenplanung vorzulegen
35
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Antezedenzstrategien (1)
• Um das Energiesparen zu fördern, gibt es
unterschiedlich wirksame Strategien bzw.
bzw
unterschiedliche Dienstleistungen:
• Antezedensstrategien
g
((Maßnahmen,, die dem
zukünftigen Energieverbrauch vorangehen)
– Informationen
– Modellierung
d lli
(Vorbilder)
(
bild )
– Verpflichtungen
– Zielsetzungen
Zi l t
• Konsequenzstrategien (Maßnahmen, die während des
Energieverbrauchs
g
erfolgen)
g )
– Feed-Back
– Anreiz
Quelle: Abramse et al. 2005
36
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Information (2)
• Informationen: Kampagnen, schriftliche
Informationen,
f
i
Webseiten,
b i
Workshops,
kh
Ausstellungen, Beratungen, Hausbesuche etc.
• Vorteil:
i geringe
i
Kosten (außer
( ß bei
b i persönlichem
li h
Besuchen und Beratungen)
• Nachteil:
i keine
k i nachweisbare
h i b Wirksamkeit
ik
k i
• Wirksamkeit:
– iin Verbindung
V bi d
mit
i anderen
d
Maßnahmen
M ß h
(individuelle Informationen und Hausbesuche,
zeigten einige wenige Studien eine Minderung
des Energieverbrauchs um 20%
Quelle: Abramse et al. 2005
37
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Modellierung (3)
• Modellierung: Vorbilder fordern zum Energiesparen aauf,
f Umset
Umsetzung
ng wie
ie bei Information
• Datenlage: sehr selten wissenschaftlich
untersucht
• Vorteil: kann über TV erfolgen mit national
bekannten Personen,, sehr hohe direkte
Ansprache möglich
• Nachteil: eher keine Energieeinsparung
• Wirksamkeit:
– eine Studie zeigte zunächst 10% Einsparung beim
Stromverbrauch aber nach einem Jahr keine
Stromverbrauch,
Einsparung mehr
Quelle: Abramse et al. 2005
38
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Verpflichtung (4)
• Verpflichtung: Haushalte verpflichten sich zum
Energiesparen
i
(z.B.
(
5% Strom einsparen)
i
)
• Vorteil: geringer Aufwand, Aufruf durch Flyer
möglich
• Nachteil: Wirksamkeit bisher nicht konkret
nachgewiesen
• Wirksamkeit:
– nur wenn die Verpflichtung auch ausgesprochen
wird zeigen sich Effekte
wird,
Quelle: Abramse et al. 2005
39
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Zielsetzung (5)
• Zielsetzung: Haushalte setzen sich Ziele zum
Energiesparen
i
(z.B.
(
15% Strom einsparen)
i
)
• Vorteil: hohe Energieeinsparung möglich, wenn
Feed-back gegeben wird
• Nachteil: hoher Personaleinsatz
• Wirksamkeit:
– je höher das Ziel und je besser die Betreuung
(Feed-back), desto höher die Einsparung
– Einsparung mit Feedback bis zu 15% (Strom)
– ohne Feedback und geringes Ziel kaum wirksam
Quelle: Abramse et al. 2005
40
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Feed
Feed-back
back (6)
• Feed-back: Beratung von Haushalten über
Energieverbrauch
i
b
h undd Energienutzung
i
• Vorteil: sehr wirksame Methode, am Besten mit
einem regelmäßigen Energiecontrolling
g, d.h. hoher
• Nachteil: individuelle Beratung,
Personaleinsatz; Geringverbraucher können
Energieverbrauch
g
steigern
g
• Wirksamkeit:
– Energieeinsparung 4 bis 12% (Strom)
– Energieeinsparung mit Zielwert bis 22% (Strom)
Quelle: Abramse et al. 2005
41
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Anreiz (7)
• Anreiz: Verbraucher erhalten Anreize (günstige
Tarife,
if Bonuszahlungen
hl
etc.)) wenn sie
i weniger
i
Energie verbrauchen
• Vorteil: wirksamste Methode zum Energiesparen, Höhe des Anreizes nicht so relevant
• Nachteil: nach Einstellen der Anreize verbrauchen Haushalte wieder mehr Energie;
g ;
unsicher ob es auch bei Modernisierung wirkt
• Wirksamkeit:
– Bis zu 7% Strom oder Gas Einsparung
Quelle: Abramse et al. 2005
42
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung des Energiesparens – Fazit (8)
• Allgemeine Informationen (Flyer, Broschüren,
Ausstellungen,
ll
Veranstaltungen,
l
Kampagnen))
haben eigentlich keine Wirkung, schaffen jedoch
ein
i Bewusstsein,
i wie
i man Energie
i sparen kann
k
• Feed-back mit individueller Beratung lehren
Haushalte das Energiesparen
g p
solange
g die
• Anreize bewirken Energiesparen
Anreize aufrecht gehalten werden
Quelle: Abramse et al. 2005
43
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Feed-back
Feed
back - Beirat (9, DE)
• Beirat für Bewirtschaftungskosten bei der WBG
Mahrzan
h
((Berlin,
li Deutschland)
hl d)
• freiwilliger Beirat aus Mietern
• Aufgaben:
A f b
– Kontrolle aller Bewirtschaftungskosten (Heizenergie,
i Strom,
St
Wasser
W
undd Abwasser,
Ab
Müll etc.
t
– Plausibilitäts-Check der Kosten pro Gebäude
– Mieterberatung zu den Nebenkosten
– Entwicklung von Vorschlägen zur Senkung der
Nebenkosten
44
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Anreize – Energie
Energie-Box
Box (10, NL)
• Energie-Box der Stadt Arnheem,
Wohn ngs nternehmen und
Wohnungsunternehmen
nd
dem Energieversorger
• Veranstaltungen mit der Präsentation
der Energie-Box und Vorträgen über
Energiesparen
g p
• Inhalt: Duschkopf, Isolationsfolie für Heizungen,
Energiesparleuchten, Dichtungsmaterialien
• Die Installation erfolgt durch Fachpersonal
45
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Anreize – fifty
fifty-fifty
fifty (12, DE)
• die Nutzer von öffentlichen Gebäuden entscheiden meist
selbst wie viel Energie sie brauchen
selbst,
• die Kommunen müssen immer das
bezahlen, was verbraucht wird
• das
d 50/50-Modell
50/50 M d ll ist
i ein
i Vertrag
V
zwischen den Nutzern und dem
Eigentümer
g
eines Gebäudes
• der Nutzer bekommt ein Budget für
Energie und andere Ressourcen
• wenn er weniger verbraucht
verbraucht, kann 50% der eingesparten
Summe für eigene Projekte nutzen
• Die anderen 50% der eingesparten Summe werden z.B. in
Energieeinsparinvestitionen genutzt
• Ergebnis: Nutzer und Kommune profitieren
46
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Anreize – Contracting (13, DE)
• Energie-Contracting: Finanzdienstleistung zur
Förderung der Energieeffizienz
• ein Unternehmen finanziert die Modernisierung
eines Gebäudes ((z.B. Heizung,
g, Beleuchtung)
g)
• der Nutzer zahlt einen festen Preis für den
Energieverbrauch, der höher ist als der tatsächliche
E
Energiepreis,
i
i aber
b niedriger
i di
als
l vorher
h
• die Investition wird aus der Differenz bezahlt
• Beispiel Wohnungsgenossenschaft Bremer Höhe:
Contracting über ein BHKW, Nutzer zahlen über 10
Jahre weniger als vorher, nach 10 Jahren zahlen sie
nur Heizkosten von ca. 0,7 €
(Berlin: 1,5 €/qm*a)
47
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
48
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Anreize – Intracting (14, DE)
• Energie-Intracting: Finanzdienstleistung zur
Förderung der Energieeffizienz
und des Energiesparens innerhalb
einer Verwaltung
• die Umweltabteilung Stuttgart
Bsp.
p Halleng über Einsparp
schließt Verträge
badabdeckung
investionen mit anderen
g und modernisiert das Objekt
j
Abteilungen
• der Nutzer zahlt einen festen Preis für den
Energieverbrauch an die Umweltabteilung (mehr
als er tatsächlich verbraucht)
• 215 Projekte wurden bisher durchgeführt
Quelle: Wuppertal-Institut (o.J.). Online:
http://www.wupperinst.org/FaktorVier/praxisbeispiele/intracting.html
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Feed-back
Feed
back – Energieexperten (11, FI)
• Ausbildung von Energieexperten
d rch Motiva
durch
Moti a Oy
O (Energieagentur)
(Energieagent r)
• Motiva schult Mieter für Energie
und die Mieterberatung
• die ausgebildeten Energieexperten
beraten die Mieter in den Gebäuden,,
in denen sie wohnen
• die Energieexperten kontrollieren
den allgemeinen Energie- und
Wasserverbrauch in den Gebäuden
• Wirkung:
Wi k
Einsparung
Ei
Wasser
W
20%,
20%
Strom 10% und Wärme 5%
49
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Feed-back
Feed
back – Displays (15, DE)
• Projekt der „Volkswohnung GmbH – Karlsruhe“
• Sanierung von Gebäuden auf
Niedrigenergiestandard
• Ausstattung mit elektronischen Thermo
Thermostaten, Sensoren und Energieverbrauchsanzeigen (Displays)
• Anzeige des täglichen
Energieverbrauchs mit
„smileys
„smileys“
• Nutzer mit den Displays
verbrauchen ca. 7% weniger
Energie als Nutzer in den gleichguten anderen Wohnungen
50
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM 6: Förderung Energiesparen –
Feed-back
Feed
back – Fachberatung (16, AT)
• Kampagne “Stromsparmeister” des österreichischen
Lebensministeriums mit WKO – Der Elektrohandel
• Fachverkäufer im Elektrohandel werden geschult im
Verkauf von energieeffiziente Elektrogeräten
• Die
Di F
Fachverkäufer
h kä f bberaten K
Kunden
d hi
hinsichtlich
i h li h der
d
Energieeffizienz von Elektrogeräten (z.B. A+ oder A++)
• Die Fachverkäufer zeigen
g den Kunden auf,, dass es
kostengünstiger ist, sich von alten Geräten zu trennen
• Geschulte Betriebe werden mit einer Plakette
„Stromsparmeister
Stromsparmeister“ ausgezeichnet
51
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM: Weitere Informationen zu
Kleinmachnow und Deutschland (1)
Förster
Fö
t Funke:
F k 1.
1 gewählter
ählt
Bürgermeister (1867-1936)
52
Schleuse am
Teltowkanal:
Wahrzeichen von
Kleinmachnow
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM: Was kostet den Bürger der
Energieverbrauch (2)
• Durchschnittsausgaben für Energie (Strom,
Wärme 2006/2000): 1.436
Wärme,
1 436 €/a / 1.033
1 033 €/a
• Durchschnitt für Treibstoffe: (2006 / 2000):
1.039 €/a / 987 €/a
• Durchschnittliche Heizkosten (2006 / 2000):
11.35 €/qm*a / 8.04 €/qm*a
• Anteil der Energiekosten an den
Konsumausgaben (2006/2000): 7,2% / 6,3%
Quelle: BMWI 2007
53
KEM: Energieverbrauch
verschiedener Sektoren (2006)
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
Haushalte
Industrie
Dienstleistungen
Verkehr
Landwirtschaft
Andere
100%
80%
60%
40%
20%
0%
BE BG CZ DK DE EE IE EL ES FR IT CY LV LT LU HU MT NL AT PL PT RO SL SK FI SE UK
54
Quelle: Eurostat (n.d.): Environment and Energy. Online: energy – energy statistics
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
DE: Verbrauch von Endenergie in
Haushalten ((2007))
Handel
15%
Verkehr
26%
Haushalte
30%
Heizwärm e 75%
Warm wasser 13%
Strom 12%
Industrie
24%
Quelle: Dena 2008
55
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
EU: Energieverbrauch in
Wohngebäuden
H i
Heizung
59-54
Elektrogeräte
g
Heißwasser
15-20
Kochen und Licht
----- Heizung
H i
----- Heißwasser
----- Kochen
56
----- Elektrogeräte
El kt
ät
----- Licht
18-17
45
4-5
4-4
1990
2004
Quelle: IEA 2008
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM: Welche Aufgaben hat eine
Kommune? (3)
•
•
•
•
•
•
•
•
57
Verwaltung der Gemeinde
B d h t mit
Brandschutz
it Feuerwehr
F
h
Kindergärten (Kinder von 3 - 6 Jahre)
Schulbildung (Grundschulen,
Oberschulen ab 6. Klasse freiwillig)
g)
Kinderbetreuung nach Schulschluss (bis 12
Jahre)
Pflege der Grünanlagen
V k h i h h it der
Verkehrssicherheit
d Straße
St ß
......
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM: Wie viel Energie verbraucht
Kleinmachnow? (4)
Infrastruktur
Rathaus (Neubau)
Ki d ä
Kindergärten
(8
(8, tlw.
l mod.)
d)
Horte (3, Neubau)
Grundschulen (2, mod.)
2.576
8.847
291
1.232
37
139
Oberschule (mod.)
Jugendfreizeit (Neubau)
4.850
769
677
64
94
9
300*
1.340
26.903
40*
148
3.793
4*
31
572
Seniorenfreizeit (Altbau)
Feuerwehr/Bauhof (Neubau)
Summe:
58
Fläche Wärme* Strom
qm
MWh/a MWh/a
4.490
291
165
3 731
3.731
1 050
1.050
93
Mod = modernisiert, * = geschätzt, Quelle: Kleinmachnow 2006 und 2007
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM: Wie viel Energie verbraucht
Kleinmachnow? (5)
Infrastruktur
Straßenbeleuchtung (2*60W
715 h, ab 21 Uhr nur 1*60 W
3 825 h Brenndauer,
3.825
Brenndauer
Sparleuchten)
Ampeln (16-24 h/Tag,
h/Tag 300365 Tage, 60W / Leuchte)
Treibstoffe (ca.
(ca 38 PKW und
LKW bei Verwaltung,
Feuerwehr, Bauhof)
Schwimmbad (Sommerbad)
Summe:
59
Zahl Energie MWh/a
2.400
Strom
680
140
Strom
60*
60
40 000 l Benzin /
40.000
Diesel
360*
360
1
Strom
100*
1.200
Mod = modernisiert, * = geschätzt, Quelle: Kleinmachnow 2006 und 2007
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
KEM: Wie viel kostet die Energie
Kleinmachnow? (7)
Infrastruktur
Gebäude
Gas
Gebäude
Preis
Kosten
[€]
3.000*
7,1 Cent/kWh
214.000
Heizöl
793*
793
61 €/100l
60 000
60.000
Straßenbeleuchtungg
Strom
680
20,0*
136.000
Gebäude
Strom
572
20,0*
114.000
Treibstoffe
Benzin
360*
, €/l
1,40
56.000
Schwimmbad
Strom
100*
20,0*
20.000
Ampeln
Strom
60*
20,0*
12.000
Summe
60
Energie- MWh/a
träger
5.565
612.000
Inklusive 19% MWS, * = geschätzt, Quelle: Kleinmachnow 2006 und 2007
KEM: Bauliche Maßnahmen
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
61
Baujahr 1930 (895 qm Wfl.)
Wä
Wärmedämmung
dä
20 cm
Keller- und Dachdämmung
neue Fenster und Heizung
solarthermische Anlage
Lüftungsanlage
Treppenhaussanierung
Elektrosanierung
g
Modernisierungskosten: 503 €/qm
Energieverbrauch
g
vor / nach: 204 / 27 kWh/m2*a
Energie- / Kostenersparnis: 185 MW / 11.000 €/a
Gesamtkosten / Rentabilität*: 450.000 € / 40 Jahre
Rentabilität: Gesamtkosten / Energiekosteneinsparung
Quelle: Schulze-Darup / Sanierung Jean-Paul-Platz 4, Nürnberg
KEM: Bauliche Maßnahmen
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
62
Baujahr 1951 (918 qm Wfl.)
Wä
Wärmedämmung
dä
20 cm
Keller- und Dachdämmung
neue Fenster
solarthermische Anlage
Lüftungsanlage
Fernwärme
Modernisierungskosten:
g
1.050 €/qm
q
Energieverbrauch vor / nach: 170 / 24 kWh/m2*a
Energieg / Kostenersparnis:
p
134 MW / 9.400 €/a
Gesamtkosten / Rentabilität*: 964.000 € / 102 Jahre
Rentabilität: Gesamtkosten / Energiekosteneinsparung
Quelle: Schulze-Darup / Sanierung Ingolstädter Str., Nürnberg
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
IZT Institute für Zukunftsstudien und
Technologiebewertung (Berlin)
• Unabhängiges, gmeinnütziges Forschungsinstitut
• gegründet
ü d t 1981,
1981 25 Mitarbeiter
Mit b it in
i 2008
• Hauptaufgaben:
Durchführung von Forschunsprojekten
Entwicklung von Handlungsoptionen
Beratung von Stakeholdern in Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft
• Projektauftrageber:
Europäische Kommission, Bundesministerien (Umwelt,
Forschung, Wirtschaft), Bundesbehörden (Umweltbundesamt, Bundesamt für Bauwesen) sowie
Unternehmen und Forschungsstiftungen
63
Dr. Michael Scharp:
Energiemanagement,
Iwano -Frankivst
Ukraine 20081106
64
Zu meiner Person:
Dr. Michael Scharp
• Wissenschaftler am IZT seit 1995
• Studium der Chemie und Philosophie
• Forschungsfelder: Bauen und Wohnen,
Umweltbildung; Ressourcen
Ressourcenmanagement, Dienstleistungsforschung
• Projekte: BewareE – Minderung des Energieverbrauchs
durch Verhaltensänderungen (EU), Erlebniswelt
Erneuerbare Energien:
g
powerado
p
(BMU),
(
), Benchmarkingg
nachhaltige Dienstleistungen (EU und BMBF),
Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen (BBR), Service
Engineering für die Wohnungswirtschaft (BMBF)
• Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft gewog
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