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1 Was ist LINUX? 2 Einige Kernel-Eigenschaften

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LINUX
Einführung von Karl Hofbauer 1
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Was ist LINUX?
Linux ist ein Unix-ähnliches Betriebssystem.
UNIX (Uniplexed Information and Computing System) ist ein MehrbenutzerBetriebssystem, das Multitasking anbietet und ursprünglich von Ken Thompson und Dennis Ritchie bei AT&T Bell Laboratories im Jahr 1969 für Minicomputer entwickelt wurde.
Andere Computer-Betriebssysteme neben Unix oder Linux wären:
•Apple/Macintosh •Next •Microsoft Windows (3.x, 9x, 2000, XP) •OS/2
•Commodore Amiga •MS-DOS •Atari ST
Es ist möglich, zwei (oder mehrere) Betriebssysteme auf einem Computer zu
installieren und beim Hochfahren das jeweils erwünschte auszuwählen.
Der wichtigste Unterschied zwischen Unix und Linux besteht darin, dass Linux samt des vollständigen Quellcodes frei kopiert werden kann.
Dabei bezeichnet »Linux« eigentlich nur den Kernel, den innersten Teil eines Betriebssystems mit ganz elementaren Funktionen. Umgangssprachlich
wird der Begriff aber verwendet für das riesige Bündel von Programmen,
die zusammen mit dem Linux-Kernel in Form von Distributionen angeboten
werden.
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Einige Kernel-Eigenschaften
• Linux unterstützt u.a. Multitasking (die gleichzeitige Abarbeitung mehrerer Prozesse), Multiuser-Betrieb und Symetric Multi Processing (SMP,
die Nutzung mehrerer Prozessoren)
• Linux unterstützt praktisch die gesamte gängige PC-Hardware und
wird zunehmend populär auf so genannten embedded systems, also Geräten, die keine PCs im herkömmlichen Sinn sind. (Wenn Sie einen
WLAN-Router besitzen, ist es durchaus möglich, dass darin Linux
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Diese Einführung, gesetzt mit LATEX, stützt sich vorwiegend auf das hervorragende
1300-Seiten-Buch »LINUX. Installation, Konfiguration, Anwendung« des Grazers Michael
Kofler. 7. Auflage. München: Addison-Wesley-Longman 2004, S. 37-56. e61,70
Karl Hofbauer: LINUX
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läuft.) Bei sehr neuen Grafikkarten oder Spezialkomponenten in Notebooks kann es allerdings u. U. zu Problemen kommen.
• Linux unterstützt nicht nur Intel- und AMD-Prozessoren, sondern auch
den DEC-Alpha-Prozessor, Sun Sparc, Mips, Motorola u.v.a.m.
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LINUX-Distributionen
Als Linux-Distribution wird eine Einheit bezeichnet, die aus dem eigentlichen
Betriebssystem (Kernel) und seinen Zusatzprogrammen besteht. Dazu zählen
neben unzähligen kleinen Tools und Werkzeugen die Desktop-Systeme KDE
und Gnome, verschiedene Office-Pakete, das Zeichenprogramm Gimp, zahllose Programmiersprachen und mindestens ebenso viele Server-Programme
(Webserver, Mail-Server, File-Server, Print-Server etc.) Distributionen ermöglichen eine rasche und bequeme Installation von Linux und werden in
Form von CD-ROMs verkauft und/oder sind über das Internet verfügbar.
Der Preis von Distributionen erklärt sich durch die Zusammenstellung der
an sich kostenlosen Komponenten, die eine Menge Zeit und Know-how erfordert, durch das Installationsprogramm, das auch programmiert und gewartet
werden muss, durch die Produktion der CDs und etwaiger Handbücher und
v.a. durch den Support.
Gängige LINUX-Distributionen:
• Debian (Während hinter den meisten Distributionen Firmen stehen,
die damit Geld verdienen wollen, wird Debian von engagierten LinuxAnwendern zusammengestellt und vollkommen kostenlos zur Verfügung gestellt. Debian legt größten Wert auf Stabilität. Leider ist es
für Linux-Einsteiger wegen mangelnder Installations- und Konfigurationshilfen nicht zu empfehlen.)
• Knoppix (ist eine relativ neue Distribution, deren Besonderheit darin besteht, dass sie nicht auf die Festplatte installiert werden muss.
Stattdessen läuft Knoppix direkt von der CD. (Es handelt sich um ein
so genanntes Live-System.) Knoppix ist von Debian abgeleitet. Neben
dem von Klaus Knopper zusammengestellten Original-Knoppix existieren eine Unzahl von Varianten.)
• Red Hat (die international bekannteste Linux-Firma. Red-Hat-Distributionen
dominieren insbesondere den amerikanischen Markt. Die recht teuren
Enterprise-Versionen wenden sich an Firmen und Universitäten, das
kostenlose Fedora-Linux richtet sich an nicht-kommerzielle Anwender.)
Karl Hofbauer: LINUX
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• SUSE/Novell (SUSE-Linux ist dank der hohen Aktualität, der riesigen
Anzahl vorkonfigurierter Pakete, der umfassenden Handbücher und der
hervorragenden Wartung die in Europa und insbesondere in Deutschland am weitesten verbreitete Distribution. Im November 2003 wurde
SUSE von Novell aufgekauft.)
• Xandros (Die kommerzielle Distribution Xandros ist im Hinblick auf
möglichst einfache Bedienung optimiert und richtet sich an LinuxEinsteiger und Windows-Umsteiger. In manchen Testberichten wurde
Xandros als die benutzerfreundlichste Linux-Distribution beschrieben,
die es je gegeben hat.)
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Die Herkunft von LINUX
Linux ist ein sehr junges Betriebssystem. Die allerersten Kernel-Teile (Version 0.01) wurden allein vom finnischen Studenten Linus Torvalds entwickelt,
der den Programmcode im September 1991 über das Internet freigab. In kürzester Zeit fanden sich weltweit Programmierer, die daran weiterarbeiteten.
Die Art und Weise, wie dieses neue Betriebssystem entstand, wäre ohne Internet vollkommen unmöglich gewesen. Bereits im Jahr 1999 hat der Kernel
von Linux die enorme Zahl von eineinhalb Millionen Programmzeilen überschritten.
Linux kann nicht erworben werden, da niemand die Rechte an diesem Betriebssystem besitzt. Das Projekt GNU mit diesem Lizenzmodell wurde 1983
von Richard Stallman und der Free Software Foundation (FSF) gestartet.
Ziel war die Entwicklung von freier Unix-basierter Software. (GNU bezeichnet dabei das nicht auflösbare Wortspiel: GNU is not Unix.) Im Rahmen
von GNU und FSF wurden zahlreiche auf Linux und Unix basierende Anwendungsprogramme geschrieben. Die GNU GPL basiert auf dem Copyleft
(Gegensatz zum Copyright), das die Mitveröffentlichung des Quellcodes fordert und ausdrücklich das Kopieren und Weiterentwickeln des Programms
erlaubt.2
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LINUX-Links
• http://www.linux.org
• http://www.gnu.org
2
letzter Absatz aus der Microsoft r Encarta r Enzyklopädie 2002. c 1993-2001 Microsoft Corporation
Karl Hofbauer: LINUX
• http://www.debian.org
• http://www.kernel.org/
• http://www.linuxjournal.com/
• http://www.tldp.org/ (The Linux Documentation Project)
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