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Alles was Ausbilder wissen müssen! - Elke Gritzke I Medien und mehr

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Heft 5/2012
Informationen und Tipps
für Maler- & Lackierer-Fachbetriebe des LIV
Förderung der Berufsausbildung in Berlin und
Brandenburg S. 13
Das kostet Ihr Azubi S. 14
Ausbildung in Berlin und Brandenburg
Alles was Ausbilder wissen müssen!
ist für Sie da!
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Die Experten für Maler & Handwerk.
Editorial
info.tip 5 / 2012
Termine
31.08.2012
Sommerfest der
Berliner Malerinnung
Sehr geehrtes
Mitglied,
die Zeit vergeht mal wieder wie im Fluge,
auch wenn die warmen und sommerlichen
Tage ruhig noch ein bisschen länger anhalten
könnten.
Sommer bedeutet auch Schuljahresende,
Sommerferien und die große Frage nach dem
Danach, wenn die Schulzeit beendet ist.
Für Sie als Unternehmer stellt sich in der ersten Hälfte des Jahres immer wieder die Frage:
Nehme ich einen neuen Lehrling im ersten
Lehrjahr? Brauche ich Lehrlinge, um meinen
Betrieb zukunftssicher aufzustellen und genügend qualifizierte Fachkräfte in der Zukunft zu haben?
Und wenn diese Fragen mit Ja beantwortet
wurden, ist es nicht vorbei, dann geht es erst
richtig los.
Aus diesem Grunde haben wir Ihnen in diesem Jahr ein Sonderheft des info.tips mit dem
Schwerpunkt Ausbildung zusammengestellt.
Ein Thema bei der Ausbildung sind natürlich
auch immer die Kosten. Was kostet mich ein
Lehrling? Welche Kosten muss ich im Betrieb
ansetzen? Auch hierauf finden Sie in diesem
Heft Antworten. Und um die Kosten zu senken, weisen wir Sie dann noch auf verschiedene Fördermöglichkeiten hin.
20.–30.08.2012
Gesellenprüfung Praxis/Berlin
07.09.2012
Zwischenprüfung Theorie/Berlin
Jeder hofft, dass dieser Fall nie eintritt, aber
leider gibt es auch im Bereich Ausbildung
immer wieder rechtliche und besonders arbeitsrechtliche Probleme, deren Lösung anders aussieht, als bei normalen Anstellungsverhältnissen. Auch hier bringt das Heft
Licht ins Dunkel.
Da heutzutage oft die Lehrlinge sich die Ausbildungsplätze aussuchen können, müssen
die Arbeitgeber dafür sorgen, attraktiv zu
sein. Wie kann man das machen? Z. B. indem man seinem Lehrling die Möglichkeit
gibt, eine Austauschzeit in einem anderen
Betrieb oder vielleicht sogar im Ausland zu
absolvieren. Für die ganz besonders begabten, gibt es dann auch Stipendien, die eine
Ausbildung im Malerhandwerk noch attraktiver machen können.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins
neue Ausbildungsjahr! Und bei Fragen, Ihre
Innung steht Ihnen immer mit Rat und Tat
zur Seite.
17.09.–25.09.2012
Zwischenprüfung Praxis/Berlin
28./29.09.2012
Klausurtagung des Vorstandes
der Innung Berlin
29.10.2012
Innungsversammlung
Innung Berlin
18.11.2012
Meisterfeier der HWK Berlin
Juristische Erstberatung im Hause
des Maler- und Lackiererhandwerks
jeden Dienstag
Schwerpunkt Baurecht und ­Steuerrecht
14:00 – 16:00 Uhr:
RA Torsten Meiser oder
RA und Steuerberater Dirk Wiese
jeden Donnerstag
Schwerpunkt Arbeitsrecht
14:00 – 16:00 Uhr: RA Götz Weishaupt
Termine nach Vereinbarung,
Tel.: 030 22 32 86 0
Der nächste
Julia Gustavus (Geschäftsführerin)
erscheint am
28.09.2012
Sommerfest
„Türkisch für Maler“
Am 31. August 2012 laden wir Sie ein, zum Sommerfest in
den Garten der Maler- und Lackiererinnung Berlin.
Unter dem Motto „Türkisch für Maler“ – erwartet Sie ein köstliches türkisches Büffet und Livemusik mit einem Pinar Tunar
Showact.
Freuen Sie sich auch auf Gespräche mit Kollegen und netten ­Gästen
aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Handel – dazu ein frisch
­gezapftes Bier!
Wir freuen uns auf Sie!
3
4
Aus diesem Heft
info.tip 5 / 2012
Arbeitsrecht
Freiwillige Leistungen – richtig absichern! 6
Titelthema
Eine solide Berufsausbildung – der Grundstein für eine Karriere im Handwerk! 9
Innung Berlin
Shaolin Tempel in Berlin 22
Betriebswirtschaft
Austausch. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Meldungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
sto-Lacktechniker Stipendium. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Arbeitsrecht für Arbeitgeber
Freiwillige Leistungen – richtig absichern! . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Besten-Förderung für Auszubildende. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Baurecht
Widerspruch: Pläne und Leistungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . 7
Technik – Werkstoffe – Umweltschutz
basik-net . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Eine bessere Leistung kann ­durchaus mangelhaft sein. . . . . . . . . . 7
BFS-Merkblätter
Neue BFS Merkblätter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Sozialpolitik
Bauvertragsrecht: Mustersammlung für die betriebliche Praxis. . . 21
Schwarzarbeit
Neuer Flyer zur Schwarzarbeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Aus den Innungen
Bildung
Titelthema
Ausbildung in Berlin und Brandenburg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Aus den Innungen Berlin und Frankfurt/Oder
Shaolin Tempel in Berlin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Handwerker spenden für Kindertageshospiz in Frankfurt/Oder. 22
Auf Azubi-Suche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Aus der Verbandsgeschäftsstelle
Neue Mitglieder begrüßen wir . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Das sollten Ausbilder wissen!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Der Azubi-Rucksack . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Fördermaßnahmen in Berlin und Land Brandenburg. . . . . . . . . 13
Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Nachgefragt
Angebote der Handwerkskammern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Was kostet mein Lehrling?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Urlaubsentwicklung für Auszubildende im Auslernjahr . . . . . . . 16
Junge Maler Berlin. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Rechtsfragen zur Ausbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Auslandsaufenthalt · Austausch · Förderprojekt . . . . . . . . . . . . . 18
Schicken Sie Azubis ins Ausland. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Zum Titelbild
Wir danken unserem Mitgliedsbetrieb Wolfgang Lüttgens
Malereibetriebe für die Unterstützung bei der Produktion des
Titelbildes. Freundlicherweise durfte Mustafa Kaya, Auszubildender im 2. Lehrjahr, als Model zur Verfügung stehen.
Als Fotografin war Mechthild Wilhelmi, Fotostudio Wil­
helmi, für uns tätig.
Meldungen Vermischtes
info.tip 5 / 2012
Zahl des Monats
42.660.000 Deutsche
… besitzen ein Auto und fahren dieses auch
selbst. Vom Mechatroniker über Karosserieund Fahrzeugbauer bis zu Fahrzeuglackierern
ist das Handwerk der richtige Ansprechpartner für PS-starke Boliden oder flüsterleise
E-Mobile. Zusätzlich sind Feinwerk- und
Konstruktionsmechaniker begehrte Spezia­
listen bei der Produktion von federleichten
Materialien und hydraulischen Antrieben für
echte Rennwagen. Diese werden am 20. Juli
auf dem Hockenheimring wieder zum Greifen nah sein, wenn die Formel 1-Flitzer mit
satten Motorengeräuschen beim Großen
Preis von Deutschland Gas geben.
Mitarbeiter
abwerben ist
erlaubt
Gebäudesanierung Kündigung wegen
auch gegen
Beleidigung auf
­Mieterwillen
Facebook
Wenn Mitarbeiter in verschiedenen Betrieben Berufserfahrung sammeln ist das positiv,
und es ist jedem Betriebsinhaber erlaubt,
gute Mitarbeiter abzuwerben. Wer jedoch
mit Abwerbeaktionen verwerfliche Zwecke
verfolgt oder unlautere Mittel oder Methoden einsetzt, verstößt gegen das Gesetz gegen
den unlauteren Wettbewerb, § 4 Nr. 10
UWG. Das ist der Fall, wenn die Abwerbung
gezielt erfolgt ist, um den Konkurrenten zu
schädigen oder um Geschäftsgeheimnisse zu
erfahren. Wer gerichtlich gegen Abwerbemaßnahmen vorgehen möchte, ist in der Beweispflicht und sollte daher die Abwerbeversuche genau dokumentieren und möglichst
Zeugen benennen.
Nach den Plänen der Bundesregierung soll
das Mietrecht geändert werden: So können
Vermieter in Zukunft auch gegen den Willen
der Mieter ihre Gebäude sanieren. Außerdem
dürfen die Mieter drei Monate lang nicht die
Miete wegen Bauarbeiten mindern, wenn die
Arbeiten dazu dienen, das Haus energetisch
zu sanieren. Die Mietrechtsreform soll energetische Modernisierungen im vermieteten
Wohnraumbestand erleichtern. Der Vermieter darf wie bei anderen Sanierungen auch
nach geltendem Recht jährlich maximal 11%
der Kosten umlegen.
Quelle: Mappe – Die Malerzeitschrift
07 / 2012
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach
Quelle: Mappe – Die Malerzeitschrift
07 / 2012
Sie entdecken, dass ein Mitarbeiter oder
Azubi Sie oder Ihren Betrieb auf Facebook beleidigt, dann ist das ein Grund für
eine Abmahnung, auch wenn er keinen
Firmennamen nennt – und im Wiederholungsfall kann die Kündigung erfolgen.
Das Arbeitsgericht Bochum hatte einen
solchen Fall zu behandeln, bei dem ein
Azubi seinen Arbeitgeber auf Facebook
unter anderem als „Menschenschinder“
und „Ausbeuter“ bezeichnet und der sich
wiedererkannte.
Quelle: Mappe – Die Malerzeitschrift
07 /2012
5
6
Betriebswirtschaft Arbeitsrecht für Arbeitgeber
info.tip 5 / 2012
Freiwillige Leistungen –
richtig absichern!
Dr. Peter Grimm
Absicherung des Arbeitgebers bei
­freiwilligen Leistungen
Geht es dem Betrieb gut, so sollen auch die
Mitarbeiter davon etwas haben. So denken
viele Arbeitgeber und zahlen freiwillige, im
Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag nicht verbindlich vorgesehene Prämien oder sonstige
Sonderzahlungen.
Sie sollten dann aber darauf achten, sich Ihre
Handlungsfreiheit für die Zukunft zu er­
halten.
Anderenfalls entsteht leicht eine Rechtslage,
bei der die Prämie auch in solchen Jahren gezahlt werden muss, in denen die wirtschaft­
liche Situation des Unternehmens dies gar
nicht erlaubt.
Eine solche Verpflichtung kann sich schnell
unter dem Gesichtspunkt der betrieblichen
Übung, einer Art betrieblichem Gewohnheitsrecht, ergeben:
Zahlt beispielsweise ein Arbeitgeber in drei
aufeinanderfolgenden Jahren eine Prämie
oder ein Weihnachtsgeld, ohne hierzu verpflichtet zu sein und ohne dabei entsprechende Vorsorge zu treffen, so kann der
­Arbeitnehmer in den Jahren danach die Prämie auch dann verlangen, wenn der Ar­
beitgeber sie gar nicht mehr zahlen will oder
kann.
Diese Situation kann der Arbeitgeber vermeiden, indem er für die Zahlung einen „Frei-
willigkeitsvorbehalt“ erklärt, also ausdrücklich klar macht, seine Leistung ohne recht­
liche Verpflichtung zu erbringen und ohne
dass daraus ein Anspruch der Mitarbeiter
auch für die Zukunft entsteht.
Ist der Arbeitgeber bereit, eine
Sonderzahlung an seine Mitarbeiter
zu leisten, ohne hierzu durch
Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag
verpflichtet zu sein, so sollte er sich
bei jeder Zahlung ausdrücklich
schriftlich auf einem Formular vom
Mitarbeiter mit seiner Unterschrift
quittieren lassen, dass es sich um
eine freiwillige Leistung handelt,
auf die auch bei wiederholter
Zahlung kein Anspruch für die
Zukunft besteht.
Oftmals wird ein solcher Vorbehalt bereits
im Arbeitsvertrag erklärt. Leider sind solche
vertraglichen Regelungen oft widersprüchlich oder unklar und – gerade in älteren Verträgen – aufgrund der sich ständig weiterentwickelnden Rechtsprechung der Arbeitsgerichte unwirksam.
Darüber hinaus hat das Bundesarbeitsgericht
in einer jüngeren Entscheidung sogar grundsätzlich in Frage gestellt, ob es überhaupt
reicht, wenn „nur“ im Arbeitsvertrag, nicht
aber bei Zahlung der freiwilligen Leistung
auf die Freiwilligkeit hingewiesen wird (BAG
vom 14.09.2011, Az. 10 AZR 526 / 10)
Das mag im ersten Moment umständlich erscheinen, verhindert aber eine rechtliche Bindung des Arbeitgebers mit der Folge, dass
Zahlungen auch in der Folgezeit geleistet
werden müssen, wenn dies nicht mehr gewollt oder nicht möglich ist.
Dr. Peter Grimm
Rechtsanwalt und Fachanwalt
für Arbeitsrecht
Baurecht Betriebswirtschaft
info.tip 5 / 2012
Widerspruch: Pläne und
Leistungsverzeichnis
Was hat Vorrang?
Die zeichnerische Darstellung der Bauleistung durch einen Architekten ist nicht
grundsätzlich vorrangig gegenüber dem vom
Malerbetrieb ausgefertigten Leistungsverzeichnis. Bei Widersprüchen zwischen der
Leistungsbeschreibung und der zeichnerischen Darstellung ist der geschuldete Leistungsumfang vielmehr durch Auslegung zu
ermitteln. Dies entschied das Oberlandes­
gericht (OLG) Düsseldorf mit Urteil vom
22.11.2011 (Az.: 21 U 9 / 11).
Im vorliegenden Fall war im Leistungsverzeichnis u. a. eine Wärmedämmung vorgesehen. Weil die Ausführungspläne des Architekten eine solche Dämmung nicht vorsahen
und sie in diesem Fall technisch nicht zwingend notwendig war, führte der Betrieb diese
nicht aus. Nach Ansicht des Gerichts konnte
der Auftraggeber aufgrund der fehlenden
Dämmung Schadensersatz verlangen, denn
die Leistung des Betriebes war mangelhaft.
Die Pflicht zum Einbau der Dämmung war
nicht dadurch entfallen, weil die Wärme-
dämmung in den Ausführungsplänen des
Architekten nicht vorgesehen war. Zeichnerische Darstellungen der Leistung sind nicht
grundsätzlich vorrangig gegenüber dem Leistungsverzeichnis. Bei Widersprüchen zwischen dem Leistungsverzeichnis und Zeichnungen (Plänen) ist der geschuldete Leistungsumfang vielmehr in erster Linie danach
zu beurteilen wie ein durchschnittlicher
Kunde dies verstehen konnte. Dabei sind
Treu und Glauben sowie die allgemeine Verkehrssitte zu berücksichtigen. Die danach
gebotene Auslegung ergibt vorliegend eindeutig, dass der Einbau der Dämmung zum
geschuldeten Leistungsumfang gehörte.
Denn der Auftraggeber hatte vor Baubeginn
auf den Einbau der Dämmung, wie sie im
Leistungsverzeichnis aufgeführt war, bestanden.
– sog. Rangklauseln, die den Leistungsumfang im Fall von Widersprüchen regeln (sollen). Dabei ist allerdings zu beachten, dass
solche Rangklauseln nur dann zur Anwendung kommen, wenn tatsächlich ein Widerspruch vorliegt, also die verschiedenen Vertragsbestandteile inhaltlich nicht übereinstimmen. Ob diese Voraussetzung erfüllt ist,
muss durch eine Auslegung der gesamten
Vertragsunterlagen ermittelt werden. Die
Auslegung geht vertraglichen Rangklauseln
vor.
Zur Gestaltung von Bauverträgen finden Innungsbetriebe nützliche Muster, Hinweise,
Musterschreiben, Merkblätter, Checklisten
sowie Allgemeine Geschäftsbedingungen auf
der CD „Bauvertragsrecht: Mustersammlung
für die betriebliche Praxis“.
Quelle: Rundschreiben BV
Praxishinweis
Viele Bauverträge von Malerbetrieben enthalten – ebenso wie die VOB / B in § 1 Abs. 2
Eine bessere Leistung kann
­durchaus mangelhaft sein
In der Praxis wird unter „Mangel“ oft eine
„fehlerhafte“ und / oder „den Regeln der
Technik nicht entsprechende Leistung“
verstanden. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass es keinen „objektiven Fehlerbegriff“ gibt.
Damit ist in erster Linie maßgeblich, was
die Vertragspartner bindend vereinbart haben. Ein Fall vor dem OLG Koblenz verdeutlicht dies: Die Vertragspartner hatten
zu einer Pflanzenlieferung ein bestimmtes
Herkunftsland vereinbart. Die gelieferte
Ware war zwar „fehlerfrei“, kam allerdings
aus einem ganz anderen Herkunftsland.
Nach Sicht des Gerichts war der vom Lieferanten erhobene Einwand haltlos, dass
die gelieferten Pflanzen „besser“ bzw.
„hochwertiger“ waren als die bestellten. Als
Begründung heißt es beim OLG: „…, weil
er nicht beachtet hat, dass es nach § 434
Abs. 1 Satz 1 nur darauf ankommt, was die
Parteien bindend vereinbart haben“. Somit
standen dem Kunden Mängelansprüche
gegen den Lieferanten zu.
Diese Grundsätze gelten unabhängig davon, ob es sich um einen Kaufvertrag oder
einen Bauvertrag (nach VOB / B oder BGB)
handelt.
(OLG Koblenz, Urteil vom 05.03.2012,
Az. 5 U 1499 / 11
Quelle: WUP-Rundschreiben
7
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Sozialpolitik Schwarzarbeit
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Im Rahmen des Bündnisses „Gemeinsam gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung“ ist das Merkblatt zu den Prüfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung im Maler- und Lackiererhandwerk aktualisiert und neu aufgelegt worden.
Das Merkblatt in Form eines Flyers informiert kurz und knapp, was
der Zoll bei ­Prüfungen kontrolliert, welche Unterlagen vorgelegt
­werden müssen und welche recht­lichen Folgen mögliche Verstöße
(z. B. Nichteinhaltung des Mindestlohns) haben können.
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Die Bündnispartner, der Bundesverband Farbe, die IG BAU und das
Bundesfinanzministerium arbeiten weiterhin innerhalb des Bündnisses gegen Schwarzarbeit eng zusammen und tauschen sich regelmäßig aus, um die Arbeit der Finanzkontrolle gegen Schwarzarbeit
und illegale Beschäftigung zu verbessern.
Termine In Kürze Internet E-Mail
Den aktualisierten Flyer finden Sie in www.farbe.de auf
der Seite
http://www.farbe.de/handwerkintern/maler/betriebsfuehrung-recht/tarif-%20undarbeitsrecht merkblatt-flyer-zu-pruefungen-deszolls-aktualisiert-und-neu-aufgelegt.html
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Lackiererhandwerk), Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld
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Zeitarbeit und Personalvermittlung
info.tip 5 / 2012
Titelthema Bildung
Eine solide Berufsausbildung –
der Grundstein für eine Karriere
im Handwerk!
Die umfassende Ausbildung im Handwerk mit ihren
­Vorteilen für Q
­ ualifizierung, Persönlichkeitsentwicklung
und berufliche Identifikation ist das Karriere-Sprungbrett im Handwerk. Dabei sollten aber die Aspekte der
Chancen für lernschwache Schüler / innen nicht außer
Acht gelassen werden. Auch für sie ist Platz im Handwerk und das zeichnet das Handwerk aus!
Ausbildung ist immer mit viel Engagement und Einsatz
von Seiten des Ausbildungsbetriebes verbunden. Um es
Ihnen leichter zu machen, haben wir auf den folgenden
Seiten alle wichtigen Informationen rund um die Aus­
bildung in Berlin und Brandenburg für Sie zusammen­
gestellt.
9
10
Bildung Titelthema
info.tip 5 / 2012
Auf Azubi-Suche
Wir
bilden aus!
Der Wettbewerb um die Fachkräfte hat begonnen.
•• Die Geburtenrate sinkt: Bis 2050 fällt die
Bevölkerung von 82 Mio. auf ca. 65 bis
70 Mio.
•• Parallel dazu sinkt die Zahl der Lehrlinge
im Handwerk.
•• Die
Anmeldezahlen für die Meisterprüfung haben sich seit 1991 halbiert.
•• Der
Arbeitsmarkt klafft auseinander: Einerseits immer mehr Akademiker, andererseits vermehrt ungelernte Arbeiter.
In den nächsten Jahren wird sich die Situa­
tion im Ausbildungsmarkt dramatisch verschärfen. Denn: Die Geburtenrate sinkt und
sinkt. Die Zahl der leistungsstarken Lehrlinge im Handwerk nimmt überdurchschnittlich ab, weil derzeit viele Schüler eine vollschulische Ausbildung bevorzugen oder eine
Karriere in der Industrie starten möchten.
Das bedeutet: Der tägliche Konkurrenzkampf geht weiter – jetzt auf dem Lehrstellenmarkt. Ein Konkurrenzkampf um Jugendliche mit dem besten Abschluss, um die
Motivierten, um die Talentierten.
Behaupten Sie sich in der neuen
Konkurrenz
Der Wettbewerb um die Lehrlinge hat bereits
begonnen. Während man andernorts über
Lehrstellenmangel klagt, steigt in BadenWürttemberg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze. Wie in jeder Konkurrenzsitua­
tion müssen Sie jetzt gegen die Wettbewerber
bestehen und sich die besten Ressourcen –
sprich Lehrlinge – sichern.
Viel besser als in einem kurzen Bewerbungsgespräch können Sie sich von den Stärken,
der Motivation und der Arbeitshaltung während eines Betriebs- oder Ferienpraktikums
überzeugen und sehen, ob der Schüler oder
die Schülerin in Ihren Betrieb passt.
Ca. 20.000 junge Menschen entscheiden sich
in Baden-Württemberg jedes Jahr für einen
Handwerksberuf. Da ist sicher auch ein Kandidat dabei, der perfekt zu Ihrem Betrieb
passt und die richtigen persönlichen Eigenschaften mitbringt. Nur: Den müssen Sie
finden und für sich gewinnen, bevor es Ihr
Konkurrent tut. Seien Sie schneller. Warten
Sie nicht mit der Suche, sondern packen Sie
das Thema aktiv an.
Dieser „Test“ dient nachweislich der Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen, da auch
die Jugendlichen durch das Praktikum die
Möglichkeit haben, ihre Vorstellungen in der
Realität zu überprüfen und gegebenenfalls zu
revidieren.
Nachwuchswerbung beginnt lange vor dem
Schalten einer Stellenanzeige in einer lokalen
Zeitung. Hier konkurrieren Sie mit vielen
anderen Unternehmen. Die großen Industriebetriebe punkten alleine durch ihren Namen – was dann noch an potenziellen Bewerbern übrig ist, müssen Sie sich mit allen anderen Betrieben teilen.
Natürlich können solche Anzeigen sehr erfolgreich sein, aber es gibt noch weitere Möglichkeiten. Machen Sie potenzielle Lehrlinge
bereits früh auf sich und Ihren Betrieb aufmerksam. Ein übersichtlicher Internetauftritt
ist beispielsweise ein guter Anfang. Ihr
Hauptaugenmerk sollten Sie allerdings auf
integrierte Sekundarschulen sowie Gymna­
sien in Ihrer Region richten, denn hier ist
Ihre Zielgruppe versammelt und gut erreichbar. Ergreifen Sie also die Initiative! Gehen
Sie auf Schulen und Lehrkräfte zu und stellen
Sie sich und Ihren Betrieb vor. Bieten Sie Betriebsbesichtigungen an! Oder stellen Sie Ihr
Handwerk im Unterricht vor! Wenn Sie
durch solche Maßnahmen Interesse geweckt
haben und deutlich machen konnten, dass
auch Sie Ihren Beitrag zur Berufsorientierung
junger Menschen leisten wollen, dann werden Sie motivierte Schüler bekommen, die in
Ihrem Betrieb ein Praktikum machen und
sich ausbilden lassen wollen.
Zeigen Sie den Jugendlichen diese Perspektiven auf und machen Sie deutlich, dass mit
der Gesellenprüfung längst nicht Schluss ist.
So können Sie die anderen Branchen schlagen. Stichwort: Gleichstellung Meisterbrief
und Bachelor!
Termine In Kürze Internet E-Mail
Nutzen Sie auch die zahlreichen
Möglichkeiten wie z. B. den Girls
oder Boys Day, Regionale Schul­
messen bzw. Ausbildungstage an
den Schulen oder den „Tag des
Handwerks“. ­Tragen Sie sich ein
in die kosten­freien Lehrstellenund Praktikumsbörsen der Handwerkskammer ­Ihrer Region und die
Listen mit f­ reien Lehrstellen und
Praktikumsplätzen Ihrer Innung!
Titelthema Bildung
info.tip 5 / 2012
Das sollten
Ausbilder wissen!
Fördermittel
Fördermittel gibt es in Einzelfällen von der Agentur für Arbeit für
die Ausbildung bestimmter Personenkreise, zum Beispiel Jugend­
liche ausländischer Herkunft oder Menschen mit Behinderungen.
Auch für sozial benachteiligte Jugendliche werden gelegentlich Fördermittel im Rahmen des Europäischen Sozialfonds gewährt (ESFMittel). Für Informationen zu Fördermitteln sind die Arbeitsagenturen eine gute erste Anlaufstelle.
Fahrtkosten
Da der Besuch der Berufsschule eigenen gesetzlichen Richtlinien
unterliegt, braucht der Ausbildungsbetrieb hierfür keine Kosten –
auch nicht die Fahrtkosten – zu übernehmen. Unter bestimmten
Voraussetzungen können vom Lehrling Zuschüsse beantragt werden, wie die Berufsausbildungsbeihilfe der Agentur für Arbeit. Die
Fahrtkostenübernahme ist bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung anders geregelt. Hier übernimmt der Ausbildungsbetrieb
die Kosten für die Fahrt und gegebenenfalls die Unterbringung im
Wohnheim.
Eine aktuelle Übersicht der Fördermittel in Berlin und Brandenburg
finden Sie in unserer Tabelle auf Seite 13.
Anrechnung der Berufsschulzeit auf die Arbeitszeit
Das Jugendarbeitsschutzgesetz sieht folgende Regelung vor: Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden à 45 Minuten
wird mit acht Stunden auf die Arbeitszeit angerechnet. Das bedeutet: An diesem Tag darf der Jugendliche nicht mehr im Betrieb beschäftigt werden. Ein zweiter Berufsschultag in der Woche wird mit
der tatsächlichen Unterrichtszeit (plus Pausen) angerechnet. In diesem Fall ist der Jugendliche verpflichtet, wieder in den Betrieb zurückzukehren.
Bei volljährigen Lehrlingen kann an jedem Schultag nach der Berufsschule die Ausbildung im Betrieb fortgesetzt werden. Pausen in der
Schule und die Wegezeiten zwischen Schule und Betrieb werden nicht
angerechnet.
Interessieren Sie weitere Details, wie die Berufsschulzeit auf die Arbeitszeit angerechnet wird? Bei der Ausbildungsberatung Ihrer
Handwerkskammer erhalten Sie weitere Informationen zu diesem
Thema.
Überstunden
Jugendliche Lehrlinge dürfen grundsätzlich nicht länger als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Zusätzlich gibt es hier weitere Einschränkungen im Hinblick auf Nachtruhe, Schichtzeit und Fünf-TageWoche. Volljährigen Lehrlingen ist im Ausnahmefall innerhalb der
Arbeitszeitordnung eine Mehrarbeit durchaus zuzumuten. Eine über
die vereinbarte regelmäßige Ausbildungszeit hinaus gehende Be-
schäftigung ist besonders zu vergüten. Diese Vergütung kann finanziell oder in Form eines entsprechenden Freizeitausgleichs erfolgen.
Ausbildung weiblicher Lehrlinge
Die frühere Pflicht zur Einrichtung eigener Umkleide-, Wasch- und
Toilettenräume für weibliche Mitarbeiter und Lehrlinge ist nur noch
eine Empfehlung. Oft genügt heute sogar eine organisatorische Regelung.
Mehr Informationen erhalten Sie auf Wunsch von Ihrer Handwerkskammer oder dem Gewerbeaufsichtsamt.
Berichtshefte (Ausbildungsnachweise)
Berichtsheft und Ausbildungsnachweis bezeichnen dasselbe: Ein
Protokoll, in dem Lehrlinge regelmäßig den Verlauf und die Inhalte
der Ausbildung dokumentieren. Die Ausbildungsverordnungen
schreiben das Führen der Berichtshefte vor. Das ordnungsgemäß geführte Berichtsheft muss schon bei der Zwischenprüfung vorgelegt
werden und ist eine Zulassungsvoraussetzung zur Gesellen- bzw.
Abschlussprüfung.
Zur ordnungsgemäßen Führung gehört, dass die einzelnen Wochenaufstellungen, von Montag bis Freitag bzw. Samstag, von Beginn an
komplett ausgefüllt werden. Die ausgeführten Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte sind in kurzen Worten zu schildern, die Stunden
sind einzeln aufzuführen. Die Inhalte der Berufsschule und der überbetrieblichen Ausbildung sind zeitlich und mit kurzen Beschreibungen ebenfalls in der Wochenübersicht zu erfassen. Bestätigt werden
die Ausbildungsnachweise mit den Unterschriften von Lehrling und
Ausbilder.
Vorzeitige Zulassung zur Prüfung
Voraussetzungen für eine vorzeitige Zulassung zur Prüfung sind
überdurchschnittliche Leistungen im Ausbildungsbetrieb und in den
berufsbezogenen Fächern der Berufsschule. Der Notendurchschnitt
in den prüfungsrelevanten Fächern muss bei 2,4 oder besser liegen.
Die vorzeitige Prüfung findet sechs Monate vor dem regulären Prü(Fortsetzung nächste Seite)
11
12
Bildung Titelthema
fungstermin statt. Der Antrag muss rechtzeitig vom Lehrling an den
Prüfungsausschuss gestellt werden. Weisen Sie Ihren Lehrling bitte
frühzeitig darauf hin, sich nach der Anmeldefrist bei Ihrer Innung
oder der zuständigen Handwerkskammer zu erkundigen.
info.tip 5 / 2012
Beendigung bzw. Verlängerung nach
nicht bestandener Prüfung
Endet die Ausbildungszeit vor dem Prüfungstermin vertragsgemäß,
kann für die Zeit bis zur Prüfung eine Vereinbarung über Weiterbeschäftigung getroffen werden. Zur Formulierung einer solchen Vereinbarung wenden Sie sich bitte rechtzeitig an Ihre Ausbildungsberatung. Aber auch dann, wenn der Prüfling bis zur Prüfung vom
Ausbildungsbetrieb nicht beschäftigt wird, hat dieser die dafür erforderlichen Materialien zu stellen und die Prüfungsgebühr zu entrichten. Sollte die Prüfung nicht bestanden werden, kann der Lehrling
rückwirkend eine Verlängerung seiner Ausbildungszeit verlangen. Er
muss dies aber unverzüglich beantragen.
Wurde die Prüfung nicht bestanden, endet das Ausbildungsverhältnis mit dem Ablauf der im Vertrag festgelegten Ausbildungszeit.
Wünscht der Lehrling eine Verlängerung der Ausbildung bis zur
nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, muss der Ausbildungsbetrieb diesem Wunsch entsprechen. Und den Lehrling zur Prüfung
anmelden. Wenn kein Vertragsverhältnis mehr besteht, kann der
Lehrling sich selbst anmelden. In diesem Fall muss er die Prüfungsgebühr selbst bezahlen. Zur Wiederholungsprüfung kann sich der
Lehrling selbst anmelden. Wenn kein Vertragsverhältnis mehr besteht, muss der Lehrling die Prüfungsgebühr selbst übernehmen.
Die Dauer der Ausbildungsverlängerung aufgrund einer nicht bestandenen Prüfung beträgt im Höchstfall ein Jahr. Geben Sie Ihrem
Lehrling eine weitere Chance, falls innerhalb dieses Jahres die Möglichkeit für eine zweite Wiederholungsprüfung besteht.
Beendigung mit bestandener Prüfung
„Einfaches“ und „qualifiziertes“ Zeugnis
Das Ausbildungsverhältnis endet mit dem Bestehen der Gesellenbzw. Abschlussprüfung. Die nach dem Ausbildungsvertrag noch
verbleibende Zeit entfällt. Am letzten Prüfungstag wird vom Prüfungsausschuss eine vorläufige Bescheinigung ausgestellt, auf der das
Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung bestätigt wird. Diese Bescheinigung muss der Lehrling umgehend dem Ausbildungsbetrieb
vorlegen.
Am Ende seiner Berufsausbildung hat der Lehrling einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zeugnis. Aussteller ist der Ausbildungsbetrieb. Auch der Ausbilder sollte das Zeugnis unterschreiben, wenn
der Inhaber oder Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebs die Ausbildung nicht persönlich durchgeführt hat.
Wenn die Ausbildungszeit vor dem Prüfungstermin endet
Durch die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses bei bestandener
Prüfung geht der Betrieb bei einer Weiterbeschäftigung rechtlich
gesehen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ein. Hier sollte von beiden Seiten bereits im Vorfeld der Prüfung eine klare Vereinbarung
getroffen werden. Spätestens in den letzten Wochen vor der Gesellen- oder Abschlussprüfung muss klar sein, ob eine Übernahme beabsichtigt ist.
Das Zeugnis müssen Sie selbst dann erstellen, wenn es vom Lehrling
nicht verlangt wird. Dann genügt ein so genanntes „einfaches Zeugnis“. Jedes, auch das einfache Zeugnis, enthält Angaben über die Art,
die Dauer und das Ziel der Ausbildung. Außerdem listet es die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse auf.
Wenn vom Lehrling ausdrücklich ein „qualifiziertes“ Zeugnis verlangt wird, führt dieses zusätzliche Bewertungen auf: des Verhaltens,
der Leistung und besonderer fachlicher Fähigkeiten.
Quelle: www.handwerks-power.de
Das Lehrstellenradar
… bietet Ihnen einfachen Zugang zu freien Lehrstellen oder
Praktikumsplätzen in aktuellen Handwerksberufen.
Sie können mit wenigen Klicks bundesweit nach passenden
Ausbildungsbetrieben suchen. Übersichtliche Listen oder
Kartendarstellungen vereinfachen die Navigation und führen
schnell zum Ergebnis!
Wirklich komfortabel ist auch der persönliche Suchsassistent,
der automatisch mit Ihrem Profil angelegt wird und per PushBenachrichtigung tagesaktuell über passende Angebote informiert! Durch Hinterlegen eines Profils mit Ihrem Wunschberuf und dem gewünschten Umkreis, werden Sie automatisch
informiert, sobald passende Stellen vorhanden sind.
Dieser qualifizierte Datenbestand wird mit den regional zuständigen Handwerkskammern laufend ausgebaut.
Info.tip hat das Lehrstellenradar für Sie getestet und ist be­
geistert. Täglich bekamen wir bis zu sechs Lehrstellen im
­Maler- und Lackiererhandwerk in der ausgewählten Region
angeboten.
Titelthema / Förderung Bildung
info.tip 5 / 2012
Fördermaßnahmen in
Berlin und Land Brandenburg
Maßnahmen
Voraussetzungen
Zuschuss
Kappungsgrenzen / Bewilligungszeitraum
Verbund­
ausbildung
• Der ausbildende Betrieb
kann nicht alle vorgesehenen
Ausbildungsinhalte nach dem
Rahmenplan vermitteln oder
Pro nachgewiesenem Tag beim
Verbundpartner:
• Berlin: 37,50 € pro Ausbildungsverh.
• Brandenburg: bis 25 € pro Ausbildungsverh.
Gesamtkappungsgrenze pro
­Ausbildungsverhältnis,
pro Tag ein Zuschuss von 50 % je
Aufenthaltstag der entstandenen
Unterkunfts- und Verpflegungskosten
entfällt
Anteilig nach der entspr. Brutto­
ausbildungsvergütung im jeweiligen Ausbildungsjahr (nach BAV):
• 30 v. H. der mtl. Vergütung im
1. und 2. Ausbildungsjahr
• 70 v. H. der monatl. Ausbildungsvergütung im 3. Ausbildungsjahr
max 10.000 € pro Ausbildungs­
verhältnis
Anteilig nach der Bruttoausbildungsvergütung zum Zeitpunkt
des Beginns des Ausbildungsverhältnisses (nach BAV):
• 75 v. H. der mtl. Vergütung über
den gesamten Ausbildungszeitraum
max. 7.500 € pro Ausbildungs­
verhältnis
• Ausbildung im Verbund führt zur
Verbesserung der Qualität.
Mobilitäts­
prämie
(Auszahlung
an Azubi)
Unterstützung für Berufsschüler / innen mit abgeschlossenem
Ausbildungsvertrag im Land
Brandenburg:
Bln.
BB
X
X
3 jährige Ausbildung
Berlin und Brandenburg bis zu
6.000 €
X
Beantragung:
• spätestens bis zum 1.4. des
Jahres für das vorangegangene
gesamte 1. Schulhalbjahr
• spätestens bis zum 1.10. des
Jahres für das vorangegangene
gesamte 2. Schulhalbjahr
Benachteiligte
Jugendliche
• Jugendliche, die keinen
Schulabschluss besitzen oder
lediglich über Berufsbildungsreife verfügen und Sonderschulabgänger / innen sind
• und die keine Förderung nach
dem Sozialgesetzbuch (SGB)
erhalten
Weibliche Auszubildende in mit
Förderung
Frauen gering besetzten Ausbilweiblicher
­Auszubildender dungsberufen
Förderfähig: Maler- und
Lackiererin
Förderung
von Allein­
erziehenden
Allein erziehende / r Auszubilden­
de / r mit mindestens einem Kind,
das das siebente Lebensjahr noch
nicht vollendet hat
Anteilig nach der entsprechenden
Bruttoausbildungsvergütung zum
Zeitpunkt des Beginns des Ausbildungsverhältnisses (nach BAV):
• 75 v. H. der mtl. Vergütung über
den gesandten Ausblildungszeitraum
Übernahme
von Auszubildenden
aus Konkurs­
betrieben
• Ausbildungsplatzverlust durch
Konkurs / Insolvenz des Berliner
Betriebes oder des Trägers
Anteilig nach der entsprechenden
(Keine Vorschläge) im jeweiligen
Ausbildungsjahr zum Zeitpunkt
der Übernahme (nach BAV):
• 75 v. H. der mtl. Vergütung über
den gesamten Ausbildungszeitraum
Einstiegs­­
qualifizierung
• bzw. durch Stilllegung eines
Berliner Betriebes
Für Jugendliche bis zum Alter
von 25 Jahren, die am 31.10.des
laufenden Jahres noch keine
Lehrstelle gefunden haben und
Tätigkeiten sind eng an den
Ausbildungsberuf geknüpft. Die
Jugendlichen haben Berufsschulpflicht.
Örtliche Agentur für Arbeit erstattet auf Antrag des Arbeitgebers
monatlich Teile der Vergütung,
max. 216 €
X
Gewährung jährlich (Vorauszahlung), nach Bestätigung über
Fortbestand des Ausbildungs­
verhältnisses
X
Gewährung jährlich (Vorauszahlung), nach Bestätigung über
Fortbestand des Ausbildungs­
verhältnisses
max. 7.500 € pro Ausbildungs­
verhältnis
X
*
X
*
X
X
Gewährung jährlich (Vorauszahlung), nach Bestätigung über
Fortbestand des Ausbildungs­
verhältnisses
max. 5.000 € pro Ausbildungs­
verhältnis
Gewährung halbjährlich (rückwirkend), nach Bestätigung über
den Fortbestand des Ausbildungsverhältnisses
itte nehmen Sie Kontakt auf zu Ihrer Handwerkskammer – nach Anfrage in den Kammern Cottbus, Frankfurt / Oder und Potsdam werden auch hier
*B
Zuschüsse und Hilfen bewilligt. Auf jeden Fall ist Ihre Kammer bemüht weiterzuhelfen. Auch eine Anfrage bei der Agentur für Arbeit hilft oft weiter.
13
14
Bildung Titelthema / Förderung
info.tip 5 / 2012
Nachgefragt
Angebote der Handwerkskammern
Grundsätzlich gehen alle 4 Kammern (Berlin, Cottbus, Frankfurt / Oder und Potsdam) auf ihrer Homepage umfassend und sehr
übersichtlich auf das Thema Ausbildung ein. Oft gibt es auch Seiten,
die alle wichtigen Informat­ionen für Azubis enthalten. In unserer
Tabelle finden Sie eine Übersicht der Fördermaßnahmen – ohne
Gewähr müssen wir hier leider sagen, denn wir haben diese Informationen „zusammengetragen“ und zu jeder Förderung auch in den
einzelnen Kammern nachgefragt.
Fazit: Auch wenn einige Förderungen im Land Brandenburg nicht
mehr gelten – die Mitarbeiter der Kammern bemühen sich ganz
bestimmt, Ihnen weiterzuhelfen. Es lohnt sich also immer, dort anzurufen!
Alle Kammern bieten eine Lehrstellen- und Praktikumsbörse an.
Zusammengeführt werden alle Angebote im Lehrstellenradar (hierzu
auch der Artikel auf Seite 12).
Kammern Cottbus und Frankfurt/Oder
Diese beiden Kammern – grenznah an Polen – suchen gezielt Auszubildende im Nachbarland. Die Kammer Frankfurt / Oder bietet
einen großen Teil ihrer Homepage komplett in Polnisch an. Cottbus
wirbt mit einem Link zur Ausbildungsberatung in polnisch.
Info.tip hat nachgefragt, welche Erfahrungen gemacht wurden.
Frankfurt / Oder
Siegmund Regen
Ausbildungsberatung und passgenaue Vermittlung
„Es gibt viele polnische Bewerber mit meist sehr guten Leistungen
(Zeugnissen), die sogar ein Technikum oder gymnasialen Abschluss
haben. Leider mangelt es bei 99 % der Bewerber an den Sprachkenntnissen. 2011 haben sich mehr als 100 Jugendliche beworben,
oft sind es die Eltern, die ihre Kinder auf diese Möglichkeit aufmerksam machen. Vorrangig interessieren sich die polnischen Bewerber
für Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Elektroniker. Bewerbungen
als Maler hatten wir bisher kaum. Eine gute Möglichkeit, die Jugendlichen in Ausbildung zu bringen ist die Einstiegsqualifizierung
(EQ), hier arbeiten wir eng mit der Agentur für Arbeit zusammen.
Wenn Arbeitsagentur, Ausbildungsbetrieb, die Kammer und der Jugendliche an einem Strang ziehen, klappt es auch!“
Cottbus
Sebastian Szajek
Ausbildungsberater
„Wir haben aktuell 12 polnische Bewerber. Diese haben sich bereits
in Polen besonders auf die deutsche Sprache vorbereitet. Kfz-Mecha-
troniker werden sehr gut vermittelt. Interesse am Malerberuf hatte
bisher kein polnischer Bewerber. Die Jugendlichen arbeiten einen
Monat zur Probe, dann beginnt die übliche 4-monatige Probezeit.
Bei der Anmeldung und der Bewältigung der recht hohen bürokratischen Hürden helfen wir sehr gerne weiter!“
Elke Gritzke
Termine In Kürze Internet E-Mail
Die Informationen der Kammer in Berlin-Brandenburg
finden Sie hier:
Berlin: www.hwk-berlin.de
Cottbus: www.hwk-cottbus.de
Frankfurt/Oder: www.hwk-ff.de
Potsdam: www.hwk-potsdam.de
Titelthema / Förderung Bildung
info.tip 5 / 2012
Was kostet mein Lehrling?
Stundenverrechnungssatz Lehrlinge
Ausbildungskosten
Das BMWi hat zu „Fragen der Verrechnung von Lehrlingslöhnen
bei Stundenlohnarbeiten“ Stellung genommen. Danach können,
wenn Lehrlinge bei Stundenlohnarbeiten „produktiv“ eingesetzt
werden, diese als Lohn- und Gehaltskosten der Baustelle angesetzt
werden.
Bei der Ermittlung der Preise für Bauleistungen, die in Durchführung öffentlicher oder mit öffentlichen Mitteln finanzierter Aufträge
erbracht werden, dürfen die unmittelbar auf die Fertigung verwendetet Arbeitszeit der Lehrlinge höchstens folgende Grundbeträge
angesetzt werden.
•• im ersten Lehrjahr 45 % des jeweiligen Facharbeiter- bzw. Gesellenlohnes
•• im zweiten Lehrjahr 55 % des jeweiligen Facharbeiter- bzw. Gesellenlohnes
•• im dritten Lehrjahr 6 5% des jeweiligen Facharbeiter- bzw. Gesellenlohnes
Stundenverrechnungssatz
Maler-Geselle
West
Ost
Berlin
47,63 €
43,03 €
43,17 €
1. Lehrjahr
21,43 €
19,36 €
19,43 €
2. Lehrjahr
26,20 €
23,67 €
25,01 €
3. Lehrjahr
30,96 €
27,97 €
28,06 €
Der volle jeweilige Facharbeiter bzw. Gesellenlohn, wobei dann bezüglich des Ansatzes der Stundenmengen zu berücksichtigen ist, dass
ein Lehrling üblicherweise erst längere Zeit als ein Facharbeiter bzw.
Geselle für die gleiche Tätigkeit benötigt. Wird der volle Facharbeiter- oder Gesellenlohn angesetzt, kann der „Lohn“ des Auszubildenden nach folgender Gleichung ermittelt werden:
„Lohn“ pro Azubi-Arbeits-Std. =
Arbeitsleistung Azubi je Arbeitsstunde
Arbeitsleistung eines entspr. Facharbeiters
je Arbeits-Std.
× St. Lohn Facharbeiter
Ein angemessener „Lohn“ des Auszubildenden ist hiernach der dem
Leistungsverhältnis „Auszubildender zu Facharbeiter“ ent­
sprechende Teil des Facharbeiterstundenlohnes. Bei einem Einzelnachweis der tatsächlich entstandenen Gemeinkosten des Bezugszeitraumes abzusetzen.
West
Ost
Berlin
1. Lehrjahr
Ausbildungsvergütung
5.736 €
5.663 €
5.748 €
Sozialkassenbeiträge
1.344 €
1.320 €
1.338 €
Ausbildungskosten
473 €
525 €
525 €
9.109 €
7.933 €
7.933 €
16.689 €
15.441 €
15.544 €
Ausbildungsvergütung
6.436 €
6.330 €
6.420 €
Sozialkassenbeiträge
1.501 €
1.476 €
1.494 €
Unterweisungskosten
Gesamtkosten
2. Lehrjahr
Ausbildungskosten
761 €
600 €
600 €
6.410 €
5.573 €
5.573 €
15.108 €
13.979 €
14.087 €
Ausbildungsvergütung
8.141 €
8.030 €
8.125 €
Sozialkassenbeiträge
1.898 €
1.871 €
1.891 €
868 €
718 €
718 €
Unterweisungskosten
Gesamtkosten
3. Lehrjahr
Ausbildungskosten
Unterweisungskosten
Gesamtkosten
3.713 €
3.213 €
3.213 €
14.620 €
13.832 €
13.947 €
Das steckt hinter den Positionen der Tabelle:
Ausbildungsvergütung
Beinhaltet Ausbildungskosten pro Jahr, Urlaubsgeld, VWL,
­Jahressondervergütung, Freiwillige Leistung (Weihnachtsgeld,
Messebesuche etc.)
Sozialkassenbeiträge
Sozialversicherung (19,62 %), Berufsgenossenschaft (3,65%)
Ausbildungskosten (Schätzwerte)
Einschreibgebühr / Lehrlingsrolle, ÜLU, Zwischenprüfung / Gesellenprüfung, Materialgebühr Prüfung, Berichtsheft, Literatur,
Lehrmittel, Werkzeuge
Unterweisungkosten (kalkulatorischer Ansatz)
•• Meisterunterweisung (1. Lehrjahr 4 Stunden pro Woche, 2. Lehrjahr 3 Stunden pro Woche, 3. Lehrjahr 2 Stunden pro Woche)
•• Vorarbeiter- / Gesellenunterweisung (1. Lehrjahr 6 Stunden pro
Woche, 2. Lehrjahr 4 Stunden pro Woche, 3. Lehrjahr 2 Stunden
pro Woche)
Quelle: Institut für Unternehmensführung
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16
Bildung Titelthema / Recht
info.tip 5 / 2012
Urlaubsentwicklung …
für Auszubildende im Auslernjahr
Im Auslernjahr des Lehrlings bestehen in der
betrieblichen Praxis oft Unsicherheiten bezüglich der Abwicklung des Urlaubs. In der
Regel scheiden Lehrlinge mit dem Bekanntwerden der bestandenen Prüfung aus dem
Malerbetrieb aus, meist ist dies Mitte / Ende
Juli bzw. August eines Jahres der Fall. Die
Höhe des Jahresurlaubsanspruches richtet
sich hierbei immer nach den Verhältnissen
(Alter, Status) zum 1. Januar des jeweiligen
Kalenderjahres (Kalenderjahr = Urlaubsjahr).
Der Urlaubsanspruch ändert (erhöht) sich
auch nicht, wenn der Lehrling im Laufe des
Jahres zum Junggesellen wird. Es ist insbesondere also kein anteiliger gezwölftelter
„Lehrlingsurlaub“ und „Gesellenurlaub“ im
Auslernjahr zu berechnen.
Im Auslernjahr hat der Lehrling somit Anspruch auf den vollen Urlaub, auch wenn er
aus dem Betrieb nach der Lehre ausscheidet,
da – von Sonderfällen abgesehen – die Lehrzeit in der zweiten Jahreshälfte endet. Beim
Ausscheiden in der 2. Jahreshälfte darf der
Urlaub nicht „gezwölftelt“ werden, vielmehr
erwirbt der Lehrling immer vollen Urlaubsanspruch. Der Urlaubsanspruch reduziert sich nach der Zwölftelungs-Methode
nur dann, wenn der Lehrling im 1. Halbjahr
(bis 30. Juni) seine Lehre beendet und aus
dem Betrieb ausscheidet.
Der Jahresurlaubsanspruch in Tagen ist
unverändert
Wurde der Urlaubsanspruch bereits vollständig in der Lehrzeit genommen, hat der übernommene Junggeselle keinen weiteren Anspruch auf Urlaub in diesem Jahr.
Sind in der Lehrzeit noch Urlaubstage offen,
ist der Resturlaub in der Gesellenzeit zum
Gesellenlohn zu gewähren.
Teilnahme an der Urlaubskasse
Der vom Betrieb im Laufe des Jahres übernommene Lehrling nimmt als gewerblicher
Junge Maler Berlin
Aus dem Blog „Junge Maler Berlin“ ist inzwischen die Homepage www.junge-malerberlin.de geworden. Warum?
„Es hat uns einfach nicht mehr
gereicht, hier zeitnahe Infos für Azubis
zu posten. Wir wollen umfassend
informieren und ein Portal werden,
auf dem junge Menschen, die sich für
eine Ausblildung im Maler- und
Lackiererhandwerk interessieren alle
wichtigen Informationen finden“
sagt Elke Gritzke
Geplant ist auch eine enge Zusammenarbeit
mit der „Reinhold-Burger-Oberschule“ in
Pankow und ein integrierter Blog, auf dem
Daniel, Azubi im ersten Lehrjahr und Quereinsteiger in den Malerberuf, laufend von
seinen Erfahrungen berichten wird. Seien Sie
gespannt und schauen Sie vorbei!
Arbeitnehmer erst zum 1. Januar des nächsten Jahres am Urlaubskassen-Verfahren teil.
Für die Zeit zwischen Ende Lehr / Beginn
UK-Verfahren gilt:
Praxistipp
Wenn Sie den Lehrling ohnehin in ein Arbeitsverhältnis übernehmen wollen, versuchen Sie möglichst den gesamten Jahresurlaub in der Lehrzeit zu gewähren. Dadurch
muss das Urlaubsgeld später nicht mit dem
höheren Gesellenlohn bezahlt werden.
Achtung
Wenn Sie nicht vorhaben, den Auszubildenden nach der bestandenen Ausbildung im
Betrieb zu beschäftigen, weisen Sie ihn am
besten ca. 2–4 Wochen vorher darauf schriftlich hin, um Missverständnisse zu vermeiden
(Dies ist aber keine Verpflichtung!). Sie sollten den Lehrling auf keinen Fall mehr in
­Ihrem Betrieb beschäftigen, sobald Sie in
irgendeiner Form (mündlich, telefonisch,
­
schriftlich) von der bestandenen Prüfung erfahren haben. Ansonsten wird rechtlich ein
mündlicher Arbeitsvertrag geschlossen!
Quelle: „das sollte man wissen“, 7 / 2012
info.tip 5 / 2012
Titelthema / Recht Bildung
Rechtsfragen zur Ausbildung
Die Ausbildung ist Bestandteil des Handwerks. Wie bei Arbeitsverhältnissen auch, werden im Rahmen von Ausbildungsverträgen immer wieder rechtliche Fragen relevant.
Die häufigsten Probleme werden nachfolgend kurz erläutert:
1. Fehlverhalten im bestehenden Ausbildungsverhältnis
Pflichtverletzungen des Auszubildenden sollten abgemahnt werden.
Insofern ist die Situation nicht anders als bei Vertragsverletzungen
durch Mitarbeiter, die ihre Ausbildung bereits beendet haben.
Für die Kündigung des Ausbildungsverhältnisses nach Ablauf der
Probezeit sind ordnungsgemäße vorherige Abmahnungen im Regelfall sogar unverzichtbare Voraussetzung, wenn dem Auszubildenden
verhaltensbedingt gekündigt werden soll.
2. Vorzeitige Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
Leider wird es immer wieder Situationen geben, in denen es aus der
Sicht des Ausbildungsbetriebes erforderlich ist, das Ausbildungsverhältnis vorzeitig zu beenden.
Eine Kündigung des Ausbildungsvertrages durch den Ausbilder ist
unproblematisch (nur) während der Probezeit möglich.
Die Probezeit beträgt mindestens einen und höchstens vier Monate.
Es ist dringend zu empfehlen, in Ausbildungsverträgen die längste
mögliche Probezeit von vier Monaten zu vereinbaren.
Denn nur während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis
ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, also „von heute auf morgen“ und ohne Nachweis eines besonderen Kündigungsgrundes gekündigt werden.
Dagegen kann nach Ablauf der Probezeit der Ausbildungsvertrag
nur noch aus wichtigem Grund gekündigt werden, wenn also die
Fortführung der Ausbildung für den Ausbildungsbetrieb nicht mehr
zumutbar ist.
Wann das der Fall ist, lässt sich kaum sicher vorhersagen. Jedenfalls
liegt die Messlatte der Ausbildungsausschüsse und der Arbeitsgerichte sehr hoch, insbesondere wenn die Ausbildungszeit schon fortgeschritten ist.
In diesem Fall – also nach Ablauf der Probezeit – wird eine Kündigung auch nur dann Erfolg haben, wenn der Auszubildende vorher wegen seiner Pflichtverletzungen ordnungsgemäß abgemahnt
wurde.
Aus der Sicht des Ausbildungsbetriebes kann daher nur ein Rat gegeben werden:
Eine Kündigung kann problemlos nur während der Probezeit erfolgen. Die Probezeit muss daher so lang wie möglich bemessen sein,
damit der Ausbilder genug Zeit hat, die Eignung und das Verhalten
des Auszubildenden zu prüfen.
Wenn die Ausbildung nicht erfolgversprechend ist, muss in der Probezeit gekündigt werden, um die eigene Rechtsposition nicht unnötig zu schwächen.
3. Zulassung zur Gesellenprüfung
Der Auszubildende wird zur Abschlussprüfung zugelassen, wenn er
die Ausbildungszeit zurückgelegt hat. Es ist nicht ausreichend, nur
im Betrieb und in der Berufsschule anwesend gewesen zu sein. Der
Ausbildungsverlauf muss erkennen lassen, dass die erforderlichen
Berufskenntnisse erworben wurden.
Die Zulassung zur Prüfung kann verweigert werden, wenn der Auszubildende zu hohe Fehlzeiten hatte. Das Verwaltungsgericht Berlin
hat in einem aktuellen Verfahren entschieden, dass Fehlzeiten von
26 % der Ausbildungstage zu hoch sind und in diesem Fall die Zulassung zur Prüfung verweigert werden kann (VG Berlin, Az. VG 12
K 548.12). In diesem Verfahren kam noch hinzu, dass ein wesent­
licher Teil der Fehlzeiten unentschuldigt war.
Aufgrund der hohen Fehlzeiten des Klägers hat das Gericht die Entscheidung, den Auszubildenden nicht zur Prüfung zuzulassen, be­
stätigt.
4. N
ichtbestehen der Abschlussprüfung
Wird die Prüfung nicht im ersten Anlauf bestanden, kann der Auszubildende die Ver­längerung des Ausbildungsverhältnisses bis zur
nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlangen, maximal aber
eine Verlängerung von einem Jahr.
Dr. Peter Grimm Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht
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18
Bildung Titelthema
info.tip 5 / 2012
Auslandsaufenthalt · Austausch
Schicken Sie Azubis ins Ausland
Über das Austauschprojekt „BeEurope“ können Handwerksbetriebe Lehrlinge ins europäische Ausland schicken. Das neue Berufsbildungsgesetz macht es für Auszubildende
im Handwerk leichter, Auslandserfahrung zu
sammeln – eine Chance für 120 junge Menschen in den nächsten zwei Jahren.
erkennt Ausbildungsabschnitte im Ausland
als gleichwertigen Teil der Berufsausbildung
im dualen System an. Diese müssen dem Gegenstand der inländischen Ausbildung entsprechen und Sprachkenntnisse und / oder
zusätzliche persönliche und fachliche Kompetenzen vermitteln.
Der Auslandsaufenthalt unterbricht das Ausbildungsverhältnis damit nicht und der inländische Ausbildungsbetrieb muss die Ausbildungsvergütung während des Auslandsaufenthaltes weiter zahlen.
Das Team der Projekt-Servicestelle vermittelt
dabei die Praktikumsplätze und übernimmt
eigenen Angaben zufolge die komplette Organisation von der Unterkunft bis zum Flughafentransfer. Gefördert werden die Praktika
durch das EU-Bildungsprogramm „Leonardo da Vinci“. Die Eigenbeteiligung liegt bei
rund 550 Euro.
Auch das jüngste Berufsbildungsgesetz
(BBiG) stärkt die internationale Mobilität
der Auszubildenden: Die novellierte Fassung
Austausch
Fachlicher Austausch auf hohem Niveau mit
dem Berliner Fachbetrieb Kaminski und
Brendel
Mit einem furiosen Event eröffnete Malermeister Michael Kiwall gemeinsam mit dem
Schirmherrn BVB-Legende Norbert Dickel
im vergangenen Jahr die unternehmensinterne Azubi-Akademie.
Diverse Maßnahmen bietet der Handwerksexperte aus dem Ruhrgebiet seinen Aus­
zubildenden seit Gründung der Akademie
an.
Als das absolute Highlight für alle Akademie-Azubis konnte der mehrtägige AzubiAusflug, im April diesen Jahres, nach Berlin
bezeichnet werden. Drei Anforderungen
stellte Michael Kiwall vor dem Event: „Wir
Insgesamt dürfen die Ausbildungsabschnitte
im Ausland maximal ein Viertel der in der
Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer betragen. Bei einer dreijährigen
Ausbildung sind das also bis zu neun Monate. Anrechnungen oder Ausbildungszeitverkürzungen bleiben unberücksichtigt.
Berufsschulen müssen den Auszubildenden
einen längeren Auslandsaufenthalt ermöglichen. Wie die Verantwortlichen des BeEurope-Dachprojekts „Go.for.Europe“ erklären,
wollten neben Spaß, auch fachlich wie kulturell etwas bieten und haben diese Ziele
rückblickend betrachtet sogar übertroffen.“
Mit den Auszubildenden startete die Unternehmensführung inkl. des stellvertretenden
Akademieleiters Sven Schloemp nach Berlin. Das Team aus dem Ruhrgebiet wurde
an einer der ersten Stationen durch Herrn
Schiller vom Arbeitskreis „Werkkunst“ in
der Zitadelle Spandau begrüßt und mit der
Arbeit der Malermeister in der Zitadelle vertraut gemacht. „Unsere Auszubildenden
werden im Tagesgeschäft selten mit diesen
alten Techniken konfrontiert“ stellte Michael Kiwall die wichtigste Erkenntnis der Zitadelle-Besichtigung heraus, „dabei ist es
wichtig sich mit der Geschichte und der
Herkunft des Handwerks zu befassen, um
das Bewusstsein für unsere Tradition zu bewahren und natürlich den hohen ideellen
Wert solcher Zusammenschlüsse sowie das
sehen die Schulgesetze der Länder aber noch
keine konkreten Regelungen für einen längerfristigen Auslandsaufenthalt von Auszubildenden vor.
Die Schulen sind aber an die neue Vorschrift
des Berufsbildungsgesetzes gebunden. Um
eine geeignete Lösung für die Beurlaubung
von der Berufsschule zu finden, sollten Auszubildende und Betriebe sich frühzeitig mit
der Berufsschule oder der zuständigen Schulaufsichtsbehörde in Verbindung setzen, erklärt Go.for.Europe.
Hilfe bekomme Sie auch von den Handwerkskammern!
Quelle: WUP-Rundschreiben
Termine In Kürze Internet E-Mail
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Zusammengehörigkeitsgefühl schätzen zu
lernen.“
Besonders erkenntnisreich war auch die
Vorstellung sowie der fachliche Austausch
mit Herrn Brendel aus dem Hause des
­Malerfachbetriebs Kaminski und Brendel
und die anschließende Stadtführung des
stellvertretenden Obermeisters der Berliner
Innung, Herrn Hans-Jürgen Oeltze, unter
dem Titel „Berlin aus Sicht eines Berliners!“
„Unser besonderer Dank gilt Herrn Oeltze
von der Berliner Innung, Herrn Brendel sowie Herrn Schiller vom Arbeitskreis „Werkkunst“, die sich so umfassend und freundlich um uns gekümmert und diese Veranstaltung zu einem tollen Erfolg gemacht
haben!“ bedankte sich Maike Kiwall abschließend bei den Unterstützern.
Quelle: kk – die Kopiloten
Titelthema Bildung
info.tip 5 / 2012
h · Förderprojekt
Besten-Förderung
für Auszubildende
sto-Lacktechniker Stipendium
So haben leistungsstarke Maler und Lackierer
an sechs deutschen Fachschulen die Möglichkeit, ein Aufbaustudium zum staatlich geprüften Techniker zu absolvieren. Weil diese anspruchsvolle Fortbildung eine immense
Investition bedeutet, hat die Sto-Stiftung ein
Stipendiaten und Berufsschullehrer der
Fachschulen aus Berlin, Fulda, Hildesheim,
Lahr/Schwarzwald, München und Stuttgart
kamen drei Tage in Hamburg zusammen. Zum
Programm gehörten Betriebsbesichtigungen,
Kommunikationstrainings und ein Architekturrundgang in der Hamburger HafenCity, Europas
größtem Stadtentwicklungsquartier.
Foto: Sto-Stiftung/Christoph Große
Stipendium für die Technikerausbildung ausgelobt.
Die Fachschulen Berlin, Fulda, Hildesheim,
Lahr / Schwarzwald, München und Stuttgart
konnten je einen förderungswürdigen Schüler benennen. Diese Gesellen des Maler- und
Lackiererhandwerks, die einen höheren Abschluss und Studienreife anstreben, werden
zwei Jahre lang mit 1.000 Euro pro Semester
unterstützt.
Anfang Juli kamen die neuen Stipendiaten
gemeinsam mit ihren Berufsschullehrern zu
einem dreitägigen Förderseminar in Hamburg zusammen. Unter dem Motto „Architektur erleben und Industrielackierung er­
fahren“ standen Betriebsbesichtigungen,
etwa bei Lufthansa Technik, und ein individuelles Kommunikationstraining auf dem
Programm.
Alle Informationen finden Sie unter: www.
sto-stiftung.de.
Azubi-Ausflug des Dortmunder
Maler­betriebs Kiwall ein voller Erfolg
Quelle: PM sto-Stiftung 2012
Die Sto-Stiftung erweitert in 2012 / 2013 ihre
Förderaktivitäten für Auszubildende im Maler- und Lackiererhandwerk. Das als Bestenförderung angelegte Projekt „Du hast es
drauf – zeig’s uns.“ hat sich zum Ziel gesetzt,
begabte und gleichzeitig wirtschaftlich
schlechter gestellte Auszubildende in aufeinander aufbauenden Fördermodulen zu unterstützen.
Jede Berufsschule in Deutschland kann ein
Klassenmitglied benennen, dessen Notendurchschnitt im zweiten Jahreszeugnis besser
oder gleich 2,4 ist. Diese von den Schulen
vorgeschlagenen jungen Leute werden im
ersten Schritt mit einem umfangreich bestückten Werkzeugkoffer sowie einem einschlägigen Buchpaket im Gesamtwert von
800 Euro unterstützt.
Hintergrund der Idee ist es, den talentierten
und vielversprechenden Nachwuchs in der
Maler-Branche in seiner Leistung anzuerkennen und zu motivieren. Die Sto-Stiftung lobt
zudem eine neue Bestenförderung aus: Die
Bewerber mit dem Durchschnitt 2,4 oder
besser erhalten zur Vorbereitung auf die Gesellenprüfung erneut ein entsprechendes Bildungspaket sowie ein iPad mit Jahresvertrag
im Gesamtwert von etwa 1000 Euro.
19
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Technik – Werkstoffe – Umweltschutz basik-net
info.tip 5 / 2012
Sicherheit mit Aufbau und Benutzung von Fahrgerüsten
Aus der Praxis der Sicherheitsfachkraft
Beim Einsatz von Fahrgerüsten oder auch fahrbare Arbeitsbühnen
genannt, hat der Unternehmer einige Arbeitgeberpflichten zu beachten. Grundlage hierfür sind wie immer das Arbeitsschutzgesetz, die
Betriebssicherheitsverordnung und die Vorschriften und Regeln der
Berufsgenossenschaft.
Vor einiger Zeit ereignete sich in einer Berliner Malerfirma ein ziemlich schwerer Absturzunfall. Ein Malergeselle kippte mit
dem Fahrgerüst um und krachte aus 5 m
Höhe auf Betonboden. Ergebnis: Knochenbrüche an Schulter, Becken und Knie.
Die Unfallermittlung durch Kriminalpolizei, Berufsgenossenschaft und Arbeitsschutzbehörden ergab eindeutig eine
Pflichtverletzung durch den Arbeitgeber.
Das Fahrgerüst entsprach nicht der Aufbau- und Verwendungsanleitung und sie
war auf der Baustelle auch nicht verfügbar.
Praxistipps
•• Fahrbare Arbeitsbühnen dürfen nur unter Aufsicht einer befähigten Person auf-, ab- oder umgebaut werden.
•• Die Beschäftigten müssen fachlich geeignet und speziell für diese
Arbeiten in Verbindung mit der Betriebsanweisung unterwiesen
sein.
•• Fahrbare Arbeitsbühnen immer nach Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers errichten. Dabei ist insbesondere zu beachten:
– Nur Bauteile eines Herstellers verwenden.
– Die Belaghöhe richtet sich nach der Aufbau- und Verwendungsanleitung und darf in Gebäuden maximal 12 m betragen.
– Außerhalb von Gebäuden beträgt die maximale Höhe 8 m.
•• Das
Anbringen von Hebezeugen ist verboten. Ausnahme: Die
Aufbau- und Verwendungsanleitung lässt dieses ausdrücklich zu.
•• An fahrbaren Arbeitsbühnen muss an der jeweiligen Arbeitsebene
ein dreiteiliger Seitenschutz vorhanden sein.
•• Fahrbare Arbeitsbühnen sind vor der Verwendung von einer befähigten Person zu prüfen.
•• Fahrbare Arbeitsbühnen nur langsam und auf ebenem, tragfähigem und hindernisfreiem Untergrund fahren.
•• Fahrrollen müssen nach dem Verfahren durch Bremshebel festgesetzt werden.
•• Der Aufenthalt von Personen auf fahrbaren Arbeitsbühnen während des Verfahrens ist nicht zulässig.
•• Bei aufkommendem Sturm (ab Windstärke 6) und nach Beendigung der Arbeiten fahrbare Arbeitsbühnen gegen Umsturz sichern.
Was ist noch zu beachten?
Der Arbeitgeber hat eine Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten
vorzunehmen und Sicherheitsmaßnahmen festzulegen. Die Mitarbeiter sind vor Beginn der Arbeiten zum sicheren Umgang mit Fahrgerüsten zu unterweisen. Die Aufbau- und Verwendungsanleitung
muss bei der Montage vor Ort jederzeit den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.
Der gesetzliche Unfallversicherer verlangte
Regress. Der Aufsichtsführende für die
Baustelle, Malermeister XY, musste wegen
Verletzung seiner Pflichten eine Geldbuße
von 200 Euro aus eigener Tasche bezahlen.
Die Malerfirma musste ihre Betriebshaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen.
Die Arbeiten verzögerten sich um zwei
Tage. Der SiGeKo kam ins Schwitzen, weil
es noch mehr Mängel auf der Baustelle gab.
BG Baustein B23
Fahrbare
Arbeitsbühnen
Im Nachgang hatte die Verletzungen für den abgestürzten Gesellen
keine warnende Wirkung. Etwa ein Jahr später wurde er von einer
Aufsichtsperson der BG BAU ermahnt, als er gerade von einer Hebebühne in eine Dachkonstruktion kletterte. Offenbar hatten die
durchgeführten Unterweisungen zur Arbeitssicherheit auf das Verhalten dieses Mitarbeiters keinen positiven Einfluss.
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Ab sofort ist es möglich, dass die registrierten Nutzer (Vertragspartner) unseres Internetportals mehrere Zugänge pro Betrieb anmelden
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Mitarbeiter eines Betriebes eigenständig Gefährdungsbeurteilungen
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Ihr Ansprechpartner
Marian Langos
Telefon: 030.31582565
E-Mail: m.langos@uve.de
Beate Bliedtner
Telefon: 030.22328627
E-Mail: bliedtner@malerverband.de
• Links / Downloads bei www.basik-net.de / Empfehlung: Download der aktuellen Version von Adobe Reader
• Browser-Empfehlung zur Nutzung unserer Internetportale
Kostenloser Download des Internetbrowsers Firefox (14,4 MB)
• Aktuelle Meldungen auf der Startseite unserer Internetportale
www.basik-net.de und www.basiss-net.de
• TRBS 2121 Teil 1 Gefährdung von Personen durch Absturz TRBS 2121 Bereitstellung und Benutzung von Gerüsten
• BGI 663 Umgang mit Arbeits-und Schutzgerüsten
Handlungsanleitung Arbeits- und Schutzgerüste
• Baustein B 23 aus der „Gelben Mappe“ der BG BAU Fahrbare Arbeitsbühnen B 23
info.tip 5 / 2012
BFS-Merkblätter Technik – Werkstoffe – Umweltschutz
Neue BFS Merkblätter
BFS-Merkblatt Nr. 10
BFS-Merkblatt Nr. 21
Beschichtungen, Tapezier- und Klebearbeiten
auf Innenputz
Technische Richtlinien für die Planung u. Ver­
arbeitung von Wärmedämm-Verbundsystemen
Die Aktualisierung dieses Merkblatts bezieht die inzwischen euro­
päisch harmonisierte Normung der Putzmörtel (EN 998-1,
EN 13279), die neue Klassifizierungen dieser Bauprodukte mit sich
gebracht hat, mit ein. Für die Oberflächenvorbehandlung von Innenputzen durch Spachtelung wurden Abgrenzungen zwischen
Fleck- und Teilspachtelung festgelegt und die gebräuchlichen Spachtelmassen nach ihrer Stoffart, ihrem Anwendungsbereich und ihrer
Eignung beschrieben. Die Qualitätsstufen abgezogener, geglätteter,
abgeriebener und gefilzter Putzoberflächen (Q1 bis Q4) sind entsprechend dem BVG-Merkblatt Nr. 3 in einem Anhang mit den
zugehörigen Bestimmungen und Eignungen für die Oberflächenbehandlung wiedergegeben.
Entsprechend den europäischen Klassifizierungen der verschiedenen
Putze wird deren grundsätzliche Eignung bezüglich ihrer Tragfähigkeit für die verschiedenen Beschichtungen und Wandbekleidungen
(Tapeten) beschrieben. Diese Hinweise dienen der Unterstützung
bei der Planung und gelten nur für neue Innenputze.
Die Richtlinien waren insbesondere der fortgeschrittenen Entwicklung bei den Dämmstoffplatten für WDVS sowie ihrer Produktklassifizierungen und ihrer Befestigung (z. B. versenkte Dübelung, Klebeschaum) dem Stand der Technik und der Normung anzupassen.
Die Verarbeitungshinweise, die allgemein für WDVS mit Polystyrolund Mineralwolledämmstoffen gelten, wurden weitgehend präzisiert
und ergänzt. Damit waren auch die zahlreichen Detailzeichnungen
in dem Merkblatt anzupassen. Die Ausführung von Brandriegeln
sowie die Ausführungen zur Wartung und Instandhaltung von
WDVS durch Überholungsbeschichtungen wurden ergänzt. Für die
Feststellung der Dübelmengen und Dübelanordnung werden drei
verschiedene Verfahren beschrieben, die die inzwischen nach DIN
1045-4 zu ermittelnden Windsogkräfte und Windzonen berücksichtigen. Auch bezüglich der Abdichtungen und der Herstellung von
Anschlüssen (einschließlich der Fensterbankkonstruktion und
-montage) war die Richtlinie dem in den letzten Jahren weit fortgeschrittenen Stand der technischen Regelwerke anzupassen.
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Aus den Innungen Berlin und Frankfurt/Oder
info.tip 5 / 2012
Shaolin Tempel in Berlin
Der Shaolin Tempel Deutschland besteht seit
2001 in Berlin und ist der erste direkte Ableger des legendären Songshan Shaolin Tempels im Herzen der Provinz Henan / China.
Der Songshan Shaolin Tempel gilt weltweit
als Geburtsstätte des Chan (Zen) Buddhismus und als die Wiege der Kampfkünste.
2010 wurde die 1500 Jahre alte Shaolin Kultur und der Songshan Shaolin Tempel in die
Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.
Damit so viele Menschen wie möglich von
den Lehren und Künsten der Shaolin profitieren können, hat der Ehrwürdige Großmeister Shi Yong Chuan, Abt des Shaolin
Tempel Deutschland, das Projekt Tempelbau
ins Leben gerufen. Geplant ist eine Tempelanlage in Berlin für Europa auf der Tempelhofer Freiheit. Als ersten Schritt nimmt der
Shaolin Tempel an der Pioniernutzung auf
der THF Freiheit teil. Hier haben alle Besucher die Möglichkeit sich über die Shaolin
Kultur zu informieren und an dem kostenlosen Unterrichtsprogramm der Shaolin Mönche teilzunehmen. Ein Pavillon dient den
Teilnehmern als Unterstand und lädt die Besucher zum Verweilen ein.
Mit Hilfe vieler Förderer konnte der Pavillon
realisiert werden. Dabei geht unser herzlichster Dank an Frau Bliedtner und die Malerund Lackiererinnung Berlin für die Unter-
stützung bei der Suche eines Fachbetriebes,
der das Projekt ehrenamtlich unterstützt.
menarbeit und die großzügige Unterstützung.
Unser größter Dank geht an Herrn Malermeister Franke (Malermeister und Technikerbetrieb Friedrich-Wilhelm Franke), der
trotz seiner regulären Aufträge, kurzfristig die
Zeit gefunden hat, den Pavillon mit einem
fachmännischen Anstrich zu versehen. In
Zusammenarbeit mit einem weiteren Förderer, der Akzo Nobel Deco GmbH, hat Herr
Franke die passende Materialauswahl getroffen, um den Pavillon mit der passenden Beschichtung zum Strahlen zu bringen.
O Mi To Fo (Buddha segne Dich)!
Im Namen der Shaolin Mönche bedanke ich
mich herzlich für die hervorragende Zusam-
Alle Leser sind herzlich eingeladen an dem
kostenlosen Programm der Shaolin Mönche
am Pavillon teilzunehmen. Informationen dazu finden Sie unter www.shaolin-tempel.
eu unter Projekt Tempelbau Pioniernutzung,
oder direkt am „Pionierfeld 1 Columbiadamm“ THF Freiheit am Columbiadamm.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Ursula Schaedel, Projektleitung Tempelbau
Shaolin Tempel Deutschland
Handwerker spenden
für Kindertageshospiz in Frankfurt/Oder
Mit Unterstützung vieler Unternehmen des
Handwerks der Stadt und der Region haben
die Rekonstruktionsarbeiten an der Fassade
des Kindertageshospizes „Sonnentag“ an der
Heilbronner Straße in Frankfurt (Oder) begonnen. Die Anregung dazu gab der Kiwanis-Club Frankfurt (Oder), dessen oberstes
Anliegen es ist, sich für das Wohl der Kinder
einzusetzen.
Die beteiligten Unternehmen und Einrichtungen leisten Geld- und Sachspenden. Zu
den Sponsoren gehören auch die Malereibetriebe:
•• Malermeister Clemens Noreisch
•• No Graffiti Robert Noreisch
•• Malermeister Steffen Kadetzki
•• Malermeister Michael Hirt
•• Marx & Domke GbR
sowie die Innung des Maler- und Lackiererhandwerks Oderland, die Kreishandwerkerschaft Oderland, die Kreishandwerkerschaft
Oder-Spree, die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) Region Ostbrandenburg, die
Maler- und Lackierer-Innung Oder-Spree
und weitere Innungen
„Die Erneuerung dieses Gebäudes ist
für viele Handwerksunternehmen
Herzenssache. Unser gemeinsamer
Spendenaufruf fiel daher auf
fruchtbaren Boden. Darüber freuen
wir uns im Interesse der Angehörigen
sehr“, erklärte Wolfgang Zithier,
Hauptgeschäftsführer der
Handwerkskammer.
Aus der Verbandsgeschäftsstelle info.tip 5 / 2012
Als neue Mitglieder begrüßen wir:
Impressum
Herausgeber:
Fachverband Farbe-Gestaltung-Bautenschutz
Landesinnungsverband des Maler- und Lackiererhandwerks
Berlin-Brandenburg
Wuthenowstraße 1 . 12169 Berlin
Telefon: (030) 2 23 28 60 . Fax: (030) 22 32 86 20
00 Innung Berlin
Innungsbezirk I/II
Sören Jahns
Choriner Straße 63
10435 Berlin
Anzeigen und Verlag:
Gesellschaft zur Förderung des Berliner Maler- und
Lackierer­handwerks mbH
Wuthenowstraße 1 . 12169 Berlin
Telefon: (030) 2 23 28 60 . Fax: (030) 22 32 86 20
Redaktionsteam:
Julia Gustavus V. i. S. d. P.
Elke Gritzke (leitende Redakteurin)
Walter Felder, Beate Bliedtner
Layout: Elke Gritzke, L101 Mediengestaltung
Satz und Lithos:
L101 Mediengestaltung
Stromstraße 38 . 10551 Berlin
Telefon: (030) 36 41 66 19 . E-Mail: Mail@L101.de
Druck:
Druckerei Häuser KG, Köln
Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung
des Herausgebers zulässig. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder. Zur Zeit gilt für alle Anzeigen und Beilagen
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Entgelt ist im Mitgliedsbeitrag enthalten,
Erscheinungsweise 8x jährlich
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