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Die Schule ist vorbei, und was kommt jetzt?

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Die Schule ist vorbei,
und was kommt jetzt?
Gesicht 2010 fürs
Cover gesucht!
Abstimmung auf www.einstieg.com
E
in Covershooting mitmachen und den Titel
eines Magazins zieren? Für viele Jugendliche
ein heimlicher Traum, der jetzt vielleicht in Erfüllung geht. Das bundesweit erscheinende
„EINSTIEG Abi“-Magazin bringt den Gewinner
des Fotowettbewerbs „EINSTIEG Abi Gesicht
2010“ aufs Cover! Gesucht sind sympathische
Schüler, die ihre Modelqualitäten unter Beweis
stellen wollen. Interessierte senden ihr Bild bis
zum 16. Mai per E-Mail an covershooting@einstieg.com. Als Jury fungieren die User von
www.einstieg.com, die per Online-Voting bis
Ende Mai das „EINSTIEG Abi Gesicht 2010“
wählen können. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird dann zum Fotoshooting nach Köln
eingeladen. „Eigentlich wäre jetzt mal wieder
eine Frau an der Reihe, nachdem im letzten
Jahr Marco aus Mettmann gewonnen hat“,
sagt Stefan Moskopp, Chefredakteur des Studien- und Berufswahlmagazins. Das bislang
einzige weibliche „EINSTIEG Abi Gesicht“,
Victoria Engelhardt, erzählt in der aktuellen
Ausgabe, wie es für sie nach dem Wettbewerb
weitergegangen ist. Das neue Heft liegt jetzt
kostenlos an zum Abitur führenden Schulen
sowie in den Arbeitsagenturen aus. Infos unter
02 21 / 3 98 09-30 sowie www.einstieg.com.
ABITURIENTENMESSE: Informationen zur Studien- und
Berufswahl – Vorträge und Diskussionsrunden auf drei Bühnen
A
usbildung? Studium? Oder
nach dem Abi erstmal ab ins
Ausland? Unterstützung bei der
Studien- und Berufswahl erhalten Schüler und Abiturienten
am 7. und 8. Mai auf der Abiturientenmesse EINSTIEG Abi. In
Halle 1 der Messe Karlsruhe in
Rheinstetten informieren rund
150 Hochschulen aus dem Inund Ausland, Unternehmen, Beratungsinstitutionen, Verbände
und Kammern über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten und geben Tipps zu Berufswahl, der Bewerbung, der Studienfinanzierung und dem Auslandsaufenthalt.
Jugendliche,
die nach dem Abi studieren
möchten, können sich bei rund
60 Hochschulen aus der Region
und aus ganz Deutschland informieren.
Vor Ort beraten unter anderem die Hochschule Karlsruhe,
das Karlsruher Institut für Technologie, die Duale Hochschule
Baden-Württemberg, die AlbertLudwigs-Universität
Freiburg,
die Universität Heidelberg, die
Technische Universität Dresden,
die Universität des Saarlandes
und die Fachhochschule Köln.
Wer sich für eine Berufsausbil-
Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung
und Forschung:
Deutschland ist das Land der
Innovationen. Wegweisende Innovationen wurden hier auf den
Weg gebracht. Sie wurden geschaffen von engagierten Ingenieurinnen, Wissenschaftlern,
Facharbeiterinnen und Fachangestellten. Bringen auch Sie Ihre
Talente und Fähigkeiten in den
Innovationsprozess ein. Das Abi-
dung oder ein Duales Studium
interessiert, trifft auf der EINSTIEG Abi auf namhafte Unternehmen wie Daimler, Siemens,
die Deutsche Bahn, EnBW –
Energie Baden-Württemberg,
die Landesbausparkasse BadenWürttemberg oder die Deutsche
Flugsicherung. Die IHK Karlsruhe präsentiert sich im Forum für
berufliche Bildung gemeinschaftlich mit über 20 ihrer Mitgliedsunternehmen und Bildungspartnern aus der Region.
Hier mit dabei sind unter anderem walter services, GlaxoSmithKline, die Oberfinanzdirektion
Karlsruhe und die Steinbeis Business Academy.
Informationen rund um das
Thema Auslandsaufenthalt erhalten die Messebesucher bei
Hochschulen aus dem Ausland
sowie bei verschiedenen Sprachreiseveranstaltern: Rede und
Antwort stehen etwa die London Metropolitan University, die
César Ritz Colleges Switzerland,
die Universidad Europea de Madrid, Praktikawelten und EF
Sprachreisen. Über den Wehrersatzdienst und das Freiwillige
Soziale Jahr gibt das Bundesamt
für Zivildienst Auskunft. Schul-
tur eröffnet viele Wege für eine
erfolgreiche
Berufslaufbahn.
Das Angebot an interessanten
Studiengängen und Berufs- und
Bildungsgängen ist groß. Um
das richtige Fach oder den richtigen Beruf für sich zu finden, gilt
es, sich rechtzeitig über die vielfältigen Möglichkeiten zu informieren und die eigenen Stärken
zu erkennen. Auch die Entscheidung für einen vielleicht untypischen aber richtigen Studienund Berufsweg sollte überlegt
werden.
Nutzen Sie die vielen Informationsmöglichkeiten aus erster
Hand. Fragen Sie nach. Denn
wer gut informiert ist, kann gute
Entscheidungen treffen.
Benjamin Frank Hilbert,
Vorsitzender der Bundesschülerkonferenz:
Eine Messe wie diese ist eine
wunderbare Sache, da man gebündelt einen guten Überblick
über den Start in den neuen Le-
abgänger, die sich noch nicht
sicher sind, welchen beruflichen
Weg sie einschlagen möchten,
finden am Stand der Agentur
für Arbeit Karlsruhe und bei der
EINSTIEG Studien- und Berufsberatung Unterstützung bei der
Berufswahl.
TIPPS ZUM NEUEN
STUDIENABSCHLUSS
Auf drei Bühnen finden rund
50 Vorträge und Diskussionsrunden zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten,
Karriereperspektiven und Arbeitsmarkttrends statt. Auf der Orientierungsbühne gibt es Tipps zur
Bewerbung, den neuen Studienabschlüssen Bachelor & Master,
dem Dualen Studium, zu Überbrückungsmöglichkeiten nach
dem Abitur und zu Karrierechancen mit einer beruflichen
Ausbildung. In der Talkrunde
„BecomeIng“ diskutieren Hochschul- und Unternehmensvertreter über Berufsbilder und Karrierewege mit einem ingenieurswissenschaftlichen Studium und
in der Talkrunde „Den Trends
auf der Spur – Chancen im Mo-
Jugendliche, die studieren
möchten oder eine Berufsausbildung anstreben, finden auf der EINSTIEG Abi
zahlreiche Informationen.
Foto: EINSTIEG Abi
debusiness“ werden Einstiegsmöglichkeiten in die Modebranche aufgezeigt. Offiziell eröffnet
wird die EINSTIEG Abi Karlsruhe
am Freitag, 7. Mai von 11 bis
11.30 Uhr, mit der Talkrunde
„Ausbildung oder Studium? Wie
finde ich heraus, welcher Beruf
zu mir passt?“. Auf der Orientierungsbühne (Bühne O) diskutieren Bernd Bechtold, Präsident
der IHK Karlsruhe und Präsident
des Baden-Württembergischen
Industrie- und Handelkammertags, Gerhard Volz, Mitglied der
Geschäftsführung der Agentur
für Arbeit Karlsruhe, und Prof.
Dr. Norbert Henze, Chief Information Officer am Karlsruher
Institut für Technologie.
PROMINENTE
UNTERSTÜTZUNG
Prominenter Pate der Abiturientenmesse EINSTIEG Abi in
Karlsruhe ist der Comedy-Star,
Schauspieler und Moderator
Pierre M. Krause. Der Gewinner
des Deutschen Fernsehpreises
moderiert eine Late-Night-Show
im SWR-Fernsehen und ist seit
2009 regelmäßig bei „Harald
Schmidt“ zu sehen. Mit seiner
Unterstützung der EINSTIEG Abi
Messe für Ausbildung und Studium möchte der gebürtige
Karlsruher junge Menschen
dazu auffordern, sich rechtzeitig
über ihre berufliche Zukunft zu
informieren.
Schirmherren der EINSTIEG
Abi Messe in Karlsruhe sind Professor Dr. Marion Schick, Ministerin für Kultus, Jugend und
Sport des Landes Baden-Württemberg, Eva Strobel, Vorsitzende der Geschäftsführung der
Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für
Arbeit, Dr. Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung
und Forschung, Hans-Peter Vogeler, Vorsitzender des Bundeselternrates, und Benjamin Frank
Hilbert, Vorsitzender der Bundesschülerkonferenz. Lehrer ha-
Grußworte zur Messe
bensabschnitt bekommt. Man
kann sozusagen „vor Ort“ nachfragen, sich Informationen beschaffen und danach vielleicht
schon besser abschätzen, ob
dieses oder jenes „mein Ding“
ist. Vielen Schülerinnen und
Schülern fällt es schwer, sich zu
entscheiden, wie es nach dem
Abitur weitergehen soll, und genau an diesem Punkt, denke ich,
ist eine Messe wie die EINSTIEG
Abi genau richtig, da hier ganz
verschiedene Wege aufgezeigt
werden, die man gehen kann. Je
besser man sich vorbereitet,
umso schneller kann man den
Sprung von der Schule zum Studium oder zur Ausbildung bewerkstelligen.
Hans-Peter Vogeler, Vorsitzender des Bundeselternrates:
Wenn es um Studium und Beruf geht, sind selbst für erwachsene Kinder die Eltern wichtig.
Nicht nur, weil sie die Ausbildung oder das Studium finanzieren, sondern vor allem als
Berater im weitverzweigten Angebot der Studiengänge und
Ausbildungsmöglichkeiten.
Der Bundeselternrat gibt den
Eltern Hilfestellungen für diese
Aufgabe. Er trägt Informationen
zum Übergang zwischen Schule
und Beruf zusammen und gibt
diese an die Eltern weiter.
Daher wünscht der Bundeselternrat allen Besuchern, dass sie
die Informationen nutzen können.
Eva Strobel, Vorsitzende
der Geschäftsführung Regionaldirektion
BadenWürttemberg der Bundesagentur für Arbeit:
Der Übergang von der Schule
in ein Studium oder eine Ausbildung ist eine Weichenstellung
ben am 7. Mai, von 11 bis 13
Uhr und 14 bis 16 Uhr die Möglichkeit, an kostenfreien Workshops zur Berufsorientierung
teilzunehmen. Die EINSTIEG Abi
Karlsruhe ist am 7. Mai von 9 bis
17 Uhr, und am 8. Mai, von 9 bis
16 Uhr geöffnet. Der Eintritt
kostet fünf Euro.
Weitere Infos 02 21 / 3 98 0930 oder auf www.einstieg.com/
events. Hier stehen auch das Begleitprogramm, die Ausstellerliste sowie Infos zum kostenfreien
Messeshuttle online.
cb
Messeshuttle:
Ein kostenfreier
Shuttle-Bus pendelt
zwischen der Messe
Karlsruhe und dem
Hauptbahnhof.
www.einstieg.com
im Leben, die gut vorbereitet
sein will. Wer diesen Schritt
frühzeitig plant und eine qualifizierte Ausbildung absolviert, der
hat auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten ein geringeres Risiko, arbeitslos zu werden.
Im Jahr 2012 verlassen in BadenWürttemberg zwei Abiturjahrgänge die Oberstufe.
Für diese Schüler ist es umso
wichtiger, sich frühzeitig zu informieren.
Als Schirmherrin der Messe
EINSTIEG Abi wünsche ich den
jungen Menschen viel Erfolg bei
ihrer Berufswahl.
Das Land braucht
viele Ingenieure
DUALE HOCHSCHULE: Vortrag, Diskussion,
Studierende präsentieren ihre Projekte
D
ie Duale Hochschule BadenWürttemberg Karlsruhe informiert über die Studienmöglichkeiten. Professoren, Studierende und Mitarbeiter beantworten Fragen rund um das
Studium in den Bereichen Technik und Wirtschaft. Am Samstag, 8. Mai, stellt Prof. Dr. Georg
Richter, Prorektor und Studienbereichsleiter Technik, zusätzlich
auf der Orientierungsbühne 0
von 10.15 bis 10.45 Uhr die Duale Hochschule vor. Ab 10.45
Uhr beteiligt er sich an der Diskussionsrunde „BecomeIng –
Chancen im Ingenieurberuf“.
Baden-Württemberg mit seiner
hohen Industriedichte ist vom
Ingenieurmangel besonders betroffen. Die DHBW bietet im Bereich Technik die Studiengänge
Elektrotechnik, Maschinenbau,
Mechatronik, Papiertechnik, Sicherheitswesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Angewandte Informatik, Informationstechnik
und neu ab Oktober 2010 den
Studiengang Arztassistent (Physician Assistant).
Über
Zulassungsvoraussetzungen, Anforderungen, Karriere- und Berufschancen und vie-
les informieren Mitarbeiter und
Studierende an ihrem Stand am
IHK-Rondell – auch über die
Möglichkeiten im Bereich Wirtschaft: BWL-Bank, BWL-Handel,
BWL-Industrie,
BWL-Steuern
und Prüfungswesen, BWL-Versicherung,
BWL-International
Business Administration, Wirtschaftsinformatik und Unternehmertum. Diese Studiengänge sind äußerst beliebt. Deshalb
sollten sich Interessierte schon
ein- bis eineinhalb Jahre vorher
bei den Partnerunternehmen
der DHBW bewerben.
Studierende des Studiums
Wirtschaftsingenieurwesen stellen auf der Einstieg Abi folgende
Projekte vor: Freitag, 9 bis 13
Uhr: sea2water – ein innovatives Entsalzungssystem für den
Einsatz in Katastrophengebieten. Freitag, 13 bis 17 Uhr: Cubease – der multifunktionelle
Flaschenöffnerwürfel öffnet Verschlüsse aller Art. Samstag, 9 bis
14 Uhr: EL-BOXX – der elektronische Briefkasten mit Einwurfsbenachrichtigung durch ein
akustisches und visuelles Signal.
Mehr Infos unter www.dhbwkarlsruhe.de.
sd
Exzellent in
der Lehre
TU KAISERLAUTERN:
Für Ingenieure und
Naturwissenschaftler
D
ie TU Kaiserslautern ist
die einzige naturwissenschaftlich-technisch
ausgerichtete Universität
in Rheinland-Pfalz. Als
Campus-Universität
mit
rund 12 200 Studierenden
bietet sie in zehn Fachbereichen 95 Studiengänge
an. Durch den Früheinstieg
ins Studium in Elektro-/
Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik
und Physik während des
Wehr- oder Zivildienstes
kann das Präsenzstudium
um bis zu zwei Semester
verkürzt werden. Im Oktober 2009 wurde die TU
Kaiserslautern im bundesweiten Wettbewerb „Exzellenz in der Lehre“ als
eine von sechs Sieger-Universitäten ausgezeichnet.
Die angehenden Ingenieure und Naturwissenschaftler profitieren darüber hinaus von den zahlreichen
renommierten Forschungseinrichtungen, die mit der
TU kooperieren, zum Beispiel zwei Fraunhofer-Institute.
www.uni-kl.de
Abiturienten sind
sehr begehrt
INTERVIEW: IHK-Präsident Bernd Bechtold
zu den Chancen auf dem Ausbildungsmarkt
D
ie Karrierechancen für Abiturienten sind hervorragend,
denn die Firmen haben sehr großen Bedarf an Nachwuchskräften. Dies hob IHK-Präsident Bernd
Bechtold in diesem Interview gegenüber den BNN hervor.
2012 verlässt ein doppelter
Abitursjahrgang die Gymnasien. Wie reagiert die Wirtschaft, wie reagiert die IHK
Karlsruhe auf diese Situation?
Bernd Bechtold: Auf diese
einmalige Situation in zwei Jahren beginnen sich die Unternehmen bereits heute vorzubereiten. Viele Betriebe sehen dies als
Chance an, junge und motivierte Abiturienten für ihre Unternehmen zu gewinnen. Deshalb
werden die Firmen ihr Angebot
an Ausbildungsplätzen wie auch
beispielsweise an Studienplätzen für die Duale Hochschule
deutlich anheben. Wir als IHK
Karlsruhe sehen unsere Aufgabe
darin, die Unternehmen dabei
zu beraten und zu begleiten sowie gleichzeitig verstärkt in den
Schulen über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.
Wie stehen die Chancen von
Abiturienten auf dem Ausbildungsmarkt?
Bechtold: Glänzend. Rund
ein Drittel der Abiturienten haben sich im vergangenen Jahr
für eine Duale Ausbildung entschieden und das ganz bewusst.
Um es deutlich zu sagen: Abiturienten sind bei den Unternehmen sehr beliebt und begehrt.
Am Beispiel der Informationsund Kommunikationswirtschaft
möchte ich das verdeutlichen.
Seit Jahren bildet die IT-Wirtschaft auf hohem Niveau aus.
Rund sieben Prozent aller Ausbildungsplätze in der TechnologieRegion Karlsruhe entfallen
aktuell auf die fünf IT-spezifischen Ausbildungsberufe. Es
könnten jedoch deutlich mehr
sein. Es fehlt schlichtweg an Bewerbern. Die Betriebe würden
sofort ein Drittel mehr Jugendliche ausbilden, wenn es denn
Bewerber gäbe. Der Bedarf an
Nachwuchskräften ist in den
vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Ebenso kontinuierlich ist die Zahl der unbesetzten Lehrstellen gestiegen.
Warum kann sich für einen
Abiturienten die berufliche
Ausbildung lohnen?
Bechtold: Zum einen sind die
Karrierechancen hervorragend
aufgrund des schon beschriebenen großen Bedarfs der Firmen.
Aber zudem ist die praktische
Erfahrung von großem Wert.
Das erworbene Fachwissen ist
dabei ebenso von Bedeutung
wie das allgemeine Wissen über
die Abläufe in Betrieben. Dieser
Vorteil kommt beispielsweise
besonders zum Tragen, wenn
sich an die Berufsausbildung
noch ein Studium anschließt.
Viele Unternehmen wissen diese
Kombination aus Theorie und
Praxis besonders zu schätzen
und entscheiden sich häufig für
solche Bewerber.
Die IHK Karlsruhe hat vor
knapp zwei Jahren das bundesweit einzigartige Pilotprojekt „Wirtschaft macht Schule“ gestartet. Wie kam diese
Initiative an den Schulen und
vor allem an den Gymnasien
an?
Bechtold: Sehr gut. In der
Zwischenzeit pflegen bereits 78
Prozent aller Gymnasien zwischen Bühl und Bruchsal eine
solche Partnerschaft. Und ich
bin überzeugt, dass bis zum Jahresende die verbleibenden Schulen noch hinzukommen werden.
An dieser Stelle möchte ich mich
im Namen der regionalen Wirtschaft bei den Lehrern und
Schülern für ihre Aufgeschlossenheit und ihr Engagement bedanken. Bei diesem Projekt profitieren letztlich beide Seiten. Ich
möchte nicht leugnen, dass zu
Beginn der IHK-Initiative der Informationsbedarf besonders an
den Gymnasien sehr hoch war.
Kein Wunder: Mit solch einem
Projekt haben wir Neuland betreten. Aber in vielen Gesprächen mit Rektoren, Lehrern und
Schülern ist inzwischen ein Vertrauensverhältnis und eine echte
Partnerschaft entstanden.
mh
Berufseinsteiger mit Energie: Die EnBW setzt auch dieses Jahr wieder voll auf Ausbildung.
Schon im Studium
Praxiserfahrung sammeln
AUSBILDUNG BEI DER ENBW: Das Unternehmen bietet
30 Ausbildungs- und Studienberufe an 14 Standorten
E
rlebtes Lernen statt trockener
Theorie, so lautet das Erfolgsrezept der EnBW Energie BadenWürttemberg AG beim Thema
Ausbildung. Wie das konkret
aussieht, erklärt Ausbildungsleiter Klaus Engelbach: „Natürlich
müssen unsere Studierenden
und Auszubildenden auch mal
büffeln. Grundsätzlich setzen
wir aber darauf, dass die jungen
Leute das Erlernte möglichst
bald praktisch anwenden können. Daneben bieten wir noch
jede Menge Seminare und Veranstaltungen, die die Ausbildung sinnvoll ergänzen.“
METHODEN- UND
SOZIALKOMPETENZ
Bernd Bechtold, Präsident der IHK
Karlsruhe.
Foto: IHK
Foto: EnBW
Für die angehende Wirtschaftsingenieurin Anne-Christine Birkle war die EnBW die richtige Entscheidung. „Für mich
besteht der große Vorteil eines
DH-Studiums bei der EnBW darin, dass man schon während
des Studiums Praxiserfahrung
sammeln kann – und das an
ganz unterschiedlichen Standorten und in verschiedenen Bereichen.“
Ihr Kommilitone Sebastian
Ams studiert Informationstechnik (IT) und kann der Ausbildung
bei der EnBW ebenfalls eine
Menge abgewinnen. „Man bekommt Einblick in ganz unterschiedliche
Geschäftsfelder“,
meint er. „Es geht eben nicht
nur um die reine IT, sondern
auch um Kraftwerkstechnik und
Stromversorgung.“
Neben dem reinen Fachwissen können die jungen Leute bei
der EnBW verstärkt Methodenund Sozialkompetenzen erwerben – denn diese werden im
Berufsleben immer wichtiger.
Gemeinsam mit Kolleginnen
und Kollegen aus anderen Studiengängen und Ausbildungsberufen hat der Nachwuchs immer wieder die Möglichkeit, aus
dem Alltag herauszutreten, um
die EnBW und sich selbst besser
kennenzulernen.
So gibt es zum Beispiel zu Beginn der Ausbildung eine gemeinsame Einführungswoche
oder die „Strom-Erleben-Tage“,
bei denen die Azubis und Studierenden den Konzern vor Ort
im Kraftwerk hautnah kennenlernen.
Soziales Engagement gehört
bei der EnBW ebenfalls zur Ausbildung dazu. „Unser Projekt
‚Soziales Lernen’ bringt unsere
DH-Studierenden und Auszubildenden auf Tuchfühlung mit
hilfsbedürftigen Mitmenschen“,
so Engelbach. Die Jugendlichen
und jungen Erwachsenen können auf freiwilliger Basis für ein
bis zwei Wochen in Behindertenwerkstätten, in Kindergärten
oder Altenheime gehen und
dort mitarbeiten.
Auch in diesem Jahr setzt die
EnBW Energie Baden-Württemberg AG wieder voll auf die Ausbildung: 334 jungen Menschen
können ins Berufsleben starten.
Gemeinsam mit Dualen Hochschulen bzw. Fachhochschulen
bietet die EnBW insgesamt 14
verschiedene Bachelor-Studiengänge an.
Sowohl im technischen als
auch im kaufmännischen Bereich gibt es insgesamt 16 verschiedene Ausbildungsberufe.
Als drittgrößtes deutsches Energieversorgungsunternehmen
bildet EnBW an 14 Standorten
in Baden-Württemberg aus. Die
Studien-Angebote gehen von
Betriebswirtschaftslehre
im
Fachbereich „Industrie“ bis hin
zu Elektrotechnik. Das breite
Spektrum der Ausbildungsberufe reicht vom Industrie- und Veranstaltungskaufmann
(w/m)
über den Anlagenmechaniker
(w/m) und Elektroniker für Betriebstechnik (w/m) bis hin zum
Chemielaboranten (w/m).
www.enbw.com/ausbildung
Business Process Outsourcing-Partner
In der Zahlenwelt zu Hause
DIENSTLEISTUNGSMARKETING: Theorie und Praxis bei walter services – Kooperation mit der Dualen Hochschule
STADTWERKE: Zum Bachelor of Arts über die Duale Hochschule
Studiengangsleiter
Prof. Dr. Christian Führer
Personalchef
Ernst-Joachim Villis
Bereichsleiter
Jens Reichert
Kundencenterleiter
Peter Zumbach
D
schaftsinformatik aus. Während
der Praxisphasen bei walter services werden die Studierenden
optimal von den Mitarbeitern
betreut und erleben ein Servicecenter hautnah. Weiterhin erlernen sie den Umgang mit Kunden
und Mitarbeitern in IT-Projekten
und haben die Möglichkeit,
praktische Erfahrungen zu sammeln, die sie mit den theoretischen Lerninhalten der dualen
Hochschulen ergänzen werden.
Mannheim bietet jungen Bewerbern mit Interesse an Marketing
und Vertrieb im einem Dienstleistungsumfeld wissenschaftliche Theorie und Berufspraxis im
Doppelpack. Da die Studenten
neben ihrem Studium eine berufspraktische Ausbildung bei
einem Partnerunternehmen der
DHBW Mannheim durchlaufen,
können die erlernten Fähigkeiten direkt in die Praxis umgesetzt werden, im Ergebnis erwerben die Studenten ein hohes
Maß an Employability. Langfristig winken geeigneten und ambitionierten Absolventen des
Studiengangs daher auch Führungspositionen in ihren Unternehmen. Speziell mit walter services verbindet den Studiengang
BWL-Dienstleistungsmarketing
eine mehrjährige enge Partnerschaft – eine wichtige Voraussetzung für den Studienerfolg
an der DHBW Mannheim. Mit
seinem breiten Spektrum an
Dienstleistungen bietet walter
services interessierten jungen
Menschen eine Vielzahl an beruflichen Herausforderungen,
und das unabhängig vom Standort.“
schaftsnahe akademische Ausbildung in Kooperation mit den
Dualen Hochschulen Mannheim
und Karlsruhe. Seit mehr als drei
Jahrzehnten ist walter services
engagierter Ausbilder mit einer
eigenen Akademie und findet
inzwischen in allen Bereichen eines modernen Dienstleistungsunternehmens mit Hilfe des dualen Systems neue Nachwuchsführungskräfte. Die Duale Hochschule bietet erfolgreichen
Schulabgängern mit entsprechender Persönlichkeit und Engagement die Möglichkeit, bereits frühzeitig Führungsverantwortung zu übernehmen und
vermittelt theoretische und
praktische Voraussetzungen, um
in leitende Positionen hineinzuwachsen: vom Kennen zum
Können. Dabei fördert das
Wechselspiel von Lernen und
Arbeiten die Leistungsmotivation. In den vergangenen Jahren
haben wir so einen Großteil unserer Führungscrew rekrutiert.“
ie Ettlinger walter services
GmbH, Dienstleister für Business Process Outsourcing im
Kundenservice und Vertrieb, engagiert sich besonders für Absolventen mit Hochschulreife. Für
sie bietet walter services viele
Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Das Unternehmen
verfügt über eine hauseigene
Akademie mit qualifizierten Trainern und legt großen Wert auf
die Ausbildung und Weiterbildung im eigenen Haus. So bildet
walter services in enger Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim und Karlsruhe Abiturienten
mit dem Abschlussziel Bachelor
of Arts in der Fachrichtung
Dienstleistungsmarketing und
Bachelor of Science in Wirt-
Der Studiengangsleiter
Prof. Dr. Christian Führer
Studiengangsleiter
Dienstleistungsmarketing
Duale Hochschule BadenWürttemberg Mannheim
„Der Studiengang BWL-Dienstleistungsmarketing der DHBW
Der Personalchef
Ernst-Joachim Villis
Direktor Human Resources
walter services
„Als traditionsreicher und international erfolgreicher Business
Process
Outsourcing-Partner
bietet die walter services GmbH
eine abwechslungsreiche, verantwortungsvolle und wirt-
Der Bereichsleiter
Jens Reichert
Bereichsleiter Key Account
Management walter services
„Seit zehn Jahren bei walter services, bin ich seit November
2009 als Dozent an der Berufsakademie in Mannheim. Mein
Ziel ist es, den Studenten einen
möglichst praxisnahen Eindruck
und Fakten rund um das Kundenmanagement zu vermitteln.
Das heißt, die Studenten lernen,
wie man kalkuliert, Projekte profitabel steuert und wie sich die
Struktur eines Kundencenters
gestaltet. Ich habe Chemie-Ingenieurwesen an der Universität
Karlsruhe studiert und habe
mich bei walter services auf das
Call Center Management mit
dem Schwerpunkt Handel und
Versandhandel spezialisiert. Neben harten, kalkulatorischen
und administrativen Faktoren
kommt es meiner Ansicht nach
vor allem im Dienstleistungsmarketing vornehmlich auf die
Soft Skills, also den Menschen,
an. Die Frage heißt nicht: ‚Wie
sieht ein gutes Kundencenter
aus?‘ und ‚Wie löse ich die Probleme?‘, sondern ‚Wie schaffe
ich es, das, was ich in der Theorie als Wissen und Lösungsmodul im Kopf habe, mit den Menschen im Kundencenter umzusetzen?‘
Der Kundencenterleiter
Peter Zumbach
Leiter Kundencenter
walter services
„Ich habe selbst an der Dualen
Hochschule studiert, 2004 meinen Abschluss als Diplom-Betriebswirt gemacht und bin seit
Anfang 2009 hier auch als Dozent tätig. In meinem Beruf als
Leiter Kundencenter habe ich
mich auf den Bereich Healthcare
spezialisiert, so dass meine Beiträge für die praxisorientierte
Wissensvermittlung auf eigenen
Erfahrungswerten
basieren.
Denn hier sehe ich insbesondere
im Bereich der Personalführung
die elementaren Bestandteile
jeglichen Management-Systems.
Mir ist es wichtig den Studenten
einen praktischen Einblick zu
vermitteln, da viele uns nur aus
der Perspektive des Kunden
kennen. Besonders spannend
sind die gemeinsam mit den
Studenten entwickelten Konzepte und Szenarien für einen
effizient gestalteten Kundenprozess. Neben den exzellenten
Bedingungen an der Dualen
Hochschule haben Absolventen
einen weiteren Vorteil: Betriebe,
die während einer dreijährigen
Ausbildung in ihre Studenten investieren, übernehmen diese
auch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit.“
sz
www.europasekretaerin.de
Staatlich anerkannte Ausbildung an der BBS in Baden-Baden,
zusätzlicher Universitätsabschluss „Bachelor of Arts (Hons)“ möglich
+ viele Weiterbildungsangebote mit IHK-Abschluss, 0 72 21 2 26 61
A
m liebsten ist Anna-Kathrin
Drescher in der Welt der
Zahlen zu Hause. „Das liegt mir
eben besonders“, meint die 21
Jahre alte Studentin der Dualen
Hochschule (DH) Karlsruhe, der
ehemaligen
Berufsakademie
(BA). Dort studiert sie im vierten
Semester Betriebswirtschaft mit
Fachrichtung Industrie. Ein gutes und sicheres Verhältnis zu
Zahlen ist dort absolute Grundlage. Das Ziel der Studentin: Der
Abschluss mit dem Titel „Bachelor of Arts“. Die Form des Studiums ist besonders: Drei Monate
ist Anna-Kathrin Drescher an
der DH, drei Monate in ihrem
Ausbildungsbetrieb. Das sind
die Stadtwerke Karlsruhe, die
neben dem Studiengang Betriebswirtschaft auch noch Bewerber im Bereich Elektrotechnik einstellen.
Für Anna-Kathrin Drescher
war immer klar, dass sie nach
ihrem Abitur studieren will.
„Aber die Universität hat mich
nicht so gereizt.“ Auf einem Tag
der offenen Tür der Dualen
Hochschule lernte sie das Prinzip
der dualen Ausbildung kennen,
was sie schließlich überzeugte.
Der beständige Wechsel zwischen der theoretischen Vermittlung von Wissen an der Hochschule und der praktischen Arbeit im Betrieb ist reizvoll, stellt
aber auch eine Herausforderung
dar. „Man muss sich immer wieder umgewöhnen, aber es ist
abwechslungsreich und spannend“, findet die 21-Jährige, die
in der Nähe von Bretten lebt.
Im Gegensatz zu vielen Studierenden an anderen Hoch-
schulen verlaufen auch die Tage
während der dreimonatigen DHPhase für Anna-Kathrin Drescher
wie normale Arbeitstage, die
morgens um 8.30 Uhr beginnen
und erst am Nachmittag gegen
16 oder 17 Uhr enden. Fast
gehe es ein bisschen wie im
Klassenverband zu, der sie ein
wenig an das Gymnasium erinnert. „Man lernt sich in diesem
Verband ganz gut kennen, hilft
sich auch mal beim Unterrichtsstoff“, erzählt sie von ihren Er-
Ann-Kathrin Drescher absolviert ihre
Ausbildung zum Bachelor of Arts bei
den Stadtwerken Karlsruhe.
fahrungen, „und geht auch mal
am Wochenende zusammen
weg“. Nur wer einen Ausbildungsvertrag vorlegen kann, erhält Zugang zur Dualen Hochschule. Anna-Kathrin Dreschers
„Vertragspartner“ sind die
Stadtwerke Karlsruhe. Auf das
Versorgungsunternehmen
ist
die Studentin bei der Messe
„Einstieg Abi“ in der Messe
Karlsruhe aufmerksam geworden. „Die Leute am Stand waren sehr nett und haben überzeugt“, sagt sie. Den netten
Eindruck, den Anna-Kathrin
Drescher vom Messestand mitgenommen hat, hat sich dann
bestätigt. „Das Arbeitsklima ist
richtig gut und die Kollegen sehr
freundlich.“ Die Themenpalette
der ist groß: Allgemeine Betriebswirtschafslehre, Volkswirtschaftslehre, Materialwirtschaft,
Rechnungswesen, Mathematik,
Englisch, Recht oder Sozial- und
Methodenkompetenz. Am Ende
der drei Monate wird der umfangreiche Stoff in Klausuren
geprüft. „Man muss konstant
dabeibleiben und darf nicht ins
Hintertreffen geraten“, rät sie
künftigen Bewerbern. Innerhalb
der drei Jahre werden außerdem
zwei Projektarbeiten verfasst,
am Ende steht die Abschlussarbeit auf dem Programm. All die
Anstrengung lohnt sich aber
nach Meinung der Studentin:
„Man hat nach drei Jahren ein
abgeschlossenes Studium in der
Tasche und hat schon was erreicht.“ Besonders prägend für
Anna-Kathrin Drescher war der
dreimonatige Auslandsaufenthalt. Dieser führte sie an die Mittelmeerküste nach Alicante. Gearbeitet hat sie dort in einem
kleinen Unternehmen, das europa- und weltweit Geschäftsreisen organisiert sowie Transportdienstleistungen anbietet. „Das
hat mir supergut gefallen, meine Sprachkenntnisse haben sich
deutlich verbessert.“ Mehr Infos
gibt es auf der „Einstieg Abi“
auf dem Stand U 18.
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