close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ausschreibung - 2.4 mR Klassenvereinigung

EinbettenHerunterladen
Der T!p
www.tipbt.de
­– Anzeige –
Sofortbefüllung
 KurzT!ps
Donnerstag, 23. Oktober
2014
(ulk) Bayreuther Winterdorf.
Maxstraße. 10.30 Uhr // Unsterblichkeit und Freiheit - die
europäische Faszination an
der Weisheit Indiens. Evang.
Studierendengemeinde. 19.30
Uhr // Unifete. Rosenau.
21:00 Uhr // Zirkus Beretton.
Glashaus. 22 Uhr
Freitag, 24. Oktober 2014
Der Gott des Gemetzels. Studiobühne. 19:00 Uhr // Eishockey. Eisstadion. 20:00 Uhr //
Polizeiwach 08/15. Stadthalle
(Kleines Haus). 20:00 Uhr //
Deuxième Etage. Rosenau.
21:00 Uhr // Bootylicious.
Borracho. 22:00 Uhr // Thank
God It‘s Friday. 360 Club.
23:00 Uhr // The Constellation. Suite. 23:00 Uhr
Samstag, 25. Oktober 2014
Podiumsdiskussion: „Politik
vs. Ökonomie: Wer ist David?
Wer ist Goliath?“. Evangelisches Gemeindehaus. 18:30
Uhr // Bayreuth City Beats.
Borracho. 20:00 Uhr // Polizeiwache 08/15. Stadthalle
(Kleines Haus). 20:00 Uhr
// Sascha Reh. Hugendubel.
20:00 Uhr // Caro Josée. Bechersaal. 20:30 Uhr // Herbst.
Töne.
Schokoladenfabrik.
21:00 Uhr // 2000er Party.
Herzogkeller. 22:00 Uhr //
Grizzly Beats. Koco. 22:00
Uhr // Rafiki. Glashaus. 22:00
Uhr // Black Sugar. 360 Club.
23:00 Uhr // Dancehall Nice
Again. Suite. 23:00 Uhr
Sonntag, 26. Oktober 2014
Hochzeitsmesse.
Stadthalle. 13:00 Uhr // Basketball.
Oberfrankenhalle. 17:00 Uhr
// Delikatessen: Ein Augenblick Liebe. Cineplex. 17:00
Uhr // Dylan Thomas: „Unter
dem Milchwald“. Studiobühne. 17:00 Uhr // Delhia de
France. Glashaus. 20:00 Uhr
Montag, 27. Oktober 2014
Sneak Preview. Cineplex.
20:00 Uhr // Mint – Herbstuni. Universität Bayreuth.
Dienstag, 28. Oktober 2014
Benefizkonzert mit dem
Weh rb e re i ch s mu s i k ko r p s
Erfurt. Stadthalle (Großes
Haus). 20:00 Uhr // Sübkültür. Forum Phoinix. 20:00 Uhr
// Mine. Glashaus. 22:00 Uhr
// Mint – Herbstuni. Universität Bayreuth.
Mittwoch, 29. Oktober
2014
Delikatessen: Ein Augenblick
Liebe. Cineplex. 17:00 Uhr //
Spöko-Party. Borracho. 22:00
Uhr // We Love Students.
Trichter. 22:00 Uhr // Mint
– Herbstuni. Universität Bayreuth // Registrierungsaktion
der DKMS. Universität Bayreuth. 11 bis 15 Uhr
4 KinoT!p
4 BuchT!p
Ruth Weiss. Meine Schwester Sara.
Die Burenfamilie Leroux
lebt in Südafrika Ende der
1940er Jahre, zur Zeit der
Apartheid. Ein überzeugter Vertreter und Mitglied
dieser nationalistischen Regierung ist auch der Familienvater. Als sich die Eltern
entschließen, eine Kriegswaise aus Deutschland zu
adoptieren, verändert sich
ihr bis dahin von Traditionen und festgefahrenen Ansichten bestimmtes Leben
mehr, als sie ahnen konnten
und fordert sie dazu auf,
sich aktiv mit ihren Vorstellungen und Ansichten auseinanderzusetzen.
(and) Als sich die Familie
Leroux gemeinsam mit anderen Familien versammelt,
um die deutschen Kriegswaisen zu empfangen und ihnen
ein blondes, blauäugiges und
verschüchtertes Mädchen zugeteilt wird, das von nun an
mit ihnen leben wird, ist die
Freude groß. Vater, Mutter
und Geschwister nehmen es
herzlich in ihre Gemeinschaft
auf. Doch diese euphorische
Stimmung hält nicht lange an.
Als ein halbes Jahr später die
offiziellen Dokumente eintreffen, die Sara Lehmann als
jüdisches Kind ausweisen, das
nach vier Jahren im KZ Bergen-Belsen in ein Waisenhaus
kam, erfährt das Schicksal
Quelle: Ruth Weiss. Meine Schwester
Sara; München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG; 1.
Auflage 2002 (9,00€)
des Mädchens eine drastische
Veränderung.
Der Vater, der vor Eintreffen dieser Nachricht noch
einen liebevollen Umgang
mit Sara pflegte, es den anderen Kindern sogar vorzog,
entzieht ihr mit einem Mal
seine Zuneigung. Er bleibt
in seinen Überzeugungen als
Mitglied des Apartheidsregimes verhaftet. Allein die
Mutter und der älteste Sohn
Jo, die ebenfalls zu Mitwissern werden, gleichzeitig aber
zu Stillschweigen verpflichtet
sind, verändern ihr Verhalten
nicht. Da die Geschwister die
Ablehnung des Vaters gegenüber Sara spüren, drangsa-
lieren und schikanieren sie
sie fortan. Für das Mädchen
beginnt eine schwere Zeit,
welche sie mit der Hölle vergleicht: „,Ich meine genau,
was ich sage. […] Ich war acht
Jahre alt und lebte schon lange in der Hölle. Ich wusste,
ich muss irgendetwas ganz
Schlimmes getan haben – Pa
weigerte sich, mit mir nur ein
Wort zu wechseln, die Jungen
gingen mir aus dem Weg, die
Zwillinge schimpften mich
aus, schubsten und schlugen
mich, sie ließen sich immer
etwas einfallen. Ich muss diese Strafe verdient haben, habe
ich gedacht, weißt du. […]‘“ (S.
92) Jo, aus dessen Perspektive
die Geschichte geschildert
wird, beschreibt die Schwere
der Situation folgendermaßen: „Das war das Schlimmste
von allem. Sara war verwirrt,
konnte nicht verstehen, was
sie getan hatte, um die Strafe
zu verdienen. […]“ (S. 92)
Ruth Weiss führt dem Leser
hautnah und ergreifend vor
Augen, wie sehr sich Rassismus und Intoleranz auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken und ein ganzes
Leben prägen können. Sie
beschreibt das gleichzeitige
Ringen der Protagonistin um
die Anerkennung des Vaters
und ihr späteres Engagement
für die Rechte der Schwarzen in der Zeit der Apartheid.
Eine authentische, ergreifende
Geschichte, die nahegeht und
zum Nachdenken anregt.
Partys, Literatur und viel Musik
Veranstaltungstips für die nächsten Tage
Die ersten beiden Wochen der Vorlesungszeit sind vorbei und mit ihnen
kommt die kalte und nasse Jahreszeit, bei der man sich lieber drinnen
aufhält. Damit einem zu Hause nicht
die Decke auf den Kopf fällt, kommen hier ein paar Termintipps für
euch.
Veranstaltung „dichter_innen_kreis
bayreuth – ‚Chaos’ – Literarische (Zwischen)Formen“ sollte man sich nicht
entgehen lassen. Im Forum Phoinix
(Kämmereigasse 9 ½) tritt die Besetzung „zwanzigvierzehn“ auf und trägt
textialisch Werke zwischen Literatur
und Poesie vor. (Beginn 20 Uhr).
The Constellation. in der Suite
(sob) Indie-Freunde aufgepasst: Am
Freitag, den 24. Oktober, steigt in der
Suite (Kirchplatz 3) ein Abend der
etwas anderen Art. Ganz nach dem
Motto „DJ’s vs. Band“ gibt es Livemusik vom Feinsten: Ab 24 Uhr spielt die
Band WYOMING (Einlass ab 23 Uhr).
Mit einem bunten Mix von Arcade Fire
bis zu The XX will euch anschließend
das DJ-Duo The Constellation. um Philipp Weidiger und Bastian Sünkel mit
den heißesten Indieklängen auf der
Tanzfläche zum Schwitzen bringen.
Wer über Verlosungen oder Happy
Hours passend zur Veranstaltung auf
dem Laufenden bleiben will, sollte bei
The Constellation. auf Facebook vor-
Mine im Glashaus
Die Newcomerin Mine stimmt am
Dienstag, den 28. Oktober, melancholische Töne an. Ab 22 Uhr (Einlass 21
Uhr) tritt die Mainzerin, die eigentlich Jasmin Stocker heißt, im Glashaus
auf. Zusammen mit ihrer Band fährt
sie quer durchs Land und regt mit ihrer Musik zum Nachdenken an. Sie
selbst sagt über ihre deutschsprachige
Musik: „Hauptthema ist auf jeden Fall
ein kleiner Kampf zwischen Herz und
Kopf, was nicht heißt, dass es sich nicht
vereinen lässt.“ Bei ihr steht die Kunst
an erster Stelle und beweist, dass man
auch mit leisen Klängen viel bewegen kann (Eintritt: 5€ Vorverkauf/ 6€
Abendkasse).
Quelle: https://www.facebook.com/
photo.php?fbid=836308229733222&
set=gm.847204441990787&type=1&t
heater
beischauen. Für Besitzer eines Studentenausweises gibt es 1€ Nachlass auf
den Eintritt (regulär: 7€ mit Band, 5€
ohne Band).
Literatur bei Sübkültür
Wer nicht so in Feierlaune ist, wird
am Dienstag, den 28. Oktober, bei der
„Sübkültür am Dienstag“ fündig. Die
Can A Song Save Your Life
(ulk)„Independent-HipsterFeel-Good-Movie mit Hollywoodstars“, so beschreibt der
rbb den Film „Can A Song
Save Your Life?“. Anders als
der Titel vermuten lässt,
handelt es sich hier nicht um
eine überdramatische Hollywoodproduktion, sondern
um einen kleinen Indiemusikfilm, dessen Handlung
sich um die Musikerin Gretta
(Keira Kneigthley) und den
Musikmanager Dan (Mark
Ruffalo) dreht. Gretta, frisch
von ihrem Freund betrogen und verlassen, und Dan,
frisch gefeuerter Musikmanager, begegnen sich in New
York in einer Bar. An ihrem
eigentlich letzten Abend in
New York lässt Gretta dort
all ihrem Frust durch ihre
Musik freien Lauf und Dan
sieht in ihr die Chance an
frühere Managererfolge anzuknüpfen. Nach anfänglichem Zweifel gibt Gretta
nach und die Beiden beginnen ,in Ermangelung eines
Musikstudios, ein Album in
den Straßen New Yorks aufzunehmen. Die Musik und
die Arbeit miteinander gibt
den beiden mehr als sie am
Anfang erwartet hatten…
Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine musikalische Reise durch New York
und gibt Einblicke in die verkorksten Leben von Gretta
und Dan, die großartig besetzt sind. Solche Hollywoodgrößen mal nicht in einem
der üblichen Blockbuster
zu sehen, ist wirklich erfrischend. Und auch Maroon5Frontmann Adam Levine,
der übrigens als der „sexiest
Man alive“ gilt, spielt seine
Rolle als Grettas (Ex-)Freund
durchaus überzeugend. Aber
der Film überzeugt nicht nur
mit guten Schauspielern und
großen Namen, auch die Musik kann sich durchaus hören lassen. Der Soundtrack
bietet mit Cee-Lo Green,
dem Cessyl Orchestra und
eben Adam Levine, für jeden
Musikgeschmack etwas. Das
einzige, was man dem Film
wirklich vorwerfen kann,
ist sein etwas kitschiger Stil
an manchen Stellen. Dieser
wird aber durch die humorvollen Teile oft wieder wettgemacht. Alles in allem also
ein wirklicher sehenswerter
Film, der einen höchstens
die Musik von Maroon5
(noch) weniger mögen lässt.
Ihrer leeren
Druckerpatronen
ab 5,- Euro
Druckertankstelle
Die Befüller der 1. Stunde
23. Oktober 2014 • Nr. 536
von Yaniv Ginati
Schwerelosigkeit, Leere, Freude, Liebe, Vertrauen, Angst, Zukunft
ungewiss - aber wunderschön. Siege, Tränen, fließen, vergehen,
stoppen, trennen, ohne
Verbindung,
wegrennen. Jung, alt, neu,
erfrischend, kein Unterschied, Altes kann
ebenso entzücken. Vorwort, unkonventionell,
keine Fakten, nur Impulse, Eindrücke und
Gefühle, mehr zu wissen - unmöglich. Frei
sein, studieren, eigene Welt konstruieren,
neue Wege gehen oder
stehen bleiben, fließen, blockieren. Herzklopfen, Stille, eiserner
Wille, Gedanken, Ziele,
verbissen, verschlissen.
Verstand sagt Ja, Herz
sagt Nein, Entscheidungsschwierigkeiten,
Musik, feiern, eins sein.
Denken, nachdenken,
Worte finden, suchen,
entstehen lassen, verkrampfen, Lösen der
Schranken, Gedanken
kommen lassen, kein
Wollen, nur Sein. Verfehlen,
zugestehen,
Fehler einsehen, neu
machen, Neues entstehen lassen, Chancen
bleiben immer bestehen. Freunde treffen,
Versprechen halten und
brechen, sich bezechen,
immer
das
Gleiche,
ausbrechen. Morgenröte, Energie für den Tag,
positive
Einstellung,
erleben was erwünscht
ist, nur meistens ungefragt. Lernen, sehnen
nach den Sternen, auf
dem Boden der Tatsachen, versuchen das
Beste draus zu machen.
Abschließen,
Tränen
vergießen, Neuanfang,
alles von vorne oder
ganz
anders,
Freude, Liebe, Vertrauen,
Angst,
Schwerelosigkeit, Leere, Zukunft
ungewiss - aber wunderschön.
Es trägt seinen Herrn und wird von seinem Herrn getragen.
Diesmal zu gewinnen: 1x einen Kino-Gutschein
Lösung bis Sonntag an:
raetsel@tipbt.de
Lösung letzter Woche:
28
Gewinner:Dr. Wolfgang Schoppek
Foto-Wettbewerb Ausgabe 534: Da keine Einsendungen erfolgten, konnte kein Gewinner ermittelt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.(Gewinnchance 1:21) Redaktionsschluss: Redaktionskonferenz: Die einzige wöchentliche unabhängige Studentenzeitung Bayerns
Sonntag 16 Uhr
Montag ab 18 Uhr im S 125 (GW I).
Neue Interessenten sind immer willkommen.
­
– Anzeige –
Studierende erzählen von ihren Nebenjobs
„Darfs noch was sein bei Ihnen?“, fragt Lisa die Gäste und
räumt nebenbei den Tisch ab.
„Manchmal ist es schon stressig
direkt von der Uni ins Gasthaus
zu fahren“, sagt sie im Vorbeigehen und schnappt sich schon
das Tablett für den nächsten
Tisch. Wie viele andere Studierende jobbt sie nebenbei.
Aus dem Seminarraum geht es
direkt in die Kneipe, zum Pizzaausfahren oder an die Kasse
im Supermarkt. Doch wie gut
lassen sich Studium und Arbeit
verbinden? Was sind die gängigsten Nebenjobs? Was haben
andere Studierende dabei erlebt?
(ses) Einige Antworten in Form
harter Zahlen liefert die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, die alle drei Jahre die
Situation an deutschen Universitäten und Hochschulen evaluiert.
Im Schnitt arbeiteten laut dieser
Studie 62% der deutschen Studierenden im Sommersemester
2012 nebenbei um ihr Budget zu
erweitern. Wenn das BAföG nicht
reicht oder der Geldbeutel der Eltern nicht groß genug ist, bleibt
vielen nichts anderes übrig. Als
Gründe werden an erster Stelle etwa gleich häufig „sich etwas
mehr leisten können“ und „notwendig für Lebensunterhalt“ genannt. Auch die Unabhängigkeit
von den Eltern spielt für viele eine
Rolle.
Insgesamt ist der Anteil von arbeitenden Studierenden aber
rückläufig. Der gestiegene Workload im Zuge der Einführung
von Bachelor und Master ist dafür einer der Gründe. 57% der
Studierenden ohne Nebenjob
geben an aufgrund der Belastung
durch das Studium keine Zeit für
eine Arbeit zu haben.
Die Bereiche in denen gejobbt
wird überraschen nicht. Den ersten Platz behaupten die klassischen Aushilfsjobs wie Kellnern,
Verkaufen oder in der Fabrik
arbeiten. Auf Platz zwei rangieren die Hiwis. Selbständigkeit,
Nachhilfe und vor dem Studium
erlernte Berufe spielen dagegen
eine eher untergeordnete Rolle.
Klar ist: Das mehr an Kohle wird
in jedem Fall mit einem Verzicht
auf Freizeit erkauft.
So, jetzt aber genug der Zahlen,
lassen wir die Leute direkt von ihren Erfahrungen erzählen.
Auch Lisa jobbt neben dem Studium
Der Studierendenjob schlechthin
ist das Kellnern. Gerade in der
Gastronomie werden Menschen
mit flexiblen Schlafgewohnheiten gesucht. Ideal für Studierende
also. Das findet zumindest Lisa,
die es nicht stört mal länger zu arbeiten. Im Gegenteil. „Ich arbeite
schon seit ich 18 bin nebenbei in
der Gastronomie. Mir gefällt es
mit den Gästen zu plaudern und
im Team zu arbeiten“, erklärt sie.
„Es ist eine ideale Möglichkeit
Geld zu verdienen und so von
den Eltern unabhängig zu sein.
Das Geld nutze ich dann um zu
reisen.“
Eine Möglichkeit zumindest
punktuell zu arbeiten bieten die
Bayreuther Festspiele. Hier werden kurzfristig viele Helfer bei
der Verköstigung der Wagnerfans
gebraucht. Vilma hat im vergangenen Juli dort gearbeitet. Der
Spaßfaktor war dabei aber eher
gering. „Es war ziemlich stressig und kein gutes Arbeitsklima.
Viele der Gäste waren fast etwas
hochnäsig. Ich hatte das Gefühl,
es ging dabei weniger um die Musik, sondern eher ums Prestige.
Aber es war trotzdem interessant
die Festspielatmosphäre hautnah
mitzuerleben. Im nächsten Jahr
werde ich dort trotzdem nicht
wieder arbeiten.“
Noch schneller als unsere beiden
­
Gastrokämpfer ist Jan unterwegs.
Er fährt für einen bekannten Pizzalieferservice. Mit dem Bike geht
es dank Elektromotor in Hochgeschwindigkeit kreuz und quer
durch die Stadt. „Erst durch das
Fahren hab ich Bayreuth richtig
kennengelernt. Man kommt an
Orte zu denen man sich sonst
vermutlich nie verlaufen hätte.
Am Anfang verfährt man sich natürlich häufig, aber irgendwann
kennt man jede Abkürzung. Das
coole an dem Job ist, dass er sich
gut mit der Uni verträgt. Meistens arbeite ich abends und muss
deshalb keine Kurse ausfallen lassen. Ab und zu ist die Lieferliste
zwar lang und der Akku des Fahrrades auch mal leer, aber meistens
ist es ein angenehmer Job. Und
die Geschichte von dem Arzt,
dem ich eine Pizza in den Kreissaal geliefert hab, wird wohl auch
noch in ein paar Jahren für Lacher
sorgen!“
Auf einer ganz anderen Baustelle arbeitet Lisa, die statt in der
Kneipe eher in den Laboren im
NW III arbeitet. Sie betreut dort
als HiWi regelmäßig Praktika für
Studierende der Biochemie. „Der
große Vorteil an diesem Job ist,
dass ich Wissen und Fähigkeiten
aus meinem Studium direkt anwenden und vertiefen kann. Es
ist außerdem super mit anderen
Quelle: mg
Studierenden zusammenzuarbeiten. Meistens gehen diese Praktika in Vollzeit über eine oder
zwei Wochen. Da muss ich mich
was Freizeit betrifft einschränken.
Es lohnt sich aber auf jeden Fall.
Man muss aber die Lehre mögen
und gut mit Menschen können.
Persönlich hat es mich definitiv
weitergebracht“
Es gibt also eine Menge verschiedener Möglichkeiten nebenbei zu
arbeiten. Welcher Job dabei das
Richtige ist, muss jeder selbst entscheiden. Vielleicht helfen euch
die Berichte ein bisschen bei der
Orientierung. Nützliche Seiten
um einen Nebenjob zu finden
sind die Jobbörse des Arbeitsamtes oder die Seite oberfrankenjobs.de. Wer sich noch weiter in
das Thema einlesen möchte, kann
den Bericht über die Sozialerhebung kostenlos online abrufen.
„Endlich ist der Abend rum!“ Lisa
macht in der Gastwirtschaft Feierabend. Nach Uni am Morgen
und kellnern am Abend wartet
jetzt das Sofa. Aber vorher sitzt
sie mit den Kollegen noch zusammen. Sie zieht ein Fazit des Tages
und meint dabei: „Ich würde es jedem nur empfehlen ein bisschen
nebenbei zu jobben. Geld kann
man doch immer gut gebrauchen
und man lernt auf jeden Fall etwas fürs Leben!“.
Kfz-ServiCe BindlaCh
Der Tip • FAN • Universität
Universitätsstraße 30 • 95440 Bayreuth
E-Mail: chefredaktion@tipbt.de • Internet: www.tipbt.de
Ulla Kaltenhauser (ulk) V.i.S.d.P, Ulrike Kuhrt (kuh), Sebastian Schirner (ses)
Kfz-Meisterbetrieb
Redaktion: Fotograf:
Finanzen & Marketing:
Layout: Webmaster:
Lektorat: Rätsel:
Druckerei: Auflage:
Patricia Bischof (pab), Korinna Netz (kn), Yaniv Ginati (yg), Alina Steffan (ast), Lars Markthaler (lm), Ivailo Kamenov (ik), Nadine Pelkmann (np), Moritz Gräfrath (mog), Robin Rüther (ror), Sophia Babl (sob), Tim Menapace (men), Luisa Reisinger (lur), Micheal Buchhorn (mbu), Larissa Schmidt (las), Hannah Friedrich (hf), Christina Meyer (crm)
Peter frick
Die einzelnen Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Gesamtredaktion wieder. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Artikel
und Leserbriefe in gekürzter Form zu veröffentlichen. Für unverlangt eingesandtes Material wird keine Haftung übernommen.
– Anzeige –
Anschrift: Chefredaktion:
Marc Grimm (mg)
Sandra Kleß (skl), Miriam Frank (mif)
Ulrike Kuhrt (kuh)
Jan Rollmann
Ann-Kristin Stock (aks), Thomas Nagl (tn), Simone Gick (sg), Lisa Marzi (lim)
Nicolas Hilberg (n)
J.M. Weyh (Kemnath)
1400 Stück
45. Semester • www.tipbt.de
Malochen statt durchfeiern
Verbale Collage
8 von 10 Punkten
Der T!p
Nächste StuPa-Sitzung im Kanapee?!
 Vorwort
­– Impressum –
s T!p-Rätsel
Der T!p
­– Anzeige –
Am Bahnhof 1a | 95463 Bindlach | Tel.: 0 92 08 - 21 94 50 | Fax: 0 92 08 - 21 94 51
Ihr Ansprechpartner für Service/Inspektion/Reparaturen aller Art
Christoph Müller
Ihr Ansprechpartner rund um das Thema Oldtimer
➢ Service nach Herstellervorgabe
➢ Steuergerätdiagnose
klein
fein
persönlich
➢ Durchsicht vor Hauptuntersuchung
➢ Abgasuntersuchung/Hauptuntersuchung
➢ zeitwertgerechte Reparaturlösungen
➢ Reifen/Felgen/Kompletträder (Standard + Runflat) für KFZ und LLKW inkl. Einlagerung
Classics
Öffnungszeiten:
Montag – freitag
8.30 – 18.00 Uhr
Samstag
10.00 – 14.00 Uhr
➢ Klimaservice
➢ Unfallinstandsetzung
➢ Fahrzeugaufbereitung
➢ Oldtimer
Reparatur/Wartung/Restauration
➢ kundenorientierte Terminvereinbarung
Der T!p
www.tipbt.de
Schon gewusst?
­
www.tipbt.de
„Wem gehört die Welt?“
Schenke einem anderen die Chance zu leben!
Wie eine Knochenmarkspende Leben retten kann
Kinder, wie die Zeit vergeht
(pab) Ein paar schockierende Wahrheiten: In zwei Monaten steht Weihnachten vor der Tür und das Jahr ist
vorbei. Lena gewann den Eurovision
Song Contest für Deutschland vor
vier Jahren. Michael Jackson ist bereits
fünf Jahre tot. Und die Erstis werden
auch immer jünger, oder? Immer wieder erschrecke ich, wenn ich merke,
wie lange gewisse Ereignisse eigentlich
schon zurückliegen und wie schnell
die Zeit vergeht. Das war doch früher,
als ich noch ein Kind war, nicht so?
Da wollten die Tage bis Weihnachten
trotz Adventskalender einfach nicht
vergehen. Ist es so, dass die Zeit, je älter
wir werden, immer schneller vergeht?
Marc Wittmann von der LMU in München führte eine Studie durch, in der er
dieses Phänomen untersuchte. 499 Teilnehmer im Alter von 19 bis 94 Jahren
wurden befragt, wie schnell die vergangenen zehn Jahre für sie vorbeigegangen
waren. Teenager empfanden das Vorbeigehen dieses Zeitraums als sehr langsam, junge Erwachsene etwas schneller
und ältere Menschen noch schneller.
Außerdem mussten die Probanden
Aussagen wie „Ich leide oft unter Zeitdruck“ oder „Ich habe das Gefühl, die
Zeit läuft mir davon“ bewerten. Studienteilnehmer im Alter von 20 bis 59
Jahren stimmten häufiger den Beschreibungen zu, die mit Zeitdruck in Verbindung standen, was in Zeiten von Bulimie-Lernen für Klausuren und Burnout
im Job wohl nicht verwunderlich ist.
Laut Wittmann vergeht die Zeit rückblickend langsamer, wenn wir sie mit
vielen besonderen und aufregenden
Ereignissen füllen. Im Laufe des Lebens
entwickeln die meisten Menschen eine
gewisse Routine. Man geht ab Mitte 20
meist einem bestimmten Alltag nach:
Aufstehen, zur Arbeit gehen, wieder
nach Hause kommen, Essen, Schlafen.
Die meisten Tage verlaufen relativ einheitlich und die Anzahl an neuen Ereignissen, aber auch die Offenheit gegenüber Neuem, nehmen mit dem Alter bei
vielen Menschen ab. Wenn man wenig
Neues erlebt, bleiben auch wenige Erinnerungen und die Zeitspanne erscheint,
wenn man zurückblickt, kürzer. Kinder
dagegen erleben bis zu ihrem frühen
Erwachsenenalter nahezu täglich etwas
Neues und eignen sich neue Fähigkeiten
an. Kindergarten, Schule, das erste Auto,
der erste Kuss, das Abitur,… Die Liste an
emotionalen „Ersten Malen“ ist endlos.
Was lernen wir daraus? Wir alle können das Vorbeigehen der gefühlten Zeit
abbremsen, indem wir wieder häufiger erste Male erleben. Ein spontaner
Trip nach Paris oder Tae Bo lernen.
Manch einer führt sogar eine Liste an
Dingen, die er noch erleben möchte.
Interessanterweise gaben Menschen
über 60 Jahren in Wittmanns Studie
an, dass sie nicht mehr so ein starkes
Gefühl hatten, die Jahre würden an
ihnen vorbei rasen. Anscheinend entschleunigt sich das Leben ab dann.
Aber solange warten sollte man
nicht, sondern sein Leben besser selbst in die Hand nehmen
und öfter einfach mal „Ja!“ sagen.
Der T!p
Das Wort „Knochenmarkspende“
haben die meisten Menschen bereits gehört, doch nur sehr wenige
setzen sich wirklich mit diesem
wichtigen Thema auseinander.
Ein Zustand, den nicht nur die
gemeinnützige Gesellschaft Deutsche Knochenmarkspenderdatei
(DKMS) ändern möchte, sondern
den wir alle ändern sollten.
(kn) Laut DKMS erkranken täglich 30 Menschen in Deutschland
an Leukämie (Blutkrebs). Bei dieser Krankheit ist die Produktion der
Blutkörperchen gestört, sodass sich
die Anzahl lebenswichtiger Zellen
verringert. Dies führt nicht nur zu
einer hohen Anfälligkeit für Infektionen, sondern kann im schlimmsten
Fall sogar tödlich enden. Jedoch kann
Leukämie mithilfe einer Knochenmarkspende geheilt werden. Das
könnte eine gute Nachricht für viele
Betroffene sein, doch leider findet
laut DKMS nur jeder fünfte Patient
einen Spender und das, obwohl jeder
gesunde Erwachsene zwischen 18
und 55 Jahren Knochenmark spenden darf. Um Spender zu werden bedarf es einer Typisierung, bei der die
Gewebemerkmale (HLA) analysiert
werden. Dies geschieht mithilfe eines
Wangenschleimhautabstrichs mittels Wattestäbchens. Die Kosten betragen pro Typisierung 50 Euro und
werden von der DKMS übernommen. Christoper B. ist Mitte 20 und
hat sich während einer Typisierungsaktion als Knochenmarkspender registrieren lassen. Bisher hat er sowohl
www.dkms.de
Mund auf
gegen Blutkrebs.
Stäbchen rein, Spender sein.
Werde auch du zum Knochenmarkspender!
die periphere Stammzellenspende
als auch die normale Knochenmarkspende mitgemacht. Bei der peripheren Stammzellenspende wird
dem Spender im Laufe einer Woche
mehrfach ein Wachstumsfaktor gespritzt, den der Körper normalerweise bei Infektionen ausschüttet. Dieser
hormonähnliche Stoff vermehrt die
Produktion von Stammzellen, die
durch den Körper in das fließende
Blut ausgeschwemmt werden. Von
dort werden sie dann während eines
ambulanten Eingriffes entnommen.
Bei diesem Verfahren kann es beim
Spender zu grippeartigen Symptomen kommen. Christoper B. hatte
beispielsweise Kopfschmerzen. Die
Schmerzen bei der Entnahme beschreibt er ähnlich wie die bei einer
Quelle: www.dkms.de
normalen Blutspende. Das zweite
Verfahren, die Knochenmarkspende, ist aufwendiger, da hierfür der
Spender eine Vollnarkose bekommt.
Mithilfe einer Punktionsnadel wird
das Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Christopher B.
musste für das zweite Verfahren zu
einem rund 200 Kilometer entfernten
Krankenhaus reisen. Dort wurden
umfangreiche Voruntersuchungen
vorgenommen und am Abend vor
der Spende wurde er dann erneut ins
Krankenhaus bestellt. Am nächsten
Vormittag wurde der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt. Nach
dem Eingriff hatte Christopher B.
zwei Tage noch starke Schmerzen
im Beckenbereich, die sich jedoch
schnell besserten. Die Kosten für die
Eine Machtfrage.
Anreise, die Hotelübernachtung und
den Krankenhausaufenthalt wurden
übernommen. Insgesamt hat sich
Christopher B. gut informiert und
im Krankenhaus betreut gefühlt und
würde auch seinen Freunden raten
Knochenmarkspender zu werden, da
gerade die periphere Knochenmarkspende überhaupt nicht aufwendig
sei und der Versuch, das Leben eines
anderen zu retten, Grund genug sein
sollte. Natürlich ist es jedem selbst
überlassen, ob er oder sie Spender
werden möchte, doch auf jeden Fall
sollte man sich wenigstens mit dem
Thema auseinandersetzen.
Am 29.Oktober findet eine Typisierungsaktion an der Universität Bayreuth statt, die von Studenten organisiert wird. Im Tagungszentrum des
Studentenwerks Oberfranken kann
man sich von 11 bis 15 Uhr an der
Typisierungsaktion beteiligen. Jedoch
werden nicht nur potenzielle Knochenmarkspender gesucht, sondern
auch eine finanzielle Unterstützung
ist für die DKMS sehr wichtig.
Gespendet werden kann an folgendes Konto:
DKMS-Spenderkonto
IBAN: DE94641500200005558588
BIC: SOLADES1TUB
Stichwort: HSL 062
Uni Bayreuth – Die App
Die Campus-App: vorgestellt und getestet
Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters 2014/15 hat die Uni Bayreuth
eine gleichnamige App veröffentlicht.
Die kostenlose Anwendung soll Universitätsmitgliedern einen schnellen
Zugang zu Neuigkeiten, Informationen und Veranstaltungen rund um
den Campus ermöglichen, sowie den
aktuellen Speiseplan der Mensa anbieten. Wir haben uns die App einmal
näher für euch angeschaut.
(mbu) Das Universitätslogo, „Die Campus-App“ als großformatiger Schriftzug,
ein Foto des Rondells aus der Vogelperspektive, vier Reiter zur Navigation innerhalb der App: So empfängt einen die vor
kurzem erschienene Anwendung der
Universität Bayreuth. Die SmartphoneApplikation steht für Android und iOS
zur Verfügung und kann bei ‚Google
Play‘ und im ‚App Store‘ kostenlos heruntergeladen werden. Eine Version für
WindowsPhones existiert nicht und ist
auch nicht in Planung. Der Aufwand,
den eine solche Applikation mit sich
bringt, sei laut Prof. Dr. Stefan Leible,
Präsident der Universität, durch die geringe Verbreitung des Betriebssystems
nicht gerechtfertigt. Die von der App zur
Verfügung gestellten Informationen fin-
den sich auch weiterhin wie gewohnt auf
der Homepage der Universität Bayreuth.
Nutzer der App hingegen können sich
diesen Umweg von nun an sparen und
erhalten alles Wichtige und Interessante
rund um die Uni Bayreuth gebündelt auf
ihrem Mobiltelefon. So finden sie unter
dem Menüpunkt „Termine“ verschiedene
Veranstaltungen und Events zusammengefasst. Die einzelnen Termine lassen
sich dabei nach Zeitraum und Art der
Veranstaltung sortieren. Die Mensaspeisepläne der nächsten zwei Wochen
finden sich im nächsten Reiter „Mensa“.
Aufgeteilt nach Tagen und in verschiedenen Kategorien finden sich samt Preis,
die unterschiedlichen Gerichte, Beilagen, Salate, Suppen und Nachspeisen der
‚Hauptmensa‘ und des ‚Frischraum‘. Der
nächste Menüpunkt „Tipps“ ist der kleine Bruder, der über den ganzen Campus
verteilten Monitore. Wie bei diesen werden hier bildschirmfüllend unterschiedliche Gruppen und Vereinigungen sowie
aktuelle Veranstaltungen beworben und
vorgestellt. Im letzten Reiter „News“ können die Pressemitteilungen der vergangen Tage und Wochen nachgeschaut, als
Volltext gelesen und als PDF heruntergeladen werden.
Es fällt jedoch auf, dass die aktuelle Versi-
on der App noch in den Kinderschuhen
steckt. Immer wieder tauchen kleinere
Programmierfehler auf, das Design wirkt
noch nicht ganz rund und an einigen
Stellen fehlen entscheidende Funktionen
wie beispielsweise ein Offlinemodus.
Auch Komfort-Funktionen wie Personalisierungsoptionen, oder Benachrichtigungen bei neuen Terminen, Tipps
oder Pressemitteilungen sucht man vergebens. Doch was nicht ist, kann ja noch
werden.
Alles in allem bietet die Anwendung bereits jetzt umfangreiche Funktionen und
ist in Zeiten der „Smartphonisierung“
ein klarer Schritt in die richtige Richtung.
Die bisherige Version zeigt noch vereinzelte Schwächen und besitzt Luft nach
oben. Wen diese App somit (noch) nicht
restlos überzeugen konnte, beziehungsweise wer Wert auf weiter- und tiefergehende Berichte legt, auch Veranstaltungen und Events außerhalb des Campus
nicht missen möchte oder einfach Papier
und Tinte, Pixeln gegenüber, vorzieht,
dem sei „Der Tip“ ans Herz gelegt. Ergänzend zur Campus-App finden sich in
ihm zahlreiche interessante Artikel und
Reportagen, Tipps und Empfehlungen
für das kulturelle, literarische, musikalische und cineastische Studentenleben.
Außerdem kann man an wöchentlichen
Preisausschreiben teilnehmen und mit
etwas Glück auch gewinnen und ist
nicht auf eine Internetverbindung oder
ein bestimmtes Betriebssystem angewiesen. Einzig auf den Mensaplan muss hier
verzichtet werden.
schaftsinteressen scheinen heutzutage einen großen Einfluss zu haben.
Welche Bedeutung hat wirtschaftliche Macht in Zeiten der Globalisierung?
Dr. Schaefer: Zunächst einmal
muss man verstehen, dass wirtschaftliche Macht nicht mehr nur
im Konflikt eines Unternehmens
oder einer Unternehmensgruppe
mit einem staatlichen Akteur steht,
so wie früher. Wir leben heute in
einer sehr hybriden Welt mit einer
Vielzahl unterschiedlicher staatlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure. Die Wirtschaft
spielt darin eine zunehmend große
Rolle, vor allem auch deshalb, weil
ein einzelnes Unternehmen eben
nicht mehr nur national agiert, also
an eine geschlossene Rechtsordnung
gebunden ist. Große Unternehmen
sind zumeist multi- oder transnationale Konzerne mit tausenden Mitarbeitern in verschiedenen Regionen
der Welt, nicht mehr ausschließlich
einem Staatenverband und einer
Rechtsordnung zuzuordnen. Neben
dem Staat sind so neue, global aktive
Spieler entstanden, die im Rahmen
verschiedener
Rechtsordnungen
agieren und nur dezentral zur Verantwortung gezogen werden können.
Bayreuther Dialoge(BD): Herr
Schaefer, wem gehört die Welt?
Dr. Schaefer: Die Welt gehört sieben Milliarden Menschen.
BD: Handelt es sich also nicht um
eine Machtfrage?
Dr. Schaefer: Doch auch, aber
Macht hat immer zwei Pole. Personen, die über Macht verfügen, übernehmen letztendlich Verantwortung
im Interesse anderer - gewollt oder
ungewollt. Macht ist die auf Zeit
verliehene Ermächtigung, zu gestalten. Bezogen auf die großen globalen
Herausforderungen wie den Klimawandel, die Schere zwischen Arm
und Reich oder die Ressourcenknappheit heißt das: Ausübung von
Macht ist Interessenwahrung für
die, die mir Macht verliehen haben,
aber eben auch verantwortungsvoller Ausgleich mit denen, die ebenfalls legitime Interessen haben.
[…]
BD: Gerade auch einzelne Wirt-
„Noch funktioniert staatliche Macht
in fast allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen“
BD: Haben diese Akteure zu viel
Macht oder üben sie sogar einen zu
großen Einfluss auf die Politik aus?
Dr. Schaefer: Nicht nur an Stamm-
Startbildschirm der Campus-App
Bierzuber-Ritual
n!
Kostenlos testeUhr
„Schwitzen und schwatzen“
, 24. Okt., ab15
r.
F
Zu zweit oder in der Gruppe www.therme-obernsees.de
ein etwas anderes Ritual - bei jedem Wetter.
An der Therme 1 95490 Mistelgau-Obernsees Tel.: 0 92 06/993 00-0
tischen wird die Meinung vertreten, die Wirtschaft bestimme die
Welt. Diesem Eindruck möchte ich
klar widersprechen. Natürlich gibt
es einzelne große Unternehmen
oder Unternehmensgruppen - ein
Beispiel sind die privaten Finanzinstitutionen - die über großen
Einfluss und damit über erhebliche
Machtinstrumente verfügen. Und
dennoch bin ich überzeugt, dass
das einzelne Unternehmen, auch
wenn seine Marktposition noch so
stark ist, insgesamt eine sehr viel
schwächere Position inne hat, als die
Gesamtheit der staatlich organisierten Interessen. Allerdings gibt es in
konkreten Bereichen zunehmend
gebündelte Wirtschaftsinteressen,
die mit Erfolg staatliches Handeln in
eine bestimmte Richtung drängen.
Das geschieht beispielsweise durch
Lobbyismus, bleibt aber in der Regel sektoral begrenzt. Daraus den
Schluss zu ziehen, die Wirtschaft
bestimme die Welt, scheint mir bei
allen berechtigten Sorgen gegenüber
manchen Lobbygruppen doch überzogen. Noch funktioniert staatliche
Macht in fast allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen.
BD: Trotzdem scheinen viele Bürger den Eindruck zu haben, die Politik würde nicht in ihrem Interesse
handeln. Wenn die gebündelten
Wirtschaftsinteressen dafür nicht
der einzige Grund sind, womit lässt
sich dieses Unbehagen dann noch
erklären?
Dr. Schaefer: Der Umgang mit
Großprojekten wie etwa Stuttgart 21
gibt Antwort auf ihre Frage.
Planungen gehen zu oft an der All-
gemeinheit vorbei, sie liegen offensichtlich nicht im Interesse großer
Teile der betroffenen Bevölkerung
oder wurden ihr zumindest nicht
richtig kommuniziert. Dieses Kommunikationsdefizit war der Auslöser für die Proteste in Stuttgart,
aber auch anderswo. Konflikte wie
diese werden immer dann entstehen, wenn es in der Politik an einer
Rückkopplung zur gesellschaftlichen
Basis oder an umfassender Kommunikation mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen mangelt. Eine Vielzahl solcher Konflikte führt dann
zum Eindruck einer Gesamtpolitik
im Interesse von Partikularinteressen, zur Politikverdrossenheit und
letztendlich zur Organisation von
Protest - ob spontan auf der Straße
oder strukturell durch Bildung von
Parteien wie den Piraten oder der
AfD. […]
„Ich habe am eigenen Leibe erfahren,
wie so ein Machtkonflikt aussehen
kann“
BD: Gab es ein persönliches Erlebnis in Ihrem Leben, das Sie mit einem Machtkonflikt in Verbindung
bringen?
Dr. Schaefer: Als politischer Direktor des Außenministeriums habe ich
im wahrscheinlich größten Machtkonflikt zwischen den USA und
Deutschland eine sehr zentrale Rolle
ausgeübt. Ich war am 5. Februar 2003
mit dem damaligen Außenminister
Joschka Fischer im Sicherheitsrat
der Vereinten Nationen. Dort ging
es um die Rechtfertigung des von
den USA geplanten Irak-Kriegs. US-
Außenminister Colin Powell präsentierte die vermeintlichen Beweise für
Massenvernichtungswaffen im Irak.
Um die Geschichte kurz zu machen:
Wir gaben der Beteiligung am IrakKrieg eine klare Absage.
Die Gründe brauche ich nicht weiter erläutern, sie sind allen in guter
Erinnerung. In diesem Kontext ist
mir nur wichtig festzuhalten: Es war
nicht einfach, sich der Macht der
USA, verstärkt durch die unseres
EU-Partners Großbritannien und
anderer EU-Regierungen, die großen Druck auf uns ausübten, Stand
zu halten. Heute bin ich sehr froh,
dass wir in dieser entscheidenden
Situation die Chuzpe hatten, zu sagen: „Wir schließen uns dieser aus
unserer Sicht falschen Entscheidung
nicht an!“. Dieser Machtkonflikt
hat zu einem massiven Vertrauensverlust zwischen den USA und
Deutschland geführt. Wir haben
ihn bis heute nicht überwunden. Ich
habe also buchstäblich am eigenen
Leibe erfahren, wie so ein Machtkonflikt aussehen kann. […]
BD: Herr Schaefer, wir danken Ihnen herzlich für dieses informative
Gespräch.
Das ganze Interview und nähere
Informationen zur Veranstaltung
könnt ihr auf der Website der Bayreuther Dialoge nachlesen: www.
bayreuther-dialoge.de
Gastbeitrag des Teams der Bayreuther Dialoge
Ein neuer Stern am Bayreuther Gastrohimmel
Von wo, wenn nicht vom Sternplatz aus, wäre er besser zu erreichen?
Träume leben wir viel zu selten oder
einfach mal das tun, was in unserem
Kopf schwirrt? „Ich habe immer viele
Ideen.“ Eine davon hat der 22-jährige
Alexander Pleitner aus Bayreuth, vor
nicht mehr als 5 Monaten, mit einem
kleinen Café und Sweetcatering verwirklicht.
(mif ) Liebevoll eingerichtet lässt sich das
erst im Juli eröffnete Café „Die Tortenschmiede“ in der Ludwigstraße auffinden.
Das unscheinbare Äußere entpuppt
sich als eine große Kunst, die Alexander
Pleitner mit viel Fingerspitzengefühl und
ganz individuell in Kuchen, Cupcakes
und natürlich Torten auslebt. Die Möbel
erinnern an eine Schatzkiste voller liebgewonnener, antiker, wie moderner Stücke. Eine große Uhr hängt an der Wand
und dennoch bekommt man in der Tortenschmiede das Gefühl, die Zeit würde
für einen Moment still stehen.
– Anzeige –
im Saunaparadies
Mit diesem Thema beschäftigen
sich die Bayreuther Dialoge am
kommenden Wochenende, ein
Symposium, das von P&E Studenten der Uni Bayreuth organisiert
wird. Als kleinen Vorgeschmack
könnt ihr hier Auszüge aus einem
Interview mit Dr. Michael Schaefer lesen. Der ehemalige TopDiplomat ist heute Vorsitzender
des Vorstandes der BMW Stiftung
Herbert Quandt und unterhielt
sich im Vorfeld der Veranstaltung
mit Paul Jakob Kurz vom Team
der Bayreuther Dialoge über die
Bedeutung von Macht in unserer
Welt.
ter begann das Projekt „eigenes Café“.
Pleitner erzählt: „Sobald der Mietvertrag
unterschrieben war, gab es kein Zurück
mehr.“
Mit der Hilfe von Freunden und Bekannten wurde fleißig gearbeitet. Nur
fünf Wochen später öffneten die Türen
zur Tortenschmiede und Bestellungen
konnten aufgegeben werden. Alexander
Pleitner backt und kreiert auch Torten
und Kuchen für Hochzeiten oder sonstige Feste. Will man mal die Café-Atmosphäre der Tortenschmiede für einen
Geburtstag oder eine Veranstaltung nutzen sind auch hier nach Absprache keine
Grenzen gesetzt.
Es lohnt sich diesen versteckten, gastronomische Stern in Bayreuth aufzusuchen. Mehr Informationen findet man
auch auf Facebook oder der Internetseite.
Die Tortenschmiede hinterlässt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck und
begeistert mit der Kunst des Torten- und
Es ist der perfekte Ort um neben dem Kuchenbackens.
Die Tortenschmiede
Quelle: marie.loewe.photography
stressigen Studienalltag ein bisschen ­
­
Ruhe und leckeren Kuchen zu genießen. – Anzeige –
– Anzeige –
Es gibt natürlich auch Kaffee, Tee oder
kalte Getränke. Für die kommende Winterzeit lockt heißer Apfelsaft mit Zimt.
Ein kleines, aber fein ausgewähltes Angebot beglückt jeden Gast. Hierbei betont der nun selbstständige Konditor,
dass nicht die Masse, sondern vielmehr
die Qualität entscheidet. Ihm macht es
Spaß mit hochwertigen Produkten zu
Tag der offenen Klaviermanufaktur
arbeiten und er gibt sein Bestes bei der
am Sonntag, 2. November
Auswahl von regionalen Produkten. Hat
kostenlose Führungen 13–16 Uhr | Junge Meisterpianisten 18 Uhr
man mal nicht so viel Zeit um sich hinzusetzen, kann man den Kuchen auch
„zum Mitnehmen“ kaufen.
Mit einem leerstehenden Schaufens-
Steingraeber & Söhne, Friedrichstraße 2, Bayreuth
www.steingraeber.de
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
11
Dateigröße
5 057 KB
Tags
1/--Seiten
melden