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PROGRAMM
02.11.
2014
15.30 Uhr
PROGRAMM
Requiem op. 9
Maurice Duruflé
(1902-1986)
in der Klosterkirche St. Ottilien
Mitwirkende:
Anna Haase - Mezzosopran
Tobias Peschanel - Bariton
Elias Kagermeier - Violoncello
Maximilian Betz - Orgel
Vocalensemble Collegium Canticum München
Leitung: Thomas Friese
Eintritt frei – Spenden erbeten
Requiem (Duruflé)
Das Requiem op. 9 von Maurice Duruflé ist eine Vertonung der
lateinischen Totenmesse für Mezzosopran- und Bariton-Soli, gemischten Chor, Orchester und Orgel. Das Werk entstand 1947 als
Auftragsarbeit für den Musikverlag Durand & Cie. 1948 folgte
eine Fassung für Mezzosopran, Chor und Orgel, 1961 eine Fassung für Kammerorchester (Streicher, Trompeten, Harfe, Pauken).
Aufbau
Introitus
Kyrie
Domine Jesu Christe (Offertorium)
Sanctus – Hosanna – Benedictus
Pie Jesu (Mezzosopran)
Agnus Dei
Lux aeterna
Libera me
In paradisum
Werkbeschreibung
Das Requiem von Duruflé ist in
mehrfacher Hinsicht dem Vorbild des etwa 60 Jahre früher
entstandenen Requiems von
Gabriel Fauré verpflichtet. Wie
dieser schlägt Duruflé in seiner
Komposition vorwiegend einen
tröstend-kontemplativen Grundton an. Auch der Aufbau der beiden Werke ähnelt sich sehr stark: aus der Dies-Irae-Sequenz wur-
de nur der Schluss Pie Jesu vertont. Dafür wurden Libera me und
der Hymnus In paradisum aus den Exequien in das Werk aufgenommen.
Die Musik ist durchzogen von Elementen des Gregorianischen
Gesangs. Duruflé schrieb dazu: „Das ... Requiem basiert gänzlich
auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal habe ich
den exakten Notentext übernommen, wobei die Orchesterpartie
nur unterstützt oder kommentiert, an anderen Stellen diente er
mir lediglich als Anregung... Im allgemeinen war ich bestrebt,
meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der
gregorianischen Themen durchdringen zu lassen.“
Eigentlicher Gregorianischer Choral – unbegleiteter einstimmiger
Gesang in freiem Metrum – kommt allerdings nicht vor, es gibt
immer eine selbständige Musik des Orchesters bzw. der Orgel,
die den Gesang grundiert oder kontrastiert. Lange Textabschnitte
werden gregorianisch einstimmig gesungen. Die Melodien sind
metrisch notiert mit häufigem Taktwechsel. Meist singen die Männerstimmen, der Alt wird eingesetzt, wenn es um eine flehende
Bitte geht (z. B. Domine Jesu Christe, Agnus Dei) und der Sopran,
wenn Überirdisches angesprochen wird (z .B. Te decet hymnus in
Sion im Introitus, In paradisum). Einstimmiger Gesang in zwei
Stimmlagen wirkt wie ein anderes Orgelregister: die beiden hohen Stimmen, die beiden tiefen Stimmen oder Alt und Tenor zum
Abschluss des Libera me. Besonderes Gewicht erhalten Texte, die
Unisono von allen Stimmen gesungen werden, wie Libera eas de
ore leonis (in Domine Jesu Christe), Dies illa und Libera me, Domine, de morte aeterna.
Die innige Bitte Pie Jesu, wie bei Fauré gesungen von einer individuellen Frauenstimme, steht im Zentrum der Komposition.
Ursprünglich war auch ein Solo-Bariton vorgesehen, wie im Deutschen Requiem von Brahms, doch Duruflé äußerte später, dass er
einstimmigen Gesang des Chores für diese Passagen bevorzugte.
Das Requiem ist überwiegend ruhig und introvertiert, alle Sätze enden mit einem Übergang ins Unhörbare. Auf diesem Hintergrund erscheinen die Höhepunkte in Dynamik und Tonlage
umso einschneidender. Der Anruf Kyrie, der zuerst fugiert erfolgt
(über einem Bass, der die gregorianische Melodie in Vergrößerung
spielt), erklingt beim zweiten Mal mit eruptiver Dringlichkeit. Im
Osanna wird ein Glockengeläut aufgebaut, das bei in excelsis einen langgehaltenen strahlenden Akkord erreicht. Im Libera me
führt Calamitatis et miseriae alle Stimmen in extreme Höhe.
Das Werk verklingt in einem siebenstimmigen schwebenden Akkord, „très long“.
Maurice Duruflé
Maurice Duruflé (* 11. Januar 1902 in Louviers, Département Eure;
† 16. Juni 1986 in Paris) war ein französischer Organist und Komponist.
Duruflé war zunächst Privatschüler von Louis Vierne und Charles
Tournemire, später studierte er am Pariser Konservatorium bei
Jean Gallon, Komposition bei Paul Dukas, sowie Eugène Gigout.
Ab 1929 war er Organist an der Pariser Kirche St. Étienne-duMont und bereiste Europa und Nordamerika als Konzertorganist.
1943 wurde er Professor für Harmonielehre am Conservatoire.
1953 heiratete Duruflé die Organistin Marie-Madeleine Chevalier (1921–1999), eine Schülerin Marcel Duprés, mit der er auch oft
gemeinsam auftrat. Beide erlitten am 29. Mai 1975 einen schweren Autounfall, der die Organistenkarriere der Duruflés beendete.
Sein letztes Werk, der kurze Chorsatz Notre-Père, entstand 1977.
Maurice Duruflé starb 1986 im Alter von 84 Jahren in Paris.
Duruflé schrieb vor allem geistliche Vokal- und Orgelmusik. Obwohl er sein Leben lang komponierte, hat er nur einen Bruchteil
seines Schaffens zur Veröffentlichung freigegeben. Sein von der
Spätromantik, dem Impressionismus und dem Gregorianischen
Choral beeinflusstes Gesamtwerk umfasst nur 14 mit Opuszahl
versehene Werke, die sich jedoch ausnahmslos durch großes Können und hohe Originalität auszeichnen. Unter den Orgelwerken
ragen die Suite op. 5 von 1932 sowie das 1942 entstandene Prélude et Fuge sur le nom d‘Alain op. 7 hervor. Berühmt wurde sein
Requiem (1947) für Soli, Chor, Orgel und Orchester, welches als
Meisterstück französischer Kirchenmusik anerkannt ist.
Vocalensemble Collegium Canticum
Das Vocalensemble Collegium Canticum wurde 1998 auf Initiative von Josef Kagermeier gegründet. Die musikalische Leitung
übernahm Pfarrer Hermann Ritter. Das Ensemble besteht aus erfahrenen Sängerinnen und Sängern, die gleichzeitig Mitglieder
renommierter Chöre in München sind. Den ersten öffentlichen
Auftritt hatte das Ensemble im Juli 1999 in der Basilika zu Altenstadt bei Schongau mit der „Missa super per signum crucis“ des
Renaissance-Komponisten Ludwig Senfl. Konzertreisen führten
den Chor daraufhin ins In- und Ausland. Stationen waren u.a. die
Wieskirche bei Steingaden, die Klosterkirche Traunkirchen, die
Klosterkirche der Erzabtei St. Ottilien, die Marienbasilika in Kevelaer, die Stiftskirche Fiecht, der Dom zu Gurk, Trier, Brixen und am
13. Oktober 2013 zum wiederholten Male der Dom zu Salzburg.
Das Repertoire des VCC umfasst Chormusik von der Gregorianik
bis ins 20. Jahrhundert; der Schwerpunkt liegt jedoch auf Kompositionen aus der Zeit der Renaissance. Seit Beginn des Jahres 2003
obliegt Thomas Friese die Leitung des Ensembles.
Die Künstler
Thomas Friese, geboren
1967 in Starnberg, beschloss
seine Schullaufbahn mit
dem Abitur am musischen
Pestalozzi-Gymnasium in
München. Geprägt durch
die preisgekrönten Chöre
dieser Schule studierte er
anschließend an der Staatlichen Hochschule für Musik
und Theater in München
die Hauptfächer Orgel (bei
Prof. Harald Feller) und Katholische Kirchenmusik (A).
Nach kirchenmusikalischer
Tätigkeit an der Wallfahrtskirche Grafrath sowie an der
Herz-Jesu-Kirche Augsburg
ist er heute Organist und Chorregent der Stadtpfarrkirche St. Canisius München, wo er eine reichhaltige musikalische Arbeit mit
verschiedensten Chorgruppen betreibt. Im Rahmen seiner internationalen Konzerttätigkeit als Solist und Dirigent trat Thomas
Friese bisher in Kathedral- und Stiftskirchen in zahlreichen europäischen Ländern auf. Er konzertierte in Moskau ebenso wie
in der St. Patrick’s Cathedral in New York. Von der Erzdiözese
München und Freising sowie vom Bistum Augsburg wird Thomas Friese regelmäßig als Dozent für Orgel und Improvisation bei
Fortbildungskursen beauftragt.
Tobias Peschanel, geboren 1983, studierte am Richard-StraussKonservatorium und der Hochschule für Musik und Theater
München bei Wilfried Hiller und Jan Müller-Wieland Komposition und bei Ulrich Nicolai Dirigieren, nachdem er sich bei KS Sena
Jurinac, Elisabeth Haumann
und KS Christel Goltz zum
Opernsänger hat ausbilden
lassen.
Bei Edda und Stefan Sevenich und in div. Meisterkursen u.a. bei KS Brigitte Fassbaender komplettierte er
seine Studien in Gesang und
Schauspiel.
Sein Werkregister als Komponist umfasst Auftragswerke für den Kulturkreis
Gasteig e.V., die Landeshauptstadt München, die
Ernst-von-Siemens-Musikstiftung, den Ökumenischen
Kirchentag 2010, die Bayerische Akademie der Schönen Künste
u.v.m.
Er ist u.a. für das A*DEvantgarde-Festival, die Münchener Biennale und die Carl-Orff-Stiftung die tätig. Als Singschauspieler gehören Guglielmo und der Graf Almaviva (Roll & Walk-Festival,
Augsburg), die Baritonpartie in Carl Orffs „Carmina Burana“
(Altes Stadttheater Eichstätt und Ellinger Musiksommer) und der
Coppélius in Hoffmanns Erzählungen (Festspiele Schloß Rheinsberg) zu seinen Rollen. In München, Augsburg, Regensburg, sowie bei den Münsterkonzerten Dießen ist er immer wieder in
Konzerten und Liederabenden zu hören, so auch beim Deutschen
Mozartfest 2014.
Von 2010 bis 2014 arbeitete er für den Studiengang Regie an der
Bayerischen-Theaterakademie-August-Everding, wo er u.a. Webers „Abu Hassan“ und Dallapiccolas „Volo di notte“ in jeweils
eigenen Bearbeitungen dirigierte und Vorlesungsreihen zum Mu-
siktheaterschaffen R. Strauss‘ und Carl Orffs hielt. In Augsburg
leitete er eine Produktion von Viktor Ullmanns „Der Kaiser von
Atlantis“ mit Solisten des Staatstheaters am Gärtnerplatz.
Er ist Träger des Sudetendeutschen Förderpreises 2012, Preisträger
des Internationalen Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloss
Rheinsberg, Stipendiat des Bayerischen Staatsministeriums für
Wissenschaft, Forschung und Kunst an der Cité International des
Arts, Paris und lebt freischaffend im Großraum München.
Maximilian Betz wurde 1984 in der Max-Reger-Stadt Weiden geboren und erhielt seine grundlegende musikalische Ausbildung
am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, die er von
1997 bis 2004 besuchte. Nach dem Abitur studierte er katholische
Kirchenmusik an der Hochschule für katholische Kirchenmusik
und Musikpädagogik in Regensburg sowie Katholische Kirchenmusik (künstlerisches A-Diplom) mit Schwerpunkt Chorleitung
an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater München.
Maximilian Betz war Organist am Herzoglichen Georgianum, sowie musikalischer Assistent an der Basilika der Benediktinerabtei
St.Bonifaz München und Stiftsorganist im Wallfahrtsort Altötting.
Seit März 2013 ist er Organist und Chordirektor in der Pfarrei
St.Andreas in Eching bei Freising.. Daneben wirkt er als Organist
der Münchner Hofkantorei, die aus Instrumentalisten und Sängern der Bayerischen Staatsoper besteht.
Neben der Vorliebe für die Orgelmusik von Johann Sebastian Bach,
Max Reger und Maurice Duruflé sowie als gefragter ContinuoSpieler, widmet sich Maximilian Betz besonders der Orgelimprovisation. Zahlreiche Meisterkurse bei internationalen Organisten
wie Frederice Blanc (Paris), Wolfgang Seifen (Berlin), Theo Flury
(Rom), Joris Verdin (Antwerpen), Daniel Roth (Paris), u.a. ergänzen seine musikalische Aktivitäten.
Seit Oktober 2012 ist er musikalischer Leiter des Vokalensembles
„Passeros“, welches aus ehemaligen Regensburger Domspatzen
besteht.
Die Mezzosopranistin Anna Haase, wurde in Duderstadt geborene studierte in der Klasse von Prof. Tamar Rachum in Israel und
schloß an der Tel Aviv Unversity das Artist‘s Diploma mit der
Auszeichnung „summa cum laude“ ab.
Sie war Finalistin im Mozart-Wettbewerb Salzburg, Stipendiatin
bei der Stiftung Villa Musica und besuchte Meisterkurse bei Hilde Zadek, Kurt Moll, Waltraud Meier, Rudolf Piernay, Marjana
Lipovšek und Claudio del Monaco.
Ihr Operndebut gab sie 1997 als Ensemble-Mitglied an der Oper
Erfurt in der Rolle des Prinz Orlofsky (J. Strauß). Ab 2000 folgten
Produktionen unter anderen bei den Opernfestspielen München,
den Schwetzinger Festspielen, der Bachwoche Ansbach, den Göttinger Händel-Festspielen und den Salzburger Festspielen.
Ihre Opernrollen reichen von Orfeo (C. W. Gluck), Sesto, Dorabella (W. A. Mozart), Carmen (G. Bizet) bis Octavian (R. Strauss). In
einer TV-Produktion für ARTE war sie in einer Inszenierung von
Achim Freyer als zweite Dame (Zauberflöte) zu erleben.
In ihrer vielseitigen Sängertätigkeit widmet sie sich zunehmend
dem Konzertfach, der Kammermusik und dem Orchesterlied. Dabei umfasst ihr facettenreiches Repertoire weltliche und geistliche
Werke in allen Epochen von C. Monteverdi über J. S. Bach und G.
Mahler bis hin zu Uraufführungen.
Liederabende gab Anna Haase in München, Kopenhagen, Straßburg, Tel Aviv und Moskau. Konzertverpflichtungen haben sie
durch ganz Europa, Israel, Russland, China und Brasilien geführt.
Die Mezzosopranistin hat mit renommierten Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Marek Janowski, Leos Svarovsky, Michael Hofstetter und Nicol Matt zusammengearbeitet. Sie ist als Solistin von
Chören wie den Thomanern, der Santa Cecilia, dem Dresdner
Kreuzchor, und dem Chamber Choir of Europe eingeladen worden.
Bisher sind von ihr Tonträger wie G. Mahlers „Das Lied von der
Erde“ und W. A. Mozarts „Apollo & Hyazinth“ erschienen. Mit
den „Polnischen Liedern op. 74“ von Frédéric Chopin hat sie ein
beachtetes Solo-Debut vorgelegt.
Elias Kagermeier wurde 1996 in der Mozart- Stadt Augsburg geboren und lebt in Utting am Ammersee. Er besucht derzeit die
12. Klasse des Gymnasiums Weilheim. Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst bei seinem Vater Michael Kagermeier.
Seit September 2013 unterrichtet ihn Stephan Haack, stv. Solocellist der Münchner Philharmoniker
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