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Großer Leitartikel: „Was sind...?“ - Die Vögel Der Lebensraum – Wo

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Feder – Kiel Ausgabe 1/2006
1. Jahrgang
Großer Leitartikel: „Was sind...?“ - Die Vögel
Seiten 4-7
Steckbrief: Blauer Pfau
Seite 2
Vorwort, Rote Liste
Giftige Pflanzen, Team
Hätten sie es gedacht ?
Seite 3
Vogelordnungen –Galerie
Seiten 8 und 9
Der Lebensraum –
Wo kleine und große Flieger zu Hause sind!
Seiten 10-15
Spiel, Spaß und Witze
Seite 15
und vieles mehr
-1-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Steckbrief
Der Blaue Pfau
Der Blaue Pfau (Pavo cristatus) gilt
als ältester Ziervogel der Menschen
und ist weltweit in Parkanlangen
anzutreffen. Er ist eine Vogelart aus
der Familie der Fasanenartigen
(Phasianidae) und zählt zur Gattung
der Asiatischen Pfaue (Pavo).
Merkmale
Die Oberschwanzdecken des Blauen
Pfauenhahns sind ca. 150 cm lang
und können zu einem breiten
Fächerrad
senkrecht
aufgestellt
werden. Die Hähne sind dann mit
Schwanzschleppe etwa 2 m lang,
wiegen 4-6 kg und haben eine Höhe
von ca. 85 cm. Die plastisch
leuchtende Zeichnung von großen
blau irisierenden "Augen" im Rad
soll Fressfeinde abschrecken, die
diese Federzeichnung als Augen von
großen Säugetieren interpretieren.
Und wenn dies nicht genügt, um
einen Angreifer in die Flucht zu
schlagen, setzt der Hahn die
gefächerten Schwanzfedern in eine
laut rasselnde Bewegung.
Die kleineren Hennen sind im
Vergleich zum Hahn wesentlich
unauffälliger
gezeichnet.
Ihr
Gefieder ist grünlich-grau und sie
haben eine Körperlänge von nur
etwa einem Meter. Sie wiegen
zwischen 2,7 und 4 Kilogramm.
Verbreitung und Lebensraum
Der Blaue Pfau stammt ursprünglich
aus Sri Lanka und Indien. Dort lebt
er bevorzugt in hügeligem Gelände
im
Dschungel,
besonders
in
Wassernähe. Zur Nahrungssuche
kommen die Vögel in den Morgenund
Abendstunden
in
Familiengruppen auf die Felder
heraus. Da sie junge Kobras fressen,
sind die Pfauen in Indien sehr beliebt
und werden auch in den Ortschaften
geduldet. Sie können sehr zutraulich
werden.
Schon vor 4000 Jahren wurden die
ersten Pfauen in den Mittelmeerraum
gebracht. Sie sind somit die ersten
Ziervögel. Da der Pfau standorttreu
ist, wird er bei uns in Parkanlagen
gern
frei
gehalten.
In
der
Domestikation entstandene Formen
wie der Schwarzflügelpfau und der
Weiße Pfau. Jedoch hat keine der
Züchtungen je die Farbenpracht der
Wildform erreicht.
Fortpflanzung
Pfauen sind polygame Vögel, das
heißt ein männlicher Vogel lebt mit
ca. fünf Hennen zusammen. Die Eier
sind hellweiß bis zartgelblich. Die
Hennen bebrüten diese Eier ca. 27
bis 30 Tagen. Die jungen Küken
haben ein helles bräunliches
Daunenkleid. Auf der Oberseite ist
ihr Gefieder etwas dunkler.
Als Jungvögel haben die männlichen
Pfauen ein den Hennen ähnelndes
Gefieder. Erst bis zum Ende des 2.
Lebensjahres entwickeln sie das
Gefieder, das sie als ausgewachsene
Vögel
tragen.
Die
prächtige
Schleppe haben sie erst ab ihrem 3.
Lebensjahr. (kw)
Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel
Ordnung: Hühnervögel
Familie: Fasanenartige
Gattung: Asiatische Pfauen
Art: Blauer Pfau
Impressum
Feder-Kiel ist ein kostenloses Informationsblatt des www. prachtfinken-portals.de
Kontakt: feder-kiel@gmx.de
Herausgeber: Matthias Wünschmann (mw)
Redaktionsteam: Katrin Teschner (kt), Kerstin Wünschmann (kw), Matthias
Wünschmann (mw)
Fotos: wenn nicht weiter angegeben, Matthias Wünschmann
Layout und Gestaltung: Matthias Wünschmann
Auflage: Nur online erhältlich
Erscheinungszeitraum: 4 mal jährlich
-2-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Vorwort
Es ist vollbracht, die erste Ausgabe
der Feder-Kiel ist fertig. Zwar ist es
noch keine Zeitung zum anfassen, so
jedoch ist schon eine schöne
Onlineausgabe
entstanden.
Da
kommen wir zum eigentlichen
Vorwort. Wie ist alles entstanden.
Schon seit Jahren sind wir versessen
in die kleinen Flattermänner und
so entstand unsere Homepage,
die www.zebrafinch.de.vu, welche
später auch als www.zebrafinken.net
zu
finden
ist.
Gleichzeitig
entwickelte sich die Leidenschaft der
Tierphotographie, wie auf vielen
Photos in dieser Ausgabe zu sehen
ist. Unsere Homepage wurde mit der
Zeit von Anfragen, über die Haltung
von Zebrafinken, überhäuft, so das
wir beschlossen ein Forum zur
Homepage
einzurichten.
Das
www.prachtfinken-portal.de wurde
geboren. Als Abschlusses unserer
vielen Internetprojekte dient diese
Zeitung, die so hoffen wir es auch
irgend wann mal in Papierform
erhältlich sein sollte.
Wie
sind
wir
auf
diesen
eigentümlichen Namen der Zeitung
gekommen ? Der Name sollte
natürlich irgend wie in Verbindung
mit Vögeln gebracht werden. Nur
welcher ? So
waren
einige
Vorschläge: „Birdtimes“, „PieperNews“,
„Gefiederte
Freunde“,
jedoch gefielen sie dem Team nicht
so recht. Dann kam uns die Feder ins
Gedächtnis, die ja seit eh und je
Sinnbild für einen Vogel ist. Also
irgend etwas mit Feder. So kam
unser Wohnort mit ins Spiel, die
Stadt Kiel. So war der Name FederKiel geboren. Als einen positiven
Nebeneffekt des Namen ergab sich,
das in früherer Zeit die Feder als
Schreibinstrument diente und der
Federkiel die Tinte hielt und so
entstand
noch
eine
schöne
Assoziation nebenbei. Langsam aber
sicher möchte ich mein kleines
Vorwort beenden mit der Hoffnung
das viel Menschen sich an dieser
Zeitung erfreuen werden und sie eine
Hilfestellung bei einigen Fragen sein
möge. Falls einige von Ihnen selbst
sich aktiv an unsere Zeitung
beteiligen möchten, so nehmen wir
gern ihr Angebot an und würden uns
freuen wenn sich unser Team
vergrößern würde.
(mw)
Die rote Liste
Giftige Pflanzen für Vögel
Über 1.200 Vogelarten vom Aussterben bedroht!
Immer wieder fragen sich viele Vogelhalter, welche
Pflanzen den für die gefiederten Freunde giftig sind, daher
werden öfter in den Texten kleine Lückenfüller mit den
giftigen Pflanzen stehen. Achtet auf Textfelder in dieser
Farbe die überall in der Zeitung verteilt sind. (mw)
Die Rote Liste wird jährlich von der
Weltnaturschutzunion IUCN (International Union
for Conservation of Nature) veröffentlicht.
Weltweit sind ca. 16.000 Tier- und Pflanzenarten
vom Aussterben bedroht, davon sind mehr als
1.200 Vogelarten betroffen, weitere 800
Vogelarten stehen auf der Vorwarnliste. Somit
sind etwa ein Fünftel aller weltweit
vorkommenden Vogelarten vom Aussterben
bedroht. Öfter werden Sie in der Feder-Kiel,
kleine rote Textfelder sehen, die einige Arten der
Roten Liste preisgeben.
Auf der Liste sind sehr viele bekannte Vogelarten
zu finden. So zum Beispiel die Gouldamadine.
Weniger als 2.500 Gouldamadinen leben noch in
der freien Wildbahn Australiens.
Aus diesem Grunde widmen wir die nächste
Ausgabe der Gouldamadine und stellen euch dort
den Juwel der Prachtfinken näher vor! (kw)
Über uns, das Feder-Kiel Team:
Kerstin (24) und Matthias (28) Wünschmann,
Webmaster vom www.prachtfinken-portal.de, www. zebrafinken.net
Mitglieder der AZ-Ortsgruppe Neumünster
Halter von 40 Prachtfinken,10 chin. Zwergwachten und 2 Agaporniden
Katrin Teschner (27)
Halter von 6 Wellensittichen
Wir würden uns über Zuwachs in unserem Team sehr freuen.
Hätten Sie es gedacht ?
In diesen blauen Textfeldern tauchen von Zeit zu Zeit einige
Leistungen und unglaubliche Fakten aus dem Reich der
Vögel auf. Viel Spaß beim staunen. (mw)
Quellenangabe:
Was ist Was – Vögel, Band 40; Tessloff Verlag
Vögel; DK-Verlag GmbH
Wissen im Bild – Botanik; Tosa Verlag
Anatomie und Physiologie der Vögel; UTB für Wissenschaft; Verlag Eugen Ulmer "
Money!; DeAgostini"
www.wikipedia.de, www.world-of-animals.de, www.animalplanet.de,
www.senckenberg.de, http://www.papageien.org/,
Lösung Rätsel Seite 15: 1B, 2A, 3C, 4C, 5A, 6B
-3-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
„Was sind ...?“ - Die Vögel
Vögel
bilden
durch
ihren
Artenreichtum,
innerhalb
der
Wirbeltiere, nach den Fischen die
größte
Klasse.
Cirka
8500
verschiedene Vogelarten bevölkern
heute die Erde. Sie bewohnen alle
Kontinente und haben sich den
verschiedensten
Lebensräumen
angepasst. Es sollte uns daher also
nicht verwundern, dass der Vogel
das wohl bekannteste Lebewesen ist,
denn ob im Wasser, in der Luft oder
am Boden, ein Vogel ist überall zu
finden.
Die Klassifizierung
Der größte Teil der Vögel gehört mit
knapp 60% zur Ordnung der
Sperlingsvögel. Dazu zählen unter
anderem neben den Prachtfinken
auch die Drosseln, Stare, Meisen und
Ammern. Die restlichen Vogelarten
werden in weiteren Ordnungen
zusammengefasst, zum Beispiel den
Entenund
Gänsevögeln,
Hühnervögeln,
Papageienvögeln,
Pinguinen,
Laufvögeln,
Taubenvögeln,
Kolibris,
Eulenvögeln und den Greifvögeln.
Die Systematik, wonach die einzelne
Art eingeordnet werden, ist durch
neuen
Erkenntnisse
ständigen
Änderungen unterworfen, aber auch
durch unterschiedliche Meinungen in
Fachkreisen. So tendiert die Zahl der
Ordnungen zwischen etwa 20 und
50. Die genauen Einteilungen sind
aber bis heute unter den Ornitologen
umstritten.
Hätten sie es gewusst?
Ein Wellensittich ist wie folgt Klassifiziert:
Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm:
Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe:
Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse:
Vögel (Aves)
Ordnung:
Papageien
Familie:
Echte Papageien
Unterfamilie: Plattschweifsittiche
Gattung:
Wellensittiche
Art:
Wellensittich
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Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Das Wort
Der lateinische Begriff für
„Vogel“ ist „avis“ (Mz. „aves“),
das davon abgeleitete Adjektiv
„aviär“ bedeutet „auf Vögel
bezogen/ von Vögeln stammend“.
Im Laufe der Sprachentwicklung
hat
sich
aus
dem
althochdeutschen
„fogal“ zu
„fliegen“ das Wort „Vogel“
entwickelt.
Die Evolution
(Phylogenese)
Der Archaeopterix, der „Urvogel“,
galt lange Zeit als das Bindeglied
zwischen den Reptilien und den
Vögeln und wohl jeder kennt die
Bilder seiner Fossilien aus dem
Biologie-Schulbuch. Sein Name
bedeutet „altertümliche Feder“ bzw.
„Urflügel“, bezogen auf seine
Federn.
Abgeleitet
aus
den
Abdrücken im Gestein besaß er,
ähnlich wie die heutigen Vögel,
befiederte Flügel. Bislang galt sein
Platz als Bindeglied als unumstritten,
denn er zeigt beiderlei Merkmale,
die der Reptilien ebenso wie die der
Vögel. Doch ein schlecht erhaltenes
fossiles unbefiedertes Skelett kann
zu
Fehldeutungen
und
Fehlinterpretationen führen. Heute
ist man sich nicht mehr sicher ob
dies auch wirklich den Tatsachen
entspricht.
Durch
neue
wissenschaftliche Erkenntnisse weiß
man, dass Vögel näher mit den
Krokodilen verwandt sind als mit
Reptilien wie Schlangen oder
Eidechsen. Und noch immer sind
zahlreiche Paläoornithologen mit der
Erforschung fossiler Vogelfunde
beschäftigt, zu denen stets neue
dazukommen. So zum Beispiel ein in
Messel (Deutschland) gefundenes
nahezu vollständiges Skelett eines
papageienartigen Vogels, der zu den
ältesten bekannten Vertretern der
Papageienvögel zählt und dem
Typus vieler sittichartiger Papageien,
wie dem Wellensittich, entspricht.
Foto: Der wohl bekannteste Vertreter aus dem
Vogelreich, der Wellensittich
Unumstößlich ist jedoch die
Tatsache, dass die Dinosaurier die
Vorfahren der Vögel sind. Vor circa
290 Millionen Jahren, im Zeitalter
des Perm, entstand der Eosuchier aus
dem sich kleine Urraubreptilien, die
Thecodontier, entwickelten. Im
Trias, vor etwa 250 Millionen
Jahren, entstanden daraus die
Dinosaurier
von
denen
sich
schließlich vor 150 Millionen
Jahren, im Jura, die Vögel
abspalteten. Die damaligen Vögel
hatten
noch
eine
lange
Schwanzwirbelsäule,
bewegliche
und bekrallte Mittelhandknochen
sowie
bezahnte
Kiefer.
Fossilienfunde von Wasservögeln
aus der späten Kreidezeit zeigen
ebenfalls noch bezahnte Kiefer. Erst
Anfang des Tertiärs haben sich
Vögel wie die heutigen, mit
unbezahnten Kiefern, herausgebildet.
Es ist auch zu vermuten, das die
Vögel
bereits
damals
schon
warmblütig waren. Ihre Flugkünste
dagegen waren wohl eher schwach,
da das Brustbein verhältnismäßig
klein entwickelt war.
Die Wissenschaft
Ornithologie nennt man die
Wissenschaft von den Vögeln,
einfacher auch als Vogelkunde
bezeichnet. Sie gehört zum
Bereich der Zoologie und
beschäftigt sich unter anderem
mit der Systematik der Vögel,
der Evolution, ihrer Anatomie
und Physiologie, sowie dem
Verhalten.
Die Anatomie
Der Vogel gehört neben den
Amphibien,
Reptilien
und
Säugetieren zu den Landwirbeltieren
(Tetrapoda) und besitzt deshalb, wie
alle Wirbeltiere, eine Wirbelsäule
und jeweils ein paar Vorder- und ein
paar Hinterextremitäten.
Natur etwas einfallen lassen um
Gewicht zu sparen. Mit nur 8-9%
des Gesamtkörpergewichtes ist daher
das Skelett eines Vogels extrem
leicht, was neben einem hohen
Mineralstoffanteil eine besondere
Knochenstruktur möglich macht hohle Knochen (Röhrenknochen),
Die Anpassung des Vogels an das
Fliegen setzt eine Anpassung des
Körpers voraus. Aus diesem Grund
ist der grundlegende Körperaufbau
eines Vogels meist gleich, für
Sonderformen bleibt nur wenig
Spielraum.
Während
die
Vorderextremitäten
zu
Flügeln
ausgebildet sind und somit die
Tragflächen zum Fliegen bilden,
dient der Schwanz als Steuerruder.
Der Rumpf ist stromlinienförmig
gebaut für eine gute Aerodynamik.
Unterschiede
zwischen
den
einzelnen Vogelarten gibt es
lediglich
auf
Grund
der
verschiedenen
Lebensräume
in
Form, Größe und Farbe des
Gefieders, des Schnabels, der Füße
und der Flügel.
Die meisten Vogelarten sind
flugfähig und die Flugunfähigen, wie
zum Beispiel die Pinguine und
Strauße, haben sich aus ehemals
flugfähigen Arten entwickelt. Die
Anpassung an neue Lebensräume hat
sie ihre Flugfähigkeit zugunsten
anderer Fähigkeiten einbüßen lassen.
So sind Strauße schnelle Läufer und
Pinguine gute Schwimmer.
Wie schon zuvor gesagt verlangt das
Fliegen, ebenso wie die Anpassung
an
die
unterschiedlichsten
Lebensräume,
bestimmte
Voraussetzungen vom Vogelkörper.
Das Gewicht ist dabei von
entscheidender Bedeutung. Jeder der
Vögel hält weiß, dass ein Vogel mit
Übergewicht nur schlecht bzw. gar
nicht
fliegen
kann.
Der
Kraftaufwand ist einfach zu immens
um den zu schweren Körper in der
Luft zu halten. In freier Wildbahn
würde dies unweigerlich den Tod
bedeuten. Daher musste sich die
-5-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
die
lediglich
durch
feine
Knochenstreben verstärkt sind. Die
Rumpfwirbelsäule ist starr, der Kopf
dagegen sehr beweglich. Dies zeigt
sich besonders gut wenn ein Vogel
seinen Kopf zum schlafen ins
Rückengefieder schiebt oder sich
seiner
täglichen
Körperpflege
widmet.
Bei
älteren
Tieren
reduzieren
sich
zudem
das
Knorpelgewebe und Bindegewebe
auf ein Minimum.
Auch die Muskulatur ist auf das
Fliegen
abgestimmt.
Die
Flugmuskulatur, die Brustmuskeln,
sind die größten Muskeln und setzen
am Brustbein an. Dadurch wird auch
der Schwerpunkt des Körpers im
Hinblick auf das Fliegen günstig
beeinflusst. Die Muskeln der Beine
sind
ebenfalls
sehr
kräftig
ausgebildet da sie den Körper in
einer halb aufrechten Position tragen
und bewegen müssen. Alle übrigen
Muskeln sind eher schwächer
ausgeprägt.
Die Beine aller Vögel sind mit
Hautschuppen
bedeckt,
in
Anpassung an die verschiedensten
Lebensräume aber in ihrer Form sehr
verschieden. Während Greifvögel
Klauen mit scharfen Krallen haben
um ihre Beute zu greifen, haben
Laufvögel lange kräftige Beine um
schnell rennen zu können. Entenund Gänsevögel dagegen, sowie
Pinguine, haben kurze Beine mit
Schwimmhäuten. Damit können sie
sich
im
Wasser
sehr
gut
fortbewegen, auf dem Land sind sie
eher tollpatschig unterwegs.
Ebenso wie die Beine sind auch die
Schnäbel der Vögel verschieden.
Das unterschiedliche Nahrungsangebot machte eine Spezialisierung
in der Schnabelform nötig. So haben
die bereits vorhin genannten
Greifvögel große und scharfe
Hackenschnäbel um ihre Beute
zerreißen zu können, Enten haben
dagegen eher flache Schnäbel mit
denen sie das Wasser nach Plankton
durchseihen und die Schnäbel der
Kolibris sind lang und dünn um an
den Nektar der Blüten heran zu
kommen. Zähne, wie ihre Vorfahren,
haben heute nur noch sehr wenige
Vögel wie etwa Gänse.
Der hohe Energieverbrauch beim
Fliegen verlangt nährstoffreiche
Nahrung mit wenig Ballaststoffen
und eine gute und schnelle
Verdauung. Vögel im allgemeinen
nutzen daher fast die gesamte Palette
des zur Verfügung stehenden
Nahrungsangebotes von Früchten
und Samen, Gräsern und Blättern,
über Insekten, Fleisch bis hin zu
Fisch. Im Muskelmagen wird die
Nahrung anschließend zerkleinert
und verdaut. Daher fehlen dem
Vogel die großen Ansatzflächen der
Kaumuskulatur und der Kopf ist
somit eher klein.
Für die Umwandlung der Nahrung in
Energie, welche der Vogel für die
Muskelbewegung zum Fliegen und
die
Konstanthaltung
der
Körperwärme braucht, muss er viel
Sauerstoff aufnehmen. Vögel haben
sehr leistungsstarke Lungen, die
dennoch vergleichsweise sehr klein
sind. In der Regel besteht die
Vogellunge aus 6 Luftsäcken, die
alle Hohlräume ausfüllen. Sogar bis
in die größeren Knochen ziehen sie
sich hinein. Ihr spezieller Bau
verschafft der Vogellunge jedoch im
Vergleich zu einem gleichgroßen
Säugetier eine circa 10-mal so große
Oberfläche. So kann der Vogel mehr
Sauerstoff
aufnehmen
und
Kohlendioxid abgeben. Ebenso wird
der Körper beim Fliegen durch die
Luftsäcke getrimmt, während sie
beim Aufprall bei der Landung als
Schutz dienen.
Wie bereits erwähnt haben Vögel
eine konstante Körpertemperatur. Sie
ist mit etwa 42°C höher als bei
anderen Lebewesen. Obwohl sie zu
den Warmblütern gehören legen
Vögel jedoch ebenso wie Reptilien
Eier und bringen keine lebenden
Junge zu Welt. Sie brüten die Eier
mit ihrer eigenen Körperwärme aus.
Die Jungen beginnen sich also erst
nach der Eiablage im Ei zu
entwickeln. Eine Erklärung hierfür
könnte die Flugfähigkeit sein, denn
ein Weibchen mit Junge im Bauch
wäre wohl wieder zu schwer zum
fliegen. Aus diesem Grund kann im
allgemeinen auch nur 1 Ei etwa alle
24 Stunden gelegt werden. So bleibt
die Flugfähigkeit erhalten, da das
Gewicht nur um ein Minimum
zunimmt.
Produktion. Bis zu 300 Eier kann
eine Legehenne im Jahr legen.
Unsere Hausenten haben ihre
Abstammung in der Stockente und
die Hausgans wurde bereits vor etwa
4000 Jahren domestiziert. Beide
dienen als Fleischlieferanten und zur
Gewinnung von Dunen.
Foto: Zebrafinkenküken im Nest
Alles bisher genannte ist typisch für
Vögel, aber auch für andere Arten.
Reptilien legen ebenfalls Eier,
Fledermäuse fliegen und das
Schnabeltier trägt seinen Namen
nicht umsonst. Dazu legt es als
Säugetier auch noch Eier. Es gibt
jedoch ein Merkmal das nur, und
wirklich
nur,
den
Vögeln
vorbehalten ist – die Feder. Ihre
Entstehungsgeschichte ist umstritten,
ihr Aufbau so simpel wie genial. Sie
bedeckt, von den Füßen mal
abgesehen, den gesamten Körper
und prägt somit entscheidend das
Erscheinungsbild
eines
jeden
Vogels. In Form und Farbe gibt es
die verschiedensten Variationen und
fasziniert dadurch seid je her die
Menschen.
Nicht
nur
als
Gebrauchsgegenstand, zum Beispiel
als Füllung für warme weiche Kissen
und Decken, wird die Feder genutzt.
Auch in der Mode findet sie sich.
Früher wurden echte Vogelfedern
mit vorliebe an Hüten getragen, wie
die des Vogelstrauß. Dafür wurden
viele Tiere gejagt und getötet. Heute
kann
man industriell Federn
herstellen und ist in Farbe und Form
uneingeschränkt von der Natur.
Die Domestizierung
Foto: verschiedene Vogeleier im Überblick.
Das
Paarungs-,
Brutund
Aufzuchtsverhalten variiert bei den
Vögeln ebenso durch die Anpassung
an den Lebensraum wie alles andere.
Es gibt Nestflüchter, die sofort nach
dem Schlüpfen losmarschieren, und
es gibt Nesthocker die noch eine
zeitlang von den Elterntieren
gefüttert werden müssen.
-6-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Unsere gefiederten Haustiere kennt
jeder – das Huhn, die Ente, die Gans.
Auch das Truthuhn, der Strauß und
die
Taube
gehören
zum
Nutzgeflügel,
sei
es
zur
Federgewinnung, als Fleisch- und
Eierlieferant oder als Postbote.
Das Ur-Haushuhn wurde bereits vor
circa 5000 Jahren gehalten und
stammt vom Bankivahuhn ab. Es
dient
hauptsächlich
der
Fleischgewinnung sowie der Ei-
Die Tauben wurden eher aus
Liebhabergründen zum Beispiel als
Schmuck oder zum Sport als
Brieftaube
domestiziert.
Sie
stammen von den Felsentauben ab.
Früher eher selten in europäischen
Breiten,
heute
immer
mehr
zunehmend, wird der Strauß als
Nutztier
gehalten.
Auf
Straußenfarmen werden sie für die
Fleisch-,
Lederund
Federgewinnung gezüchtet. Aber auch die
riesigen Eier werden vermarktet, sei
es
zum
Verzehr
oder
als
Schmuckstück.
Foto: Eine domestizierte Art im Bereich der
Prachtfinken: Das japanische Mövchen.
Heute werden aber auch viele andere
Vogelarten gehalten. Mit dem
zunehmenden
Wohlstand
der
Gesellschaft fanden viele Vögel den
Weg in die Gärten und Wohnzimmer
der Menschen, sei es als geliebtes
Haustier, aus religiösen Gründen,
zum Sport oder einfach zu
Dekorations- und Repräsentationszwecken. Papageienvögel, wie der
Wellensittich,
aber
auch
Finkenvögel, wie der Zebrafink, sind
sehr beliebte Haustiere. Den Pfau
findet
man
oft
in
großen
Parkanlagen, Falken und Habichte
werden zur Jagd benutzt, bei
Brieftauben
finden
alljährlich
Wettkämpfe
statt
und
auf
Vogelschauen werden die besten
Züchtungen gekürt.
Faszination
Vogel:
Literatur, Musik, Film
und Kunst ...
Der Vogel selbst besitzt seid je her
eine Faszination mit der er die
Menschen in seinen Bann zieht. In
Mythen und Legenden, Fabeln und
Märchen vieler Kulturkreise nimmt
er ebenso seinen Platz ein, wie in der
Musik, der Kunst und im Film.
bringe.
Weitere
bekannte
Fabelwesen sind der Vogel Greif, ein
Tier mit Löwenkörper, Adlerkopf
und Flügeln, und der Phönix aus der
griechischen
Mythologie.
Die
Harpyie
ist
ebenfalls
als
mythologisches Wesen bekannt.
In der Musik sind Kinderliedern wie
„Alle Vögel sind schon da“,
„Kuckuck ruft´s aus dem Wald“,
„Kommst ein Vogel geflogen“, „Auf
einem Baum ein Kuckuck“ und
„Vogelhochzeit“ sehr beliebt und in
zahlreichen anderen Musikstücken
werden
mittels
Instrumente
Vogelstimmen imitiert.
Im Genre der klassischen Dramen
wie Shakespeares „Romeo und
Julia“ finden sich ebenfalls Vögel
wieder: „Es war die Lerche, nicht die
Nachtigall“.
Als bekanntestes Beispiel der
Filmkunst sei Alfred Hitchcocks
„Die Vögel“ genannt, in dem
Menschen von Vögeln angegriffen
werden. Der Storch hingegen findet
sich in Märchen wie „Kalif Storch“
oder als Meister Adebar in vielen
Fabeln wieder.
Foto: Viele Mythen ringen sich um ihn, den
Weisstorch.
Auch heißt es im wohl bekanntesten
Ammenmärchen, dass er die Babys
-7-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
der Vögel. In der Bionik versucht
man mittels Technik die Natur
nachzuahmen und zu kopieren.
Foto: Dem Vogel so nah, die neueste
Errungenschaft der Menschheit, der A380
Auf Briefmarken und
Geldscheinen finden Vögel
ebenfalls ihren Platz.
Foto: Seit Harry Potter kennt sie jedes Kind,
die Schneeeule
Zum Beispiel wird sie als
Zirkusattraktion im Film „Das letzte
Einhorn“ in einem Käfig gehalten
und im PC-Spiel „World of
Warcraft“ stellt sie sich dem Spieler
entgegen. Es gibt aber auch eine
amerikanische Greifvogelart mit
dem Namen Harpyie, der mit einer
Größe bis zu einem Meter und einer
Flügelspannweite bis zu zwei Meter
der größte tropische „Waldadler“ ist.
Foto: Vögel im alltäglichen Leben. Als
Verzierung auf Zahlungsmitteln und
Wertmarken. (kt)
Die weiße Taube als Sinnbild für
den Frieden und der Adler als
Machtsymbol vieler Staaten wie
den USA und Deutschland sind
Tiere mit Symbolcharakter.
Abschließend kann man wohl sagen,
das die Vögel im Leben der
Menschen eine bedeutende Rolle
spielen. Sie sind eine Bereicherung
für die Natur und wie jedes andere
Lebewesen
wichtig
für
ein
funktionierendes Ökosystem. Ihr
Artenreichtum
und
ihre
Vorkommensgebiete
sind
ein
Spiegelbild für das Befinden unserer
Umwelt. (kt)
Aber nicht nur die Schönheit der
Vögel und ihr bezaubernder Gesang
sorgen für Begeisterung. Die
Fähigkeit zu fliegen hat schon
damals Leonardo da Vinci zu seinen
Flugmodellen inspiriert. Heutige
Flugzeuge orientieren sich ebenfalls
an den körperlichen Gegebenheiten
Bärenklee,
Bandwurmwurzel,
Bangenkraut, Barzenkraut, Baumfreund,
Baumlieb,
Becherkraut
Beetzaun, Begonie, Beinwell, Beissbeere, Beisselbeere, Belladonna-Lilie,
Berberitze,
Bergholunder,
Berglorbeer,
Bergsalbei,
Berstekraut
Berstekraut, Besenginster, Besenstrauch,
Bilsenkraut,
Bingelkraut
Bitterbohne, Bitterschopf, Bittersüss,
Blacke, Blattfahne, Blaugrüne Algen
Blauregen, Blutschwamm
Vertreter der verschiedenen Vogelordnungen
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes) Familie: Entenvögel
(Anatidae) Unterfamilie: Halbgänse (Tadorninae) Gattung:
(Chloephaga) Art: Andengans
Ordnung: Eisvogelartige (Alcediniformes) Familie: Eisvögel
(Alcedinidae) Unterfamilie: Lieste (Halcyoninae) Gattung:
Jägerlieste (Dacelo) Art: Jägerliest
Ordnung: Papageien (Psittaciformes) Familie: Kakadus
(Cacatuidae) Gattung: Nymphensittiche (Nymphicus)
Art: Nymphensittich
Ordnung: Laufvögel (Struthioniformes) Familie: Kasuare
(Casuariidae) Gattung: Kasuare (Casuarius) Art: Helmkasuar
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes) Unterordnung:
Singvögel (Passeri) Familie: Stare (Sturnidae) Unterfamilie:
(Sturninae) Gattung: (Gracula) Art: Beo
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes) Unterordnung:
Singvögel (Passeri) Familie: Prachtfinken (Estrildidae)
Gattung: Goldbrüstchen (Sporaeginthus) Art: Goldbrüstchen
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Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Weitere Vertreter
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes) Familie: Fasanenartige
(Phasianidae) Gattung: Erdwachteln (Coturnix)
Art: chinesische Zwergwachtel
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes) Familie: Störche
(Ciconiidae) Gattung: Eigentliche Störche (Ciconia)
Art: Weißstorch
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes) Familie: Tauben
Gattung: Krontauben (Goura) Art: Rotbrust-Krontaube
Ordnung: Schwalmartige (Caprimulgiformes) Familie:
Eulenschwalme Gattung: Eulenschwalme (Podargus)
Art: Eulenschwalm (Podargus strigoides)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes) Familie: Kraniche (Gruidae)
Unterfamilie: Kronenkraniche (Balearicinae) Gattung:
Kronenkraniche (Balearica) Art: Kronenkranich
Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes) Familie: Pinguine
(Spheniscidae) Gattung: Brillenpinguine (Spheniscus)
Art: Brillenpinguin (kt)
-9-
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Der Lebensraum – Wo kleine und große Flieger zu Hause sind!
Vögel gibt es überall. Die Fähigkeit
zu Fliegen eröffnete ihnen die Welt.
So können sie weite Strecken schnell
und nahezu mühelos überwinden um
etwa zu ihren Brutstätten zu
gelangen
oder
um
in
nahrungsreichere
Gebiete
zu
wechseln wenn der Winter naht.
Dennoch kommt nicht jeder Vogel
überall auf der Erde vor. Vielmehr
haben sich die Vögel an die
verschiedensten
Lebensräume
angepasst, an das dortige Klima, die
Vegetation
und
das
Nahrungsangebot. So kommt es, das
manche Vögel nie ihre Insel
verlassen und andere von einem
Kontinent zum anderen fliegen. Und
wieder andere haben ihre Fähigkeit
zu Fliegen aufgegeben um sich
ihrem Lebensraum anzupassen. So
legen Schwalben bis zu 11 000 km
auf ihrem Weg ins Winterquartier
zurück, der Vogelstrauß wurde ein
guter Läufer und der Pinguin ein
exzellenter Taucher, angepasst an
die Kälte des ewigen Eises.
Wasser,
Atmosphäre
und
Nährstoffen geprägt wird. Diese
abiotischen Faktoren sind für das
Vorkommen bestimmter Pflanzenund Tierarten verantwortlich. Eine
solche Lebensgemeinschaft, die an
einem Ort vorkommt, nennt man
Biozönose. Sie ist das Kriterium
wonach ein Biotop abgegrenzt wird.
Ein
Ökosystem
umfasst
im
allgemeinen
also
mehrere
Biozönosen,
also
alle
dort
vorkommenden Lebewesen der Flora
und Fauna, und mehrere Biotope.
Wie ist das nun zu verstehen?
Nehmen wir ein Beispiel. Ein Biotop
kann etwa ein See sein. Das darin
vorkommende Leben, also Pflanzen
und Tiere, wären die Biozönose.
Beides zusammen bilden das
Ökosystem See.
Biotop, Habitat und Ökosystem
Doch was sind das für Lebensräume,
in denen sich die Vögel angesiedelt
haben? Die eisigen und ewig kalten
Pole wurden ja eben schon genannt.
Da die Vögel aber fast überall auf
der Welt vorkommen kann man
wohl auch davon ausgehen das sie
nahezu
jeden
Lebensraum
erschlossen haben, von der heißen
Wüste, über Wälder und Seen bis
eben hin zu den eisigen Gebieten der
Arktis und Antarktis.
Der Lebensraum den eine Art
besiedelt wird in der Biologie und
der Ökologie als Habitat bezeichnet.
Dieses kann durchaus aus mehreren
Biotopen bestehen. In einem Biotop
kann es aber auch mehrere Habitate
geben.
Was ist nun aber ein Biotop? Es ist
ein kleiner Teil eines Ökosystems,
der räumlich abgegrenzt und durch
Faktoren wie Licht, Temperatur,
- 10 -
Foto: Komplexes Ökosystem, eine Sumpfwiese
Auch ein einzelner Baum in eurem
Garten kann ein Biotop sein. Nun
leben auf diesem Baum Insekten,
Blattläuse beispielsweise, sie leben
aber nicht nur dort sondern auch auf
dem Busch daneben. Der Busch ist
ebenfalls ein Biotop für sich, doch
beide zusammen bilden das Habitat
der Blattläuse. Euer Garten umfasst
aber nicht nur den Baum und den
Busch sondern auch ein Stück
Wiese, einen Holzstapel und so
weiter. All diese Biotope und alle
darin vorkommenden Lebewesen
bilden zusammen das Ökosystem
Garten. Stellt man sich nun vor das
ein Vogel in dem Busch sein Nest
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
hat und er zur Futtersuche besagte
Insekten aus dem Baum pickt, im
Winter er aber mit den anderen
seiner Art ins Winterquartier in den
wärmeren Süden zieht, wird einem
bewusst welche Ausmaße ein
Habitat haben kann. In diesem Fall
würde man auch von einem
komplementären Habitat sprechen,
da der gesamte vom Vogel bewohnte
Lebensraum
aus
mehreren
unterschiedlich
strukturierten
Gebieten besteht, eben dem Garten
und dessen Umgebung sowie dem
Winterquartier im Süden. Dabei ist
der Garten ein Ökosystem für sich
und das Winterquartier ebenfalls.
Ein solcher Vogel könnte der
Zilpzalp sein. Er ist ein Teilzieher,
der
im
Winter
in
den
Mittelmeerraum zieht, im März aber
bereits zurück kommt.
Der Feldsperling,
der
Grünling
und
die
Grauammer
ziehen
ebenfalls
über
den
Winter
in
wärmere
Gebiete. Goldammer und
Haussperling
dagegen
sind Standvögel die auch
im Winter da bleiben
und sich von dem
ernähren was die Natur
ihnen in dieser kargen
Zeit bietet.
Die verschiedenen Lebensräume
Jeder Lebensraum hat seine ganz
eigenen für ihn typischen Merkmale.
An den Grenzen verlaufen die
Lebensräume ineinander. So kann es
sein, das der Übergang von einem
Lebensraum in einen anderen selbst
ein Lebensraum für sich ist. Der
Waldrand bietet beispielsweise den
dort lebenden Vögeln Schutz,
gleichzeitig können sie aber in
Feldern und Wiesen nach Nahrung
suchen. Da man die einzelnen
Lebensräume durchaus sehr fein
gliedern kann soll hier nur ein grober
Überblick gegeben werden.
Die Wüsten
Extreme Trockenheit oder Kälte sind
die Ursache warum in Wüsten kein
bzw. nur wenig Leben existiert. Man
unterscheidet
Trocken-,
Halb-,
edaphische und Windwüsten.
In Trockenwüsten, wie der Sahara
oder der Eiswüste im TangraGebirge, verhindert der Mangel an
Wasser pflanzliches Leben, während
in Halbwüsten zumindest eine
geringfügige
Feuchtigkeit
vorherrscht und stark angepassten
Pflanzen Leben ermöglicht. In
edarphischen Wüsten gibt es zwar
große Niederschlagsmengen, der
stark wasserdurchlässige Boden
kann dieses aber nicht speichern.
Somit geht das Wasser für die
Pflanzen verloren. In Windwüsten
dagegen herrschen ständig Stürme
die von Niederschlag begleitet
werden. Dort trifft man lediglich
kleinere Moose, Farne und Flechten
an denn größere Bäume und
Sträucher können wegen des Windes
nicht gedeihen, sie haben keinen
Schutz. Solche Wüsten gibt es auf
den
subarktischen
Inseln
im
Südatlantik.
Der in Wüsten und Halbwüsten
vorkommende Rennkuckuck bzw.
Wegekuckuck (Geococcyx
californianus) war das Vorbild
für die Comicfigur „Road
Runner“ der Warner Brothers.
Um in Wüstengebieten überleben zu
können müssen sich Pflanzen und
Tiere anpassen um die seltenen
Regenschauer auszunutzen und die
Trockenheit zu überstehen, lediglich
¼ der Fläche ist bewachsen. So gibt
es Pflanzen, die sehr sparsam mit
Wasser sind, andere speichern es.
Manche
Pflanzen
überstehen
Trockenperioden tief im Erdreich
und wiederum andere haben einen
sehr kurzen Lebenszyklus. Bei den
Tieren kommen Kriechtiere und
Insekten am häufigsten vor. Es gibt
aber in einigen Gebieten auch Vögel,
die
sich
mit
einer
hohen
Körpertemperatur
und
einem
geringen
Wasserbedarf
den
- 11 -
lebensfeindlich
wirkenden
Bedingungen angepasst haben. Diese
Vögel ziehen wie Nomaden überall
dorthin wo Regenfälle die Wüste
aufblühen lassen. Ein solcher
Vertreter ist zum Beispiel der
Zebrafink.
Foto: Kaum zu glauben, der lebhafte Zebrafink
lebt in den Halbwüsten Australiens
Er lebt in den Halbwüsten
Australiens und ernährt sich von
den Samen der Gräser. Beim ersten
Anzeichen von Regen fangen sie
an zu Balzen und ziehen in der
kurzen Zeit in der es Nahrung in
Überfluss gibt ihre Jungen auf.
Auch der Lannerfalke lebt zum
größten Teil in den Wüsten und
Savannen Süd-Ost-Europas und
großen Teilen von Afrika. Er
bewohnt aber auch lichte Wälder.
Der Lannerfalke ist ein Greifvogel
der sich unter anderem von kleinen
Vögeln, Flughunden, Perlhühnern
und Trappen ernährt.
Das Wellenflughuhn ist ebenfalls
ein Vertreter der Vögel der in
Halbwüsten lebt. Sie kommen in
felsigen und hügeligen Gegenden
mit vereinzelter
Buschvegetation
vor und ernähren sich von Samen
und Pflanzenteilen. Während der
heißen Mittagszeit pausieren sie im
Schatten des Gebüschs, lediglich
Morgens und Abends während der
Dämmerung fliegen sie zu den
Wasserstellen um zu Trinken. Dabei
nimmt das Männchen in seinem
Bauchgefieder Wasser zum bis zu 30
km entfernten Nest für die Jungen
mit, die es heraussaugen können.
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Wussten sie...
... das der Sperbergeier bis zu
11.000m hoch fliegen kann!
Graslandschaften
Wie der Name es schon sagt wird
das Grasland (Grünland) hauptsächlich von Gräsern bestimmt mit
wenig Gehölzanteil. Wiesen und
Weiden zählen ebenso dazu wie die
Savannen,
Grassteppen
und
Wiesentundren.
Savannen sind von weitem Grasland
mit weit auseinander stehenden,
vereinzelten Bäumen geprägt. Dies
resultiert aus dem Wassermangel.
Jeder Baum zieht das benötigte
Wasser aus der Erde in seiner
näheren
Umgebung.
Damit
verhindert er aber gleichzeitig, dass
neue Bäume nachwachsen können.
Des
weiteren
treten
häufig
Feuersbrünste auf. Dadurch werden
junge Keimlinge getötet, während
die
älteren
Bäume
lediglich
abgestorbene Teile verlieren und
somit Nährstoffe an den Boden
zurückgeben.
Savanne
treten
zwischen Wüsten und tropischem
Wald auf. In Afrika sind sie weit
verbreitet (Serengeti), es gibt sie
aber auch im Norden Südamerikas,
Indien und Australien.
Der wohl bekannteste Vogel der
Savannen ist der Strauß, gelegentlich
ist er auch in Wüsten und
Halbwüsten anzutreffen. Er lebt in
Afrika und die Population reicht von
Senegal bis Äthiopien und Tansania.
Im Süden gibt es noch eine
eigenständige Population. Der Strauß
ist mit einer durchschnittlichen
Größe von 2,50 m der größte
lebende Vögel. Er ist aber auch
flugunfähig. Bei Gefahr flüchtet er
dank seiner kräftigen und langen
Beine sehr schnell. Dabei erreicht er
Spitzengeschwindigkeiten von bis zu
64 h/km.
Foto: Auch bei uns zu finden, Felder als
Graslandschaften in Europa
In Südamerika, von Brasilien südlich
des
Amazonas
bis
nach
Zentralargentinien, lebt der Nandu.
Er ist, wie der Strauß, ein Laufvogel
und flugunfähig. Ein weiterer
Vertreter
der
flugunfähigen
Laufvögel ist der Emu Australiens.
Foto: Ein Vertreter der Laufvögel, der Nandu
Kleinere,
ebenfalls
sich
hauptsächlich laufend fortbewegende
Vögel die in Savannen vorkommen
sind die Wachteln. Sie kommen in
Europa bis hin nach Afrika vor und
ernähren sich von Samen und
Knospen, sowie Pflanzenteilen.
Weithin bekannt sind auch die
Webervögel, die kunstvoll ihre
Kugelnester in die Baumkronen
setzen. Und die Geier, mit ihren
nackten Köpfen, kreisend am
Himmel nach Aas suchen.
Von den tropischen Savannen zu
unterscheiden sind die Steppen, in
denen es keine Bäume gibt. Sie sind
in
ihrer
Vegetation
durch
Wassermangel bzw. Kälte geprägt
und sind zumeist im Landesinneren
der gemäßigten Zonen zu finden.
Dazu gehören die Steppen Eurasiens,
die Prärien in Nordamerika und die
Pampa in Südamerika.
Weiter im Norden, in den
Subpolargebieten, erstreckt sich die
Tundra. Sie wird von Gräsern,
Moose und Flechten, kleinen
Sträuchern und vereinzelten Bäumen
geprägt. Die Sommer sind kurz und
kühl und die Sonne geht nie ganz
unter und die Winter sind dunkel und
schneereich.
Vor
allem
Wasservögel, wie Schwäne, Gänse
und Enten, ziehen jedes Jahr dorthin
um zu brüten. Das Nahrungsangebot
- 12 -
an Mücken, Fliegen und deren
Larven ist zu dieser Zeit besonders
groß. Den Winter verbringen sie
jedoch weiter südlich an den
Wattküsten, küstennahen Grasgebieten oder in Marschen.
Ein typischer Bewohner der Tundra
ist das Schneehuhn. Es bleibt auch
im Winter wenn es dunkel und Kalt
ist dort. Sein Gefieder ist dann weiß
und sehr dicht. So ist es vor
Fressfeinden und der Kälte gut
geschützt. Die Schnee-Eule legt im
Winter ebenfalls ihr weißes Kleid an
und tarnt sich damit. Sie jagt
hauptsächlich Lemminge, aber auch
Hasen
und
Enten.
Weitere
Graslandschaften sind die Wiesen,
Weiden und die Alm. Sie sind durch
landwirtschaftliche
Nutzung
entstanden. Während die Wiesen der
Heuernte oder Silage-Herstellung
dienen werden Weide und Alm
direkt vom Weidevieh abgegrast.
Die Alm unterscheidet sich lediglich
in ihrer Lage und Nutzungsdauer
von der Weide. Sie befindet sich
zumeist an Hanglagen in den Bergen
und wird nur vom Frühjahr bis zum
Herbst genutzt. Für viele kleinere
Vögel bieten diese Landschaften ein
abwechslungsreiches
Nahrungsaufkommen. Aber auch den Storch
kann man zuweilen über die Wiesen
auf der Suche nach Kleingetier
gehen sehen.
Die Gewässer
Binnengewässer gibt es überall auf
der Welt. Zu ihnen zählen
Fließgewässer, wie Flüsse und
Bäche, und Stillgewässer, wie etwa
Seen, Teiche und Weiher. Sie alle
liegen auf Landflächen.
Foto: Binnengewässer, der Oderberger See
(kt)
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Foto: Lebensraum Oder, als einer der größten
Flüsse Deutschlands
Als Bäche gelten schmale natürliche
Gewässer mit unterschiedlicher
Fließgeschwindigkeit, die durch
Steine, Äste, durch die Örtlichkeit
bedingte
Verengungen
oder
Verbreiterungen, sowie Vertiefungen
oder Abflachungen und kleine Inseln
bestimmt wird. Im Berliner und
Brandenburger Raum wird häufig
noch der Begriff Fließ für Bachläufe
verwendet. Bäche werden in 3 Arten
unterteilt: Gebirgs-, Mittelgebirgsund
Flachlandbäche.
Ersterer
zeichnen sich durch eine starke
Strömung aus und der Boden ist
steinig, weshalb dort fast keine
Pflanzen
vorkommen.
Beim
Mittelgebirgsbach ist die Strömung
durch das abnehmende Gefälle
schwächer. Sand, Kies und kleine
Steine bilden an immer neuen
Stellen Inseln und Kiesbänke,
werden wieder abgetragen und neu
angehäuft. Den unterschiedlichsten
Lebewesen wird dort Raum geboten.
Das Gefälle des Flachlandbaches
und damit auch die Fließgeschwindigkeit ist sehr gering.
Breitere Gewässer ab circa 5 m bzw.
schiffbare Fließgewässer natürlichen
Ursprungs werden als Flüsse
bezeichnet. Künstlich angelegte
Fließgewässer nennt man Kanal.
Flüsse entstehen wenn mehrere
Bäche und/ oder Flüsse ineinander
fließen. Bäche und Flüsse werden
von Regen und Tauschmelze
gespeist und führen anders als die
Meere Süßwasser. Somit bieten sie
einer eigenen Flora und Fauna
Raum.
Die 3 längsten Flüsse Deutschlands:
1. 2852 km – Donau
2. 1320 km – Rhein
3. 1165 km – Elbe
Der Eisvogel (Alcedo atthis) zieht
klare Fließgewässer als Lebensraum
vor. Dies sind in der Regel Bäche.
Dort wartet er, etwa auf einem Ast
sitzend, um blitzschnell ins Wasser
zu stoßen und kleine Fische oder
Krebse zu fangen.
Seen, Teiche und Weiher sind
Stillgewässer die gänzlich von Land
umgeben sind. Sie können Zu- und
Abfluss von Fließgewässer haben,
werden aber nicht ausschließlich von
ihnen gespeist. Die Wassermasse
eines Sees ist bei weitem größer als
der Zu- und Abfluss durch einen
Bach oder Fluss. Stillgewässer
entstehen meist dort, wo sich Wasser
in Vertiefungen ansammelt. Dies
geschieht entweder auf natürliche
Weise oder künstlich, den Baggerund Stauseen. Seen gelten als
weitestgehend
eigenständige
Ökosysteme und bieten neben
Nahrung in den Schilfgürteln und
Uferregionen
vielen
Vögeln
Lebensraum.
Foto: Vertreter der Teiche und Seen, die Ente
So baut der Teichrohrsänger sein
Nest im Schilf. Gekonnt flechtet er
es zwischen die Halme und zieht
dort relativ sicher vor Räubern seine
Jungen auf. Währenddessen watet
der Graureiher aufmerksam durch
die Röhrichtzone und hält nach
Fischen und anderen Kleintieren
Ausschau. Blitzschnell schnellt er
vor um es zu ergreifen. Stockente
und Blesshühner halten sich lieber
dort auf, wo das freie Wasser
anfängt. Sie filtern das Wasser mit
ihren Schnabel und fischen so
Pflanzenteile, Samen, Insekten und
Würmer heraus. Während die
Stockenten in Nordamerika und
Eurasien vorkommen, lebt die
Valisneriaente in Kanada und im
Norden und Westen der USA. Sie
- 13 -
Foto: Oft sind Flamingos zu Millionen an Afrikas
Seen zu finden
taucht bis zu 9 m tief um Wasserpflanzen und Schalentiere herauf zu
holen.
Die Meere umgeben die Kontinente
und sind alle miteinander verbunden.
Sie machen etwa 71% der
Erdoberfläche aus und nehmen mit
96,5% den größten Teil des
gesamten Wasservorkommens der
Erde ein. Durch die Kontinente wird
das Meer in 3 Teile geteilt: dem
Atlantischen, den Indischen und den
Pazifischen (Stillen) Ozean. Ihr
Salzgehalt liegt bei etwa 3,5% und
kann deshalb nicht als Trinkwasser
und zur Bewässerung genutzt
werden. In einigen Ländern nutzt
man es aber zur Gewinnung von
Meersalz.
Der Mond beeinflusst mit seiner
Anziehungskraft die Meere und ist
somit
für
Ebbe
und
Flut
verantwortlich. Diese fällt jedoch je
nach Region unterschiedlich stark
aus und kann von wenigen
Zentimeter bis zu 15 m betragen.
Viele Vögel haben auch das Meer als
Lebensraum eingenommen. Dabei
sind sie aber auf die Küstenregionen
angewiesen zu denen sie zurückkehren müssen wenn sie brüten
wollen. Da es aber nur wenige
günstig gelegene Brütplätze gibt, die
geschützt und vom Wasser aus gut
erreichbar sind, tummeln sich dort in
der Brutsaison meist Tausende von
Tieren
und
bilden
riesige
Brutkolonien.
Die meisten Vögel finden sich in den
kälteren Wassern. Dort gibt es weit
mehr Nahrung, wie Krebse und
Fische als in den tropischen Meeren.
Im Südpolarmeer, in der Antarktis,
findet man den Pinguin. Der
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Kaiserpinguin ist der größte und
schwerste. Er kann bis zu 265 m tief
tauchen um nach Fischen und
Tintenfischen zu jagen. Dabei setzt
er eine dicke Fettschicht an, die ihn
vor der eisigen Kälte schütz. Das
Brutverhalten der Kaiserpinguine ist
einzigartig. Nachdem das Weibchen
ein Ei gelegt hat zieht es zusammen
mit den anderen Weibchen für 2
Monate in einer Karawane in die
Küstenregionen um zu jagen und zu
fressen. In dieser Zeit bebrüten die
Männchen dichtgedrängt in einer
Kolonie die Eier auf ihren Füßen in
einer Hautfalte. Dabei wechseln sie
auch die Position, so dass jeder
einmal in der wärmeren Mitte stehen
kann. Wenn das Weibchen zurück
kommt ist das Junge bereits
geschlüpft. Dann übernimmt das
Weibchen das Küken und füttert es
in dem es Nahrung heraufwürgt. Das
Männchen geht indessen für eine
Woche ins Meer um sich die
abgehungerte Speckschicht wieder
anzufressen. Anschließend ziehen
beide Elterntiere gemeinsam das
Junge auf.
Neben den Pinguinen kommen in
diesen Regionen auch Albatrosse,
wie etwa der Wanderalbatros und
der Russalbatros, und Sturmvögel,
wie zum Beispiel der Riesensturmvogel und der Kapsturmvogel, vor.
Am Nordpolarmeer, dem Arktischen
Ozean, trifft man dagegen die
Lummen an. Sie gehören zu den
Alkenvögeln und umfassen 2 Arten:
die
Trottellumme
und
die
Dickschnabellumme. Ferner ist auch
der Papageitaucher in dieser Region
anzutreffen. Er gehört ebenfalls zu
der Familie der Alkenvögel. Die
Dreizehenmöwe gehört zu den
meistvorkommenden Vögeln dieser
Region.
Foto: Der Pinguin als ein Wasservogel (kt)
Küsten
Wo Meer und Land aufeinander
treffen werden die Gebiete als Küste
bezeichnet. Die Linie die genau
mittig zwischen Ebbe und Flut
entsteht wird als Küstenlinie
bezeichnet. Die Form und der
Verlauf der Küsten ändert sich
ständig durch
Erosion, den
Gezeiten,
der
Wirkung
der
Meeresströmungen und anderen
Umwelteinflüssen.
Es
gibt
verschiedene Küstenformen, je nach
Augenmerk kann man sie dann
einteilen. Am bekanntesten sind
wohl die Begriffe Flach- und
Steilküste. Die Küste der Nordsee
ist größtenteils eine Flachküste,
genauer gesagt eine Wattküste. Im
Bereich der Tropen dominieren
Mangrovenküsten.
Sie zeichnen
sich
durch
mit
Stelzwurzeln
ausgestatteten Pflanzenbewuchs aus.
Äquator sind flächenmäßig die
größten
Waldgebiete
und
weitestgehend unberührt.
Foto: Die Möwe als bekanntester Küstenvertreter
An den felsigen Küstengebieten sind
dagegen weit weniger Arten
vertreten.
Am
Helgoländer
Lummenfelsen
brüten
jährlich
Hunderte von Trottellummenpaare.
Das Lummenweibchen legt ein Ei
auf einen Felssims. Nach dem
bebrüten und dem Schlupf der
Jungen füttern die Elterntiere
solange bis sie wegen dem
Verhältnis
Körpergewicht
zu
Flügelgröße nicht mehr genügend
Nahrung heranschaffen können.
Dann
springen
die
noch
flugunfähigen Küken bis zu 40 m
tief ins Meer um dort weiter gefüttert
zu werden bis sie selbst fliegen
können.
Foto: Wattenmeer auf der Insel Sylt
Das Watt entsteht bei Ebbe wenn
sich das Wasser zurückzieht. Zwei
mal am Tag mit dem Lauf der
Gezeiten wird es von der Flut
überschwemmt und bei Ebbe wieder
trocken gelegt. In diesen Gebieten
findet man viele Vögel, die von
ihrem Flug aus den
kalten
Regionen des Nordens in die
südlicheren Überwinterungsgebiete
dort rasten. Wenn das Wasser bei
Ebbe abfließt lässt es kleine
Krebschen, Muscheln und Würmer
zurück die dann von den Vögeln
leicht erreicht und gefressen werden
können. Anzutreffen sind unter
anderem der Knut und der
Sanderling,
die
Uferund
Pfuhlschnepfe,
sowie
Kiebitzregenpfeifer und GelbfußRegenpfeifer.
- 14 -
Foto: Küstenregion an der Nordsee
Die Wälder
Wälder sind komplexe Ökosysteme
und zeichnen sich durch einen
dauerhaften Bewuchs von Bäumen
aus. Je nach geografischer Lage,
Niederschlagsmenge
und
Pflanzenbewuchs unterscheidet man
Tropische Regenwälder, Teilweise
laubabwerfende
Tropenwälder,
Laubabwerfende
subtropische
Wälder, Gemäßigte Feuchtwälder,
Mangrovensümpfe, Hartlaubwälder,
Sommergrüne
Laubwälder
und
Nadelwälder. Die borealen (Nadel-)
Wälder der nördlichen Regionen und
die tropischen Regenwälder am
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Foto: Waldregion in Europa
Der europäische Wald bedeckte einst
das ganze Land. In Mitteleuropa
kamen überwiegend Laubwälder mit
Buchen und Eichen vor, während in
den borealen Zonen im Norden
hauptsächlich
Nadelbäume
anzutreffen sind. Daher findet man
in Europa vornehmlich Waldvögel.
Amsel, Drossel, Fink und Meise,
sowie Specht und Eichelhäher sind
charakteristische
Bewohner
mitteleuropäischer Wälder. In den
nördlichen Nadelwäldern sind Arten
wie Tannenhäher und Haubenmeise
anzutreffen.
Im
feucht-heißen
Klima
der
tropischen Regenwälder kommen
nach Schätzungen 40 – 60 % aller
auf der Erde lebenden Arten vor. Die
gigantischen Bäume werden von den
Lianen
und
Aufsitzerpflanzen
bedeckt und in den Kronen wachsen
Blumen und Früchte. Eine Großzahl
der Vögel hält sich daher in den
oberen Baumregionen auf und ihr
Gesang ist ein Erscheinungsbild in
den Regenwäldern.
Foto: Der Grünflügelara ist ein Vertreter der
tropischen Wälder
Foto: Graupapageien beim Spiel
Westafrika, den Nymphensittich und
den Wellensittich in Australien und
Hyazinthara, Grünflügelara und
Sonnensittich in Südamerika. Der
Tukan mit seinem riesigen Schnabel
und die flinken Kolibris sind in den
Wäldern
des
Amazonas
in
Südamerika
anzutreffen,
die
Hornvögel in Afrika und Pfauen und
Diese Vögel sind zumeist auch sehr
farbenprächtig und haben oft die
merkwürdigsten Formen. In allen
tropischen
Wäldern
kommen
Papageienund
Taubenvögel,
Spechte und Trogone vor.
So
findet
man
bei
den
Papageienvögeln den Graupapagei in
Ackerschachtelhalm,
Ackerbohne,
Adlerfarn, Adlersaumfarn, Adonisröschen,
Adventsstern,
Ägidibleamel, unechter Akazienbaum,
blaugrüne Algen, Aloë, Alpenflieder,
Alpenkreuz-kraut,
Alpenrose,
Alpenveilchen, Amaryllis Anemone,
Apotheker-Schierling, weiße Aprilblume,
gefleckter
Aronstab,
Asthmakraut Augenwurz, Azalee
Foto: Helmkasuar
Fasane in Asien. In den Urwäldern
Australiens und Neuguineas leben
die Kasuare als einzige größere
Laufvögel. Ebenfalls dort anzutreffen sind die Paradiesvögel, die
ihren Namen zu recht verdienen. (kt)
Spiel, Spass und Witze
Frage 1: Von welchen Tieren
stammen unsere Vögel ab ?
a) Fledermäuse
b) Dinosaurier
c) Insekten
Wussten Sie.....
... das der Goldregenpfeifer im
Dauerflug eine Strecke von
3.800km zurücklegen kann!
Frage 2: Welches ist der schwerste
flugfähige Vogel?
Ein Adler frisst eine Maus. Diese
schlängelt sich durch den Darm und
schaut hinten wieder raus. Da fragt
die Maus: “Wie hoch fliegen wir?“
Meint der Adler: “Etwa tausend
Meter hoch!“ Staunt die Maus:
„Oh je, dann mach jetzt bloß kein
Scheiß!“
a) Höckerschwan
b) Andenkondor
c) Seeadler
Frage 3: Wie viel Vogelarten sind bis
heute bekannt ?
a) ca. 4500
b) ca. 15000
c) ca. 9800
Frage 4: Welcher Vogel ist der
schnellste Schwimmer ?
a) Kaiserpinguin
b) Humboldtpinguin
c) Eselspinguin
Das Telefon klingelt. Der Hausherr
Die
Kehrseite,
hebt
ab, reicht eine
dem Gouldamadine
Papagei den
anders
Hörer und mal
meint:
“Für dich, der
Auch Wachteln liegen gern auf der
faulen Haut
Frage 5: Wie lang ist die Zugstrecke
der Küstenseeschwalbe zwischen
Sommer und Winterquartier?
a) 18000 km
b) 9000 km
c) 12000 km
Frage 6: Wie lange können
Mauersegler ununterbrochen in der
Luft bleiben ?
a) bis 18 Stunden
b) bis 3 Jahre
c) bis 2 Wochen
Alle Lösungen findet ihr auf Seite 3
- 15 -
„Frau Meier“, sagt die Nachbarin
aufgebracht,“ ihre Katze hat heute
morgen meinen Wellensittich
gefressen!“ „Oh, gut, dass Sie mir
das sagen, dann bekommt sie heute
nichts mehr.“
Feder – Kiel Ausgabe 1 / 2006
Papagei von nebenan“
Ein Mann läuft mit einem Pinguin
unterm Arm durch die Stadt. Fragt
ihn ein erstaunter Passant: “Wo
haben sie den denn her?“ „Er ist mir
zugelaufen. Was meinen Sie, was
ich mit ihm machen soll?“ „Gehen
sie doch mit ihm in den Zoo.“ Nach
einer Stunde treffen sie sich wieder.
„Nanu, sie haben ja den Pinguin
immer noch. Waren sie nicht im
Zoo?“ „Doch da waren wir, und jetzt
gehen wir ins Kino.“
Ein angeschlagener Vogel dem viele
Federn fehlen trifft einen gesunden
munteren Vogel. Meint der muntere:
"Sag mal, wie siehst du denn aus?!"
Der Verletzte: "Siehst du diesen
Dornenbusch da?" "Ja." "Ich hab den
nicht gesehen!"
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