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Es läuft was falsch bei der Schulintegration Es läuft was - ÖAR

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monat
Februar 2012
37. Jahrgang
Sozialpolitische Rundschau der Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs
Es läuft was falsch bei
der Schulintegration
Um die Sonderschulen in Österreich muss sich niemand Sorgen
machen – sie blühen und gedeihen, wie ein paar Blicke auf aktuelle Zahlen der Statistik Austria belegen.
(pflie) Beispielsweise verzeichneten im
Schuljahr 2010/11 sechs Bundesländer
(Burgenland, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg)
mehr SonderschülerInnen als im Jahr
davor. Diese Zunahme ist vor allem insofern äußerst bemerkenswert, weil das
in diesen Bundesländern keiner anderen
Pflichtschule gelungen ist, im Gegenteil: Bundesweit kämpfen die Volksund Hauptschulen sowie Polytechnische
Schulen seit Jahren mit allgemein stark
rückläufigen Kinderzahlen, seit kurzem
verzeichnet auch die AHS-Unterstufe
rückläufige SchülerInnenzahlen. Nicht
so die Sonderschulen. Zwar gab es nach
Einführung der Gesetze zur schulischen
Integration von Kindern mit Behinderungen Mitte der 1990er Jahre einen
deutlichen Rückgang an SonderschülerInnen in Österreich, aber wie die Grafik
zeigt, markiert ein Knick um die Jahrtausendwende einen deutlichen Gegen-
trend: Der Anteil der PflichtschülerInnen,
die Sonderschulen besuchen, nimmt seit
damals österreichweit wieder kontinuierlich zu. So besuchten im Schuljahr
2000/01 1,97% aller PflichtschülerInnen
eine Sonderschule, doch diese sogenannte Segregationsquote steigt seit damals
kontinuierlich an und erreichte im Schuljahr 2010/11 bundesweit beachtliche
2,39%.1) In einzelnen Bundesländern
führt diese Tendenz zu Segregationsquoten, die im vergangenen Schuljahr sogar
deutlich höher waren als vor 20 Jahren,
als es noch gar keine Gesetze für die
schulische Integration von Kindern mit
1)
Alle Zahlen eigene Berechnungen auf
Basis von Daten der Statistik Austria verfügbar im Jänner 2012 auf http://www.
statistik.at/web_de/statistiken/bildung_
und_kultur/formales_bildungswesen/schulen_schulbesuch/index.html
Fortsetzung Seite 3
© Integrationsklasse
599
Österreichische
Arbeitsgemeinschaft
für Rehabilitation –
Dachorganisation der
Behindertenverbände
Österreichs (ÖAR)
Erscheint 10mal/Jahr
€ 2,30 / Abo € 23
Ausland + Porto
(hjs) Es ist bekannt: Der Rechnungshof hat unserer Regierung fast 600
Vorschläge für Einsparungen vorgelegt. Doch was machen Faymann &
Co? Sie reden nach wie vor davon,
eine Schuldenbremse in der Verfassung zu verankern und gleichzeitig
reden sie von Budgetsanierung durch
„ausgewogene Einnahmen und Ausgaben“, was soviel bedeutet wie weitere
Kürzungen und neue Steuern.
Wie gesagt, sie reden davon.
Dies und diverse Korruptionsskandale
(es gilt die Unschuldsvermutung) haben es geschafft, dass Politiker praktisch das schlechteste Image aller Berufsgruppen haben.
Das rief sogar die Kirche auf den
Plan: Kardinal Schönborn fühlte sich
bemüßigt, unserer Regierung unter
die Arme zu greifen und festzustellen:
„Kirche stimmt Schuldenbremse zu“
(Kronenzeitung, 1.1.2012). Weiters
meint Seine Eminenz, man solle „über
Politiker nicht verächtlich herziehen“.
Ja, die katholische Kirche hatte schon
immer ein gutes Verhältnis zu den
Regierenden – und vielleicht beherzigt
die hohe Politik die Ezzes des Klerus
mehr, als die Ratschläge des Rechnungshofes. Warnte der Kardinal doch
ausdrücklich vor den Folgen einer
Politik, die dazu führe, dass „die Armen den Gürtel noch enger schnallen
müssen“.
Überdies sei er, der Kardinal, der Meinung, „würde die Regierung nicht jetzt
entsprechende Schritte setzen, drohe
„das in Österreich so wichtige soziale
Netz am Ende zu zerreißen“.
Dem Kardinal sei Dank für diese offenen Worte. Es ist jedoch zu befürchten, dass sich Faymann & Co nicht
daran halten werden.
Und sicher nicht nur deshalb, weil
viele glauben, dass „Politik von der
Kanzel“ in Österreich der Vergangenheit angehört.
●
monat
ÖAR intern
Liebe Leserin, lieber Leser,
Das Jahr 2011 ist wie im Flug vergangen
und 2012 verspricht, ein finanziell hartes
Jahr zu werden – Stichwort „Schuldenbremse“!
Eine Zeitung wie monat kostet viel
Geld; seit 2002 um eine erhebliche Summe mehr aufgrund der Erhöhung des
Posttarifes. Die ÖAR möchte jedoch
alles daran setzen, dass monat weiterhin
fortgeführt werden kann.
Mit monat erreicht die Österreichische
Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation
(ÖAR), Dachorganisation der österreichischen Behindertenverbände, rund
42.000 Leserinnen und Leser. Mit monat steht eine Zeitung zur Verfügung,
die ein breites Spektrum an sozial- und
behindertenpolitischen Themen aufgreift
und die so der Durchsetzung der Interessen behinderter Menschen nützt. Der
Abonnementpreis kann für 2012 trotz
neuerlicher Erhöhungen noch einmal beibehalten bleiben.
Unterstützen Sie uns bitte mit Ihrer Abonnementzahlung! Sollten Sie allerdings
bereits eine Rechnung mit Zahlschein
erhalten haben, dann betrachten Sie bitte
den beiliegenden Zahlschein als gegenstandslos. Spenden, die diesen Betrag
erhöhen, fördern den Ausbau unseres
Informationsdienstes.
Wenn Sie an der Zusendung von Presseaussendungen oder am Infoletter der
ÖAR interessiert sind, dann übermitteln
Sie einfach Ihre Mailadresse an:
bauer.presse@oear.or.at.
Ein Zahlschein liegt dieser Ausgabe bei –
sollte er verlorengegangen sein, fordern
Sie bitte einen neuen unter ✆ 01 5131533
an. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen, die Adresse und unbedingt auch
Ihre Kundenummer (MNR-Nummer;
aufgedruckt im Versandfeld der Zeitung)
einzutragen; bei Telebanking im Feld
„Kundendaten“.
Mit bestem Dank, freundlichen Grüßen
und unseren besten Wünschen für 2012.
Ihre Redaktion.
P.S.: Bitte beachten Sie unsere neue
Bankverbindung: easybank 20010-930600 · BLZ 14200 · IBAN: AT85 1420
0200 1093 0600 · BIC: EASYATW1 ●
FEBRUAR 2012
3 Fragen an … Hans Jörg Hofer
Dr. Hans Jörg Hofer
war vom 1. September
bis 31. Jänner interimistischer Behindertenanwalt. monat bat
zum Interview.
monat: Als hochrangiger Mitarbeiter des
Ministeriums hat man als Gesprächspartner üblicherweise Funktionäre, mit
deren Meinung man sich auseinandersetzen muss. Als Behindertenanwalt ist
das Gegenüber eine Einzelperson, mit
manchmal bedrückenden Geschichten.
Kann das die Sicht auf manche Dinge
verändern?
Hofer: Zunächst möchte ich den Eindruck abschwächen, im Ministerium
habe man keinen Kontakt zu Einzelpersonen. Ich rechne es mir schon an, dass
ich auch als Mitarbeiter des BMASK
immer versuche, die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung
zu erfragen und ernst zu nehmen. Aber
natürlich ist der Kontakt mit einzelnen
Menschen als Behindertenanwalt sehr
viel ausgeprägter und intensiver. Hinzu kommt noch, dass die Anliegen an
die Anwaltschaft noch authentischer und
unverfälschter dargelegt werden als das
gegenüber dem Ministerium geschehen
mag. Diese Erfahrungen werden für mich
sicher zu einer noch realistischeren und
wirklichkeitsnäheren Sichtweise führen,
die natürlich in die Arbeit im BMASK
einfließen wird. Insofern bin ich davon
überzeugt, dass die Tätigkeit als stellvertretender Behindertenanwalt positive Effekte auch für die Arbeit im Ministerium
nach sich gezogen hat.
monat: Zeigen Ihre Erfahrungen eine
auffällige Häufung, von Sachverhalten,
die darauf hinweisen, dass Veränderungen/Maßnahmen notwendig wären?
Hofer: Wenig überraschend kristallisieren sich insbesondere die Themenkreise
„Bildung“, „Beschäftigung“, „Barrierefreiheit“ und „Selbstbestimmung/Selbstvertretung“ heraus. Einen Fokus stellte
für mich die Frage der Eigenwahrnehmung der Interessen der lernbehinderten
Menschen dar. In dieser Stärke war mir
der Trend zuvor nicht so bewusst; ich
denke, dass dieses Thema nicht zuletzt
ein Ausfluss der Diskussionen rund um
© BMASK
2
die UN-Behindertenrechts-Konvention
darstellt. In diesem Zusammenhang ist
auch auf die in der öffentlichen Wirkung
nicht zu unterschätzende Rolle des Monitoringausschusses hinzuweisen, der unter
Führung von Frau Marianne Schulze
herausragende Arbeit leistet.
In diesem Bereich sowie im Bildungsbereich sehe ich aufgrund der Tätigkeit
als Behindertenanwalt auch einen beträchtlichen Bedarf an Verbesserungen.
Ich gehe davon aus, dass der soeben als
Entwurf vorgelegte Nationale Aktionsplan Behinderung einen großen Beitrag
dazu leisten wird, die öffentliche Debatte
nicht abreißen zu lassen.
monat: Haben Sie Situationen und Sachverhalte erlebt, von denen Sie rückblickend meinen, dass Kompetenzen des
Bundes-Behindertenanwalts erweiterungsbedürftig seien?
Hofer: Aus meiner Sicht wäre es zunächst wünschenswert, der Anwaltschaft
zumindest im Bereich der Schlichtungsverfahren ein echtes Vertretungsrecht
einzuräumen, da die Menschen beim
Wort „Anwalt“ auch meist an Vertretungstätigkeiten denken. Derzeit kann
die Anwaltschaft nur als Vertrauensperson oder im Wege einer ausdrücklichen schriftlichen Bevollmächtigung
im Schlichtungsverfahren auftreten. Zum
zweiten erscheint es mir diskussionswürdig, auch der Behindertenanwaltschaft
Befugnisse zum Aufgreifen von möglichen Diskriminierungen einzuräumen,
die eine größere Zahl an Menschen mit
Behinderung betreffen. So wäre etwa eine Zusammenarbeit mit der ÖAR in diesem Punkt durchaus überlegenswert. Die
sozialwissenschaftliche und rechtliche
Evaluierung des Gleichstellungsrechtes
ist beinahe abgeschlossen. Neben den
eigenen Wahrnehmungen werden auch
diese Ergebnisse in die Überlegungen zur
Weiterentwicklung des Gleichstellungsrechtes und der Behindertenanwaltschaft
einzubeziehen sein. Hinweisen möchte
ich darauf, dass bereits im ersten Halbjahr 2011 eine Novelle zum Bundesbehindertengesetz beschlossen wurde, die
unter anderem eine Vertretungsregelung
für den Behindertenanwalt und genauere
Vorschriften für den Bestellvorgang mit
sich gebracht hat.
●
monat
FEBRUAR 2012
Es läuft was falsch ...
Wir trauern
Fortsetzung von Seite 1
2)
Anfragebeantwortung http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_09900/
index.shtml
Schulische Aussonderung steigt deutlich an
3
2,5
2
1,0
1
Segregationsquotient
0,5
0
19
90
/9
1
19
95
/9
6
20
00
/0
1
20
07
-0
8
20
08
/0
9
20
09
/1
0
20
10
/1
1
Behinderungen gab. Beispielsweise lag
im Schuljahr 1990/91 die Segregationsquote in Niederösterreich bei 2,95%, nun
beträgt sie 3,68%; in Vorarlberg stieg
sie im selben Zeitraum von 2,73% auf
sagenhafte 4,3%! Die Steigerung der
Tiroler Segregationsquote von 2,39%
auf 2,5% wirkt da beinahe harmlos. Es
ist paradox: Die schulische Integration
hat in Österreich nach einer anfänglichen
Irritation und Schwächung zur Stärkung
des Sonderschulwesens und – wie die
Zahlen eindrücklich belegen – zu einer
Zunahme der Segregation im österreichischen Bildungssystem geführt. Möglich gemacht hat dies die Einführung des
sonderpädagogischen Föderbedarfs. Da
konsequent immer mehr SchülerInnen
einen sonderpädagogischen Förderbedarf
zugeteilt erhalten, können allen kämpferischen Einzelinitiativen für Schulintegration zum Trotz die Sonderschulen
laufend mit SchülerInnen befüllt werden.
Gleichzeitig sicherte die Verankerung
der Elternberatung sowie der Diagnostik
für sonderpädagogischen Förderbedarf
an Sonderpädagogischen Zentren eine
Funktion, die Sonderschulen übernehmen, diese endgültig ab. Mit durchschlagendem Erfolg, wie die Zahlen belegen.
Im Bildungsministerium scheint man
all diesen Entwicklungen zum Trotz davon überzeugt zu sein, dass Österreich
mit den bestehenden Integrationsgesetzen am besten Weg zu einem inklusiven
Bildungssystem ist. So heißt es etwa
in einer aktuellen Anfragebeantwortung
und bezugnehmend auf Artikel 24 der
UN-Konvention, „dass neben einem voll
ausgebauten inklusiven System derartige
Schulen (= Sonderschulen; Anm. P.F.) als
zusätzliche Angebote bestehen dürfen.“2)
Sonderschulen als zusätzliche Angebote
zu bezeichnen, grenzt an Realitätsverweigerung. Oder an Etikettenschwindel, aber
daran sind wir hierzulande ja gewöhnt,
man denke nur an die flächendeckende
Umbenennung von Sonderschulen in die
bereits genannten Sonderpädagogischen
Zentren oder von Hauptschulen in Neue
3
Grafik: Petra Flieger
Mittelschulen.
Bietet möglicherweise der Nationale
Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen neue Perspektiven? Mittlerweile
liegt dafür ein Entwurf vor, der sich auf
ein paar Seiten auch dem Thema Bildung
widmet. „Inklusiver Unterricht als Regelform“ wird als ein Schwerpunkt der
Zielsetzungen angeführt, dafür soll es
Fortbildungsmaßnahmen geben für LehrerInnen und für die Schulbehörde, die
dann Eltern besser beraten und sonderpädagogische Gutachten zielgerichteter
verfassen können sollen.
Der Begriff „Sonderschule“ taucht
weder bei den Zielsetzungen noch bei
den Maßnahmen auf, am florierenden
Sonderschulwesen soll also in Österreich definitiv nichts geändert werden.
Als Indikator wird eine nicht näher bezeichnete und inhaltlich nicht konkret
beschriebene „Inklusionsquote an allen
österreichischen Schulen“ angestrebt. Inklusionsquote? Bislang gibt es nur die
sogenannte Integrationsquote, damit wird
jener Anteil von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschrieben,
die integrativ beschult werden. Durchaus
denkbar, dass aus dieser Integrationsquote die Inklusionsquote wird. Das wird
spaßig, denn ich sehe sie schon vor mir,
die Schlagzeile: „Sonderschulen österreichweit führend bei der Inklusionsquote!
Hier gibt es 100% Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf!“ Aber im
Grunde genommen ist mir gar nicht nach
Lachen zumute, denn erst letztens hat
eine Sonderschuldirektorin ihre Schule
mir gegenüber als inklusive Schule bezeichnet.
●
Mag. Petra Flieger, freie Sozialwissenschafterin, hat als Lehrerin mehrere Jahre in einer Integrationsklasse gearbeitet
Mag. Michael
Krispl ist Mitte
Jänner plötzlich
und unerwartet verstorben.
1969 geboren,
erblindete er
im Lauf seiner
Schulzeit, studierte klassische
Klarinette am
Konservatorium
der Stadt Wien und erwarb nach einem
Studium der Rechtswissenschaften an
der Universität Wien 1996 den Magister
Juris. Unmittelbar darauf begann er für
das Sozialamt der Stadt Wien, MA12,
als Jurist tätig zu werden und wechselte Anfang 2002 ins Bundesministerium
für soziale Sicherheit und Generationen
(heute: BMASK, Anm. d. Red.) Sektion
VI, in dem er zuletzt als Abteilungsleiter
der Abt. 11 Angelegenheiten der Pflegevorsorge betreute. Mit seinen juristischen
Fähigkeiten unterstützte er mehrere Organisationen ehrenamtlich und hatte einige Zeit auch den Vorsitz in der Interessenvertretung der behinderten Menschen
in Wien.
Seine ganze Liebe galt seiner Frau Ulli
und der Musik – und ab 2006 dem Sohn
Leo. Wer immer die beiden, die gemeinsam als „K&K Vierteloktett“ auftraten,
bei einem der vielen Auftritte hörte, war
begeistert. Besonders bezaubern konnte
Michael, wenn er jiddische Lieder interpretierte und dabei seiner Klarinette die
perfektesten Kletzmer-Klänge entlockte.
Ein Kenner dieser Musik kommentierte
eine solche Nummer einst spontan mit
dem Satz: „Michael ist der Giora Feidmann (einer der berühmtesten KletzmerInterpreten, Anm. d. Red.) von Wien.
Michel war nicht nur ein hervorragender Jurist, ein ausgezeichneter Musiker – alles was er tat war geprägt von
Gelassenheit,Humor, Genauigkeit, vor
allem aber von menschlicher Wärme.
Was wir für ihn empfunden haben kann
mit Worten kaum beschrieben werden
- Ausdruck dessen ist aber, dass MitarbeiterInnen des ÖAR-Sekretariats, nach
Bekanntwerden seines Ablebens spontan
geweint haben.
Wir teilen die Trauer seiner Frau Ulli und
seines Sohnes Leo.
●
4
monat
„Begünstigter Behinderter“
(red) Bereits Anfang Dezember sorgte
eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes für Aufsehen: Auf die Zugehörigkeit zum Kreis der „begünstigten
behinderten Personen“ kann freiwillig
verzichtet werden, obwohl das Bundessozialamt sich bisher dagegen ausgesprochen hat.
In der Begründung des Vwgh heisst es:
„Wenn nun – wie im Beschwerdefall –
der einzelne Begünstigte der subjektiven
Ansicht ist, seine Zugehörigkeit zum
Kreis der begünstigten Behinderten sei
ihm bei der Arbeitssuche hinderlich, widerspräche es dem Zweck des Gesetzes,
dem Behinderten die Möglichkeit des
freiwilligen Verzichts auf seine Zugehörigkeit zum Kreis der begünstigten
Behinderten zu verweigern.“
Wie sich diese Regelung auf den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen
auswirken wird, bleibt noch offen.
●
Blindenwitz?
(red) Der Steiermärkische Blinden- und
Sehbehindertenverband verkauft T-Shirts
mit unorthodoxen Motiven, die allesamt
vom steirischen Werbegrafiker Gernot
Glasl kreiert wurden.
Zu bestellen zum Preis von € 19.90
(zuzüglich Versand) unter nachfolgender
Internetadresse!
Info: www.stbsv.info
●
Taxilenker müssen Blindenführhunde befördern
(ots/wien) Seit dem 1. Jänner 2012 müssen Blindenführhunde von den TaxilenkerInnen befördert werden.
Einzige Voraussetzung laut den neuen
Bestimmungen: Sie dürfen weder verschmutzt, noch bösartig sein.
Info:www.blindenfuehrhund.at
●
FEBRUAR 2012
Chance B brachte Klage gegen
Land Steiermark ein
(ChB) Nachdem die außergerichtlichen
Verhandlungsgespräche zwischen dem
Behindertenhilfsträger „Chance B“ und
Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser
im Dezember gescheitert sind, hat die
Chance B eine diesbezügliche Klage gegen das Land Steiermark eingebracht.
„Wir bedauern, dass es so weit kommen
musste, aber die unnachgiebige Haltung
des Soziallandesrates macht dieses Vorgehen leider notwendig. Die vom Land Steiermark angebotenen Leistungsverträge
bringen deutliche finanzielle Verschlechterungen für die Trägervereine und machen ein kostendeckendes Arbeiten für
uns unmöglich“, so die beiden Chance BGeschäftsführer Franz Wolfmayr und Eva
Skergeth-Lopic, „als Geschäftsführer haben wir bei der Führung des Betriebs die
Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns
einzuhalten. Ein Leistungsvertrag, der
kein kostendeckendes Leistungsentgelt
vorsieht und damit die dauerhafte Erwirtschaftung von Verlusten bedeutet, kann
von uns aus rechtlicher Sicht nicht unterzeichnet werden.“ Die Unterzeichnung
der vom Land angebotenen Knebelverträge hätte für die Chance B allein im Jahr
2012 einen Verlust von 738.000,- Euro
bedeutet. Für die gesamte Branche der
steirischen Behindertenhilfe wird allein
für das Jahr 2012 ein kumulierter Abgang
von rund 10 Millionen Euro prognostiziert. Wolfmayr: „Der Soziallandesrat
gefährdet durch seine Vorgehensweise
die Existenz der Chance B und damit die
Betreuung von knapp 800 Menschen mit
Behinderung, die Leistungen bei uns in
Anspruch nehmen.“
Mit der Klage begehrt die Chance B im
Wesentlichen:
- Leistungsverträge zu angemessenen
Bedingungen, insbesondere kostendeckenden Leistungspreisen;
- die Feststellung, dass das Land Steiermark für sämtliche Schäden, welche der
Chance B aus der sittenwidrigen Ausnutzung seiner Machtposition entstanden
sind, zu haften hat;
- die Unterlassung durch das Land Steiermark, in Zukunft Leistungsverträge
mit rechts- und sittenwidrigem Inhalt
anzubieten.
Zudem wird die Chance B das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz anregen, die Überprüfung der Leistungs- und
Entgeltverordnung beim Verfassungsgerichtshof zu beantragen. Diese Verordnung wurde von der Steiermärkischen
Landesregierung im Mai 2011 beschlossen und trat mit 01.06.2011 in Kraft.
Sie enthält einen Entgeltkatalog, welcher
die Tag- bzw. Stundensätze für die einzelnen Arten der Hilfeleistung auflistet.
Diese sind nicht annähernd kostendeckend, wie eine vom Dachverband „Die
Steirische Behindertenhilfe“ angeregte
Überprüfung durch eine unabhängige
Wirtschaftsprüfungskanzlei bestätigt.
Da die Dauer dieses Rechtsstreites
nicht absehbar ist, wird die Chance B
beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz darüber hinaus eine einstweilige Verfügung beantragen, mit welcher
die Existenz der Chance B bis zum Ende
des Hauptverfahrens gesichert wird.
Vorgeschichte
Die Steiermärkische Landesregierung
ist nach Bundesverfassung verpflichtet,
Leistungen für Menschen mit Behinderung zu erbringen. Mangels ausreichender eigener Einrichtungen bedient
sich das Land seit vielen Jahren dazu
gemeinnütziger Organisationen, wie zum
Beispiel der Chance B. Somit erbringt
die Chance B Hilfeleistungen, welche
das Land Steiermark eigentlich selbst
erbringen müsste. Aus diesem Grund hat
die Chance B – und auch die anderen
Träger – einen Anspruch auf Bezahlung
jener Kosten, die dem Betrieb durch die
Erbringung der Hilfeleistung entstehen
(kostendeckender Leistungspreis).
Im März 2011 hatte das Land Steiermark sämtliche Leistungsverträge mit
allen Trägern in der Steiermark, sohin
auch der Chance B, zum 31.03.2012 aufgekündigt. Dies erfolgte ohne jedweden
sachlichen Grund. In der Folge wurden
den Trägern neue Leistungsverträge angeboten, die keinen kostendeckenden
Leistungspreis sowie zahlreiche Rechtsund Sittenwidrigkeiten beinhalten.
Info: www.chanceb.at
●
monat
FEBRUAR 2012
ÖAR zur Schog-Novelle
Sehr geehrte Frau Bundesministerin,
Mit der Novelle zum Schulorganisationsgesetz wird der bisher bestehende
integrative Schulversuch in Polytechnischen Schulen in den Regelschulbereich übernommen und die Haushaltungsschulen für Jugendliche mit Behinderungen geöffnet. Im Zusammenhang
mit der vorliegenden Novelle ist zu bedenken, dass viele Jugendliche mit Behinderungen eine längere Entwicklungsund Reifezeit benötigen, um sich kognitive, lebenspraktische und persönliche
Kompetenzen anzueignen und um eine
Berufsentscheidung treffen zu können.
Durch den Ausschluss sämtlicher weiterführenden Schultypen für Jugendliche
mit SPF bleibt ihnen lediglich die Möglichkeit, die Sonderschule zu besuchen
(§ 32 SchUG). Darüber hinaus mutet
man damit SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die aus der
Integration kommen, einen zweimaligen
Schulwechsel zu (am Ende der 8. und
am Ende der 9. Schulstufe). Um allen
Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit einer umfassenden Ausbildung
und Förderung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu ermöglichen,
ist das Schulsystem grundlegend zu reformieren.
Die im folgenden beispielhaft aufgezeigten Maßnahmen wären mit einem
festgelegten Stufenplan unter Partizipation der Menschen mit Behinderungen
und deren Organisationen jedenfalls zu
erarbeiten und umzusetzen:
- Gesetzliche Verankerung des Menschenrechtes auf inklusive Bildung basierend auf der UN-Konvention über
die Rechte von Menschen mit Behinderungen in der österreichischen Bundesverfassung sowie in allen relevanten
Gesetzgebungen. Anpassung bestehender
Gesetze an die UN-Konvention;
- Abschaffung der Sonderschulen und Re-
strukturierung der sonderpädagogischen
Zentren zu Schulen für alle Kinder (Entkoppelung der Funktionen von Sonderschulen und SPZ; SPZ als regionale
Anlaufstelle zur Beratung von Kindern
mit sonderpädagogischem Förderbedarf;
Umbau zu pädagogischen Zentren)
- Verankerung von gesetzlichen Grundlagen zu inklusiver Bildung auf der gesamten Sekundarstufe II einschließlich
der land- und forstwirtschaftlichen Schulen sowie aller privaten Bildungseinrichtungen
- Steigerung der Qualität der pädagogischen Umsetzung inklusiver Bildung
- strukturelle Änderung zur Feststellung
des sonderpädagogischen Förderbedarfs
(die dafür verbundene Ressourcenvergabe ist nicht am einzelnen Kind festzumachen, sondern Aufgabe des gesamten
Systems), angemessene materielle Ausstattung, Präzisierung und bundesweite
Verankerung der förderlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf KlassenschülerInnenhöchstzahl, Anteil der Kinder
mit SPF in Klassen, zusätzlicher LehrerInneneinsatz, Ganztagesbetreuung auch
für schwer beeinträchtige Kinder;
- Gewährleistung von angemessenen
Vorkehrungen
- diskriminierungsfreier Zugang zur LehrerInnenausbildung an Pädagogischen
Hochschulen;
Die ÖAR ersucht Sie dringend, die
Umsetzung der UN-Konvention über
die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Bildungsbereich zügig voran
zu treiben und vor allem die zwei Hauptforderungen, nämlich Gewährleistung
aller Fördermaßnahmen in Regelschulen, damit Sonderschulen als Orte der
Exklusion abgeschafft werden können
und Inklusion in allen Schularten so auch
im Bildungsbereich der Sekundarstufe
II umzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen ...
●
Die Februar-Ausgabe von monat wurde
von Fa. Weichenwerk Wörth GmbH aus
St.Georgen am Steinfelde (NÖ) unterstützt.
Mehr Informationen unter www.wwg.co.at.
Die ÖAR dankt herzlich für die Zuzahlung
zum Postversand!
5
monat
Vor 20 Jahren ...
in
„Ärztekammer
schließt sich langjähriger ÖAR-Forderung an“, war
die Schlagzeile von
monat 1992 in seiner Februarausgabe,
der Text begrüßte die Aufnahme der
Ultraschalluntersuchung der kindlichen
Hüfte in das Programm des Mutter-KindPasses. Mit dieser Untersuchung konnten
früh krankhafte Veränderungen der Hüften von Säuglingen festgestellt werden,
ohne die Kinder einer Strahlenbelastung
durch Röntgenaufnahmen auszusetzen.
Am Ende des Artikels wird ein Sprecher
der ÖAR zitiert: „Wir haben bereits 1986
dem damaligen Gesundheitsminister Dr.
Kurt Steyrer diesen Vorschlag unterbreitet, damals leider ohne Erfolg“.
(Die Sonografie der kindlichen Hüfte
wurde Ende der 70er-, Anfang der 80erJahre im Landessonderkrankenhaus
Stolzalpe Steiermark standardisiert und
begann dort ihren weltweiten Siegeszug.
Der „Vater“ dieser Methode war Dr.
Reinhard Graf, damals noch Oberarzt
und später dann, bis 2010 ärztlicher Leiter dieses Hauses, Anm. d. Red.)
Dieser Nummer ist auch ein Hinweis
auf die langjährigen Bemühungen um
Schulintegration zu entnehmen, der Anlass war traurig, war doch Ende 1991 ein
engagierter Mitarbeiter des Unterrichtsministeriums, Dr. Karl Köppel, 45-jährig
verstorben.
Textzitat: „Karl Köppl war der Vater der
Wiener Integrationsbewegung und auch
der Erste, der alle österreichischen Initiativen 1984 zusammenbrachte. Sein Mut
und die Ausdauer, ein starres System aufzubrechen und zu bekämpfen – immer der
Sache zu dienen…waren beispielgebend.
Als Leiter der ministeriellen Arbeitsgruppe zur schulischen Integration hatte er
sowohl das Vertrauen der Elternvertreter
als auch der Ministerialbeamten. Karl,
Dein Zuhören, Dein Verständnis und
Dein Vertrauen werden uns fehlen.“
Diese Ausgabe war übrigens die letzte,
die auf grünem Papier, im Bogendruck,
erschien.
●
6
monat
20 Jahre Stillstand
(ots/red/wien) 1992 wurde die psychotherapeutische Behandlung mit der 50.
Novelle des ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) in den Leistungskatalog der sozialen Krankenversicherung
aufgenommen und der ärztlichen Tätigkeit gleichgestellt. Bislang ist dieses
Versicherten-Recht auf kassenrefundierte
Psychotherapie von den Kassen noch immer nicht umgesetzt, urgiert der Verband
für Psychotherapie in einer Aussendung.
Präventivmaßnahmen und die zusätzlich hochwirksame psychotherapeutische
Diagnose, Behandlung und Nachsorge
werden für psychisch Kranke nicht oder
nicht ausreichend finanziert.
Der Zuschuss zur Psychotherapie wurde
von den Krankenkassen seit 1992 weder
wertangepasst noch erhöht.
Damit verursachen die Kassen eine für
PatientInnen unüberschaubare Versorgungslandschaft und verunmöglichen
die Behandlung für viele psychisch
Kranke.
Die jüngste Studie des Hauptverbandes
der Sozialversicherungsträger bestätigt:
65.000 Personen sind in Psychotherapie, davon nur 35.000 kassenfinanziert.
30.000 Personen erhalten bloß einen
Kostenzuschuss in der Höhe von 21,80
Euro und leisten einen hohen Selbstbehalt von 60 Euro und mehr.
900.000 ÖsterreicherInnen sind im Laufe
eines Jahres wegen psychischer Probleme in Behandlung.
78.000 Personen sind wegen psychischer
Diagnosen im Krankenstand.
840.000
191
x 66 Menschen erhalten Psychopharmaka.
Info: www.psychotherapie.at
●
FEBRUAR 2012
Zero Conference
(psc/wien) Die „International Conference
on Good Policies for Persons with Disabilities“ brachte Mitte Jänner 240 Parlamentarier, Vertreter von NGOs und Stiftungen, Wissenschafter und Aktivisten
der internationalen Behindertenrechtsbewegung in Wien zusammen. Auf der
Konferenz standen ausgewählte Gesetze
zu Barrierefreiheit, inklusiver Bildung,
unterstützter Entscheidungsfindung und
Zugang zu Justiz im Vordergrund. Martin
Essl und Jakob von Uexküll, die Initiatoren des Zero Project, sehen durch das
starke Interesse ihr erstes Ziel erreicht,
internationale Aufmerksamkeit für beispielhafte Lösungen zu schaffen und so
zu deren Übernahme anzuregen.
„Die überwältigende Resonanz nicht
nur unter Menschen mit Behinderungen
zeigt, dass ein Riesenbedarf an unabhängigen und übergreifenden Plattformen
zum Austausch besteht – besonders auf
internationaler Ebene. Diese offensichtlich existierende Lücke wollen wir mit
dem Zero Project langfristig schließen“,
erklärt KR Martin Essl, Gründer der Essl
Foundation und CEO der bauMax AG.
„Der World Future Council ist darauf angelegt, nachhaltige und zukunftsgerechte
Gesetze und Lösungsansätze für unaufschiebbare globale Probleme zu finden
und zu verbreiten. Im Bereich der Behindertenpolitik sind wir die Kooperation
mit dem Zero Project eingegangen, da
diese international einzigartige Plattform
das Ziel hat, für Menschen mit Behinderungen eine tatsächliche Verbesserung
zu erwirken“, erklärt Jakob von Uexküll,
Gründer des „Alternativen Nobelpreises“
und des World Future Council.
Durch die hohen Teilnehmerzahlen
und große Resonanz nicht nur innerhalb
der Community, sondern auch darüber
hinaus, sehen die Organisatoren ihr erstes
Ziel, eine neuartige und übergreifende
Plattform für Austausch und Vernetzung
aufzubauen, erreicht. Nach diesem erfolgreichen Auftakt liegt der Fokus der
Organisatoren auf der langfristigen Entwicklung des Projektes.
Die Martin und Gerda Essl Sozialpreis gemeinnützige Privatstiftung („Essl
Foundation“) wurde im März 2008 gegründet. Sie erhielt eine ausreichende
finanzielle Ausstattung, um nachhaltig
die jährliche Vergabe des Essl Social
Prize und andere soziale Aktivitäten
sicher stellen zu können, hilfsbedürftige Personen zu unterstützen, und das
Bewusstsein für die Notwendigkeit der
Unterstützung Hilfsbedürftiger in der
Öffentlichkeit zu fördern.
Der von Jakob von Uexküll gegründete World Future Council umfasst bis zu
50 Mitglieder aus Politik, Geschäftswelt,
Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur aus allen fünf Kontinenten.
Der WFC recherchiert in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen
Gruppen, Parlamentariern, Wissenschaftern und internationalen Organisationen
weltweit nach zukunftsgerechten Gesetzen und Politikansätzen und berät
politische Entscheidungsträger bei der
Umsetzung dieser.
Auf der Internetseite können die Tagungsunterlagen nachgelesen werden.
Info: www.zeroproject.org
●
Prävention
Unfallheilbehandlung
REHABILITATION
Finanzielle Entschädigung
Alles aus einer Hand
www.auva.at
monat
FEBRUAR 2012
VKI bietet Überblick zu
24-Stunden-Betreuung
(ots/red/wien) Die große Auswahl an
24-Stunden Betreuungsdiensten macht
es für Betroffene oder deren Angehörige nicht leicht, eine auf die jeweiligen
Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung
zu finden.
Im Rahmen einer Erhebung zu Kosten und Leistungen hat der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) 77 Anbieter von 24-Stunden-Betreuung mit
Firmensitz beziehungsweise Adresse in
Österreich kontaktiert – 45 davon gaben
nähere Auskünfte.
Die Kosten für einen Betreuer bewegen
sich bei den befragten Institutionen – je
nach Anforderung und Leistungsspektrum – zwischen 40 und 115 Euro pro
Tag. Zusätzlich fallen unter Umständen
Kosten für die Agentur/den Verein oder
für Sozialversicherungsbeiträge an.
Nicht nur die Leistungen und das Angebot fallen höchst unterschiedlich aus,
auch die Kosten und die Zahlungsmodalitäten variieren erheblich. Die Modelle
der Anbieter reichen von kostenloser
Vermittlungstätigkeit über einmalige Gebühren bis hin zu regelmäßigen Jahresgebühren, von monatlichen Beiträgen bis
zu stundenweiser Abrechnung.
Tipps des VKI
- Information: Erkundigen Sie sich
Sie sich vorab über die Leistungen
und Kosten der Betreuungsvermittlung. Überlegen Sie sich gut, welche
Leistungen Sie von dem jeweiligen
Anbieter erwarten.
- Angebot: Lassen Sie sich ein Angebot
vorlegen, das sämtliche zu erfüllenden
Leistungen und alle anfallenden Kosten (einschließlich Vermittlungsgebühren, Sozialabgaben, Fahrtkosten
sowie mögliche Ausgaben für Kost
und Logis) beinhaltet. Überprüfen Sie
vertragliche Inhalte (Bindungsfristen,
Zahlungsmodalitäten, Leistungen,
Möglichkeiten).
- Staatliche Förderung: Die hohen Kosten können durch staatliche Förderungen gemildert werden. Voraussetzung für eine staatliche Förderung
ist neben der Pflegestufe und einem
monatlichen Einkommen von nicht
mehr als 2.500 Euro der Nachweis der
Qualifikation der Betreuungskraft. Der
Personenbetreuer muss entweder eine
theoretische Ausbildung nachweisen,
die einer Heimhilfe entspricht oder
seit mindestens sechs Monaten den
Förderwerber sachgerecht betreut haben bzw. es muss eine fachspezifische
Ermächtigung der Betreuungskraft zu
pflegerischen Tätigkeiten vorliegen.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Bei einer
24-Stunden-Betreuung können Aufwendungen und Kosten (z.B. Kosten
für Betreuungspersonal, Vermittlungskosten, Arzneimittel, Pflegemittel) als
außergewöhnliche Belastung im Folgejahr steuerlich abgesetzt werden.
Info: www.konsument.at
●
LIEBE FREUNDE UND FREUNDINNEN DER SELBSTVERTRETUNG!
WIR VON VIENNA PEOPLE FIRST MÜSSEN EUCH / IHNEN DIE TRAURIGE NACHRICHT
ÜBERMITTELN, DASS UNSER LANGJÄHRIGER VORSITZENDER
THOMAS WEISSENBACHER AM 21. 12. 2011 FRÜHMORGENS VERSTORBEN IST.
ER WAR EIN SELBSTBESTIMMER MIT LEIB UND SEELE.
WIR WERDEN SEIN ANDENKEN IN UNSEREN HERZEN WEITERTRAGEN. UND WIR WOLLEN SEINE BEGEISTERUNG UND
SEINEN STARKEN BEITRAG FÜR DIE PEOPLE FIRST BEWEGUNG
ALS AUFTRAG IN DIE ZUKUNFT MITNEHMEN.
IM NAMEN UNSERER GRUPPE, OSSI FÖLLERER
Vienna People First-gemeinsam ans werk, Grundsteing. 65 / 3. Stock; 1160 Wien
Tel.: 01-408 5666-20, email: vpf-office@viennapeoplefirst-gaw.at
7
Webservice MathInBraille
(hg) Die Darstellung mathematischer
Formeln mit ihrer Vielzahl von Symbolen gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Bereich der Brailleschrift.
Durch ein neu entwickeltes Onlineportal
haben blinde Menschen jetzt die Möglichkeit, bislang unzugängliche mathematische Inhalte einfach und kostenlos
in lesbare Braille- und Sprachformate zu
konvertieren.
Das Projekt MathInBraille wurde 2010
von der Hilfsgemeinschaft der Blinden
und Sehschwachen Österreichs in Kooperation mit dem Institut Integriert Studieren der Johannes Kepler Universität
Linz ins Leben gerufen.
Info: www.mathinbraille.at
●
Weiterbildung:
Online-Akademie
(bifos/kassel) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten
Leben Behinderter – bifos e. V. startet
2012 eine Online-Akademie für Menschen mit Behinderungen, die ihr eigenes Leben selbstbestimmter gestalten
möchten.
In der von der Aktion Mensch geförderten
Weiterbildung geht es um Themen wie
Persönliche Assistenz, Beschäftigung auf
dem Arbeitsmarkt oder Hilfsmittel für
verschiedene Lebensbereiche. Grundlagen der Selbstbestimmung werden vermittelt. Diskriminierungen können damit
besser erkannt werden.
Ebenso können rechtliche Grundkenntnisse erlernt werden, z. B. Wie begründet
man einen Antrag?
Angesprochen werden Menschen mit
Behinderung, auch Jugendliche, die eine
verbesserte Teilhabe im privaten und beruflichen Leben erreichen wollen. Da die
Weiterbildung überwiegend in OnlineKursen durchgeführt wird, ist für die
Dauer der Weiterbildung ein Internetzugang notwendig. Grundkenntnisse in
der Nutzung des Internets und in einem
Schreibprogramm sind Voraussetzung
für die Teilnahme.
Die Weiterbildung wird vom März 2012
bis Oktober 2013 durchgeführt. Beginn
und Dauer der Kurse sind abhängig vom
individuellen Tempo des/r Teilnehmers/
in.
Info: www.bifos-ok.de
●
8
monat
Patientenhandbuch
(red) Mitte Dezember wurde in Wien
das „Patientenhandbuch – Leitfaden für
einen sicheren Krankenhausaufenthalt“
vorgestellt.
Der Ratgeber, der gemeinsam von der
Ärztekammer und dem Bundesministerium für Gesundheit vorgestellt wurde,
orientiert sich nach einem bereits im Einsatz befindlichen Ratgeber in Dänemark
und ist der erste im deutschsprachigen
Raum.
Info:
www.plattformpatientensicherheit.at ●
Vamos als Postpartner
(orf-on) Der Verein Vamos ist Postpartner in Markt Allhau (Bez. Oberwart). Der
Verein kümmert sich um Menschen, die,
aus welchen Gründen auch immer, Probleme haben, einen Job zu finden.
Als in Markt Allhau das Postamt geschlossen wurde, hat man zunächst in
der Apotheke eine Poststelle eingerichtet.
Jetzt ist der Verein Vamos Postpartner.
Für die Kunden bedeutet das, dass sie
von Menschen bedient werden, die davor
lange arbeitslos waren. „Ich war sehr
lange zuhause, für mich ist es wichtig,
den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu
schaffen“, sagt Anita Leitner, die in der
Vamos-Poststelle arbeitet.
Vamos betreut jährlich rund 400 Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen.
●
FEBRUAR 2012
Wo bleiben die Jungen?
(red) Die schweizerische Behindertenorganisation AGILE wollte es genau wissen, wie es um die Nachwuchsarbeit
steht und befragte 15 Verantwortliche
verschiedener Selbsthilfeorganisationen
zu ihrer Sicht der Dinge.
Die Schlussfolgerungen
- Den Wertewandel der Jugend nicht vorschnell als Egoismus deuten: Zwischen
den Generationen gibt es einen gewissen
Wertewandel, allerdings tendieren die
„Älteren“ dazu, diesen zu überschätzen. Die Jugend aber als egoistisch zu
bezeichnen und ihr Desinteresse an gemeinschaftlichen Anliegen zu unterstellen, ist sicher falsch. Vielmehr geht es
darum anzuerkennen, dass anstelle von
Pflichterfüllung stärker die Eigeninitiative und Selbstentfaltungswerte treten.
- Für die Jugendlichen sind peerorientierte Organisationen mit Bewegungscharakter attraktiv: Der temporäre Charakter der Engagementverpflichtung ist
wichtig und die Gemeinschafts- und
Selbstwerterfahrung in altershomogenen
Gruppen dürfen nicht zu kurz kommen.
- Die Organisationen müssen in der Lebenswelt der Jugendlichen angesiedelt
sein: Ein Engagement irgendwo weitab
vom alltäglichen Erleben, im Nirgendwo
der Zentrale ist unattraktiv.
- Die projektorientierte Arbeit ist geeig-
net für die Jugendlichen. Dabei kann
und darf es auch mal um andere Themen
gehen als die der eigenen Behinderung.
Lehrlinge interessieren sich nicht nur für
Lehrlingsfragen, MigrantInnen nicht nur
für Migrationsfragen, Behinderte nicht
nur für Be- resp. Enthinderungsfragen.
- Selbstwirksamkeitserfahrungen sind
wichtig und machen Spass. Das ist sicher
im Bereich der sportlichen Aktivitäten
der Fall, aber auch Bildungsaktivitäten
können dieses Potential haben.
- Nicht alle Organisationen können und
wollen in die Richtung Bewegung mutieren, sondern sind und bleiben Dienstleistungsorganisationen. Diese braucht
es, das ist anzuerkennen und das ist in
Ordnung. Man darf sich dann aber nicht
wundern, wenn die Jungen ihren Aktionsplatz nicht primär in diesen Organisationen sehen. Allerdings werden auch
sie älter...
- Nicht allzu blind auf technische Mittel
der neuen Kommunikationsmittel setzen.
Die Internet- und Social-Network-Generation nutzt die elektronischen Medien
intensiv, von daher ist es sicher zielführend zu überlegen, ob und wie das
Internet besser genutzt werden kann und
wie die online basierte Kommunikation
eingesetzt werden kann. Ausschliesslich
darauf zu setzen führt aber nicht zum
erwünschten Ergebnis.
Info: www.agile.at
●
EUROPÄISCHE
BÜRGERINITIATIVE
Die Bürgerinnen und Bürger haben
das Recht, gehört zu werden.
Ab 1. April 2012 steht in Europa ein neues Instrument für direkte
Demokratie zur Verfügung. EU-Bürgerinnen und -Bürger können von
der EU-Kommission eine konkrete Gesetzesvorlage verlangen. Dafür
Werden Sie aktiv!
Wir unterstützen Sie dabei:
ebi.zukunfteuropa.at
braucht es in Zukunft:
• mindestens eine Million Unterschriften innerhalb eines Jahres
• aus mindestens sieben EU-Mitgliedstaaten und
• je nach Einwohnerzahl eines Landes eine Mindestzahl an
Unterschriften (für Österreich z. B.: 14.250).
Eine Information der Europapartnerschaft,
finanziert aus Mitteln der Europäischen Union.
Neu ab April
monat
Gartenwege über die Neue Donau
(ots/wien) Eine schwimmende, barrierefreie Wegeverbindung über die Neue
Donau war die Aufgabenstellung der
sechsten „Concrete Student Trophy“, ein
etablierter Architektur- und Konstruktionswettbewerb. Die Preise: Die Projekte
„BEETon“ und „Seerose“ überzeugten
die Jury durch hohe Innovationskraft
und Einfallsreichtum. Verlangt waren
mehrere Funktionen, vereint in einem
Projekt: die ökologische Komponente,
Barrierefreiheit wie auch der innovative
Einsatz von Beton.
Im Zentrum der Aufgabenstellung
stand eine attraktive, schwimmende und
multifunktionale Brücke aus Beton mit
integrierter Gastronomie als Verbindungsglied zwischen der Wiener Brigittenauer Bucht und der Donauinsel.
Die Siegerprojekte
Eine gelungene Einbindung der Brücke in die Landschaft gelang dem Team
Jaco Trebo, Ingo Feichter, Manuel Margesin von der TU Graz, die damit ein
harmonisches Gesamtbild und einen realistischen Ansatz für die Gestaltung einer
Grünbrücke erzeugen. Die Brücke mit
angedockten Grünzonen, die ineinander
verschlungen wirken, lässt für Überquerende und Verweilende ausreichend
Raum und bietet eine hohe Aufenthalts-
qualität am Wasser. Überzeugend für die
Jury wirkte auch das innovative, nachhaltige Konzept zur Selbstbewässerung.
Julian Gatterer, Jürgen Holl und Christian Fischer, ebenfalls Studenten an der
TU Graz, entwickelten eine reizvolle ineinanderlaufende Wegeführung, die von
Skatern, Fußgängern, Radfahrern und behinderten Personen genutzt werden kann.
Zwischen den schwimmenden Grünflächen wirkt die Brücke wie ein Teppich
aus Seerosen, der die beiden Ufer über
die Neue Donau miteinander verbindet. Die einzelnen Pontons stehen für
unterschiedlichste Funktionen zur Verfügung und bieten zusätzliche Flächen
für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
Das Projekt überzeugt auch durch die
durchdachten technischen Eigenschaften,
wie etwa der Umgang mit einer Hochwassersituation. Die Brücke könnte gut
realisiert werden.
Seit 2006 wird die Concrete Student
Trophy jährlich ausgeschrieben. Bisher
wurden eine Sommer-Bar für das Ortszentrum Schwadorf an der Fischa, eine
Rad- und Fußgänger-Brücke über den
Wienfluss im 14. Bezirk in Wien, eine
Autobahnraststätte, eine Brücke über den
Wienfluss bei der Urania, sowie eine
Aussichtsplattform für den Campus der
TU Graz ausgelobt.
Weitere Infos unter www.zement.at ●
Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz
9
Katamaran –
wie es weiterging
© ÖZIV-Burgenland
FEBRUAR 2012
(red) monat berichtete im Oktober des
vergangenen Jahres über das Neusiedlersee-Restaurant Katamaran, dessen Besitzer sich weigerte, ins Lokal einen Lift
einzubauen.
Der Fall kam dank intensiver Medienarbeit von ÖZIV-Burgenland-Präsident
Hans-Jürgen Gross an die Öffentlichkeit.
Auch für Bürgeranwältin Gertrude Brinek stand fest, dass die Beanspruchung
von Fördergeldern – die für das Seerestaurant in Anspruch genommen wurden
– Barrierefreiheit voraussetzt. Der Besitzer muss nun nachträglich einen Lift
einbauen, wodurch Kosten in der Höhe
von 30.000 – 35.000 Euro entstehen berichtete ORF Burgenland Mitte Jänner.
Hans Jürgen Gross will sich als nächstes
das Generationenzentrum Eisenstadt vornehmen, das ebenfalls nicht barrierefrei
sein soll.
●
(ZVR-Zahl 413797266)
Dem Präsidium der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) – Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs, gehören an: Präsident: Dr. Klaus Voget (Österr. Zivil-Invalidenverband, 1110 Wien, Hauffgasse 3-5/3. OG),
Vizepräsidenten: Rita Donabauer (pro mente OÖ, 4020 Linz, Lonstorferplatz 1/3), Mag. Gerhard Höllerer (Österr. Blinden- und
Sehbehindertenverband, 1130 Wien, Hietzinger Kai 85/DG), Klaus Widl (CBMF, 1020 Wien, Große Schiffgasse 30/1), Mag. Michael Svoboda (Kriegsopfer- und Behindertenverband Österreich, 1080 Wien, Lange Gasse 53), Dr. Germain Weber (Lebenshilfe
Österreich, 1020 Wien, Förstergasse 6), LAbg. a.D. Anne-Marie Wicher (Verband der Querschnittgelähmten Österreichs, 1100
Wien, Sahulkastraße 3/9/R 10), Schriftführer: Mag. Roman Pöschl (BBRZ Österreich, 4020 Linz, Grillparzer Straße 50), Mag.a
Katharina Meichenitsch (Diakonie Österreich, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13), Kassiere: Mag. Dr. Werner Priklopil (7132
Frauenkirchen, Amtshausgasse 1A), Mag. Albert Brandstätter (Lebenshilfe Österreich, 1020 Wien, Förstergasse 6).
Kooptiert: HR DI Daniel Kirste (7432 Kaisersdorf, Landseer Straße 44), Reg. Rat Georg Leitinger (ÖZIV-Tirol, 6020 Innsbruck, Bürgerstraße 12/2. St. - Stöckelgebäude), Herbert Pichler (Österr. Zivil-Invalidenverband, 1110 Wien, Hauffgasse
3-5/3. OG), DSA Heinrich Schmid (ÖAR, 1010 Wien, Stubenring 2/1/4), Heinz Schneider (ÖAR, 1010 Wien, Stubenring 2/1/4),
Generalsekretär: Eduard Riha (ÖAR, 1010 Wien, Stubenring 2/1/4).
Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) ist als Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs parteipolitisch und religiös neutral. Ihre Aufgaben sind die Wahrung, Vertretung und Förderung der Interessen der behinderten
Menschen und deren Familien in Österreich, sowie deren Verbände und Organisationen.
Die Zeitschrift monat ist eine Sammlung von Informationen über sozialpolitische Themen, insbesondere auf dem Gebiet des
Behindertenwesens.
10
monat
FEBRUAR 2012
zu kaufen (in Österreich gibt es Elektroscooter ab 45 kg). Im Internet bieten
mehrere Firmen in Deutschland dieses
Produkt an. Wir kauften die Scooter bei
der Firma MGN Klein (www.mgn-klein.
de, E-Mail: mgn.klein@email.de), sie
liefert aber nicht nach Österreich. Wir lösten das Problem so, dass wir die Scooter
nach Passau zu Bekannten liefern ließen
und wir holten die Scooter dann in Passau ab.
Wenn wir in Fußgängerzonen, auf Seepromenaden oder sonstigen Spazierwegen mit unseren Scootern unterwegs sind,
werden wir immer wieder angesprochen,
wo es denn so etwas Praktisches und Bequemes zu kaufen gebe. Viele erzählen,
sie hätten Verwandte oder Freunde, die
schon schlecht gehen und so ein Produkt
gut brauchten könnten.
Mein Mann und ich haben durch diese
Elektro-Scooter sehr viel an Lebensqualität gewonnen.
Falls Sie meinen, dass dieses Produkt
andere Menschen interessiert, würde es
uns freuen, wenn Sie in der nächsten
Zeitschrift darüber berichten.
Mit freundlichen Grüßen
Martha P., Linz
Leserbriefe
Sehr geehrte Damen und
Herren!
Bezugnehmend auf Ihren Aufruf in der
Zeitung monat, Dezember 2011/Jänner
2012, unter der Rubrik „Suchen & Finden“ auf Seite 22, Anregungen für Hilfsmittel mitzuteilen, möchten wir auf ein
Produkt hinweisen, das möglicherweise
auch viele andere Menschen mit Behinderung interessiert.
Wir sind beide gehbehindert (mein Mann
muss mit Krücken gehen, ich gehe mit
einem Gehstock), können noch kurze
Strecken zu Fuß gehen und brauchen
deshalb noch keinen Rollstuhl. Für unsere Bedürfnisse haben wir im Internet den
ersten faltbaren Elektroscooter gefunden
(Luggie by Freerider, Generalvertrieb in
Deutschland Firma Dietz). Der Vorteil
dieser Scooter liegt darin, dass sie nur 25
kg schwer sind und deshalb relativ leicht
in ein Auto ein- und ausgeladen werden
können. Es gibt im Internet einen Film,
wo man genau sehen kann, wie das Fahrzeug funktioniert (http://www.dietz-reha.
com/3393.0.html).
In Österreich gibt es dieses Produkt nicht
Leserbriefe an:
bauer.presse@oear.or.at
ÖAR Filmtipp
Ziemlich
beste
Freunde
Der reiche adelige Franzose
Philippe Pozzo di Borgo ist seit einem
Sportunfall auf den Rollstuhl angewiesen und engagiert den arbeitslosen
Afrikaner Driss aus der Pariser Vorstadt als seinen persönlichen Assistenten.
Driss hat, was andere nicht haben
und was Phillippe will: Kein Mitleid.
Die beiden unterschiedlichen Männer
freunden sich an und bewältigen ihren
Alltag mit einer gehörigen Portion
Humor. Dass dabei kein Detail über
die Alltagsprobleme ausgeblendet
wird, zeichnet diesen Film zusätzlich
aus.
Die Geschichte basiert übrigens auf
einer wahren Begebenheit.
monat-Empfehlung: Ein absolut sehenswerter Film – beste Kinounterhaltung ist garantiert!
euro-key – DER Schlüssel zur Zufriedenheit sperrt WCs und vieles mehr.
● Bestellkarte ausfüllen (Bestellungen per Post oder E-Mail)
● Nachweis der Behinderung beilegen (unbedingt erforderlich): Kopie des Ausweises nach § 29 b StVO oder
eine Kopie des Bundesbehindertenpasses
Sozialversicherungsnummer:
Ich ersuche um Zusendung des euro-key
tt
mm
jj
Name: ...................................................................................................... Vorname: ...................................................................
Straße/Gasse/Hausnummer: ............................................................................................................................ PLZ/Ort: ...................................................................................
Tel.Nr.: ..............................................................................................................................................................
Der Berechtigte ist:
❏ weibl
Nachweis der Behinderung:
❏ männl
❏ berufstätig
❏ PensionistIn
❏ arbeitslos
❏ Kind/Schüler
❏ in Ausbildung
❏ Kopie des Behindertenpasses (Vorder- und Rückseite)
❏ Ausweis § 29bStvo
Unsere euro-key-Standortliste im Internet wird laufend aktualisiert: www.oear.or.at (euro-key/Liste der euro-key-Standorte
Wenn Sie dennoch die Liste in Papierform zugeschickt haben wollen, dann kreuzen Sie bitte nachstehendes Feld an: ❏
Datum: ............................................................................... Unterschrift:.............................................................................................................................................................
Adresse: ÖAR, Kennwort „Schlüssel“, Stubenring 2/1/4, 1010 Wien, E-Mail: dachverband@oear.or.at
Der „euro-key“ (Wert € 22,–) kann dank der Förderung des Bundesminsteriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz bei Vorliegen der
Dokumentenkopien gratis abgegeben werden.
monat
FEBRUAR 2012
Schräge Worte
Reise/Freizeit
Ibft neu
Im August 2011 fand ein kompletter Relaunch der IBFT-Webseite statt. Die Seite
ist nun unter dem neuen Namen www.
urlaubfueralle.at abrufbar. Das aus dem
Jahr 2004 stammende Konzept wurde
überarbeitet – die Betonung wurde auf
Serviceorientierung, Usability und die
Einbindung neuer Features gelegt, so
dass sich das Portal in komplett neuem
benutzerfreundlichem Design präsentiert.
München für Touristen mit
Handicap
Beim Herrenslalom am 21.12.2011
in Flachau bewarb Matthias Lanzinger als Vorläufer den Behindertensport. Sein Kommentar zu
Problemen beim Einlaufen auf der
harten Piste: „Bei mir war eine
Schraube locker.
rierefreie Reiseziele informiert. Darin
finden sich Angebote für Bus-, Flug-,
Städtereisen, Urlaubs- und Badereise für
Gruppen – sowie auch umfangreiche Individualreiseziele in Deutschland sowie
dem Ausland.
Der aktuelle Katalog kann gegen Zusendung eines adressierten und mit € 1,45
frankierten DIN A 4-Rückumschlages
angefordert werden.
Adresse: BSK e.V., Reiseservice, Altkrautheimer Straße 20, D-74238 Krautheim.
Info: www.bsk-ev.org
monat-Leserin Birgit P. schickte uns
dieses Bonmot.
List of Fame
Rampe ins Café Central in
Innsbruck
Urlaub auf dem barrierefreien
Hausboot
Die barrierefreien Hausboote bieten die
Möglichkeit, Urlaub aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.
Ob 2,4 oder 6 Personen, Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter!
Infos : Fax: +49 03088679903
(Foto: P. Flieger)
Das Café Central ist Innsbrucks einziges Kaffeehaus im Stil eines Wiener
Kaffeehauses, hier spielt sich intensiv
politisches und kulturelles Leben ab.
Für RollstuhlfahrerInnen war das Café
Central bis vor kurzem nicht zugänglich, sowohl der Haupteingang von
der Straße als auch der Nebeneingang
durch das Foyer des dazugehörigen
Hotel Central führen über mehrere
Stufen. Die Ehefrau eines Rollstuhlfahrers empfand sich dadurch diskriminiert, weil sie gemeinsam mit ihrem
Mann am gesellschaftlichen Leben
im Café Central teilnehmen will. Im
Zuge eines Schlichtungsverfahrens
erreichte sie, dass die Geschäftsführung im Hotelfoyer unter einer Wendeltreppe eine Rampe errichten ließ.
Verblüffendes Detail am Rande: Die
Rampe wirkt so, als wäre sie immer
schon da gewesen!
Slowenische Reiseagentur
In Slowenien hat eine Reiseagentur, die
für Menschen mit Behinderungen spezialisier ist, eröffnet. Einziger Schönheitsfehler: die Internetseite gibt’s nur auf
slowenisch.
Tipp der monat-Redaktion: Mit einer
Internet-Übersetzungsmaschine (z.B.
Google) übersetzen lassen.
Infos: www.eset.si
Die Webseite www.muenchen-tourismus-barrierefrei.de bietet eine Fülle für
Menschen mit Behinderung relevanter
Informationen: u.a. Reisevorbereitung,
Anreise mit verschiedenen Verkehrsmitteln, öffentlicher Personenverkehr, Unterkünfte, Gaststätten, Museen und Serviceangebote.
Betreuter Urlaub in Kroatien
© I.Bauer
Neuer Katalog: Urlaub ohne
Hindernisse
Der deutsche Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. hat den
Katalog „BSK-Urlaubsziele“ veröffentlicht, der ausführlich über bar-
11
Umfangreiches Urlaubsservice, von betreuten Urlauben bis zum Überwintern in
wärmeren Gefilden.
Infos: www.24plus1.hr/de/24plus1.aspx
Gefördert aus Mitteln des
Bundesministeriums für Arbeit, Soziales
und Konsumentenschutz
monat
FEBRUAR 2012
(fj) Der seit
Jahren beliebte Wiener Gastro nomief ü h r e r
des Falter-Verlags
„Wien, wie
es isst…“
erschien
Ende 2011
in einer Neuauflage.
Auf 847 prallen Seiten werden etwa
4000 Lokale präsentiert, viele Hinweise
machen die Lokalauswahl bei besonderen Bedürfnissen, etwa Exotisches,
besondere Angebote für Kinder, Grünlage, Schanigärten, besonders leicht. Auch
für Menschen mit Behinderungen finden
sich nützliche Informationen.
Zu beachten ist allerdings, dass das
Rollstuhlsymbol am Ende der Textbeschreibungen ausschließlich ein Hinweis
darauf ist, dass das Lokal stufenlos zugänglich ist. Weitere Informationen, wie
zum Beispiel der Hinweis auf ein barrierefreies WC finden sich im Text vor dem
Symbol.
„Wien, wie es isst…“, Falter Verlag,
Tel.: 01 53660, Email: service@falter.
at, ISBN 978-3-85439-460-0
●
(fj) Lernen
bedeutet
mehr als das
Aufschlagen eines
Buches, das
Zuhören in
der Schule oder ein
gutes Gedächtnis.
Das in diesem Buch
vorgestellte Lernprofil erfasst alle Bereiche erfolgreichen Lernens und zeigt,
wie Sie als Eltern oder Lehrkraft Ihren
Kindern dabei helfen können, ihr gesamtes Potential zu entfalten. Die kindgerechte Aufbereitung dieses Ratgebers
ermöglicht Ihrem Kind, mit Ihrer Hilfe
seine Chancen zu erkennen und zu nützen.
„Erfolgreich mit dem Lernprofil“, Dr.
Katharina Turecek, Krenn Verlag,
ISBN 978-3-99005-111-5
●
ll auf reisen + herr groll auf reisen + herr groll auf reisen + herr groll auf reisen + herr groll
von Erwin Riess
Eine Neujahrsgeschichte
An einem milden Jännertag waren sie
in einem Floridsdorfer Gewerbegebiet
umhergeirrt, im Dreieck zwischen dem
Hochhausturm der neuen Siemens-Zentrale, dem Technikum und dem KlimaWindkanal der Arsenal Research hatten
sie am Ende einer Sackgasse mehrere Fabrikhallen in klassischem Backstein entdeckt. Groll und der Dozent waren ratlos.
Nichts deutete darauf hin, daß in den Hallen noch gearbeitet wurde. Am Eingang
des Fabrikgeländes in der Paukerwerkstraße befand sich ein herausgeputztes
niedriges Backstein-Haus, das durch eine
azurblau gestrichene Rampe erschlossen
wurde. Aus dem Computer, den der Dozent seit Weihnachten mit sich führte,
erfuhr Groll, daß die Pauker Werke,
die in Graz-Lend, Wien-Simmering und
Floridsdorf zu den bedeutendsten österreichischen Industriebetrieben zählten,
hier einen wesentlichen Standort hatten,
an dem Maschinen, Eisenbahnzüge und
Kraftwerkskomponenten hergestellt wurden.
Die Simmeringer Waggonfabrik, deren Ursprünge bis 1831 zurückreichten,
war ein Zentrum der frühen Arbeiterbewegung. In der Fabrik wurden Brückenwaagen, Dampfmaschinen, Ausstattungen für Rübenzuckerfabriken und ab
1846 Waggons hergestellt, die schon
bald einen Produktionsschwerpunkt
darstellten. 1899 wurde der vierzigtausendste Eisenbahnwaggon ausgeliefert.
1934 übernahm die Simmeringer Maschinen- und Waggonbaufabrik AG die
Grazer Waggon- und MaschinenfabriksAG (vormals Weitzer). 1941 erfolgte
die Eingliederung der Paukerwerke in
Wien-Floridsdorf. Im Zweiten Weltkrieg
arbeitete der Betrieb für die Kriegsrüstung und war ein Zentrum der illegalen
politischen Arbeit. Besondere Bedeutung kam dabei der Störung der Kriegsproduktion zu; darüber hinaus wurden
auch Spenden für die Angehörigen von
Inhaftierten gesammelt und illegale Publikationen verbreitet. Im Sommer 1941
flog die Simmeringer Widerstandsgruppe
auf. 1945 wurde mit dem Neuaufbau der
zerstörten Industrieanlagen begonnen;
1946 erfolgte die Verstaatlichung. Neben
Schienenfahrzeugen wurden auch Kräne,
Dieselmotoren, Pressen und Kraftwerkskessel produziert und weltweit vermarktet. In den sechziger und siebziger Jahren gehörte die Simmering Graz Pauker
(SGP), zu den erfolgreichsten Unternehmen der Verstaatlichten Industrie. Später
wurde der florierende Betrieb an Siemens
verschenkt.
Ein gewisser Karl Bednarik, Antifaschist, Schriftsteller und Arbeiter, sei in
fünfziger Jahren in den Pauker-Werken
tätig gewesen. Er habe maßgeblich an
der Gründung der Galerie Alte Schmiede
in der Schönlaterngasse im 1. Bezirk mitgewirkt, berichtete der Dozent, während
Groll die Rampe bewunderte. Er wisse
zwar nicht, was in diesem Etablissement
gefeiert werde, sagte er zum Dozenten, er
wisse nur, daß er gern bei einer der nächsten Veranstaltungen teilnehmen würde.
Immerhin sei die Alte Schmiede in der
Schönlaterngasse, einer schändlichen
Amputation durch den größten Wiener
Versicherungskonzern zum Trotz, jetzt
wieder barrierefrei zugängig. Wie es
soweit gekommen sei, werde er dem
Dozenten im nahegelegenen Gasthaus
Emmerich erzählen.
●
© E. Riha
12
monat
FEBRUAR 2012
Bücher
Geisenheim am
Rhein ist
in Aufruhr: Wer
hat Alexandra,
Studentin an der
H o c h schule für
Weinbau,
mit einer
Oscar-Replik erschlagen?
Bestimmt nicht ihr Freund Manuel, der
wegen belastender Indizien bereits in
U-Haft sitzt, findet Thomas Achenbach,
Kommilitone und WG-Mitbewohner des
Verdächtigen. Alexandra war längst nicht
so unbedarft, wie sie tat! Zusammen mit
Johanna Breitenbach, Dozentin für Energiemanagement, begibt er sich in das
undurchsichtige Geflecht von Interessen
und Beziehungen. Ein Riesling bringt sie
auf die richtige Spur…
„Ein Riesling zum Abschied“
Paul Grote, dtv Verlag
384 Seiten, € 9,20
ISBN 978-3-423-21319-6
●
Der Brenner,
Expolizist und
E x d e t e k t i v,
hat endlich
einen guten
Job gefunden.
Und sogar eine Freundin
fürs Leben.
Die kleine Helena ist zwei
Jahre alt und
dem Brenner
ziemlich ans
Herz gewachsen, seit er sie zwischen der
Mutter in Wien und dem Vater in Kitzbühel hin- und herchauffiert. Die Eltern
sind schon eher ein Problem. Helenas
Mutter leitet eine Klinik, die von Abtreibungsgegnern belagert wird. Und auch
der Vater, ein Baulöwe, hat reichlich
Feinde. Unter diesen Vorzeichen muss
sich der Brenner nicht wundern, dass
dann doch wieder was passiert.
„Der Brenner und der liebe Gott“
Wolf Haas, dtv Verlag
222 Seiten, € 9,20
ISBN 978-3-423-21282-3
●
Die Biennale und
der nicht
enden wollende Touristenstrom
p r ä g e n
das Stadtbild
von
Ve n e d i g .
Kunsthändler Harry
Oldenburg
stürzt sich
ins venezianische Getümmel. Mit seiner jungen Frau
Zoe plant er, das Guggenheim-Museum
um zwei wertvolle Exponate zu erleichtern. Doch in der flirrenden Sommerhitze
der Lagune geht so einiges schief: Harry
findet sich erst in den Fängen, dann im
Bett der verführerischen Künstlerin Franca wieder und entdeckt zu seinem Entsetzen auch noch einen Toten im Atelier.
„Venedig sehen und stehlen“
Krischan Koch, dtv Verlag
288 Seiten, € 9,20
ISBN 978-3-423-21305-9
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Ausverkauft! Auf 50.000 Exemplare
war „Das schwarze Buch“ mit Schloss
limitiert. Bitterböse Cartoons, die in kei-
13
ner Zeitung und in keiner Zeitschrift abgedruckt wurden, finden sich in diesem
einmaligen Buch.
Aufgrund zahlreicher Nachfragen gibt
es nun eine preiswertere Ausgabe, inhaltlich unverändert, aber nicht mehr
abschließbar. Die legendäre Sammlung
der schwärzesten Cartoons von Deutschlands Starcartoonisten Uli Stein kommt
im neuen schön-schaurig abgewetzten
Einband daher.
Jenseits der Geschmacksgrenzen, die Illustrierte und Zeitschriften jedem Cartoonisten setzen, läuft Uli Stein zu Höchstform auf – das sind seine Cartoons!
„Das schwarze Buch“
Uli Stein, Lappan Verlag
192 Seiten, € 15,40
ISBN 978-3-8303-3282-4
●
Zweifellos
hatten Menschen schon
immer den
Drang, Ordnung in ihr
Leben und
ihre Welt
zu bringen,
indem sie
versuchten,
mithilfe von
Katalogen,
Verzeichnissen und Listen die Unendlichkeit der sie umgebenden Dinge übersehbar zu machen.
Monströse Geschöpfe und exotische
Heilpflanzen wurden ebenso akribisch
festgehalten wie literarische Kostbarkeiten, kunstgeschichtliche Traumlandschaften, überirdische Engels- und höllische Teufelsregister.
Anhand zahlreicher Beispiele von der
Antike bis zur Gegenwart zeigt Umberto Eco in diesem prächtig bebilderten
Band, wie die Geschichte der westlichen
Kultur von der Vorliebe für Sammlungen
geprägt ist.
Dabei nimmt er den Leser mit auf eine
faszinierende Reise durch die Zeit. Auch
in der Gegenwart kennt die Ordnungsliebe keine Grenzen.
Bestes Beispiel für eine unendliche Liste
ist das Internet.
„Die unendliche Liste“
Umberto Eco, dtv Verlag
408 Seiten, € 25,60
ISBN 978-3-423-34684-9
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14
monat
FEBRUAR 2012
2012
Termine
04.2. bis 14.2.2012
Wien (Ö)
11.2.2012
Leitrin (Ö)
Kunst-ohne-Barrieren – Lesung „Unglaubliche Geschichten“
Veranstaltungsort: Don Bosco Haus
St. Veit-Gasse 25, 1130 Wien
Entspannung rund ums Auge –
Tipps und Tricks für Menschen mit Sehbehinderungen
oder Blindheit
Veranstaltungsort: Bildungshaus Schloss Retzhof
Dorfstraße17, 8430 Leitrin/Wagna
NEU: Integrationsfachdienst – Jobwärts – Informationen zum
neuen Angebot, Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen.
16.02.2012
Wien (Ö)
19.2. bis 25.2.2012
Obertraun (Ö)
Winter-Sport-Aktiv-Woche für SportlerInnen mit
mentaler Behinderung – SKI ALPIN
19.2. bis 25.2.2012
Obertraun (Ö)
Winter-Sport-Aktiv-Woche für SportlerInnen mit
mentaler Behinderung – SCHNEESCHUHWANDERN
Veranstaltungsort: BSFZ, Winkl 49, 4831 Obertraun
24.2. bis 12.10.2012
Innsbruck (Ö)
Karriere für Alle – Qualifizierung in inklusiver
Erwachsenenbildung und Berufsberatung
Veranstaltungsort: innovia – Service und Beratung
zur Chancengleichheit gem. GmbH
Rennweg 7a, 6020 Innsbruck
Mal was NEUES! Zeichnen und Malen –
Ein kreatives Angebot für gehörlose und
schwerhörige Menschen
Veranstaltungsort: Bildungshaus Schloss Retzhof
Dorfstraße17, 8430 Leitrin/Wagna
BeSt³ barrierefrei 2012 – Die Messe für Beruf,
Studium und Weiterbildung
Veranstaltungsort: Wiener Stadthalle
Vogelweidplatz 14, 1150 Wien
Eltern-Stammtisch „Eltern treffen Eltern“ –
Eine Veranstaltung für Eltern von Kindern mit Behinderungen
(0 bis 14 Jahre)
Veranstaltungsort: Integration Wien
Tannhäuserplatz 2/1. Stock, 1150 Wien
Bewegungmöglichkeiten im Rollstuhl –
Bewusstes Spüren, Atmen und Bewegen
Kunst-ohne-Barrieren –
LESUNG „Eine etwas andere Piroska“
Veranstaltungsort: Don Bosco Haus
St. Veit-Gasse 25, 1130 Wien
Wege nach der Pflichtschule – Wie kann es nach der
Schule weiter gehen? Welche grundsätzlichen Möglichkeiten
gibt es. Begriffsklärungen und praktische Beispiele.
Veranstaltungsort: Integration Wien
Tannhäuserplatz 2/1. Stock, 1150 Wien
Winter-Sport-Aktiv-Woche für SportlerInnen mit mentaler
Behinderung – LANGLAUFEN
Veranstaltungsort: Blaa Alm/ Lichtersberg 73a, 8992 Altaussee
03.3. bis 05.3.2012
08.3. bis 11.3.2012
08.3.2012
Leitrin (Ö)
Wien (Ö)
Wien (Ö)
10.3.2012
Leitrin (Ö)
10.3.2012
Wien (Ö)
14.3.2012
Wien (Ö)
18.3. bis 23.3.2012
Altaussee (Ö)
30.3.2012
Wien (Ö)
6. Wiener Schmerztag – Schmerz von Kopf bis Fuß
Veranstaltungsort: Wiener Rathaus, Festsaal, Wien
welcker.brigi@gmail.com
www.kunst-ohne-barrieren.
homepage.eu
katrin.ulbl@stmk.gv.at
www.retzhof.at
elternnetzwerk@integrationwien.at
www.integrationwien.at/eltern.php
Fax: 02672 82923
sc.aktivity@speed.at
www.sc-aktivity.at/html_sportwochen/skialpin.html
Fax: 02672 82923
sc.aktivity@speed.at
www.sc-aktivity.at/html_sportwochen/schneeschuhwandern.html
christiane.zimmer@innovia.at
www.innovia.at/neu/uploads/
media/Lehrgang_Karriere_fuer_Alle__Infoblatt_04.pdf
katrin.ulbl@stmk.gv.at
www.retzhof.at
michael.parzer@wuk.at
www.bestinfo.at
petra.pinetz@integrationwien.at
www.integrationwien.at/schule.php
katrin.ulbl@stmk.gv.at
www.retzhof.at
welcker.brigi@gmail.com
www.kunst-ohne-barrieren.
homepage.eu
elternnetzwerk@integrationwien.at
www.integrationwien.at/eltern.php
Fax: 02672 82923
sc.aktivity@speed.at
www.sc-aktivity.at/html_sportwochen/langlaufen.html
www.schmerztag.at
Eine ausführliche Terminübersicht finden Sie auf www.oear.or.at (weiter mit „Aktuelles“ und „Termine“).
Neu ist, dass die Termine jetzt nach Zeitraum und Ort oder nach Zeitraum oder Ort abrufbar sind.
Ebenfalls neu: Termine selbst eintragen (unter „Veranstaltungen eintragen“)
monat
FEBRUAR 2012
Luftbefeuchter, Boneco, Luftbefeuchtung nach dem Ultraschallprinzip, Verkaufspreis: € 100,--. ✆ 0664 1536922
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Verkaufspreis: € 2.500,-Freistehbarren, Otto Bock, Ablagerungstisch mit Körperausschnitt, elektr.
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10 cm dick, Würfelhocker 30x30x30 cm,
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(Fingertrainer), Digiflex Handtrainer,
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Aufhängung nur an Decke montierbar,
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Winter, durchgehend mit Reißverschluss,
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Höhenverstellung, verstellbare und
schwenkbare Tischplatte, Verkaufspreis:
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cobrablau, mit Standardausschnitt, kann
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€ 450,-Transportrollstuhl, faltbar, Marke Sanicare, Transportgewicht 100 kg, Sitzfläche
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km, Leistung 82 kw, Benziner, Einparkhilfe, elektrisches Panoramaglasdach, CD- Navigationssystem, Sommer- und Winterreifen mit Alufelgen,
Beifahrersitz: Vollautomatisches Rollstuhl-Schwenksystem „Turny Orbit“, mit
elektrischem Dreh- und Absenkmechanismus.
Transportrollstuhl „Carony Kids“ höhenverstellbar mit 24 Zoll Reifen. Problemloser Transfer des Fahrzeugsitzes
auf den Rollstuhl mittels Andocksystem,
kein Umsetzen erforderlich. Kopfstütze
mit Stirnpelotten, VB € 25.000,--. Bei
Interesse kontaktieren Sie bitte
✆ 0664 2829767
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Name:
Straße:
Postleitzahl/Ort:
Telefon:
Datum/Unterschrift:
E-Mail
ID-Nummer (falls vorhanden
15
Tabak - Trafiken
Kundmachung
© Tasso Bogg
(MVG) Im Wege der öffentlichen Ausschreibung gem. § 25 Tabakmonopolgesetz 1996 gelangen bis 14. Februar
2012, eine Trafik in Wien und drei in
Niederösterreich zur Ausschreibung.
Interessenten können Unterlagen bei
der ÖAR,
1010 Wien, Stubenring 2/1/4,
✆ 01 5131533,
Fax: DW 150, anfordern.
Service der
Volksanwaltschaft
Singerstraße 17
Postfach 20
1015 Wien
post@volksanw.gv.at
www.volksanw.gv.at
0800 223 223
VolksanwältInnen:
Dr. Gertrude BRINEK
✆ 01 515 05 DW 131
Dr. Peter KOSTELKA
✆ 01 515 05 DW 111
Mag. Terezija STOISITS
✆ 01 515 05 DW 121
IMPRESSUM: Medieninhaber: ÖSTERREICHISCHE ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR
REHABILITATION (ÖAR), Herausgeber: Heinz Schneider, Chefredakteur: Eduard Riha,
Redaktion: Dr. Irmgard Bauer,
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