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Anlage 1 Spezielle Anforderungen

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1
Vorwort
Mitteilungsblatt des Vorarlberger VolksLiedWerks
Juli 2014
Heft 107
2
Wir über uns
Anita
Frühwirth
Vorsitz Vorarlberger
Volksliedwerk
Schulprojekte
„Mit allen Sinnen“ und
„Stimmbogen“
+43 664 4378655
anita.fruehwirth@
aon.at
Doris
Fleisch
Kassa / Budget
+43 664 5935055
doris.fleisch@
bregenz.net
Anton
Mangeng
Vorsitz Stellvertreter
+43 664 1734600
anton.mangeng@
aon.at
Dr. Annemarie
Bösch-Niederer
Vorarlberger
Volksliedarchiv
+43 5574 51145015
annemarie.boesch@
vorarlberg.at
Hannes
Riesch
Schriftführung und
Veranstaltungstermine, Adressenverwaltung
+43 676 9795477
j.riesch@cable.vol.at
Renate
Vonblon
Jugendbetreuung,
Stammtische
+43 664 5365975
renate.vonblon@vol.at
Ulrich
Frühwirth
Webmaster &
Maultrommel
vvlwoffice@aon.at
1
Inhaltsverzeichnis
Beiträge & Berichte
Vorwort2
VVLW Generalversammlung im GH Rankweilerhof
4
Jahresbericht Volksliedarchiv (A. Bösch-Niederer)
10
Zur Geschichte des Weisenblasens (O. Vonblon)
14
Nachruf Mundartdichter Kaspar Troy (G.M. Kaufmann)
16
Offenes Volkstanzen in Hotel Krone Gais (M. Selb)
20
Korrektur Interview Evelyn Fink-Mennel
22
Volksmusikseminar auf der Kronburg (H. Riesch)
23
„Mit allen Sinnen“ und „Stimmbogen“ (A. Frühwirth)
25
Offenes Singen am Kristberg im Silbertal (A. Frühwirth)
27
23. Volksmusikseminar im Montafon (A. Frühwirth)
28
Interview mit Andreas Schreier (A. Frühwirth)
29
Termine & Publikationen
Publikationen32
7. Lecher Musikantentag
34
Sommerakademie des ÖVLW
35
Walserherbst Jodlertreffen
36
6. Vorarlberger Harfentage
37
ORF-Termine38
VVLW Termine
39
Impressum40
Lieder & Instrumentalstücke
Es ging ein Frosch spatzieren
Andelsbucher Galopp (Volksweise, Arr.: K. Edelmann)
Ma sött nüd gäralls wello hea (K. Troy, J. Abel)
I han a rechts Kreiz mit mein (Wei(b) (Volksweise)
Rudl Bär mit Jungbläser, Foto: Privat
3
12
19
30
2
Vorwort
Liebe Mitglieder, Förderer und Sponsoren des Vorarlberger
VolksLiedWerks!
Leider hat sich die Herausgabe dieser
Maultrommel sehr verzögert. Aus
persönlichen Gründen war es mir
einfach nicht möglich, diese wie geplant
zu erstellen. Somit wird im Herbst nur
mehr eine Ausgabe erscheinen. Für
das kommende Jahr planen wir wieder
vier Ausgaben.
Unsere Generalversammlung im März
haben wir im Gasthof Rankweilerhof
abgehalten. Das Protokoll dazu ist in
gekürzter Form nachlesbar. Diesen
Abend haben wir außerdem zum
Anlass genommen, eine verdiente
Persönlichkeit, Frau Verena Gillard, für
ihr Engagement für das Volkslied und
die Volkskultur auszuzeichnen.
Im März ist unser langjähriges Mitglied,
Mundartdichter Kaspar Troy, gestorben.
Durch seine Texte wurden zahlreiche
Komponisten zu Liedern inspiriert.
Über die Monate haben sich zahlreiche
Mitglieder beim Volkstanzabend im
Appenzell, beim Seminar auf der
Kronburg oder beim Montafoner
Volksmusik Seminar getroffen und
miteinander getanzt, musiziert und
gesungen. Eine kleine Fotoauswahl
ist in dieser Maultrommel zu finden,
weitere Fotos sind auf unserer hp
www.volksliedwerk-vlbg.at .
Wie auf dem Titelbild ersichtlich, ist das
Weisenblasen der Schwerpunkt dieser
Ausgabe. Dazu hat uns Otto Vonblon
einen Beitrag geschrieben und wir
haben in der alten Fotokiste gekramt.
Beim „Offenen Singen und Musizieren“
mit Kurt und Edith Posch auf dem
Kristberg waren zahlreich begeisterte
SängerInnen dabei.
Die Vorbereitungen für den 7. Lecher
Musikantentag am 2. August mit 30
Gruppen laufen auf Hochtouren. Diese
Veranstaltung ist mittlerweile unter
Volksmusikanten und Freunden der
Volksmusik zum Geheimtipp geworden.
Ein Besuch dieser Veranstaltung könnte
auch gut mit einem Sommeraufenthalt
im wunderschönen Lech verbunden
werden. Ende August kann man
Jodler beim Walser Herbst in Damüls
treffen oder Weisenbläserfans beim
Weisenblasen auf Rellseck.
Ich wünsche allen einen schönen
musikalischen Sommer und würde
mich freuen, wenn bei dem vielfältigen
musikalischen Angebot zahlreiche
Mitglieder, Gönner oder Freunde der
Volksmusik teilnehmen.
Anita Frühwirth
Vorsitzende Vorarlberger VolksLiedWerk
3
Lieder & Instrumentalstücke
4
Beiträge & Berichte
Generalversammlung im Gasthaus Rankweilerhof
Sonntag, 16. März 2014
Begrüßung: Obfrau Anita Frühwirth
begrüßt alle Mitglieder, besonders Frau
Jasmin Barnay-Ölz, ORF Kulturkoordinatorin, Gäste aus dem Appenzell,
Roland Repnik vom Chorverband Vlbg.
und Ehrenmitglied Joachim Pfefferkorn
Entschuldigt: zahlreiche MG, Vertreter
von Verbänden und des Landes, auch
Ehrenmitglied Nora Caba
Gedenkminute für alle verstorbene Mitglieder, insbesonders: Pauli Hofer und
Kaspar Troy.
Letztes Protokoll der GV vom 1.3.2013
wird genehmigt.
Bericht der Obfrau:
Das vergangene Vereinsjahr war
geprägt durch zahlreiche Aktivitäten,
die unser Schriftführer Hannes Riesch
zu einem Jahresbericht zusammengefasst und zu Beginn des Jahres an alle
Mitglieder ausgeschickt hat, deshalb
wird nur auf ein paar Aktivitäten besonders eingegangen.
Ein großer Erfolg war wiederum der 6.
Lecher Musikantentag Anfang August
mit über 30 Volksmusik- und Gesangsgruppen.
20 Jahre Volksmusikstammtisch im
Rankweilerhof Mitte Juni war ein guter
Anlass, Rückschau zu halten und eine
Neuorientierung anzudenken.
Die junge aufstrebende BradlBergMusig haben wir bei der Erstellung ihrer
ersten CD wohl ideell als auch finanziell unterstützt. Ebenso das Liederbuch
„s´Ländlelied“ des Vbg.Familienverbandes, bei dem Evelyn Fink-Mennel maß-
geblich mitgearbeitet hat.
Medien
Die Zusammenarbeit mit den Medien
funktioniert, besonders mit dem ORF.
Seit Jahresende ist Otto Vonblon in
Pension, ihm noch einmal Dank, dass er
unsere Arbeit auf vielfältige Weise unterstützt hat. Evelyn Fink ist seit Jänner
neue Mitarbeiterin und hat u.a.die LiveSendung am Donnerstag übernommen. Weiters wird sie für die geplanten
VM Veranstaltungen wie den Heimatherbst, den Advent in Vorarlberg(ehem.
Bregenzer Advent) verantwortlich sein
und das Volksmusikständle neu ausrichten.
Anfragen
Anfragen in Sachen Volkskultur aus
dem In- u. Ausland nehmen weiter zu.
Ebenso das Interesse für Publikationen,
Noten oder Liedabfragen.
Kooperation
Die Vernetzung und der Kontakt mit den
verschiedensten Vereinen, Institutionen, Verbänden und mit Kulturverantwortlichen wird weiter betrieben. Beim
Gesprächstermin am 31.3., wird neben
LR Sonderegger auch der neue Kulturbeamte Winfried Nussbaummüller, und
die Verantwortliche für Volkskultur, Mag.
Susanne Fink anwesend sein. Doris
Fleisch begleitet die Obfrau.
Finanzen
Für das Jahr 2013 haben alle Sponsoren den von uns vorgeschlagenen Förderbetrag zugesagt, die Rechnungen
sind ausgeschickt und teilweise schon
überwiesen. Obwohl es finanziell etwas
schwieriger geworden ist, wird unsere
volkskulturelle Arbeit von den Sponso-
5
Beiträge & Berichte
ren als wichtig angesehen und auch
entsprechend honoriert.
Die Obfrau spricht einen Dank allen
Mitgliedern aus, die uns sehr oft zum
Mitgliedsbeitrag eine kleinere oder
größere Spende zukommen lassen.
Beirat
Der vor drei Jahren gegründete Beirat
steht uns bei den verschiedensten Angelegenheiten zur Seite und hat eine
wichtige beratende Funktion. Evelyn
Fink-Mennel, Kurt Posch, Daniel Mangeng, Christian Födinger und Wolfgang
Herburger haben ihre Mitarbeit als Ideengeber, Berater, Mitdenker etc. sehr
vielfältig eingebracht und stehen zur
weiteren Mitarbeit bereit. Dafür bedanken wird uns im Namen des Vorstandes
sehr herzlich.
Dank
Einen besonderen Dank spricht die
Obfrau am Ende ihres Berichtes allen
engagierten Mitgliedern aus, die viele
Stunden für Organisation von Musikantentreffen, Offene Singen, Weisenbläsertreffen, Volkstanzkurse und Volksmusikseminare investieren. Ebenso
bedankt sie sich beim gesamten Vor-
stand und der Leiterin des VVLA, Frau
Dr. Annemarie Bösch. Nur als Team
können wir viel bewegen.
Bericht des Schriftführers:
Hannes Riesch berichtet, dass er die
Protokolle schreibt, Berichte, Buch- und
CD-Beschreibungen für die Maultrommel verfasst und die Adressenverwaltung durchführt.
Bericht Webmaster Ulrich Frühwirth:
Betreut die Homepage und das Layout
der Maultrommel. Er berichtet, dass
monatlich 1.000 Zugriffe auf die hp erfolgen, vorwiegend aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz, aber auch
aus dem übrigen Ausland.
Er hat den Internetauftritt neu gestaltet.
Bericht der Kassierin:
Doris Fleisch liest den Kassabericht vor
und erwähnt, dass unsere Mitglieder
eine gute Zahlungsmoral haben und
dass durch die Unterstützung der Sponsoren, Förderer und der Landesregierung alle Ausgaben beglichen werden
können und ein kleines Guthaben für
die im Jahr 2014 geplanten Projekte geschaffen werden konnte.
Doris Fleisch/ Kassierin, Hannes Riesch/ Schriftführer, Anton Mangeng/
Obfrau Stellver., Mag.Yasmin Ölz-Barnay/ORF
6
Beiträge & Berichte
Bericht der Rechnungsprüfer Beate
Mangeng und Christian Födinger:
Christian Födinger und Beate Mangeng
haben die Kassagebarung geprüft und
alles für sehr gut befunden. Die Kassierin arbeitet nach dem österreichischen
Kostenplan und macht tadellose Arbeit.
Christian Födinger stellt daher den Antrag auf Entlastung des gesamten Vorstandes. Dieser wird einstimmig angenommen.
Dank an Beate, für die 3jährige Rechnungsprüfung. Als ihr Nachfolger wird
Daniel Mangeng die Rechnungsprüfung
mit Christian Födinger übernehmen.
Ehrung:
Der Vorstand des VVLW hat in einer Vorstandssitzung beschlossen, Frau Mag.
Verena Gillard-Fritz zu ehren. Sie wurde
mit einer Urkunde für die Verdienste um
die Volksmusik ausgezeichnet.
Verena ist seit Anfang der 80-er Jahre
beim Volksliedwerk. Sie stammt aus der
musikalischen Familie von Annelies und
Wilhelm Fritz aus Mittelberg im Kleinwalsertal. Wilhelm Fritz ist als Schöpfer vieler Lieder und Weisen bekannt
und Verena ist in Vaters Fußstapfen
getreten und hat viele Lieder und Stücke bearbeitet, indem sie sie für Chöre
und Musikgruppen sing- und spielbar
gemacht hat. Beim Bregenzer Dreigesang hat sie viele Jahre mitgesungen
und ihn musikalisch geleitet. Für das
Volksliedwerk hat sie 15 Jahre, von
1994 bis 2009, die Mitgliederzeitung als
verantwortliche Redakteurin gestaltet,
zuerst noch als Sänger- und Musikantenpost, dann als Maultrommel. Dabei
hat sie viele Stunden mit dem Bearbeiten der Lieder und Stücke, aber auch
mit dem Zusammenstellen, Schreiben
und schließlich mit dem Versenden der
Hefte verbracht. Von 1991 bis 2009 war
sie Stellvertreterin im Vorsitz des Vlbg.
Volksliedwerkes neben Hannes Riesch,
Gertrud Kaufmann und Anita Frühwirth
als Vorsitzende.
Nicht zu vergessen ist ihre Arbeit als
Musiklehrerin, wo sie vielen Jugendlichen neben dem allgemeinen Musikunterricht auch die Volkskultur nahegebracht hat. Auch als Chorleiterin war
und ist sie sehr aktiv und hilft somit, die
Menschen am Gesang und mit Gesang
zu begeistern.
Verena und Anita
7
Beiträge & Berichte
Vorschau 2014:
Anita Frühwirth gibt noch die nächsten
Termine bekannt:
Offenes Volkstanzen in Gais(Appenzell)
und Satteins
1.6. Offenes Singen am Kristberg mit
Kurt Posch
15.6. Dornbirner Weisenblasen, Alpe
Schwende
28.6. Volksmusiktag St. Anton am
Arlberg
6.-10.7. Montafoner Volksmusikseminar
22.7. 22. Bregenzerwälder Weisenblasen, im Alpgebiet Baumgarten-Niedere;
12 Uhr
24. -27.7. Alphornseminar Bregenz
2.8. 7. Lecher Musikantentag
31.8. Jodlertreffen in Damüls
31.8. Weisenblasen auf Rellseck
Allfälliges:
• Roland Repnik vom Chorverband
meldet sich noch zu Wort. Er sieht gemeinsame Schnittstellen in der Arbeit
des VVLW und des Chorverbandes:
Mitgliederhefte -Schwerpunkt Weiterbildung - Publikationen – Förderung der
Jugend – Unterstützung durch „Stimmbogen“– gemeinsames Ziel: Menschen
zum Singen und Musizieren zu bringen
und damit zu erfreuen - Ermunterung
zur weiteren Arbeit. Er wünscht ein
erfolgreiches Jahr 2014.
• Gottfried Feurstein: Bedankt sich für
die Unterstützung beim Zither- und
Hackbretttag in Lingenau. Anita Frühwirth sei bei der Vorbereitung und
Durchführung eine wertvolle Kraft
und Hilfe gewesen. Er überbringt die
Wünsche und Grüße der neuen Obfrau
Bgm. Elisabeth Wicke.
• Adfried Fleisch: berichtet, dass die
TG Rankweil das 70-jährige Bestehen
feiert. Mariensingen am 25.05. in der
Basilika, Festtag am 20. September
2014.
• Otto Burtscher fragt, wie bei Veranstaltungen mit der AKM verrechnet werde.
Anita Frühwirth antwortet, dass das
ÖVLW einen Rahmenvertrag mit der
AKM abgeschlossen habe, wobei es
bei Volksmusikveranstaltungen einen
Sondervertrag gebe. Das gelte aber
nicht für volkstümliche Musik.
• Jasmin Barnay-Ölz: Sie überbringt die
Grüße des Landesdirektors Klement.
Sie habe vor einem Jahr die Kulturverantwortung im ORF übernommen. Seit
Otto Vonblon in Pension gegangen ist,
gebe es keine volle Nachbesetzung dieses Postens. Evelyn Fink-Mennel habe
dankenswerterweise als freie Mitarbeiterin gewonnen werden können. Einmal
pro Woche laufe die Wunschsendung,
nun umbenannt in Musik.Lokal, im
Laufe der Zeit mit Publikum geplant.
Chöre, Blasmusik etc. sind am Montag
Abend von 18 – 19 Uhr. Volksmusik sei ein
Anliegen im ORF. Der Heimatherbst
(16. Nov. 2014) werde neu gestaltet mit
Evelyn Fink-Mennel.
“Advent in Vorarlberg” ist auch wieder
geplant. Publikationen und Projekte
mögen mitgeteilt werden, man solle in
Kontakt bleiben.
8
Beiträge & Berichte
• Christian Födinger: betreut die
Schiene Facebook. Man erreicht hier
viele, besonders junge Menschen. 300
Mitglieder mit Multiplikationsmöglichkeiten. Rückmeldung „gefällt mir“ macht
die Runde. Besonders neue Sendungen
von E. Fink-Mennel oder neue CD´s.
Kontakte bis Nord- und Südamerika
und Argentinien. Rückmeldungen besonders bei Veranstaltungen.
Große Projekte:
In Arbeit sind derzeit ein Volkstanzbuch
von Birgit Zell und eine CD dazu, die
vom VVLW finanziert wird. Einige Aufnahmen mit heimischen Musikgruppen
wurden schon im Tonstudio GREENBEE( Martin Bröll) gemacht. Das Projekt
wird noch im Herbst 2014 erscheinen.
Weiters wurden Noten aus den “Vorarlberger Notabüchle” von Karl Edelmann
überarbeitet und diese werden noch im
Jahr 2014 als neues Notenheft aufgelegt. Geplant ist ein Notenheft mit einer
Auswahl von Stücken, für Bläser gut
spielbar und als solche auch aufgelegt.
Musikalische Gestaltung: Bradl Duo
Michaela Lengauer und Lucas Oberer
Angedacht ist auch ein Notenheft mit
Geigenstücken in Kooperation mit
Evelyn Fink-Mennel. Das LB Gibele,
Gäbele wird neu aufgelegt, da es vor
allem in Schulen gern verwendet wird.
9
Beiträge & Berichte
Jahresbericht Volksliedarchiv
Vorarlberger Landesarchiv - Musiksammlung (Volksliedarchiv)
Von Annemarie Bösch-Niederer
MitarbeiterInnen:
Dr. Annemarie Bösch-Niederer
(Leitung, 65%);
Elisabeth Lanser (Ferialerin, 4 Wochen/
Juli), Mitarbeit Archiv- und Bibliotheksordnung, Dokumentation (Dateneingabe BIS-2000)
Birgit Zell-Lorenz (Projektmitarbeiterin
„Tanz“): Erstellung und Korrektur der
Tanz-Bibliografie (Dateneingabe BIS
2000)
Maria
Kocsis
(Projektmitarbeiterin
RISM), Erstellung des Katalogs der
Wasserzeichen
Übernahme von anderen Landesdienststellen:
2013 trat die Vorarlberger Landesbibliothek folgende Archivalien an das VLA
ab: 2 Archivschachteln mit Kirchenmusikalien 19. /20. Jh.
Erwerbungen:
2013 konnten durch Schenkung
oder Kauf erworben werden: Wunibald Briem, Gedenkblüemle, Druck:
Einsiedeln 1881, Schenkung Christoph
Glatter-Götz, Bregenz; Zeitschrift „Das
deutsche Volkslied“ 1942 bis 1944,
Schenkung Österreichisches Volksliedwerk, Wien;
Externe Bestände:
Im Rahmen des Kooperationsprojektes
mit dem Vorarlberger Blasmusikverband (Sicherungsverfilmung) wurden
folgende Vereinsarchive verfilmt: MV
Riezlern, MV Bezau, MV Fussach.
Arbeitsstelle RISM (Répertoire International des Sources Musicales) im Vorarlberger Landesarchiv (Kooperationsprojekt Vorarlberger Klöster): Vorbereitung
der Archivalien und Dateneingabe in die
Datenbank „Kallisto“ (recherchierbar im
Internet): Kloster Altenstadt.
Archivierung und Dokumentation:
Die Musiksammlung verfügt über eine
Handbibliothek, die thematisch auf die
Musikgeschichte der Region sowie die
Volksmusik spezialisiert ist.
Die Neuzugänge an Zeitschriften,
Ton- und Bilddokumenten, Liedern und
Musikstücken werden in der Datenbank
BIS-C 2000 dokumentiert und sind
über das Internet abrufbar. Eingabe 1.
Jänner bis 23. Dezember 2013:
•
•
•
•
944 Titel (Neustand gesamt: 34383
Titel),
338 Personen (Neustand gesamt:
5118 Personen),
57
Körperschaften
(Neustand
gesamt: 1088 Körperschaften).
71 Schlagworte (Neustand gesamt:
8022 Schlagworte).
Neuzugänge an Büchern werden seit
Jänner 2013 von der Amtsbibliothek in
die hauseigene Datenbank eingegeben.
Nachlässe und Sammlungen sind in
Excel oder Word-Dateien verzeichnet.
Ältere Musikhandschriften und –drucke
werden in der Datenbank des RISM,
„Kallisto“ dokumentiert. Dateneingabe
„Kallisto“ Stand 24. Dezember 2013:
Nachlass Stülz, 19 Datensätze.
10 Beiträge & Berichte
Benutzerbetreuung/
Öffentlichkeitsarbeit:
Den Hauptanteil des Benutzerverkehrs
nehmen die zahlreichen telefonischen
und schriftlichen Anfragen in Anspruch;
17 Personen kamen zu Recherchen
direkt ins Archiv.
Projekte/Forschungen:
• Wasserzeichen an Musikalien des
18. und 19. Jhs. in Vorarlberger Beständen;
• Musikalien in Vorarlbergs Frauenklöstern;
• Tanz in Vorarlberg;
Annemarie Bösch-Niederer
Volksmusikalische Publikationen
• Nachruf Rudi Hofer. In: Maultrommel 102 (2013), S. 14
• Jahresbericht Vorarlberger Volksliedarchiv. In: Maultrommel 102
(2013), S. 10-11
• Nachruf Pauli Hofer-Vetter. In:
Maultrommel 103 (2013), S. 3-5
• Heiteres zum Tanz. In: Maultrommel 103 (2013), S. 7
• „Laßt uns das Kindlein wiegen“. In:
Maultrommel 105 (2013), S. 4-7.
• Vorarlberger
Landesarchiv
–
Musiksammlung (Volksliedarchiv).
Jahresbericht 2012, in: Jahrbuch
des Österreichischen Volksliedwerkes 62 (2013), S. 192-193
•
•
•
•
•
•
Nachruf
Pauli
Hofer-Vetter
(+3.4.2013). In: Vorarlberg singt 3
(2013), S. 22
In diesen heil’gen Hallen. In:
Archivale des Monats (2013)
(Kleine Schriften des Vorarlberger
Landesarchivs
22),
Bregenz 2013, S. 20 bis 21 (=2 S.)
„Besinnliche
Volksweihnacht“.
In: Archivale des Monats (2013)
(Kleine Schriften des Vorarlberger
Landesarchivs 22), Bregenz 2013,
S. 28-29 (=2 S.)
Rezension: Christoph Jäggin. Was
sollt‘ ich nicht mit ihnen singen.
Die Liedersammlung des Uedemer
Volksschullehrers Franz Samans
(Schriftenreihe der Gemeinde Uedem 5). Uedem 2012, in: Jahrbuch
des Österreichischen Volksliedwerkes 62 (2013), S. 267-268. (2 S.)
Rezension: Stefan Pflaum, Uli Führe, Woni sing und stand. Ein grenzüberschreitendes alemannisches
Liederbuch (Schriftenreihe des
Landesvereins Badische Heimat 3).
Karlsruhe 2012, in: Jahrbuch des
Österreichischen Volksliedwerkes
62 (2013), S. 266-267 (2 S.)
Überarbeitung der Beiträge in der
Vorarlberg Chronik
11
Beiträge & Berichte
Vorträge
• Der kunstreiche Herr Blasius
Netzer. Vortrag für den Geschichtsverein Bludenz, 21.2.2013 Rathaus
Bludenz.
• Musikleben zwischen Arlberg und
Bodensee im 17. und 18. Jahrhundert. Vortrag beim Symposium
„Musikgeschichte des Bodenseeraumes“. 8. 5. 2013 Lindau/Bürgerspital. Gesellschaft für Bayerische
Musikgeschichte e.V. /Gesellschaft
für Klostermusik in Schwaben e.V.
•
•
Im Schatten fürstlicher Hofhaltung. Musikalische Quellenfunde in
kleineren Klöstern und Landkirchen. Vortrag bei der IAML – Conference (International Association of
Music Libraries) 2013, Campus der
Universität Wien, 1.8.2013.
Rankweil - zwei Jahrhunderte
Orgelbau. Einführungsvortrag zum
Buch, Basilika Rankweil, 22.9.2013.
Vorarlberger Landesarchiv
Kirchstraße 28 , A-6900 Bregenz
Dienstag bis Freitag , 9:00 bis 12:00,
oder nach telefonischer Vereinbarung
05574-511-45015
annemarie.boesch@vorarlberg.at
12 Lieder & Instrumentalstücke Andelsbucher Galopp
1. Flügelhorn
Trompete in B
&
2. Flügelhorn
Trompete in B
&
Klarinette in B
&
Tenorhorn
Posaune in B
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Tuba in C
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Volksweise
Arr.: Karl Edelmann
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Lieder & Instrumentalstücke
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Volksweise (Bearbeitung Karl Edelmann)
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14 Beiträge & Berichte
Zur Geschichte des Weisenblasens
Von Otto Vonblon
Das „Turmblasen“ hat eine lange Tradition. Bereits im 15. Jahrhundert ist ein
Weihnachtsblasen in der Stadt Salzburg nachweisbar.Im 17. Jahrhundert
berichtet der deutsche Komponist und
Muslktheoretiker Michael Praetorius,
dass arbeitslose Sennen als Bettelbläser im Winter mit dem Alphorn durch
die Städte zogen und sich so den
Lebensunterhalt
verdienten.
Im
Jahre 1950 wurde von Tobi Reiser sen.
und wann auf der besagten Alpe auch
einen Besuch abstattete. Wenn aber
die „Hoaminger“ , die Knechte des
heimischen Bauernhofes, auf der Alpe
Arbeiten zu verrichten hatten, musste der Besuch des Pfarrers verhindert
werden. Dies geschah angeblich mit
der heute noch bekannten Schöntagwoadweis , gespielt auf dem Flügelhorn,
das bis zum Pfarrhof zu hören war. Der
Melodie lag der Text zu Grunde: „Geh
Auf dem Bild zu sehen: Bitschnau Herbert und Wachter Anton aus Vandans am 18.07.1961 auf
der Zimba.
das Salzburger Adventblasen eingeführt und 1958 spielte Peter Moser mit
seinen Freunden überlieferte Lieder
und Jodler auf Blechblasinstrumenten.
Erst viel später kamen eigens für das
Weisenblasen geschaffene Kompositionen dazu.
Andreas Feller- Komponist, Musiklehrer und Musikant weiß von einer alten
Sage aus Jochberg im Bezirk Kitzbühel: Auf der Schöntagwoadalm war eine
Sennerin, die Flügelhorn spielen konnte. Sie soll ein gutes Verhältnis zum
Ortspfarrer gepflegt haben, der dann
mir nit auffa, sind dHoaminger do, morgn
kannst kemma, do gehen s ‚wieder o“.
Nicht nur im militärischen, sondern auch
im Alp- und Dorfbereich wurden Blasinstrumente als Signal- und Verständigungsmittel eingesetzt. Für die heutige Form des Weisenblasens und die
Präsenz der Blechbläser in der Volksmusik zeichnen die Alpbacher Bläser
unter der Leitung von Peter Moser und
Andreas Feller von den Mitterhögler
Musikanten verantwortlich. Für beide
Musikanten ist es immer eine Selbstverständlichkeit vom Gipfelkreuz aus, oder
an einem beliebigen Platz in Gottes
15
Beiträge & Berichte
freier Natur eine Weise zu blasen. Mit
der Verbreitung und Popularisierung
des Weisenblasens entwickelte sich
auch eine völlig neue Darbietungsform
des Musizierens , das sogenannte Weisenbläsertreffen. Andreas FeIler organisierte das erste Weisenbläsertreffen am
18. August 1986 anläßlich der Einweihung eines Gipfelkreuzes am Mittagskogel auf der Achentalalm bei Kitzbühel.
Der Erfolg dieser Veranstaltung hat sich
rasch herumgesprochen.
Seither finden in verschiedenen
österreichischen Bundesländern und
im benachbarten Ausland jährlich zahlreiche Weisenbläsertreffen statt. Gustl
Retschitzegger von der Tiroler Wirtshausmusi zählt auch seit vielen Jahren
zu den Pionieren der Alpenländischen
Volksmusik und des Weisenblasens. In
Vorarlberg veranstaltete die Muntafuner Tanzbodamusig das erste offizielle
Weisenbläsertreffen im Jahre 1992 bei
der Tilisunahütte im Gampadelstal im
Montafon. Dieses Montafoner Weisenbläsertreffen wurde dann im Rahmen
der Montafoner Volksmusiktage am
Rellseck(Bartholomäberg) über viele
Jahre fortgesetzt.
Im Bregenzerwald war dann Rudl
Bär mit seiner Familienmusik die
treibende Kraft in Sachen Weisenblasen
und Franz Rein von der Hatler Musig
organisiert auch schon seit einigen
Jahren das „Dornbirner Weisenbläsertreffen“ auf der Alpe Schwende. Zum
primären Spielgut des Weisenblasens
zählen Volkslieder und Jodler, also
volksmusikalische
Ausdrucksformen,
die üblicherweise der menschlichen
Stimme zugeordnet werden. Heute
versteht man unter „Weisenblasen“ das mehrstimmige Spielen von überwiegend getragenen Volksliedern und
Jodlern auf Blechblasinstrumenten in
kleinen Gruppen im schlichten Satz des
alpenländischen Volksgesanges. Auch
aus Vorarlberg gibt es Bilddokumente
über Musikanten, die auf Berggipfeln
in der Besetzung als Flügelhornduo
oder Tenorhornduo musizierten (siehe
Bilder).
Thoma Josef und Franz Bahl auf dem Matterhorn am 18. 08 1973
16 Beiträge & Berichte
Nachruf auf den Mundartdichter Kaspar Troy
Von Gertrud Maria Kaufmann
Ein stiller Beobachter sei er immer
gewesen, habe in die Leute hineingehorcht und Dinge aus ihnen herausgehört – Kaspar Troy, ein Bregenzerwälder mit Leib und Seele. Er hat seine
Heimat und sein Erleben buchstäblich
„verdichtet“ und „besungen“ in unzähligen Gedichten in Egger Mundart,
gefühlvoll, humorvoll, philosophisch
und auch kritisch. Kein Wunder, dass
zahlreiche Komponisten, unter ihnen
Hans Lutz, Hubert Franz, Anton Pfeifer,
Gerold Amann, Rolf Aberer und sein
Neffe Ulli Troy, durch diese Gedichte zu
Liedern inspiriert wurden.
Zu
den
bekanntesten
vertonten
Gedichten zählen:
„Und darscht a Wäldar sin“ und „Widokätzle“ (M.: Hans Lutz)
„As wäldarot, as hoamolot“ und
„Wäldar ka nüd jedar sin“ (M.: Hubert
Franz)
Kaspar Troy auch aber nicht nur
stiller Beobachter, sondern war immer wieder gern gesehener Gast in
Gesellschaft, mit Vorliebe auch bei
Volksmusikveranstaltungen. Außerdem
hat er die Entwicklung von Stemmeisen
& Zündschnur (mit Neffe Ulli) maßgeblich
beeinflusst und über viele Jahre hinweg
begleitet. In ihrem Repertoire finden
sich auch heute noch einige vertonte
Gedichte von Kaspar, darunter „Ma sött
nüd gäralls wello hea“ oder das Schlaflied „Trom, min Lübele, trom“.
Kaspar Troy (28.2.1927 – 6.3.2014)
In seiner Pension fand Kaspar dann
endlich Zeit, seine vielen Gedichte, die
im Laufe der Zeit entstanden waren, in
Form von Büchern im Eigenverlag herauszubringen. So erschienen 1992 „A
grüona Zwieg, Gedichte und Lieder“
und 2000 „Lodigs und Frodigs, Gedichte
und Erzählungen“.
Eine besonders schöne Zusammenschau seiner Werke bietet die 1997
entstandene ORF-CD „As wäldarot, as
hoamolot“, Lieder und Gedichte von
Kaspar Troy, auf der neben zahlreichen
Chören und Ensembles auch der Dichter selbst zu hören ist.
Das allerschönste Vermächtnis von
Kaspar Troy ist jedoch, dass seine
Gedichte immer wieder irgendwo in
froher Sangesrunde erklingen.
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Beiträge & Berichte
Üborn Beargo weard as Naht
As brucht nüd viel
Üborn Beargo weard as Naht,
d’Sunno ischt vrgango,
und dia hoho Wolka toand
das letscht Lioht infango.
Blos a hondvol Somo bruchscht,
d’r Garto bringt dear `s Gmüos.
Blos a hondvol Sunno bruchscht,
do Buro git as Düors.
Blos a hondvol Liabe bruchscht,
föar di und ondor Lüt.
Beascht gsund dorbi, ischt gäralls griet,
was Guots oam `s Leabo büt!
Üborn Beargo schtoht d’r Mong
wia a healle Schibo.
`s Schätzle moant, I söll nüd gong,
I söll bi eahm bliebo.
Üborn Beargo schtoht d’r Mong,
ear tuot nünts arzello,
was hett ear ou am Himml um
zum Geen-Hea sägo wello.
Somo = Samen, Düors = Dürres
Mong = Mond, sägo wello = sagen wollen
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DER TRADITIONSGASTHOF
IM MONTAFON
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Lieder & Instrumentalstücke
20 Beiträge & Berichte 6. Offenes Volkstanzen im Hotel Krone in Gais/Appenzell
Von Michael Selb
Die Volkstänzer aus Vorarlberg und
der Ostschweiz verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft. In kaum
einem Kulturzweig wird eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ein
gemeinsames Feiern gelebt wie bei den
Volkstänzern. Gerne erinnere ich mich
an wunderschöne Volkstanznachmittage auf dem Schulplatz in Speicher unter
der Leitung von Ernst Brunner. Später
führten Rosmarie Schilter und Viktor
diese Tradition weiter. Ganz besonders
waren auch die Volkstanzabende in der
Magdenau, wo sich die Tänzerinnen
und Tänzer im wunderschönen Jugendstilsaal des Gasthofs Rössli trafen. Nun
gaben sich am 22. März 2014 bereits
zum sechsten Mal Volksmusikanten und
Tänzer im traditionellen Gasthof Krone
Gais ein Stelldichein und die Vorarlberger stellten wieder einen Großteil der
Teilnehmer.
Der Dorfplatz von Gais mit seinen
wunderschönen barocken Holzhäusern
mit den geschwungenen Giebeln ist ja
ein beliebtes Kalenderbild. Der traditionelle Gasthof Krone ist der Eckpfeiler in
dieser Idylle. In dieser speziellen Atmosphäre ein Tanzfest zu feiern ist schon
etwas Besonderes. Mann und Frau
betreten mit einer frohen Erwartung
den Tanzsaal. Hier empfängt uns
bereits die extra dazu passende Musik.
Obwohl das Laseyer Quartett nicht in
der traditionellen Appenzellbesetzung
spielt, spürt man sofort die Appenzeller
Wurzeln. Immerhin sind Geige, Hackbrett und Bass vertreten. Diese werden
durch ein Akkordeon ergänzt. Die Spielweise begeistert einen Liebhaber gestrichener Tanzmusik. Zwischen konzertant
und typisch appenzellerisch würde ich
diese einordnen. Dass sie ihre heimischen Tänze wunderbar und „anmachig“ spielen überrascht nicht. Aber,
dass sie das österreichische, bayrische
Tanzgut auf Anhieb beherrschen und
geschickt mit viel Spielwitz mit Appenzeller Akzentuierung versehen, hat mich
begeistert.
Das Tanzprogramm war sehr sorgfältig zusammengestellt. An zwei
Vorbereitungsabenden konnten sich
Tänzerinnen und Tänzer schon einmal
einstimmen und die schwierigeren
Tänze einüben. Eine gute Mischung
aus bekannten und neuen Tänzen sorgten für viel Abwechslung und einige
Herausforderungen. So verging der
Abend wieder einmal viel zu schnell.
Mit dem traditionellen Tanz „De Cherab“ und dem Schlusslied „Luegit vo
Berge ond Tal“ fand der Abend einen
stimmungsvollen Abschluss.
In der Hoffnung, dass wir noch viele
Volkstanzfeste in Gais feiern können,
Dank und Gratulation an das Team um
Erika Koller und Dina Langenegger, die
mit viel Engagement und finanziellem
Risiko den Tanzabend organisierten.
Info zur Musik unter: www.laseyer.ch
21
Beiträge & Berichte
22 Beiträge & Berichte
Korrektur des Interviews mit Evelyn Fink-Mennel von der Maultrommel 106.
Wir möchten uns entschuldigen, dass wir aus Versehen 2x die gleiche Seite
(S.10) abgedruckt und eine wichtige Seite ausgelassen haben. Was wir nun
hiermit nachholen.
Anita: Evelyn, welche Neuerungen, bzw Änderungen gibt es bei den ORF
Volksmusiksendungen? Wirst du auch andere Veranstaltungen wie den
Heimatherbst und den Bregenzer Advent übernehmen?
Musik-Lokal als konzeptionelle Idee ist dem Gedanken des Volksmusikständles
sehr nahe. Die Form des Hinausgehens in die Talschaften und Gasthäuser wird
es wieder geben, aber erst, wenn ich die Strukturen im Haus und den dafür
notwendigen Zeitaufwand im Überblick habe.
Heimatherbst und Advent in Vorarlberg, nicht mehr Bregenzer Advent, sind
in Planung und ich darf hier ein Musikkonzept erarbeiten. Weiters muss das
Tonarchiv im Landesstudio verjüngt und erweitert werden, viele Aufnahmen sind
aus den 1970er und 1980er Jahren; idealerweise sollten auch wieder Aufnahmen
gemacht werden, einerseits das Liedgut betreffend, als auch die Gattungsbreite
des Repertoires.
Du arbeitest sehr viel mit Kindern. So habe ich vor kurzem beim „40 Jahre
Jubiläum“ der Musikschule Bregenzerwald das Sägewerkorchester erleben
können. Was ist dein Geheimnis, dass so viele junge MusikantInnen mit
dieser Begeisterung und Musikalität dabei sind?
Das Konzept ist einfach. Ensemblespiel ist immer ein großer Motivationsfaktor für
Kinder. Mit guter, altersgerechter Literatur, einem spielerischen Ansatz beim Proben,
der sich aus ganz ernsthafter Grundlagenarbeit am Instrument, dem Kombinieren
von Hören, Singen, Spielen, sowie dem Verpacken von Musik in Geschichten
und Bilder und – ganz wichtig - viel Humor zusammensetzt, kann man Kindern zu
musikalischen Höchstleistungen bringen.
Seit deiner Rückkehr aus Wien unterrichtest du auch am Konservatorium in
Feldkirch, welche Erfahrungen hast du da gemacht? Gibt es dort einen eigenen
Volksmusiklehrgang wie am Mozarteum oder in anderen Konservatorien?
Einen Volksmusiklehrgang gibt es nicht, aber vor 3 Jahren startete ein neues
Schwerpunktangebot in Form eines 4-semestrigen Schwerpunktes Volksmusik, den
angehende Musikpädagoginnen belegen können, um sich hier volksmusikbasierte
Zusatzkompetenzen für den Lehrberuf und als Kulturvermittler zu erwerben.
Daher spielt hier der Fokus auf die Anwendung an (Musik)Schulen eine große
Rolle. Nachdem es in Vorarlberg wenig schulpraktisch aufbereitete Editionen mit
regionaler Musik für den Musikschulunterricht gibt, ist z.B. das Ziel des aktuellen
Jahrganges, im Rahmen der Abschlussprojekte im nächsten Jahr hier entsprechende
Abschlussarbeiten für die Praxis zu erstellen. Auch konnte mit diesem Jahr eine
kleine Forschungsstelle für Volksmusik am Konservatorium installiert werden, die
hier den nötigen Unterbau und Kompetenz anbietet.
23
Beiträge & Berichte
Volksmusikseminar auf der Kronburg
Von Hannes Riesch
Vom Freitag Abend, 25.04. bis Sonntag
Mittag, 27.04.2014, gab es wieder das
„Greggate“, das kleine Volksmusikseminar auf der Kronburg, idyllisch gelegen auf einer kleinen Anhöhe zwischen
Zams und Schönwies in Tirol. Kirche,
Pfarrhaus, Klösterle der Barmherzigen Schwestern von Zams und ein gut
geführtes Gasthaus bilden in herrlicher
Natur mit Ausblick auf das Inntal die
ideale Einstimmung für dieses Seminar.
neun Teilnehmer aus Tirol, fünf aus Vorarlberg und ein Liechtensteiner ließen
sich von den Lehrern für Harfe, Zither,
Foto: Horst Meier
Gitarre, Kontrabass, Hackbrett und
Steirische Harmonika neue Stücke und
Tipps für das Spielen des jeweiligen Instrumentes geben. Da wurde, wie auf
allen Seminaren, fleißig geübt und am
Abend beim geselligen Teil gespielt und
gesungen. Am Samstag Nachmittag
wirkten einige Gruppen bei der musikalischen Gestaltung der Messe mit. Die
Zeit verging wie im Flug und wir bedanken uns alle bei der Organisatorin,
Helga Hochstöger, und hoffen auf ein
Wiedersehen beim nächsten Treffen im
Herbst.
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25
Beiträge & Berichte
„Mit allen Sinnen“ und „Stimmbogen“
Von Anita Frühwirth
Sehr
erfolgreich
verliefen
im
vergangenen Schuljahr die beiden
Schulprojekte, die vom bmbf (Bundesministerium für Bildung und Frauen) finanziert und von mir organisiert und betreut
werden. Mehr als 2000 Schülerinnen
und Schüler mit ihren Lehrpersonen
kamen in Kontakt mit unzähligen Referenten. Auch heuer zahlreiches Interesse
an unseren Projekten „Volksmusikinstrumente zum Kennenlernen“, „Volkstänze von früher für die Jugend von heute“,
„Singen macht Spaß“ oder „Jodeln- echt
cool“. Schuleigene Projekte wurden
ebenso unterstützt.
Zum ersten Mal wurde im Bezirk
Bregenz an fünf Volksschulen das
Projekt des „Singcoach“ gestartet.
Erfolgreich arbeiteten vier Singcoa-
ches mit Schülern und Lehrern in ihren
Klassen und bereiteten sie auf das
große Abschlusskonzert vor dem Landhaus vor. 200 Volksschulkinder mit ihren
Lehrpersonen und Singcoaches brachten den Landhausvorplatz zum Klingen.
Wir hoffen, dass im kommenden
Schuljahr die finanziellen Mittel des
Bundes nicht zu sehr gekürzt
werden,damit unsere Arbeit in Schulen
fortgesetzt werden kann.
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27
Beiträge & Berichte
Offenes Singen am Kristberg im Silbertal
Von Anita Frühwirth
Jeden ersten Sonntag im Monat wird
mit Kurt und Edith Posch im Gasthof
Rössle in Braz gesungen und musiziert.
Das letzte Singen vor der Sommerpause findet jedoch immer auf einem
Berg statt. Diesmal trafen sich viele
Sangesfreudige und auch Musikanten
beim Panoramagasthof Kristberg bei
Familie Zudrell zu einem unterhaltsamen
Nachmittag.
28 Beiträge & Berichte
23. Volksmusikseminar im Montafon
Von Anita Frühwirth
Vom 6.7.- 10.7. 2014 trafen sich 44
Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Belgien beim 23.
Volksmusikseminar Montafon im Hotel
Adler in St. Gallenkirch.
Bestens betreut von Familie Kraft, elf
Referenten und dem Team des Hotel
Adler, wurde gelernt, geprobt, musiziert,
gesungen und getanzt bis spät in die
Nacht. Ein großer Dank an Alle.
29
Beiträge & Berichte
Interview mit Andreas Schreier, Referent beim VM Seminar
Montafon
Von Anita Frühwirth
Anita: Du bist ja schon einige Zeit als
Referent beim VM Seminar im Montafon mit dabei, es scheint, dass es dir
hier gefällt.
Andreas: Seit 8 Jahren komme ich bereits als Referent ins Montafon. So abwechslungsreich wie die Landschaft
sind auch die Teilnehmer, das macht es
spannend und interessant. Die Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, der
Schweiz und Belgien, die ihre Art Volksmusik zu spielen mitgebracht haben,
machen das Seminar sehr abwechslungsreich und ich kann sehr viele
Eindrücke mitnehmen.
Anita: Welche Instrumente unterrichtest du bei diesem Seminar?
A: Heuer ist es die Steirische Harmonika, in vergangenen Jahren auch
Trompete. Außerdem darf ich heuer
eine neugegründete „Tanzlmusik“ aus
der örtlichen Musikkapelle musikalisch
betreuen, was sehr interessant ist und
mir sehr viel Spaß macht. Das besondere ist, dass diese MusikantInnen das
erste Mal in einer Tanzlmusikbesetzung
musizieren und selber großen Spaß an
dieser Art von Musik gefunden haben.
Anita: Du bist auch Referent bei anderen Seminaren, was ist das Besondere
im Montafon?
Andreas: Der besondere Reiz bei diesem Seminar ist neben der Herzlichkeit
der Familie Kraft die Herausforderung,
auch mit älteren Seminarteilnehmern
zu arbeiten und Wege zu finden, ihre
Freude mit ihrem Instrument zu stärken.
Bewundernswert ist für mich die große
Bereitschaft aller, Neues zu lernen, ihr
Spiel zu verbessern und intensive Tage
und Nächte mit Volksmusik, Gesang
und Tanz zu verbringen.
Anita: Ich bedanke mich sehr
herzlich und hoffe, dass du im nächsten Jahr wieder bei uns im Montafon
sein wirst.
Andreas Schreier unterrichtet im
Tiroler Musikschulwerk, spielt Steirische
Harmonika und Trompete und wohnt mit
seiner Familie in Mutters bei Innsbruck.
Er musiziert im Michl-Trio, „Die Inntaler“, „Die G´fierigen“,……
30 Lieder & Instrumentalstücke
31
Lieder & Instrumentalstücke
32 Termine & Publikationen
Lieder aus der Sammlung Jungbauer
Böhmerwaldlieder
In diesem Heft hat Brigitte Schaal vom Oberösterreichischen Volksliedwerk Lieder aus der Region Böhmerwald
veröffentlicht. Die Sätze sind bewusst einfach gehalten. Sie
können gut zweistimmig gesungen werden, aber auch eine
dritte Stimme passt gut dazu oder sogar ein Bass als vierte
Stimme. Die Buchstaben für eine Gitarrenbegleitung sind
jeweils angegeben. Manche Lieder sollten aber in einem freien Rhytmus gesungen und nach dem Text gestaltet werden.
"I han a rechts Kreiz mit mein Weib" ist vielleicht auch bei uns
bekannt und so manche andere.
Kontakt: Brigitte Schaal, OÖ. Volksliedwerk,
Promenade 37, A-4021 Linz
Jahrbuch der Steirischen Volkskultur 2013
Das Jahrbuch der Steirischen Volkskultur ist zum ersten Mal
erschienen und soll in Zukunft einmal im Jahr erscheinen.
Anlass dieser Ausgabe war der 170. Geburtstag von Peter
Rosegger. Daneben sind Beiträge aus der Forschung, aus
der Kulturvermittlung, zu internationalen Kontakten sowie
Berichte aus den Volkskulturellen Verbänden und fachverwandten Institutionen enthalten.
Es ist zum Beispiel das Stück „Jakob, der Letzte“ von Peter
Rosegger in einer Inszenierung von Felix Mitterer enthalten,
der Rosegger als seinen geistigen Bruder betrachtet. Aber
auch über Singtraditionen in Eisenerz, Hieflau, Radmer und
Vordernberg, die von Daniel Fuchsberger erforscht wurden,
wird berichtet.
Kontakt: Volkskultur Steiermark GmbH
Sporgasse 23, A-8010 Graz
www.volkskultur.steiermark.at
33
Termine & Publikationen
CD-Hörbarium Spafulda
Zur Hörbetrachtung ausgestellt: 17 sorgfältig ausgewählte
Wildwüchse aller Art, von uns Spafudla liebevoll aus weitum
gesammelter Saat gezogen, geerntet und auf CD gepresst.
So beschreiben die Mitglieder von Spafudla, einer Musikergruppe aus der Steiermark, ihre neueste CD. Lucia Freihofer
mit Geige, und Gesang, Daniel Fuchsberger mit Kontragitarre, Marimba, Rahmentrommel und Gesang, Gabriel Freihofer
mit Kontrabass, Marimba, Rigg, Def und Gesang und Bernadette Freihofer mit Geige, Mandoline und Gesang versuchen
auf neue Art, Volksmusik, Jodler und Gesang zu interpretieren und auf eigene Art zum Klingen zu bringen.
Kontakt: Spafudla GbR, Gabriel Froihofer,
Neuholdgasse 74, 8010 Graz
Mail: schreibtisch@spafudla.at
www. spafudla.at
Weinbergmusi
„Umadra´n“
Die Weinbergmusikanten mit Koal Dumfart aus Oberösterreich möchten mit diesem Tonträger dokumentieren, dass
zum alpenländischen Repertoire neben den gebräuchlichen
Tanzformen wie Walzer, Polka, Boarischer oder Marsch auch
wunderschöne Melodien zu fast vergessenen Tänzen aufgezeichnet wurden.
Eingebettet in siebenstimmige Bläserweisen kann man das
Tanzbein auch zu Mazurka, Böhmischen und Zwiefachen
schwingen und dabei flott "umadrah n". Also eine CD nicht nur
zum Zuhören, sondern auch zum Tanzen. Dazwischen aber
auch Weisen zum Verschnaufen und Ausrasten.
Kontakt: Koal Dumfart, Kirchenweg 14, A-4201 Eidenberg
Tel: +43(0)7239/6016
Mail: dumfart.koal@gmx.at
www.weinbergmusi.net
34 Termine & Publikationen
7. Lecher Musikantentag
02.08.2014 in Lech am Arlberg
Bereits zum 7.Mal wird in traumhafter Bergwelt am Samstag 2.August 2014, der
„Lecher Volksmusiktag“ stattfinden. Dies ist wiederum eine gemeinsame Veranstaltung von Lech-Zürs Tourismus und dem Vlbg.VolksLiedWerk. 30 Volksmusikgruppen, SängerInnen und TänzerInnen werden den Musikantentag zu einem Erlebnis
werden lassen.
Programmablauf:
Treffpunkt 11.00 Uhr Rüfiplatz
Begrüßung
aller
teilnehmenden
Gruppen
Ab 11.30 Uhr – 17.00 Uhr
Auftritte der Gruppen in namhaften
Betrieben im gesamten Ort, in Oberlech
und auf einigen Alpen.
20 Uhr Abschlussabend in der Lecher Stube
Abschlussabend
mit
zahlreichen
Gruppen und Tanz. Eine tolle Gelegen-
heit, andere Musikanten und Sänger
kennen zulernen und neue Kontakte zu
knüpfen!
Extrafahrten mit dem „Lecher Musigbus“ mit Halt in Zug, bis zum Älpele.
Außer Programm
Samstag 2. August, 19 Uhr
Sonntag 3. August, 9.30Uhr
Gottesdienst in der Pfarrkirche Lech mit
musikalischer Umrahmung durch einige
Volksmusikgruppen
35
Termine & Publikationen
Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks
„Volkskultur als Dialog – Wir und die Anderen“
27. – 30. August 2014, Gmunden am Traunsee
Volkskultur bietet vielfältige Wege der
Verständigung mit der eigenen Umwelt
und wird von der modernen Gesellschaft als Ausdrucksmittel des Eigenen
verwendet. Das jeweils Eigene, seine
Qualitäten und Besonderheiten werden
mittels Lied, Tanz und Musik, Bräuchen,
Kulinarik, Kleidung und Architektur ausgedrückt. Vor allem Lieder erzählen
vom eigenen Leben und Ort, preisen
die eigenen Fähigkeiten und die eigene
Gruppe.
Die
diesjährige
Sommerakademie
„Volkskultur als Dialog“ versucht den
vielfältigen
Ausdrucksformen
des
„Wir und die Anderen“ nachzuspüren.
Dabei werden geographische, kulturelle,
religiöse und auf das Geschlecht bezogenen Konfliktlinien in Vorträgen und
Diskussionen thematisiert. In Workshops werden vor allem Formen der
Begegnungen und das Potenzial für kreative Schaffensprozesse aufgezeigt. Ein
facettenreiches Abendprogramm mit
Musik von Wien bis nach Simbabwe
rundet das Angebot ab.
In einen gemeinsamen Dialog zu treten,
dazu ladet die Sommerakademie des
Österreichischen Volkskliedwerks alle
Interessierten von 27.- 30. August 2014
nach Gmunden am Traunsee ein. Für
PädagogInnen gilt die Tagung als Fortbildung.
Allgemeine Information zur Sommerakademie
Die jährlich stattfindende Sommerakademie „Volkskultur als Dialog“ wird seit
1992 mit Unterbrechungen abgehalten.
Sie ist eine Diskussionsplattform, die
sowohl den praktischen als auch den
theoretischen Zugang zur Volkskultur zu hinterfragen und zu überprüfen
versucht. Ziel dieser jährlichen Veranstaltungsreihe ist es, das breite Betätigungsfeld der Volkskultur zu reflektieren
und Brücken zu schlagen zwischen jenen, die Volkskultur leben, und jenen,
die sich wissenschaftlich damit beschäftigen. Denn Volkskultur ist ein lebendiger Dialog zur Selbstvergewisserung
unserer modernen Lebenswelt.
Anmeldung und Information:
Österreichisches Volksliedwerk
Operngasse 6, 1010 Wien
www.volksliedwerk.at
office@volksliedwerk.at
Tel: +43/1/512 63 35
36 Termine & Publikationen
Veranstaltung/Ort:
JODLERTREFFEN in Damüls/Bregenzerwald
Termin:
Sonntag 31. 08. 2014 - 12 bis 17 Uhr
Spielplätze:
Berggasthof Elsenalp, Berggasthof Uga-Alp, Alpe Fam. Metzler,
Hotel/Gasthof Walisgaden
Ostschweiz, Allgäu, Tirol, Niederösterreich, Vorarlberg (Großes Walsertal,
Kleinwalsertal, Bregenzerwald)
Mitwirkende aus:
Eine Veranstaltung des Vorarlberger Landestrachtenverbandes und des WALSERHERBST Festivals.
JODELWORKSHOP
Im Vorfeld des Jodlertreffens findet im Rahmen des WALSERHERBST 2014 ein Jodelworkshop vor
Ort auf der Alpe Fam. Metzler statt (Übernachtungsmöglichkeit ist vorgesehen).
Termin:
Samstag 30. 8. 2014 von 14 Uhr bis Sonntag 31. 8. 2014 11 Uhr
anschließend Mitwirkung beim Jodlertreffen.
Weiter Informationen: www.walserherbst.at
Änderungen vorbehalten!
Erwin Aschenwald und
DIE MAYRHOFNER
Am Freitag, 19.09.2014 im Vinomna-Saal
19 Uhr Saaleinlass
20 Uhr Konzert Beginn
Kartenvorverkauf
Ab sofort im
37
Termine & Publikationen
6. Vorarlberger Harfentage
27. bis 28. September 2014 in der Musikschule Feldkirch
Kontakt:
Musikschule der Stadt Feldkirch
Reichenfeldgasse 11
6800 Feldkirch
Tel: 05522 - 304-1291
Mail: musikschule@feldkirch.at
Web: www.musikschule.feldkirch.at
Informationen
Andrea GAmper
Tel: +43 (0) 676/3033707
Mail: andrea-gamper@hotmail.com
Anmeldung
Anmeldungen sind per Post oder EMail an das Sekretariat der Musikschule Feldkirch zu richten.
Anmeldeschluss ist der 4. Juli 2014.
Kurse
Ensemblespiel in verschiedenen
Gruppen, Volksmusikkurs, Spiel, Spaß
und Spannung mit der Harfe, Harfenorchester
Referentinnen
Annelies Brandstätter-Arnold, Sonja
Bühler-Schuler, Gertrud KaufmannGreiner, Julia Scheier, Michaela Lengauer, Andrea Gamper
Abschlusskonzert
Am Sonntag, 28.09.2014 um 16.00
Uhr im Großen Saal der Musikschule
Feldkirch
Harfe
Hackbrett
Zither
A-6370 Kitzbühel  Jochberger Straße 125
Tel. +43/(0) 53 56/62 956  Fax-DW 3
e-mail: info@muernseer.at  www.muernseer.at
38 ORF Termine
Volksmusik und Volkskultur
bei Radio Vorarlberg
Hintergründe und Neuheiten in „Kultur nach 6“
Jeden Montag präsentiert Evelyn Fink-Mennel in der Radiosendung „Kultur nach
6“ Neuheiten aus den Bereichen Volks-, Chor- und Blasmusik.
Sendetermin: Jeden Montag in „Kultur nach 6“, 18.00 bis 19.00 Uhr, ORF
Radio Vorarlberg
Neue Sendungen: „Musik-Lokal“ und „Musik-Lokal – Ihre Wünsche“
Jeden Donnerstag moderiert Evelyn Fink-Mennel die neue Live-Sendung „MusikLokal – Ihre Wünsche“. Außerdem bestückt sie das Musikarchiv von ORF Radio
Vorarlberg mit Neuerscheinungen, Raritäten und Entdeckungen, die von Montag
bis Mittwoch in der Sendung „Musik-Lokal“ zu hören sind.
Sendetermin: Montag bis Mittwoch „Musik-Lokal“
Donnerstag „Musik-Lokal - Ihre Wünsche“, 20.00 bis 21.00 Uhr, ORF Radio
Vorarlberg
2.Oktober Musik-Lokal Live mit Publikum aus dem ORF Studio Vorarlberg
Musikantentreffen
Am 1.8.,5.9., 26.9.
Gasthof Piz Buin, Bielerhöhe
jeweils ab 19:00
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Termine & Publikationen
VVLW Termine
Alle Details zu den Veranstaltungen auch unter www.volksliedwerk-vlbg.at.
1.8.Musikantentreffen, Gasthof
Piz Buin, Bielerhöhe, ab 19:00
26.9.Musikantentreffen, Gasthof
Piz Buin, Bielerhöhe, ab 19:00
1.8.
Musikantenstammtisch in
Pettneu am Arlberg, 20:00
27.9-28.9.
6. Vorarlberger Harfentage, Musikschule Feldkirch
2.8.
7. Lecher Musikantentag, ab
11 Uhr, Lech am Arlberg
3.10. Musikantenstammtisch in
Pettneu am Arlberg, 20:00
14.8.-17.8.Alpenländisches
Volksmusikseminar auf der
Falkenhütte, Info: anna.raedler@gmx.
de
3.10. Volkstanz im Gasthus, Gasthof Löwen, Feldkirch –Tosters, 20:00,
Info: Trachtengruppe Feldkirch, www.
folklore.at
15.8.Frühschoppen, Panoramagasthaus Kristberg, 11:00- 14:00, mit
Schwarzwurzel Combo, kurt_posch@
aon.at / www.ocarina.at
5.10. Offenes Singen und Musizieren im Gasthof Rössle, Braz, 17:0020:00
31.8.
Uhr
Weisenblasen Rellseck, 11
31.8.
Uhr
Jodlertreffen Damüls, 12-17
5.9.Musikantentreffen, Gasthof
Piz Buin, Bielerhöhe, ab 19:00
5.9.
Musikantenstammtisch in
Pettneu am Arlberg, 20:00
7.9.
Offenes Singen und Musizieren im Klostertal Museum, 17:00
– 20:00, kurt_posch@aon.at / www.
ocarina.at
18.10. CD Präsentation „Volkstänz
us´m Ländle“, GH. Gösser Bregenz,
20:00
24.- 26.10
Alpenländischer
Volksmusikwettbewerb Innsbruck
www.tiroler-volksmusikverein.at
8.11. Kathreintanz Feldkirch, Info:
Trachtengruppe Feldkirch,
www.folklore.at
15.11.Heimatherbst, ORF
7.12. Singen und musizieren im
Advent, Pfarrkirche Braz, 17:00
40 Impressum
Volkstanzen -die gesellige Art, sich zu Musik
zu bewegen
Im Herbst 2014 findet der Tanzkreis jeden 4.(!) Montag
Abend im Monat statt.
Wir tanzen gemeinsam
Tänze, die uns Freude machen
Tänze, die zur Geselligkeit beitragen
Tänze, die uns nicht so geläufig sind
Tänze, die wir neu kennenlernen möchten
Tänze, die wir für Tanzfeste vorbereiten
Termine: MO 22.09.2014, 27.10,24.11.
Ort: Alte Kochschule Dornbirn-Oberdorf
Zeit: 20:00 – 22:00 Uhr
Tanzleitung: Birgit Zell-Lorenz, 05572/2 98 97
Teilnahme: als Einzelperson oder paarweise
Unkostenbeitrag pro Abend: 4,-- EUR pro Person
Impressum
Herausgeber: Vorarlberger VolksLiedWerk
Redaktionsleitung: Anita Frühwirth
Redaktionsteam: Hannes Riesch, Anton Mangeng
Layout: Ulrich Frühwirth
Fotos: Vorarlberger Volksliedwerk, außer den gekennzeichneten
Druck: Sedlmayr Druckerei
Die „maultrommel“ ist das offizielle Mitteilungsheft des Vorarlberger VolksLiedWerks für Mitglieder und Förderer des Vereines und erscheint viermal jährlich.
Bestellungen bei Anita Frühwirth
Bankverbindung: Sparkasse Feldkirch, Kto: 24554, BLZ: 20604,
IBAN: AT 87 20604 00000 024554, BIC: SPFKAT2B;
Jahresbeitrag EUR 17,00, für Familien EUR 25,00
Das nächste Heft erscheint im Oktober 2014 (Redaktionsschluss: (01.09)
Beiträge an:
Anita Frühwirth, Am Eisweiher 12a, 6850 Dornbirn
Tel +43-664-4378655, anita.fruehwirth@aon.at, www.volksliedwerk-vlbg.at
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CD 28831
Ånzapft isch...
Gustl Retschitzegger
und seine
Tiroler Wirtshausmusi
CD 28824
Familie
Außerlechner
aus Mariastein
CD 28812
CD 28777
CD 28808
Michl Trio
duo mirage
extended
Romana Hauser u.a.
Ausschnitt
outsait
Friendship
eGlacks
Die
H O A M ELIGEN.
...echte volksmusik.
CD 28760
Na und?!
Herbert Pixner Projekt
CD 28344
CD 28471
Herbert Pixner
Herbert Pixner Projekt
frischgepresst I
Blus’n auf !
CD 28460
frischgepresst II
Herbert Pixner Trio
CD 28658
“bauern_tschäss“
(Power’n Jazz)
Herbert Pixner Projekt
Südtiroler Tanzlmusig
„Jubiläumsfahrt 2001-2011“
CD 28763
Nö oane
Jung und Frisch
CD 28765
låsst’ hean
Feierab’nd Musig
CD 28730
Tradition
Tiroler
Tanzmusikanten
CD 28766
ÜbeRnTellErrand
Clarimusi
CD 28715
„Jubiläumsfahrt
2001-2011“
Südtiroler
Tanzlmusig
Neuerscheinungen demnächst: Tiroler Wirtshausmusikanten, Anna Lena Larcher, Böhmische 7, Tiroler Tanzgeiger
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42 Vorwort
Das
Vorarlberger VolksLiedWerk –
was uns am Herzen liegt
Organisation von Volksmusikstammtischen,
Volksmusikabenden, Seminaren und Offenen Singen
Förderung der regionalen Volksmusik im Ländle und der
heimischen Lieder
Sammlung, Bewahrung und Erschließung von Zeugnissen
unserer musikalischen Volkskultur
Fundierte Forschungsarbeit rund um die Volksmusik
Beratung singender und musizierender Menschen
Regelmäßige Publikationen von Lieder- und
Notensammlungen, wissenschaftlichen Beiträgen und
Nachrichten für Vereinsmitglieder
Pflege nationaler und internationaler Kontakte
www.volksliedwerk-vlbg.at
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Seele and Geist
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