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Ausgabe 2/2006 August 2006 Liebe Leserinnen und Leser, was für

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Ausgabe 2/2006
Inhalt:
August 2006
Liebe Leserinnen und Leser,
Momo und
Beppo
Straßenkehrer
was für ein Jahr!
Sommerfest
2006
Und das wiederholt sich nun
hoffentlich auch bei der INASFID Fußball WM 2006 der
Menschen mit Behinderung.
Der WM-Truck
Die Fußball-WM bei uns in
Deutschland, direkt vor unserer
Tür. Was für ein Event! Was
für eine Euphorie, wohin man
auch schaute – überall schwarz,
rot, gold! Das totale Gänsehautfeeling.
(INAS-FID steht übrigens für
International Sports Federation
for Persons with Intellectual
Disability).
Grundsicherung
SGB XII,
§§ 41-46
Sommerblock
2006
Botox
Unsere Geburtstagskinder
Die Mannschaften, die
Austragungs
-orte und den
Spielplan,
sowie jede
Menge
weitere Info hierzu finden Sie
online unter www.inas-fidwm2006.de . Klicken Sie mal
rein, es lohnt sich!
Besser noch, Sie kommen am
10.09.06
ins
Bottroper
Jahnstadion zum Viertelfinale.
Rund um das Spiel gibt es ein
großes
Rahmenprogramm,
einschließlich WM – Truck.
Der Eintritt zu allen Spielen ist
übrigens frei, mit Ausnahme
des Finales in der BayArena in
Leverkusen. Hier kostet die
Karte 5,-€.
Über den WM - Truck, der für
diese spezielle WM die Werbetrommel rührt, erfahren Sie
mehr in dieser Ausgabe.
Erleben Sie die andere FußballWeltmeisterschaft in Deutschland vom 26.08.-17.09.2006
hier im Revier !
Ebenso erfahren Sie, unter
welchen Voraussetzungen Ihr
volljähriges Kind Anspruch auf
Grundsicherung hat.
Der Start unserer Deutschen
Mannschaft ist ja schon mal
geglückt! Hat sie doch im
Eröffnungsspiel in Duisburg
die Japaner souverän mit 3:0
geschlagen. Jetzt stellen Sie
sich doch bloß mal vor, wir
werden doch noch Weltmeister,
man, das wär’s doch !!!
Frau Dr. Boßerhoff informiert
über das Botulinumtoxin - kurz
Botox - und auch ob es auf
unserem Sommerfest wieder
mal geregnet hat erfahren Sie,
wenn sie weiterblättern.
Viel Spaß beim lesen !
Udo Fischer
2
Sommerblock 2006
Unser großer Sommerblock fand wie jedes Jahr in der Christus Kirchengemeinde
nahe des Oberhausener Hauptbahnhofes statt. Für 15 Kinder und Erwachsene
musste nun die gesamte Therapieausstattung am Freitag zuvor in die Kirchengemeinde gebracht werden. Wir hatten das große Glück, dass uns die Gemeinde
ihren Anhänger zur Verfügung stellen konnte, sodass wir über zusätzliche
Ladefläche
verfügen
konnten.
Gemeinsam
mit
unseren
beiden
männlichen Praktikanten war diese
Arbeit dann relativ zügig erledigt.
Im Vorfeld hat unsere leitende
Konduktorin
Elisabeth
(z.Zt.
im
Mutterschaftsurlaub)
für
jedes
einzelne Kind die notwendigen Möbel
und
Therapieutensilien
zusammengestellt, sodass für jeden der passende Hocker, Stuhl, u.s.w. vorhanden war.
Unsere Kinder waren in drei Räumen untergebracht und nach ca. sechs Stunden
stand jede Pritsche, jeder Stuhl, jeder Hocker auf seinem Platz, Bastelmaterial
lag bereit, Seife und Toilettenpapier waren vorhanden – jetzt konnte nichts
mehr schiefgehen.
Am
Samstagmorgen
kamen
alle
Konduktorinnen, die zusätzlich für
diesen Block aus Ungarn gekommen
waren, zum „Petö-Haus“ und gemeinsam
fuhren wir dann in die Christusgemeinde.
Die Gruppen wurden eingeteilt und die
Konduktorinnen gaben den Therapieräumen den letzten Schliff. Nachdem
alle Fragen, wo kommen die Kinder an, wo
stehen die Rollstühle, wo sind die
Toiletten, geklärt waren, machten wir um 13.30 Uhr Feierabend.
Am 19. Juni pünktlich um 9.00 Uhr waren alle Kinder da und es konnte losgehen.
Viele der Kinder kannten einige Konduktorinnen aus früheren Intensivtherapien
und so war die Wiedersehensfreude groß. Von nun an hieß es für die nächsten
vier Wochen von 9.00-15.00 Uhr ackern !
3
Während der ersten Woche fanden die Besprechungen mit den Eltern statt, wo
sie über die Zielsetzungen ihrer Kinder informiert wurden. In der dritten Woche
hatten sie dann die Gelegenheit, bei der Therapie zuzuschauen und sich schon
einmal ein Bild von den Fortschritten ihrer Kinder zu machen.
Doch erst in der vierten Woche
gab es die Premiere eines
absoluten Highlights !
Das Gulaschfest !
Es sollte ein richtig großes Event
werden. Ein Fest für alle Kinder
und Konduktorinnen, aber auch für
alle Eltern, Geschwister und
Großeltern. Und auch die Kinder
aus der kontinuierlichen Therapie und ihre Konduktorinnen haben wir aus dem
Petö-Haus zum mitfeiern abgeholt. Die Konduktorinnen haben in einer
Nachtschicht die Suppe vorbereitet und dann während der Therapie mit den
Kindern fertiggestellt. Die Tische wurden liebevoll gedeckt und das ganze
„Drumherum“ war einfach spitzenmäßig! Zu der leckeren Suppe gab es Brot und
verschiedene Getränke und es herrschte eine Superstimmung.
Ein solches Fest während einer
Intensivtherapie gab es noch
nie – wird es aber ab sofort in
jedem großen Sommerblock in
der letzten Woche, sozusagen
als Abschlussfeier, geben.
Denn so einen gelungenen
Abschluss des Blockes hatten
wir noch nie.
4
INAS-FID
Fußball – WM 2006 der Menschen mit Behinderung
Nach der WM ist vor der WM – wie wahr !
Am 27. 08. 2006 fand in der
Kölnarena die große Eröffnungsfeier der Fußball WM 2006 der
Menschen mit Behinderung statt
und damit es ein ähnlich gefeiertes
Event wird, wie die vergangene
Fußball-WM, wurde bundesweit die
Werbetrommel gerührt. Der WMTruck 2006, die Zugmaschine für
„geballte Leidenschaft“.
Vom 23. April bis zum 16. September wird der WM-Truck in ganz Deutschland
auf Tour sein, um auf die Fußball-WM der Menschen mit Behinderung
aufmerksam zu machen. Damit jede Veranstaltung auf Plätzen und in
Fußgängerzonen zu einem lokalen Highlight wird,
findet auf der Bühne des Trucks ein vielseitiges
Show – Programm statt. Am 14. 06. 2006 stand der
Truck in Gladbeck vor der Matthias-JakobsStadthalle. Moderiert werden die Veranstaltungen
von Uwe Hübner, bekannt aus der ZDF Hitparade, als
Nachfolger von Dieter Thomas Heck. Die Älteren
unter uns erinnern sich sicher noch ;-)
Es gab Live Musik der Band Neuerdinxx, die sich
seit ihren Auftritten über zahlreiche Fans freuen
kann, sowie von
Amy Elaine, der Botschafterin
der Fußball WM der Menschen
mit Behinderungen. Sie covert
Songs aus den 80ern und 90ern und singt auf dem Truck den
offiziellen WM- Song: FC Leidenschaft- There is a dream, der
auch als CD erhältlich ist.
Amy Elaine
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Ebenfalls einen großen Beitrag zum
Gelingen des Truck Programms leistet
die Lebenshilfe Gladbeck und Bottrop
e.V. Es werden Waffel gebacken,
Kuchen und Kaffee verkauft und
natürlich die zahlreichen Fanartikel
dieser WM angeboten.
Mit den AKU – Dancers, den African
Drummers und der Rolli-Tanzgruppe,
alles Kurse des AKU (Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne
Behinderungen) waren weitere Highlights auf der Bühne zu bejubeln.
Am 14.06. und auch am 17. 08. 2006
auf dem Pferdemarkt in Bottrop zog
das vielfältige Programm rund um
den WM-Truck viele Schaulustige
an. In beiden Städten gab es
ganztägig ein „Human Table Soccer“,
der
menschliche
XXL
Fun
Tischkicker.
Die Gewinnermannschaft wurde jeweils von den
Oberbürgermeistern der Städte geehrt und
erhielten als Preis ein T- Shirt dieser WM.
Also, liebe Fußballfans, jetzt heißt es Daumen drücken zum zweiten. Denn unsere
Jungs wollen natürlich ins Endspiel – und wer weiß ?
Vielleicht werden wir ja doch noch Weltmeister !
6
Momo und Beppo Straßenkehrer
aus Michael Endes „Momo“
Wenn jemand auch sehr viele Freunde hat, so gibt es
darunter doch immer einige wenige, die einem ganz
besonders nahe stehen und die einem die allerliebsten sind. Und so war es auch
bei Momo. Einer ihrer allerbesten Freunde war Beppo Straßenkehrer.
Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr oft seine großen
Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge und
er fand die richtigen Worte.
„Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so:
Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt,
die ist so schrecklich lang, das kann man niemals schaffen,
denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin,
dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an sich zu eilen. Und
man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht
man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und
man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und
zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die
Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“
Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze
Straße auf einmal denken, verstehst du ? Man muss nur an den nächsten Schritt
denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer
wieder nur an den nächsten.“
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude,
dass ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“
Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass
man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht
gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“
Er nickte vor sich hin und sagte abschließend:
„Das ist wichtig!“
7
Behandlung mit Botulinumtoxin
Was ist Botulinumtoxin?
Botulinumtoxin ist das stärkste natürlich vorkommende Gift, 0,0001mg
genügen, um einen Menschen zu töten. Es wird von Clostridien
(Bakterien) produziert, die nur unter Luftabschluss gedeihen und
verursacht die Erkrankung Botulismus. Hier kommt es durch Genuss
verseuchter Lebensmittel (Konserven) zunächst zu Übelkeit, später zu
Schluckbeschwerden und Lähmung der gesamten Muskulatur. Bei NichtBehandlung stirbt man an Atemlähmung, bei rechtzeitiger
Intensivbehandlung wird die Erkrankung in der Regel ohne Spätschäden
überlebt.
Wie wirkt das Toxin?
Das Toxin wirkt an der Verbindungsstelle zwischen Nerv und Muskel, an der s. g.
Motorischen Endplatte. Hier verhindert es, dass der Botenstoff des Nervs (Acetylcholin) zum
Muskel gelangt, um so ein Muskelzusammenziehen, also eine Bewegung zu verursachen. Das
Botulinumtoxin blockiert das Schloss (Rezeptor) des Muskels, in den der Schlüssel des Nervs
(Acetylcholin) passt. Das Schloss bleibt blockiert und der Muskel ist solange gelähmt, bis
neue Rezeptoren (Schlösser) gebildet worden sind. Das Nachbilden dauert ca. 3 bis 6 Monate.
Wo wurde Botulinumtoxin zuerst therapeutisch eingesetzt?
In der Erwachsenenmedizin wurde das Toxin als Medikament bei s. g.
Dystonien eingesetzt. Das sind Krankheitsbilder, bei denen es bei sonst eher
gesunden Patienten zu anhaltender plötzlicher Anspannung in bestimmten
Muskeln kommt, ohne das willentlich gegen gesteuert werden kann. Häufig
betroffen sind die Augenlider oder die Halsmuskulatur.
Warum wird Botulinumtoxin bei Kindern mit Zerebralparesen eingesetzt?
Das im Kindesalter typische Krankheitsbild mit vermehrtem Muskeltonus ist die
Zerebralparese mit typischerweise Tonuserhöhung an Armen und Beinen und Schwäche im
Rumpfbereich. Allerdings wird die vermehrte Muskelspannung durch eine Schädigung des
Gehirns hervorgerufen, also weit vom Muskel entfernt, der anfangs deshalb auch ganz gesund
ist. Durch eine Fehlsteuerung des Gehirns geben die Nerven die Information zur dauernden
Muskelanspannung weiter.
Im Säuglings- und Kindesalter führt dies zuerst zu einer Steifheit in Armen und Beinen, sowie
zu bestimmten Bewegungsmuster, wie Spitzfußstellung der Füße, Überkreuzung der Beine
oder Abspreizhemmung im Bereich der Hüften. Besonders deutlich wird die vermehrte
Spannung bei schnellen Bewegungen.
Um Spätschäden, wie Muskelverkürzung und so Versteifung und Fehlstellung von Gelenken
zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern gibt es verschiedene Behandlungsverfahren.
Zuerst wird mit Krankengymnastik begonnen, bei zunehmender Fehlstellung aber noch
erhaltender Beweglichkeit ist die Gabe von Botulinumtoxin möglich, später bei Versteifung
und fehlender Beweglichkeit ist oft eine Operation unumgänglich.
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Wie wird Botulinumtoxin eingesetzt?
Botulinumtoxin wird therapeutisch in sehr kleinen Dosierungen zur isolierten Muskellähmung
bei erhöhter Muskelspannung (Tonus) eingesetzt.
Wenn der Muskel bei langsamer Dehnung noch eine Normalstellung des Gelenks erlaubt und
sich nur bei schneller Bewegung, dem s. g. catch eine Einschränkung ergibt, ist eine ToxinGabe sinnvoll. Durch die Lähmung kann der Muskel nur in sehr geringem Maße verlängert
werden. Die Bewegungseinschränkung des spastischen Muskels bei schneller Bewegung aber
lässt sich vermeiden, so dass ein Bewegungsumfang wie bei langsamer Dehnung möglich ist.
Allerdings ist die Behandlung ein Verfahren, bei dem der an sich gesunde Muskel und nicht
das geschädigte Gehirn therapiert wird, so dass man nur symptomatisch, aber nicht ursächlich
behandeln kann.
Wer stellt fest, ob eine Gabe notwendig ist?
In den meisten Sozialpädiatrischen Zentren wird die Indikation zur
Injektion in Absprache mit Kinderneurologen und Orthopäden gestellt.
Bei der Untersuchung wird genau geschaut, ob das Kind durch
verbesserte Beweglichkeit in seiner Fortbewegung profitiert, ob eine
Gabe einer Operation hinauszögern kann oder ob die Pflege des Kindes
erleichtert wird.
Bei isolierter Spitzfußstellung reicht oft eine Injektion in die Wadenmuskulatur, bei
Abspreizhemmung der Hüften oder Überkreuzung der Beine beim Laufen ist eine Gabe in die
s. g. Adduktoren an der Innenseite der Oberschenkel notwendig. Bei mangelnder
Kniestreckung kann die Muskulatur am hinteren Oberschenkel behandelt werden.
Wie erfolgt die Behandlung?
Nachdem die Muskeln, die injiziert werden festgelegt sind, wir anhand
des Körpergewichts die richtige Dosis pro Muskel ausgerechnet,
wobei stärker betroffene Muskeln eine höhere Dosis benötigen. Mit
einer dünnen Nadel wird direkt in den Muskel gespritzt. Da dieser
angespannt ist, ist die Injektionen schmerzhaft.
Meistens erhält das Kind ein Beruhigungsmittel. Es spürt zwar noch
den Schmerz kann sich aber unter Einwirkung des Schlafmittels oft
nicht mehr an die Injektion erinnern.
Was ist nach der Injektion zu beachten?
Der kleine Patient kann sich direkt danach normal bewegen und sollte auch seine
Krankengymnastik in gewohnter Form erhalten, damit sich das Medikament gut im Muskel
verteilt und möglichst große Teile erreicht werden.
Die Wirkung tritt nach ca. 7 bis 14 Tagen ein und hält zwischen 2 und 6 Monaten an. Die
Dauer der Wirkung hängt auch mit der Intensität der Krankengymnastik zusammen und hält
oft bei intensiver Übung länger an.
Auch ist eine Orthesen- oder Lagerungsschienenversorgung kurz nach Injektion sinnvoll, weil
beide bei dehnbarerem Muskel besser toleriert werden und die Wirkung ebenfalls verlängern.
9
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Generell kann es zu Schmerzen an der Einstichstelle oder im Muskel wie
bei Muskelkater kommen. Manche Kinder klagen über ein
Schwächegefühl. Selten sind Beinkrämpfe oder Fieber. Bei sehr hohen
Dosen kann es zu Verstopfung, Inkontinenz oder Schluckstörungen
kommen. Hier sind schwerer behinderte Kinder in der Regel mehr
betroffen.
Manchmal kann es sein, dass Kinder durch die Schwächung der
Muskulatur an Stabilität verlieren.
Viele Kinder laufen zu Beginn der Wirkung unsicherer, da sie sich erst an die neue
Funktionsweise ihrer Muskeln gewöhnen müssen.
Genau wie die Wirkung lassen aber auch alle Nebenwirkungen vollständig nach. Sie sind
zwar für den Patienten manchmal unangenehm, hinterlassen aber keine dauernden Schäden.
Passiert es auch, das Botulinumtoxin nicht wirkt?
Leider ja. In seltenen Fällen zeigt die Injektion keine Wirkung. Dann muss geprüft werden, ob
eine ausreichende Menge an der richtigen Stelle gespritzt wurde und ggf. erneut mit einer
höheren Dosis behandelt werden.
Leider kann die Wirkung auch nach mehren Injektionen nachlassen. Man diskutiert als Grund
die Bildung von Antikörpern, d.h. das körpereigene Abwehrstoffe das Toxin zerstören, bevor
es wirkt.
Kann Botulinumtoxin auch an anderen Stellen eingesetzt werden?
Da das Toxin die Speichelproduktion hemmt, wird es in speziellen
Zentren auch in die Speicheldrüsen gespritzt. Für schwer behinderte
Kinder bedeutet die reduzierte Speichelmenge oft eine deutliche
Pflegeerleichterung.
Dr. Stephanie Boßerhoff
Oberärztin im SPZ
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Unsere Geburtstags„kinder“
von August bis November 2006
August
September
Carina Degen
Cinderella Glücklich
Julian Katzorke
Annika Mayer
Katharina Mohn
Leonie Neumann
Isabell Rosenberg
Benny Dietz
Mike Geueke
Raphael Hoffmann
Katharina Kortendick
Sharon Klemasz
Patrick Kunze
Lisa Schultebraucks
Lars und Lennard Zehl
Oktober
Leon Gertzen
Fabian Gillner
Nico Hasenack
Maximilian Jager
Sven Kugler
Janine Lutsch
Ines May
Tim Mühlinghaus
Nathalie Osadczuk
Alexander Pitzka
Isabel Schulz
Patrizia Vierke
Lukas Zelesinski
November
Frau Scheping
Tizian Ehret
Christian Heiermann
Henryk Makowski
Tobias Rönneburg
Pascal Stach
Alexia Wolterhoff
Euch allen wünschen wir von Herzen eine unvergessliche
Feier und ein erfolgreiches, zufriedenes,
gesundes und glückliches neues Lebensjahr !
11
Sommerfest 2006
Unser Sommerfest im Johowgarten in Gladbeck ist
seit vielen Jahren ein ganz fester Bestandteil in
unserem Vereinsgeschehen. Anfangs groß und
pompös aufgezogen, immer mit einer großen
Tombola, musste man für Lose, Kaffee und Kuchen,
Getränke und Gegrilltes etwas bezahlen. Da die
ganze Vorbereitung des Festes jedoch immer von
den gleichen Leuten organisiert
wurde, streikten diese irgendwann
und es gab dann in einem Jahr kein
Sommerfest – Irgendwie blöd !
Da fehlte einem etwas. Dieses
nette miteinander vermisste man
und das sollte auch im nächsten
Jahr wieder geändert werden.
Seit 2001 wird das Sommerfest
nun ganz anders aufgezogen. So,
wie es die meisten von Ihnen ja
kennen.
Klein und eher familiär, mit einer kleinen Gratistombola, gespendetem Kuchen
und auch die Getränke und die Leckereien vom Grill gibt es seitdem umsonst.
In diesem Jahr war es dann am 28.Mai
soweit. Zwischen 13.oo und 18.oo Uhr
trafen wir uns im Johowgarten, hatten
sogar Glück mit dem Wetter, kein
Regen, sodass wir alle draußen in der
Sonne sitzen konnten und wie jedes
Jahr einen tollen Nachmittag hatten.
Auch in diesem Jahr haben wieder
„neue“ Familien den Weg nach
Gladbeck gefunden, was uns ganz
besonders gefreut hat.
12
Planung 2007
Wie auch schon in 2006 haben wir für die Kinder aus anderen Bundesländern
zwei zusätzliche Schulblöcke, und zwar jeweils im Anschluss an die Oster- und
Sommerferien von Nordrhein-Westfalen.
Auch im Jahr 2007 werden die Therapiekosten nicht erhöht! Nach wie vor ist in
den Blocktherapien, die über 6 Stunden gehen, ein gemeinsames Mittagessen
enthalten. In der Zeit vom 16.07.-11.08.2007 bleibt unser Zentrum geschlossen.
Während dieser Zeit findet nur eine Schulkinder-Intensivtherapie statt. Am
15.12.2007 verabschieden wir uns bis zum 06.01.2008 in die Weihnachtsferien.
Änderungen vorbehalten !
*08.01.- 19.01. Erwachsenengruppe
2 Wochen = 10 Beh.-Tage
*22.01.- 02.02. Erwachsenengruppe
2 Wochen = 10 Beh.-Tage
05.02.- 23.02. Ataxiegruppe
3 Wochen = 15 Beh.-Tage
26.02.- 23.03. Kindergartengruppe
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
26.03.- 20.04. Schulkindergruppe
4 Wochen = 18 Beh.-Tage
23.04.- 18.05. Schulkindergruppe
4 Wochen = 18 Beh.-Tage
21.05.- 15.06. Kindergartengruppe
4 Wochen = 18 Beh.-Tage
18.06.- 13.07. Schulkindergruppe I
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
18.06.- 13.07. Schulkindergruppe II
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
18.06.- 13.07. Ataxiegruppe
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
18.06.- 29.06. Erwachsenengruppe
2 Wochen = 10 Beh.-Tage
02.07.- 13.07. Erwachsenengruppe
2 Wochen = 10 Beh.-Tage
16.07.- 10.08. Schulkindergruppe
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
13.08.- 07.09. Schulkindergruppe
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
*10.09.- 21.09. Erwachsenengruppe
2 Wochen = 10 Beh.-Tage
24.09.- 19.10. Schulkindergruppe
4 Wochen = 19 Beh.-Tage
22.10.- 16.11. Kindergartengruppe
4 Wochen = 19 Beh.-Tage
*19.11.- 14.12. Mutter-Kind/* Einzel
4 Wochen = 20 Beh.-Tage
*Alternativ auch Einzeltherapie. Hier betragen die Kosten:
2 Std. pro Tag
4 Wochen = 20 Beh.-Tage € 1.470,00
3 Std. pro Tag
4 Wochen = 20 Beh.-Tage € 2.205,00
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
930,00 (3 Std.)
930,00 (3 Std.)
1.696,50 (6 Std.)
2.262,00 (6 Std.)
2.035,80 (6 Std.)
2.035,80 (6 Std.)
2.035,80 (6 Std.)
2.262,00 (6 Std.)
2.262,00 (6 Std.)
2.262,00 (6 Std.)
930,00 (3 Std.)
930,00 (3 Std.)
2.262,00 (6 Std.)
2.262,00 (6 Std.)
930,00 (3 Std.)
2.148,90 (6 Std.)
2.148,90 (6 Std.)
2.262,00 (2 – 6 Std.)
Dann möchten wir Sie an dieser Stelle auch an unsere kontinuierliche (wöchentliche) Arbeit von
9.00 – 12.00 Uhr und von 14.00 – 17.00 Uhr erinnern.
Ab Januar 2006 steht Ihren Kindern auch der Samstag (Schulgruppe) in der Zeit von 10.00 –
13.00 Uhr zur Verfügung.
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag – 10.00-13.00 Uhr
9.00-12.00 Uhr
Kindergartengruppe
Mutter-Kind-Gruppe
Erwachsenentherapie
Kindergartengruppe
Kindergartengruppe
Schulkindergruppe 6
14.00-17.00 Uhr
Schulkindergruppe 1
Schulkindergruppe 2
Schulkindergruppe 3
Schulkindergruppe 4
Schulkindergruppe 5
13
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
BSG XII, §§ 41-46
Liebe Eltern,
unsere Kinder werden immer größer, immer älter und plötzlich feiern wir Ihre
Volljährigkeit! Uns so ergangen im Dezember 2005 !
Und damit gibt es nicht nur Pflichten, sondern auch jede Menge Rechte.
Und zwar hat Ihr Kind unter bestimmten Voraussetzungen ein Anrecht auf
Grundsicherung, z.B. dann, wenn es keine Ausbildung anfangen kann und statt
dessen in einer Werkstatt für Behinderte beschäftigt wird.
Nachfolgend der entsprechende Auszug aus dem BSG XII:
Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben
bedürftige Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik
Deutschland, die das 65. Lebensjahr und Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet
haben und voll erwerbsgemindert sind. Die Leistungen entsprechen denen der Hilfe
zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen, sind aber - im Unterschied zu
diesen - zu beantragen.
Einkommen
wie
zum
Beispiel
Rentenbezüge
oder
Vermögen
des
Leistungsberechtigten, des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartners
sowie des Partners einer eheähnlichen Gemeinschaft werden wie in der Sozialhilfe
angerechnet,
jedoch
wird
gegenüber
unterhaltsverpflichteten
Kindern
beziehungsweise Eltern mit einem Jahreseinkommen unterhalb von 100.000 € kein
Unterhaltsrückgriff vorgenommen. Darüber hinaus gilt die Vermutung nicht, dass
Berechtigte, die mit Verwandten oder Verschwägerten in Haushaltsgemeinschaft
leben, von diesen auch Leistungen zum Lebensunterhalt erhalten. Tatsächliche
Leistungen sind wie bei der Hilfe zum Lebensunterhalt auf den Bedarf anzurechnen.
Die Gewährung von Grundsicherung ist nicht einkommensabhängig.
Das Kindergeld darf bei der Berechnung nicht als Einkommen des
Berechtigten angerechnet werden.
Beantragt wird die Grundsicherung bei Ihrer zuständigen Stadtverwaltung beim
Amt für Familie, Jugend und Soziales.
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